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LdT-Forum » Drogen & Gesellschaft » Politik & Justiz » Ampelkoalition und Cannabislegalisierung?


Seite (Beiträge 1 bis 15 von 64) »

AutorBeitrag
» Thread-Ersteller «
Traumländer

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  Geschrieben: 07.10.21 10:32
zuletzt geändert: 19.10.21 13:13 durch kittster (insgesamt 1 mal geändert)
Meint ihr die Ampel kommt? Und steht sie dann auf Grün?

Falls es soweit kommt, ist meine Sorge dass es katastrophal losgeht wie bei der med. Freigabe.
Es gibt einfach zu wenig Dope weil der Anbau nicht gefördert wird.
Privatanbau muss mit Auflagen erlaubt sein. Testpflicht pro Pflanze auf Cannabinoidwerte wenn für Verkauf vorgesehen. Ja richtig Hans und Lisa sollen verkaufen dürfen. Aber je Pflanze ein eigener Test. Kosten werden aufgeteilt zwischen Grower und Fachgeschäfthändler.
Kunde weiß dann immer genau was im Joint ist. Zudem Samenkaufbonpflicht. Heisst Privatgroeer müssen Samen Verpackung und Rechnung der gezüchteten Sorte jederzeit vorweisen können. Dokumentier und Archivierpflicht für 24 Monate. Falls wer mal Strafanzeige stellt gegen eine Sorte um fakten nachweisen zu können.

Zudem sollte eine Konsumenten App eingeführt werden mit Lichtbild.
Das erlaubt einen zum Kauf von Dope.
In zukunft auch andere Sachen... wie kokain xtc usw jedenfalls beliebte Drogen die der Mafia viel Geld. bringen und woran viele Leute aufgrund Streckmitteln sterben.
Koks. Amphe. XTC. kann man begrenzt kaufen. In der App steht wie viel man hatte so dass man eben begrenzte Freigabe von 1A Qualität geben kann.

Shrooms, Ketamin und LSD sollte man auch konsumieren können aber nicht ohne Sitter.
Am besten ist das eime eigene Welt und man muss den erfahrenen Sitter und die Dosis bezahlen. Man kann ja vieles absprechen. On der Sitter sehr präsent sein soll oder eher im Hintergrund. Trippen sollte in 3 Rahmen für Leute möglich sein.

Als Therapie beim Psychologen.

Als Teil einer Zeremonie von professionellen Anbietern an meist den schönsten Flecken der Erde. Also aus spirituellen Gründen lizensierte Schamanen bzw Guides quasi. Oder um sein Naturtrip einfach zu enhancen und sich eins mit der Umgebung zu fühlen.

Weiterhin so halblegal auf Festivals. Konsum geht Verkauf halt nicht und Besitz huch auch nicht...

so stell ich mir eine korrekte druggi World vor.
 
Kommentar von kittster (Moderatorin), Zeit: 19.10.2021 13:13

Tippfehler im Titel korrigiert
 
Endlos-Träumer



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  Geschrieben: 07.10.21 11:21
Also ich rechne damit, dass Gras quasi als Weihnachtsgeschenk legalisiert wird. Das kann schnell gehen, ist plakativ in der Aussenwirkung - Stichwort fortschrittlich. Es ist zwar lächerlich das Ganze aber aktuell haben wir Prohibition, darum kann es nur besser werden.
Alle Drogen freizugeben, dafür wäre ich auch. Aber ohne Apps und Ausweise. Wen geht es einen feuchten Dreck an, wieviel einer Droge ich konsumiere ?
Es reicht, sich umzusehen. Opium gibt es seit Jahrtausenden. Es wurde konsumiert, mal mehr, mal weniger, aber es gab nie gröbere Probleme.
Ich kannte in den 1970er Jahren einen Bauern, dem das Wort Droge zwar geläufig war, der seinen Mohn aber nicht als Droge sah. Nein, er ging in den Stadel und holte sich eine Menge Kapseln. Da hat er dann die Kronen entfernt und diese - die Konen - ausgekocht. den Rest hat er weggeworfen. Der Kompost bestand fast ausschliesslich aus Mohnkapseln. Warum er das gemacht hat ? Weil es ihm sein Vater, sein Grossvater und seine Urgrossmutter (offenbar alle lebenslang drauf auf Opium) geraten haben. Im Inneren der Kapseln ist wohl etwas Giftiges ... Was wusste er nicht. Ich auch nicht. Nachforschungen ergaben, dass in den Häutchen in der Kapsel Blausäure ist. Tut nichts, ich trinke seit 50 Jahren Tee.
Aber das Ganze zeigt, dass es sogar hier in Europa (das war in der Weststeiermark) eine Opiumkultur gab, die niemand gestört hat.
Wenn jeder tun kann, was er will, dann sortiert sich das Ganze bald. Ein paar werden an der Fülle krepieren, ein paar süchtig sein, wie nur irgendwer - gibt es beides heute schon - und der Rest konsumiert halt vor sich hin ... Mit und ohne Probleme - man sieht es ja am Alkohol.

Testpflichten, Samenkaufbonpflicht, das sind Dinge, die sich dann von selbst erledigen. Willst du, dass jemand zu dir kommt und wissen, bewiesen haben will, was für Gras du anbaust ? Ich baue Landrassen an, für deren Samen ich keine Bons habe. Was dann ? Sondergenehmigung ? Nö, so wenig Regulierungen wie möglich, sonst wird es mühsam.
Leider betrifft es mich - in Ö - ja nicht direkt. Es ist aber anzunehmen, dass nach einer Legalisierung in D das schläfrige und KurzKaiser-regierte Ö auch reagieren müsste. Aber solange nicht klar ist, wie das läuft, würde ich weiterhin Guerilla-Anbau betreiben, also irgendwo im Nirgendwo und das Zeug dann grossteils irgendwo im Wald bunkern.
Mit einem sehr guten Freund (RIP) habe ich in den 1970ern immer darüber geredet, dass wir mit dem langen weissen Bart am Schaukelstuhl sitzen und was durchziehen - legal. Er hat es nicht mehr erlebt, vielleicht gelingt es mir rasta
Grüsse
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  Geschrieben: 07.10.21 12:39
Danke KI!
Schönes Plädoyer!
dafuer
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Traumländer



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  Geschrieben: 07.10.21 17:10
Mit FDP und Grünen haben wir gleich zwei Parteien die sich laut Programm für die Legalisierung von Cannabis einsetzen würden. Die SPD ist da eher vorsichtig, sie würde es lieber erst mit 'Modellprojekten" testen statt Hanf für den Verkauf freizugeben. Letzteres ist natürlich eine Luftnummer und ich denke, dass sich für uns auch mit dieser Regierung nichts ändern wird denn die Lobby aus Therapeuten, Medizinern und dem nie endenden Strom aus MPU-Kiffern einfach zu viel Kohle in bestimmte Kassen spült. Das ist keine Verschwörungstheorie, im Straßenverkehrsamt liegen Flyer von den entsprechenden Psychologen aus und es ist wirklich eine lohnende Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Weiß jemand wie hoch der Anteil von reinen Kiffern bei MPU Maßnahmen ist? Das würde mich interessieren aber ich tippe auf bestimmt 50% Die Schmoks gehen dann zu Vorbereitungskursen, kaufen diverse Ratgeber, fallen eventuell 1,2 oder 3 Mal durch und der Scheiß geht so richtig ins Geld. Bringt es jemand zur Vernunft? Ist das überhaupt Vernunft wenn man aufs Kiffen verzichtet?

Das will ich nicht so grob beurteilen aber alle MPU Sünder die ich kenne waren alle wegen Cannabis dort. Und alle kiffen nach bestandener Prüfung fleißig weiter. Es ist nämlich schwer so zu tun als hätte man ein schlechtes Gewissen weil man etwas tut was eigentlich niemandem schadet. Ich distanziere mich von Drogenfahrten aber ich finde es Banane, dass jemand seinen Lappen am Dienstag verliert weil er am Samstag gekifft hat. Also ist das ganze nur ein ziemlich teures Theater und ein gutes Standbein für die entsprechenden "Psychologen" und die haben wesentlich mehr Macht und Einfluss inne als der durchschnittliche Cannabis-Konsument. Im jeweiligen Ausschuss sitzt überall ein Honk der dem verantwortlichen Politiker dazu rät diese 'gefährliche Einstiegsdroge' nicht leichtfertig zu entkriminalisieren. Wie sonst kann es sein, dass trotz hunderttausenden sinnlosen Verfahren, immensen Kosten für den Steuerzahler und offensichtlich widerlegten alten Dämonisierungskampagnen trotzdem immer noch alles beim Alten ist? Sogar die Polizei hat keinen Bock mehr Kiffer hops zu nehmen und hat sich dementsprechend durch die Polizeigewerkschaft geäußert.

Die Gesellschaft ist überaltert und die ältere Generation ist einfach nicht interessiert an Gras. Diese Leute haben Angst vor Kriminalität, steigenden Preisen & faulen Ausländern also wird das Thema Weed das erste sein was beim Sondieren unter den Teppich gekehrt wird. Wie beim letzten Mal rot-grün. Vor allem war Olaf Scholz derjenige der als Hamburger Oberbürgermeister z.B. für Brechmittel zum Einsatz gegen Straßendealer war wenn diese ihren Stoff bei der Festnahme verschlucken, obwohl dies wohl einige Risiken birgt. Eigentlich ist er eine Merkel im sozialen Pelz, von allen roten der am wenigsten rote...

Die Sache mit der Legalität und Führerschein ist übrigens das einzige was mich in dem Zusammenhang interessiert. Hier in der Gegend gibt es tolles Indica für 6€ das Gee, ich denke nicht, dass legales Kraut aus Deutschland auch nur annähernd so günstig wäre, alles wäre wieder nur ein bürokratisches Desaster. Meine Vermutung ist, dass viele junge Leute das Programm von der FDP gelesen haben und sich denken, dass es sich um Ziele handelt die durchaus mit den Ansichten vieler moderner junger Menschen vereinbar sind. So schön liberal, so wenig Staat! Es dauert eine Weile bis sie dahinter kommen, dass Lindners Club nur ein Vehikel für Steuererleichterungen für Reiche ist und seit Jahren Kraut nur dafür nutzt sich ein hippes, junges Profil zu verpassen. Sobald die Regierung steht geht es wieder ans Eingemachte.

Abgesehen davon ist diese Legalisierung wirklich nicht wichtig im Vergleich zu den anderen Problemen unserer Gesellschaft, aber mir und sicherlich vielen anderen gefällt es nicht wie das ganze instrumentalisiert wird um sich aufgeschlossen zu geben und Erstwähler an die Urne zu locken.
"Wenn ein Pechvogel sich im Bett zu Tode vögelt, soll das heißen, dass alle anderen schuldbewußt das Pimpern einzustellen haben?"

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  Geschrieben: 07.10.21 19:02
In der Politik geschieht nichts zufällig und eine Situation wie in Holland,
wo man einfach im Coffeeshop ab und zu einkaufen geht erscheint z.B. in Bayern absolut unvorstellbar.
Du kannst hier auf offener Straße mit Bier in der Hand besoffen rumlaufen und plötzlich grüßen dich freundlich fremde Leute.
"Zum Wohl" heißt es da, "Genau so ist es richtig", etwas weiter, habe ich so selbst erlebt.

Aber wenn du in einer Gruppe, selbst unter studierten, eigentlich intelligenten Leuten, mal am Rande erwähnst,
dass man zum Joggen und zum Meditieren etwas Gras konsumiert, dann ist die Stimmung wie eingefroren, Schweigen, peinlich berührte Blicke.

Ältere Menschen ändern sich nicht mehr im Denken, die wenigsten.
Erst wenn die älteren Generationen weggestorben sind und die jüngeren anders denkenden eine kritische Masse erreichen, wird sich wirklich was ändern.
So war das hier schon immer... mit oder ohne Ampel.


Alles Fleisch ist Gras und auf dem Felde ist alle Güte in der Blüte.
Und auch wenn die Blume abgefallen und das Gras getrocknet;
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  Geschrieben: 07.10.21 19:03
interessante beiträge hier.

also ich bin da auch auf KIs Seite: Alles legalisieren ohne irgendwelche APPs oder sonstwas. LSD konsumieren aber nur mit Sitter? Wenn man vernünftige Aufklärung bietet über Drogen, wie es zB auf Rauschkundes Youtube war, leider hat er ja Strikes bekommen und alle Videos gelöscht :-( oder eben Aufklärung wie hier oder bei E&R.

Dann kann auch jeder selbst entscheiden, wie er LSD, Koka oder sonstiges konsumieren möchte.

Leider sehe ich es auch eher wie StaniSlave. Glaube nicht, dass es eine Legalisierung geben wird. In BaWü gabs ja auch mal ne Zeit lang Alkverkaufsverbot ab 22 Uhr und als 2011 Grüne und SPD drankamen, hatten die beide im Programm, das Verkaufsverbot wieder abzuschaffen und es war im WahlOMat auch die erste Frage damals.

Trotzdem ist 5 Jahre lang nix passiert und der Käse wurde erst nach der darauffolgenden Wahl abgeschafft. War bei der Wahl übrigens wieder erste Frage im WahlOMat.

Also nur weil etwas ein Thema ist, was sich viele Menschen wünschen, was im Programm aller Parteien, die eine Regierungskoalition bilden, drinsteht, heißt es noch lange nicht, dass es auch kommt. Lobbyinteressen kommen offenbar *immer* zuerst.
 
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  Geschrieben: 08.10.21 01:27
Ich glaub da leider auch erst dran, wenn es soweit ist. Sicherlich haben wir in den USA jetzt schon seit einigen Jahren die Legalisierung in einigen Bundesstaaten. Da wir in D tendenziell vieles aus den USA gerne irgendwann übernehmen, habe ich schon seit Jahren die vage Hoffnung, dass es irgendwann so weit sein könnte. Da ich bei der letzten rot-grünen Regierung allerdings als erstes an Hartz 4 denken muss, bin ich erstmal nicht allzu optimistisch. Am Ende will sich dann vielleicht doch wieder keiner an seine Wahlversprechen erinnern oder man will dem Thema dann doch wieder keine größere Priorität einräumen. Außerdem erfordert es erstmal auch Mut, die Legalisierung durchzusetzen, viele werden protestieren. Und dann sprechen wir hier von Deutschland, ich kanns mir irgendwie noch nicht so recht vorstellen. Lasse mich aber natürlich gern positiv überraschen.

Einfach erstmal nur das gut funktionierende Coffeeshop-Modell wie in Holland, wo man ohne großen Aufwand und ohne Paranoia erstmal nur hochqualitatives Weed kaufen kann. Schon das wäre ein Traum.
 
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  Geschrieben: 08.10.21 01:48
zuletzt geändert: 08.10.21 02:01 durch gugu (insgesamt 1 mal geändert)
Einen Koffeeshop hatten wir in Hamburg...
Leider fingen sie dann an mit Koks zu handeln,was an der Beschaffungskriminalität um den Laden rum auffiel.
Der Laden wurde dann wieder dicht gemacht,leider.

Der Handel mit Dope und Gras wurde ne ganze Weile toleriert, nur wenn denn die "harten" Drogen mit ins Spiel kamen, ist die Polizei eingeschritten. Wobei auch harter Drogen Konsum auf offener Strasse teilweise toleriert wurde von der Polizei ohne Repressalien. Das war noch vor Schill.

Kiffen ist überall kein Thema hier. Es wird einfach überall gekifft.

Dennoch muss eine Entkriminalisierung der Konsumenten dringend kommen. Wie in Portugal zum Beispiel, wo der Konsum und Besitz aller Drogen bis zu einer gewissen Menge erlaubt ist. Das wäre ein guter Anfang.
Eine Legalisierung hingegen wäre ein Traum :)

Aber mir geht es ähnlich wie einigen hier, glaube es auch erst,wenn es soweit ist.

Von der Ampel Koalition erwarte ich mir nicht allzu viel.Die einzige Partei,der ich zugetraut hätte eine Legalisierung durchzusetzen,wäre die Linke gewesen. Oder die Piraten Partei. Schade.
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  Geschrieben: 08.10.21 10:28
gugu schrieb:
Einen Koffeeshop hatten wir in Hamburg...
Leider fingen sie dann an mit Koks zu handeln,was an der Beschaffungskriminalität um den Laden rum auffiel.
Der Laden wurde dann wieder dicht gemacht,leider.


So etwas ärgert mich masslos !
Leider gibt es immer wieder Vollidioten, die den Hals nicht voll kriegen. Damit zerstören sie viel, sehr viel. Wieviele Ärzte waren mal nette Kerle ? Sie mussten aber zu harten Brocken werden, weil sie sonst ausgesaugt worden wären von ihren Klienten, die immer mehr wollen, vor dem Haus pinkeln, das Vorhaus zunebeln und die Hausparteien lallend belästigen. "Normale" Patienten verirren sich nur selten hin. Und warum das Ganze ? Nur weil ein paar Wenige nicht weiter denken als ihre Nase lang ist. Wenn sie überhaupt denken, die garnichtdenkenden, sabbernden weggebrochenen Typen im Warteraum sind übrigens sogar für mich ein ekliger Anblick.
Das sind die Leute, die den Ruf der Drogen generell versauen. Man sieht die Extreme auf der Strasse, nicht aber den unauffällig kiffenden Nachbarn. Die Meinung wird aber zuallermeist über die Extreme gebildet ... Klar, dass dabei herauskommt Drogen sind Scheisse.
Hilft nichts zu lamentieren, wir werden sehen, wie sich die Sache entwickelt. Die Prohibition ist meiner Meinung nach so gut wie vorüber, sie hat sich ad absurdum geführt. Fragt sich, ob ich es noch erlebe. Wäre irgendwie mal was anderes, nicht praktisch täglich Gesetze zu übertreten, nur weil ich ein paar Spliffs puffe oder mir alle heiligen Zeiten einen Tee mache oder gar ein Schüssli gebe.
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  Geschrieben: 08.10.21 12:55
Die Legalisierung müsste doch ordentlich Steuern in die Kassen spülen.
Ich könnte mir vorstellen, dass diese Erkenntnis irgendwann den Damm bricht.
Stichhaltige Argumente haben in der Politik schlechte Karten –
aber der Mammon hat irgendwann noch jeden Widerstand aufgelöst.
Was meint ihr?
 
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  Geschrieben: 08.10.21 13:58
zuletzt geändert: 08.10.21 14:44 durch gugu (insgesamt 2 mal geändert)
Astronautilus schrieb:
Die Legalisierung müsste doch ordentlich Steuern in die Kassen spülen.
Ich könnte mir vorstellen, dass diese Erkenntnis irgendwann den Damm bricht.
Stichhaltige Argumente haben in der Politik schlechte Karten –
....
Was meint ihr?


Vor 10 Jahren wäre es ebenfalls schon so, und es war bisher kein Grund Cannabis zu Legalisieren. Denn es ist wie Du schreibst: "Stichhaltige Argumente haben in der Politik schlechte Karten."

In Wahrheit scheint der Staat und die Gesellschaft von der Prohibition zu profitieren.
Die Vielen Arbeitsplätze die da dran hängen!
Zwar würden neue geschaffen, aber viele Arbeitsplätze wären unnötig, Knäste die sich leeren würden, Ärzte und Pfleger,Drogenberater,die dann keine Arbeit mehr hätten. MPUs die Ausfallen würden. Gerichte,Anwälte und Polizei usw.

Es gibt auch noch einen Anderen Aspekt,der denke ich nicht zu unterschätzen ist.
Im kleinen sind Süchtige oft als Sündenböcke in ihren Familien der dreh und Angelpunkt.
Das ganze System der Familie, und das positive Selbstbild jedes Mitglieds,außer des Süchtigen, stützt sich auf den Süchtigen, das Problemkind.
Oft als Mobile dargestellt,oder viele Streben die sich am Süchtigen anlehnen.Geht der Süchtige aus seiner Rolle raus,fällt das ganze System in sich zusammen.

Und so funktioniert es auch auf Gesellschaftlicher Ebene.
Die Süchtigen haben eine Funktion.
Die anderen können nur gut sein und funktionieren, und ihr positives Selbstbild halten, weil sie auf andere herabblicken können, sich vermeintlich Sorgen können,sich als die Retter sehen können, sich daran stützen, dass andere, die Süchtigen, die Problem Menschen, ihr Leben anscheinend nicht auf die Reihe kriegen.
Es braucht die Sündenböcke.

Wenn die wüssten, dass die Vermeintlichen Süchtigen ihr Leben prima meistern könnten ohne die ganzen Repressalien und die Kriminalisierung! Viele müssten die Negativ Anteile, die sie so erfolgreich nach außen Verlagert haben, wieder integrieren und müssten sicher erst in Therapie gehen. lol

PS:
Mir fällt dazu noch eine Geschichte ein:
Ich habe mal ein Knast Führung mitgemacht, im Zuge meiner Ausbildung vor einigen Jahren, und zwar in Salzburg.
Nach der Führung, man durfte Fragen stellen, fragte ich den Polizisten, der die Führung gemacht hat, wie viele Süchtige denn hier im Knast sitzen? Er sagte es wären ca 2/3 der Insassen! Darauf fragte ich weiter, warum die denn überhaupt im Knast sitzen, wenn es doch eine Anerkannte Erkrankung ist? Ihm wurde sichtlich unangenehm. Er antwortete allen Ernstes, weil sie halt Kriminelle sind, von Natur aus sozusagen.
Das dazu.


......
Ja,KI, sowas ärgert mich auch!


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  Geschrieben: 08.10.21 14:31
Astronautilus schrieb:
Die Legalisierung müsste doch ordentlich Steuern in die Kassen spülen.


Ja, wenn ihnen Dinge einfallen wie: man muss eine Art Ticket lösen, will man zu Hause anbauen. Einen Zehner kostet dann jede Pflanze. Das würde schon Kohle bringen. Auch wenn ich das schäbig finde und nicht bezahlen würde.
Cannabis-Steuer, da beginnen die Augen des Finanzministers zu leuchten. Wäre die so hoch wie Alkohol- und Tabaksteuer, gäbe es wohl jede Menge illegalen Anbau und vor allen Dingen Import. Schon wieder illegal ... Verdammte Scheisse, die Gier nach Kohle macht uns noch alle kaputt. Auch jene, die - wie ich - nicht gierig sind.
Trotzdem bin ich gespannt, erwarte eigentlich eine Legalisierung zumindest in einer Light-Version um das Gesicht zu wahren. Das wäre dann aber eh schon die de facto-Legalisierung. Wenn sich seitens der Exekutive und Legislative keiner mehr um etwas kümmert ...
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  Geschrieben: 08.10.21 15:47
Warum sollte es denn keine MPU oder sonnstige Drogeneinrichtungen mehr geben ? Deswegen ist es noch lange nicht legal unter Drogeneinfluss Auto zu fahren oder sonstigen misst zu bauen. Auch Gefängnisse würden sich nicht leeren , nur weil Gras legal ist sind andere Drogen es trotzdem noch nicht und den Schwarmarkt und somit die Dealerei mit egal welcher Droge hört ja dann nicht plötzlich auf.


 
Traumländer



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  Geschrieben: 08.10.21 19:11
Nunja, das ist so zwar korrekt, aber realistisch betrachtet dürfte eine Legalisierung hier die Relationen doch deutlich verschieben. Zumindest in Bayern werden MPUs leider ja auch oft genug angeordnet, wenn gar kein aktiver Wirkstoffgehalt mehr im Blut ist. Würde man diesen Umstand beheben und zudem einen praxisnäheren erlaubten THC-Blutwert einführen (ähnlich wie etwa in einigen US-Bundesstaaten), sähe das diesbezügliche MPU-Aufkommen hierzulande gewiss deutlich anders aus.

 
Traumländer



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  Geschrieben: 08.10.21 21:39
'Im Jahr 2017 haben die zuständigen Führerscheinstellen in 19.328 Fällen eine MPU auf Grund von Drogenkonsum oder Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Medikamentenkonsum angeordnet, um die Fahreignung der Betroffenen begutachten zu lassen.'

TÜV Bericht - runden wir einfach auf 20.000 und sagen alle haben cannabis konsumiert (was nicht der Fall ist, ich schätze 1/4-1/3) dann nehmen wir an die MPU mit haar/pissanalyse + psych kostet pipapo 2.200, dann haben wir gerade mal 44.000.000€ zusammen.

Wenn wir davon ausgehen, dass wir so ca 5.000.000 Konsumenten in Deutschland haben, welche kp durchschnittlich (!!) im Monat 100 für Gras ausgeben, haben wir das alleine durch die Mehrwertsteuer im Endverkauf nach einem halben Monat wieder raus.

PS: nur ein Bruchteil der MPU kosten geht by the way an den Staat ?
stole ya secret sauce and i'm still on the scene;
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