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LdT-Forum » Konsum » Aufhören & Entzug » Ambulanter oder Stationär Einzug?

Umfrage: Hier kommt Deine Frage.
   (Gestartet: 25.07.2022 13:43 - zeitlich unbegrenzt)

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Abwesender Träumer

dabei seit 2012
9 Forenbeiträge

  Geschrieben: 25.07.22 13:43
zuletzt geändert: 25.07.22 14:03 durch Stoner91 (insgesamt 1 mal geändert)
Hallo Gemeinde!

Ich muss leider etwa ausholen, sorry.
Kurz zu mir:
Ich komme aus Bayern aus nem Dorf.
Mit Vater war Alkoholiker (gestorben mit 50 an den Folgen eines Entzugssymptoms);
Außerdem sind alle meine männlichen Verwandten Alkoholiker. Bei den Frauen hält es sich in Grenzen. Auch der Rest der Dorfgemeinschaft ist böse am Trinken.

Die letzten zwei Lebensjahre mit meinem Vater waren die Hölle, er war nur noch suizidal am Sauen und war zu allen Mitmenschen wirklich böse. Damals war ich 20 - 22 Jahre alt. Meine Brüder und meine Mutter haben schnell die Flucht ergriffen.
Ich hab erkannt dass es mit ihm wohl eh nicht mehr lang geht und wollte ihm in seiner letzten Zeit beistehen, er war ja immer noch mein Vater.

Ich selbst hab zu dieser Zeit das Ganja entdeckt, und ich muss echt sagen dass ich nicht weiß ob ich diese Zeit ohne dieses überstanden hatte.

Dann, nach dem Tod meines Vaters, hab ich ne Lehre als Altenpfleger gemacht.
Der Lohn und sie Arbeitsleistung sind ein Witz, aber die Arbeit ist sehr dankbar.

Dass mach ich jetzt seit sieben Jahren. (Bin mittlerweile 30 Jahre alt).

Ich arbeite in einem schönen kleinen Heim, es war immer angenehm dort zu arbeiten. Leider ist die Bezahlung deutlich Schalter als in anderen Heimen, was zu krassem Personalwechsel führte...


Mittlerweile sind wir so unterbesetzt, dass wir für zwei Arbeiten müssen.
Was dazu geführt hat dass wir in der Arbeit zu trinken angefangen haben.

Außerdem wurde mir von meinem Ticker geraten ich solle mir doch Pep geben, dann müsse ich ch nicht so plagen.

Was ich auch für ein Jahr gemacht habe, aber dass erschien mir so korperschädiend und außerdem habe ich noch deutlich mehr getrunken als sonst sind, also hab ich dass sein lassen.

leider hab ich mir in letzter Zeit so viele (Alkohol-) Exzesse geleistet, dass ich meiner Familie und meine Kolleginnen einen Entzug schuldig bin.

Nur folgendes Problem: Von mir aus täte ich gern auf stationären Entzug gehen, ich hatte jahrelang keine Urlaub mehr und wär froh einfach Mal wegzukommen.

Gott sei Dank hab ich seit ein paar Jahren das Gärtner für mich entdeckt.
Als ich vor zwei Jahren Mal den Blinddarm entfernt bekam und mein Bruder mir hoch und heilig versprochen hat auf mein Gärtle zu schauen würde da leider nichts draus, ich dachte ich bekomm den Herzinfarkt.
Heuer bin ich großer am Start, mit Hochbeet mit Salat & Seller, dann hab ich ein Krautbeet, ein nieder Beet mit Tomaten und Salat und ein Treibhaus mit Tomaten Paprika, Gurken und Peperoni.

Ich hab so viel Herzblut reingesteckt, ich denk ich muss mich selber darum kümmern?


Also bleibt ja eigentlich nur die Ambulante Therapie in Frage richtig?

Vielen Dank schonmal,
Matthias

P.S. bitte beachtet die Umfrage nicht. ich hab nach dem Schreiben des Textes nochmal die Vorschau durchgelesen, hab dann absenden geklickt und auf einmal war sie da :D
Hab's leider nicht mit Technik.

Liebe Grüße Matthias
 
Traumländerin



dabei seit 2013
93 Forenbeiträge

  Geschrieben: 25.07.22 14:55
Puh. Ich kann das, glaube ich, ziemlich gut nachfühlen und plädiere für den stationären Entzug, weil der Wunsch rauszukommen sehr deutlich zu sein scheint. Jahrelang keine Auszeit nehmen zu können ist einfach extrem belastend und kann noch zu ganz anderen Problemen führen. Außerdem könnten eventuelle Krampfanfälle, Entzugsdelire und was so ein Alk-Entzug noch so Unterhaltsames mit sich bringt besser aufgefangen werden (theoretisch, ich hoffe es zumindest). Hast du denn schon mal geschaut, ob du jederzeit den stationären Entzug antreten könntest, oder müsstest du eh mit einer Wartezeit rechnen?

Bist du dir wirklich sicher, dass sich sonst niemand mehr um deinen Garten kümmern könnte? Käme es für diesen Fall in Frage ihn bis zum Ende der Saison selbst zu beackern und kein Wintergemüse zu setzen, sodass du den größten Teil noch ernten, ein wenig Wintervorbereitung schaffen und dann den Entzug antreten könntest? Vllt ließe sich das mit der Wartezeit timen, falls es eine gibt und wäre so ein Kompromiss.

Was ein bisschen riskant werden könnte ist, nach dem Entzug wieder zurück ins konsumierende und überfordernde Arbeitsumfeld zu kehren... Mit einem bloßen Entzug ist es evtl nicht getan; der Konsum scheint konkret an die unmenschlichen Arbeitsbedingungen gekoppelt zu sein und da liegt dann auch der Knackpunkt, der geändert werden müsste.

 
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer

dabei seit 2012
9 Forenbeiträge

  Geschrieben: 25.07.22 15:18
Schonmal vielen Dank für Deine Antwort Herzkasper!
Wie herrlich ihr hier in deinem Forum sind muss echt Mal hervorgehoben werden.
Und ja, was des den Vorteil eines Stationären Entzugs bringt da bin ich ganz bei dir.

Zur Thematik mit dem Garten: Meine Brüder und meine Mutter scheinen sie Thematik leider nicht zu verstehen, für dir ist Gemüse etwas was man billig im Supermarkt bekommt, von Genugtuung der eigenen Ernte scheinen sie nichts zu verstehen.

Ich war am WE nach ne bösen Exzess in der Notaufnahme. Die Ärztin meinte sie würde sich persönlich nach nem stationären Platz für mich kümmern.
Ich solle heute Anrufen und dies Abklären.

Hab's nun schon dutzende Male versucht ohne durchzukommen aber dass wird schon noch werden.

Zur Thematik dass nach dem Entzug alles wieder so laufen könnte wie bisher:

Also ich werde mir auf jeden Fall ne andere Arbeitsstelle suchen, ich komm mir nur noch vor wie ein Sklave.

Meine Sorgen ist nur mein Garten, allein wie viele Stunden ich umgegraben habe, dann Samenzucht von anderen Vollen Ökofritzen
Also eigentlich mein ganzer Stolz.

Freunde und Familie können -warum auch immer - das gar nicht verstehen.

So ich veruchs jetzt nochmal im KH.

Danke für eure Aufmerksamkeit!
 
Endlos-Träumer

dabei seit 2019
642 Forenbeiträge

  Geschrieben: 25.07.22 15:43
Stoner91 schrieb:
Meine Sorgen ist nur mein Garten, allein wie viele Stunden ich umgegraben habe, dann Samenzucht von anderen Vollen Ökofritzen
Also eigentlich mein ganzer Stolz.


Also ich verstehe dich voll und ganz.
Auch ich lebe in meinem Garten für meinen Garten. Zwar ohne Gemüse, dafür aber mit einer unglaublichen Vielzahl an Tieren und Pflanzen. Es ist eine echte Belohnung, zu sehen, wie viele unterschiedliche Vogelarten es sich gut gehen lassen bei mir. Alleine von den Meisen habe ich fünf Arten hier, die kleinste heimische Taubenart brütet ein paar Meter von der grössten heimischen Taubenart. Und darüber hat ein Falke seinen Horst.
Insekten jede Menge, von Miniwespen bis zu grossen Hornissen, von winzigen Solitärbienchen bis hin zur riesigen Holzbiene. Jede Menge Schmetterlinge - ua das Wiener Nachtpfauenauge mit 16cm Flügelspannweite. Igel, Marder, Eichkätzchen, Blindschleichen, Ringelnattern, Fledermäuse etc, alles da und noch viel mehr.
Pflanzen dürfen hier wachsen. Aktuell habe ich zB einen schönen Fleck voller Disteln - 2 m hoch. Morgens sieht der Fleck aus wie ein Sternenhimmel - lauter kleine, gelbe Blüten. Tagsüber machen die zu, dafür ist dann alles voller kleiner Schneebällchen (Samen). Gemäht wird nur teilweise, es bleibt immer was stehen.
Einfach nur schön.
Mit deiner Liebe zum Garten hast du gute Karten für einen Entzug. Das kann dich aufrecht halten. Und ewig dauert so ein Entzug auch wieder nicht. Du schaffst das !
Alles erdenklich gute für dich, möge die Übung gelingen.
Grüsse
I'm just a soul who's intentions are good
Oh Lord, please, don't let me be misunderstood
- Eric Burdon & Animals (Burdon wurde gerade 80; Glückwunsch !)

Bom Shankar, Bom Shiva, Bembele Bom Bom
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer

dabei seit 2012
9 Forenbeiträge

  Geschrieben: 25.07.22 16:11
zuletzt geändert: 26.07.22 11:00 durch Stoner91 (insgesamt 1 mal geändert)
Servus KI!
Oh ja, da kann ich dich ganz fühlen!

Wir haben dass große Glück einen großen Garten zu haben
Leider sind meine Brüder und meine Mutter mehr so Anhänger eines gepflegten Garten s, was mir schon immer ein Dorn im Auge war. Also bin ich losgezogen und hab die Bäume und die schon extrem Hecken geschnitten, und hab alles in einem Eck wo's nicht dort liegen lassen. Natürlich musste ich mir böse was anhören, aber ich bin immer gekommen mit ich hab das Recht auf meiner Seite. Irgendwann haben meine Brüder und meine Mutter zum Glück resigniert. Ich hab dann noch ein paar Vogelhäuschen und Wasserstellen aufgebaut. Und siehe da Schwarme voller Spatzen diverse Amseln und viele Meißen &und auch viele Grünmeisen.

Ich denke so sollte sein.

Liebe Grüße Matthias

Achja und sorry für Offtopic


Also hat sich wohl erledigt. Der nächste freie Platz ist erst im September frei.
Und hab mich für die stationäre Therapie entschieden.

Danke euch und viel Liebe!
 
Endlos-Träumer

dabei seit 2019
642 Forenbeiträge

  Geschrieben: 26.07.22 12:19
Stoner91 schrieb:
Servus KI!
Also hat sich wohl erledigt. Der nächste freie Platz ist erst im September frei.
Und hab mich für die stationäre Therapie entschieden.


Super, bravo !
Ich pass auf deinen Garten auf, solange du in der Klinik bist. Du bekommst ihn aber erst dann zurück, wenn du clean bist lol
Alles Gute ! Berichte bitte über deine Erfolge.
Grüsse
I'm just a soul who's intentions are good
Oh Lord, please, don't let me be misunderstood
- Eric Burdon & Animals (Burdon wurde gerade 80; Glückwunsch !)

Bom Shankar, Bom Shiva, Bembele Bom Bom
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer

dabei seit 2012
9 Forenbeiträge

  Geschrieben: 29.07.22 18:03
Da ja erst im September ein Therapieplatz frei wird werde ich mich wohl bis dahin noch um meinen Garten kümmern können. 🙂
Aber danke fürs Angebot KI, schön dass es noch Zusammenhalt gibt ,😉

Danke dir und werde über Erfolge berichten! 😄
 

Seite 1 (Beiträge 1 bis 7 von 7)

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