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AutorBeitrag
Traumländer



dabei seit 2008
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  Geschrieben: 13.12.21 15:29
gugu schrieb:
Zitronenfalltür schrieb:
Ist was älter, aber ganz gut geschrieben:

Bericht über Drogen, die bei der Drogenentwöhnung helfen sollen.




Interessanter Bericht "Das abhängige Gehirn" über Suchtverlangen und was im Gehirn passiert bei Suchtentstehung.

[...]

In dem Bericht wird diese Fehlprogrammierung durch Drogenkonsum beschrieben. Es setzt sich fest, und Lernvorgänge werden verändert und neu beschrieben.


Interessant finde ich auch, dass diese Erkenntnisse und das daraus abgeleitete Lernmodell logischerweise genauso auf endogene Substanzen des Belohnungssystems zu übertragen sind - insbesondere bei starken Schlüsselreizen (Sexualität, Anspannungssituationen, Erfolgserlebnisse, Euphorie).

Das macht nachdrücklich deutlich, dass man auch - nach offizieller Diagnostik noch "umstrittenes" - Abhängigkeits- / Sucht-Verhalten unter gleichem Blickwinkel betrachten sollte wie "anerkannte" Sex- oder Gewinnspiel-Sucht; nämlich auch: Porno- & Online- sowie generell elektronische Spiel-Sucht. In all diese Lern-Prozesse sind ja als instant gratification Hormonausschüttungen involviert, die das Belohnungssystem "auf Kurzschluss" setzen und den entsprechenden Lern-Prozess des Gehirns langfristig prägen/stören können, indem der Belohnungs-Aufschub für ein langfristiges, höheres Ziel ab- und das Verlangen nach dem kurzfristigen, einfach zu habenden "Kick" an-trainiert wird.

Dass dies gerne noch belächelt wird, beklagen Lernforscher*innen, Lehrkräfte und praktisch erfahrene Allgemeinmediziner*innen schon länger; und jetzt gibt es eben auch naturwissenschaftliche Erkenntnisse sowie eine neurologische Theorie, die diese Befunde unterstützen.

Hinzu kommt, dass im Online-Bereich sowohl Spiel- als auch Porno- Angebote insbesondere für die digital native Jugend en masse und niedrigschwellung zugänglich sind wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte, ohne dass sich Erziehungsberechtigte in der vollen Breite mit den Mechanismen und Risiken, die damit zusammenhängen, informiert haben.

Das perfide daran ist,
dass sich bei noch pesonders plastischen, leichter formbaren Gehirnen "im Wachstum" eben nicht nur "offensichtliche" Süchte ausprägen könn(t)en, die eine*n im worst case alltags-"untauglich" machen können:

Bereits viel niedrigschwelliger greifen Neuroprozesse, die mittelbar (auch) das Suchtrisiko erhöhen, unmittelbar in Lernprozesse ein und steuern sie in eine "einseitige" Richtung, die andere Lernerfahrungen bereits mittelfristig "blockiert", die sich nach Abschluss der Pubertät nur schwerlich nachholen lassen: Emotionales und soziales Lernen.

Die - neben der "eigentlichen" Sucht, die sich am "auffälligsten" äußert und, erst einmal als solche begriffen, noch am ehesten "klassisch" therapieren lässt -, wohl schlimmste, oft gar nicht erkannte Folge so einer Sozialisation ist eine (scheinbare) "Selbst"-Bezogenheit, die noch gar kein sich "selbst" erfahrenes Subjekt ausgebildet hat, sondern geradezu manisch nach schnellen, virtuellen Befriedigungen verlangt, ohne im sozialen Kosmos in real life gesunde Beziehungsfähigkeit und emotionalen Halt erfahren zu haben - und gar nicht die "Geduld" erlernt hat, sich mit diesem Defizit konstruktiv auseinander zu setzen und "umzulernen".

Soziale Konflikte, Isolation, Vermeidung (emotional) intimer und (potentieller) Konflikt-Situationen, emotionaler Rückzug, Isolation, Einsamkeit, latentes Unbehagen in (der) Gesellschaft sind die Folge.

Da rollt "unter dem Radar" eine Suchtwelle - und mehr noch: Eine Lernstörungs-Welle - durch die moderne Gesellschaft, deren Bedeutung noch viel zu wenig erfasst wird...
Liebe ist Leben.
Traumländer



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  Geschrieben: 17.01.22 16:28
Erdnuss schrieb:
Cannabis gegen Corona

Ich hab mich die ganze zeit schon gefragt warum ich nur von so wenig covidfällen auf der offenen szene mitkriege.

Hätte ich mir also als jahrelanger 24/7er kiffer lieber doch nicht impfen lassen sollen? Naja wenigstens ein weiteres argument für die legalisiersung.


Ob das nun wirklich stimmt oder nicht sei mal dahin gestellt , erklären würde es aber schon warum ich und Freundeskreis der durchgehend kifft nie Probleme mit Corona hatte ich achte halt auch null darauf z.B jetzt nachdem ich eine Tür aufgemacht habe z.B danach nicht mal am Auge zu jucken oder dergleichen geschweige denn das ich regelmäßig meine Hände desinfiziere.

Naja, ein Grund für die Legalisierung , oder auch nicht? Nicht das diese alternative der Pharmaindustrie zu wenig Geld bringt ;)
 
Traumländer

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  Geschrieben: 18.01.22 22:31
Angesichsts der Menge an Cannabiskonsumenten und der Menge an Infizierten, sollte sich da ne belastbare Statisik draus stricken lassen🤗
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35007072/
Die Studie befasst sich ja blos mit theoretischen Interaktionen der Zellchemie. Wie gesagt, gibt es die außerhalb der Petrischale, müssten die sich ziemlich deutlich in den Infektionszahlen wiederspiegeln.
zu alt für den Scheiß
Traumländer



dabei seit 2018
9 Forenbeiträge

  Geschrieben: 22.01.22 20:35
"Kiffen" hilft wohl eher rein gar nichts gegen Corona (zumindest nicht auf dieser Grundlage), weil für die Interaktion mit dem Spike-Protein der Carboxylrest von CBDA bzw. CBGA benötigt wird. Und der wird unter Hitzeeinwirkung abgespalten, Stichwort Decarboxylierung. Weiterhin fällt in der Studie selbst der Satz: "The concentrations needed to block infection by 50% of viruses is high but might be clinically achievable" - aka, man muss sich schon ganz schön mit CBDA zuballern und dann immer noch hoffen. Mit dem Cannabis zum Berauschen kannst du garantiert vergessen, diesbezüglich einen nennenswerten Einfluss zu generieren.

Ist also in der Hinsicht nur ein Ansatz für die pharmazeutische Forschung, potentere und weniger instabile Liganden zu finden...
 
Dauer-Träumer

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  Geschrieben: 23.01.22 08:41
....mußt du einem noch die letzte Hoffnung nehmen... :-)
 
Endlos-Träumer

dabei seit 2019
642 Forenbeiträge

  Geschrieben: 23.01.22 08:56
deepdreamer schrieb:
"Kiffen" hilft wohl eher rein gar nichts gegen Corona ...


Das ähnelt den alten Meldungen, die seit den 1970ern kursieren, dass Cannabis Krebs bekämpfen könne.
Im Versuch mit Mäusen hat das sogar funktioniert. Der Krebs wurde zuerst daran gehindert, sich auszubreiten. ABER im Endeffekt hat er den Turbo gezündet und die betroffenen Mäuse waren letztendlich ebenso schnell tot wie die Vergleichsgruppe.
Es gibt aber trotzdem gute Günde, Cannabis zu konsumieren, finde ich.
Grüsse
I'm just a soul who's intentions are good
Oh Lord, please, don't let me be misunderstood
- Eric Burdon & Animals (Burdon wurde gerade 80; Glückwunsch !)

Bom Shankar, Bom Shiva, Bembele Bom Bom
Dauer-Träumer

dabei seit 2019
632 Forenbeiträge

  Geschrieben: 26.01.22 09:04
Da gab es doch mal einen YouTube Beitrag , dass ein Arzt in Spanien mit einer
bestimmten Cannabissorte Krebs bei vielen Menschen geheil haben will.

Jetzt war ich gerade auf YouTube um den Beitrag zu suchen
aber es gibt mitlerweile unzählige Beiträge um die Wirksamkeit gegen bestimmte Krebsarten !

Macht euch selbst ein Bild.
 

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