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Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 13.12.10 02:14
Nunja, für so ziemlich jede Sucht sind ja meist mehrere Faktoren gegeben, ich informiere mich dahingegend und halte diese Faktoren möglichst gering um das Risiko einer etwaigen Sucht zu minimieren...

desweiteren ist einer meiner Leitsätze: Wenn es dir schlecht geht, lass die Drogen weg bis es dir wieder gut geht. Wenn es dir wirklich gut geht, kannst du Drogen nehmen, aber auch nicht im Übermaß sondern ab und zu als kleines Leckerli zum Lebensalltag. Drogen sollten ein Hobby sein, welchem man ab und zu nachgeht oder auch nicht, aber keinesfalls sollten sie dein Leben sein!
An manchen Tagen regnet es, und an anderen Tagen stört es dich nicht...
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 13.12.10 02:28

Zitat:
kleines Leckerli zum Lebensalltag


genau das sollte eine droge sein!


Zitat:
Wenn es dir schlecht geht, lass die Drogen weg bis es dir wieder gut geht.



Ja trifft z.B auf Gras zu aber bei Opiaten hast du das problem, dass du nicht wirklich checkst, dass es dir nicht gut geht. Bist noch geballert vom vortag, denkst dir : Jo ich hab jetzt den halben tag nix genommen, mir gehts prima- warum sollte ich nicht wieder was nehmen?

 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 13.12.10 02:31

redpower schrieb:

Zitat:
kleines Leckerli zum Lebensalltag


genau das sollte eine droge sein!


Zitat:
Wenn es dir schlecht geht, lass die Drogen weg bis es dir wieder gut geht.



Ja trifft z.B auf Gras zu aber bei Opiaten hast du das problem, dass du nicht wirklich checkst, dass es dir nicht gut geht. Bist noch geballert vom vortag, denkst dir : Jo ich hab jetzt den halben tag nix genommen, mir gehts prima- warum sollte ich nicht wieder was nehmen?



das Widerspricht meinem Konzept^^

diese Suchtfaktoren die ich bereits erwähnt hatte sind zu beachten und zu minimieren

Wiederholung ist der erste entscheidende Faktor für Suchtbildung
nur ein Vollidiot würde leugnen, dass dies nicht zur Bildung einer körperlichen und sogar psychischen Sucht führt.
man sollte sich daher über die Droge informieren und dementsprechend schauen wie man eine Sucht vermeiden kann

ein bisschen Weitsicht kann da nie Schaden


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Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 13.12.10 05:28
Finde den Thread sehr interessant. Nur da ich die Leute verstehen möchte und außer Kratom nie Opiate konsumiert habe, frage ich mich?

Ist die Sucht und Suchtbildung so viel anders als bei anderen Substanzklassen?


Ich kenne gewisse Sachen zwar Ansatzweise von Speed und Koks aber bei weitem nicht in dem Ausmaß. Und bei THC, Psychedelika, Benzos, Alkohol, Ketamin, N2O usw kenne ich derartiges überhaupt nicht.

Ich meine eigentlich halte ich mich an die selben Regeln wie Synthetic Darkness und komme damit ohne jegliche Probleme zu recht.


Zitat:

Was fasziniert mich so sehr an Opiaten? Es ist weder die schmerzstillende Wirkung noch das angenehme Wärmegefühl dass sie mir geben - es ist das Gefühl dass die Situation so wie sie gerade ist gut ist; das Gefühl mit der Welt und mir selbst im reinen und endlich einfach zufrieden zu sein.


Kenne das Gefühl auch nur zu gut von MDMA. Ich bin zu 110% mit mir selber und meiner Umwelt zufrieden und genieße einfach nur jeden Einzelnen Augenblick. Es fühlt sich an als wenn ich in die ganze Welt verliebt bin (oder zumindest die Musik, die Feiernden, mich selbst und die Disco^^). Vor allem ist es die ultimative Waffe gegen ein Problem das mich schon seit Jahren stört (teilweise sehr schüchtern und daher nicht so einfach Kontakt mit Fremden oder Leuten die ich nicht gut kenne).

Aber trotz allem würde ich nicht auf die Idee kommen es häufig zu nehmen und gehe auch zu 75% nüchtern feiern, weil ich eben weiß dass das ganze auch nach hinten losgehen kann und was besonderes für mich bleiben soll (daher nur alle 4-8 Wochen). Habe auch gar nicht das Verlangen danach es jedes WE zu nehmen, selbst wenn mir jemand gratis ne Pille schenken will.
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 13.12.10 06:54
Ich vermute einfach mal, dass die Arroganz der Konsumenten von Opiaten das ganze zutage bringt.
Anfänglich scheinen sie ja keine Nebenwirkungen zu bringen, geradezu alltagstauglich sind sie....

Im Anfangsstadium entwickelt sich dann diese Arroganz, in der man der Meinung sei, dass man im Gegensatz zu diesen bösen komischen "Junkies" alles unter Kontrolle hat und auch immer haben wird. Jedoch hat sich nach 2 Wochen Dauerkonsum sicherlich schon eine Toleranz eingestellt und das Absetzen würde extrem eklige Entzugserscheinungen bringen, sodass man weitermacht. Oder man macht noch länger weiter und erst dann kommen die ersten negativen Aspekte zu tage.

Ich versuche gerade den Gedankengang zu rekonstruieren, stimmt das so in etwa?
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Abwesende Träumerin



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ICQ
  Geschrieben: 13.12.10 12:43
zuletzt geändert: 13.12.10 12:56 durch ShyFlauschmaus (insgesamt 1 mal geändert)
Hm... findest du das Opiatkonsumenten arroganter sind als andere Konsumenten? Glaubst du nicht jeder "Junkie" glaubt seine Droge sei das Ultimative und alle anderen hätten einfach nicht den richtigen Durchblick? Diesen interessanten Trugschluss wirst du bei fast jeder Form der Abhängigkeit vorfinden. Ich glaube jeder der Drogen nimmt hat ein bestimmtes Schlüsselloch, da passt nicht jede Droge rein. Aber wenn sie passt dann möchte man es eben nicht mehr missen und das hat oft einen ziemlich gravierenden Kontrollverlust zur Folge. Vielleicht nicht von heute auf morgen, aber mit der Zeit wird es immer mehr die Droge sein die aus einem spricht.
Mit Opiaten ist es meiner Erfahrung nach so dass sie anfangs total unaufdringlich sind. Viele sind erst einmal richtig enttäuscht wenn sie eine Nase H gezogen haben, weil die zu erwartende Wirkung überhaupt so gar nicht den Idealvorstellungen entspricht. Wer vorher gewohnt war MDMA zu nehmen wird auf ein Aha Erlebnis warten - und möglicherweise wird es ausbleiben, weil Opiate total verdeckt agieren. Opiate fühlen sich irgendwie "natürlich" an. Es ist nicht die Form von impulsiven künstlichen Glücksschüben wie bei sämtlichen Euphorieerzeugenden Partydrogen. Opiate lernt man erst richtig kennen wenn man sich öfter mit ihnen und ihrer Wirkung befasst, ich finde erst dann lernt man die Wirkung zu schätzen. Das ist ein bisschen wie einen Flugführerschein machen^^

Vielleicht verkennen Viele die Gefahr in diesem Stadium schon, weil H zu alltagstauglich ist. Es gibt wirklich kaum negative Begleiterscheinungen die einen zum Nachdenken bringen und die sanftmütige Wirkungsweise lässt keine Dämonen hinter dem Angesicht dieser Droge vermuten. Warum auch? Alles friedlich, alles wattig, alles Supi! Ich war zu meiner H Zeit das umgänglichste und fluffigste Wesen dass man sich vorstellen konnte.

Automatisch schafft man sich ein Umfeld das diese Liebe teilt. Meine damaligen Feierfreunde haben das nicht wirklich verstanden wie man nur H nehmen kann! Also hab ich gesucht und Leute gefunden die das gleiche Hobby haben^^. Man ist nicht nur glückselig - sondern auch Teil einer großen Gemeinschaft die die gleichen Interessen verfolgen - Toll, oder???
Also warum hätte ich darüber nachdenken sollen was ohne H ist? Warum etwas an meinem Leben ändern wenn sich alles so gut anfühlt?

Das vermeintliche Erwachen kam erstmals als mir H nach zig Wochen halbwegs regelmäßigen Konsums sein wahres Gesicht zeigte, nämlich da als ich kein H mehr hatte. Hardcorekonsumenten mögen das wahrscheinlich als lächerliche Minientzugserscheinung bezeichnen, aber wer es das erste Mal am eigenen Leib erfährt weiss welches Potential in Opiaten wirklich steckt. Ich hab es wie zu erwarten überstanden, aber die Welt war nicht mehr die Gleiche danach. Ich schwor mir Opiate nur noch gelegentlich zu nehmen (nur noch einmal am Tag^^), denn so etwas Widerliches wie einen Entzug wollte ich nicht wiederhaben. Abhängigkeit ist scheisse!

Naja... H hat Türen geöffnet und so oft über meinen Verstand gesiegt - mich in meinem Hinterstübchen tausend mal überlistet und zu Boden gedrückt. Es ist eine Form der Ohnmacht in der man zwar aufgrund des gesunden Menschenverstandes begreift was passiert, aber es ist wie wenn man in Treibsand steckt. Je mehr du dich windest - desto tiefer sinkst du.

Zum Glück gab es einen Punkt in meinem Leben der mich für lange Zeit alles was mit Opiaten zu tun hatte vergessen ließ. Aber der Suchtdruck schläft nie und als ich am wenigsten damit gerechnet habe ist das passiert woran keiner mehr geglaubt hätte. Ich selbst am allerwenigsten. Und sobald du den Opiaten auch nur einen Minimalen Raum in deinem Leben einräumst, nehmen sie die ganze Hand und man hat wirklich Monatelang, wenn nicht länger wieder damit zu kämpfen diese Erlebnisse aus dem Kopf zu bekommen.


 
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  Geschrieben: 13.12.10 17:15
zuletzt geändert: 13.12.10 17:50 durch Hunk (insgesamt 1 mal geändert)
Und wenn alles legal wäre und man sich sein reines DAM zu einem angemessenen Preis ohne Kriminalisierung in ausgewählten "Drug Stores" (Eintritt erst ab 25 Jahren!) kaufen könnte, schmelzen die mit DAM zusammenhängenden Probleme dahin wie 'n Klumpen Hasch im Hochofen.

Btw: Opioidkonsumenten sind tatsächlich die willensstärksten Drogenkonsumenten, denn wenn der Durchschnittsdruffi nur einmal H probiert verkauft er nach zwei Jahren seinen dürren Arsch am Straßenstrich für den nächsten Druck wie mir 90% der User hier weismachen wollen.

Gelegentliche Opioidkonsumenten oder welche die die Abhängigkeit "besiegt" haben haben den Teufel (der hat's ja auch erfunden!!!) aber ganz schön im Regen stehen lassen, was jeder einzelne Heuchler hier mit Sicherheit nicht schaffen würde, weil bei solchen Leuten die Denke: Einmal dabei, für immer gefickt vorherrscht.
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  Geschrieben: 13.12.10 17:30

Hunk schrieb:
Und wenn alles legal wäre und man sich sein reines DAM zu einem angemessenen Preis ohne Kriminalisierung in ausgewählten "Drug Stores" (Eintritt erst ab 25 Jahren!) kaufen könnte, schmelzen die mit DAM zusammenhängenden Probleme dahin wie 'n Klumpen Hasch im Hochofen.



Um mal den Threadtitel zu zitieren: so einfach ist es nicht!!!

Ich geb dir ja Recht - mit einer Legalisierung und kontrollierten Abgabe kann man viele Probleme lösen - aber ganz sicher nicht alle, und es bleibt zumindest die Gefahr einer Abhängigkeitsentwicklung.
 
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  Geschrieben: 13.12.10 17:49

Clovenhoof schrieb:

Hunk schrieb:
Und wenn alles legal wäre und man sich sein reines DAM zu einem angemessenen Preis ohne Kriminalisierung in ausgewählten "Drug Stores" (Eintritt erst ab 25 Jahren!) kaufen könnte, schmelzen die mit DAM zusammenhängenden Probleme dahin wie 'n Klumpen Hasch im Hochofen.



Ich geb dir ja Recht - mit einer Legalisierung und kontrollierten Abgabe kann man viele Probleme lösen - aber ganz sicher nicht alle, und es bleibt zumindest die Gefahr einer Abhängigkeitsentwicklung.



Danke und nur kurz dann back to topic: Eine Abhängigkeit von DAM ist bei dessen pharmakologischen Eigenschaften und einer gesicherten Versorgung wie oben beschrieben eben kein Problem und somit auch kein stichhaltiges Argument, wir drehen uns hier im Kreis.

Anderes Beispiel: Du benötigst AD's um dein Leben leben zu können und wirst zwangsläufig abhängig davon (vielleicht musst du die auch ein Leben lang nehmen?). Spielt DIESE Abhängigkeit in der gleichen Liga wie eine Abhängigkeit von DAM? Wenn nicht, warum nicht?
Deal with it!
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 13.12.10 18:15

Hunk schrieb:

Clovenhoof schrieb:

Hunk schrieb:
Und wenn alles legal wäre und man sich sein reines DAM zu einem angemessenen Preis ohne Kriminalisierung in ausgewählten "Drug Stores" (Eintritt erst ab 25 Jahren!) kaufen könnte, schmelzen die mit DAM zusammenhängenden Probleme dahin wie 'n Klumpen Hasch im Hochofen.



Ich geb dir ja Recht - mit einer Legalisierung und kontrollierten Abgabe kann man viele Probleme lösen - aber ganz sicher nicht alle, und es bleibt zumindest die Gefahr einer Abhängigkeitsentwicklung.



Danke und nur kurz dann back to topic: Eine Abhängigkeit von DAM ist bei dessen pharmakologischen Eigenschaften und einer gesicherten Versorgung wie oben beschrieben eben kein Problem und somit auch kein stichhaltiges Argument, wir drehen uns hier im Kreis.

Anderes Beispiel: Du benötigst AD's um dein Leben leben zu können und wirst zwangsläufig abhängig davon (vielleicht musst du die auch ein Leben lang nehmen?). Spielt DIESE Abhängigkeit in der gleichen Liga wie eine Abhängigkeit von DAM? Wenn nicht, warum nicht?



Der Mensch ist bei realistischer Betrachtung ziemlich unfrei....er ist oft von Hormonen, unterschwelliger Werbepsychologie, Gesellschaftsnormen und Ideologien gesteuert.....muss das wirklich sein sich einer weiteren Instanz zu unterwerfen?

@ShyFlauschMaus: vielleicht sind Opiatkonsumenten in der Tat etwas arroganter, da die Herausforderung aufgrund der Gerüchte größer ist....oder ist aber jeder Konsument gleich arrogant wenn er meint, er könne eine Droge auf Dauerkonsum unter verschluss halten.....


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  Geschrieben: 13.12.10 18:37
Ich lese das von Dir, Hunk, immer wieder und bisher habe ich an keiner Stelle eine Ausführung von Dir dazu gelesen. Du sprichst immer von einer Reduktion der Nebenwirkungen von Heroin auf Verstopfungen, und eine Abhängigkeit wäre ja auch nicht schlimm wenn der Preis und die Verfügbarkeit stimmen würde - aber kannst Du bitte mal diese Vorstellung konkretisieren? Zahlen wären interessant, was handfestes, Polemik hat man hier schon oft genug gelesen. Was ist mit Produktionskosten von Diacetylmorphin, Vertriebskosten usw. usf.? Von welchen Konsummengen (unter deiner Voraussetzung von Verfügbarkeit und Preislage) täglich oder monatlich wird hier gesprochen? Wer soll für die Versorgung zuständig sein? Privatwirtschaft? Staatlich finanzierte hochpotente Morphine für Frau/Mann von nebenan? Was ist mit der Abgrenzung von Schmerzpatienten und denen, die aus anderen Gründen (sei es Hedonismus oder das, von dem die Threaderstellerin hier gesprochen hat, die Gründe für den Einzelnen, mit dem Konsum von DAM anzufangen, sind wahrscheinlich vielfältig) regelmäßig Heroin konsumieren? Was passiert, wenn ein Mensch, der aus sonstigen Gründen DAM nimmt, mal wegen Schmerzen behandelt werden muss, allerdings eine Opioidtoleranz hat und die Ärzte ihn dann erst auf die richtige Dosis einstellen müssten, wenn dafür aufgrund der Dringlichkeit der Behandlung keine Zeit bleiben würde? Eventuell hab ich da ja was überlesen, erbitte Aufklärung und Quellen, wenn möglich.


"Das Dasein ist ein Seiendes, das nicht nur unter anderem Seienden vorkommt. Es ist vielmehr dadurch ontisch ausgezeichnet, daß es diesem Seienden in seinem Sein um
dieses Sein selbst geht."

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  Geschrieben: 13.12.10 18:40
zuletzt geändert: 13.12.10 18:56 durch Hunk (insgesamt 1 mal geändert)

Synthetic Darkness schrieb:
Der Mensch ist bei realistischer Betrachtung ziemlich unfrei....er ist oft von Hormonen, unterschwelliger Werbepsychologie, Gesellschaftsnormen und Ideologien gesteuert.....muss das wirklich sein sich einer weiteren Instanz zu unterwerfen?



Warum dem Menschen dann aber noch mehr Freiheiten nehmen? Und DAM kann durchaus eine Befreiung sein, da man die Dinge anders sieht. Und wenn die Substanz mehr positives als negatives hat und gut verträglich (ein Leben lang wenn's sein muss) ist? Will sagen in dem du die Instanz DAM als oberste Instanz anerkennst und dadurch einige der Dinge du nanntest durchschaust und sich davon nicht mehr manipulieren lässt, zum Beispiel der Konsumterror, glaubst du ein DAM Nutzer springt da drauf an?? Wäre das nicht ein Vorteil?

Gleich gibt es Ärger mit Clovenhoof, also wer mit mir über DAM diskutieren möchte, bitte im Heroin Substanzfaschismus weitermachen.

EDIT BETA: Ich würde gerne deinen Post in meinem anderen Thread beantworten. Wärst du so freundlich und kopierst ihn rüber? Dann kann ich dort einen Doppelpost oder eine erneute Bearbeitung vermeiden. Danke.
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Abwesender Träumer



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ICQ MSN Skype
  Geschrieben: 13.12.10 19:07
zuletzt geändert: 13.12.10 19:26 durch BwieDieter (insgesamt 1 mal geändert)
Also ich hab mich aus der ganzen Debatte bisher rausgehalten, fühle mich jetzt aber dann doch mal zu einem Post hingerissen.
Zum Ersten: Eine Sucht ist keine Böse Hexe, sondern logische Konsequenz eines anhaltenden Konsums von bewusstseinsverändernden Substanzen.
Dass hier einige Leute die Sucht vermenschlichen und als eigenständiges Wesen zeichnen, dass SIE verführt hat, kann ich nicht nachvollziehen. Da liegt der Schluss nahe, dass diese Menschen lediglich ihr Gewissen beruhigen wollen:" Ich kann ja nix dafür, das war die böse Sucht, die mich ganz überraschend (*grins*) von hinten gepackt hat!"
Die Entscheidung, zum wiederholten Male zu konsumieren, liegt immer noch bei mir. Treffe ich dann die Entscheidung, weiter zu konsumieren und handle mir damit eine Abhängigkeit ein, bin ich ganz allein Schuld daran.
Ich bin selbst körperlich abhängiger Opikonsument,und mir vollkommen bewusst, dass ich selbst und nicht die Droge schuld ist an meiner Abhängigkeit.
Zweitens: Mich wundert, dass du, Hunk, es immer noch nicht leid bist, Heroin (oh entschuldige - war das schon wieder abwertend? Dann halt DAM...) als problemloses Allheilmittel darzustellen.
Du scheinst den Vergleich Heroin-Fentanyl sehr oft zu gebrauchen, um darzustellen, dass die Leute die Gefahr des einen über- und des anderen unterschätzen, weil es ihnen so eingeprügelt wurde. Soweit O.K.
Aber fällt dir nicht auf, dass noch niemand sich wie du für Fentanyl stark gemacht hat und es als Allheilmittel propagiert hat, dass man am besten überall an Leute ab 25 abgeben sollte?
Leidet Fentanyl also auch unterm "Substanzfaschismus"?
Du tust immer so, als hätten alle Leute einen tierischen Hass auf Heroin, würden sich aber grundsätzlich Fentanyl ohne Rücksicht auf Verluste geben. Das stimmt so nicht! Die meisten hier sind, entgegen deiner Meinung, gar nicht abwertender Heroin gegenüber eingestellt als Fentanyl oder ähnlich "gefährlichen" Drogen. Mal den Phenazepamthread gelesen? Da wimmelt es vor Warnungen, das Zeug NIE anzurühren. Vielleicht setzt du dann demnächst mal bei dieser Droge die rosarote Brille auf und propagierst die kontrollierte Abgabe an jedermann.
Fakt ist einfach: Du stehst mehr auf Heroin als andere, und deswegen müssen die anderen den Heiland im Heroin erkennen und bekehrt werden, sonst sind sie Ungläubige und werden von dir mit Totschlagargumenten belegt.
Wie gesagt, ich verstehe deine Motivation für diese anhaltende Missioniererei nicht.
ansonsten: Word@beta
Will hier keinen Kleinkrieg anzetteln - ist halt meine Denke.

LG, der Dieter

Edit: Schon geschehen!
Kein Alkohol am Steuer!
Ein Hügel auf der Straße reicht und sie verschütten alles!
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  Geschrieben: 13.12.10 19:12
Dieter kannst du mir den gleichen Gefallen tun wie Beta? Dann ist es einfacher... Dank vorab.
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Abwesende Träumerin



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ICQ
  Geschrieben: 14.12.10 12:03

Zitat:
so ich hab mich aus der ganzen Debatte bisher rausgehalten, fühle mich jetzt aber dann doch mal zu einem Post hingerissen.
Zum Ersten: Eine Sucht ist keine Böse Hexe, sondern logische Konsequenz eines anhaltenden Konsums von bewusstseinsverändernden Substanzen.
Dass hier einige Leute die Sucht vermenschlichen und als eigenständiges Wesen zeichnen, dass SIE verführt hat, kann ich nicht nachvollziehen. Da liegt der Schluss nahe, dass diese Menschen lediglich ihr Gewissen beruhigen wollen:" Ich kann ja nix dafür, das war die böse Sucht, die mich ganz überraschend (*grins*) von hinten gepackt hat!"
Die Entscheidung, zum wiederholten Male zu konsumieren, liegt immer noch bei mir. Treffe ich dann die Entscheidung, weiter zu konsumieren und handle mir damit eine Abhängigkeit ein, bin ich ganz allein Schuld daran.
Ich bin selbst körperlich abhängiger Opikonsument,und mir vollkommen bewusst, dass ich selbst und nicht die Droge schuld ist an meiner Abhängigkeit.



Ich frage mich an dieser Stelle wieso es dann sogar überaus intelligenten und willenstarken Menschen nicht gelingt einen Schlussstrich zu ziehen?!
Findest du es nicht einfach zu sagen: "Ich weiss ich bin abhängiger Opioidkonsument, ich bin schuld und nicht die Droge". Beruhigst du damit nicht auch DEIN Gewissen. Du nimmst es hin und sagst für dich ist es okay. Könntest du aufhören wenn du es wolltest? Lässt einen die Sucht nicht irgendwo glauben es wäre alles deine Ambition?

Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber ist es nicht ein bisschen so dass Sucht wie ein Trojanisches Pferd funktioniert? Oder wie eine Art Virus der es vermag gesunde Zellen einfach umzuprogrammieren?
Krempelt einen die Sucht nicht nach und nach schleichend um so dass man denkt man käme ohne die Droge eigentlich gar nicht mehr zurecht? Viele die die Sucht dann erkennen können sich dann glaub ich oft ein normales Leben vor der Sucht gar nicht mehr vorstellen weil das Hirn total umprogrammiert wurde.

Und nochwas interessiert mich. Glaubt ihr Sucht und Abhängigkeit ist Klassenspezifisch? Soll heissen werden Menschen aus Unterschichten eher süchtig als aus Oberschichten?


Wach auf, wach auf sei bereit was zu sehen, mach dich locker um mit mir auf die Reise zu gehen. Lass dich treiben und komm vergiss den Alltag in dir, nimm den Zug zu den Sternen und sei glücklich mit mir!

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