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LdT-Forum » Konsum » Aufhören & Entzug » Der Clean werden oder bleiben-Motivations-Thread


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Traumland-Faktotum



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  Geschrieben: 29.10.09 16:49
zuletzt geändert: 16.03.11 10:45 durch Antonio Peri (insgesamt 3 mal geändert)
Wer mag schaltet nun den Soundtrack zu diesem Thread ein...

O.K. es geht also um die Abstinenz. Einige Fragen die im "Drogenkonsum-beenden" und in so manch anderem Abstinenz Thread aufkamen bzw. immer wieder aufkommen, haben mich dazu bewogen ein Forum für diejenigen unter uns zu schaffen die aufhören wollen oder müssen. Als Entscheidung für immer oder für eine gewisse Zeit - und aus welchen Gründen auch immer.

Ein dicker Brocken bei dem Thema ist ganz sicher der Punkt, daß man sich immer wieder motivieren muß clean zu bleiben und keinen Rückfall erleidet.
Manchen mag auch die Thematik des Forums hier das abstinente Leben erschweren - mir gerade überhaupt nicht. Trotzdem soll dieser Thread hier auch ein Raum sein, in dem manche User die gerade, aus genanntem Grund, nicht in anderen Threads posten/lesen wollen, die aber dem LdT trotzdem eigentlich die Treue halten wollen, miteinander diskutieren und sich bestärken können.

Also - hier ist Raum für Tipps, Trost, Tatkraft, Ideen, Austausch, - jeder in einer Krise beim oder nach dem Entzug kann und soll hier gern posten. Vielleicht wird ja eine Sammlung von guten Anregungen daraus oder auch noch mehr.

Bin gespannt.

Euer Toni
Ich blogge zum Thema Drogenpolitik:antonioperi.wordpress.com
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Ex-Träumer



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  Geschrieben: 29.10.09 17:25
Des beste Tip, den ich geben kann und welcher mich vom Morphinismus weggebracht hat, ist, es einfach jeden Tag auf´s Neue zu versuchen. Man muss wirklich jeden Tag auf´s Neue kämpfen, sich für jeden Tag eine Struktur setzen und natürlich braucht man genügend Motivation. Das ist sowieso klar. Es muss etwas geben, das einem wichtiger ist als der Drogenkonsum. Bei mir war es so, dass ich während der Substitution mit Methadon (teilweise habe ich 30-40ml am Tag genommen, also noch dazu gekauft) viele Psychedelika konsumiert habe, also hauptsächlich Psylos, welche mir so einiges klar gemacht haben. Der Entzug von der Scheiße war zwar heftig und dauerte Monate, aber ich bin jetzt immerhin 18 Monate opioidfrei. Natürlich heißt das noch lange nicht, dass ich die Opiatsucht jetzt überwunden habe.
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 29.10.09 17:37
ich hab ja von opiadabhängigkeit mal so gar keine Ahnung aber es interessiert mich.
Könnt ihr da jetzt auch nicht sagen wir so alle 6 Wochen mal mit Pilzen oder Pappen trippen und hier und da bißchen kiffen?
Bringt euch das relativ sicher wieder in eine falsche Entwicklung?
Entschuldigt falls diese Frage unpassend ist, ich stelle sie aus reinem und echtem Interesse.
 
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Traumland-Faktotum



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  Geschrieben: 29.10.09 17:53
zuletzt geändert: 29.10.09 17:54 durch Antonio Peri (insgesamt 1 mal geändert)
Hey Mann - hier herscht echt Redefreiheit - wie überall im LdT. Also ich persönlich hoffe, daß ich bei Cannabis ein vernünftiges Konsummuster irgendwann mal wieder aufnehmen kann. Momentan herrscht noch absolute Abstinenz.

Zu Psychedelika: Momentan ist meine ganze Situation so beschissen, daß mein Set nun so fürchterlich ist, das wohl ein klassischer (gerade bei Pilzen) Trip auf assoziativen Psychedelika ziemlich unangenehm werden würde - daher geht das auch nicht. Wobei ich in Bezug auf Psychedelika natürlich keine Sucht habe.

Muß vielleicht noch anführen das ich in der Zeit in der ich nicht hier im LdT war und auch schon einige Monate vor meiner langen Abwesenheit hier echt jeden Tag Ethcat gezogen habe und oft auf Benzos war. Dazwischen natürlich noch auf jeder Menge anderen Sachen und das ich mir das Ethcat auch täglich in immer kränkeren Dosen i.V. gegeben habe und dabei echt beinahe draufgegangen wäre (u.a. Nierenversagen).

Habe also ordentlich was abgekriegt und bin ganz schön lädiert.
Das ist aber nur ein kleiner Teil von allem - habe also momentan allen Grund freiwillig clean zu bleiben.

Nun - mit ein wenig Abstand und ohne Benzos und Upper kommt mir das was ich so getan habe und wie weit ich gegangen bin echt wesentlich schockierender vor als zu der Zeit als ich drauf war. Habe heute noch mal was gelesen und mußte daran denken wie knapp ich dran vorbeigeschrammt bin ein Fall für den Gedenk- und Trauerthread zu werden...
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Ex-Träumer



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  Geschrieben: 29.10.09 17:55
Möglich ist natürlich, dass einen das wieder in die falsche Richtung wirft. Viele Suchttherapeuten vertreten die These, dass ein ehemals Rauschmittelabhängiger gar keine berauschenden Drogen mehr zu sich nehmen darf, auch wenn sie aus einer völlig anderen Klasse stammen, als die die Abhängigkeit verursachenden. Bei mir ist es so, dass ich abends ca. 2 mal die Woche kiffe. Das ist für mich relativ unproblematisch und ich denke nicht, dass ich wegen des Cannabiskonsums, auch wenn er ´mal intensiver sein sollte, wieder einen Opiatrückfall baue. Aber es stimmt schon, manchmal merke ich, dass es mir, wenn ich ein paar Tage hintereinander gekifft habe, schlechter geht als vorher, es mich also tatsächlich wieder in die falsche Richtung drängt. Psychedelika nehme ich alle paar Wochen ´mal. Hauptsächlich Psilocybin, manchmal LSD, hin und wieder auch Ketamin. Dies empfinde ich immer als sehr heilsam und bestärkend. Es kommt auch ´mal vor, dass ich an einem Wochenende auf Ecstasy feiere. Dann trinke ich auch verstärkt Alkohol dazu, sonst aber gar nicht. Natürlich habe ich eine extreme Suchtstruktur und muss immer aufpassen, der Konsum kann sich auf jeden Fall negativ auswirken. Aber aus einer Sucht kann man auch etwas Positives machen, zum Beispiel, wenn man extrem Sport macht oder sehr viel arbeitet. Allerdings gibt es natürlich auch hier Gefahren.
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 29.10.09 18:04
hhmmmh ich merke, dass ich da wirklich nichts drüber weiss über opioide...
aber ich stelle mir das so vor, dass so ein wenig kiffen und ab und zu mal ein Trip und eine Party mit Ecstasy einen doch eher von der anderen Sucht ablenken. Und mit diesem gelegentlichen Party und Psychodrogen Konsum läßt es sich ja eigentlich ganz gut leben.
Ist nicht die Gefahr schwach zu werden noch höher wenn man völlig abstinent lebt?Ist da der Sucht-bzw. Leidensdruck nicht sogar höher?
 
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Traumland-Faktotum



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  Geschrieben: 29.10.09 18:06
Ach ja - mein behandelnder Psychiater hat gesagt, wenn ich ein Bier trinken kann und es dabei belassen kann - es dann also nicht 3 oder 4 werden, könnte ich das ruhig machen - irgendwas würde der Mensch ja brauchen. Halte ich für eine gesunde Einstellung denn es würde mir weitaus besser gefallen wieder "drogenmündig" zu werden d.h. wieder in die Verfassung zu kommen (kann man ja auch auf Cannabis übertragen) eben Alkohol zu trinken ohne das es gleich wieder ne Flasche Jim Beam pro Tag bzw. Nacht wird (da man Alk auf Ethcat, Amphe, etc. ja eh nicht so merkt und ich ohnehin ne ordentliche Toleranz hatte) oder mal nen Joint zu rauchen ohne sich dann wieder tagelang zu plätten bis das letzte Weed ver(b)raucht ist. Von Uppern werde ich jedoch eher die Finger lassen und nicht versuchen da ein "normales" Muster zu entwickeln - also da sehe ich bei mir eher schwarz - ebenso im Bezug auf Benzos.

Also meine Hauptproblemfelder sind bestimmt Upper und Benzos jeder Art sowie auch Alkohol. Mein Leben völlig ohne Genussmittel zu verbringen (was ja sicher so mancher Therapeut von jmd. mit F19.2-Diagnose verlangen würde) kann ich mir als Option für die Ewigkeit aber auch nicht vorstellen - momentan ist es jedoch sicher besser - da stellt sich die Frage gar nicht - das einzige was ich noch mache ist Kippen rauchen - die Geschichte mit dem einen Bier bin ich auch noch nicht angegangen, weil ich weiß, das ich lieber keins trinke als nur eines und dann so richtig das Craving bekomme - ich kenn mich ja...
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  Geschrieben: 29.10.09 18:20

Zitat:
Bringt euch das relativ sicher wieder in eine falsche Entwicklung?


Ich versuche mal zu antworten, aber vorsicht: bin auch nur ein laie und habe keine erfahrung.

Also ich denke mal das hängt natürlich von der Person ab. Opiate und kiffen haben ja überhaupt nichts gemeinsam. Somit sollte einen das auch nicht wieder zum Opiatkonsum verleiten. Es kann manchen Personen evt. sogar unterstützen, so als Belohnung alle paar Monate mal einen zu buffen...
Bei den anderen kann es aber auch genau das Gegenteil bewirken, dass sie wieder Lust verspüren, mehr bzw. etwas anderes zu konsumieren. Das lässt sich nicht verallgemeinern.

Pilze o. Ä. haben ja noch den Effekt, dass vielen Menschen dadurch klarer wird, was eigentlich wichtig ist, etc. Auch hier kann es helfen, aber auch genau das Gegenteil, nämlich zum Konsum verleiten.

Das muss jeder für sich individuell entscheiden. Soviel mal zu meiner Meinung. Ich lasse mich aber gerne auch von anderen Meinungen überzeugen. Bin gespannt.

Viel Kraft euch allen, bleibt clean. Ich persönlich würde erstmal mit allen Drogen schluss machen, weil es eben doch eine gewisst Gefahr darstellt.
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 29.10.09 18:30
Ich sehe das ähnlich wie du Antonio.
Einmal die Woche habe ich mir erlaubt Alkohol zu trinken, maximal eine Flasche Rotwein.
Das mache ich immer dann wenn das craving zu stark wird.
Für die nächste Zeit hab ich mir jetzt etwas Kratom bestellt, ansonsten würde ich wieder zu Opioiden greifen,
da ist das die bessere Option finde ich und noch einigermasen zu kontrolieren.

Allein der Gedanke (momentan) nie wieder irgendwas zu nehmen, versetzt mich in Angst und scheint unmöglich.
Also beschränke ich es erst mal stark.

Morgen hab ich dann einen Termin beim Neurologen, zwecks Antidepresiva.
Ich bin aber nicht unglücklich, im Gegenteil.
Trotzdem hab ich ziehmlich Suchtdruck und bin Antriebslos, was schon immer mein Problem war und auch ein wichtiger Grund warum ich Drogen genommen habe.
 
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Traumland-Faktotum



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  Geschrieben: 29.10.09 21:03
zuletzt geändert: 29.10.09 21:07 durch Antonio Peri (insgesamt 1 mal geändert)
Find ich okay PillePalle - bleib stark. Besser Du bekämpfst das Craving moderat - und ne Flasche Rotwein oder auch Kratom finde ich ziemlich okay, als das Du das Craving so lange aushälst bis Du dann bei erstbester Gelegenheit nen Rückfall bekommst. Mal sehen was Dein Neurologe sagt. Ich persönlich finde Deine Vorgehensweise okay. Würde mich mal interessieren was für ein AD Du bekommst - bin nämlich sicher das ich noch nicht die beste Medikation habe bzw. das es was besseres gäbe, wobei ich nun soo unzufrieden nicht bin - fehlt halt noch was.

Und - @ Psilotripping God - 18 Monate von Opis weg ist schon ne Leistung auf die man stolz sein kann - stell ich mir sauschwer vor. Im Bezug auf Opis hatte ich selbst zum Glück nie Probs - hab zwar auch Trama, Tili, Bupre, H und Oxy durch aber es blieb bei seltenem Konsum mit langen Pausen dazwischen so das die bei mir nicht auch noch zu Prob wurden. Hört sich vllt. blöd an, aber bei mir sind es echt eher die Benzos gewesen - die wurden mir sogar gefährlicher als H.

Und wie sich andere mit H kaputtmachen so hab ichs mit Uppern gemacht - lag wohl an dem ungünstigen Zusammenspiel von leichter Verfügbarkeit (wobei ich da echt, außer mir selbst, niemandem einen Vorwurf mache und auch hoffe das sich niemand irgendwie für mich verantwortlich fühlt, wie ich es mal hören mußte.) und einer ziemlich angekratzen persönlichen Situation. Der i.V. Konsum hat mir dann (aber hauptsächlich weil ich es mit Häufigkeit und Dosis bis zum Exzess übertrieb) dann körperlich ziemlich den Rest gegeben. Sämtliche anderen Probleme türmten sich dann plötzlich geballt über mir auf. Kam alles gleichzeitig so das ich nach und nach einsah, daß es so wohl leider (denn es war Anfangs ja durchaus sehr geil - das sollte ja ebenfalls nicht verschwiegen bleiben) nicht mehr so weitergeht wenn es noch eine Zukunft geben soll.
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Ex-Träumer
  Geschrieben: 30.10.09 14:56
Ich komme jetzt gerade vom Neurologen, der mich auch in die Entgiftung eingewiesen hat.
Zu erst hat er mal angezweifelt das ich überhaupt clean bin,.
Dann wollte er mir wieder eine 100er Packung Clonaz verschreiben, aber keine Antidepresiva, denn die könnte ich ja verkaufen!!
So ein Schwachsinn... ich muss mir einen neuen Arzt suchen.

Ich konnte ihn dann überzeugen das sich Antidepresiva schwer an den Mann bringen lassen
und habe Citalopram bekommen.
Darüber werde ich mich noch infomieren.

Das einzig positive war, das ich es geschaft habe die Clonaz abzulehnen :-)
(dafür trinke ich gerade ne Flasche Wein, weil ich mich so elend fühle)
 
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Traumland-Faktotum



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  Geschrieben: 30.10.09 15:22

Pille Palle schrieb:
ich muss mir einen neuen Arzt suchen.



ALLERDINGS!

Das ist ja mehr als kontraproduktiv. Sowas bescheuertes habe ich seit dem Psychiater der die Symptome eines Benzo Entzugs mit der Wirkung von Benzodiazepinen verwechslte (aber das ist ne andere Geschichte - erzähl ich mal bei Zeiten) ja noch nie gehört/erlebt.

Unglaublich echt. Will Clonaz verschreiben aber hat Angst das Du ADs verkaufst - LOL. Meine Güte - da fällt mir kaum noch was ein, was ich dazu sagen kann - Du hast ja auch eigentlich schon alles dazu gesagt - nämlich das Du echt dringend einen Arzt brauchst, der die Bezeichnung auch verdient. Vielleicht wäre ein Facharzt für Psychiatrie (im Idealfall Suchtmediziner) da auch geeigneter als ein Neurologe - der Mann scheint von diesem Gebiet ja praktisch absolut null Ahnung zu haben - haarsträubend das es sowas immer wieder gibt.
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  Geschrieben: 30.10.09 15:29
Er ist Neurologe UND Facharzt für Psychiatrie...
Leider kommt das viel zu oft vor, dass ich besser bescheid weis als der behandelnde Arzt.

Es läuft jetzt ein Antrag für eine stationäre Psychotherapie von 4-8 Wochen.
Dort kann ich mich dann auch richtig einstellen lassen.

 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 30.10.09 17:04
Vielleicht auch mal was zu mir, auch wenn meine Story eigentlich sehr harmlos, fast langweilig ist im Vergleich zu eurer.

Die einzige Droge, bei der ich so manchmal meine Probleme habe, ist das Cannabis. Wenn ich etwas habe, dann wird konsumiert - zwar nur am Abend, aber eben fast täglich, wenn was da ist. Das Ganze spielt sich eigentlich immer nur in der Schulzeit ab, am Wochenende sowie in den Ferien bin ich immer 'clean' - problemlos. Keine psychischen Entzugserscheinungen, vom Nikotin sowieso nicht (irgendwie habe ich das Gefühl, ich KANN davon nicht abhängig werden - taugt mir nicht genug), keine Probleme, kein Nichts.

Nur - wenn ich etwas habe (und das ist halt fast immer der Fall - meine Quelle wohnt wenige Meter von mir entfernt), dann konsumiere ich auch - hier kriege ich keine Pausen hin, egal, wie sehr ich das auch versuche. Ich gehe jeden Abend rüber, rauche, rauche, rauche. 2-5 Köpfe am Tag, 'nur', aber nun ja.

Es ist seltsam, ich habe ein Jahr lang jedes Wochenende getrunken, dann abrupt Pause gemacht, problemlos. Ich kann Nikotin rauchen wie ein Schlot, es fehlt mir einfach nicht (weshalb ich es auch eingestellt habe). Nur das Cannabis - es gefällt mir einfach zu gut, um es am Abend sein zu lassen. Es scheint auch keine größeren Auswirkungen zu haben, das Kurzzeitgedächtnis leidet ein wenig, kaum signifikant, mehr auch nicht. Leute, die es nicht wissen, merken es nicht, auch nach indirekter Nachfrage.

Vielleicht sollte ich mir erst einmal bewusst werden, ob ich clean werden WILL - derzeit, in den Ferien, klappt es seit 2 Wochen problemlos. Aber mit Cannabis einen Film schauen, Duschen, dann zu Musik einschlafen... Das ist einfach zu schön.
Entschuldigt, dass ich euren Thread so missbraucht habe, vielleicht ist dies die falsche Stelle. Wollt's mir nur mal von der Seele schreiben.

@Antonio:
mal eine OT-Frage: Wenn ich's richtig in Erinnerung habe, warst du auch dem Keta mal ganz zugetan, richtig? Wie siehts da mit dem Abhängigkeitspotential aus? Ich find im Internet widersprüchliche Aussagen.
’...so I decided to learn something new...’
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Traumland-Faktotum



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  Geschrieben: 30.10.09 18:35
@ Naseweiß - Wenn Du, wie es scheint (z.B. im Bezug auf Nikotin) kein ausgeprägter Suchtcharakter bist, und wenn Dich Dein Cannabiskonsum (den ich noch nicht sonderlich schlimm finde) nicht im Alltag an der Bewältigung Deiner Aufgaben hindert, finde ich das noch im Rahmen. Schau halt, daß es nicht mehr wird (Du z.B. schon morgens kiffst etc.).

Zu Deiner Frage bzgl. des Ketamins. Ja stimmt - dem war ich doch sehr zugetan. Allerdings hat der Extremkonsum bei mir deutlich nachgelassen - es wurde bei mir also nicht zu einem größeren Problem - im Gegenteil - das soll jetzt zwar echt kein Tip sein - aber so bin ich die elende i.V.-Junkerei von Ethcat wieder losgeworden - mit ein paar Tagen Keta i.M. - danach hab ich das i.V.en von Ethcat einfach sein lassen, was mir zuvor (trotz der schon bestehenden körperlichen Symptome) Unmöglich schien. Keine Ahnung übrigens warum das funktioniert hat. Danach habe ich auch noch manchmal Keta konsumiert. Ist derzeit so, daß ich nicht unbedingt an Keta denke aber wenn was da war habe ich es schon konsumiert bis es weg war. Also einen großen Vorrat davon könnte ich nicht im Haus haben - aber ein echtes Suchtproblem wurde es auch nicht - zumindest nicht gemessen an den anderen Sachen.
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