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AutorBeitrag
» Thread-Ersteller «
Traumländer



dabei seit 2016
298 Forenbeiträge

  Geschrieben: 05.04.21 17:39
zuletzt geändert: 05.04.21 17:55 durch Jodo (insgesamt 1 mal geändert)
Bestimmt finden sich hier Leute, die sich gern über Meditation austauschen möchten. Egal, ob jetzt eigene Erfahrungen, Tipps, Links zu Videos, Bücher, wissenschaftliche Studien und Artikel zu den Effekten oder sonstwas.

Ich hab seit Jahren immer mal wieder meditiert, es aber nie konsequent durchgezogen, sodass sich auch keine bleibenden Effekte eingestellt haben. Die letzten Monate habe ich das geändert und bin stärker davon fasziniert als je zuvor, obwohl ich schon als Kind ein gewisses Interesse an fernöstlicher Spiritualität und damit auch an Meditation hatte. Spiritualität ist Heute nicht mehr ganz mein Ding, Meditation dafür aber umso mehr und sie hilft mir auch, mit meinen Ängsten und Sorgen viel besser klarzukommen und sie bedingt auch ganz loszuwerden (zumindest bisher).

Allen die das lesen und bisher noch nicht meditiert haben oder es nie konsequent durchgezogen haben, kann ich nur raten, es nochmal zu probieren. Bei mir dauerte es auch ein paar Wochen bis ich Effekte hatte, die nicht sofort nach der Meditation wieder verschwanden. Es lohnt sich im Endeffekt. Vielleicht klappt es nicht bei jedem Menschen, das kann ich natürlich nicht beurteilen, aber ienen Versuch ist es mit Sicherheit wert!

Es kann gerne auch um andere Formen der Achtsamkeit, Yoga, Qi Gong etc. gehen. Ganz grob und allgemein alles zum Thema Meditation. ;)
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dabei seit 2020
302 Forenbeiträge

  Geschrieben: 05.04.21 19:11
Ich weiß nicht, ob du diesen Thread hier schon kennst, Jodo? Da hab ich mal vor einiger Zeit meine Lieblingsübungen vorgestellt ....

Bewusstseins,- Imaginations- und Meditationsübungen

Viel Spaß beim meditieren!
Space is only noise if you can see, my friend!
» Thread-Ersteller «
Traumländer



dabei seit 2016
298 Forenbeiträge

  Geschrieben: 05.04.21 19:16
Nee, ich hab vorher noch nach Threads zu Meditation gesucht und nichts gefunden - außer Meditation auf Keta. :D

Verstehe Ich das jetzt falsch oder heißt das, dass Du Trin bist?
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Dauer-Träumer



dabei seit 2020
302 Forenbeiträge

  Geschrieben: 06.04.21 09:56
Jaja, verstehste schon richtig .... mrgreen

Und, ist da bei den Übungen auch was für dich dabei?

Mir haben solche Meditations- und Bewusstseinsübungen auch sehr viel gebracht für meine persönliche Entwicklung. Anfangs weiß man vielleicht noch nicht, wofür manche Sachen gut sein können, aber irgendwann erkennt man dann doch, wie gut es Mensch tut, wenn man sich selbst immer besser kennen lernt und vor allem spürt.

Wichtig find ich, dass man wirklich nur das tut, was einen anspricht und sich auch gut anfühlt. Es bringt nicht viel, sich an irgend etwas mit Widerwillen oder unverhältnismäßiger Anstrengung zu üben .... Letztlich gibt es nicht diesen einen "richtigen" Weg, der für alle gültig ist, um als Mensch zu wachsen. Deshalb ist es umso wichtiger auf sein eigenes Gefühl zu hören - egal ob beim meditieren oder bei allem anderen für das man sich entscheidet in seinem Leben.

LG
Space is only noise if you can see, my friend!
Endlos-Träumer



dabei seit 2019
642 Forenbeiträge

  Geschrieben: 06.04.21 10:21
Eine der einfachsten und doch besten Meditationen ist Reflexion. Da stellen sich auch recht flott echte Erfolge ein.
Man nimmt sich ein Thema her, mit dem man sich unwohl fühlt. Neid zB. Denkt man daran, kommen schon Erinnerungen hoch, in welchen man Anderen etwas neidete. Das lässt man Revue passieren und verarbeitet so reuig seine dunklen Punkte, verschiebt sie von "Unerledigt" ins Archiv. Man fühlt sich nach kurzer Zeit bereits im wahrsten Sinne des Wortes leichter, erleichtert.
Extrem persönlichkeitsbildend und -fördernd !
Grüsse
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- Eric Burdon & Animals (Burdon wurde gerade 80; Glückwunsch !)

Bom Shankar, Bom Shiva, Bembele Bom Bom
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dabei seit 2020
302 Forenbeiträge

  Geschrieben: 06.04.21 12:29
Danke für dein echt guten Input, K I!

Auch ich erlebe es so wie du es beschreibst mit der Reflektion. Bei mir ist es meist so, dass ich Momente im Leben, an denen ich aktuell grad knabbere, einfach in einem ruhigen Moment reflektiere, meinen Geist öffne und Fragen stelle .... Die Antworten kommen sehr rasch daher .... Und dann verarbeite ich es für mich, meist so, dass ich erkenne, woher diese "Schatten" kommen und es aus einer neutralen Position aus beobachte. Danach mach ich ein kleines Ritual, ich denke und fühle es in dem Moment auf die aktuelle Situation oder Menschen bezogen und fühle dabei tief in mir drinnen diese einfachen vier Sätze:

"Es tut mir leid."

"Bitte verzeih mir."

"Danke."

"Ich liebe dich."


Man muss es nicht genau so machen, aber ein Ritual ist ja nie verkehrt, wenn es dabei hilft mit etwas abzuschließen. Außerdem sagt man diese Worte im Endeffekt auch zu sich selbst. ;) Ich fühle danach richtig, dass ich dieses Thema wieder ein Stück weiter verarbeitet und/oder sogar abgeschlossen habe. Das tut jedesmal richtig gut ....


Space is only noise if you can see, my friend!
Endlos-Träumer



dabei seit 2019
642 Forenbeiträge

  Geschrieben: 06.04.21 12:56
Zur Reflexion meint das I Ging sinngemäss:

Wenn man seine Fehler erkennt, sie ehrlich bereut und versucht, sie auszubessern, dann bleibt kein Makel.
Eine Art Absolution, ein Ablass/Sündenerlass, allerdings einer mit wesentlich mehr Sinn und Gehalt als der vom Papst oder einem seiner Komplizen.

Diese Aussage war es, die mich auf den Weg der Reflexionen gebracht hat. Ein Weg, der eigentlich ein Selbstläufer ist, wenn man ihn einmal eingeschlagen hat. Es bedarf eigentlich nur einer einmaligen Überwindung des inneren Schweinehundes als Startvorgang sozusagen. Hat man die wohltuende Wirkung erst einmal erkannt, geht alles wie von selbst.
Unglaublich - ich reflektiere gerade meine Reflexionen lol - mit welch einfachen Mitteln ein so überragender Erfolg zu erlangen ist.
Grüsse
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Traumländer



dabei seit 2007
175 Forenbeiträge

  Geschrieben: 07.04.21 06:54
ich glaub eine verbreitete vorstellung über meditation ist, dass es dabei darum geht möglichst lange an einem stück an 'nichts' zu denken :)
verlern nicht zu träumen, kleiner schmetterling
Dauer-Träumer



dabei seit 2020
302 Forenbeiträge

  Geschrieben: 07.04.21 08:09
zuletzt geändert: 07.04.21 10:42 durch Selbstausdruck (insgesamt 3 mal geändert)
An "Nichts" zu denken, ist schwer, denn wenn man denkt, ist ja schon was hier - neben dem "Nichts". Für mich gehts eher darum in der Meditation, die Gedanken kommen zu sehen und sie wieder gehen zu lassen .... Dasselbe mit Gefühlen, man beobachtet wie die Gefühle hochkommen und auch wieder dahin schwinden ....

Irgendwann kommt man an dem Punkt an, "Nichts" zu sein. Was auch immer dieses "Nichts" sein soll .... ;)

Und man erkennt, dass man eigentlich gar nicht selber denkt, sondern Gedanken einfach aus dem Nichts kommen ....

Meditation ist für mich die Schulung des Geistes und des Herzens - bis beide im Einklang miteinander schwingen. Danach gibt es nichts mehr zu erreichen .... Übrig bleibt das Sein in Stille und Glückseligkeit ....


Ich hab mal wo gelesen, dass wenn man an den Punkt kommt, "die Wahrheit" erkannt zu haben und "zu wissen", das Nachdenken obsolet (sogar kontraproduktiv) wird. Stattdessen sollte die Zeit gekommen sein, dem Fühlen die volle Aufmerksamkeit zu widmen ....

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Endlos-Träumer



dabei seit 2019
642 Forenbeiträge

  Geschrieben: 07.04.21 09:37
Duo schrieb:
... dass es dabei darum geht möglichst lange an einem stück an 'nichts' zu denken :)


Ja, das ist eine der Richtungen - Konzentration ist der andere Weg. Es ist allerdings gar nicht einfach, den Hohlraum wirklich sausen zu lassen, an gar nichts zu denken. Man braucht - je nach Veranlagung lol - relativ lange, bis man das wirklich umsetzen kann. Dann allerdings ist es schon toll, denn man denkt zwar nicht bewusst, aber man nimmt nichtsdestotrotz wahr ...
Grüsse
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Endlos-Träumer



dabei seit 2019
205 Forenbeiträge

  Geschrieben: 07.04.21 10:57
Selbstausdruck schrieb:

Ich hab mal wo gelesen, dass wenn man an den Punkt kommt, "die Wahrheit" erkannt zu haben und "zu wissen", das Nachdenken obsolet (sogar kontraproduktiv) wird.


Spitzzüngig könnte man an dieser Stelle behaupten, dass du auf einem guten Wege dahin bist. Späßchen :-)

Deine Interpretation der Meditation entspricht so ziemlich der meinen. Ich habe irgendwann mal die treffende Analogie gehört, dass Meditieren dem Trainieren eines Muskels gleicht. Gegen die Gedanken und Emotionen, die bei der Meditation auftauchen kann man nichts tun. Ziel ist es, diese kurz wahrzunehmen um sie anschließend wieder ziehen zu lassen. Nach etlichen Wiederholungen fällt einem das immer leichter und belastende Gedanken im Alltag können schneller losgelassen werden. Wie ein Muskel, der immer stärker wird und die selbe Übung mit weniger Anstrengung ausführen kann.

Insgesamt ist mir bei meinen Recherchen aufgefallen, dass es wirklich nicht die eine Technik gibt. Nicht das eine Ziel. Der Outcome scheint sehr individuell zu sein auch wenn sich viele Erfahrungen gleichen. Manche wählen einen esoterischen Ansatz, manche den wissenschaftlichen. Ich bin froh, dass durch die wissenschaftliche Erforschung mehr Leute (wie ich) Zugang zu diesem Thema gefunden haben. Und dieser steht in keinem Widerspruch zu der spirituellen Erfahrung die durch die Meditation möglich ist.

Das bringt mich zu der Frage, die ich gerne an Jodo stellen würde: Du sagst, mit Spiritualität hast du nichts am Hut. Mich würde interessieren, wie du das für dich definierst. Spiritualität ist für mich die Gesamtheit der Eigenschaften des eigenen Geistes/Verstandes und hat für mich nichts mit esoterischen Konzepten zu tun. Unabhängig von meiner rationalen Prägung bin ich mir der Tatsache doch sehr bewusst, was für eine rätselhafte und erforschte Angelegenheit unser eigenes Bewusstsein doch ist und dass damit Erfahrungen gemacht werden können, die sich jeglicher direkter wissenschaftlicher Erklärung entziehen. Diese erfahrbare Erforschung des eigenen Geistes bedeutet für mich Spiritualität, ohne jeglichen pseudowissenschaftlichen Unfug. Sam Harris Ausführungen sind hierzu sehr zu empfehlen.


 
Dauer-Träumer



dabei seit 2020
302 Forenbeiträge

  Geschrieben: 07.04.21 11:05
Kaum zu glauben, dass wir beide mal mit etwas konform gehen, Canon! ;)

Spirit bedeutet doch Geist .... Genau darum geht es auch mir persönlich .... Den eigenen Geist zu erforschen und dadurch mit viel Glück die Quelle des Geistes zu erkennen .... Alles andere sind nur Konzepte .... Versuche etwas in Sprache zu übersetzen, was eigentlich nicht übersetzbar ist ....
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Traumländer



dabei seit 2017
126 Forenbeiträge

  Geschrieben: 07.04.21 11:10
Selbstausdruck bringt es meiner Erfahrung nach verdammt gut auf den Punkt (wie schon sehr lange immer wieder :-)

David Lynch hat es in etwa so beschrieben: Stell dir einen Raum vor mit drei Wänden, die dazwischen Lücken haben. Die Wände sind die Bewusstseinszustände Wachen, Schlafen und Träumen. Der Meditationszustand entspricht den Lücken dazwischen. Ich kenne ihn als gelegentlichen Übergang kurz vor dem Einschlafen bzw. Aufwachen, was sich wie eine Zwischenwelt anfühlt.

"Nichts" zu denken, bedeutet ja im Prinzip auch zu denken, nämlich an "Nichts". Das ist vermutlich gar nicht möglich - und der Versuch verursacht Stress. Meditation ist ja eher passiv als aktiv und der Ansatz etwas "erreichen" zu müssen für mich immer ein Hindernis gewesen.

Sehr geholfen hat mir das Buch "Meditation" der buddhistischen Nonne Pema Chödrön. Das ist so wunderbar unprätentiös geschrieben. Viele "Lehrer" machen mir zuviel Tamtam und durchtränken alles mit Mystizismus - um ihre Lehren besser zu verkaufen. Es wird eine Hürde aufgebaut, die man dann angeblich nur durch (viel) Geld (z.B. TM) überwinden kann.

Ich hatte mal einen Baba in seiner Höhle in Indien interviewt (ein wirklicher Sadhu, keiner für Touristen). Der lehrt seine Form der Meditation umsonst, und sein Ansatz ist wirklich sehr simpel (nachdem er Jahrelang keinen Erfolg hatte, hat er seine eigene Methode entwickelt).

Man setzt sich dabei aufrecht hin (Anfänger dürfen sich auch anlehnen) und dann gibt er nur eine einzige Anweisung: "Sleep!". Im aufrechten Sitzen einzuschlafen bedeutet nicht vollständig einzuschlafen sondern in den Meditationszustand zu gelangen.
 
Dauer-Träumer



dabei seit 2020
302 Forenbeiträge

  Geschrieben: 07.04.21 11:23
Das ist mMn die höchste Kunst .... Bewusst "einzuschlafen" ....

Wenn man nachts schlafen möchte, dann kann man eigentlich auch so richtig gar nix tun dafür, außer sich darauf vorzubereiten. Also sich hinzulegen, zu entspannen und zu sein .... Bis man "abgeholt" wird und von selbst einschläft. Niemand kann ganz bewusst oder kontrolliert einschlafen, das klappt nicht - im Gegenteil!

Und beim meditieren ist es auch so .... Es fühlt sich so an wie beim einschlafen .... Man lässt los und fällt in den "Schlaf", mit dem einzigen Unterschied, dass man dabei wach bleibt und sich dessen gewahr ist, wie man "abgeholt" wird ....

Es ist jetzt nicht so, dass dies meine leichteste Übung ist, aber wenns mal so ist, die mir liebste .... ;)


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Endlos-Träumer



dabei seit 2019
642 Forenbeiträge

  Geschrieben: 07.04.21 11:32
Astronautilus schrieb:
Ich hatte mal einen Baba in seiner Höhle in Indien interviewt (ein wirklicher Sadhu, keiner für Touristen).


Wann war das ? Und wo ?
Ich kenne einen Sadhu, der in der Gegend von Josimath (Uttarakhand) seine Bleibe hat.
Gelegentlich fährt er nach Delhi, wo er am Bahnhof in Old Delhi steht und Leute behandelt. Meinen Durchfall zB. Dazu hat er mir zwei Finger unter den Rippenbogen bei der Leber gestossen und das wars. Ich schwöre, mein Durchfall (Brechdurchfall; grüne, flüssige Scheisse) war weg, ersatzlos gestrichen. Zuvor hatte ich nur nach kräftigen Dosen Streptomycin (das Zeug wird auch gegen die Pest verwendet lol) mein Zimmer verlassen können.
Ich habe ihn daraufhin besucht, war ein paar Wochen dort und habe einiges von ihm gelernt, unter Anderem, aber eigentlich nur am Rande "sleep".
Grüsse


I'm just a soul who's intentions are good
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