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Traumländer



dabei seit 2013
419 Forenbeiträge

  Geschrieben: 16.05.24 15:35
Kann gut sein das du was merkst, wenn auch nicht sonderlich viel. (Ist halt auch immer sehr subjektiv) Deine derzeitige psychische Verfassung wird dir da wohl auch keine Hilfe sein. Du sagst du konsumierst auch Benzos? Wenn du jetzt aufhörst und merkst da kommt etwas was du so nicht händeln kannst können 4-5 Tage nicht zu hoch dosierte Prega(vll 150-300mg am Tag völlig ausreichend) eine wirklich gute Hilfe sein. Mehr ist bei der kurzen Zeit eigentlich nicht nötig und erhöht nur die Gefahr hinterher davon süchtig zu sein. Auch andere Sediva für 2-3 Tage oder situativ können einen gut vor unangenehmen Situationen helfen. Bewegung sofern möglich, ist immer eine Hilfe bei jedem Entzug. (regt das Hirn-, den Stoffwechsel und den Kreislauf an, dadurch gewöhnt der Körper und Geist sich schneller an die neuen Bedingungen - meine Theorie)

Ich selbst konsumiere seit mittlerweile 18 Jahren ab und an Opiate, war also nie richtig körperlich Drauf, kenne es aber von Nieder wie Hochpotenten, wenn ich mal wieder zu gierig war und 2-3 Wochen am Stück konsumierte das ich im Anschluss leichte Symptome wie Schnupfen, Gliederschmerzen, RLS und psychische Verstimmungen habe.

Dir alles Gute, das packst Du schon.

Kannst ja mal schreiben wie es gelaufen ist.

Wenn ich so werden soll wie Ihr, wer wird dann so wie ich?
Neue Träumerin



dabei seit 2024
23 Forenbeiträge

  Geschrieben: 19.05.24 21:06
Haii Leute,

ich hab das hier ein bisschen verfolgt und kann nur meine Erfahrungen bzgl. mehrerer Entzüge teilen, vielleicht helfen sie dem ein oder anderen:

Pregabalin:
> überdeckt 80-90% der Symptome
> Wirkungseintritt: 2,5-3h
> Dossierung: 300-600mg (Anfangsdosis),
danach 150mg / 5-7h /2-3 Tage
75mg / 7-9h / 2-3 Tage
> bei Bedarf nasal (geringere Wirkung)
> nicht länger als nötig (max. 7 Tage!) ansonsten hat man da den nächsten Entzug

Benzos:
> überdeckt 40-50% der Symptome
> zum schlafen nehmen
> Wirkungseintritt: 15-25 min
> Dossierung: gering wie möglich, so hoch wie nötig
> allerdings gilt auch hier: max. 7 Tage! (Vorausgesetzt man nimmt die nicht eh schon regelmäßig)

Kräutermischung:
(Achtung! Bei Methadonkonsum können Entzugserscheinungen schon nach einmaligem rauchen heftig ausfallen)
> überdeckt 50-60% der Symptome
> Wirkungseintritt: sofort - 3 min (hilft gut, aber nicht so lange d.h. man muss alle 10-30 Minuten rauchen)
> Dossierung: sehr gering (je nach Toleranz mehr) ! Gefahr ! Anfänger bitte nur Krümel und Joint, keine Bong!
> Abhängigkeit: individuell 2-3 Wochen bis hin zu 2-3 Monaten - !Vorsicht! Starkes Suchtverlangen.
> TIPP: wenn es trotzdem Mal zu viel ist, helfen Milchprodukte (Milch, Joghurt, Pudding etc.) sehr gut. CBD soll auch helfen

Pep:
> überdeckt 35-65% der Symptome
> Wirkungseintritt: ca. 5-15 min (nasal); 25-35 min (oral)
> Dossierung: je nach Qualität, sehr individuell (max. 1 Line alle 1-3h)
> Beginn am besten schon bevor der Affe losgeht und ansonsten bekommt man davon Energie für den Tag und Ablenkung.
> Abhängigkeit: körperlich kaum, eher psychisch (Entzug: Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, nichts schlimmes)

MDMA:
> überdeckt 50-70% der Symptome
> Wirkungseintritt: 10-15 min (dippen); 25-35 min (Bombe); 5-10 min (nasal)
> Dossierung: 50-100mg, 150mg ist sehr hoch dossiert ohne Toleranz (Frauen weniger und auch Gewicht abhängig)
> Abhängigkeit: ?, habe keine Langzeiterfahrungen damit

Kokain:
> überdeckt 40-60% der Symptome
> Wirkungseintritt: 5-15 min (nasal)
> Dossierung: je nach Qualität, sehr individuell (max. 1 Line alle paar h)
> Abhängigkeit: je nach Vorbelastung, sollte aber auch nur so lange wie nötig konsumiert werden (keine persönlichen Entzugserfahrungen, da nie lange konsumiert)

Und zur Krönung Alkohol:
!! Nur wenn man kein Alkoholproblem hat !! zumindest damit auch noch der Rest der Symptome nicht mehr so "nervt".

Bestenfalls hat man mehrere Ersatzstoffe zur Hand, wenn keines vorhanden ist: schlecht --> dann bleibt nur der Kalte und den möchte ich nicht nüchtern erleben, an alle die es dennoch kalt schaffen: mein Respekt!



Wie auch immer der Entzug von statten geht, viel wichtiger ist die Zeit danach, wenn der Körper noch (erträglich) schmerzt, die Ersatzstoffe wegfallen, der Kopf nüchtern wird... vor allem das Nüchtern sein nach dem Entzug ist die größte Hürde sauber zu bleiben, meiner Meinung nach.
Weshalb ich auch raten würde sich für die erste Zeit nach dem Entzug ein "kleineres Übel" zu lassen, sei es Alk, Graß (notfalls Kräuterm.) oder Pep. Davon kommt man wesentlich einfacher weg, zumindest schmerzfreier.
Ansonsten Ablenkung, Hobbys suchen die nix mit Drogen zu tun haben, in einer Umgebung oder Leuten aufhalten, welche nicht mit dem Konsum in Verbindung gebracht werden etc. Es kann auch einigen helfen, wenn sie sich der Familie anvertrauen und erklären was man vorhat, um von dort Unterstützung zu bekommen.
Wer scheinbar niemanden hat, kann sich an Gott wenden und das lesen der Bibel (Neues Testament) hilft auch sehr, um daraus Kraft zu schöpfen. Nicht umsonst heißt es "der Glaube versetzt Berge" und wenn es "nur" unsere inneren Berge sind, der göttliche Arzt kann alle Wunden heilen.


Zu Oxycodone:
Der extrem auszehrende und langanhaltende Entzug.
Wenn es die mögl. gibt, dann mind. 2-3 Wochen, am besten 3-4 Monate vorher auf Heroin umsteigen (keine anderen Opioide! kein Metha!), wer die mögl. nicht hat sollte die Dosis kontinuierlich herabsetzen, dass man beim auf Null gehen den Körper nicht zu sehr belastet. Denn wenn ich eines genau weiß ist, dass nach mehreren Monaten Oxy Konsum (vor allem Retard), der Dreck bis zu 6 Monate im Körper bleibt, je nach Menge und Konsumdauer.
Am besten zu merken, wenn alles aus dem Körper ist, ist es wenn man auf einmal wieder Gefühle fühlt. Zumindest bei mir war es so ein "Klick" von heute auf morgen und ich habe wieder die Liebe gefühlt. love

Zu Heroin:
Je nach Konsumform (i.v., rauchen, nasal) sind die Entzugssymptome verschieden stark ausgeprägt. Aber grundsätzlich nach 4-6 Tagen vorbei (körperlich).
Intravenös beginnt der körperliche Entzug 12-18h nach letztem Konsum. Für die einen ist er erträglicher als rauchen, für die anderen ist es umgekehrt. Egal wie rum, nach 36h hat man die heftigsten Erscheinungen, danach noch 1-2 Tage und man ist aus dem gröbsten draußen.
Ein leichterer Entzug ist vom ziehen, der fängt langsam an und steigert sich stetig bis auch da nach ca. 72h die Symptome am schlimmsten werden.
Wer kann, sollte vor dem i.v. oder rauch Entzug auf nasal umsteigen.
Wie auch immer, körperlich ist auch hier nach 4-6 Tagen alles vorbei, was bleibt ist die Psyche mit dem Suchtdruck.


Und auch wenn man nach dem xten Versuch wieder rückfällig wird sollte man dennoch nie den Kampf aufgeben! Wer von uns Junkies ist auch so Willensstark und kann nach jahrelangen täglichem Konsum wieder nüchtern sein Leben führen? Alles benötigt seine Zeit und deshalb sollten auch Rückschläge oder stattdessen tägl. Konsum von anderen Drogen nicht gleich als verlorener Kampf angesehen werden.
Auch wenn es irgendwann routinierter wird clean zu werden, wenn es leicht wäre clean zu bleiben, wären wir nicht jahrelang drauf bzw. immer wieder rückfällig. biggrin

Was auch noch wichtig ist, wäre die Überlegung "was ist nach dem Entzug" und dafür genauso gut Vorbereitungen treffen wie für den Entzug selbst.

Ansonsten euch allen gutes Gelingen und viel Kraft. wink

P.S.: Leider ist gugu nicht mehr Mitglied, aber auch mich würde es interessieren wie es dir geht. Lass den Kopf nicht hängen, auch wenn du wieder drauf bist, es kommt die Zeit in der du das Braune nicht mehr in deinem Leben haben möchtest, weil es mehr kaputt macht als es vergessen lässt. Bis dahin mach dir selbst keine Vorwürfe, wir sind nur Menschen und der Verführung oft unterlegen. Und immerhin hast du es weiter als viele andere geschafft und hast den Willen clean zu sein.
Schreib das in mein Lebenslauf, ich kenne fast jeden Rausch ;P
Traumländer



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  Geschrieben: 20.05.24 22:23
Interessante Auflistung.
Grob kann ich dem ganzen aus eigener Erfahrung zustimmen, nur die Pregabalin-Dosis würde ich geringer ansetzen.
Finde schon 75mg können echt wunder wirken, 150mg und RLS und Co. sind Geschichte, man bekommt wieder lust zu leben.
Gabapentin als alternative ungefähr doppelt so hoch dosiert ist auch ne Option. Ziemlich ähnliche Wirkung.

Kräutermischungen während nem Entzug klingt grauenvoll und ist sehr unspezifisch, gibt ja hunderte mögliche synth. Cannabinoide. Außerdem kann man von denen echt schnell drauf gehen.

Kokain fand ich deutlich besser als in deiner Auflistung. Mindestens 60% der Symptome wurden überdeckt.
Aber dauerhaft natürlich zu teuer und zu suchterzeugend.

Alkohol:
Zweischneidiges Schwert. Räudig und RLS wird nicht besser davon, aber irgendwie hilfts dann doch?

Neue Hobbies, alte Aufgreifen und Sport sind schon wirklich echte game changer im entzug. Arbeit hilft auch.



Zum Thema Opioide:
Den leichtesten Entzug hatte ich von diversen Opioiden. Ich habe wirklich Oxycodon, Fentanyl, Tramadol, Kratom, Mohn und bestimmt noch irgendwas rotiert. Jeden Tag gabs was anderes. Der Affe war am Ende relativ leicht.

These 1: Durch das rotieren haben sich die Rezeptoren nie so richtig an irgendwas gewöhnen können, zumindest deutlich weniger als bei monokonsum.
These 2: Das Oxycodon war mit Naloxon. Zwar hab ich immer ausgerechnet, wann ich nachlegen kann, ohne dass das Naloxon wirkt, jedoch hat das vielleicht auch mit reingespielt.

Hast du mit beiden Thesen Erfahrungen gemacht?


"Immer wieder, wenn ich aus dem Leib aufwache in mich selbst, lasse ich das andere hinter mir und trete ein in mein Selbst; ich sehe eine wunderbar gewaltige Schönheit und [...] bin in eins mit dem Göttlichen" (Plot. IV.8.6)
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  Geschrieben: 24.05.24 13:16
zuletzt geändert: 24.05.24 16:58 durch CandyFlip187 (insgesamt 1 mal geändert)
20fox schrieb:
Finde schon 75mg können echt wunder wirken, 150mg und RLS und Co. sind Geschichte, man bekommt wieder lust zu leben.


Naja vielleicht ist da mein Druffkopf schuld dran ^^ ich möchte nicht nur vom Enzug "nichts" merken sondern auch so ein High haben.

Die Kräuter rauche ich schon seit mind. 12-13 Jahren, immer wieder mit Pause von Monaten oder auch mal 1-2 Jahre, deshalb half es mir bis jetzt immer.

Zu Koks, ist einfach nicht mein Ding, vielleicht war deswegen auch die Menge zu gering.

Der Alk ist so ne Sache, im Endeffekt hilft er nicht wirklich, aber wenn man echt nichts anderes hat kann er zumindest ablenken. Ich habe Alk oft mit zu den Entzügen getrunken.

Zu deinen Thesen:
1. Da könnte echt was dran sein, da je nachdem das eine hochpotent und das andere niederpotent ist könnte man davon ausgehen, dass die Rezeptoren nicht zu stark abstumpfen, als bei dauerhaft hochpotenten.

2. Ich hatte vor Jahren, als ich noch nicht wirklich mit Opioiden und H zu tun hatte (war damals nur auf Pep und Weed oder Kräuter tägl.) mal Targin 20mg mit Naloxon über 2-3 Monate tägl mit dazu geschmissen und ich muss sagen, ich hatte keinen spürbaren Entzug beim Absetzen. Da war ich aber auch jünger, ich finde je älter man wird, desto schlimmer werden die Entzüge.

Ich hatte auch mit meinem Mann eine Zeit (auch vor der richtigen Opiat / H Abhängigkeit) in der wir uns mehrere Wochen Tramadol Tropfen exzessiv reingehauen haben und außer ne Woche schlapp sein danach, sonst nix hatten.

Wie gesagt, damals war mein Körper nicht an Opioide gewöhnt und ich hatte mein Pep und Kräuter als Hauptkonsum.


Momentan bin ich wieder seit dem 8.5. auf Entzug, naja körperlich gehts mir eig wieder ganz ok, nur meine Psyche ist noch nicht ganz da. Aber ich habe echt kein bock mehr jeden Morgen affig wach zu werden und als Erstes den Stoff reinhauen, damit man nur funktionieren kann.
Jetzt nehm ich halt wieder tägl. Pep und rauch meine Kräuter, wobei es nicht so ist wie früher (kein High und Glücksgefühl) ich hoffe das kommt wieder, vorerst ist jedoch mein Hauptanliegen: nicht wieder zu Opiaten oder H zu greifen. Wenn mal der Kopf wieder ok ist, hoffe ich wieder ganz sauber zu werden.... aber ob das bei einem 14 jährigen Dauerkonsum von jeglichem Zeug dauerhaft funktioniert wage ich zu bezweifeln.
Außer ich sollte wieder schwanger werden lol komischerweise war es da überhaupt kein Problem für mich sauber zu sein (von 100 auf 0 sofort bei positivem SchwTest) und auch die Zeit danach nicht, bis der eine Tag kam an dem alles scheiße war ^^ und schwupps nach knapp 2 1/2 Jahren wieder im Teufelskreis drin und zwar gleich richtig mit Shore.


P.S.: Also ich muss mich vllt bzgl. der Kräutermischung revidieren, leider bin ich bei dem Zeug echt willenlos. Es besteht aber die Möglichkeit, dass nach dem körperlichen Entzug der weitere Konsum die Entzugssymptome (innere Kälte, Schwäche und leichte Schmerzen) wieder aufleben lässt. Leider schaffe ich es dennoch nicht die Finger davon zu lassen und rauche trotz 85% negativen Erscheinungen weiter rolleyes
Es ist mir nur aufgefallen, weil ich heute mal nicht so viel geraucht habe, da es echt mega anstrengend ist, wenn man sich viel Bewegen muss ^^

Schreib das in mein Lebenslauf, ich kenne fast jeden Rausch ;P
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  Geschrieben: 30.05.24 10:34
zuletzt geändert: 30.05.24 12:19 durch Pharmer (insgesamt 1 mal geändert)
Was genau für eine Kräutermischung ist das denn, von der du da sprichst? Die individuellen synthetischen Cannabinoide die dafür verwendet werden haben wirklich extrem unterschiedliche Wirkprofile, daher wär das schon sehr wichtig wenn du konkrete Angaben zu Wirkdauer etc. machst.

Mit deinem letzten Edit triffst dus aber eigentlich gut auf den Punkt, so siehts auch für mich und imho jeden, der sie in einer Entzugssituation konsumiert, aus. Sie bieten schon beachtliche Hilfe dabei die Entzugserscheinungen zu ertragen, bringen aber einen Haufen Probleme und vor allem auch ihren eigenen Entzug mit; auch wenn der zum Glück nicht allzu krass ausfällt wenn mans nicht wirklich richtig hart übertrieben hat.
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23 Forenbeiträge

  Geschrieben: 02.06.24 20:02
Pharmer schrieb:
Was genau für eine Kräutermischung ist das denn, von der du da sprichst? Die individuellen synthetischen Cannabinoide die dafür verwendet werden haben wirklich extrem unterschiedliche Wirkprofile, daher wär das schon sehr wichtig wenn du konkrete Angaben zu Wirkdauer etc. machst

Mit deinem letzten Edit triffst dus aber eigentlich gut auf den Punkt, so siehts auch für mich und imho jeden, der sie in einer Entzugssituation konsumiert, aus. Sie bieten schon beachtliche Hilfe dabei die Entzugserscheinungen zu ertragen, bringen aber einen Haufen Probleme und vor allem auch ihren eigenen Entzug mit; auch wenn der zum Glück nicht allzu krass ausfällt wenn mans nicht wirklich richtig hart übertrieben hat.


Gute Frage Pharmer, ich hatte einige Päckchen aus dem Internet, darunter Poow, AfterParty, BigParty Blue, Smiley, Joker etc. wie du schon schriebst, man weiß nie was drin ist zudem es auch nicht klassifiziert wird auf den Packungen.

Die eine ist mehr physisch und weniger psychisch, andere eher umgekehrt.
Wirkdauer ist da schwer zu sagen, merken tu ich nach 3 Minuten im Kopf schon nix mehr, mein Körper allerdings nach 2-3 Std. noch. Manchmal hatte ich das Gefühl erst nach 12-15 Std. komplett "frei" davon zu sein, ist aber sehr subjektiv gesehen.

Wirkung: Das Klingeln in den Ohren kam bei der einen erst nach 3-5 Minuten und bei der anderen eher schon nach 1-2 Min. dazu Schwindel, Verwirrtheit, Vergesslichkeit (ohja wahnsinnig vergesslich lol) bei einer mehr die schmerzenden Glieder und Muskel und bei der anderen mehr die Organe, was aber vllt auch am Opi-Entzug lag oder weil die eine Mische eher auf de CB2 Rezeptoren dockte, keine Ahnung.

Falls du aber eine gute Seite im Netz kennst, welche die Wirkprofile der verschiedenen synthetischen Cannabinoide gut aufschlüsselt, könnte ich da nochmals nachschauen und dir mitteilen. Ich habe nicht wirklich etwas gefunden, außer Shopseiten und da sind die Infos nicht wirklich nützlich^^

Aber:
Zum Glück musste ich für paar Tage weg und konnte bzw. musste damit aufhören, da ich nichts mitgenommen habe ^^ jetzt Zuhause ist der Reitz schon groß, aber ich habe keine Lust wieder dieses starke craving zu haben, sobald ich einen Zug davon nehme; es ist so schön entspannt, nicht ständig ans rauchen zu denken. Obwohl es jetzt schon gut wieder klatschen würde... immerhin ist die Toleranzgrenze bei dem Zeug wie ein Porsche, erst von 0 auf 100 in paar Tagen und dann wieder nach paar Tage fast auf 0.

Entzug habe ich von den Kräutern eig nie gehabt oder durch diverse andere Stoffe nicht gemerkt, andere haben da mehr zu kämpfen. Aber ich rauche jetzt auch keine Zigaretten, also ich habe noch nie wirklich eine Nikotinsucht gehabt, obwohl ich ja die RM's nicht pur rauche :D vllt liegts daran.

Momentan bin ich überzeugt von Kratom, dass ist der Wahnsinn, wie gut es nach dem Entzug die Motivation und Lebensfreude + Energie und guten Schlaf bringt verliebt Ich habe endlich nicht nur die Hoffnung, nein sogar die Überzeugung, dass ich nicht mehr Rückfällig werde mit den Opis *-* (natürlich vorerst nur, ich sage niemals nie, nicht nur weil ich mich kenne lol ), aber jetzt hilft Kratom mir ungemein und kann es echt jedem nur empfehlen es auszuprobieren >gebt Kratom ne Chance< mein neuer Solagan :D leider wurde mir von Freunden und Bekannten gesagt es bringt nix und ist rausgeschmissenes Geld, eig nur dank dem Forum hier habe ich mich doch dazu entschlossen 50€ zu investieren und es zu probieren und siehe da *_* bei mir wirkt es Wunder <3 beste Entscheidung seit langem.

Wobei die erneute Obstipation mich schon nervt, dachte es läuft endlich wieder wie geschmiert lol xD
offtopic Apropos, kennt jmd Hausmittelchen dagegen, außer die pharmazeutischen Abführmittel?
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Traumländer



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485 Forenbeiträge
1 Tripberichte

  Geschrieben: 02.06.24 22:13
Bist du dir sicher, dass dein Entzug schon fertig ist? Weil Kratom auch auf die Opioidrezeptoren wirken wie andere Opiate auch und das glaub sogar gar nicht wenig. Man könnte höchstens das eine Opiat absetzen und dann einen Kratom Entzug machen das evtl einfacher wäre. Aber das geht nicht innerhalb von ein paar Tagen. Oder merkst du den Entzug noch sobald du kein Kratom mehr nimmst?
Opiate mit andere Opiate zu ersetzen kann zwar helfen aber einen kompletten Entzug ist das dann halt auch nicht ^^
Dennoch ist es schon besser als von Medis abhängig zu sein aber bedenke halt auch Kratom macht süchtig. Ich selbst bin auch schon seit 6 Jahren davon abhängig und ich würde am liebsten auch lieber paar Pillen werfen anstatt das räudige Pulver zu trinken.
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23 Forenbeiträge

  Geschrieben: 02.06.24 22:41
Xeroxiv schrieb:
Bist du dir sicher, dass dein Entzug schon fertig ist? Weil Kratom auch auf die Opioidrezeptoren wirken wie andere Opiate auch und das glaub sogar gar nicht wenig. Man könnte höchstens das eine Opiat absetzen und dann einen Kratom Entzug machen das evtl einfacher wäre Aber das geht nicht innerhalb von ein paar Tagen. Oder merkst du den Entzug noch sobald du kein Kratom mehr nimmst?
Opiate mit andere Opiate zu ersetzen kann zwar helfen aber einen kompletten Entzug ist das dann halt auch nicht ^^
Dennoch ist es schon besser als von Medis abhängig zu sein aber bedenke halt auch Kratom macht süchtig. Ich selbst bin auch schon seit 6 Jahren davon abhängig und ich würde am liebsten auch lieber paar Pillen werfen anstatt das räudige Pulver zu trinken.


Denke mal nicht das der Oxy-Entzug durch ist, hab Ende April auf H umgestellt und dann nach 2 Woche mit Pregabalin und so 1,5 Wochen entzogen und dann halt mit Amphe und Kräuter den Tag überstanden. Ich hatte am Mittwoch noch Entzugserscheinungen, nix schlimmes, aber Antriebslosigkeit, leichte bis mittlere Schmerzen, Stimmungsschwankungen und so Sachen. Aus Erfahrung weiß ich das Oxy erst nach 2-3 Monaten körperlich keine Entzugserscheinungen mehr verursachen (je nach Dauer und Menge vom Konsum evtl. länger oder kürzer) psychisch bzw. emotional dauert es bis zu 6 Monaten.
Und da ich schon 2 oder 3 Tage vor dem Kratom zu Tramadol griff (musste leider spontan verreisen und konnte keine Entzugssymptome gebrauchen) ist eig sicher das der Entzug noch nicht durch ist.

Was mich am Kratom so fasziniert ist einfach die "reine" Energie und die Euphorie, dazu noch dass ich das Gefühl habe "normal" zu sein und auch doch nicht :D schwer zu erklären. Ich bin den Tag über fit, kann abends normal einschlafen und das beste ist: ich wache Morgens um 5 auf und bin nicht vom Laster überrollt, sondern fit und motiviert , wie es zu der Zeit war, als ich echt clean war. smile

Und mal ganz ehrlich gesagt, lieber von Kratom abhängig als von Opis oder Braunem, 1000000x besser! Kein Stress mit Beschaffung, viel billiger, "keine" Illegalität und so weiter.

(Kurzer Einschub: wie sieht es aus mit Drogentest, falls man mal von den Cops angehalten wird? bzgl. Führerschein; hat da jmd Erfahrungen?)
offtopic

Da ich das Kratom erst seit Donnerstag nehme und bis auf heute echt gut zugelangt hab, kann ich es dir nicht sagen, ob ich entzügig werde. Jedoch habe ich jetzt schon bisschen Entzugserscheinungen, hab heute nicht mal 2 Tassen getrunken, ansonsten immer 2 Teelöffel und mind. 4-6 Tassen die letzten Tage. Wobei es auch vom Oxy-Entzug oder jetzt auch seit Donnerstag neuerdings Räuchermischung-Entzug (obwohl ich damit nie Schwierigkeiten hatte).

Glaub mir, ich bin nach der ganzen letzten Depri und Entzugszeit so happy endlich mal wieder Leben zu wollen, dass ich die Kratom Abhängigkeit vorerst gerne in Kauf nehme, wie gesagt ich wäre jetzt wieder bei Tramadol, Oxy oder Braunem gelandet ohne Kratom.

Oder was meinst du Xeroxiv? dann doch besser Kratom oder?! lol [EDIT: wer lesen kann ist klar im Vorteil xD du bist auch der Meinung, erst eben nochmal richtig gelesen.]

offtopic Gehört jetzt zwar nicht hier rein, aber wenn wir schonmal dabei sind; welche Sorte Kratom magst du am liebsten?


P.S.: Wegen dem Geschmack, am Anfang echt mies aber mittlerweile finde ich den Geschmack nicht schlecht, Trinke es ohne mehr das Gesicht zu verziehen. Wer weiß, vllt schmeckt es mir am Ende dann doch noch gut lol
Ich hab gelesen man kanns mit anderem Tee mischen, aber je nach Teesorte schmeckt es schlimmer, Früchtetee dazu z.B. finde ich ganz schlimm. Aber nur Kratom als Tee ist ok, bin noch am experimentieren wies am besten schmeckt. In Pillenform müsstest du mind. ein dutzend (jenachdem wieviel du brauchst) Schlucken ^^ dann lieber so wie Kaffesatz trinken :D

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dabei seit 2012
2.846 Forenbeiträge

  Geschrieben: 05.06.24 19:27
CandyFlip187 schrieb:
Gute Frage Pharmer, ich hatte einige Päckchen aus dem Internet, darunter Poow, AfterParty, BigParty Blue, Smiley, Joker etc. wie du schon schriebst, man weiß nie was drin ist zudem es auch nicht klassifiziert wird auf den Packungen.

Das solltest du besser etwas genauer beobachten. Es ist absolut möglich, sich Räuchermischungen oder deren Wirkstoffe so zu organisieren, dass man weiß was man da konsumiert. Hier habe ich zumindest das mir bisher unbekannte Cannabinoid in der RM "Joker" gefunden.

Das ist schon von entscheidender Bedeutung. Man kann die verschiedenen synthetischen Cannabinoide in handelsüblichen RM kaum vergleichen. Die Wirkprofile sind so unterschiedlich, dass sie zu unterschiedlichen Substanzgruppen gehören könnten.

CandyFlip187 schrieb:
offtopic Apropos, kennt jmd Hausmittelchen dagegen, außer die pharmazeutischen Abführmittel?


Geh in die nächstbeste Apotheke und kauf Macrogol. Üblicherweise ein Pulver, welches man in einem Glas Wasser löst. Es beeinflusst deine Verdauung garnicht, aber sorgt dafür dass mehr Wasser in den Darm gezogen und der Stuhl so besser "geschmiert" wird. So kannst du auch während Opioidkonsum einen normalen Stuhlgang haben. Wenn du dich Richtung Entzug bewegst und Durchfall hast, kannst du auch mit Loperamid abfedern; aber pass auf, das ist stärker als die meisten Leute denken. Dosier damit auch runter, indem du die Tabletten teilst und viertelst.
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Dauer-Träumerin



dabei seit 2022
3 Forenbeiträge

  Geschrieben: 14.06.24 22:35
Also ich nehme Kratom jetzt seit knapp zwei Jahren mit einer täglichen Dosis von 20/22 Gr.
Als ich damals damit angefangen habe, hatte ich genau die selben Empfindungen wie Du. Kratom war der heilige Grahl, pflanzlich , hilft gegen fast alles. Es hilft ungemein beim Absetzen anderer Substanzen , auch anderen Opis, und verzeiht dir so manchen Kombi und Konsum Scheiss.
ABER , je länger man es nimmt , desto höher musst du gehen um die tolle Wirkung am Anfang zu haben, die Tolleranz steigt enorm schnell. Absetzen wird dann nicht mehr so einfach, jedoch sind sie Entzugserscheinungen nicht so extrem ausgeprägt wie bei anderen Opis.
Kratom wird nicht umsonst von vielen Konsumenten als Miese Bitch bezeichnet, Fluch und Segen zugleich,
Ich kann Dir wirklich nur aus eigener Erfahrung sagen , pass auf wie oft du konsumierst, leg lieber zwischendurch Pausen ein , sonst hast du nicht lange den Spaß wie du ihn jetzt empfindest.
Kratom ist zwar ne geile Alternative zu Oxi , Tili und Co , aber auch nicht zu unterschätzen, was das Suchtpotential betrifft.
Und nein , ich will keine Moralpredigt halten, um Gottes Willen , ich nehm es ja selbst schon knapp zwei Jahre ohne Pause , es ist nur ein nettgemeinter Rat, den ich damals leider Unterschätzt habe. Absetzen ist verdammt schwer ;-)
 

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