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Traumländer



dabei seit 2011
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  Geschrieben: 13.10.21 19:40
Wollte mal fragen, ob ihr es für möglich haltet, dass Kratom mit synthetischen Opioiden nicht gänzlich substituierbar ist. Habe die letzten Monate leider täglich Kratom konsumiert (3,3g Super Green), hab neuerdings jedoch etwas O-DSMT ergattert und dachte ich nehme das mal und lasse das Kratom ein paar Tage lang weg. Muss jedoch feststellen, dass ich mich trotz 50 mg O-DSMT nach einigen Stunden schon wieder irgendwie entzügig gefühlt habe, jedoch hauptsächlich erkennbar an körperlichen Symptomen, wie einer gewissen Zittrigkeit und Muskelanspannung. Aber ansonsten habe ich durch das O-DSMT insbesondere in den ersten Stunden nach der Einnahme noch eine deutliche, euphorisierende Wirkung wahrgenonmmen. Hat sowas zufällig sonst noch jemand festgestellt, dass Kratom in Sachen Abhängigkeitsentwicklung ein etwas anderes Spektrum abdeckt als herkömmliche Opioide?
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 16.10.21 14:59
Hey Leute!

Hat jemand vielleicht ein paar Tipps gegen diese extreme Lustlosigkeit beim Entzug? Mir macht der Kopf dann schwer zu schaffen. Ich langweile mich zu Tode, ist richtig zermürbend. Keine Motivation. Und das macht es ja nur noch schlimmer.
Die Hirnchemie ist einfach durcheinander. Braucht die sehr lange, um sich wieder zu regulieren? Ungefähr? Dann hab ich ein konkreteres Ziel vor Augen...

LG
MagicDreams
 
Traumländer



dabei seit 2011
1.420 Forenbeiträge

  Geschrieben: 16.10.21 16:00
Das kommt aufs Opioid, die Dosis und die Konsumdauer an, unter anderem. Meiner Erfahrung nach fängt bei Morphin der Entzug nach 24h erst langsam an, erreicht nach 72h das Maximum und klingt dann über einige Tage ab. Die Psyche fährt noch einige Wochen Achterbahn, bis sie sich wieder einigermaßen einpendelt. Aber sobald der akute Entzug überstanden ist, kommt bei mir normalerweise schon das "übern Berg"-Gefühl. Jedoch kanns noch lange danach zu PAWS kommen (Post acute withdrawal syndrome). Meistens jedoch nur phasenweise.
 
Abwesender Träumer



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82 Forenbeiträge

  Geschrieben: 16.10.21 20:21
Hi!
War jetzt ca. 5-6 Monate Subutex zwischen 2 und 8mg meistens, manchmal auch mehr. Dennoch waren immer mal wieder 2-3 Tage Pause, aber da fängt ja der Entzug überhaupt auch erst an, in sofern...
Wird sicher nicht so schlimm werden, also körperlich. Das psychische ist einfach mein größtes Problem. Ich hätte jetzt auch 2-6 Wochen gedacht oder so, je nachdem.

LG
MagicDreams
 
Traumländer



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  Geschrieben: 16.10.21 20:29
Buprenorphin ist bezüglich Entzug glaube ich noch eins der "mildesten" Opioide. Auch wenn es zugegebenermaßen abgedroschen klingt: Mach dir einfach immer wieder klar, dass dein depressiver Zustand, so schlimm er sich auch anfühlen kann und so aussichtslos deine Lage in dem Moment auch erscheinen mag, dass das chemisch induziert ist und sich sehr bald bessern wird. Irgendwann wird es wieder Stunden geben, wo du dich ohne Opioide gut fühlen wirst, und die werden mit der Zeit immer mehr, und die dunklen Stunden werden immer weniger. Ich denke mir bei sowas: Je schlimmer man leidet, desto schneller erreicht man das Licht am Ende des Tunnels. Falls du bereits bestehende Depressionen (oder beschränkt es sich bei dir wirklich nur auf die Motivationslosigkeit?) bisher mit den Opioiden lediglich kaschiert hast, würde sich vielleicht ein Gang zum Psychotherapeuten empfehlen.
 
Moderatorin



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  Geschrieben: 18.10.21 17:10
Bezüglich Lustlosigkeit: Lass da auf jeden Fall abklären, ob mit deiner Schilddrüse alles in Ordnung ist. Eine Unterfunktion fühlt sich nämlich exakt so an wie eine (entzugsbedingte) normale Antriebs - und Motivationslosigkeit, lässt sich aber easy behandeln und es wäre doch ungünstig, wenn man mit Willenskraft gegen Probleme ankämpft, die eine körperliche Ursache haben und auch entsprechend behoben werden können.
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 19.10.21 16:58
Double schrieb:
Buprenorphin ist bezüglich Entzug glaube ich noch eins der "mildesten" Opioide. Auch wenn es zugegebenermaßen abgedroschen klingt: Mach dir einfach immer wieder klar, dass dein depressiver Zustand, so schlimm er sich auch anfühlen kann und so aussichtslos deine Lage in dem Moment auch erscheinen mag, dass das chemisch induziert ist und sich sehr bald bessern wird. Irgendwann wird es wieder Stunden geben, wo du dich ohne Opioide gut fühlen wirst, und die werden mit der Zeit immer mehr, und die dunklen Stunden werden immer weniger. Ich denke mir bei sowas: Je schlimmer man leidet, desto schneller erreicht man das Licht am Ende des Tunnels. Falls du bereits bestehende Depressionen (oder beschränkt es sich bei dir wirklich nur auf die Motivationslosigkeit?) bisher mit den Opioiden lediglich kaschiert hast, würde sich vielleicht ein Gang zum Psychotherapeuten empfehlen.


Ich finde einen ausgewachsener Subu Entzug, sagen wir mal von 12mg/d und davon kalt kann ziemlich heftig sein! Wenn mans ausschleicht siehts natürlich anders aus.
"Da Wenne und da Hädde sand zwoa Bläde"
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 19.10.21 17:17
Bin wieder runter von oxy seit 4 oder 5 Tagen weis es gar nicht genau. Bei mir ists ein milder entzug eher. Nehme 10 bis max 30mg initial je nachdem was man vor hat oder erreichen möchte une am Tag selten mehr als 80mg.

Aber hab schon körperliche Entzüge mittlerweile wenn ich absetz.
Naja...zum Glück hab ich zurzeit wirklich verdammt gutes bio weed wieder. Oxy hab ich erstma kein bock mehr. Hab mir die Haut überall total wund gekratzt aufm Turn... und diese gleichgültigkeit is nix für dauerhaft für mich.
Wäre wenn nur noch an richtigem sauberen Opium mal interessiert.

 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 19.10.21 18:01
Hey Leute!
Danke für die Antworten. Das mit der Schilddrüse, das klingt plausibel und mir fällt da auch gerade ein, dass meine Ma genau so eine Unterfunktion hat und Tabletten nehmen muss. Ok, schon geklärt, habe nächste Woche Donnerstag einen Termin beim Hausarzt. Muss halt vorher mal kurz in die Sprechstunde, da werde ich dann nach einem Schilddrüsentest fragen und auch nach einem kompletten Blutbild. Kann ja nicht schaden!

Ob ich auch so depressiv bin, kann ich nicht genau sagen, wahrscheinlich. Nehme aber schon zu lange durchgehend irgendeinen Scheiß, das lässt sich nur sehr schwer differenzieren. Ich bin aber generell kein Freund der Diagnose "Depression", ich weiss nicht, das Feld ist viel zu groß, komplex und kompliziert, als dass man es mal eben so mit _einem_ Antidepressivum in den Griff kriegen könnte. Whatever, will hier jetzt keine Grundsatzdiskussion lostreten.

Generell denke ich, dass ich den körperlichen Entzug gut aushalten kann. Kurz zusammengefasst, ich war auf Methadon, anfangs 20ml, das etwa 3 Jahre lang. Dann runterdosiert auf 4,5ml und kalt entzogen. War 10 Tage wach, usw., das Übliche. Hab es aber geschafft (Rückfalle, ausser jetzt mit Subutex, gingen voll in Ordnung bei mir).
Benzodiazepine hab ich auch geschafft, war umgerechnet auf 200-300mg Diazepam und hab es innerhalb von 5 Tagen abkicken können. Hatte auch seitdem vielleicht 5-6 mal Benzos genommen (in einem Jahr, war ok...). Also das ist nicht so sehr mein Problem. Die Psyche und vor allem die Langeweile machen mich fertig.

Ich will, dass es wird wie früher, bis zur Erschöpfung was machen (ich wäre selbst froh, wenn ich 18h am Tag zocken könnte mit Freude und Spass, egal...), ins Bett gehen und auf den nächsten Tag richtig freuen. Das war einfach unglaublich schön muss ich sagen und das vermisse ich sehr.

Ich habe aber nie gedrückt und hab "nur" 1 Jahr lang mal Heroin genommen (was ich jetzt nicht schlimmer finde als die anderen harten Schmerzmittel. Heroin wirkte geraucht bei den Schmerzen, die ich hatte/habe zuverlässig und schnell. Besser als jedes andere Medikament. Ist bei mir auch komisch, die richtigen Opiate (Halbopiate wie Heroin aber auch...) wie Codein, Morphium und Heroin wirken bei mir vergleichsweise VIEL besser. Alles andere ist nicht so toll, selbst Fentanyl hat gegen die Schmerzen nicht geholfen. Es hat mich halt anderweitig total betäubt, es war dann irgendwie egal, aber wirklich weniger wurden die Schmerzen nicht.

Wie auch immer, ich versuche ja gerade schon, wenigstens irgendwas wieder regelmäßig zu machen. Morgens erstmal 2-3h lesen und Kaffee trinken, dann Sport, zumindest will ich jetzt wirklich mehr Sport machen. Nach Sport sollte ich "süchtig" werden, das wäre gut =).
Ich würde gerne Taekwondo machen, aber gibt es hier leider nicht. Nur Ju Juitse, Karate und MMA.

Ich werde berichten und auch aufschreiben, was mir wirklich geholfen hat. Selbst wenn ich damit einem anderen auch helfen kann, ist es die Mühe wert!

Ich bereite mich auch etwas drauf vor. Subutex abdosieren bzw. nur nehmen, wenn nötig. Pregabalin hilft auch super und vielleicht kann ich ja ein paar Benzodiazepine bekommen. Evtl noch dazu etwas kiffen, damit ich schlafen kann und ansonsten beschäftige ich mich, wenn möglich mit folgendem:

Lesen, Sport, Zocken, Buch schreiben (sogar verschiedene), Programmieren, Putzen, Kochen, Meditieren, Qi Gong, Gartenarbeit (Herbst kommt ja! Viel Arbeit, das ist gut!!), Filme/Serien, Spazieren, Fahrrad fahren

Irgendwas muss mir davon doch Spass machen können, es sind ja im Prinzip meine Hobbies :-/. Es ist so traurig, echt mal!

LG
MagicDreams
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2010
82 Forenbeiträge

  Geschrieben: 13.12.21 14:40
Hey Leute,

sry für neu erstellte Antwort, aber ist zu unabhängig. Tests haben gar nichts ergeben, weder Schilddrüse noch Blutbild. Mehr kann ich auch nicht sagen.

ABER: Ich hatte Mittwoch oder Donnerstag das letzte Subutex. Also schon weit mehr als 48h, nach denen der Entzug immerhin anfängt. Ich hab aber angefangen immer etwas Speed zu ziehen. Ich habs normal damit nicht so sehr, allerdings hat es sich so ergeben. Ausserdem sagt man als polytoxe Suchtbirne auch nicht nein. Aber ist erstmal ok für mich. Es hilft auf jeden Fall ungemein gegen die Langeweile. Ausserdem kommen dazu etwas Alkohol, den ich sonst auch nie trinke, aber dieser half widerum gegen die kalten Hände und Füße. Ich mein ich sass beim Kumpel in der Bude mit Jacke, Schuhe, 2-3 Lagen Klamotten, Mütze und Handschuhen aufm Sofa und hab gefroren. Dann hab ich etwas Korn getrunken. Gemischt mit Fanta oder Cola. Damit ging es dann auch runter, hab auch immer direkt auf Ex, aber mit Stunden Pause. Hab Samstag, nach schon einer durchgemachten Nacht (normal schlaf ich lieber, als irgendwie bewusst Zeit verbringen zu müssen :/), um 16Uhr angefangen, 2-3 fingerbreit in einem normalen Glas (also wie ein Kurzer) und bis 24Uhr 3-4 Stück, also alle 2-3 Stunden. Dann irgendwie kurz weggepennt und um 3Uhr vor dem nach Hause fahren mit dem Fahrrad (kalt!) noch einen weggezogen, der da stand. Ja, in dieser Zeit aber auch so sehr verquatscht, dass ich es nicht gebacken gekriegt habe noch was zu ziehen ^^.
Naja und dann halt 4h geschlafen und den Sonntag auch nochmal 3h beim Kollegen gewesen.
Und es ging mir eigentlich ganze Zeit gut muss ich sagen, zumindest im Kopf und ich hab nicht so sehr nachgedacht, war gute Ablenkung.

Trotzalledem und ihr könnt mich auch gerne für doof erklären, aber es hat bisher nicht anders geklappt. Ich hab jetzt immer wieder mehrere Tage Pause eingebaut, teils mit Tilidin, oder Pregabalin in hohen Dosen. Es ist allerdings dann trotzdem wie nüchtern sein für mich, einfach zu hohe Toleranz und deshalb trotzdem eben (zumindest meine Vermutung, dass es wie nüchtern sein ist und das psychische sagte ich ja bereits, fuckt mich echt am meisten ab) und ich hab Entzüge auf jede Menge Arten versucht. Von kalt bis warm zu Hause oder warm in Entgiftung, bis hin zu Medikamenten wie Benzos, auf denen ich ja auch 3 Jahre richtig hart drauf war) und Pregabalin, Schlaftabletten aus der Apotheke oder vom Arzt eben Antidepressiva off-label? und Neuroleptika bis Seroquel, natürlich Alkohol und den gängigen Drogen (Dissos wie DXM und Ketamin bzw. ein paar RC-Dissos - die ich nicht nennen möchte, da man es als Empfehlung auffassen könnte - aber nur in geringen Dosen auf dem 1-2 Plateau und nicht oft...). Mir fallen eigentlich so keine Substanzen ein, die ich nicht irgendwie da eingebaut hätte. Und ich hab wirklich richtig abgedrehten Scheiß probiert. Wie gesagt, hochgradig polytox. Ich denke aber, dass ich eben alles auch deshalb mache, weil ich eben schon seit 11 Jahren mit Opis zu tun habe und da war alles noch irgendwas körperliches und mit viel Spass verbunden.
Ich probier es jetzt auf diese Weise, mit Hilfsmitteln und eben immer mit diesen Tagen ohne Subutex. Ich versuch mal so in etwa aufzuschreiben, was ich jetzt über Monate gemacht habe. Ich war davor zwar ein halbes Jahr nach der Entgiftung nicht so richtig körperlich drauf, aber nur noch paar mal Methadon und zwischendurch mal paar Benzos gesuchtet, was aber trotzdem ohne Probleme ging, bis das Subutex mir über den Weg lief und ich auch bald eine Quelle dafür hatte und schon wieder körperlich drauf kam. Dazu eben jetzt mehr:

Ich war eben so dumm, oder klug? (denn seitdem hab ich kein Heroin mehr angefasst, auch wenn die Phase nur ein 3/4 Jahr ging, aber anfing grenzwertig zu werden!, weil ich merkte, dass sich der Gedanke an Heroin im Kopf ziemlich breit macht), mit Subutex richtig rumzuspielen. Ich möchte an dieser Stelle nochmal hervorheben, dass ich nie gedrückt habe!
Naja über 6-8 Monate lang hab ich jetzt Subutex so genommen, dass ich wieder körperlich drauf kam, mit gut und gerne mal 16mg oder 24mg an einem Tag, aber dann auch wieder "nur" 8mg oder mal 1mg. Es gab auch einzeln mal 1-2 Tage gar nix, das geht bei Subutex so gerade noch, ausserdem war ich auf Subutex jetzt nicht so lange drauf. Die paar Jahre Methadon mischen trotzdem irgendwie mit, deshalb sehr schwer schätzbar, was den Grad des Entzugs angeht. Allerdings fand ich den Unterschied jetzt nicht besonders groß zwischen der anfänglichen Subutex Entzugsphase, die damit begann dass ich Mo-Do-Fr-Sa Subutex in schon relativ hohen Dosen nahm und dann radikal bis Montags nachmittags eben nichts. Ich habe keine Disziplin beim abdosieren zuhause, deshalb kam ich ja auch überhaupt erst auf dieses Konzept! Und dann habe ich jede Woche montags eben immer weniger geholt, manchmal auch wieder etwas mehr, das schwankte etwas, wurde aber auf lange Sicht immer weniger bis ich vorletzte Woche nur 2x8mg hatte, die ich direkt am selben Tag durch die Nase gezogen habe. Dann hatte ich zwar ein bisschen Tilidin, Pregabalin und sogar etwas Valium und Kiff zum schlafen. Jaja, ich weiss, dass es schräg klingt, aber wie ich vorhin schon sagte, wirklich was gemerkt habe ich nicht davon. Das Tilidin hat vielleicht ein bisschen gegen das körperliche geholfen, aber sonst merk ichs nicht mehr. Letzten Montag hatte ich 4x8mg, aber am Montag merkte ich schon, dass es wieder übelst scheppert, ich war auf 4-8mg seit Ewigkeiten mal wieder richtig am nodden so wie man es kennt, unglaublich, wo kam das denn her :D? Mir wars recht. Der nächste Tag hab ich auch verpennt eigentlich, aber glücklich. Mittwoch+Donnerstag noch bisschen, aber dann eben nichts mehr. Auf jeden Fall seitdem kein Tilidin, aber eben gekifft, Speed gezogen, an einem Abend etwas Korn, Pregabalin.
Und siehe da, es kam bisher überhaupt kein Entzug, ich bin hauptsächlich durch das Speed abgelenkt und nicht so down, wirkt scheinbar super antidepressiv und motiviert überhaupt was zu tun, auch wenn es nur am PC chatten ist, die Zeit muss rum. Es ist aber glaube ich trotzdem wichtig (es kann halt auch dumm sein, kann mir keiner beantworten) in meinem Fall ein bisschen das Konzept zu behalten. Mit 2x8mg in dieser Woche und da ich nicht so sehr auf Weihnachten stehe bzw. eigentlich nur fressen, chillen und schlafen will, eben auch um Weihnachten rum.
Es ist gerade ein komisches Gefühl, einerseits sagt mir meine Sucht natürlich, dass ich auf jeden Fall so viel nehmen soll wie ich kann, aber andererseits ist die Gier momentan etwas gedämpft und ich hoffe, ich kann mit halbnüchternem Bewusstsein besser vernunftbegabt handeln, sodass ich überhaupt weniger mit nach Hause nehme.
Es ist ein Spiel mit dem Feuer was ich hier treibe. Dennoch war die ganze Zeit über ein Gedanke präsent: "Opioide/Opiate müssen weg oder fast weg". Wieso nur fast? Weil ich das mit anderen Substanzen, die ich wirklich auch schon gesuchtet habe, jetzt so handhabe. Beispiele wären Alkohol, den ich wirklich nurnoch monatlich trinke, mittlerweile sogar nur mit Bedacht und nicht so viel (was ich über lange Zeit nicht konnte, wenn Alkohol, dann viel, zumindest so, dass es ordentlich gewirkt hat). Ebenso hab ich das jetzt mit Benzos, ich nehme sie mal ein Wochenende exzessiv, dann wieder Wochen oder Monate gar nicht. Kiffen ist gerade etwas mehr, aber hab auch irgendwann nach jahrelangem Konsum, es für Jahre fast ganz gelassen und jetzt ist es so, dass ich zwar wegsuchte, aber dann für Tage oder Wochen nichts mehr kiffe und auch kein Problem damit habe, ich muss dann nicht sofort wieder was haben! Speed ist überhaupt erst wieder vor nem Jahr oder so aufgetaucht, aber auch nicht viel und habs auch oft morgens liegen lassen oder erst am nächsten Tag genommen, aber maximal nen 10er. Jetzt aber eben etwas mehr, aber ist ok. Ich lass mich davon nicht mehr so verrückt machen wie früher, alles für mich in einem noch halbwegs gesunden Maß.

Es gibt genau zwei Möglichkeiten, die eintreten können. Ich bin wieder körperlich drauf (die nicht in meinem Interesse liegt) oder ich habe genau so ein Maß wie bei den anderen Substanzen. Ganz aufhören und dieses nie wieder, das ist für mich einfach noch zu utopisch, als dass ich es in Erwägung ziehe. Sicher wäre es besser, aber wenn ich am Ende mehr schaffe, als ich urspünglich gedacht hätte, freut es mich umso mehr. Diese Ansicht habe ich auch bei den anderen Substanzen immer im Bilde gehabt.

Ich halte euch auf dem Laufenden, bis dahin.



LG
MagicDreams

 
Traumländer

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  Geschrieben: 20.12.22 18:39
Jo, ziehe es durch... Ich habe in einem anderen Thread gelesen, dass du Pregabalin nutzt. Das ist das beste Mittel gegen Entzugsbedingtem RLS.
Außerdem macht es einen ganz guten Kopf. Aber pass auf, denn wenn man mal auf Pregas draufkommt ist der Entzug wesentlich schlimmer
als von Subotex (Dauert aber schon ein gute Weile, bis man davon körperlich abhängig wird.)

Bei 1mg würde ich noch auf 0,5 und evtl. danach noch auf 0,25mg herunterdosieren, aber dann wird es zeit es abzusetzen.
In der Entzugsklinik wird so weit ich weiß bis auf 0,4mg runterdosiert und dann wird es abgesetzt.
Es kommen ein paar scheiß Tage auf dich zu aber nach 14 Tagen bist du komplett frei von körperlichen Entzug.

Was schlimmer wird ist der psychische Abfuck im Anschluss. (Ich hatte danach etwa 9 Monaten mit Depressionen und regelmäßigen
Suchtdruck zu kämpfen: Der Suchtdruck hält bis heute an wird aber immer weniger.)


 
Abwesende Träumerin

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  Geschrieben: 20.02.23 18:01
Huhu,

Ich wollte mich auch mal wieder melden. Ich habe es tatsächlich geschafft Clean zu bleiben, auch wenn die Versuchung schon groß war wieder Fentanyl zu konsumieren. Aber Ich habe mich an die entzüge (vor allem der Letzte) erinnert....
Von den helfenden Medis kam Ich gut runter.
Es geht also, aber natürlich muss Ich weiter aufpassen, daß Ich nicht wieder so extrem Suchtdruck bekomme und dann zurück zu Fenta komm (dieses Teufelszeug)
 
Traumländer

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  Geschrieben: 15.05.24 21:41
Hallo ich war schon ewig nicht mehr hier, jetzt bin ich da aus negativen Gründen,

Ich habe zum ersten Mal ein hoch potentes Opioid genommen, wahrscheinlich zu lange.
Es geht im Etomethazene was in Richtung Fentanyl gehen soll, von der Potenz,
Durch Private Probleme und ein sehr fragwürdige Verhalten, eines so genannten Rechtsstaats, kam ich. Nur noch klar auf die ganze Situation, mit einer Mischung aus Etomethazene, Benzo, Alkohol und wenn verfügbar noch Stimulanzien.

Das ging jetzt 14 Tage, weiß einer ob ich an einem körperlichen Entzug nicht drumherum kommme?
Wenn ich ab Morgen den Konsum von Etomethazene einstelle???
Ein Entzug von einem nieder potenten Opi, hate ich bereits hinter mir, und das war schon sehr belastend!!!

Ich wäre euch sehr dankbar für jede Antwort, schönen Abend noch.


 
Traumländer



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2 Tripberichte

  Geschrieben: 16.05.24 04:53
Hi Olaf!

Ich befürchte das wird Dir niemand sicher beantworten zu können. Das wird von verschiedenen Faktoren abhängig sein. Schlecht wäre es vermutlich vor allem dann, wenn Du die tägliche Dosis in den zwei Wochen deutlich erhöht hast. Falls nicht hast Du vielleicht gute Chancen da gut durchzukommen.

Entzug von niederpotenten Opis kenne ich. Das kann auch richtig kacke sein. Mir ging's Mal so vom Tramadol nach zwei Wochen Dauerkonsum. Allerdings habe ich die Dosis jeden Tag erhöht. Am letzten Tag war ich bereits bei einem Gramm täglich. Nach den zwei Wochen hatte ich bereits einen heftigen Entzug. Das muss aber nichts heißen. Das kommt einfach auf einige Faktoren an.

Ich würde es an Deiner Stelle denke ich einfach versuchen. Falls Du heftigere Entzugssymptome haben solltest, kannst Du es ja vielleicht langsam runterdosieren!? Wie sagt man so schön? Probieren geht über studieren. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt (um hier Mal ein paar Kalendersprüche auszupacken). ^^

Ich drücke Dir auf jeden Fall ganz fest die Daumen. Du schaffst das schon! Nichts und niemand ist es Wert, dass man sich kaputt macht. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das leichter gesagt wie getan ist. Den Mischkonsum solltest Du in der Form besser lassen - nicht, dass Dir am Ende noch was passiert. neutral

Und aus eigener Erfahrung weiß ich: Alkohol zum Beispiel verschlimmert nur die eigene Situation. Das kann ganz schnell nach hinten losgehen, auch wenn man in dem Moment denkt es hilft einem irgendwie klarzukommen.

Alles Gute Dir!

Liebe Grüße,
Anonymus
 
Traumländer



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  Geschrieben: 16.05.24 07:31
Also ich hatte "nur" einen isotonitazene Entzug. Der war schon...übel. echt übel.
Heilandssack war das übel. Ich bin für n paar Stunden in verschiedene Alptraum-Realitäten abgedriftet, wusste nicht was gerade real war... RLS oberster Güte.

Aber immerhin, der Entzug war schnell vorbei. 5 Tage.
Allerdings auch highdose nach 6-8 Wochen Konsum.
Nach zwei Wochen kann es schon sein, dass du etwas vom absetzen merken wirst, allerdings wahrscheinlich nicht in dem Ausmaß.

"Immer wieder, wenn ich aus dem Leib aufwache in mich selbst, lasse ich das andere hinter mir und trete ein in mein Selbst; ich sehe eine wunderbar gewaltige Schönheit und [...] bin in eins mit dem Göttlichen" (Plot. IV.8.6)

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