LdT-Forum
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| Autor | Beitrag |
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| » Thread-Ersteller « | Geschrieben: 27.02.07 12:27zuletzt geändert: 02.04.07 21:29 durch Count Zero (insgesamt 1 mal geändert) |
| Eine Therapie ist nur als grobe Hilfe bei einem Problem zu verstehen. Sozusagen als Anleitung dafür, sich selbst zu helfen und mit der Sucht-Situation klar zu kommen. Zaubern können die in einer Therapie nicht, niemals. Den härtesten Teil der ganzen Sache muss man immer selbst schaffen. Ich hatte mal eine ambulante Therapie, aber nicht wegen so harter Sachen wie bei dir. Ich muss sagen, es hat mir sehr geholfen, ich hatte meinen Konsum danach eine zeitlang im Griff. Vor einem grösseren Rückfall hat es mich allerdings nicht bewahrt. Die Stärke, mit der Situation umzugehen, muss immer von einem selbst kommen. Edit: Ich stöbere hier grade so rum, da fällt mir doch auf, dass hier jemand seinen Post gelöscht hat. Ich habe diesen Thread ganz bestimmt nicht gestartet! | |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 27.02.07 13:20zuletzt geändert: 27.02.07 13:27 durch (insgesamt 1 mal geändert) |
| Hi! Also ich habe im Alter von 20 Jahren eine stationäre Therapie gemacht. Das war in Bayern, in der Nähe von Großhabersdorf. Das ist in Franken und es ist nicht weit bis Ansbach/Nürnberg. Die Einrichtung war gut bis sehr gut. Dort waren auschließlich junge Menschen von 16 bis ca. 30 Jahre. Die einzige Ausnahme waren 2 Leute von knapp 40 Jahren, mit denen ich persöhnlich aber am besten klargekommen bin. Die Einrichtung befindet sich mehr oder weniger weit weg von jeglicher anderer Zivilisation. Ist auch glaube besser für so eine Therapie. Ich habe vorher 2 Wochen entgiftet und bin direkt ganz gut in die Therapie gestartet. Während der Therapie fanden Einzel- sowie Gruppentherapie statt, wobei ich fand, dass die Einzeltherapie etwas zu kurz kam. Weiterhin gab es noch verschiedene Arten der Arbeitstherapie. Ich war in der Gärtnerei, es gab aber auch die Leute vom Bau und Küche. Dann gabs es einmal ein Seminar mit den Angehörigen zusammen und einmal einen Therapieblock in einer Gruppe von 10 Mann für eine Woche, isoliert vom Rest der gesamten Einrichtung. Ich würde sagen, die Therapie hat mir auf jedenfall geholfen für zumindest fast 5 Monate komplett alkohol- und drogenfrei zu bleiben. Mein Fehler war, das ich nach der Therapie in mein altes Umfeld zurück bin. Der erste Rückfall erfolgte bereits 4 Wochen später... Ich kann eigentlich nur jedem empfehlen, eine Therapie zu machen, wenn er merkt, dass er nicht mehr mit sich zurechtkommt. Meine Eltern haben mich natürlich auch beeinflußt, aber ich hab mich hinterher doch freiwillig dazu entschlossen, was auch das beste war. Wer aber ernsthaft eine Therapie machen will sollte sich aber vorher auch bewußt sein, dass eine Rückkehr in das alte drogenverseuchte Milieu nach der Therapie die ganzen das ganze wieder zunichte machen kann. Ich persöhnlich bin grad dabei meine 2 stationäre Therapie vorzubereiten, nachdem 2 ambulante nicht den Erfolg gebracht haben, den ich mir erhofft hatte. Ich hab mir ein betreutes Wohnen in einer anderen Stadt ausgesucht, dass nebenbei auch vollstationäre Betreung durch Psychologen und Ärzte hat. Ich sehe das als letzte Chance mein Abi noch nachzumachen und vielleicht endlich was aus meinem Leben zu machen. PS: Die Einrichtung in der ich zu erst war heißt Weihersmühle und liegt wie gesagt in Bayern/Großhabersdorf. MfG, Magnus | |
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Abwesende Träumerin
dabei seit 2006 136 Forenbeiträge 3 Galerie-Bilder | Geschrieben: 27.02.07 13:37 |
| Hey, also ich habe insgesamt schon einiges an Stationärer gemacht, die erste mit 18 in ner Psychiatrie wegen Borderline. Meine erste Entgiftung von Alkohol und Benzos habe ich mit gerade 20 gemacht. 2 Mal hatte ich einen richterlichen Beschluss. Geholfen, naja, ich liebe Drogen, dagegen bin ich machtlos, doch ich habe es wieder unter Kontrolle, d.h. für mich nur am Wochenende, wenn ich nicht arbeiten muss. Klappt auch ganz gut... Ich kenne auch jemanden, der in Wallenhorst war und einen, der auf Shore war und da jetzt auch hin will, hab bisher auch nur Gutes darüber gehört. Denke, wenn man es wirklich will, ganz davon loszukommen und sich evtl. einen neuen Freundeskreis aufbaut, schafft man es auch. Ich und mein Freund sind beide abhängig, aber so wie es zur Zeit ist, lässt es sich damit ganz gut leben, hoffe, dass das auch so bleibt... We can be heroes-just for one day! | |
Geschrieben: 02.03.07 01:17 | |
| uff... stationaer (abgesehen von 20-30 kriseninterventionen) sind es jetzt *zaehl* 3 an die ich mich spontan erinner. alle wegen borderline. die ham zwar auch die medis runtergeregelt, aber im normalen alltag hab ich das nie lang durchgehalten. werd jetzt naechste woche 22. kliniken waren in darmstadt und die rheinischen kliniken bonn.. achja, und noch eine in nem kaff irgendwo im sueden, wo mich mein vater reingesteckt hat... hab ich aber nach ner woche abgebrochen, weil die da voll aufm esoterik-trip waren.. ambulante therapie mach ich jetz seit 5-6 jahren.. zusaetzlich medikamente. mittlerweile hab ich mein leben wieder ganz gut im griff, mach grad mein fachabi nach (sieht sogar ganz gut aus) und will dann noch studieren. an medis nehm ich *medizinisch* im moment nurnoch flunitrazepam, lorazepam, methylphenidat... und nebenbei ab und an mal kiffen, aber jetzt in den wintermonaten hoechstens alle 2-3 monate mal. im sommer oefter. [ der kopf ist rund, damit das denken die richtung wechseln kann ] | |
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Abwesende Träumerin
dabei seit 2007 4.352 Forenbeiträge 9 Galerie-Bilder | Geschrieben: 02.03.07 07:37zuletzt geändert: 02.03.07 14:37 durch Penthesilea (insgesamt 3 mal geändert) |
| vorab kann ich sagen: eindeutig NEIN - was Aufwand und Ergebnis betrifft. Ich habe mich um die Jahrtausendwende insgesamt vier mal in stationäre Therapie begeben müssen, dazu kam noch ein Aufenthalt in der Langzeit in Daun, die ich nach vier Wochen abgebrochen habe. Der Restaufenthalt war jedesmal im Raum LDK, da gibts nicht so viel Auswahl, aber es war wohl einigermaßen ok. Das blöde daran war für mich, daß es fast nur Alkoholiker waren und ich als Politoxikomanin eher voll da rausfiel, was aber im Grunde relativ egal ist. Die ersten zwo Aufenthalte waren für lau, beim dritten war mir schon mulmiger, weil ich einfach den Anspruch an mich hatte, das easy zu packen. Beim dritten Mal war ich also bereit zu allem, war der Streberpatient und bin dann anschließend noch in die Langzeit . . . und das war echt heftig schrecklich. Das einzige was mir von dort in Erinnerung geblieben ist, daß du höchstens noch als reuiger Alki für den Rest deines Lebens unglücklich sein darfst, so mit dem Makel auf der Stirn, he Leutz, ich hab Scheiße gebaut und weiß, daß ich das nie vergessen darf! Unmündig eben, total. Zum vierten Mal bin ich wieder eingelaufen, weil ich mittlerweile wieder nur noch aus Angst bestand, von Augen auf bis Augen zu. Mein Hausdoc kam dann endlich mal auf die Idee, mit SSRI. Was bis heute echt super hilft!!! Trotzdem mußte ich wieder stationär, weil ich einfach mehr tot als lebendig war. Der Therapeut von dort hat an mir einfach mal eine von seinen sechs Varianten ausprobiert, was mich dann irgendwann total sauer gemacht hat und mich dazu veranlasst hat, den Leutz da kein Wort mehr zu glauben und an dem zu arbeiten, was MIR richtig erschien. Und siehe da, seit sechs Jahren bin ich dort nicht mehr aufgeschlagen und das soll auch so bleiben. Bei den ersten beiden Malen hat keine Sau gemerkt, daß ich voll auf Benzos war. Die meisten Insassen sind dort Alkis sind, die sich dort ab und zu wieder aufpäppeln lassen. 20 - 30 mal eingefahren dort war keine Seltenheit. 60-70% der zu Behandelnden sind meiner Meinung eh nicht mehr therapierbar, aber dann würde das Personal ja seine Arbeit verlieren, also wird munter weiter gekaspert. Es machte sich auch bis auf eine! Ausnahme, kein Mensch mal die Mühe zu erklären, was das Therapiekonzept bringen soll, und behandelt worden bist du eh als Ex-drogie, Ex-Alki, whatever, Patient eben, Limo-Ranch. Das einzig positive war vielleicht der Schock zu erleben, daß du in so ner Klapse auf der falschen Seite des Schreibtisches gelandet bist und ne Menge strampeln mußt, bis dich VIELLEICHT mal wieder jemand ernst nimmt und daß doch vielleicht nicht ganz ok ist, was du so getrieben hast, um dort hinzumüssen. Aber da gibt es sicher auch anderes, was einem die Augen öffnen könnte. | |
Geschrieben: 02.03.07 07:57 | |
| also für den entzug bin ich nicht mehr in eine klinik, denn in solch einer bin ich abhängig gemacht worden (ich mein, sogar ich als laie weiss, dass es abhängig macht, wenn man ein ganzes jahr lang täglich ein benzo zum einschlafen bekommt) also ich würde NIEMALS in eine kinik gehn, hätte ich ein suchtproblem. und von den menschen, die ich kenne die suchtprobleme haben - denen hat ein klinikaufenthalt auch nix gebracht, denn 1. gibts dort hauptsächlich alkis, dann haben die oft leider keinen blassen schimmer im bezug auf drogen und zu guter letzt, hat man danach kein drogenproblem mehr, dafür ein tablettenproblem.... was klassische therapien schon fürn vorteil haben... man lernt menschen kennen, bei den man sich anregungen über drogen und konsum holen kann und nach der therapie hat man noch besseren zugang zu diesen bereichen und noch mehr freunde auf dieser ebene... was menschen die ich kenn schon was gebracht hat, das waren immer diese extrementzugstherapien, wie mondo-X in italien, oder christliche einrichtungen. aber da bekommt man nur eine auswahl, nämlich dass man gar nichts mehr konsumieren darf, da wird man dann nicht auf tablettchen umgestellt, nein, da gibts dann gar nix. bei manchen sogar nicht mal zigaretten - einfach nix. aber ich, der ich auch ein suchtmensch bin würde sagen, ich tu mcih leichter mit nix, als mit so ein bisschen, da ich halt gierig bin und das auch nicht kontrollieren kann. wobei ich wie schon gesagt nie eine therapie im bezug auf sucht gemacht hab. | |
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Abwesende Träumerin
dabei seit 2007 19 Forenbeiträge | Geschrieben: 04.03.07 11:54 |
| ich bin 20 und seit 6 jahren auf h, hab 3mal nen stationären entzug (in österreichischen kliniken) gemacht, habs jeweils 3 monate durchgehalten, hab dann aber immer abgebrochen und hab mir was besorgt sobald ich draußen war. der gute wille war immer kurz da, sobalds darum ging die vergangenheit aufzuarbeiten und zu erforschen warum ich draf bin bin ich geflüchtet. ich bin einfach noch nicht so weit - red ich mir halt ein. | |
Geschrieben: 23.11.09 21:04 | |
| Ich denke es kommt sehr stark drauf an mit welcher Einstellung man auf Therapie geht! Ich war mit 17 das erstemal auf ner Entgiftung mit Kurzzeittherapie in Ravensburg im Clean.kick ..der Aufenthalt war nicht lange, wurde nach 3 Wochen entlassen da ich garnicht mit Drogen aufhören wollte und da nur Halli Galli gemacht habe ..3 Monate später musste ich erneut nach Ravensburg da ich sons meine Schule nicht weiter Besuchen hätte dürfen, meine Lehrerin hatte Wind bekommen von den Drogen! Der Aufenthalt ging auch nicht viel länger, nach 4 1/2 Wochen wurde ich Rausgeschmissen weil ich an einem Tag gegen sämtliche Regeln verstoßen hatte (ich bin nur hingegangen damit ich ruhe vor Eltern & Schule hab)...konnte dann trotzdem wieder die Schule besuchen und habe weiter fröhlich vor mich hin Konsumiert! Anfang des Jahres bin ich dann nochmal in Calw (im Nordschwarzwald) auf Entgiftung gegangen da im November + Dezember sehr stark Kokain Konsumiert hab mit dem Gedanken dannach auf Langzeit zu gehen ..naja nach 10 Tagen hab ich auch da Abgebrochen weil mich die meiner meinung nach Unfähigen Therapeuten dort aufgeregt haben und der gedanke von Langzeit war wieder verfolgen! ..nun habe ich vor entgültig ein Schlussstrich zu ziehen und im Januar nochma Entgiftung machen und dann direkt weiter auf Langzeit nach Schloss Börstigen und dann bloß nie wieder nach Freiburg :) itZ itZ itZ ist meine Welt, umZ umZ umZ ist das was mir gefällt, Gschredda macht mich Glücklich, nach Techno bin Ich süchtig !!! - Liebe ist die schlimmste DROGE, erst gefällt Sie dir, dann wirst du Süchtig danach und dann zerstört Sie dir dein Leben ! | |
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Endlos-Träumer
dabei seit 2023 4 Forenbeiträge | Geschrieben: 12.12.25 13:10 |
| Klar, das Thema ist irgendwie spannend. Man muss da echt vorsichtig sein, weil es schnell schiefgehen kann. Hab das auch mal probiert, oh Mann... Echt nervig, wenn man nie die richtige Dosis trifft. Apropos, kennst du das Systembrett? Hab neulich das Familienbrett entdeckt und das war irgendwie cool, wie man damit rumexperimentieren kann. Könnte dir auch helfen, den ganzen Kram besser zu checken, wer weiß. Aber nochmal, passt gut auf euch auf und nehmt’s nicht auf die leichte Schulter. | |
| Seite 1 (Beiträge 1 bis 9 von 9) |
Geschrieben: 27.02.07 12:27