your psychedelic community
   Werbung
kratom.eu


LdT-Forum

LdT-Forum » Konsum » Tripberichte » LZ: Sklave des Alkohols


« Seite (Beiträge 16 bis 30 von 31) »

AutorBeitrag
Traumländer



dabei seit 2010
507 Forenbeiträge
1 Tripberichte
3 Galerie-Bilder

Homepage
  Geschrieben: 02.05.17 12:03
Sehr bewegend und gut geschrieben, danke fürs teilen und dir vor allem alles gute für die Zukunft. verliebt
Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben...
... man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.
Traumländer



dabei seit 2006
322 Forenbeiträge
4 Galerie-Bilder

  Geschrieben: 03.02.19 22:00
wirklich guter tb. mein vater ist letztes jahr im januar an seinem alkoholismus gestorben. er war knapp über 60. leberversagen, ich habe ihn die letzten wochen begleitet und versucht davon zu überzeugen ins kh zu gehen. die enzephalopathie hat ihn glauben lassen, er sei gar nicjt krank... komplett grün, gerochen wie der tod persönlich. aus allen körperöffungen blut.
wenn ich dir etwas mitgeben darf, dann dass du so nicht sterben willst. ich erspare dir jetzt weitere details. er war hochfunktional und ist fast bis zum schluss arbeiten gewesen als prokurist in einem systemhaus. jeden abend aber schnapps bis zur besinnungslosigkeit. er sah aus als ob er schwanger war, heute wissen wir, dass der "bierbauch" gefüllt mit blut und wasser war. wenn die leber aussteigt sucht sich das blut einen anderen weg... trotz allem war er sehr intelligent, naja bevor die leber komplett versagt hat.

was ich dir wirklich raten möchte, falls du hier noch liest, ist dass du wirklich mit diesem gift aufhören musst. es wird dich töten und zwar langsam und grausam.

peace

psy

 
Abwesender Träumer

dabei seit 2007
554 Forenbeiträge

  Geschrieben: 04.02.19 17:44
Lieber Autor,

bist du noch aktiv hier und magst vielleicht ein Update geben? Sollte dir die Abstinenz mittlerweile nicht gelungen sein, hab ich einen Ratschlag für dich welcher dir das Leben retten kann: Baclofen

Kannst auch gerne versuchen Kontakt mit mir aufzunehmen, dann erzähl ich dir mehr darüber. Oder google es einfach, es gibt 2 deutschsprachige Foren mit vielen Infos.
 
Anonym
» Thread-Ersteller «
  Geschrieben: 14.02.19 11:56
@psy und Drain

Danke für eure Antworten.Das mit deinem Vater tut mir wirklich leid! Ich kenne Baclofen. Doch ich bekomme mittlerweile eine Cannabis Theraphie aufgrund meiner schlechten körperlichen Verfassung von der KK bezahlt.

Damit komme ich bisher von allen möglichen Pillen,Theraphien usw.... am ehesten klar!!!

Bin jetzt seit Oktober mit einem Ausrutscher komplett trocken!


 
Traumland-Faktotum

dabei seit 2006
2.126 Forenbeiträge
3 Tripberichte

  Geschrieben: 17.02.19 12:52
Anonym schrieb:

Denn der Grossteil war entweder dement oder halb tot. Bei mir war es zeitlich beschränkt, aber die alten Leute hier, bleiben bis zu ihrem Tod hier. Ein furchtbarer Gedanke! Deswegen vertehe ich die meisten Menschen nicht warum sie so alt wie möglich werden wollen. Irgendwann treten Verschleisserscheinungen des Körpers auf und man "kackt" auf gut Deutsch ab und ist auf fremde Hilfe angewiesen.


Weil dein Bewusstsein immer noch das selbe ist und nur der Körper altert. Welcher normale Mensch würde denn auf die Idee kommen, sein Leben vorzeitig zu beenden? In der Reife sollte man genügend Verantwortungsbewusstsein haben, um zu sehen, dass man mit sowas seinen Hinterbliebenen nur schadet und möglicherweise ein nicht heilbares Trauma hinterlässt.
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2011
761 Forenbeiträge

  Geschrieben: 17.02.19 16:23
@stillermitleser:

Leider begreifen das die Wenigsten, da Heime, Psychiatrien etc., also "totale Institutionen", von unserer Gesellschaft anerkannt und gestützt werden, als selbstverständlicher Teil des öffentlichen Lebens begriffen werden. Gerade in BRD nimmt das fast wahnhafte und apostolische Züge an.

Für den Threadersteller freue ich mich sehr, da er offenbar eine Lösung gefunden hat, um aus der Giftspirale (der ich, am Wochenende, auch unterlegen bin) herauszukommen. Super, dass Du ein Rezept für das nicht-toxische Cannabis bekommst, womit Wahrscheinlich auch Dein Craving weitgehend eingedämmt ist. Aber Baclofen zusätzlich könnte nicht schaden, ich würde zumindest mal über einen Versuch nachdenken! Gibt inzwischen eigentlich in fast jeder größeren Stadt Ärzte, die davon gehört haben und es als "IGeL"-Leistung verschreiben!
I'm sure of my mental health
cause I'm always talking to myself
Anonym
» Thread-Ersteller «
  Geschrieben: 10.05.19 21:33
zuletzt geändert: 11.05.19 10:33 durch Anonym (insgesamt 3 mal geändert)







@Murneltiersalbe

Danke das du meinen Bericht gelesen hast. Kenne einige Posts von dir und schätze dich sehr. Ja Baclofen hilft sehr zum "ruhiger" werden. Aber bei einer Indica Sorte (die rar ist momentan) genügt diese völlig. Das Sativa ist für den Tag und um zum nachdenken sehr gut. Mir wird immer mehr bewusst und das ist insbesondere bei Fehlern und Situationen wo ich ausgenutzt wurde sehr schmerzvoll. Doch es ist eine gute Therapie um Dinge aufzuarbeiten. Alkohol ist eine so eine miese Droge da sie einen gleichgültig und "dumm" macht. Da man diese Scheuklappen hatt. Unter Cannabis bin ich zwar berauscht aber bin noch bei Verstand. Das merke ich dadurch, dass mir Dinge aufallen ( beispielsweise zahlte ich zuviel Beitrag bei nem verein). Letztes Jahr merkte ich das nicht oder ließ es bleiben. Dieses Jahr bemerkte ich das und ließ ich mir auch nicht dreinreden( als stimne das schon so)sondern machte was ich für richtig hielt und bekomme jetzt entsprechend das zuviel bezahlte zurück. Also ich veränder mich zum positiven was mich stolz macht. Als Beispiel. Aber gerade bei zuviel Probleme auf einmal ist es hart, da ich ja auch keinerlei Mechanismen habe wie ich damit umgehen soll, da ich alles immer weggeschoben habe. Aber dadurch auch nicht wirklich weiterentwickelt bin. Cannabis ist deswegen für mich ein guter Mittelweg. Ich muss mich Probleme stellen, aber kann es dämpfen.



 
Traumländer



dabei seit 2009
289 Forenbeiträge

  Geschrieben: 14.05.19 20:26
Wow, bin echt sprachlos, hab selten so einen ergreifenden Bericht gelesen. Ich bin ja momentan auch auf einer Soziotherapie eben hauptsächlich wg. Alk. Dein Bericht hat mich wirklich ins grübeln kommen lassen.

Therapeutisch sehr wertvoll!
"Da Wenne und da Hädde sand zwoa Bläde"
Anonym
» Thread-Ersteller «
  Geschrieben: 19.11.19 19:03
Das freut mich wirklich sehr, dass mein LZB dazu beiträgt, den eigenen Konsum zu reflektieren und gegebenenfalls auch zu überdenken.

Wichtig ist mir auch in aller Deutlichkeit klarzumachen, dass Alkohol ebenso eine Droge ist wie Kokain oder Heroin. Das darf man nie vergessen!!! Aber deswegen ist ein normaler Konsum
ebenso möglich wie mit anderen Drogen auch. Aber sobald eine Droge eingesetzt wird um negatives welcher Art auch immer zu verdrängen, wird es gefährlich.

Doch das ist eben das Problem an dieser Droge. Es ist ein Teil vom Rausch, dass man auf alles scheißt und man sich mit jedem weiteren Bier, eine Mauer um sich hochzieht. Errichtet hält der Suff alles fern. (Das mit der Mauer hab ich irgendwo mal gelesen, aber es beschreibt die Sache sehr gut.) Man macht sich keine Gedanken mehr 🤔

Das mag im ersten Augenblick verlockend sein. Doch man muss sich bewusst machen , dass diese Scheuklappen akut zwar eine gute Lösung sein können, doch man bleibt bei regelmäßigen Konsum im Kopf und somit in seiner Entwicklung stehen. Ich bin 30 Jahre alt, aber in manchen Sachen nicht reifer wie ein 17 Jähriger.


Das wird einem aber erst bei längerer Abstinenz bewusst. Wenn man seine "Karriere" reflektiert. Das ist verdammt hart und schmerzhaft gewesen und ohne mein Cannabis (für mich) kaum zu ertragen gewesen. Doch einer der wichtigsten Prozesse, denn dadurch habe ich endlich meine Einstellung zum Leben geändert und nehme mittlerweile wieder am Leben teil. Gehe sogar arbeiten. Diese Selbstteraphie hatt mir wirklich geholfen und tut es auch weiterhin. rasta








 
Abwesender Träumer



dabei seit 2017
149 Forenbeiträge

  Geschrieben: 12.04.20 20:20
Ich finde deinen Bericht unglaublich gut und mitnehmend, musste natürlich auch 10/10 geben. Auch ich habe mich an vielen Stellen wieder erkannt und wurde dadurch noch mehr emotional mitgezogen. Ich war auch lange Zeit vom Alkohol abhängig und habe mir damit so einige Scheiße im Leben und meiner Entwicklung angetan sowie sehr entwürdige und traumatisierende Peinlichkeiten in meinen Familien- und Freundeskreisen erlauben müssen, die mich bei Erinnerung psychisch immer noch mitnehmen.

Ich habe mit 17 angefangen und 2 Jahre lang missbraucht, sehr früh dann auch täglich und morgens mit harten Sachen wie Wodka beginnend. In der Schule, bei Treffen mit Freunden, beim Sport, egal wo, stets am nachlegen, immer heimlich und möglichst geruchlos, sodass es schön keiner mitbekommt. Das hat unglaublich gut funktioniert, was mir immer noch ein Rätsel ist. Grundsätzlich verwendete ich es aber nicht "recreational", sondern für meine depressiven Verstimmungen und sozialen Ängste, weshalb ich so abhängig geworden bin. Zu Beginn war das Gefühl und die Erlösung meiner Probleme unglaublich und wie von Gott geschenkt. Dem mit auf alles scheißen und nichts mehr checken, stimme ich zu. Es ist einfach so schön leicht mit Alkohol weiterzumachen. Doch ich muss ebenso erinnern, dass niemand als Person wächst, wenn man sich durch einen solchen Substanzgebrauch so stark und durchgehend in seiner Komfortzone befindet. Man unterdrückt seine Gedanken und Emotionen und begegnet nie der Natur, sich als Person mental, emotional usw. weiterentwickeln zu müssen sowie zu können. Wenn man es übertreibt und nicht moderiert, bleibt man genau dort stehen, wo man angefangen hat. Zurückgeblieben. Dabei dachte man sich, mit der ganzen Scheiße zu helfen.

Ich wünsche Dir und allen mit ähnlichen Erfahrungen und Umständen das Beste!
Take risks. If you win, you will be happy, if you lose, you will be wise.
Abwesender Träumer



dabei seit 2014
64 Forenbeiträge
1 Tripberichte

  Geschrieben: 12.04.20 21:40
Sehr guter Bericht!

Ich habe auch sehr viele Parallelen zu meiner Alkoholabhängigkeit gesehen und konnte so ziemlich jede Situation mitfühlen, da ich sie selbst erlebt habe. Zum Beispiel dieses Gewürge und Kotzen jeden morgen(weiß nicht mehr ob du tiefer darauf eingegangen bist, aber du hast dir ja auch den Magen-Darm-Apparat ziemlich zerschossen....)
Ich bin jetzt seit Dezember 2018 trocken und hatte in der Zeit vllt 5-6 kleine Ausrutscher (der "heftigste" waren 6 Bier beim Pfingstmarkt letztes Jahr und der letzte ist mittlerweile über ein halbes Jahr her mit 2 Bier)
Zwar hab ich auch ne Suchtverlagerung zu Benzos, aber damit komme ich und vorallem mein Körper viel besser klar, zumal ich die gerade abdosieren will und wieder bei einer therapeutischen Dosis angelangt bin, denn leider bin ich zeitweise richtig hart mit den Dingern abgestürzt.

Ich hoffe das bleibt so, mir kommt zwar teilweise das Würgen, wenn ich nur an Bier, Wein oder egal was für Getränke denke... Und die Benzos helfen mir auch. Aber wie ist das, falls ich irgendwann weg davon bin oder doch mal wieder schwach werde (Ein kleiner Ausrutscher wäre zu verschmerzen.... ABER - sobald ich auch nur einen Hauch von Kater verspüre, ist die Sache gelaufen und ich trink weiter (meine bisherige Erfahrung).

Ich sehe das wie du, Alkohol ist eine Droge - eine der schlimmsten sogar. Er gehört nicht in Supermärkte und Tankstellen, sondern in Fachgeschäfte, wo meiner Meinung nach auch alle anderen gängigen, zur Zeit illegalen, Drogen, wie Cannabis, Kokain und co. hingehören (nicht dieser ganze RC- oder NPS-Mist, den es eigentlich nur gibt, weil die "richtigen" bzw "klassischen" Sachen verboten sind.
Das ist aber ein anderes Thema....
Menschen, die keine Drogen nehmen, haben mehr Probleme mit Drogen als Menschen, die Drogen nehmen.
Anonym
» Thread-Ersteller «
  Geschrieben: 19.04.20 14:44
zuletzt geändert: 21.04.20 04:56 durch Anonym (insgesamt 2 mal geändert)
@Dankeapotheke

Vielen Dank für die positive Bewertung und deine offenen Worte. Du sagst es : Soziale Angst usw... Irgendwie sind wir Alkis da alle ähnlich gestrickt. biggrin

Ich war ja viel in Entgiftungen und der größte Teil der Alkoholiker wurden zu dem aus eben solchen Gründen. Sehr gehemmte Menschen die so verschlossen sind weil es an Selbstwertgefühl und Sozialen "Mut" fehlt aus sich rauszukommen. Aber soziale Interaktion machen eben das Leben aus!

Das führt eben dazu das man keine Mädels kennen lernt und sonstige Sachen verpasst, die eben nur passieren wenn man offen ist und aus sich rauskommt.

Das habe ich leider auch erst seit kurzem kapiert. So wie viele andere Sachen. Das eben nur mit persönlichen Wachstum einhergeht wie du schon so schön sagtest. Dazu muss man aber einen Alkohol freien Kopf haben. Ansonsten funktioniert das nicht, man scheißt da dann sowieso drauf.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft aus dem Sumpf rauszukommen exclaim

@DerChiller

Auch dir danke für das Lesen und die positive Bewertung dafür. Ja dieses Morgendliche gekotze und reinwurgen das esendlich drinbleint vor allem weil die hälfte des Schnaps immer im Eimer landete (2,50€). Nee, dass war wirklich furchtbar und wünsche ich niemandem!

Respekt! 🏅
Das du jetzt so lange trocken bist! Rückfälle passieren, aber du hattest nur einige Ausrutscher. Mein Gott.... Passierte mir auch ein paar Male. Aber solange du nach dem Aufwachen nicht gleich wieder weiter machst ist das kein Ding. Das erfordert sehr viel Kraft! Ich habe das Cannabis was meine Lebensversicherung ist!!! Du musst so klar kommen, da zieh ich meinen Hut vor dir!!!

Alkohol ist die schlimmste Droge. Ich habe viel ausprobiert, aber KEINE Droge hatt mich so entwürdigt und zerstört. Insbesondere dieses totale Abschießen /wegrichten fehlte mir bei anderen Drogen komplett.
Aber auch war ich auf anderen Substanzen nie völlig handlungsunfähig und "dumm". Da wusste ich was ich mache und taumelte nicht umher.

Das Recht sein für sich passendes Rauschmittel zu wählen und legal kaufen sollte wirklich jeder haben. Sich mit einem Rauschmittel zu berauschen, dass einem nicht zu einem Opfer macht das ausgenutzt/vergewaltigt wird weil man eh nix mehr rafft und den Körper nebenbei derart zerstört. Aber das ist wie gesagt ein anderes Thema.....


Joa was Benzodiazepine betrifft kann ich ebenfalls ein Lied singen. Fangt nie damit an. Das Zeug frisst sich in den Körper und man hatt zum Teil noch über Jahre Entzugserscheinungen!!! Kein Witz.
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2014
64 Forenbeiträge
1 Tripberichte

  Geschrieben: 19.04.20 15:38
Vielen Dank! razz
Naja, komplett ohne Substanzen komme ich bei Leibe nicht aus.
Wie gesagt, hab ich jetzt die Benzos an der Backe. Und auch, wenn ich weiß, dass ich noch sehr lange darauf angewiesen sein werde und vllt nie komplett davon loskomme, ist mir das 1000 mal lieber, als wieder auf Alk zu kommen.
Sogar, wo ich zeitweise bei 20 Rivotril am Tag war (inkl Blackouts, Ausraster, fast die Bude abgefackelt weil mit Kippe weggenickt) ging es mir weitaus besser. Zwar weiß ich nicht mehr viel davon, aber immerhin konnte ich wieder vernünftig essen und (normale Getränke) trinken um nur eines von vielen Verbesserungen zu nennen.
Naja und Cannabis rauchen tu ich auch, substituiert mit 1000mg Morphin am Tag, Lyrica für Notfall....
Aber wie gesagt, lieber das alles und ich bin in 15 Jahren noch am Leben und einigermaßen fit, als vom Arzt noch einmal hören zu müssen, dass ich in 4-5 Jahren garnicht mehr aufhören brauch zu trinken, wenn ich so weitermach - falls ich dann überhaupt noch lebe.
(Das war eine Woche vor der Entgiftung, seit dem ich trocken bin - da war ich im normalen Krankenhaus wegen Mallory-Weiß und Prädelir....Und war mein Warnschuss Nr 1 - Nr 2 war bei der Aufnahme in der Entgiftung, wo ich mit nem Alkohol-Schock zusammengebrochen bin und 4 min lang wiederbelebt werden musste) Und da hab ichs gerafft: Schuss Nr 3 wird kein Warnschuss, sondern ein Kopfschuss. Erst als innerhalb einer Woche 2mal Intensivstation und fast gestorben. Soweit musste es erst kommen.
Ich hab auch so ziemlich alles durch an Drogen und KEINE hat annähernd so viel Schaden angerichtet, wie der Alkohol. Selbst von krassesten Misch-ODs hatte ich nie so einen Kater, wie nach einem Tag mit relativ wenig Alk, mal als Beispiel....
Menschen, die keine Drogen nehmen, haben mehr Probleme mit Drogen als Menschen, die Drogen nehmen.
Anonym
» Thread-Ersteller «
  Geschrieben: 20.04.20 06:16
zuletzt geändert: 21.04.20 04:54 durch Anonym (insgesamt 1 mal geändert)
@der Chilller

Defenitiv. Alles andere ist "besser" als dieser Drecks Alk. Lyrica ist auch ein verdammt wichtiges Medikament für mich, da mir dies zumindest für ein paar Stunden "Eier wachsen lässt". Da braucht keiner versuchen mich zu bescheißen oder sonstwie blöd zu kommen. Da kann ich auch ungehemmt reden und komm aus mir raus. Es ärgert mich nur das ich nach dem aufwachen wieder der alte war. Ähnlich wie die Szene in dem Film ,, Ohne Limit " wo er nach dem aufräumen usw. wieder aufwacht am Morgen. Ich kann mich souverän verhalten aber ich wachse nicht an Situationen die eben mit Überwindungen einhergehen. Diese erledigt das Lyrica ja für einen.

Das ist eben nur eine andere " Verpackung " mit ähnlichen Inhalt.

Aber ich bin eben von Natur aus schüchtern und meine Erziehung durch meine Eltern haben viel damit zu tun.
Das ist mir bei einem Streit aufgefallen wo ich cool blieb und meine Mam was fieses sagte und wegrannte aus der Situation. WTF? Das war wie bei mir. Da merkte ich das diese viel dazu beigetragen hatten wie ich bin und mich in Streit GENAUSO verhielt wie sie.

Bei uns wurde nie über Probleme geredet. nur geprügelt. Mein Arsch war oft grün und blau. Sowas geht nicht mit der 🖐🏼..... aber das möchte ich nicht mehr hocholen.

Mit meiner Familie bin ich fertig. Die interessierten sich eh nur für ihre Drecks Firma und steckten mich da ins Heim, da für mich keine Zeit war.... Jetzt können Sie mich auch mal. Bin jetzt fast 36

Sowas alles aufzuarbeiten und sich schrittweise (verdammt ist Veränderung hart) zu verändern kostet viel Kraft, Überwindung und Disziplin. Mein Cannabis ist da wirklich ein treuer Begleiter und Helfer. Mittlerweile bin ich nicht mehr "Dauernett", sondern sag jemandem unverblümt die Meinung. Früher hätte ich mir stundenlang den Kopf darüber zerbrochen ob derjenige mich jetzt nicht mehr mag usw.... Bis ich halt nachgekippt habe. Das muss ich jetzt nicht mehr, jetzt geht's mir am Arsch vorbei. Der Pisser scheißt sich auch nix um mich, versucht eher das ganze auszunutzen.

Alles kann man aber nicht ändern, vor allem den lebenslangen Abstinenz Kampf. Lyrica nehme ich weiterhin, aber nicht mehr im übertriebenen Sinne, denn dadurch wächst man genauso wenig. Aber manchmal sind sie gut und können weiterhelfen und sind anderweitig hilfreich und ich danke Gott für das Medikament.


Aufgrund meiner körperlichen Verfassung bin ich auf Oxy eingestellt..... das zu missbrauchen geht nur bedingt da sie andernfalls nicht mehr gegen meine Schmerzen helfen. Da muss man ja zum berauschen fast so steigern wie bei Lyrica

Das oxy einteilen ist echt manchmal nicht einfach aber machbar. Schnaps könnt ich mir NIEMALS einteilen.

Ich konsumiere weiterhin andere Drogen, aber wie im Bericht erwähnt stellen diese bis heute kein Problem dar. Ich habe damit ein bedachteres Konsummuster.

Alkoholschock? Meinst du damit eine Alkohol Vergiftung? Hast auch ziemlich viel kacke erlebt. Aber es hatte seinen Sinn der dich diesen Entschluss fassen ließ.

Das konsumieren andere Drogen ist ok solange es kein Problem wird. Ganz ohne kann und will ich auch nicht leben. So wie die "Normalos" auch. Ohne ☕ am Morgen rasten manche aus, Nur weil es gesellschaftlich toleriert ist bleibt Koffein auch eine Droge. Von daher......


solange der Kaffee nicht mit nem Schuss Alk gepimpt wird ist alles gut. Ich wünsche dir alles Gute und weiterhin viel Erfolg deinen Weg zu gehen. Vorallem ohne Alk den gesamten Weg einzunehmen weil man so torkelt


 
Abwesender Träumer



dabei seit 2014
64 Forenbeiträge
1 Tripberichte

  Geschrieben: 25.04.20 13:04
Ja, manch einer kommt mit bestimmten Drogen super klar, wo andere innerhalb kürzester Zeit die Kontrolle verlieren.
Aber auch objektiv betrachtet sehe ich Alkohol als eine der gefährlichsten und schlimmsten Drogen.

Mit Alkohol-Schock meinte ich, dass ich innerhalb von ca 2 Stunden, ca 3 Liter Weißwein in mich reingeschüttet hab (vom Aufstehen bis ich auf dem Klinikgelände war) und auf dem Weg vom Parkplatz zur Station nochmal n Liter auf Ex. (also insgesamt 4 Liter... plus ordentlich Restalkohol). Und Benzos hatte ich die Tage zuvor auch vermehrt genommen...
Ich hab mal gehört, dass wenn man zu viel Alkohol aufeinmal in kürzester Zeit trinkt - auch bei Toleranz - dieser etwas Zeitversetzt wirkt und dann schlagartig die Blutgefäße erweitert. Und dann sackt das Blut vom Kopf nach unten, man kippt um und der Kreislauf ist im Keller.
Medizinisch fällt das wahrscheinlich unter "Alkoholintoxikation", also wie du schon meintest. Aber das was ich grade beschrieben hab, ist ja - medizinisch gesehen - ein Schock.
Deswegen hab ich das einfach mal so genannt...
Menschen, die keine Drogen nehmen, haben mehr Probleme mit Drogen als Menschen, die Drogen nehmen.

« Seite (Beiträge 16 bis 30 von 31) »

LdT-Forum » Konsum » Tripberichte » LZ: Sklave des Alkohols











Impressum   Kontakt   Nutzungsbedingungen