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LdT-Forum » Drogen » Sonstige chemische Drogen » Heroin - Das Opfer des Substanzfaschismus


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AutorBeitrag
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 18.12.14 01:16
baderator schrieb:
du empfindest es als wenig, dass 1ner von 4 sein leben lang mit suchtproblematiken zu kämpfen hat?
das ist ja wohl ein schlechter scherz


Im Vergleich zum Ruf von Hero? Ja, definitiv. Es wird immer so getan, dass mensch Heroin nur einmal zu lange anschauen muss um suechtig zu werden, da finde ich 25% doch relativ wenig, wobei ich denke, dass die Zahl deutlich niedriger waere, wenn eine breitere Gesellschaftsschicht konsumieren wuerde. Meiner Meinung nach sind es zur Zeit eher Menschen, welche aufgrund ihrer Persoenlichkeitsstruktur sowie sozialen Verhaeltnissen sowieso ein erhoehtes Abhaengigkeitsrisiko besitzen, die sich ueberhaupt erst auf Heroin einlassen.
 
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  Geschrieben: 14.06.17 00:20
Auf dem Weg zu selbstgebrautem Heroin?


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  Geschrieben: 14.06.17 19:03
Hunk schrieb:



Eine Art Easy Autoflower wie bei Cannabis? Interessante Vorstellung ;)
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  Geschrieben: 14.06.17 20:16
So in der Art, Delete.

Du brauchst im Grunde nur diesen modifizierten Hefestamm und dieser kann bereits jetzt (oder zum Zeitpunkt des Artikels 2015) Vorgängerstoffe von Opiaten herstellen - deren Weiterverarbeitung zu Diacetylmorphin praktisch nur noch Formsache ist. Soweit habe ich es zumindest verstanden.

Ob der Hefestamm nun schon soweit ist, dass er alle Schritte bis zum fertigen Diacetylmorphin (oder auch nur Morphin wäre schon geil) alleine durchführen kann, weiß ich allerdings nicht.

Die größte Schwierigkeit wäre dann für die Herstellung von Heroin zu Hause nur der Zugriff auf diesen Hefestamm. Oder die Infos was man an normaler Hefe ändern muss und einen Molekularbiologen. Sobald du das Ding mal hast, kannst du praktisch unbegrenzt daheim im Kochtopf Heroin brauen... Es lebe die Wissenschaft!^^
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  Geschrieben: 14.06.17 21:49
Na, ich würd mir den Hefestamm in der Darmflora etablieren. Dann kann der da aus allem was ich esse, immer fleissig Stoff machen.
Hätte auch den Vorteil: die Bullen könnten nix sagen! :-D
 
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  Geschrieben: 14.06.17 22:30
Die Synthese von Morphin aus Reticulin ist alles andere als "Formsache". Da gehört schon ne gute Portion Skill dazu. Ich schätze, dass niemand, der nicht einige Erfahrung mit präparativer Chemie hat, mal eben ne Morphin-Totalsynthese hinkriegt.

Edit: hab grade gesehen, dass Saccharomyces Cerevisiae, also Backhefe dazu im Stande ist, aus Reticulin Morphin zu synthetisieren. Inwiefern das normale Backhefe betrifft oder ob das genetisch veränderte Hefe ist, hab ich jetzt auf die Schnelle nicht gelesen. Bin sehr müde und noch dazu emotional down, von daher keine Lust gehabt mich damit jetzt eingehend zu beschäftigen.
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  Geschrieben: 15.06.17 02:17
Neopunk schrieb:
Die Synthese von Morphin aus Reticulin ist alles andere als "Formsache". Da gehört schon ne gute Portion Skill dazu. Ich schätze, dass niemand, der nicht einige Erfahrung mit präparativer Chemie hat, mal eben ne Morphin-Totalsynthese hinkriegt...


Natürlich für Chemiker. Habe schon öfter erwähnt, dass ich mit einem zusammen arbeite. Hätte ich wohl hinzufügen sollen. Wird aber irrelevant wenn der Hefestamm tatsächlich alles macht - was ja auch im Artikel stand.
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  Geschrieben: 15.06.17 05:34
Gut. Da bin ich raus. Es gibt nicht wirklich viele Dinge die ich in Chemie kann oder kenne. Allein diese Tafel mit den ganzen Abkürzungen sind für mich Chinesisch.

Hatte halt das Pech mehrmals von Schulen geflogen zu sein und dann halt irgendwo gelandet bin wo auf sowas kein Wert mehr gelegt wurde bzw. ich anderweitig beschäftigt war.

Und als ich dann Abi gemacht habe war das auch ganz weit weg.

Das einzige was mir spontan einfällt was ich chemisch kann ist Kokain zu Crack machen.
Ja, super. Aber immerhin.
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  Geschrieben: 15.06.17 09:06
Ums noch genauer zu sagen ist der Hefestamm den sie da bearbeiten noch nicht so weit die Synthese vollständig abzuschließen. Er kann Glucose zu benanntem (S)-Reticulin umlagern, und das ist laut des zitierten Forschers schon der halbe Weg zu Morphin.

Die andere Hälfte der Biosynthese kann ebenfalls schon auf diese Art vollzogen werden, allerdings haben sie noch keinen fertigen Hefestrain der die komplette Biosynthese von Anfang bis Ende durchziehen kann. Darüber hinaus ist es laut den Wissenschaftler wahrscheinlich das man noch eine Weile an dem Fermentationsprozess arbeiten muss damit es eine nennenswerte Ausbeute gibt.
Laut dem Kopf des Forscherteams, John Dueber, ist der Großteil der Arbeit aber schon geschafft und die genannten anstehenden Probleme sind zwar viel Arbeit, aber nurnoch eine Frage der Zeit.

Bei diesem Prozess käme dann Morphin raus, nicht Diacetylmorphin. Man bräuchte also immernoch die dem GÜG unterstellte Substanz die man zur Acetylierung des Morphins benötigt. Aber wie du schon sagst Hunk - schon Morphin zuhause "brauen" wäre ja eine tolle Sache.

Das wäre ja mal eine spannende Geschichte - einziges Problem das ich sehe ist das herankommen an diesen Hefestrain. Es wäre absolut nicht ausgeschlossen das der dann genauso streng reguliert wird wie das Morphin selbst, auf der anderen Seite muss man halt nur einmal da herankommen und könnte die Hefe dann wahrscheinlich leicht zuhause züchten.

Hm oder naja - ein weiteres Problem könnte sein das sich die Aufreinigung des gewonnen Morphins sehr schwer gestalten könnte. In dem Gebräu das bei der Fermentation entsteht werden dann ja neben dem Morphin noch viele andere Sachen drin sein, von der Hefe mal ganz zu schweigen. Ist natürlich klar das einige das I.V. anwenden wollen würden, und ein Spritzenfilter kriegt vielleicht die Hefe, ggf. Pflanzenteile und andere gröbere Sachen raus, aber eben nicht die anderen wahrscheinlich sehr zahlreichen Sachen die einem ganz schnell die Venen zerstören. Das ist vielleicht ein kleiner Dämpfer an der Sache...

Sehr interessant, danke für die Verlinkung Hunk :)
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  Geschrieben: 15.06.17 11:44
Danke für die weitere Ausführung.

Ich breche das mal kurz für mich runter.

Eine Frage der Zeit, dann wäre Morphin zuhause "brauen" möglich. Das wäre ja schon super.

Wenn man es nicht I.V. nehmen möchte, sind die Nebenprodukte - klar - nach wie vor nicht Top, aber ich sag mal, halb so wild wenn man z.B. sich vorstellt wie so das übliche Heroin hier aussieht?!


Ich persönliche glaube, das man diese Hefestrain, wenn er irgendwann soweit ist, mit Sicherheit irgendwie bekommen wird - wenn man denn möchte. Heutzutage gibt es aus meiner Sicht keine Grenzen mehr. Man bekommt alles was man will. Nur eine Frage des Geldes.
Und wenn man vllt. nicht selbst den Hefestamm bekommt. Dann jemand anders. Und der produziert dann das Morphin.

Naja gut. Lassen wir das alles erst mal außen vor. Ich bin gespannt. Die Jungs sollen weiter ihre Arbeit machen :)



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  Geschrieben: 15.06.17 11:44
Danke für die ausführliche Zusammenfassung, Pharmer!

Und Delete, ich habe vorhin sowieso mit "meinem Chemiker" telefonieren müssen wegen anstehenden Projekten und da habe ich ihn einfach mal gefragt ob er denn meine er könne mir die Synthese beibringen - er meinte er denkt schon dass ich das lernen könnte, halt mit viel Übung und ein paar "Vorlesungen" von ihm (dazu sei gesagt, ich habe noch weniger Ahnung von Chemie als du)... Allerdings ist er immer schon ein sehr optimistischer Mensch gewesen... :-)

Das einfachste dürfte sein zu warten bis der Hefestrain die komplette Synthese zu Morphin alleine durchzieht - die Weiterverarbeitung von reinem Morphin zu Diacetylmorphin ist wirklich einfach und das kann jeder, auch ohne Chemiker. Nur wie Pharmer sagte könnte die Aufreinigung des Morphins schwierig werden, aber das sieht man dann... Erstmal auf die Hefe warten.

Ich frage mich allerdings, sollte der Prozess jemals so leicht sein wie Bier brauen ob die dann praktisch unendliche und einfache Verfügbarkeit von Morphin unsere Gesetzgeber zu einer gesetzlichen Lockerung oder Verhärtung von Opiaten/Opioiden führen würde. Wobei am Ende, bei solchen Zuständen ist das BtMG dann eigentlich auch schon irgendwie wurscht, weit mehr noch als heutzutage.

Kann wenigstens keiner sagen wir leben nicht in spannenden Zeiten. :-)
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