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LdT-Forum » Drogen » Pharmazeutika » Opiat und Opioid - Sammel- und Übersichtsthread


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AutorBeitrag
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 10.11.20 16:08
Sobald Morphin vollständig protoniert ist, verbessert weitere Zugabe von Säure die Löslichkeit nicht (ist laut dem Artikel ab einem pH von 5,8 der Fall).
Das mit dem Citrat hat scheinbar nichts damit zu tun, dass Morphin protoniert wird. Der pH wurde bei den Messungen durch einen Phosphat-Citrat-Puffer näherungsweise konstant bei 5,6 gehalten, da ist das Morphin also sowieso vollständig protoniert. Im Artikel wird gemutmaßt, dass sich bei diesem pH (also im Sauren) ein gut löslicher Komplex zwischen Citrat und Morphin bildet (im Basischen verbessert die Zugabe von Citrat die Löslichkeit laut Artikel nicht). Wenn das stimmt, sollte die Gegenwart von Sulfat daran nichts ändern und die Zugabe von Zitronensäure/Citrat auch die Löslichkeit von Morphinsulfat verbessern (pH < 5,8 vorausgesetzt).
Aber ich hab das noch nicht ausprobiert, also ist das alles nur graue Theorie.
 
Moderator



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  Geschrieben: 11.11.20 04:23
Ich habe ein Paper auf dem PC, in dem gezeigt wird (und auch grafisch dargestellt) welchen Einfluss die Faktoren Hitze, pH und Dauer bei der Extraktion von Morphin aus Mohn spielt. Und dort liegt das Morphin zumindest teilweise auch schon protoniert als Mekonatsalz vor.
Dennoch zeigt das Paper klar, dass es sehr eindeutige, aber auch sehr naheliegende Trends gibt: Je heißer, saurer und länger, desto mehr Morphin wird gelöst. Bei pH 1 ist mit Abstand am meisten Morphin extrahiert worden.
Wiederspricht also dem, was Du schilderst.
Bezüglich des Citrats und eines möglichen Morphinkomplexes damit ist mir nichts bekannt, aber das Anion könnte durchaus als Chelat Komplexbindungen eingehen, also unwahrscheinlich ist das nicht. Ob das Sulfat dabei stört ist aber nicht klar, bis man es nicht testet. Ausschließen kann man es nicht grundsätzlich, zumal es mit den Citratanionen um die positive Ladung am Ammonium konkurrieren.
“The United States is also a one-party state but, with typical American extravagance, they have two of them.”

-Julius Nyerere, ehem. President von Tansania
Traumländer



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  Geschrieben: 11.11.20 13:12
Hey Leute,

ich bräuchte mal eben schnell euren Rat. Ich habe hier 2x100mg Substitol als Kapsel. Eigentlich war ich am überlegen sie mir zu schießen, aber dann dachte ich doch vernünftigerweise um (1. mal schiessen und dann auch noch was mit Talkum? Total behämmert einfach nur, typisch, aber...) und will sie jetzt rektal nehmen.

Es ist eine Kapsel Substitol mit Morphinsulfat. Wie stelle ich das jetzt am besten an? Weil Tabletten müssten aufgekocht werden, richtig? Und bei dem Pulver einfach in Wasser lösen, in die Pumpe (ich dachte 5ml Spritze, damit ich auch tief genug rein komme) und dann hinten rein.

Soweit alles korrekt?

Bin mal eben die Spritzen und Tabak kaufen.


LG
MagicDreams

 
Endlos-Träumer



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  Geschrieben: 11.11.20 13:26
Fast korrekt @MagicDreams aufkochen musst du sie das hast du richtig erkannt allerdings sollte dir eine 2ml Spritze für dein Anliegen reichen da du "nur" im Besitz von 200mg bist. Ich nutze meistens die 2ml Spritzen von braun die haben nämlich eigentlich ein Fassungsvermögen von 3ml.
Jedenfalls ziehst du dir 2ml Wasser auf, welches du dann auf einen Löffel gibst und auf das Wasser kommt dann das Morphinsulfat welches du aus den Substitol Kapseln bekommst. Dann das ganze langsam erhitzen bis sich alle Kügelchen aufgelöst haben. Nun heißt es nur noch warten und zwar circa 10 Minuten bis sich über dem Wasser eine Wachsschicht gebildet hat welche du dann leicht abnehmen kannst um danach die Lösung wieder in die Spritze aufzuziehen.

5ml Spritzen halte ich bei Mengen wie 200mg unangebracht kann aber auch sein das ich mich täusche.

Den rektalen Konsum muss ich nicht erklären nehme ich an? Dann mal viel Spaß damit!

Grüße
How do you run from what is inside your head?
Endlos-Träumer



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  Geschrieben: 11.11.20 13:28
@MagicDreams - Substi besteht meines Wissens aus Kügelchen. Irgendein Paraffin, das die Retardierung gewährleistet.
Zum Schießen kocht man die auf, wartet, bis das Fett ausgehärtet auf der Oberfläche schwimmt, nimmt es weg und zieht die verbleibende Lösung durch einen Filter in die Pumpe. Und ab damit ...
Über für und wider von Substi iv gibt es schon so viele Diskussionen, ich halte mich da raus. Ich beschreibe wie es geht, damit kenne ich mich aus, das habe ich lange Jahre gemacht - wissend, dass es nicht gut ist.
Bestimmt hatte ich viel Glück, dass keine Schäden auftraten/blieben. Aber wirklich sauberes Arbeiten unter allen Umständen hat sicher mit dazu beigetragen.
200mg sind für jemand ohne Toleranz eine unangenehm hohe Dosis, wenn nicht gar schon gefährlich. Kommt auf viele Faktoren an. Aber man kann sein Glück schon mal überstrapazieren ...
Grüsse
Bom Shankar, Bom Shiva, Bembele Bom Bom
Traumländer



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  Geschrieben: 11.11.20 13:39
zuletzt geändert: 11.11.20 13:55 durch MagicDreams (insgesamt 1 mal geändert)
Hey,

danke für die schnellen Antworten. Ich habe ja gesagt, habe mich gegen den i.v. Konsum entschieden, aber das mit dem Aufkochen und Aufllösen der Kügelchen, das hätte ich jetzt eben falsch gemacht.

Prima, dann kanns ja losgehen.

Ich habe ne recht hohe Tilidin Toleranz, ich werde so 60-80mg nehmen, das soll ja auch ne weile brauchen bis es wirkt meine ich.

Ich werde berichten. Falls noch irgendwas nicht richtig ist, lasst es mich wissen, ich bereite alles vor. Zu den Spritzen: Ich hatte immer die mit 5ml genommen, weil man die nicht bis zum Anschlag reinschieben muss, find ich etwas angenehmer.

Danke schonmal.
LG
MagicDreams


edit: Ich glaube es scheint so zu klappen, wie es soll. Hab es aufn Löffel, dann die 100mg drauf, bissl mehr Wasser, aber ist ja egal. Dann langsam erhitzt, sodass es _nicht_ kochte, sondern nur warm wurde quasi, dann merkte man gleich, dass die Kugeln sich lösen. Jetzt warte ich aufs Abkühlen und zieh dann das Wachs mit ner Pinzette oder so ab. Die Flüssigkeit dann in die Pumpe, richtig?
Am Wachs kann ja auch noch Wirkstoff kleben, das futter ich einfach....
 
Endlos-Träumer



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  Geschrieben: 11.11.20 13:55
zuletzt geändert: 11.11.20 14:05 durch schlafmohntee (insgesamt 1 mal geändert)
@MagicDreams- Die Spritze sollte sowieso nicht weiter als 1 maximal 2 Zentimeter eingeführt werden da es dann irgendwelche Probleme mit der Leber gibt die ich dir leider gerade nicht genau erklären kann bin mittlerweile doch ziemlich durch.

Rektal dauert es übrigens nur 5 Minuten bis die ersten Effekte zu spüren sind und nach knappen 30 Minuten sollte die Wirkung voll da sein.

Nicht vergessen das weniger oft mehr ist wenn es ans dosieren geht ;-)

Bei deinem Edit hört sich soweit alles richtig an!
How do you run from what is inside your head?
Moderator



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  Geschrieben: 11.11.20 17:29
Das Problem beim zu tiefen Einführen beim Rektalkonsum ist, dass die Blutgefäße, die das hinten liegende Gewebe versorgen, in die Pfortader münden, welche direkt zur Leber führt. Also macht man da einen Aufwand, um letztendlich doch nicht den First-Pass-Effekt zu umgehen.
“The United States is also a one-party state but, with typical American extravagance, they have two of them.”

-Julius Nyerere, ehem. President von Tansania
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 11.11.20 23:30
Neopunk schrieb:
Extraktion von Morphin aus Mohn
Da geht es dann aber eher um das Verteilungsgleichgewicht und v.a. die Kinetik (Faktor Zeit). Die Menge an verwendetem Lösungsmittel ist wahrscheinlich so groß, dass das Löslichkeitsgleichgewicht gar keine Rolle spielt.
Das mit der Abhängigkeit der Löslichkeit in Wasser vom pH ist eigentlich für alle Amine ähnlich. Ab einem bestimmten pH liegt so wenig freie Base vor, dass diese nicht mehr die Löslichkeit limitiert. Dann spielt nur noch die Löslichkeit der protonierten Form eine Rolle, und die ist abhängig vom Löslichkeitsprodukt mit den Anionen, die in der Lösung vorhanden sind. Da besteht dann kein direkter Zusammenhang mehr mit dem pH (siehe dazu auch diesen Artikel, der die Löslichkeit einiger Medikamente in Abhängigkeit des pH untersucht).

Neopunk schrieb:
Ob das Sulfat dabei stört ist aber nicht klar, bis man es nicht testet. Ausschließen kann man es nicht grundsätzlich, zumal es mit den Citratanionen um die positive Ladung am Ammonium konkurrieren.
Sulfat ist eine schwächere Base als Citrat, deshalb würde ich vermuten, dass Sulfat da keinen großen Einfluss hat.

Ich wollte auch eigentlich keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen ^^. Zitronensäure ist halt billig und einfach zu bekommen, deshalb wäre es wohl nicht schwierig, einfach auszuprobieren, ob man damit die Löslichkeit von Morphinsulfat in Wasser deutlich verbessern kann (wie es die erwähnte Quelle vermuten lässt). War vllt. aber auch eine blöde Idee von mir, weil selbst wenn das funktioniert, es für den rektalen Konsum vermutlich keine gute Idee ist.
 
Traumländer



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  Geschrieben: 12.11.20 20:19
Neopunk schrieb:
Das Problem beim zu tiefen Einführen beim Rektalkonsum ist, dass die Blutgefäße, die das hinten liegende Gewebe versorgen, in die Pfortader münden, welche direkt zur Leber führt. Also macht man da einen Aufwand, um letztendlich doch nicht den First-Pass-Effekt zu umgehen.


Interessant, dass wenige Zentimeter einen derartigen Unterschied machen.
Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass es beim tieferen Einführen der Pumpe
zu einem späteren Wirkeintritt kommt als wenn es nur ca. 2 Zentimeter sind.

Wenn man sich DAM "zu tief" rektal verabreicht, hat das dann einen Einfluss auf die Metabolisierungsroute? Oder bleibt es bei DAM-6MAM-Morphin?

Greez Snooky
"Miep mich nicht an, man!"
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 06.12.20 12:16
Heyho ich war bis zum 1.12 in der Klinik und habe mich auf buprenorphin einstellen lassen gleichzeitig haben mir die Drops einen Platz bei einem substitutionsarzt klar gemacht für die Zeit danach . Ich war auf 6mg eingestellt gewesen und hätte Anfang letzter Woche entlassen werden sollen , jedoch war mein Arzt in dieser Woche auf Fortbildung oder so also sagten die in der Klinik ich könnte noch ne Woche dranhängen aber einfach so würde das die Krankenkasse nicht hinnehmen ich müsste mit irgendwas wieder runter da die benzos schon länger draußen waren lyrica und subutex waren ja fest bei mir also hieß es entweder oder

Also sind wir jeden Tag um 0,4mg bupre runter und ich wurde mit 4mg am Dienstag entlassen . Mittwoch dann erste mal bei dem doc gewesen dem das zu erklärt und er hat es wieder auf 6mg angehoben und Donnerstag gefragt wie es ist ich sagte dem es ginge mir schon viel besser . Jedoch hätte ich jetzt schon doch gerne 8mg und weis nicht wie ich das dem Arzt sagen soll weil ich ja offensichtlich nicht Entzügig bin ?
 
Endlos-Träumer



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  Geschrieben: 06.12.20 14:25
Iqos, wenn du auf Bupre umgestellt wurdest und mit 6mg klar kommst, warum machst du nicht weiter in Richtung weniger ?
Glaubst du, dass es einen Unterschied macht, ob du 6mg oder 8mg nimmst ? Törnen wirst du sicher nicht, also spürbaren Effekt wirst du nicht erleben.
Bupre eignet sich soo gut zum Abdosieren. Man kann ganz unabhängig und eigenständig so abdosieren, wie man es für gut hält. Man kann fast sagen, dass es ein bequemer Entzug ist (vergleichsweise natürlich), wenn man langsam und ohne Druck abdosiert mit Bupre.
Ich habe mehrere Entzüge so gemacht - von H hochdosiert kommend, von M hochdosiert kommend - und war immer happy, dass ich danach wirklich was spürte vom H.
Grüsse

Bom Shankar, Bom Shiva, Bembele Bom Bom
Traumland-Faktotum

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  Geschrieben: 06.12.20 23:41
Also da du ja nicht wirklich runter willst, obwohl ich k1 echt recht geb. Antworte ich.

Hast du suchtdruck? Ich will jetzt keine Anleitung posten, aber wenn sonst rückfällig werden würdest, würde ich genau da ansetzen. Wenns wirklich Suchtdruck bei dir ist, wirst du jetzt wisse, worauf ich hinaus will und es dir selbst zusammen setzen können.

Persönlich, sage ich, ist es auch besser langfristig sauber zu sein und keinen Mist zu bauen, sich zu belügen, als zwanghaft runter zu dosieren.
 
Moderator



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  Geschrieben: 07.12.20 18:03
Snooky schrieb:
Wenn man sich DAM "zu tief" rektal verabreicht, hat das dann einen Einfluss auf die Metabolisierungsroute? Oder bleibt es bei DAM-6MAM-Morphin?


Also grundsätzlich bliebe es bei DAM -> 6-/3-MAM -> Morphin
Aber das ist ja nicht das einzige, was metabolisch passiert. Und zwar wird Morphin am Amin zu Normorphin N-Demethyliert. Da dieser Prozess hauptsächlich in der Leber stattfindet, würde man also wie bei oraler Einnahme (natürlich nicht so drastisch) die Substanz dadurch inaktivieren.
Ansonsten spielt auch der Phase II-Metabolismus insbesondere bei Morphin eine große Rolle, denn das Morphin-6-glucoronid, welches ebenfalls in der Leber gebildet wird, ist deutlich stärker als Morphin selbst und trägt somit zur Wirkung des Morphins bei.
Es sollte also insgesamt davon mehr gebildet werden. Aber beim Heroinkonsum geht's ja in erster Linie um's 6-MAM und nicht um das Morphin, insofern spielt das alles eher eine Nebenrolle.
“The United States is also a one-party state but, with typical American extravagance, they have two of them.”

-Julius Nyerere, ehem. President von Tansania
Traumländer



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  Geschrieben: 16.02.21 18:35
Erdnuss schrieb:
Ich werde mich die tage nochmal ranmachen und eine richtige Anleitung schreiben. Ich weiss das es möglich die morphonbase komplett vom rest zu trennen. Ich hatte am ende reine kristalline morphinbase/salz.

Gedulde dich etwas und sammel substis weil mit 200mg mavht das keinen sinn


Ich habe vor einiger Zeit mal nach dem Basen von Morphin gefragt und wollte mal nachfragen wie es mit der Anleitung aussieht die du posten wolltest?
Oder ist diese in einem anderen Thread gepostet worden?
 

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