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LdT-Forum » Konsum » Aufhören & Entzug » Der Opiat u. Opioid Entzugs- Infothread


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AutorBeitrag
Dauer-Träumerin



dabei seit 2019
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  Geschrieben: 28.05.22 15:07
zuletzt geändert: 31.05.22 05:30 durch gugu (insgesamt 1 mal geändert)
Lieber MosheBernstein,
wollte Dir nicht zu Nahe treten. Hatte nur verstanden,dass du abdosieren willst,jetzt.
Hatte Dich missverstanden.

Ok, so wie Du es beschreibst verstehe ich Deine Bedenken.

Auch wenn du es nicht glaubst, aber ein Leben ohne Opiate und Opioide ist möglich! :)
Nur Mut.
Aber langsames Vorgehen ist klug.

Ja, mit der Substi: Da hat Fox sehr viel Wahres und nützliches geschrieben. Genauso ist es.

Du könntest den Kontakt zur Szene vermeiden,wenn Du einen Hausarzt findest,der Dir deine Substi verschreibt. Solche Ärzte sind rar gesät. Aber ein Hausarzt kann bis zu 5 Substituierte haben,ohne große Probleme. So meine Info. Nur das es ein Bürokratischer Mehraufwand ist, der viele schreckt. Und natürlich die Angst,dass denn so druffis in der Praxis sind.
Aber Du scheinst ja normal rüber zu kommen, nicht so runtergekommen wirken,was ein Vorteil sein wird. Ist leider so.

Wie auch immer: Du schaffst es! :) Think positive! Nicht die Hoffnung aufgeben,auch wenn es mal Rückschritte gibt.
Sucht ist eine Rueckfallerkrankung.
Ausdauer ist alles. Dann klappt es.
Spreche aus Leidvoller Erfahrung :D

Alles Liebe Dir!

My Body.
My Choice!
..........
"Geh mir ein wenig aus der Sonne!"


Abwesende Träumerin



dabei seit 2017
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  Geschrieben: 30.05.22 20:52
Und wie sieht’s aus? Wie ist die Umstellung auf Subutex gelaufen?
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2020
17 Forenbeiträge

  Geschrieben: 30.05.22 23:55
zuletzt geändert: 31.05.22 00:09 durch MosheBernstein (insgesamt 1 mal geändert)
Also: Die letzten Tage habe ich nochmal genutzt um intensiv über meine Situation und die Optionen nachzudenken. ich habe auch vieles bedacht, was 20Fox, Pharmer, kittster und gugu geschrieben haben. Es hat mir sehr geholfen alles nochmals zu reflektieren. Hatte außerdem noch einen Beratungstermin, wo ich ausführlich über alles sprechen konnte. Dabei kam es zu einer vorläufigen Entscheidung: Ich werde erstmal nicht auf Subutex umsteigen. Ich will es nochmal so probieren und dann vom Kratom abdosieren.

Im Endeffekt und bei nüchterner Betrachtung zahle ich mit Subutex eher drauf, auch wenn ich mir relativ sicher bin, dass ich mich in der substi ganz gut zurecht gefunden hätte und die Praxis einen recht humanen und progressiven Eindruck macht wäre ich nur in einem anderen Abhängigkeitsverhältnis. Ich wollte einfach nur was ändern und demonstrieren, dass ich es ernst meine. Dabei hab ich mich an die Option der Substitution geklammert und einiges aus dem Blick verloren.

Ich möchte mich auch nochmals ganz herzlich bei allen bedanken, die meine Texte gelesen haben und sich die Zeit genommen haben auch noch zu antworten und ihre Sicht geschildert haben. Es waren viele sehr nette aber auch deutliche Worte dabei, die mir sehr gut getan haben. Danke dafür!

 
Endlos-Träumer

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  Geschrieben: 31.05.22 10:46
Bravo MosheBernstein!
Du hast die richtige Entscheidung getroffen.
Zwar lässt es sich mit Subutex hervorragend abdosieren und letztendlich ausbrechen aus dem Kreislauf. Aber mit Kratom ist es noch leichter.
Was man immer braucht, ist Disziplin und konsequentes Handeln.
Die Substitution ist leider so angelegt, dass man auf dauerhafte Substi aus ist. Also (kontrollierte ?) Sucht ohne Ende.
Will man abdosieren, wird das leider viel zu oft hintertrieben seitens der Ärzteschaft. Wenn man sein Zeug täglich holen muss, ist es vielfach gar nicht möglich, weniger zu konsumieren, also abzudosieren. Sobald man etwas unternimmt, was gegen die "Regeln" ist - Abdosieren gehört in diese Kategorie - ist man suspekt und hat, je nach Arzt, die Folgen zu tragen. Und die können bis zu einem Rauswurf aus dem Programm gehen.
Mit Kratom bist du unabhängig und kannst vorgehen, wie du willst. In dem Fall also gänzlich aufhören mit dem Konsum.
Du wirst es schaffen, ich habe ein gutes Gefühl.
Alles Gute !
Grüsse
I'm just a soul who's intentions are good
Oh Lord, please, don't let me be misunderstood
- Eric Burdon & Animals (Burdon wurde gerade 80; Glückwunsch !)

Bom Shankar, Bom Shiva, Bembele Bom Bom
Moderatorin



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  Geschrieben: 31.05.22 11:59
MosheBernstein schrieb:
Im Endeffekt und bei nüchterner Betrachtung zahle ich mit Subutex eher drauf, auch wenn ich mir relativ sicher bin, dass ich mich in der substi ganz gut zurecht gefunden hätte und die Praxis einen recht humanen und progressiven Eindruck macht wäre ich nur in einem anderen Abhängigkeitsverhältnis.

Ja, das ist das, was ich meinte, das was dich stört, dass du Opis brauchst um zu funktionieren, bleibt weiterhin bestehen. Die Vorteile der Substitution (keine Illegalität, Stabilisierung des Alltags etc.) fallen bei dir ja weg, während du die Nachteile hättest, im besten Fall wird die Situation sich in einer Substitution nicht verschlechtern.

Ich habe in Substitution erst Levomethadon bekommen und erst nach Monaten durfte ich auf Buprenorphin wechseln. Es dauerte ca, 3 Monate, bis ich körperlich wieder auf den Level war wie vor Behandlungsbeginn, psychisch stehe ich immer noch schlechter da. Das Abdosieren musste ich selbstständig/ "heimlich" machen, niemend

Bietet die Ambulanz denn auch eine ambulante Beratung an? Das könntest du in Anspruch nehmen, während du das Kratom reduzierst. So stehst du zwar in Kontakt mit Leuten vom Fach ohne dich in völlige Abhängigkeit von der Mediziner*innenzunft zu begeben.
 
Traumländer



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  Geschrieben: 31.05.22 12:31
@kitty
Man sollte bei dir erwähnen, dass du in Österreich substituiert bist.
Ich weiß nicht, ob das überall dort so ist, wie bei dir, aber für mich klang deine Substi-Stelle extrem rückständig. Das sieht in Deutschland deutlich anders aus. Könnte mir sowas wie bei dir höchstens in Bayern vorstellen. Ich lebe in halb-Bayern (BaWü) und selbst hier ist es ganz anders.

Substi bedeutet bei uns wesentlich weniger Entmündigung und Degradierung. Trotzdem wird man sich bei uns am Anfang erst Mal behandelt, wie ein Straßenjunk. Ob Job, Studium oder was anderes, Take Home gibt's nicht. Man soll das dann mit dem Arbeitgebers abklären, warum man frühestens um 8/9 seine Medis abholen kann und evtl. Nicht früher anfangen kann... Ohne Ausnahme. Ob das praktisch sinnvoll umsetzbar und stabilisierend ist, ist egal.

Auch muss man bei uns in die Entgiftung, wo man zwar Opis bekommt, aber ich zb. Meine Zeit verschwendet habe. War ganz nett und zt abschreckend, aber geholfen hats mir eher wenig. Die ersten Monate die Füße still halten, was Beikonsum, Abpissen usw. Angeht ist auch nervig und zt. Degradierend. Da guckt dir dann ne genervte Mitarbeiterin beim pinkeln zu und wenn's nicht klappt (Überraschung bei so einer Situation), wird gestresst und gedroht.

Habe mittlerweile gelernt, denen das nicht übel zu nehmen, da ich die anderen Patienten kennengelernt habe und fast jeder verarscht die Ärzte, wo es nur geht. Ist ein systemisches Problem. Als Abhängiger bist du es gewohnt so durchzukommen und das System versucht das zu verhindern.

Bei uns hat man durchaus Mitsprache was Dosis und Stoff angeht und kann einen abdosierplan erstellen. Als ich von meiner Ausbildung im September erzählte, wurdeemir sofort Hilfe angeboten.

Aber auch was K I sagt stimmt: Substitution ist auf lange Zeit angelehnt. Es geht nicht primär uns aufhören. Stabilität und Kontrolle ist das Primärziel. Das mag für manche nötig sein, für andere ist es Entmündigung und hinderlich.

@MosheBernstein
Deine Entscheidung ist wahrscheinlich eine gute. Du kannst jederzeit in die Substi, aber wieder raus ist schon alleine wegen des Entzugs/Umstiegs schwierig. Substi kann einem viel abnehmen, aber Kitty hat durchaus einen guten Punkt genannt: du hast in deiner Situation evtl weniger Vorteil als Nachteile.

Schau dich vllt wirklich nach Drogenberatung, oder klär mit nem Arzt das kratom-abdosieren ab.
"Immer wieder, wenn ich aus dem Leib aufwache in mich selbst, lasse ich das andere hinter mir und trete ein in mein Selbst; ich sehe eine wunderbar gewaltige Schönheit und [...] bin in eins mit dem Göttlichen" (Plot. IV.8.6)
Moderatorin



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  Geschrieben: 31.05.22 13:51
Jo, ich denke dass sicher in meinem Fall erschwerend hinzu kam, dass ich eigentlich gar nicht in Substi wollte sondern eine Entgiftung machen.
Blöderweise lebe ich in einer ziemlich konservativen Region Oberösterreichs und das Krankenhaus, das zuständig ist, macht keine Entgiftungen sondern nur Substitution und da es die einzige derartige Ambulanz ist, hat sie eine Art "Monopolstellung" d.h. egal wie sie mit den Leuten umspringen, sie werden immer ein paar finden, die eben in ihrer momentanen Situation sich so sehr irgendeine Form von Hilfe wünschen, dass sie da mitmachen.
Soweit ich das mitbekommen habe ist die Qualität der Substitutionsbehandlung sehr stark von der Stelle abhängig.
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2020
17 Forenbeiträge

  Geschrieben: 14.06.22 00:17
Ich muss echt sagen, dass die Substitutionsstelle in meiner Stadt einen ziemlich modernen Eindruck macht. Hatte auch das Gefühl ernst genommen zu werden. Wurde immer sehr respektvoll behandelt, als ich die paar Male dort war. Das hätte ich eigentlich echt nicht erwartet, vor allem weil ich auch in Bayern wohne.
Meine Entscheidung bereue ich nach wie vor nicht!
Ich gehe auch alle drei bis vier Wochen zur Drogenberatung, was mir echt gut tut. Bin auch in psychologischer Betreuung und nehme regelmäßig meine Termine wahr

Es ist ein ewiger Kampf aber ich bin zuversichtlich, dass ich es am ende schaffen werde.

Alles gute euch!
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2017
108 Forenbeiträge

  Geschrieben: 15.06.22 09:33
Freut mich zu hören!
Scheinst auf einem super Weg zu sein, ich drück dir alle Daumen
 

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