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LdT-Forum » Konsum » Aufhören & Entzug » Der Clean werden oder bleiben-Motivations-Thread


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AutorBeitrag
Traumländer



dabei seit 2017
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  Geschrieben: 17.02.22 23:25
Ich muss nur noch von Benzos und Alk weg, dann hab ich’s geschafft. Ironie Ende
Unser gesamtes Universum ist vermutlich IN EINEM winzigen GLAS IRGENDWO AUF EINEM REGAL IM ZIMMER EINES ALIENKINDES ALS EIN PROJEKT FÜR DIE WISSENSCHAFSTSMESSE Für das ES EINE 3 BEKOMMEN HAT
Dauer-Träumer

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  Geschrieben: 18.02.22 08:42
LYNX schrieb:
Was ist/war denn Euer stärkster Antrieb, um clean zu bleiben / werden ?

^

Grüße
lexxy-the-lynx




Wennn du körperlich ein Wrack bist und dich 30 Jahre älter fühlst als du bist
ist der Punkt gekommen (für mich) entweder zu verrecken oder sein Leben zu ändern.
 
Traumland-Faktotum



dabei seit 2008
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  Geschrieben: 18.02.22 18:22
LYNX schrieb:
Was ist/war denn Euer stärkster Antrieb, um clean zu bleiben / werden ?

Ich kann selbsterprobt hier (einzigst wirksam über die Jahre bei mir) "wärmstens" (das war ironisch ;) ) einen heftigen Schuldkomplex empfehlen, turbomotorisiert zusätzlich in Kombination der allgesamten Liebe zu seiner Familie und jedem Wesen gegenüber das man weiters auch lieb hat. Eigenliebe allein hilft bei mir nicht, qua Ego kaum noch vorhanden (kann meinetwegen gern so bleiben), und sie hat wohl dadurch zumindest mir nie geholfen, leider.
Die Sucht ist zu teuflisch für einen alleine. ^^



Dem kann ich nicht ganz absprechen. Die Motivation, wirklich nicht mehr zu den Greens zu greifen, kam jedoch aus meinem tiefsten Inneren selbst.
Ohne, dass iwann die Überzeugung entsteht, ohne den gewohnten Stoff auskommen zu wollen/müssen/können, klappt kein Entzug.
~Das gefährlichste aller Rauschgifte ist der Erfolg. ~

William Franklin

Mens agitat molem !
Dauer-Träumer

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  Geschrieben: 19.02.22 09:38
Fjoozel schrieb:


, ohne den gewohnten Stoff auskommen zu wollen/müssen/können, klappt kein Entzug.



Stimmt so weit !
ODER
Das einem die Substanzen so dermaßen schaden das irgendwann die Erkenntnis kommt aufhören zu müssen.

In meiner Zeit im Osten waren die größeren Städte oft> 300 km weit weg.
NSG oder Gras oder Fliegenpilz oder selbstgebrautes gab es in jedem noch so kleinem Dorf.
Nur hab ich es so übertrieben das ich Nachts so gehustet habe oder der ganze Körper
vom aufkratzen eine einzige offene Wunde war.
Oder Getränke gebraut mit Bilsenkraut haben einen oft 2 Tage schachmatt gesetzt.
Und dann noch ein paar Tage bis man sein Gleichgewicht wiedergefunden hat.
So lebt man aber nur wenn man für sich keine Perspektive mehr hat.

 
Traumland-Faktotum



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  Geschrieben: 19.02.22 09:59
Andy I schrieb:


Stimmt so weit !
ODER
Das einem die Substanzen so dermaßen schaden das irgendwann die Erkenntnis kommt aufhören zu müssen.
So lebt man aber nur wenn man für sich keine Perspektive mehr hat.


Kann dem von dir geschilderten einen Wahrheitsgehalt nicht absprechen.
~Das gefährlichste aller Rauschgifte ist der Erfolg. ~

William Franklin

Mens agitat molem !
Ex-Träumer
  Geschrieben: 20.02.22 04:47
Azasel schrieb:
LYNX schrieb:
Was ist/war denn Euer stärkster Antrieb, um clean zu bleiben / werden ?


[...]Was will man für sich erreichen, warum will ich das? -Interne Faktoren
Und das Umfeld, Familie, Freundin, Beruf, was weiß ich -> externe Faktoren

Das ist der beste Weg zu gehen. Sucht euch stabile Leute mit einem guten Mindset, keine Energiesauger, ihr braucht maximal Sauger, um eure Wohnung zu reinigen. Hahahahahah

Bester Tipp ist eh bei jedem Entzug, die 24h Regel. Immer nur die aktuellen 24h zu überleben. Wer länger schaut, bringt oft eh nicht mehr den Willen auf den Berg zu bezwingen.

Herzlichen Dank, damit kann ich schon sehr viel anfangen. Es klingt absolut logisch und ist mir schlüssig. Die 24-Stunden-Regel kannte ich bereits, von den NAs, und sie ist wirklich gutes Handwerkszeug.

Ebenfalls absolut verständlich, danke, Andy I: Wer keine Perspektive für sich erarbeitet hat / aus der Gegenwartsrealität keine glaubhaft "erschwingliche" Zukunftsvision für sich ableiten kann, also wer einfach nur von purer Verzweiflung beherrscht ist, der muss eine Sicht der Dinge für sich als wahr erkennen, die einem selbst irgendwie glaubhaft ist, ansonsten ist die Schlacht verloren, bevor man überhaupt in den Kampf mit seiner selbst hat starten können.

Fjoozel auch danke Dir: Ebenfalls grundplausibel: Wo kein Wille, egal ob gezwungenermaßen oder aus freien Stücken, da ist kein Weg aus dem finsteren Tal der Abgründe.

Juhunger, gib Dich bitte nicht auf und lies vielleicht zu Ende, hoffentlich hilft es auch Dir etwas.


Wenn all das obige berücksichtigt ist, steigen die Erfolgschancen ganz sicher sehr drastisch! Ich danke Euch allen, Ihr konntet mir gut helfen mit Euren versch. Erfahrungen, Tipps und Meinungen.



Irgendwann hat man halt einfach genug und wer sich ernst nimmt wie es sein sollte, _muss_ tun was immer einem möglich ist, bevor wer sich sinnfrei und wie wertlos aufgibt und letztendlich sein Leben dauerhaft traurig zertaumelt.
Durch sinnlose Abwärtsspiralen hinab in wehrlosen Spasmen der schleichenden bis rasenden Selbstvernichtung, wenn man durch Selbstaufgabe am falschen Fleck das annimmt, was sich einprogrammiert hat über oft viele Jahre, da muss man Lebenszeit zu investieren bereit sein, bevor es zu spät ist und bis die Lebensqualität langsam aber stetig wieder steigen kann.

P.S.: Mein eigener Weg ist bislang endlich wieder sehr vielversprechend für mich (wobei auch das nur eine Meinung ist, jene von ein, zwei spezialisierten Experten, die dank vieler Unterstützer auch die mir eigene geworden ist - ich bin zuversichtlich, endlich wieder, gottseidank).
Mögliche Gründe, bestimmt mitverantwortlich:
Ich fühle mich geerdet, treibe Sport, habe intakte familiäre und soziale Gefüge vorhanden, gottlob, ich genieße sogar inzwischen eine gewisse bereits fühlbare Beständigkeit der Fortschritte, habe genügend Vertrauen geschöpft und auch etwas Ruhe + Stabilität auf einigen der wichtigen, relevanten Ebenen herstellen können (gut, dass man nicht ganz alleine allem ausgeliefert bleibt, wenn man wahrhaft Hilfe sucht - ich habe viel Gutes in Menschen erkennen dürfen auf diesem Weg, auch eine große Hilfe für meine Zukunft und die meiner Mitmenschen), ich pflege eine für mich (und andere) sinnvolle (Tipp für jeden: sozialer Sektor tut Herz und Seele gut) Tätigkeit, gegen - wenn auch geringe - monetäre Entlohnung.

Ich freue mich, all dies ohne Schönfärberei, Verdrängen, Ironie und/oder Bitterkeit berichten zu können und dürfen. Das insgesamt, ich weiß, ist bei weitem nicht selbstverständlich, meine ganze Wertschätzung dafür, denn ja, ich danke dem universellen, hoffentlich gottgegebenen und hin und wieder noch gefühlt chaotischen Schicksal, das mich umspielt wie Wellen meine Füße, wenn ich im Meer stehe, ohne noch weiter einzusinken bis es zu spät wäre! Und auch dem Schicksal muss man die Zeit geben, sich sowieso, ich glaube an ein gründliches, umsichtiges Vorgehen bis am Ziel der sichere Anker fallen kann.
Amen.
Om Shanti

Was ich erfahren darf: Ich wünsche es jedem Aspiranten auf die endgültige Nüchternheit ebenso, in jeweils maximal verfügbarer sowie individuell optimaler Form. Sieg oder Tod ;) Denn positives Denken ist auch etwas, was mir noch dazu eingefallen ist / was ich mir u.a. auch aus obigen Postings erschlossen habe. Der feste Glaube kann sehr hilfreich sein, in so gut wie jeder Lebenslage. Oder war das vielleicht schon gemeint mit Mindset? Denn aus festem Glaube (an sich selbst / Gott / das Universum / Glück / usw.) allein schon kann das dafür geschaffene Selbstbewusstsein und immer gefestigteres Selbstvertrauen entstehen, das sollte man auf dieser Reise unbedingt mitnehmen für sich, wenn man es ernst meint mit dem Kampf gegen destruktive Verhaltensroutinen für sich selbst und seine Liebsten.

So klappt hoffentlich ein Herumreißen des Ruders endgültig für uns alle, die nicht nur davon träumen, sondern aktiv ins wirksame Handeln gehen wollen in Richtung Heilung.
Denn eine solche ist MÖGLICH und hoffentlich jedem zugänglich, eines sicherlich baldigen, schönen Tages! Schaut nur nach vorne, und immer geradeaus!

LG
lexxy-the-lynx :)
 
Traumland-Faktotum



dabei seit 2008
1.157 Forenbeiträge
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  Geschrieben: 20.02.22 09:49
LYNX schrieb:

Mögliche Gründe, bestimmt mitverantwortlich:
Ich fühle mich geerdet, treibe Sport, habe intakte familiäre und soziale Gefüge vorhanden, gottlob, ich genieße sogar inzwischen eine gewisse bereits fühlbare Beständigkeit der Fortschritte, habe genügend Vertrauen geschöpft und auch etwas Ruhe + Stabilität auf einigen der wichtigen, relevanten Ebenen herstellen können (gut, dass man nicht ganz alleine allem ausgeliefert bleibt, wenn man wahrhaft Hilfe sucht - ich habe viel Gutes in Menschen erkennen dürfen auf diesem Weg, auch eine große Hilfe für meine Zukunft und die meiner Mitmenschen), ich pflege eine für mich (und andere) sinnvolle (Tipp für jeden: sozialer Sektor tut Herz und Seele gut) Tätigkeit, gegen - wenn auch geringe - monetäre Entlohnung.

Ich freue mich, all dies ohne Schönfärberei, Verdrängen, Ironie und/oder Bitterkeit berichten zu können und dürfen. Das insgesamt, ich weiß, ist bei weitem nicht selbstverständlich, meine ganze Wertschätzung dafür, denn ja, ich danke dem universellen, hoffentlich gottgegebenen und hin und wieder noch gefühlt chaotischen Schicksal, das mich umspielt wie Wellen meine Füße, wenn ich im Meer stehe, ohne noch weiter einzusinken bis es zu spät wäre!

So klappt hoffentlich ein Herumreißen des Ruders endgültig für uns alle, die nicht nur davon träumen, sondern aktiv ins wirksame Handeln gehen wollen in Richtung Heilung.
Denn eine solche ist MÖGLICH und hoffentlich jedem zugänglich, eines sicherlich baldigen, schönen Tages! Schaut nur nach vorne, und immer geradeaus!


Erstmal freut es mich sehr, dass du dich in deinem aktuellen Setting geerdet fühlst-ja, das ist sogar verdammt viel wert und ist Grundvoraussetzung für ein annähernd zufriedenes (und sogar funktionierendes?) Leben.

Mit der Wellen-Metaphorik hast du mich komplett gekriegt, Lexy-sehr sehr treffend beschreibt dies sowohl die Unerbittlichkeit, mit der sich Stimmungen und Mindset ändern als auch das Gefühl, mal zwei Schritte zurück, dann wieder voanrgespült zu werden.


Von Herzen alles Gute für dich <3
~Das gefährlichste aller Rauschgifte ist der Erfolg. ~

William Franklin

Mens agitat molem !
Ex-Träumer
  Geschrieben: 20.02.22 12:22
Fjoozel, ich danke Dir herzlich für Deine lieben Worte! <3
 
Traumländer



dabei seit 2015
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  Geschrieben: 22.02.22 07:06
zuletzt geändert: 22.02.22 08:46 durch InfraRed (insgesamt 1 mal geändert)
Ich bin bin hier zwar nicht mehr aktiv dabei, aber das LdT hat mich so viele Jahre begleitet, dass ich denen, die gerade damit kämpfen, etwas Hoffnung hier lassen will, auch wenn mein Name vielen nicht mehr bekannt sein dürfte.

Ich bin seit Ende Mai letzten Jahres komplett clean von Opiaten. Es gab ein einzigen Tag Anfang Januar, an dem ich eine (Eine!) Nase (Nase! Nix iv) sehr gutes Matt gezogen habe.

Es war schön. Mehr jedoch nicht. Kein Craving, kein Wiederholungsdrang. Das Gefühl war genauso intensiv schön wie auch künstlich.
Es ist ein Gefühl, dass ich mittlerweile auch so erleben und in zwischenzeitlich auch mal wieder knapp 6 Monaten clean sein mehrfach auf natürlichem Weg entstanden erfahren durfte.

Ich kann nicht sagen, ich nehme nie wieder H etc.
Aber ich hab das erste mal das Gefühl, ernsthaft und ehrlich sagen zu können: ich brauche keine Opiate mehr.
Ich hab gerade absolut keine leichte Zeit, seit fast ein Dutzend Wochen schon. Und obwohl die Möglichkeit besteht, empfinde ich kein Drang Heroin zu organisieren.

Soviel von mir. Und wer weiß, welche Rolle Opiate in meinem Leben über Jahre gespielt haben, bekommt mglw im innersten Gefühl eine Vorstellung davon, dass Genesung möglich ist.


Haut rein, bis irgendwann mal wieder.

Alan Watts schrieb:
There is no formula for generating the authentic warmth of love. It cannot be copied. You cannot talk yourself into it or rouse it by straining at the emotions or by dedicating yourself solemnly to the service of mankind. Everyone has love, but it can only come out when he is convinced of the impossibility and the frustration of trying to love himself. This conviction will not come through condemnations, through hating oneself, through calling self love bad names in the universe. It comes only in the awareness that one has no self to love.

Mal konkret: Wer ist wirklich pervers auf dem Planet?
Und zu vertieft in radikale Politik und Gebet
Die Welt steht in Flammen und keiner kümmert sich darum
Doch sag einmal das Wort „Fotze“ und alle drehen sich um
Traumland-Faktotum



dabei seit 2008
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  Geschrieben: 22.02.22 12:28
InfraRed schrieb:

Ich kann nicht sagen, ich nehme nie wieder H etc.
Aber ich hab das erste mal das Gefühl, ernsthaft und ehrlich sagen zu können: ich brauche keine Opiate mehr.
Ich hab gerade absolut keine leichte Zeit, seit fast ein Dutzend Wochen schon. Und obwohl die Möglichkeit besteht, empfinde ich kein Drang Heroin zu organisieren.



Puhh, das ist sowas von verdammt viel wert!
Meine Hochachtung und Respekt vor dieser selbst erbrachten Leistung-wirklich!
Du hast das schlimmste hinter dir, wie ich zu glaube, sagen zu können.
Klar besteht ein Leben lang die Möglichkeit, rückfällig zu werden und die frühere Sucht bleibt im Kopf-aber dennoch: Die mit Sicherheit unendlich harte Entwöhnung von solch einer Substanz, kann alles andere als einfach gewesen sein-also klopfe dir mal auf die eigene Schulter, zu einem Leben, ohne H!

Liebe Grüße und weiterhin von Herzen alles Gute für dich!

Fjoozel
~Das gefährlichste aller Rauschgifte ist der Erfolg. ~

William Franklin

Mens agitat molem !

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