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Traumland-Faktotum
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| Geschrieben: 21.02.06 00:21 |
Zitat: ... und draußen is die kalte graue Welt, ohne Liebe und voller unschöner Dinge.
... irgendwann in den 90ern gab es dafür mal ein Modewort: "Cocooning" - man spinnt einen Kokon um sich - dazu passt übrigens auch die Grafik, die ihr aus dem o.g. Zitat gemacht habt...
Wenn man böse wäre, könnte man allerdings behauptet ihr schaut nur bis zum eigenen Tellerrand. Bei mir ist alles friedlich - was kümmert mich die böse Welt da draußen...
Das kommt mir vor wie dieser Schutzraum der z.B. auch in Michael Moores: "Fahrenheit 9/11" vorkommt. "You can sit in here, drink your finest Bordeaux, while Chaos is around you." - der Gipfel der Ignoranz und eine gute Metapher für das westlich/kapitalistische Verhalten der Mehrheit unserer Bevölkerung.
Mensch Leute - ich kiff ja auch - aber macht es Euch wirklich soooooooo desinteressiert?
Vielleicht sollten doch mehr Leute Pilze, Meskalin oder LSD nehmen - nicht oft. Eher so wie es Huxley empfiehlt. Vielen würde es sicher gut tun, die Probleme nicht einfach wegzukiffen sondern sie in ihrer Klarheit wenigstens einmal zu sehen - einmal eine weitere Eigen- und Weltsicht zu haben.
Nishwa schreibt auf Seite 2 (glaub ich) in diesem Thread, das er nicht dafür kann, daß Cannabis eine Modedroge geworden ist.
Warum ist sie das? Und warum gerade Cannabis als Massenphänomen?
Oh Mann - ich kenn es doch selber. Mit Gras sind eben auch die Probleme egaler. Stattdessen bekommt man ein geiles Gefühl und ist scheinbar mit sich und der Welt im Reinen. Andere Dinge werden wichtiger. Man kann sich an Musik mehr erfreuen - sie besser wahrnehmen und genießen. Auch sexuelle Abenteuer werden interessanter. Mein Gott ich könnte noch soviel positives über das Feeling schreiben...
Aber leider akzeptiert man auch scheinbar unabänderliche Situationen, fügt sich in sein (vermeintliches) Schicksal (bei gleichzeitig wachsender innerer Ablehnung). Wenn man es übertreibt (und einem nicht nur die äußere - sondern auch die innnere Welt) egal wird. Steht man dann irgendwann vor einem wahrlich nicht mehr änderbaren Scherbenhaufen.
Damit möchte ich nicht dem Verbot den Weg reden. Meiner Meinung nach gehört (auf Konsumentenseite) keine Droge ins Strafrecht. Der Handel muß geregelt werden (bei der einen Droge so - bei der anderen so).
Ein gelegentlicher Konsum von Cannabis führt natürlich nicht in die Lethargie und es wird jetzt sicher viele geben die sagen, das sie auch mit täglichem Konsum klarkommen - schön wenn sie es können...
Für mich hatte Kiffen jedenfalls extreme Auswirkungen. Ich konnte es reduzieren. Ich bin für Legalisierung aber gegen Verharmlosung.
Mehr Huxley - weniger Leary !!! Ich blogge zum Thema Drogenpolitik:antonioperi.wordpress.com
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