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Traumländer



dabei seit 2012
647 Forenbeiträge

  Geschrieben: 26.01.21 05:25
Nach wirklich viel ODSMT kann ich guten Gewissens sagen, dass der Körper es nur irgendwie schlecht verstoffwechselt. Insbesondere der rektale Konsum zur Umgehung des First-Pass Effekts scheint die Nieren, die Blase und natürlich den Enddarm zu schädigen und zwar in erheblichem Maße. Wer es schon einmal nasal probiert hat weiß was das für eine ätzende Angelegenheit ist und im Umkehrschluss hat man dann so eine konzentrierte Lösung im Arsch die überall eindringt was auch nur in der Nähe ist. Das hier sind keine keine medizinischen Fallstudien aber ich habe nur 2 cm hinter dem Schließmuskel abgedrückt und hatte zum Teil heftigen Harnvorhalt, Nierenbrennen, allgemeine Schwäche usw. Das waren Wirkungen die noch zusätzlich zum Opi-Entzug kamen. Obwohl der orale Konsum wesentlich mehr Vorteile bietet wie z.B. Weniger körperlicher Schaden, längere und intensivere Wirkung, angenehmes ein- und ausklingen, hat es mich doch immer wieder zum rektalen Konsum getrieben weil ich es so geil fand mich auf Knopfdruck wohlzufühlen.

Wenn ihr es schon rektal nehmt, dann macht die Lösung wenig konzentriert, aber viel mehr als 3ml verträgt man nicht hinter der Poperze weil es sonst sehr abführend wirkt. Das Wasser zwingt einen Quasi zum Scheißen.

Der Knopfdruck selbst funktionierte am Ende sogar immer schlechter, während meiner allerersten Versuche habe ich die Wirkung bereits nach ca. 30 sek! gespürt, also zumindest die ersten Anzeichen, am Ende brauchte es schon fast 10 Minuten was bedeutet, dass sich da definitiv was verändert hat. Von der Prostata will ich gar nicht erst anfangen.

Meine Maximaldosis die ich mir an einem Tag gab waren 0,4 Gramm und wenn ich höre, dass es Leute bis zu 2g pro Tag geschafft haben kann man eigentlich auch direkt auf Essigessenz umsteigen, das macht dann kaum noch einen Unterschied.

Soll heißen: Ich erhole mich immer noch von den Schäden und KANN das Zeug einfach nicht mehr anfassen, ich DARF es nicht mehr konsumieren. Was ich WILL und was mein Hippocampus will ist ein ganz anderes Thema,


Passt also auf euch auf.

Nameste




"Wenn ein Pechvogel sich im Bett zu Tode vögelt, soll das heißen, dass alle anderen schuldbewußt das Pimpern einzustellen haben?"

Charles Bukowski
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 26.01.21 14:13
Hey Leute,
habe ODSMT auch ganz gut getestet, schon echt richtig "geiler Scheiß", mit Doppelbetonung auf geil und Scheiß! Natürlich, es ist ein Opioid und dadurch, dass es gar nicht oder nur wenig serotonerg wirkt, ist die Opioid-Wirkung viel stärker wahrnehmbar. Was soll man noch groß dazu sagen, es ist eine schöne Substanz, hab sie wie mein Vorredner auch fast nur rektal konsumiert, weils so schön schnell kommt und naja...
Wie dem auch sei, ich hatte zwar keinerlei Beschwerden oder Nebenwirkungen, auch bei hohen Dosen bis zu 2g am Tag und 1g pro Knopfdruck, aber vielleicht hat die Wirkung es dann auch einfach übertönt, ich weiß es nicht.
Hab es aber auch nasal probiert und dann dachte ich auch nur "Was zur Hölle?". Es ätzte mir richtig übel die Nase weg, sodass ich am Folgetag erst mal die aufgerissenen Stellen einschmieren musste und abheilen lassen (Creme IN der Nase ist echt uncool...). Ausserdem riecht es absolut ekelhaft nach Chemie und zwar richtig. Ich hab schon viel Bullshit durch die Nase gezogen, aber das hat echt alles getoppt. Riecht nach Plastik und Chemiemüll, ätzt ungemein und kann nicht gesund sein, erst recht nicht dort, wo die Sonne nicht scheint, ehrlich.
Ich hab immer ne ziemlich "dünne" Lösung erstellt, kann auch mehr als 3ml nehmen, in sofern. Vielleicht wäre eine Kombination aus Oral und wenn das anfängt zu wirken, die Pumpe rein, eine "gesündere" Art um eine schnelle, starke Wirkung zu kriegen.

Hatte übrigens im Dezember 10g, innerhalb von 5-7 Tagen weggedonnert, danach sogar leichten Entzug gehabt (ich bin aber durchgehend leicht körperlich drauf, aber aushaltbar,...) und ich fand den Entzug auch richtig eklig, nicht wie bei andren Opis oder so, auch nicht so sehr körperlich sondern eher im Bereich des Herzens/Brust. Ich kann es einfach nur so in Worte fassen:
Ihr kennt das Gefühl beim verliebt sein? Es ist nicht richtig im Kopf, mehr in der Brust. Schwer zu beschreiben. Dort hab ich aber den Entzug wahrgenommen, aber nicht im positiven Sinne. Auch in der Magengegend stellte sich ein Gefühl ein, welches ich als richtig unangenehm empfand. Zum Glück ging das nur etwa einen Tag, ich will nicht wissen wie das nach echt langem Konsum so ist. Kann, aber muss echt nicht.

Soviel dazu!

Passt echt auf mit dieser Substang, auch wenn sie so verlockend, nach einem niederpotenten Opioid, kleiner Bruder von Shore, Metha usw. klingt, das ist sie einfach nicht. Da mein Vorredner auch von echt üblen Nebenwirkungen sprach, passt umso mehr auf.

 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 05.02.21 13:03
Hi,

kann man es inhalativ nehmen?
 
Mitglied verstorben



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Homepage ICQ
  Geschrieben: 17.03.21 22:51
zuletzt geändert: 18.03.21 03:58 durch ungelesene Bettlektüre (insgesamt 2 mal geändert)
Ich konsumiere O-Desmethyltramadol nasal oder oral. Verdampft und inhaliert habe ich diese Substanz noch nie. Inhalativer Konsum, also Aufnahme über die Lunge, bewirkt in der Regel eine ganz andere Pharmakokinetik - dieser Konsumweg erreicht das Gehirn so ziemlich am schnellsten, natürlich nur, wenn die Substanz gut über die Lunge aufgenommen wird, so erreicht sie das Gehirn schneller als bei intravenösen Konsum!

Warum verursacht diese Substanz und generell viele Opioide so starken Juckreiz? Mein educated guess ist, dass das mit der Wirkung von Histamin als Gewebshormon zusammenhängt. Diphenhydramin unterdrückt den Juckreiz etwas, von unerträglich zu naja, etwas weniger halt. Beide Substanzklassen wirken sedierend, und DPH wirkt zusätzlich als Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SRI), allerdings nicht-selektiv.

Kurz:
DPH hat folgende erwünschten Wirkungen:
Euphorie
Sedierung (DPH und O-Desmethyltramadol haben bei mir einmal erotische Träume im Wachzustand verursacht, "nodding" nennt man das, glaube ich.

von mir erwünschte Nebenwirkungen:
Appetithemmung

unerwünschter Nebenwirkungen:
Juckreiz
Verstopfung
Pupillenverengung
Toleranz, körperliche Abhängigkeit (da war ich aber noch nie, und ich werde mich hüten, es oft genug zu nehmen, dass dies schlagend wird).
Ein Lied über St. Albert (Neudichtung von "Miss American Pie" von Don McLean): http://www.land-der-traeume.de/forum.php?t=33163

Wissenschaftlicher Artikel: Methoxetamin als Antidepressivum: http://www.land-der-traeume.de/forum.php?t=32810
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 20.03.21 12:25
Bezüglich Juckreiz:

https://www.springermedizin.de/opioidinduzierter-pruritus/8003956 schrieb:
In der Erforschung von Interaktionen zwischen Schmerz und Juckreiz sind in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte erzielt worden. Über die bekannte Hemmung von Juckreiz durch schmerzhafte Reize (z. B. kratzen) hinaus wurde durch die Entdeckung von juckreizspezifischen neuronalen Verarbeitungsbahnen eine Grundlage zur Erklärung von opioidinduziertem Juckreiz geschaffen. Während traditionell die mastzelldegranulierende Wirkung von Opioiden als wesentlicher Mechanismus angenommen wurde, ist nunmehr klar, dass Opioide auch auf spinaler Ebene Juckreiz auslösen können: Spinale Juckreizneurone werden tonisch von Hinterhornneuronen des Schmerzsystems gehemmt. Wird diese Hemmung durch Opioide geschwächt, werden die so disinhibierten Juckreizneurone aktiv und vermitteln Juckreiz, ohne dass primäre Afferenzen in der Peripherie erregt werden. Die spinale Auslösung von Juckreiz wird insbesondere bei der Aktivierung von µ-Opioidrezeptoren (μ-OR) beobachtet, während κ-OR überraschenderweise den Juckreiz unterdrücken. Die therapeutischen Implikationen dieser Interaktionen werden im vorliegenden Beitrag ausgeführt.

In der Haut gibt es sog. Nozizeptoren, die der Ausläufer der genannten Neurone sind und ua dafür sorgen, dass man Druck, Schmerz, Hitze etc wahrnimmt. Beim Kratzen stimuliert man Hier das nervl. System. So wirken btw auch Lokalanästhetika durch Ionenkanalblockade.
Mal konkret: Wer ist wirklich pervers auf dem Planet?
Und zu vertieft in radikale Politik und Gebet
Die Welt steht in Flammen und keiner kümmert sich darum
Doch sag einmal das Wort „Fotze“ und alle drehen sich um
Ex-Träumer
  Geschrieben: 15.04.21 19:27
Ich habe eine Sicherheitsfrage zu O-DSMT:

Ich habe bis her wenig Erfahrung mit Stoffen die an den Opi-Rezeptoren wirken und bin beim Konsum ziemlich vorsichtig, vielleicht übervorsichtig.

Ich habe keine Toleranz und bin mit dem Konsum von O-DSMT bisher nicht so zufrieden. Bisher habe ich nur 50mg Oral genommen und da bei mir nicht viel passiert ist, außer einer gewissen Gefühlstaubheit, die ganz angenehm war, habe ich in 10 bis 20mg Schritten auf 100mg raufdosiert, was die Wirkung nicht wesentlich verändert hat.

Ich habe mich nicht getraut 100mg auf einmal zu nehmen, weil ich nicht weiß, wie sich so eine Überdosis bei der Stoffgruppe anbahnt. Ich hatte schon verschiedene andere Stoffe probiert, bei denen ich dachte, knallt nicht, dosiere nach und hatte eine OD. Nur bei Opis, habe ich dann nicht nur eine OD, sondern eine Atemdepression deswegen bin ich da sehr vorsichtig.

Ich wiege 80 Kg bei 185cm derzeit keine bestehende Toleranz, auch nicht zu anderen Stoffen.

Sollten 100mg oral nicht klappen, ist es sinnvoll es Rektal zu probieren? Das wird am lohnensten beschrieben.

Grüße
Pago
 
Traumländer



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  Geschrieben: 15.04.21 20:28
50 mg oral sind eigentlich schon eine moderate Dosis, wenn man keine Opi-Toleranz besitzt. O-DSMT ist nunmal kaum sedierend und flasht auch nicht, weshalb die Wirkung etwas subtiler sein kann als bei manchen anderen Opioiden. Ich persönlich würde dir nicht empfehlen, die Dosis zu erhöhen. Vielleicht erwartest du etwas, was die Substanz dir nicht bieten kann.
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 16.04.21 16:02
Ich habe jetzt 30mg einer neuen Charge probiert und die wirken schon deutlich besser. Vielleicht hatte ich nur eine schlechtere Charge erwischt. Trotzdem Danke für die Antwort.
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2009
655 Forenbeiträge

  Geschrieben: 20.08.21 13:18
stillermitleser schrieb:
Vor vielen Jahren, als ich noch keine Toleranz hatte, ging auch mit Tramadol nodden
Nämlich wenn der Energie Schub nachlässt, die Freude dann der Müdigkeit weicht. Also aus meiner Erfahrung geht das mit jedem Opi. Liegt dann wohl auch an der Person und ob man sich etwas aktiv widmet oder zb TV schaut udn so in den positiven Gedankentiefen eintauchen kann.

Natürlich geht das nur kurze Zeit wegen der Toleranz und weil man dann umso öfter absichtlich hinarbeitet. Außerdem steigen die NW mit der Toleranz.

Odsmt hab ich nie probiert. Muss auch nicht.

Ich habe, vor den hochpotenten Opioiden, auch sehr gut vom Tramdol nodden können. regelmäßig nach meiner abenddosis den serotonin schube genutzt zum zocken. nach 3 stunden weicht er einer angenehmen müdigkeit. bin monatelang jeden tag so eingeschlafen mit controller in der hand inkl 2, 3 stunden stur gegen die wand laufen...
hach, das waren noch zeiten... die kommen auch irgendwann mal wieder, wenn die sucht irgendwann dem genuß weicht!
"Nur weil du nicht paranoid bist, heißt das noch nicht, dass du nicht verfolgt wirst."

"Echte Bankgeheimnisses, sagte der Skeptiker, gibt es nur in den
städtischen Parkanlagen."



Traumländer



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  Geschrieben: 20.08.21 13:54
Blockmeister schrieb:
hach, das waren noch zeiten... die kommen auch irgendwann mal wieder, wenn die sucht irgendwann dem genuß weicht!


Wie wahr !
Ich hab es nach Jahrzehnten üblsten Draufgängertums mit fast allen Nachteilen - ausser zwei: nie in einer Anstal, auch nicht zum Entzug, keine Armut - geschafft und bin nun, Jahre danach noch immer nicht fertig mit dem Realisieren dessen, dass ich nicht mehr hänge. Dass mich jeder Bulle nervös macht, das ist geblieben. Aber damit lässt sichs leben.
Wirklich liebe Freunde und Feinde der Sucht, was @Blockmeister geschrieben hat, ist so was von wahr, es lohnt sich wirklich, einmal so viel Elan dafür aufzubringen, wie man sonst aufwendet um sich ein paar Schüsse zu besorgen. Dafür gibt es Energie ohne Ende ... Sie ist also da, diese Energie, sie muss nur umgelenkt werden.
Klugscheisserei Ende. Ich weiss, dass es eh jeder weiss. Es ist halt nicht so einfach. Schliesslich war ich ewig und einen Tag selbst einer derjenigen, die wussten, wie es ginge, aus der Sucht auszusteigen. Und wie einfach es ginge ...
Sucht unterdrückt offenbar Lernprozesse, anders ist es mir nicht erklärlich.
Grüsse

OT, sorry

 
Traumländer



dabei seit 2012
647 Forenbeiträge

  Geschrieben: 20.08.21 17:55
Damit ihr ungefähr eine Hausnummer zur tatsächlichen Potenz von ODSMT habt: Als ich früher einmal 3 Monate lang täglich ODSMT konsumiert habe, in einer Dosierung von 150-180mg, oral, habe ich irgendwann natürlich nicht mehr viel gemerkt und wollte es mit einer anderen Substanz ausschleichen. Meine erste Wahl wäre natürlich ein RedVein-Kratom in 000 Kapseln, welches ich aber nicht zur Hand hatte, dafür aber jede Menge 150mg Tilidin Tabs, also habe ich erstmal 2 ganz normal retardiert eingeschmissen und dachte, dass die Angelegenheit damit aufgefangen wäre, so könnte ich alle 2 Tage eine halbe Tablette weglassen und dann auf 0 gehen aber Pustekuchen! Der Entzug traf mich verdammt hart und ich habe letztlich (!) 900 mg Tilidin pro Tag gebraucht nur um die Entzugserscheinungen zu killen!!! Ich habe natürlich nicht 900mg auf einmal eingenommen sondern alle 2 Stunden jeweils 300mg und habe wirklich Schiss davor gehabt, dass das Naloxon irgendwann anfängt zu wirken, dem war aber nicht so. Das Wirkprofil von Tili war auch nicht wirklich geeignet um den Entzug von Zimt schöner zu machen, es war immer noch unangenehm, Kratom wäre wie gesagt geeigneter. Ich habe 100 x 150mg zum Abdosieren verheizt habe es aber dann letztlich doch geschafft- was für eine Verschwendung! Unterschätzt also niemals die Potenz von ODSMT.

Dieser unmoralische Konzern "Syntrix" will jetzt ODSMT als Medikament auf den Markt bringen, weil nach deren Aussage das Original so eine hohe Non-Responder Rate hat. Tatsächlich geht es aber wieder nur darum noch ein weiteres Opioid auf die unglücklichen Amis loszulassen, dabei soll ODSMT nicht sehr suchterzeugend sein :) haha, der war gut! Es wird auf jeden Fall ein Verkaufsschlager, das ist sicher. Die Dosierung soll 25mg pro Tablette sein, mal sehen wie lange es dauert bis die Leute merken, das es geil kommt wenn man es snieft/drückt/rektal jettet!

Was haltet ihr von ODSMT als zugelassenes Medi?
"Wenn ein Pechvogel sich im Bett zu Tode vögelt, soll das heißen, dass alle anderen schuldbewußt das Pimpern einzustellen haben?"

Charles Bukowski
Moderator



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  Geschrieben: 21.08.21 13:46
zuletzt geändert: 21.08.21 14:07 durch Pharmer (insgesamt 1 mal geändert)
StaniSlave schrieb:
Was haltet ihr von ODSMT als zugelassenes Medi?


Naja also an ihrem Argument gegen Tramadol ist schon was dran, es hat ne höhere Nonresponderrate als andere Opioide. Hinzu kommt die ja eigentlich unerwünschte Noradrenalin- und Serotonin-Aktivität, die zwar durchaus auch nützlich sein und gerade beim Missbrauch extra Spaß bedeuten kann, aber eben auch erhebliche zusätzliche Risiken birgt. Krampfanfälle sind selbst bei therapeutischen Dosierungen keine Seltenheit, schon das allein spricht gegen Tramadol.

Du hast aber sicherlich auch nicht unrecht mit deinen Bedenken. ODSMT als "nicht sehr suchterzeugend" zu bezeichnen klingt verdächtig nach déjà vu, genau das ist ja der Kern des OxyContin-Skandals. Und es fragt sich warum überhaupt man ein weiteres Opioid auf dem Markt brauchen würde, das kein wesentlich anderes Wirkprofil wie andere Opioide hat. Natürlich gehts dabei um Geld. Und sowas jetzt in Zeiten der opioid-epidemic in den USA zu machen, wo sich die Zahl der Strafverfahren gegen Hersteller und Vertreiber immer weiter häufen, kann ich nur als mutig bezeichnen.
Aber vielleicht liegts auch daran dass die Sackler-Familie zu gut aus all diesen Verfahren rauskommen wird - für die die das nicht wissen, die Sacklers sind die Familie denen Purdue Pharma (noch) gehört, und sie sind in die Kritik geraten weil Purdue und auch sie selber insbesondere Oxycodon sehr aggressiv und mit haarsträubenden Behauptungen von geringem Suchtpotential vermarktet haben. Jetzt, nach buchstäblich tausenden Strafverfahren, Settlements in Milliardenhöhe (das höchste davon 8 Milliarden Dollar, nachdem Purdue sich offiziell schuldig in mehreren Straftaten bekannt hat) bildet sich heraus dass Purdue Insolvenz anmelden wird, die Sacklers als Eigentümer der Firma zurücktreten und die Firma in staatliches Eigentum übergeht - im Austausch dafür sollen die Sacklers Straffreiheit von allen vorhergegangenen, aktuellen und zukünftigen Strafverfahren die mit Purdue in Zusammenhang stehen bekommen. Mehrere Staaten haben schon ihr Veto dagegen eingelegt, aber es sieht dennoch so aus als ob der Deal zustandekommen wird. Und in der Realität verlieren sie dabei nichtmal soviel Geld wie es zuerst klingt.
Die originale "Kauf dich aus dem Gefängnis frei"-Spielkarte right there. Wenn jemand von euch gerne genauer über die Geschichte bescheid wissen will, kann ich nur John Oliver's Last Week Tonight - Episode zu dem Thema empfehlen.

Würde mich jedenfalls nicht wundern wenn Syntrix über mehrere Strohmannfirmen auch mit Purdue Pharma und den Sacklers in Zusammenhang steht ;) Oder jemand anders hat halt einfach auch kapiert wieviel Geld in diesem Business zu machen ist, ohne wirklich Angst vor echten Konsequenzen haben zu müssen.
Half the fun is learning!
Abwesender Träumer

dabei seit 2013
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1 Tripberichte

  Geschrieben: 29.09.21 19:10
Moin ihr lieben,
Wollte mal wissen ob O desmethyltramadol mittlerweile im Drogenscreenimg in einer Klinik gefunden wird. Und wie lange ist die Nachweisbarleit bei diesem Stoff im Urin. Denke nicht das man da Blut abnimmt.
Liebe Grüße Hobbirob
 
Abwesender Träumer

dabei seit 2012
78 Forenbeiträge

  Geschrieben: 29.09.21 20:08
Wenn man normales Tramadol nimmt wird ein Teil davon auch in O-DSMT metabolisiert. Daher gehe ich stark davon aus das ein Test auf Tramadol positiv anschlägt.

Namaste
 
Traumländer



dabei seit 2011
1.420 Forenbeiträge

  Geschrieben: 14.04.24 15:27
Wollte mich auch mal kurz zur Potenz von O-DSMT äußern, vielleicht nützt die Info ja dem ein oder anderen was: ich bin jetzt seit fast 5 Monaten (wieder) auf Opioiden, zuletzt so bei 50-60 mg O-DSMT täglich. Habe gestern um 12 Uhr, statt meiner üblichen Dosis O-DSMT, 5 mg Methadon genommen und das hat mich bis jetzt weitgehend entzugsfrei gemacht. Seit einigen Stunden merke ich, dass der Entzug langsam (sehr langsam) kommt, aber trotzdem bin ich doch ziemlich beeindruckt, wie lange und wie stark die 5 mg Methadon wirken. Hätte gedacht, bei 50-60 mg/d O-DSMT bräuchte es mehr Methadon, um das zu substituieren.
 

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