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Traumland-Faktotum



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  Geschrieben: 19.10.06 00:04
zuletzt geändert: 19.10.06 00:19 durch Relaxed (insgesamt 1 mal geändert)
Hi there,

Ich habe währende meiner Zeit, in der ich auf Fluoxetin eingestellt war (20mg/d) interessante Beobachtungen betreffend des Mischkonsums mit Amphetamin gemacht, von dem ich denke dass er sich auch auf andere SSRI's übertragen lässt.

Während es MDMA, MDA und 2C-B wirklich richtig schwer hatten, selbst bei höheren Dosen eine Wirkung durchzusetzen, hatte ich bei Amphe sogar das Gefühl dass die Wirkung intensiver war während ich auf der Fluoxetin-Medikation war. Ausserdem waren die negativen Amphe-Nebenwirkungen kaum ausgeprägt bzw. nicht merkbar vorhanden. Selbst nach zwei Tagen und zwei Nächten Hardcoreziehen oder auch einer Woche täglich gemässigten Konsum traten keine Stimmungsschwankungen auf und auch nichts was sonst irgendwie an Runterkommen erinnerte.
Normalerweise tritt bei mir bei Alltagskonsum spätestens nach 5-7 Tagen eine Art Amphe-Überdruss ein: Die Wirkung fängt an, mich so sehr zu nerven und sich ins negative zu wandeln dass ich den Konsum für eine Weile von alleine einstelle. Zusammen mit Fluoxetin kam dieser Punkt auch nach einigen Wochen noch nicht. Amphe hat einfach immer perfekt gewirkt. Das war mir dann irgendwie doch sehr unheimlich und ich habs dann gelassen. Es kam dann auch schnell der Zeitpunkt wo ich das Fluoxetin absetzen konnte und seitdem hab ich mit Amphe wieder das alte Problem des Überdruß, kann es jedoch umgehen wenn ich zwei Tage vor einer Amphe "Konsumperiode" anfänge täglich Fluoxetin zu nehmen. Kam jedoch nur 2x vor, so wichtig is es dann auch nich länger durchamphen zu können und zudem hat das Ding mit der SSRI-Einnahme ja den negativen Nebeneffekt dass MDx sowie einige Halluzinogene dann nur noch sehr schwach wirken.

Naja wollte mal fragen ob jemand schon ähnliches erlebt hat ... die Kombo Stimulanzien + ADs ist ja gerade unter Depressiven nichts ungewöhnliches.
"Wetter kann man wegdruffen"

(sagte einst ein guter Freund auf einem Mainfloor irgendwo auf diesem Planeten beim Schlammtanzen)
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 21.10.06 02:09
Hallo,

ich hab leider nicht bemerkt, dass Amphetamin stärker wirkte, als ich bereits ein SSRI nahm (Paroxetin 20mg/d). Ich weiß nur, dass Amphetamin nie an Intensität verloren hat. Das hat im Gegensatz zu MDx immer gewirkt - so wie immer.
Wenn ich höhere Dosen Stimulanzien nehme, fühle ich mich 2, 3 Stunden nach Wirkungsende sehr abgeschlagen, sehr depressiv. Dann fühle ich mich wirklich nicht gut. D.h. hier verspüre ich keinen Ausgleich durch mein SSRI (DAFÜR ist es ja auch nicht da, das ist schon richtig).

Aber vielleicht hat noch jemand hier damit Erfahrung gemacht und kann was dazu sagen.
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 26.10.06 11:15
ich bekomme ein snri (venlafaxin). kann von mir sagen, dass xtc beschissen wirkt. stand ich aber eh nicht mehr so drauf. schon lange nicht mehr genommen.

doch bei gelegentlichen amphe konsum, kann ich dass selbe berichten wie xit. wirkt intensiver, brauch kleinere mengen und auch der turn ist angenehmer. nicht mehr so aufgedreht. liegt wahrscheinlich mehr an der qualität als an dem antidepressiva.

SSRI oder SNRI + Amphe = Eine auf keinen Fall unangednehme Sache.

grüße
 
Mitglied verstorben



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Homepage ICQ
  Geschrieben: 26.10.06 15:11
laut einigen quellen ist MDXX in verbindung mit serotonin-wiederaufnahmehemmern gefährlich (stichwort serotonin-syndrom), laut anderen wirkt es einfach nicht. ihr habt es offensichtlich ausprobiert und könnt letzteres bestätigen. ist erstere behauptung definitiv ins reich der legenden zu verbannen? habt ihr dafür sichere quellen?
Ein Lied über St. Albert (Neudichtung von "Miss American Pie" von Don McLean): http://www.land-der-traeume.de/forum.php?t=33163

Wissenschaftlicher Artikel: Methoxetamin als Antidepressivum: http://www.land-der-traeume.de/forum.php?t=32810
Ex-Träumer
  Geschrieben: 28.10.06 01:44
Quellen hab ich keine, aber ich kann dir aus meiner Erfahrung mit Fluoxetin und MDA, MDMA und 4-FMP sagen, dass zumindest diese Kombination bei mir wirkungslos ist. Wie es mit anderen SSRIs und anderen PEAs aussieht, kann ich nur vermuten, aber nicht garantieren.
Im Übrigen bezieht sich das "wirkungslos" nur auf die typische MDMA-Style-Wirkung, d.h. die spezifischen Glücksgefühle und so, die Amphetaminkomponente wirkt ganz nomal, wenn nicht sogar stärker.

Amphe und Fluoxetin wirkt bei mir wesentlich stärker, vor allem länger. Teilweise 14-18 Stunden. Könnte daran liegen, dass Fluoxetin auch Noradrenalin und Dopamin hemmt, wenn auch nur geringfügig.
 
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 28.10.06 15:38
Hab auch keine Quellen dafür, nur meine Erfahrung. Also das klingt schon irgendwie widersprüchlich - Serotonin-Syndrom auf der einen Seite und wirkt überhaupt nicht (bzw. kaum) auf der anderen Seite. Ich hab nur letzteres erlebt.
Eigentlich erscheint mir ein Serotonin-Syndrom logisch:
Serotonin in synaptischen Spalt (durchs AD) + noch mehr Serotonin in synaptischen Spalt (durchs MDMA) -> Serotonin-Syndrom. just my 2 cents.
Vielleicht ist fürs MDMA nicht mehr genug Serotonin da, was es auschütten könnte. question Andererseits sind durch das AD die Serotonin-Rezeptoren schon besetzt und daher kann das MDMA nix mehr ausrichten.
Aber das sind alles nur Vermutungen von mir, bin kein Wissenschaftler. Ich kann z.B. nicht erklären, warum ich vom AD nicht genauso drauf bin, wie von MDMA, wo doch beide dafür sorgen, dass mehr Serotonin im synaptischen Spalt ist.
 
Abwesender Träumer

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ICQ
  Geschrieben: 28.10.06 16:34
Als Amphe dauer Konsument kann ich nur sagen das in verbindung mit einem SSRI viel weniger Reboundeffekte auftreten. Ich denke es liegt daran das Amphe auch in geringen mengen Serotonin freisetzt und das der speicher sich bei regelmäßigem Konsum langsam lert. Bei gleichzeitiger SSRI einnahme wird die leerung des Serotonin Speichers einfach gestoppt.
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 19.12.06 18:57
also zum serotoninsyndrom. überall wird davor gewarnt in foren und anderen quellen.
doch noch nie habe ich in einem persönlichen erfahrungsbericht, wo auch extreme kombinationen (z.b. ein ssri oder snri + mdma + speed und dann zum pennen noch ein trizyklisches wie doxepin plus ein benzo, alk und thc) vorlagen und noch nie zu einem serotoninsyndrom geführt haben.

ich denke schon das es so etwas gibt, ein serotoninsyndrom, aber wann und wie es ausgelöst wird, echt keine ahnung. wenn bei oben genannter kombi nichts passiert ist, wann dann ?
 
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 24.09.09 14:52
Ecstasy (MDMA) und Fluoxetin

Fluoxetin ist ein Antidepressivum aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer. Fluoxetin bewirkt eine Erhöhung des Serotonin-Spiegels an den Schaltstellen der Signalübertragung zwischen den Nervenzellen im Gehirn, indem die Zurückbeförderung des Botenstoffes Serotonins in die Speicherplätze nach erfolgter Signalübertragung gehemmt und somit weitgehend verhindert wird. MDMA bewirkt ebenfalls eine Erhöhung des Serotonin-Spiegels an besagten Stellen im Gehirn, jedoch vorzugsweise durch eine vermehrte Ausschüttung des Botenstoffes.

Fluoxetin ist in den USA unter dem Markennamen Prozac® bekannt geworden. Es wird in Deutschland unter den Namen Fluctin®, Fluneurin®, Fluoxetin-ratiopharm®, Fluxet® und in der Schweiz unter den Namen Fluctine®, Fluocim®, Fluoxifan® und Flusol® als verschreibungspflichtiges Medikament in Apotheken verkauft.

Da Fluoxetin und MDMA auf unterschiedliche Weise den Serotonin-Spiegel erhöhen, dachten einige MDMA-Konsumenten, man könne mit der Kombination der beiden Substanzen den Wirkungsgrad auf ein höheres Niveau heben. Experimente von Drogenkonsumenten in der Szene zeigten jedoch bald, daß dem nicht so ist. Die gleichzeitige Einnahme von Fluoxetin und MDMA bewirkt weder eine Verstärkung noch eine Verlängerung, sondern eine Abschwächung der MDMA-Wirkung. Die Phase des Abklingens der MDMA-Wirkung kann jedoch durch die Einnahme von 20 Milligramm Fluoxetin (vier bis fünf Stunden nach der MDMA-Einnahme) etwas angenehmer und weicher ausfallen. Dies gilt besonders, wenn man zeitlich versetzt mehrere Ecstasy-Pillen konsumiert hat oder wenn die Dosis überdurchschnittlich hoch war.

Ecstasy vermittelt den allermeisten Konsumenten für ein paar Stunden immer wieder aufs Neue sehr intensive Glücksgefühle. Doch die Glückspille bereitet einigen Konsumenten nach der segensreichen Phase, besonders nach mehrfacher Einnahme, mehr Kummer als Freude. Diese Konsumenten fühlen sich nicht nur direkt nach dem Abklingen der berauschenden Wirkung, sondern auch am folgenden Tage, ausgelaugt und deprimiert. Fluoxetin kann diese unangenehmen Nebenwirkungen lindern.

Fachinformationen zu Mischkosum
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 06.02.10 21:59
Hey an alle Träumer,
Ich wollte auch mal meinen Senf dazu geben, weil ich den persönlichen Selbsttest gemacht habe. biggrin
Ich nehme seit zirka 3 Wochen den Serotonien-Wiederaufnahmehemmer Cipralex, sprich 10 mg Escitalopram am Tag und habe während dessen auch ab und zu ein bisschen gepudert.


Aber erst mal von der theoretischen Seite:
Wenn ich einem Fachbuch und Wikipedia glauben kann löst Amphetamin einen Serotonienaustoß aus, der so gering ist dass er nicht wirklich medizinisch relevant ist. Die hauptsächliche Wirkung ist durch den Ausstoß von Nordadrenalien und Dopamin bedingt.

Sprich im normal Fall gibt es keine Wechselwirkungen zwischen Amphetamin und SSRI.


Nun kommt aber der praktische Teil, mit dem großen ABER:
Aus eigener Erfahrung weiß ich dass die Kombination von SSRI und Amphetamin verstärkt zu Kreislaufproblemen führen kann.
Ich hab immer vorsichtig gehakt, heißt nie mehr als 1-2 Straßen pro Abend, allerdings hatte ich bei gutem Marschierpulver oftmals Herzrasen und Schwindelgefühle. Vorallem auch beim Runterrauchen nach oder während dem Turn.

Ich kann nur mutmaßen, aber ich vermute mal dass es einfach allein bedingt durch den Konsum von Amphetamin (unabhängig von der Wirkungsweise auf das Hirn) zu einem vermehrten Ausstoß von Glückshormonen kommt, mal ehrlich wer ist nicht fröhlich wenn er was vor sich hat, und zusätzlich kommt noch die geringe Menge von Serotonien dazu die durch Amphetamin im Hirn freigesetzt wird.

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass dieser "Mischkonsum" sehr angenhm sein kann, wenn man sich zu beherrschen weiß, denn zumindest bei mir scheint das Cipralex die Wirkung vom Schnellen zu verstärken, auch wenn es dafür keine medizinische Erklärung gibt; es könnte vielleicht auch einfach nur ein Placebo-Effekt sein.


Mein Fazit:
Ich komme zu Schlüssen:
1. Wenn man SSRI und Amphetamin gleichzeitig konsumiert sollte man seinen Konsum drosseln und wirklich nur minimale Lines ziehen. Sollte es nicht reichen kann man ja immer noch nachlegen.
2. Ich habe SSRI verschrieben bekommen, da ich nach langem Speed, Teile, THC und DXM Konsum eine wirkliche schwere drogeninduzierte Depression hatte. Ich hab danach meinen Konsum von 100% auf 10% gedrosselt, wobei ich Teile und DXM konplett aufgegeben hab. Ich kann nur jeden bitten der auch an einer Depression durch Drogen leidet seinen Konsum ganz strikt zu verringern, genügend Konsumpausen einzulegen und die Einzeldosen so gering wie möglich zu halten. Ansonsten bringt nämlich die beste Therapie mit Antidepressiva nichts.


Hoffe ich konnte euch ein bisschen weiterhelfen. Ich entschuldige mich für meine geschwollene Redensart, aber ich hab mir gerade eben erst eine gelegt. biggrin

Liebe Grüße
El Diabolo
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 07.02.10 10:31
Ich hatte bis vor kurzem auch Cipralex und zwar die Höchstdosis.
Dazu habe ich eigentlich jede Stoffklasse genommen, im Mischonsum wie in Massen und es gab keine Probleme.
Da sieht man einmal wie unterschiedlich Menschen auf Drogen reagieren.

 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 07.02.10 11:20
Ich enter mal diesen thread für meine Frage:#

Wie verhält sich die Einnahme von trizyklischen AD's und MDMA?

Bin dankbar für Antworten
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2007
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2 Tripberichte

  Geschrieben: 22.02.10 06:58
zuletzt geändert: 22.02.10 06:58 durch ElDiabolo (insgesamt 1 mal geändert)
Also vom Mischkonsum von trizyklischen AD's und MDMA würde ich absolut abraten, soweit ich weiß kann dass zu sehr unangenehmen Komplikationen (eingeschlossen: Tod) führen. Aber genaueres kann ich dir dazu nicht sagen.
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 07.05.13 22:44
hey zusammen,
ich hatte ein erlebnis von MDMA und Fluoxetin.
nehme das zeug seit 4 wochen ein und hab zum ersten mal wieder was eingeschmissen.
bei mir war die wirkung um einiges stärker, die nebenwirkungen aber leider auch.
hatte übelste kreislaufprobleme aber psychisch gings mir super.
allerdings hat das fluoxetin die wirkung stark verlängert!!!
ich war knapp 20 stunden lang drauf!! biggrin

und am tag danach ist man erstmal ziemlich am ende also nichts vornehmen.
alles in allem nicht gefährlich , meiner meinung nach wink
 
Moderator

dabei seit 2009
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  Geschrieben: 08.05.13 00:04
Nur weil du keine Probleme hattest, heißt es noch lange nicht das es nicht Gefährlich ist. So überhaupt kein bisschen...
 

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