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LdT-Forum » Drogen » Psychoaktive Pilze » Pilze und Zurechnungsfähigkeit


Seite 1 (Beiträge 1 bis 14 von 14)

AutorBeitrag
» Thread-Ersteller «
Träumer

dabei seit 2021
15 Forenbeiträge

  Geschrieben: 15.06.22 10:20
Hi,

ich habe schon lange ein großes Interesse an Halluzinogenen, hatte aber auch immer ein schlechtes Gefühl bei der Sache und habe mich nicht getraut, weil ich mich als zu labil dafür eingeschätzt habe. Nun geht es mir deutlich besser und ich möchte es mit Trüffeln versuchen. Ich bin nicht auf der Suche nach einem besonders wilden Trip. Mein Interesse liegt eher an einer veränderten Denkweise und eventuell neuen Einsichten über mich und die Welt.

In meiner Jugendzeit, wurden in meinem Freundeskreis regelmäßig Pilze konsumiert. Auch wenn die Leute damals seltsame Sache erzählt haben, sind sie weitestgehend zurechnungsfähig geblieben und da wir noch bei unseren Eltern gewohnt haben, durften die natürlich nichts merken, was auch nicht passiert ist. Allerdings, gab es mal einen sehr schlimmen Fall mit Engelstrompete Da gab es eine Gewalttat wegen Paranoia.

Im Internet lese ich immer wieder Tripberichte, bei denen die Zurechnungsfähigkeit nicht mehr gewährleistet ist Das möchte ich lieber vermeiden, da ich im Moment keinen Tripsitter auftreiben kann. Liegen die Unterschiede einfah an der Dosierung, Art der Pilze oder ist es Typabhängig? Ich habe mich für truffles Tampanensis entschieden, die sollen Anfänger geeignet sein.
 
Träumer



dabei seit 2021
7 Forenbeiträge

  Geschrieben: 15.06.22 11:26
hey :)

wohnst du ländlich oder in der stadt? Wenn du dir nicht komplett sicher bist versuch erstmal die häfte der packung (weiß grad garnicht mehr wie die dosierung bei trüffeln war also warte dazu lieber eine andere Anwtwort ab) zu dir zu nehmen und schau dir an was es mit dir macht. Wenn du vorhast alleine zu trippen würde ich eine kleine Wanderrung unternehmen. Falls man schräg draufkommt einfach immer weiter wandern und bewusst atmen. Hat bei mir schon sehr geholfen da es was meditatives hat, ohne dass man meditation beherrschen muss. Falls du erfahrung mit meditation hast kannst du das im fall der fälle auch sehr gut anwenden.

Zu den von dir erwähnten geschichten von früher kann ich nur sagen es wird unglaublich viel mist erzählt was psychedelika angeht und davon stimmt wahrscheinlich maximal die hälfte^^und davon musst du nochmal 20 prozent an intensität abziehen und du bist irgendwo da angekommen was die leute tatsächlich erlebt haben. Sobald dir jemand sagt es wäre einem Freund oder Bekannten passiert brauchst du garnicht mehr zuhören. Die Menschen brüsten sich gerne mit abgefahrenen LSD oder Pilzstorys und daran kannst du auch erkennen wie oberfrlächlich ihre erfahrungen in wirklichkeit waren. Einen richtigen trip kann man meiner meinung nach nicht so wirklich in worte fassen und zumindest mein interesse es anderen zu erklären ist relativ gering. Wie erklärst du jemandem einen Orgasmus der noch nie einen gehabt hat? da stößt man an die grenzen des beschreibbaren.

Mit ein bischn kontrollverlust musst du schon rechnen aber sei dir sicher dass diese kontrolle zurück kommt. Zur absoluten sicherheit könntest du dir ein benzo mitnehmen, dies killt zwar nicht den trip komplett, nimmt die aber eventuell auftretende angstgefühle. Viel wichtiger ist es aber zu wissen dass es nichts gibt wovor man angst haben muss beim trippen. Egal was dir passiert, egal wie schräg du drauf kommst, es wird auf jeden fall wieder abklingen und danach fühlst du dich megagut. sogar wenn die erfahrungen nicht so angenehm war. Die chancen dass du bei moderater dosis und in der natur eine schöne erfahrung hast sind meiner meinung nach auch deutlich höher :)

/edit: achso und ja man kann sagen die zurechnungsfähikeit nimmt mit steigender dosierung ab. Die Tripberichte die du gelesen hast handeln wahrscheinlich von hoch dosierten und intensiven trips. Auf einer kleineren Dosis frage ich auch ohne probleme mal ein älteres Rentnerpärchen nach dem weg und halte ein kleines schwätzchen. Das wäre bei höheren dosierungen denke nicht mehr so einfach zu handeln
take it easy, but take it
Administrator



dabei seit 2009
991 Forenbeiträge
4 Tripberichte

  Geschrieben: 15.06.22 12:45
Ich schreibe nach Jahren auch mal wieder einen Forenpost und kann mich meinem Vorredner im Allgemeinen anschließen. Eine Zurechnungsfähigkeit ist bei mir selbst in (sehr) hohen Dosen noch gegeben, selbst bei beginnender Derealisation, Depersonalisation usw. Bei deinem ersten Versuch solltest du meiner Meinung nach aber noch gar keine volle Dosis zu dir nehmen, sondern dich langsam rantasten. Sagen wir 25% einer normalen Dosis. Du kannst 1,5-2h nach initialer Einnahme nachlegen, wenn gewünscht, aber auch hier in vorsichtigen Schritten. Das zieht den Trip zwar in die Länge (was für viele auch eine gute Sache sein kann), aber du gehst dabei nicht das Risiko ein, dich mit einer zu hohen Initialdosis zu überfordern. Gerade da du sagst dass du Bedenken hast, rate ich dir hier besonders vorsichtig vorzugehen, allein um dich selbst in Sicherheit wiegen zu können (ist viel wert bei Psychedelika).
Außerdem kann ich, wie Spenglo auch schon, nur empfehlen Benzos zur Hand zu haben. Der Gedanke dass man einen Not-Stopp zur Verfügung hat ist an und für sich schon sehr beruhigend. Ich war selbst schon in Situationen wo der bloße Gedanke die Reizflut eindämmen zu können geholfen hat. Es gibt natürlich auch immer Vertreter der Ansicht dass man einen Bad Trip gefälligst ohne Benzos auszustehen hat um draus zu lernen, aber das halte ich in vielen Fällen für gefährlichen BS. Wenn man bereit ist, die Sache ohne Benzos durchzustehen, ok, gute Sache. Aber dazu zwingen muss man sich nicht.

Was du von dieser Entgleisung durch Engelstrompeten gehört hast, sollte man im Übrigen von den klassischen Psychedelika abgrenzen. Engelstrompeten gehören zu den Nachtschattengewächsen und wirken delirant - da wird jegliche Zurechnungsfähigkeit gleich zu Beginn durch den Fleischwolf gedreht. Ich kann mir keine Substanz vorstellen die sich derart desaströs auf die Zurechnungsfähigkeit auswirkt. Das ist eine gaaanz andere Kategorie als klassische assoziative Psychedelika wie Pilze, LSD, Meskalin & Derivate usw.

Es ist natürlich auch bis zu einem gewissen Grad Typsache, jedoch zu einem deutlich geringeren Grad als die Art und vor allem die Dosis der Substanz.
What would Jesus do?
Traumländer



dabei seit 2012
2.162 Forenbeiträge
5 Tripberichte
1 Galerie-Bilder

  Geschrieben: 15.06.22 13:37
Zum Thema Pilze gibt's hier n Haufen Anfänger-Tipps und Tricks.
Lies dich n bisschen durchs Forum, das wird helfen.

Nachtschattengewächse kann man wirklich 0 mit Pilzen vergleichen.

Bzgl. Der Dosis bin ich leicht anderer Meinung, wie keine Vorredner.
Eine halbe Packung Trüffel kann, je nach Sorte und Person auch viel zu wenig sein.
Hat man nur die eine, ist sie dann komplett verschwendet.

Langsam Ran Tasten jaein.
Sobald man die erste Dosis zu sich nimmt, entwickelt man eine starke Toleranz. Die zweite Dosis wird entsprechend wenig bringen, die dritte wahrscheinlich gar nichts. Außer den Trip in die Länge ziehen.

Zu wenig, aber bemerkbar kann finde ich auch anstrengend sein. Dann hängt man zwischen den Welten, ist nicht richtig drauf und nicht nüchtern. Finde ich stressiger als drauf sein, insb. Emotional.

Deswegen schau dir die Dosisangaben im Internet für deine Sorte an und wähle lieber eine low-mid dose als eine threshold Dose. Zu wenig fühlt sich an, als würde man stundenlang drauf kommen, ohne dass es richtig los geht. Find ich stressiger, als wenn das rauf kommen irgendwann weg ist.

Ich würde es als Tee trinken. Dazu gibt's auch Angaben im Forum. Kein kochendes Wasser nehmen, Zitronensaft dazu und lange ziehen lassen. Ingwer dazu beugt Übelkeit vor und der Geschmack wird erträglich.

Kontrollverlust... Auch ein jaein. Man kann sich im Zweifelsfall oft zusammen reißen. Es können aber Themen und Traumata aufkommen und die auf einem Pilztrip versuchen zu verdrängen kann nach hinten los gehen. Da sollte man sich dann entweder damit auseinander setzen, oder wirklich n Tripkiller nutzen (Benzos, Neuroleptika, Skills wie kalt duschen). Pilze haben einen gewissen flow und dem folgt man mMn am besten. Wenn man sich gegen diesen flow stellt, wird's meistens Minimum anstrengend und ein wenig unangenehm, schlimmstenfalls wirklich gefährlich für die Psyche. Letzteres ist aber eher ein seltener Extremfall. Sollte aber erwähnt werden.

Ich finde man kann klassische Ritualtheorie wunderbar auf Trips anwenden.
Ein Ritual besteht aus drei Phasen: In der ersten Phase macht man deutlich, dass die Alltagsrealität verlassen wird jetzt die Triprealität beginnt. Dinge wie Rechnungen und verhalten wie "man duscht nicht in Klamotten" werden ungültig und abgelegt.

Die zweite Phase ist dann der eigentliche Trip. Hierfür am besten Dinge vorher bereitlegen und überlegen, die einem evtl. Spaß machen könnten. Überleg dir:"was würde ich gerne Mal wieder zum ersten Mal tun" (denn auf einem Trip hat man dieses Gefühl oft), oder "was würde ich gerne mit einem ganz anderen mindset probieren" (malen, Musizieren usw.). Hier ist es auch völlig ok, Mal nackt auf einen Baum zu klettern (man sollte die Trip-Umgebung so wählen, das man sowas machen kann, ohne dass die Polizei kommt).

Die dritte Phase ist der Ausklang. Wir gehen zurück aus der Trip-Realität in den Alltag und reflektieren und integrieren dabei evtl schon das erlebte. Alles was vorher passiert ist, war Trip und muss keine Bedeutung für den Alltag haben. Jetzt finden wir uns wieder langsam in unsere Rolle in der Gesellschaft ein. Rechnungen werden wieder relevant und Kleidung unter der Dusche wieder seltsam.
"Immer wieder, wenn ich aus dem Leib aufwache in mich selbst, lasse ich das andere hinter mir und trete ein in mein Selbst; ich sehe eine wunderbar gewaltige Schönheit und [...] bin in eins mit dem Göttlichen" (Plot. IV.8.6)
Neuer Träumer

dabei seit 2022

  Geschrieben: 15.06.22 13:47
20fox schrieb:
Ich finde man kann klassische Ritualtheorie wunderbar auf Trips anwenden.
Ein Ritual ...


Das hast du sehr treffend beschrieben. Es könnte so manchem dabei helfen, etwas strukturierter an einen Trip heranzugehen.
 
Traumländer



dabei seit 2017
126 Forenbeiträge

  Geschrieben: 15.06.22 21:20
Meine erste Psychedelika-Erfahrung war mit 10g Atlantis-Trüffel alleine in der Natur (im Smartshop wurden die Tampanensis als Stufe 1 von 6 (hawaiianische Trüffel) beschrieben - die Atlantis als Stufe 3. Vom ersten Moment an hat mich vollkommen fasziniert - und überrascht - dass ich mich so dermaßen klar im Hirn gefühlt habe wie noch nie zuvor im "normalen" Zustand. Es war der Anfang einer intensiven Liebesbeziehung.

Meines Wissens nach sind Nachtschattengewächse genau das krasse Gegenteil! (giftig, ggf. bösartig und gefährlich)

Wenn Set und Setting passen (Deine Einstellung scheint zu passen - wenn Du auch noch einen guten, sicheren Ort hast solltest Du gut aufgestellt sein) und Du Dich den Pilzen respektvoll anvertraust, hast Du nichts zu befürchten. Lass Dich in das Pilzreich einladen, gibt Dich hin und lass Dich verzaubern.

Für mich war dieses Erlebnis eines der wunderbarsten, eindrücklichsten und glücklichsten meines Lebens. Ich hatte das Gefühl, dass eine weitaus größere Intelligenz als das menschliche Gehirn mich in den Arm nimmt und mich heilt, lehrt und wunderbar verzaubert.

Geniess es!
 
Abwesender Träumer

dabei seit 2014
3 Forenbeiträge

  Geschrieben: 15.06.22 21:51
Schließe mich 20Fox an. In der Hinsicht, als das eine zu geringe Dosis einfach nur anstrengend und seltsam sein kann. Davon abgesehen, wirken Trüffel mMn schwächer als die Fruchtkörper.

Die Beschreibungen der einzelnen Sorten auf den Packungen aus Holland (Atlantis, Hawaiian, Dragon etc.) und diese Skala sind absoluter Bullshit. Es gibt keine Hawaiianer Trüffel. Reines Marketing. Meist ist einfach nur mehr in dr Packung.

Es gibt glaube ich nur zwei verschiedene, Skloretien bildende Pilze, die da angeboten werden.

Ohne eine Dosis empfiehlung aussprechen zu wollen... Eine Packung ist keine hohe Dosis. Vielleicht nicht mal eine mittlere :)

Von allen Drogen, die die User hier im LDT konsumieren, sind Pilze mit Sicherheit die (fast vielleicht) harmloseste.
 
Administrator



dabei seit 2009
991 Forenbeiträge
4 Tripberichte

  Geschrieben: 16.06.22 00:04
Natürlich gibt es gerade zur Dosis bei anfänglichen Versuchen immer stark auseinandergehende und valide Meinungen. Ich will hier aber doch nochmal drauf hinweisen, dass es dem Safer-Use dient, eher das Risiko einzugehen, sich bei einer sehr niedrigen Dosis "zwischen den Welten" zu fühlen (ist mir nicht einmal passiert - wirkt einfach prozentual gesehen schwächer. Bei mir und Bekannten zumindest), als das Risiko einer eventuell zu hohen Initialdosis. Ebenfalls ist die Kurzzeittoleranz bei jedem mit dem ich persönlichen Kontakt hatte, mich eingeschlossen, nie so stark ausgeprägt dass Psychedelika nach 2-4h nachgelegt keine Intensivierung mehr bewirken würden. Ja, man zieht den Trip in die Länge, aber solange man noch nicht hinterm Peak ist wird dieser auch durchaus noch verstärkt.
Ich gehe davon aus, dass diese Effekte sehr stark individuell sind und es kein eindeutiges Richtig/Falsch gibt. Ohne bereits eigene Erfahrungen zu haben und zu wissen wie man selbst reagiert, rate ich daher eher zur Vorsicht.


20fox schrieb:
Ich finde man kann klassische Ritualtheorie wunderbar auf Trips anwenden.
Ein Ritual besteht aus drei Phasen


Dem wiederum stimme ich voll und ganz zu. Ich habe es noch nie so in Worte gefasst, aber genau so agiere ich bei einem Trip. Treffend beschrieben, Fuchs =)
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Träumer



dabei seit 2021
7 Forenbeiträge

  Geschrieben: 16.06.22 01:41
ich habe mich am anfang vom microdosen immer weiter hoch probiert und hatte nie das gefühl zwischen den welten zu hängen. Ich habe eher die beobachtung gemacht dass es bei lsd z.b. ziemlich unterschiedlich sein kann und viel damit zutun hat wie man den trip verbringt. Man trägt also meiner meinung nach selbst maßgeblich zur intensität des trips bei und es hat nicht nur was mit der menge an mcg zutun die man eingenommen hat. Das habe ich auch mal in einem roman gelesen wo es als allgemein bekannt und nichts besonderes erzählt wurde.

Die Aussage über die sich schnell aufbauende toleranz kann man zwar nachlesen aber im selbsttest haben meine freundin und ich schon des öfteren andere erfahrungen gemacht. Sprich nachlegen bringts voll selbst wenn man immer wieder nur kleine schnipsel nachlegt. man hat dann zwar auch immer wieder ein kleines hochkommen aber intensiviert den trip auf jeden fall.

Als ich mal eine woche lang jeden Tag acid genommen habe hatte ich sogar das gefühl die toleranz würde sich erst nach dem 3. tag so richtig entwickeln und am 4. Tag hab ich ein analog genommen und hatte das gefühl wieder die volle wirkung zu haben. ich weiß macht keinen sinn aber ich glaube das zeigt, dass es relativ schwierig ist über psychedelika allgemein gültige aussagen zu treffen.

Es wird ja auch gesagt dass jeder mensch unterschiedlich empfindlich darauf reagiert deshalb wär ich auch vorsichtig zu einem anfänger zu sagen dass eine ganze packung nichtmal eine mittlere dosis wäre. Denke das muss jeder für sich selbst herausfinden und man sollte daher langsam anfangen. Bei mir z.B habe ich das gefühl dass ich seeehr empfindlich reagiere also eigentlich immer intensive trips fahre egal wieviel ich drin hab. Vor allem wenn ich allein bin. In gesellschaft sieht das schon wieder anders aus.


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Administrator



dabei seit 2009
991 Forenbeiträge
4 Tripberichte

  Geschrieben: 16.06.22 04:05
Genau so sehe ich das auch. Deckt sich auch mit meinen Erfahrungen.
Lieber einmal zu wenig genommen haben als einmal zu viel. Und da spreche ich aus Erfahrung :D
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» Thread-Ersteller «
Träumer

dabei seit 2021
15 Forenbeiträge

  Geschrieben: 16.06.22 09:23
zuletzt geändert: 16.06.22 09:46 durch pagoclon (insgesamt 1 mal geändert)
MDH schrieb:
20fox schrieb:
Ich finde man kann klassische Ritualtheorie wunderbar auf Trips anwenden.
Ein Ritual ...


Das hast du sehr treffend beschrieben. Es könnte so manchem dabei helfen, etwas strukturierter an einen Trip heranzugehen.


Erstmal danke für alle, so umfangreichen, Antworten. Die haben mir weiter geholfen.

Ich hätte nichts dagegen nackt auf einen Baum zu klettern, für mich wäre wichtig, ob ich solchen Wünschen auch widerstehen kann, weil ich, wie gesagt, niemanden haben, der mich davon abhalten würde, wenn es situativ nicht passt. Im Grunde, geht es mir so oder so darum, eingefahrene Denk und Verhaltensmuster, die sich negativ auf mein Leben auswirken, etwas aufzuweichen und zu verändern. Aus der Rolle fallen, so zu sagen.

Ich denke, ich werde mir noch etwas stärkere Benzos besorgen, für den Fall der Fälle.

Danke für die Antworten.
 
Administrator



dabei seit 2009
991 Forenbeiträge
4 Tripberichte

  Geschrieben: 16.06.22 13:56
Einem solchen Wunsch wirst du widerstehen können, da bin ich mir sicher. Ich habe es zumindest noch nie erlebt (weder bei mir selbst, noch bei Bekannten), dass Psychedelika zu völliger Enthemmung und einem ausbleibenden Hinterfragen der eigenen Handlungen geführt haben. Da sieht es bei Empathogenen oder gabaergen Substanzen wie Alk/Benzos schon ganz anders aus. Auf Psychedelika bleibt die Ratio meines Erachtens nach weitestgehend unverändert.
Wie du an die Sache rangehst scheint mir schon grundvernünftig zu sein. Alternativ hast du auch die Möglichkeit, während des Trips hier im Chat zu sein. Dort sind so gut wie immer erfahrene Konsumenten die dir gerne weiterhelfen oder auch mit Ablenkung zur Seite stehen können. Hat mir schon unzählige Male geholfen, bzw großen Spaß gemacht (aber da spricht der Chatmod aus mir ^^).
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Traumländer



dabei seit 2017
126 Forenbeiträge

  Geschrieben: 16.06.22 14:38
pagoclon schrieb:
Ich hätte nichts dagegen nackt auf einen Baum zu klettern, für mich wäre wichtig, ob ich solchen Wünschen auch widerstehen kann, weil ich, wie gesagt, niemanden haben, der mich davon abhalten würde, wenn es situativ nicht passt.

Ich stimme Konflikt absolut zu - diese Sorge brauchst Du Dir nicht zu machen.

Vor meiner ersten Erfahrung (ebenfalls ohne Tripsitter) in den Dünen an der holländischen Küste habe ich mich gefragt, ob ich dem Wunsch ins Meer zu springen widerstehen könnte (da ich ebenfalls die Wirkung der Trüffel in dieser Hinsicht nicht einschätzen konnte).

Ich war absolut positiv verblüfft, dass diese Sorge zu 100% unberechtigt war. Im Gegenteil fühlte ich eine dermaßene Klarheit, dass ich diesbezüglich noch zurechnungsfähiger war als ohne die Trüffel.

Im Gegensatz zu sehr vielen die recht unbedarft an eine solche Erfahrung rangehen scheinst Du wirklich das passende Mindset zu haben. Ich glaube dass Du ganz schnell merken wirst, dass Du Dir über Unzurechnungsfähigkeit wirklich keine Sorgen machen musst - und Dich dann sehr gut fallen lassen kannst um eine tiefgreifende Erfahrung zu machen. Du kannst Dich getrost auf einen ganz besonderen Moment in Deinem Leben freuen, den Du so schnell nicht vergessen wirst. Ich bin sicher, dass die Pilze Dir - bei Deinem passenden Mindset - gut tun werden.

Bei mir haben 10g Trüffel mir einen Blick über den Zaun der Psychedelik ermöglicht - also tiefgreifend genug um zu verstehen was das bedeutet - aber sanft genug um mich komplett sicher und behütet zu fühlen. Trotzdem rechte es um das Prinzip zu verstehen: Es kommt nicht etwas dazu - sondern etwas wird weggenommen. Mir wurde ein Berg an Ballast genommen, der aus Prägung, Erziehung, Ängsten, Konventionen, Bewertungen, etc. besteht und mir in meinem Leben auferlegt wurde. Ich hatte das unfassbar starke Gefühl mich an etwas zu erinnern, was immer schon da war. Ich spürte, dass wir als Kinder erleuchtet sind und über unseren Lebensweg dieses wunderbare Gefühl vergessen. Ich habe die Tiefe Angst vor dem Tod an diesem Tag für immer verloren weil ich verstanden habe dass alles im Kern genau so richtig ist wie es ist. Mit Worten kann man es nicht beschreiben und ich würde mir wünschen dass jeder Mensch diese Erfahrung einmal in seinem Leben machen würde. Denn dann würden wir in einer erheblich besseren Welt leben. Diese Erfahrung ist nicht für jeden - aber bei Dir kann ich nur sagen: Go for it and enjoy!!
 
Dauer-Träumerin



dabei seit 2019
851 Forenbeiträge
9 Galerie-Bilder

  Geschrieben: 16.06.22 19:28
zuletzt geändert: 16.06.22 22:32 durch gugu (insgesamt 1 mal geändert)
Das hast du sehr schön beschrieben, Astronautilus!
Es wird etwas abgenommen! An Ballast! An Dingen und Zwängen, die uns auferlegt wurden. An Irrtümern und Illusionen!

Die Kontrolle habe ich bei Pilzen immer.
Man darf nur kein mischkonsum mit Alkohol betreiben!
Ansonsten, kann ich innerhalb von Sekunden, wenn nötig, so gut wie nüchtern sein, eigentlich nicht wirklich nüchtern, aber sehr klar sein und schwierige Situationen meistern. Muss da an eine Situation denken mit der Polizei. Naja, alles gut gegangen.

Langsames rantasten ist immer ratsam. Einigen Menschen reichen bereits sehr kleine Portionen, andere wiederum bevorzugen mehr. Aber für das erste Mal empfehle ich lieber weniger.
Wenn dir das dann zusagt, kannst du immer noch an einem anderen Tag mehr nehmen.
Ich gehe gerne mit einer Fragestellung in den Trip.

Und da bei mir die Natur und Wälder voller Menschen ist, und ich ne Stunde mit öffentlichen hinfahren müsste, was jeden Trip kaputt machen würde, mache ich es lieber zuhause.
In der Natur ist natürlich nochmal schöner, wenn es möglich ist.
Hauptsache du fühlst dich dort sicher.

Ach und ein Pilz Trip dauert so ca 6 Stunden. Finde es einen angenehmen Zeitrahmen. Im Gegensatz zu LSD wo ein Trip auch mal 12 bis 16 Stunden dauern kann.

Es wurde bereits so viel geschrieben.
Bleibt mir nur dir einen guten Trip zu wünschen! Alles Liebe!
My Body.
My Choice!
..........
"Geh mir ein wenig aus der Sonne!"



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