LdT-Forum

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  Geschrieben: 23.12.22 15:14
Dies ist eine automatisch erstellte Diskussion über den Langzeit-Erfahrungsbericht Wenn Rausch das neue Nüchtern wird, welcher von Hnofclbri geschrieben wurde. Der Bericht ist vom 10.12.2022.

Diese Diskussion wurde am 23.12.2022 von allgoodthings gestartet.


 
Traumländer



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  Geschrieben: 23.12.22 15:31
Finde mich in deinem Bericht an einigen Stellen wieder. Alkohol ist wirklich eine völlig unterschätzte und gefährliche Droge. Aber auch ich habe gelegentlich Kratom genommen um das Craving vom Alkohol zu unterdrücken. Das hatt mir oft geholfen.


Diazepam braucht länger bis es "greift". Aber dann hast du konstant einen Spiegel der deinen Alkohol Entzug in Schach hält. Distraneurin wirkt sofort, dafür aber auch nur 2 Stunden.....

Was du beschreibst hört sich nach einem Prä Delirium an. Das kenne ich auch noch. Aber das liegt an der viel zu niedrigen Dosierung bzw. dieses bescheuerte runterzappeln auf 1 Promille. Zumindest einen Krampf Schutz sollte man gleich geben.


Ich wünsche Dir viel Kraft und Durchhaltevermögen. Erinnere Dich an diesen Entzug!! Jeder weitere wird schlimmer und länger (zumindest bei mir). Einen Opioid Entzug musste ich glücklicherweise nie durchmachen, aber dieser wird auch ziemlich ekelhaft sein. Bekommst du als Bedarf Pregabalin oder so? Das würde ebenfalls beim Entzug helfen.


Das schlimmste ist aber das "danach". Alles ist mit Alkohol verknüpft im Gehirn und der Suchtdruck kann sehr heavy sein. Aber hey, vielen ist es gelungen das sie heute ein zufriedendes Leben führen.

Wünsche dir alles Gute und danke für das teilen deiner Erfahrung. Alkohol ist hinterlistig und mittlerweile leider völlig normal in unserer Gesellschaft. Mach mal den Fernseher an, da wird überall getrunken....



 
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 23.12.22 16:01
Uff wie krass. Kann mich auch ein bisschen darin wiederfinden. Nur dass es zum Glück nicht ganz so heftig geworden ist. Lebe zur Zeit recht gesund zum Glück und trinke aktuell seit ca 4 monaten gar nichts mehr.

Finde deinen Bericht sehr schön geschrieben und man kann gut nachvollziehen, was Alkohol für eine miese Sache ist. Ein paar mehr Details zu deiner Kindheit und frühen Jugend wären vielleicht noch interessant zu lesen, so dass man besser verstehen kann, wieso du mit 12 schon des Lebens müde warst.

Wünsche dir aber erstmal viel Erfolg und Durchhaltevermögen. Gesund leben macht schon einfach mehr Spaß als immer drauf zu sein. Der Titel deines Berichts trifft es ja damit schon irgendwie ganz gut auf den Punkt. Habe dir 9/10 gegeben und würde mich freuen, in Zukunft ein paar hoffentlich positive updates zu lesen.
 
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 28.12.22 15:09
Danke euch!
auf Opis bin ich schon wieder drauf, dafür kein Schluck Alkohol. immerhin.

Nach Prega hab ich gefragt da 2 Entzüge gleichzeitig doch ein wenig sehr zuschlagen.
Hab nichts bekommen nur Magnesium und eben die Diaz (und natürlich Krampfschutz).
Es kam mir eh so vor als wollen sie einen leiden lassen dass man in so eine SItuation nie wieder will.

Und das überall Alkohol ist mir auch erst jetzt aufgefallen, jeder Film, an jeder Ecke, überall.
"Kulturgut"...

"Es bleibt Alles so wie es war und wird nie so sein!"
Traumländer



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  Geschrieben: 28.12.22 17:24
Das kenne ich selbst von meinen Entzügen. Das normale BKH war furchtbar. Hab immer gekuckt das ich anderswo in einem Krankenhaus entgiften kann. Aber wo ich aufgelesen oder eingewiesen wurde, kam ich ins regionale BKH.

Das Personal war sowas von herablassend und kalt. Das empfand ich als schlimm, wenn die einem mehr runter achten als aufbauen. Aber denke das dies ein Selbstschutz ist, um das nicht so an sich ranzulassen? Oder einfach abgestumpft.

Mein Benzo Entzug damals war auch dermaßen beschissen gelaufen. Hab da auch ein epileptischen Anfall gehabt. Hab an der Stirn eine Narbe welche man sieht. Einmal hab ich ihn auch abgebrochen und habe mich abholen lassen! Benzos schleich Ich lieber selber aus. Beim Alkohol Entzug kam das sehr aufs Personal an. Manche haben mir noch Distras gegeben und haben mir auch zugehört (ausheulen), während andere eiskalt waren. Gerade durch kalte oder diese halbkalten Entzüge, sind die darauffolgenden Entzüge schlimmer geworden. Deshalb bin ich denen soo lange auf den Sack gegangen oder genervt bis sie mir was gegeben haben.
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 16.03.23 15:55
zuletzt geändert: 16.03.23 17:54 durch ehemaliges Mitglied (insgesamt 2 mal geändert)
interessanter bericht.hat mir gefallen.

Wieso ich den jetzt erst sehe,weiß ich nicht.

Wie geht und erging es dir seitdem lieber Hnofclbri?

Alkohol ist eine der schädlichsten Drogen die es gibt,und kann echt viel kaputt machen.
ich trinke kaum bis gar nicht deshalb,musste aber auch meine Erfahrungen machen, trotz starker Abneigung dagegen,dass auch ich Alkoholikerin bin. zwar mehr Typ Quartalssäuferin aber ist genauso brutal zerstörerisch,mehr als bei einem gemaessigten pegeltrinker. lieber war ich politox als alki. den reinen alki gibt es auch kaum noch,die meisten nehmen auch andere Substanzen dazu.
konnte vieles gut nachvollziehen in deinem bericht. habe meine erste alk absturz Erfahrung mit 15 gemacht, nicht mit 12 wie du. aber war auch von Anfang an auffällig oft komabreit von alk,und dass trotz Abneigung,da meine Eltern alkis waren. ja,die genetische Prädisposition hatte ich. Generationen von Alkoholiker*innen.

ja was Opiate und Opioide angeht, ich hatte ja 15 Jahre keine mehr angerührt und bin jetzt wieder 6 Jahre mit am kämpfen dafür davon frei zu sein, von der körperlichen Abhängigkeit. die zeit verfliegt so eigenartig schnell auf opis.

dir viel glück weiterhin.
10 punkte von mir. smile

 
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 03.05.23 10:59
hallo liebe gugu
in der Klappse waren wir erstaunlicherweise nur 3 Polytoxe und 22 Säufer. hat mich sehr gewundert.
Mir geht im allgemeinen beschissen. BDO / ALkohol / Benzos und dazu mien Kratom jeden Tag. also wieder voll drauf.
dafür durft ich ein Rettungswagen von innen sehen. juhu.
fuck life
"Es bleibt Alles so wie es war und wird nie so sein!"
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 15.09.23 09:47
Hey hnofclbri,
habe mir gerade deinen Bericht durchgelesen und konnte mich in vielen Zeilen wiederfinden. Bei mir war es damals eher das Cannabis was ab 13/14 mein ständiger Begleiter werden sollte, aber dennoch mit dem selben Ziel, der Realität zu entkommen. Ich hatte damals (und noch heute..) auch Probleme mit Mädchen und habe sie in der ganzen Kiffer/Drogenzeit versucht zu ignorieren bzw. versucht so zu tun als wäre es gar kein Problem sondern mein Wille. Das ist jetzt etwa 10 Jahre her und ich habe mittlerweile erkannt das mein einziger Wunsch war, geliebt zu werden bzw. Liebe zu finden.

Es sind bestimmt noch einige Dinge mehr in deinem Leben passiert als du hier mitgeteilt hast aber als du in deinem Post schreibst [quote=So, andechtig nehme ich ein letztes mal mein Lebenssinn ein. Meine große Liebe, mein Kryptonid.][/quote] musste ich irgendwie daran denken oder hatte den Glauben das dein Problem ebenfalls in der Liebe liegt und das vielleicht (d)ein Grund für den Drogenkonsum ist. Es ist natürlich extrem schwer selbst wenn man so etwas erkannt hat wieder auf die richtige Bahn zu kommen, aber mich motiviert es im Moment immer ein Stückchen "besser" zu werden - angefangen vor ein paar Jahren gesünder zu essen, vor etwa einem Jahr mit etwas Sport angefangen und langsam wieder ein Selbstbewusstsein (was durch Kiffen/Alkohol natürlich echt im Arsch ist) aufbauen. Jeder verdient es geliebt zu werden, du auch :) Ich glaube das du es schaffen kannst, wenn du willst :)

Vielleicht liege ich mit meiner Vermutung auch völlig daneben, aber irgendwie fühlte es sich gerade richtig an dir das zu schreiben und dir hoffentlich damit eine kleine Hilfe zu sein.




 

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