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Abwesender Träumer

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ICQ
  Geschrieben: 29.11.10 21:52
Hallo,

trinke momentan 2-3L Bier am Tag seit längerer Zeit. Wollte fragen ob sich bei dieser Menge eine körperliche abhängigkeit einstellen kann?
bin student (alles ohne probleme) aber mache mir sorgen dass es auf dauer ja nicht so gesund ist oder ob es sogar zu körperlichen Entzugserscheinungen kommen kann?
gruß
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 29.11.10 22:16
Hallo.

Ich hab jetzt grade in diesem Moment keine empirischen Quellen, aber du kannst es ja mal ausprobieren, indem Du einfach mal aufhörst diese 2-3L am Abend zu trinken.

Der Körper wird sich schon melden, denk ich..

Gegenfrage: Warum trinkst du Alkohol? Zur Beruhigung, als Erholung vom Lern bzw. Prüfungsstress etc.? Oder weil du schlecht Einschlafen kannst? Oder was sind die Gründe für den täglichen Konsum? Oder Einfach So..? Wenn ich mal so fragen darf...


mfg//search

 
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Abwesender Träumer

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54 Forenbeiträge

ICQ
  Geschrieben: 29.11.10 22:20
einfach so, mir schmeckt es und es dämpft schön.
 
Abwesender Träumer



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163 Forenbeiträge

  Geschrieben: 29.11.10 22:24
Aha.

Also würdest du den bisherigen Konsum von diesen 2-3L Bier am Abend nicht als bedenklich einschätzen?

Könntest du denn einfach mal heute bzw. morgen Abend Nichts trinken oder würde Dir das Probleme bereiten?

mfg//search
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 29.11.10 22:41
Falls das nicht klappt besteht zumindest schon psychisch eine Abhängigkeit.
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 29.11.10 22:59
hmm, das muss eigentich immer jeder selber herausfinden.
ich trink normalerweise auch so jeden tag meine 3-5 halbe...heute allerdings nicht, sonst wär ich jetzt hier auch nicht online, und ich für mich muss sagen, is mir egentlich relativ egal ob ich heute bier trinke oder nicht.
bei mir gehts da eh eher um die geselligkeit, da sitzen wir so zu 5. oder 6. und unterhalten uns, der neueste tratsch eben, und trinken halt a paar halbe..meiner meinung nach unbedenklich.
wenn du aber deine 2-3liter als bedenklich einstufst, auch wenn dies andere nicht tun, dann IST es eben für dich bedenklich, also machs dann anders.
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 29.11.10 23:05
Hier ist ein Paper vom Deutschen Ärzteblatt:
"Moderater Alkoholkonsum: Gesundheitsförderlich oder schädlich?"

Zwar schon etwas älter, aber vielleicht trotzdem noch für den Ein oder Anderen interessant.

mfg//search
 
Abwesende Träumerin

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  Geschrieben: 30.11.10 10:41
zuletzt geändert: 01.12.10 12:35 durch Vala (insgesamt 1 mal geändert)
So fette körperliche Abhängigkeit entsteht bei dieser Menge nirmalerweise nicht. Es gab auch immer mal Zeiten (und diese Zeiten dauernten Jahre), da hab ich etwa 2 Flaschen Vodka die Woche geleert. 530 ml Alkohol, also vergleichbar mit 21 Bier. Als Frau gibts ja noch vie3le strengere Grenzwerte, auch wenn ich das für sehr verallgemeinernd halt. Natürlich hab ich das nie einen Arzt erzählt. Meiner Leber gehts aber gut. Keine Verfettung oder so.

Was mir beim aufhören fehlte, waren ein klein wenig die Kalorien am Abend, weil Alkohol wird ja in Zucker umgewandelt und hat viele Kalorien, ähnlich wie wenn ich mir ne woche jeden Tag ne Tafel Schokolade reinpfeif und dann aufhöre und naja ich hab mich schrecklich nüchtern gefühlt. Ansonsten jetzt kein richtiger entzug...
 
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 30.11.10 11:17
also wenn du mit dem 2-3l am abend nicht mehr hinkommst, oder schon anfängst früher zu trinken, so ist das ein deutliches warnsignal in richtung körperliche abhängigkeit. achte auf unruhe und wie schnell du die ersten schlücke trinkst. eine wrklche körperlicheabhägigkeit etwickelt man nicht so schnell, dafür geht es ziemlich schleichend. habe ein auge auf dich und dein konsumverhalten.
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 30.11.10 13:26
hi! habe das bis vor 2 wochen auch für ein paar monate gemacht. körperlich abhängig war ich scheinbar noch nicht, aber psychisch war das aufhören ganz schön schwierig und ich hätte es wahrscheinlich ohne kratom auch nicht geschafft. wenn du jetzt damit aufhörst ist es sicher noch nicht zu spät! du solltest wie schon geschrieben wurde aber vorallem darauf achten dass es nicht noch mehr wird oder du schon früher mit dem trinken beginnst. ich hatte dann auch unteranderem deshalb aufgehört weil ich angefangen habe immer früher zu trinken. zuerst war es so ab 8 uhr abends, dann 6 uhr, dann plötzlich 4 oder manchmal sogar noch früher. sollte das eintreten musst du auf jeden fall die notbremse ziehen! wenns bei den 2-3 litern bleibt und nicht früher wird dann ist es ja noch nicht so schlimm, aber gesundheitlich und suchttechnisch meiner meinung nach trotzdem schon bedenklich.
versuch einfach mal es einen abend nicht zu tun und beobachte wie es dir dabei geht. wenn es dir sehr schwer fällt und du ständig an bier denken musst würde ich an deiner stelle auch so schnell wie möglich aufhören oder es zumindest reduzieren!
lg tg
 
Traumländerin

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  Geschrieben: 03.01.21 17:58
Ich hole den alten Thread mal wieder hoch, weil ich mir gerade auch den Kopf darüber zerbreche wie gefährlich ein phasenweise erhöhter Alkoholkonsum in Bezug auf körperliche und psychische Abhängigkeit ist. Und zwar hat sich mein Alkoholkonsum seit dem 2. Lockdown Anfang November deutlich gesteigert und seit kurz vor Weihnachten ist es noch mal deutlich mehr geworden. Zwischen Anfang November und Mitte Dezember habe ich 3-4 Tage pro Woche Alkohol in unterschiedlichen Mengen getrunken. Oft sind es nur moderate Mengen (0,2 bis 0,4 l Glühwein oder 2-3 0,5l Bier), mitunter aber auch deutlich mehr dank gestiegener Toleranz oder aber auf Grund gleichzeitigem Speed- oder Kokainkonsum dabei. Also manches Mal kann ich dann auch mal 2l Glühwein oder 8 halbe Liter Bier an einem Abend platt machen. Auch wenn das eher nicht die Regel ist. Seit kurz vor Weihnachten habe ich nur noch an einzelnen Tagen nichts getrunken und ich merke, dass es mich auch ziemliche Anstrengung kostet, nen Tag nichts zu trinken. Wobei sich dieser Konsumdrang nicht nur auf Alkohol bezieht, sondern auf sämtliche sedierenden Substanzen, also ich kiffe auch ziemlich exzessiv (so sehr, dass ich meine Grastoleranz so weit hoch getrieben habe, dass ich fast rauchen kann, was ich will, ohne richtig breit zu werden), habe paar Mal Opoide genommen und Benzos und würde beides noch viel häufiger tun, wenn ich nicht Paranoia vor körperlicher Abhängigkeit hätte. Ich frage mich gerade, ob ich es mir leisten kann, einfach weiter zu saufen, so lang der Lockdown geht (wenn ich danach wieder Sport machen kann bzw. generell wieder irgendwas in meinem Leben habe, das mir Spaß macht, wird sich der Konsumdrang meiner Meinung nach schnell wieder verflüchtigen) oder ob das keine gute Idee ist. So wie ich die vorherigen Beiträge sehe, scheint ein moderater täglicher Alkoholkonsum über mehrere Monate möglich zu sein, ohne dass sich eine körperliche Abhängigkeit ausbildet. Mich würde interessieren, ob dies für Frauen genau so gilt wie für Männer oder ob bei Frauen schneller eine körperliche Abhängigkeit eintreten kann, da Frauen Alkohol langsamer abbauen als Männer? Und wie seht ihr das Risiko einer psychischen Abhänigkeit, wenn man einige Monate lang täglich oder fast täglich trinkt? Was mir auch echt zu denken gibt ist die Tatsche, dass ich auf Grund des gestiegenen Alkoholkonsums offenbar auch nicht mehr so wie normal auf Benzos reagiere. Ich hab sonst von Benzos immer sehr wenig gebraucht und darauf sehr empfindlich reagiert. Als ich gestern 1mg Clonazepam genommen habe, war ich jedoch so unzufrieden mit der Wirkung, dass ich noch 0,3l Glühwein und 0,02l 66% Absinth hinter her gekippt habe. Und nur am Benzokonsum kann der Toleranzaufbau nicht liegen. Denn ich hatte lediglich ne Woche vor Weihnachten 1,25mg Lorazepam genommen und noch mal 2 oder 3 Tage vor Sylvester 1,25mg Lorazepam, ansonsten war der letzte Benzokonsum 1mg Clonazepam Mitte oder Ende November und in den Monaten davor hatte ich auch kaum Benzos genommen. Insofern finde ich das durchaus besorgniserregend, dass ich nicht mehr wie normal auf Benzos reagiere.
Mir ist klar, dass es gesünder wäre, weniger Alkohol zu trinken als in den letzten Wochen, bzw. generell weniger Drogen zu konsumieren. Nur scheint der Konsum gerade das Einzige zu sein, was die aktuelle Situation (Winter + Lockdown) halbwegs erträglich macht. Weil es gibt sonst einfach nichts, was mir Spaß macht. Das Leben ist völlig grau und sinnlos. Wenn ich nicht wüsste, dass der Mist wohl spätestens im Sommer wieder so halbwegs vorbei ist, hätte ich vermutlich keinerlei Interesse, überhaupt weiter zu leben. insofern sehe ich den gesteigerten Konsum als eine Methode eine abgefuckte, zeitlich begrenzte Situation zu überbrücken, möchte aber natürlich verhindern, dass das langfristig negative Folgen für mich hat.
Während des letzten Lockdowns im Frühjahr 2020 hat sich mein Drogenkonsum übrigens auch stark gesteigert (allerdings war es da nicht in erster Linie Alkohol und Gras), nach dem Ende des Lockdowns reduzierte sich auch der Drogenkonsum wieder auf das für mich normale Niveau. Wobei ich mit dem ersten Lockdown besser zurecht kam als mit dem 2., da es beim 1. Lockdown wenigstens warm genug war, um draußen was zu unternehmen.
 
Traumländer



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  Geschrieben: 03.01.21 22:00
schattengewaechs schrieb:
wenn ich danach wieder Sport machen kann bzw. generell wieder irgendwas in meinem Leben habe, das mir Spaß macht, wird sich der Konsumdrang meiner Meinung nach schnell wieder verflüchtigen


Vorallem Sport kannst Du auch während des Lockdowns (gerne mit 1-2 Gin Tonics ^^ oder dem Äquivalent in anderem Alkohol), easy in deiner Wohnung/Haus machen.

Kp ich bin seid März so ziemlich in der gleichen Situation, ausser das ich die ganzen anderen sedierenden Mittel wie Opi's & Benzo's zum Glück, schon hinter mir habe.
Ein paar Tage Pause mit Alkohol in der Woche, zahlen sich aufjedenfall aus, was allgemeines Wohlbefinden angeht.
Der Suchtdruck muss dann halt weiter weggekifft werden, an den Tagen rauch ich dann schon mal gerne 0,5g Shatter zu dem täglichen Gras.
Mit mehr Sport, kann dieser Suchtdruck auch relativ gut weggedrückt werden, solang man nicht körperlich auf Alkohol voll drauf ist, kann einen diese abstinenz-Phase auch relativ gut pushen.

Alles in allem, je mehr Substanzen Du noch hinzuführst, desto mehr jonglieren wird das dann und das ist ab einer gewissen Zeit (bei jedem unterschiedlich), kosten/nutzen-mäßig, meist viel abgefuckter wie vorher.
stole ya secret sauce and i'm still on the scene;
turn your whole company into a fuckin meme
Traumländer



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  Geschrieben: 18.09.23 18:56
schattengewaechs schrieb:
Und wie seht ihr das Risiko einer psychischen Abhänigkeit, wenn man einige Monate lang täglich oder fast täglich trinkt


Auch wenn Dein Beitrag schon älter ist, möchte ich noch darauf antworten. Das Risiko halte ich in dem Fall für sehr groß. Wobei sich mir die Frage stellt ob eine psychische Abhängigkeit nicht schon längst da ist, wenn man über solch eine Dauer täglich oder fast täglich Alkohol zu sich nehmen würde!?

Und bzgl. einer körperlichen Abhängigkeit: die beginnt gerade bei Alkohol oft schleichend. Als ich damals körperlich wie psychisch abhängig von Alkohol war, habe ich die körperliche Abhängigkeit erst gemerkt, als sie schon viele Monate da war. Bei mir war es ein sehr schleichender Prozess. Und bis ich überhaupt drauf gekommen bin körperlich abhängig zu sein, hat es lange gebraucht. Vielleicht weil man es nicht einsehen will? Vielleicht aber auch weil die körperlichen Entzugssymptome nach und nach krasser werden. Ab wann man körperlich abhängig wird ist ja schwer zu sagen, zumal jeder Körper anders reagiert. Allerdings empfinde ich das Konsummuster, das Du beschrieben hast, für gefährlich, gerade, wenn Du ab und an so viel Alkohol zu Dir nimmst.

Darf ich fragen wie es sich bei Dir entwickelt hat? Ich hoffe sehr, dass es Dir mittlerweile besser geht!?

Liebe Grüße,
Anonymus
 
Traumländerin

dabei seit 2009
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1 Tripberichte

  Geschrieben: 21.09.23 00:31
Danke für die Antworten.
Soweit ich mich erinnere, habe ich mich dann im Laufe des Januars 2021 irgendwann wieder etwas zusammen gerissen und drauf geachtet meinen Alkoholkonsum nicht völlig ausufern zu lassen, weil ich nach einigen Wochen fast täglichen Alkoholkonsums gemerkt habe, dass mir der Konsum auch auf die Psyche schlägt. Ich habe dann während dem Rest des 2. Lockdown dafür verstärkt andere Substanzen (hauptsächlich Speed) konsumiert. Nachdem der Lockdown vorbei war (bzw. eigentlich schon als es warm genug wurde, um wieder draußen Sport zu machen) normalisierte sich dann alles wieder. Seitdem ist sowohl der Alkoholkonsum als auch der sonstige Drogenkonsum in einem Rahmen, den ich als unbedenklich einstufen würde. Aktuell trinke ich ca. 2-3 Mal pro Woche Alkohol in geringen Mengen, meist am Wochenende mit Freunden. Damit bin ich recht zufrieden.
 
Traumländer



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  Geschrieben: 21.09.23 18:44
zuletzt geändert: 08.10.23 14:19 durch shadowssmile (insgesamt 3 mal geändert)
Ich habe selbst noch kein Problem mit Alkohol gehabt, war allerdings jüngst mal neugierig auf meine Lieferung "Kava Kava" für einen Erstversuch, ob es dann und wann ein alk. Getränk ersetzt

Habe oft gelesen, dass manche versuchen dadurch enthaltsam(/er) mit dem Alkohol umgehen zu wollen.
Gibt, ähnlich Kratom, auch Sorten die eher aktivieren sowie welche die mehr sedieren.
Von den ersten Eindrücken her würde ich schon sagen es ist mir ein geeigneter Ersatz für ein Bier oder, je nach Menge, eben auch für mehrere alk. Getränke.

Habe erst später erfahren, dass das in DE seit 2019, wieder einmal, verboten sein soll.
Ist wohl so ein Katz und Maus Spiel mit legal oder nicht legal seit Anfang der 2000er.
Kava-Wurzel.de, da hat sich jemand die Mühe gemacht das Thema detailliert zu beschreiben.
Erlaubt sind glaube ich lediglich homöopathische Dosen in Supplements.
Anderer Händler aus AT antwortete mir auf meine Anfrage, dass das Kava Kava als Räucherware nie verboten gewesen sein soll. Gäbe auch -angeblich- keinen Zoll zwischen DE und AT.
Aber ich komme vom eigentlichen Thema ab.

Vielleicht diesem mal eine Chance geben?
Ist aber mein Eindruck, nachdem ich einiges darüber gelesen habe, wichtig zu beachten woher man es bezieht.
Also wie Kratom, schwache Sorten, starke Sorten.
Kratom ist mir auch ein geeigneter Ausgleich, aber das kennt man als LdT'ler und ist sicher mehr individuell subjektives Empfinden.

Aber Kava Kava allein für einen körperlichen Entzug eignet sich sicher nicht.
Wäre vil. ein Ausgleich für die Zukunft.

Viel Erfolg für Dein Vorhaben.
"Here at the edge of this world
Here I gaze at a pantheon of oak, a citadel of stone
If this grand panorama before me is what you call God
Then God is not dead"

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