LdT-Forum
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 26.11.06 20:12zuletzt geändert: 26.11.06 20:14 durch (insgesamt 1 mal geändert) |
| hallo zusammen! naja ich fange mal von vorne an: an unserem gymnasium in niedersachsen werden nun keine facharbeiten geschrieben - das hängt sicherlich alles mit den ganzen schulreformen usw. zusammen. stattdessen belegt nun jeder schüler ein "seminarfach". in diesem seminarfach wird eine seminararbeit geschrieben. das entspricht eigentlich genau der facharbeit - jedoch einfach mit anderem namen. man hatte ein paar verschiedene kurse zur auswahl und als ich dann erfahren habe, dass ich tatsächlich in meinen wunschkurs "Die Natur Der Erkenntnis" gekommen bin war ich ziemlich froh. zu beginn des seminar- faches beschäftigen wir uns mit den physiologischen abläufen des sehens. anschließend beschäftigen wir uns mit verschiedenen themen wie: "wie gelangen wir zur erkenntnis?", "evolutionäre erkenntnistheorie", "parawissenschaften" und "sinnenstäuschungen". außerdem wird auch das thema angeschnitten, ob eine bewusstseinserweiterung durch drogen möglich ist. imo. das fach, auf das ich mich in der woche am meisten freue ... nun zur sache: wir werden auch referate halten ... ich wollte mich eigentlich um die wirkung der weckamine kümmern, aber als dann nahezu der ganze kurs aufzeigte, nachdem der lehrer erwähnte, dass es sich um ecstasy und amphetamine handelt, bekam ein anderer das thema >.< (ich war ziemlich erstaunt - hätte nicht erwartet, mit welcher begeisterung sich der scheinbar so "liebe" kurs um weckeamine kümmern möchte). nungut. mein thema lautet "Die Welt Steckt Im Gehirn". das augenmerk wird dabei darauf liegen, dass unser gehirn den großteil der informationen, die wir alltäglich sammeln, hinausfiltert und umgestaltet. nun wollte ich euch fragen, ob ihr irgendwelche anregungen zu dem thema habt oder mir irgendwelche interessanten seiten zu diesem thema empfehlen könntet. wäre sehr dankbar für jeden post :D praktische versuche, die man einfach in der klasse vorführen kann, um das deutlich zu machen, wären auch 'ne geniale sache ... da gibts ja diese (auf'm pc virtual LSD) für den bewegungsnacheffekt usw. ... also an soetwas habe ich da eventuell gedacht ... | |
Geschrieben: 26.11.06 20:53 | |
| ein unglaublicher geistesblitz durchfährt mich..... langweil die zuhörer so derbe dass sie alle einschlafen außer natürlich du selber, dann wecke sie 10 min vor stundenschluss. erstmal der beweis, das das gehirn dinge herausfiltert (kannst sie danach ja noch fragen wieviel sie noch wissn vom referat) und in wichtig und unwichtig einteilt (der wille zu pennen is hier dann stärker), somit dann die realität als langweilig und unwichtig betrachtet und einpennt. Nachdem sie aufgewacht sind, kannst sie ja fragen, was sie die letzten minuten getan haben....manche werden sagen "geträumt" zack und schon wieder ein beweis, dass sich das gehirn eine komplexe realität (traum) selber schaffen kann. genial, was? :D | |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 26.11.06 21:25zuletzt geändert: 26.11.06 21:45 durch (insgesamt 2 mal geändert) |
| in dir ruht ja ein genie! :D die idee is' toll! das werde ich auf jeden fall irgendwie erwähnen ... ist nämlich ein super beispiel dafür ... zwar sollen sie nicht bei mir einschlafen, aber es gibt ja genügend lehrer bei denen das einschlafen häufig mal der fall ist :D und die verbindung mit traum und "realitätserzeugung" im gehirn klingt auch supergenial. *applaudier*:D | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2006 13 Forenbeiträge | Geschrieben: 26.11.06 22:07 |
| Bei den Stichworten "Gehirn" und "psychedelische Drogen" kannst Du eigentlich garnicht anders, als Timothy Leary zum Dreh- und Angelpunkt Deines Referates zu machen. Wikipedia und Wikiquote dürften für Deine Zwecke ein ganz guter Einstieg sein. Viel Spaß! Turn on, tune in, and drop out... | |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 26.11.06 22:28 |
| ayatollah schrieb: Bei den Stichworten "Gehirn" und "psychedelische Drogen" kannst Du eigentlich garnicht anders, als Timothy Leary zum Dreh- und Angelpunkt Deines Referates zu machen. Wikipedia und Wikiquote dürften für Deine Zwecke ein ganz guter Einstieg sein. Viel Spaß! Turn on, tune in, and drop out... das problem ist nur, dass ich das thema psychedelische drogen nicht direkt bekommen habe ... das thema soll später noch im kurs bearbeitet werden ... aber die beeinflussung von psychedelischen drogen kommt natürlich auch nur ins referat ... ich würde dagerne ne menge zu erzählen im kurs - jedoch ist so ein referat nur 15minuten lang ... wenns länger wird ... dann heißt es, es wurde zuviel geschwafelt und nicht das wichtigste kurz und prägnant formuliert ... deswegen freue ich mich auch schon irgendwie auf die facharbeit - da kann ich mich dann richtig austoben! :D | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2005 239 Forenbeiträge 7 Tripberichte | Geschrieben: 26.11.06 22:48 |
hehe, dieses seminar besuch ich privat , kann ich dir deswegen viel zu erzählen.Die Welt steckt tatsächlich im Gehrin. das ganze ist folgendermaßen, unsere augen sehen ja nicht wirklich das was du siehst, sondern lediglisch das Licht was sie reflektieren, aber du siehst keine "1:1 Spiegelung", den alle reize werden Gefiltert. (Neurotransmitter, synaptischer spalt), du bekommst nur die Signale, die für deine persönlichkeit wichtig sind um dir die welt die du kennst, anhand des lichtes vorzustellen. Das Bild was du siehst wird in deinem Kopf zusammengesetzt. In letzten Wochen hab ich ein paar interressante beweiße dafür gefunden. Erstmal sahen wir letztens in der Schule einen Film über wirklichkeit, da wurde das ganze auch so erklärt. Ein interressanter Teil war als übers Träumen geredet wurde. Wenn du träumst kommt dir alles genauso echt vor wie wenn du wach bist, auch im Traum hast du einen Körper und der kommt dir nicht weniger echt vor als der den du jetzt hast. Du kommst in einen Traum auch nicht auf die Idee das das gerade nicht echt sein kann, "weil du ja schläfst". Desweiteren forsche ich sehr viel mit psychedelika, mit ihnen kannst du tatsächlich dein bewusstsein so erweitern, das du dies verstehst und erkennst. Und das die realität in deinem kopf zusammen gesetzt wird hab ich durch Pilze und Koks erkannt. Wenn du Pilze isst werden mehr neurotransmitter ausgeschüttet, mehr reize werden übertragen. Du siehst mehr. Und ganz zufällig genau hier kommt dir das "reale Leben" wie ein Traum vor. Bei koks ist das folgendermaßen, koks blockiert im synaptischen spalt die rezeptoren, die die ausgeschüttetten Neurotransmitter können nicht mehr aufgenommen werden und verbleiben im synaptischen spalt. Es ist also die komplett gegenteilige Wirkung von Pilzen. Aber die Wirkung läuft aufs Gleiche raus. Du siehst trotzdem mehr, du verstehst schneller, du bekommst bei genug Koks genauso Hallus wie von Pilzen. Und warum? Damit wären wir wieder am Anfang, die Welt steckt im Gehirn. Koks blockt reize die aus unserer Welt kommen, deswegen illusioniert uns unser Kopf nun eine anders aussehende Welt. Genauso wie wir uns jetzt auch nur eine Welt vorstellen, auf koks bekommst du z.b. 10% reize mit, nüchtern 50%. Jetzt träumst du genauso. Und wenn du Pilze ist und du z.b. 90% der reize übertragen bekommst und alles nur noch ein Traum ist, dann denkst du "dies ist die realität" (zumindest bis du wieder runter kommst). Sehr merkwürdig oder ![]() Ich hoff ich konnt dir weiter helfen Realität ist nur was für Leute die keine Drogen vertragen | |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 26.11.06 22:55 |
| vielen dank. der text mit der gegenüberstellung von koks und psilocybinhaltigen pilzen ist genial dafür geeignet :D herrlich - ich hätte auch keinen besseren ort gewusst, wo ich die richtigen informationen sammeln (lassen) könnte für solch ein referat :D sofern es irgendwann bald soweit ist, dass die themen der facharbeiten bekannt gegeben werden und ich ein thema zugewiesen bekommen habe, lasse ich es euch wissen :D danke StLucifer! | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2005 239 Forenbeiträge 7 Tripberichte | Geschrieben: 26.11.06 22:57 |
| tu das ;) und no problem Realität ist nur was für Leute die keine Drogen vertragen | |
Geschrieben: 27.11.06 00:23zuletzt geändert: 27.11.06 00:24 durch Weltraummantra (insgesamt 1 mal geändert) | |
| hehe, ich würde dieses thema quasi als mein hobby bezeichnen^^ ich habe meine facharbeit damals über ein verwandtes thema geschrieben, psycholinguistik und kognitive psychologie, aber teilweise behandle ich auch das von dir gewählte thema. wenn du die facharbeit haben willst kannste mich gerne ma anschreiben. icq-nr. ist im profil. vielleicht ist ja etwas dabei was dir helfen kann. achja, ich habe meine facharbeit in englisch geschrieben, aber mein englisch ist nicht allzu gut, weswegen das sicher lesbar sein dürfte*g* greets PS: ich BENEIDE dich um dieses schulfach! Wahrheit ist ein bewegliches Heer von Metaphern...kurz: Menschliche Relation! "Wenn ich so betrunken gewesen wäre könnte ich mich doch daran erinnern!" | |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 27.11.06 15:45 |
| hey vielen dank erstmal für die ganze unterstützung! ich habe dich mal geaddet und angeschrieben Weltraummantra. ich selbst konnte es auch kaum glauben, dass solch ein seminarfach angeboten wird - und als ich dann in den kurs eingetragen war, war ich ziemlich froh dadrüber :D außerdem haben wir mit herrn b. einen lehrer, der tatsächlich weiß, wovon er spricht ... so macht er für mich auf jeden fall den eindruck. | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2005 437 Forenbeiträge 4 Tripberichte | Geschrieben: 29.11.06 17:38 |
| Zu "Die Welt steckt im Gehirn" würde mir aber auch Schopenhauers Weltbidl einfallen: Zitat: Die Welt als Vorstellung Schopenhauer vertrat mit dem irischen Philosophen George Berkeley die Auffassung, dass eine von der Wahrnehmung unabhängige Außenwelt nicht existiere. Durch das Aufgreifen neuer naturwissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelte Schopenhauer eine Physiologie der Wahrnehmung. Nach seiner Konzeption existiere die Erscheinungswelt nur insoweit, als sie wahrgenommen werde und im menschlichen Bewusstsein sei, also als Vorstellung. Er widersprach Kant in der Überzeugung, dass das „Ding an sich“ jenseits aller Erfahrung liege und deshalb nicht erkannt werden könne. Kants Ding an sich war für ihn zwar auch unerkennbar (wir sehen immer nur das, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen), jedoch nicht unerfahrbar. Durch eine Selbstbeobachtung unserer Person können wir uns dessen gewiss werden, was wir letzten Endes sind: Wir erfahren in uns den Willen, er ist das Ding an sich. Dieser sei nicht nur die Triebfeder allen Handelns von Mensch und Tier, sondern auch die selbst grundlose Ursache hinter den Naturgesetzen. Die Welt sei letztlich blinder, vernunftloser Wille. Schopenhauer ist der klassische Philosoph und Hauptvertreter des metaphysischen Voluntarismus. Doch die Welt ist nicht nur Wille, sondern erscheint auch als Vorstellung. Sie ist die durch Raum und Zeit sowie Kausalität, die den a priori gegebenen Erkenntnismodus von uns Verstandeswesen bilden, individuierte und verknüpfte Erscheinung des einen Willens. Die Welt ist meine Vorstellung ist der erste Hauptsatz seiner Philosophie. Was uns als Welt erscheine, sei nur für uns, nicht an sich. Es gibt für Schopenhauer nichts Beobachtetes ohne Beobachter, kein Objekt ohne ein Subjekt. Die Welt, als Vorstellung betrachtet, zerfalle in Subjekte und Objekte, die sowohl untrennbar als auch radikal voneinander verschieden, jedoch letzten Endes beide nur Erscheinungen des Willens sind. Dieser ist nach Schopenhauer das Wesen der Welt, das sich, in Subjekt und Objekt erscheinend, gleichsam selbst anschaut. von hier: Wiki - Schopenhauer Kannst bei Wiki auch nochmal Meister Eckhart nachschauen, da gibt es auch einen guten Abschnitt darüber. Wäre sicher ein intressantes Thema, innerhalb der Frage nach "Der Welt im gehirn" die Frage zu stellen was von der Welt denn nun wirklich einzig und allein im Gehirn ist... Gruß | |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 07.01.07 17:04zuletzt geändert: 07.01.07 17:06 durch (insgesamt 2 mal geändert) |
| soa wir wurden gebeten uns möglichst eng (nur) an die von ihm gegebene literatur zu halten: ich muss mich auf das buch "Der Geist fiel nicht vom Himmel" von Hoimar v. Ditfurth beziehen. ganz speziell hat er mir das 12. kapitel gegeben "Die Welt steckt im Gehirn" von seite 161-171 (also wer das buch zufällig rumliegen hat, der kennt dann so in etwa meinen text). ich wollte es eigentlich noch vollständig lesen aber leider gibts das buch ja nichtmehr so einfach zu kaufen. | |
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Abwesende Träumerin
dabei seit 2006 668 Forenbeiträge | Geschrieben: 10.01.07 02:06 |
| Gehirn unter Drogen - Kokain und Aufputschmittel - Euphorie und Absturz Gehirn unter Drogen - Halluzinogene und Ecstasy - Angriff aufs Bewusstsein one pill makes you larger and one pill makes you small and the ones that mother gives you don’t do anything at all go ask ALICE when she’s ten feet tall | |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 10.01.07 18:42zuletzt geändert: 10.01.07 19:12 durch (insgesamt 9 mal geändert) |
| also das buch selbst habe ich leider nicht, es wird nichtmehr gedruckt. ich denke ich werde es mir mal über die fernleihe einer bibliothek oder ein gebrauchtes über amazon.de besorgen. ich habe lediglich die kopie vom 12. kapitel seines buch "der geist fiel nicht vom himmel". das kapitel selbst heißt "die welt steckt im gehirn". hier wird nun auf folgendes eingegangen: in teilen des zwischenhirnes, das zwischenhirn umfasst den thalamus, den hypothalamus und noch einige andere hirnregionen, war es dem organismus möglich bestimmte bewegungskoordinationen/handlungsabläufe im zwischenhirn zu speichern und somit kann der organismus auf von seiner umwelt immerwieder gegebene aufgaben "routinemäßig" bewältigen. diese "vorprogrammierten bewegungsabläufe" sind schon bei der bildung deiner dna vorhanden. sie werden nicht erst im laufe des lebens eines organismus gebildet, sondern sind schon im organismus selbst gespeichert. mit entwicklung des seh- und gehörsinnes (fernsinne) wurde eine "indirekte kommunikation" mit der umgebung ermöglicht. zum tastsinn gab es einen wichtigen unterschied: damit der tastsinn einen reiz empfängt musste eine direkte konfrontation zwischen umwelt und organismus stattfinden - hierbei trägt die umwelt/das objekt die information in sich selbst - es ist also eine eindeutige information für den organismus - so z.b. das abtasten eines feindes/nahrung usw. nun beim seh- und gehörsinn enthält der reiz, der von z.b. einem lichtreflektierenden objekt vom organismus aufgenommen wird, keine eindeutige information - die bedeutung eines solchen reizes stand also nicht unverwechselbar von beginn an da - dieses signal konnte erst mit (angeborener) erfahrung (archaische erinnerung) gedeutet werden. somit war es einfach gesagt: "interpretation- sache durch erfahrung". (der text ist leider garnicht so einfach zu verstehen & zu erklären :D) nungut: anschließend wird ein beispiel angeführt, welches diese "vorprogrammierten verhaltensmuster" ganz deutlich macht. durch bestimmte reizungen ganz bestimmter hirnareale konnte z.B. balzverhalten ausgelöst werden. an einer bestimmten stelle im zwischenhirn wird ein "aggressives" verhalten ausgelöst. es wurde bei dem versuch weitergeforscht und dieses ausgelöste verhalten analysiert. sandt man nun diesen reiz in ein bestimmtes hirnareal so wurde beim hahn folgendes verhalten beobachtet: der hahn machte einen verunsicherten eindruck, schaute sich um, streckte den hals, er sah sich um und schien etwas zu sehen, das sich näherte (der hahn saß beim eigentlichen versuch auf einem schlichten tisch). sein gefieder sträubte sich, der hahn bewegte sich in kreisen und fing dann plötzlich an hochzuspringen und auf eine stelle am tisch einzuhacken. (er attackierte eine leere stelle des tisches). hielt der reiz länger an, so verfiel der hahn in blinde panik und flog nach den anfänglichen hackattacken panisch vom tisch. nahm man an einer stelle dieses vorganges den reiz weg, so war der hahn schlagartig berühigt und verhielt sich wieder normal. nun der grund war folgender: es wurde scheinbar genau die reaktion ausgelöst durch den el. reiz, die auch ausgelöst wird, wenn der hahn einen bodenfeind sieht (ein wiesel zb). erst wurde die umgebung gemustert. näherte sich das wiesel dann zu nahe wird hinaufgesprungen/draufeingehackt und schließlich wenn dies ohne erfolg geschah, dann floh das hühnchen davon. dieses durch reiz ausgelöste verhaltensmuster passte also genau zu dem muster, welches zu beobachten ist, wenn ein hahn in freier natur ein wiesel sieht. DAS geniale daran war nun aber: der hahn war ein labortier - er hatte NIEMALS kontakt mit einem wiesel oder überhaupt einem feind. und dennoch wurde ein verhalten ausgelöst, was es im laufe der evolution den hühnchen "sicherte" nicht ständig gefressen zu werden. hierbei kommt die "archaische erinnerung" zum tragen. schon im laufe der genereation müssen sich "frühere hühnchen" genau diesen ablauf in teilen des zwischenhirnes eingespeichert haben, damit genau diese lebensrettenden verhaltens- muster abgerufen werden können - also sozusagen ein rein intuitives verhalten. das wird nun auf den menschen übertragen, bei dem diese archaischen erinnerungen ebenfalls vorhanden sind. DAS HEißT: schon lange vor zb. meinem bewussten existieren und somit erfahrungen sammeln, stand schon ein gewisses verhaltensmuster auf bestimmte reize fest - diese eingespeicherten muster erleichterten das reagieren auf von der umwelt gestellte einflüsse/aufgaben. als beispiel wird folgendes angeführt: wenn wir nachts durch ein dunkles und unbekanntes gebiet laufen, fürchten wir uns - der eine mehr der andere weniger - aber fakt ist, dass man sich fürchtet und häufig werden schlicht und einfach raschelnde büsche die im wind wehen schnell mal zu "gestalten die uns auflauern wollen". man halluziniert manchmal bzw. man spinnt sich etwas zurecht, dass hinter jedem baum zb jemand lauern könnte. dieses muster der angst im dunklen und ungewohnten gebiet ist beim menschen schon bei bildung des erblichen bauplanes der dna vorhanden. auslöser hier ist das wegfallen eines unser wichtigsten sinne: der sehsinn - wir sind im dunkeln eingeschränkt darin, unsere umgebende welt wahrzunehmen. nun: früher mussten menschen/urmenschen in dunklen wäldern aufpassen, dass sie nicht von raubtieren angefallen wurden. sie schliefen nachts nicht durchgehend sondern wachten immerwieder auf um sich zu vergewissern, dass auch kein tier im gebüsch lauert. und genau aus dieser erfahrung, dass einfach der organismus früher im dunkeln angefallen wurde, weil er leichite beute war, bildete sich dieses verhaltensmuster: in solchen situationen ist man äußerst aufmerksam - adrenalin wird ausgeschüttet - also dieses muster hat sich im laufe der evolution einfach eingeprägt um zu überleben. DENN würden wir nachts tatsächlich überfallen werden, würden wir uns natürlich erschrecken aber ... WÜRDEN WIR DANN NICHT AUCH SAGEN, DAS WIR VON VORNEREIN WUSSTEN DAS SOETWAS PASSIEREN WÜRDE? es hat sich einfach so eingeprägt, weil es häufig nunmal so vorkam, dass die raubtiere nachts "zuschlagen" PUH garnicht so einfach :D diese bildung dieser "verhaltensalgorithmen" ist also eine reaktion des organismuses auf die von der umwelt immerwieder gegebenen aufgaben. und deshalb muss man sagen, dass dieses "vorgefertigte" abbild der realität, was im zwischenhirn gespeichert ist und nunmal diese reaktionen auslösen kann, schon lange vor dem original gibt: das hühnchen weiß wie es bei einen angriff von einem wiesel reagieren muss OBWOHL ES NOCH NIE MIT DIESER SITUATION KONFRONTIERT WURDE. es ist also der sinn dieser anpassung, dass überleben zu erleichtern, indem auf von der umwelt gegebene einflüsse veränderung stattfindet. so sagt man zb: "Der Flügel eines Vogels ist Abbild der charakteristischen Eigenschaft der Luft". nun kann man also sagen: wenn wir später einmal von aliens durchsucht werden, so kann man anhand unseres z.b. körperbaus etwas darüber sagen, wie die schwerkraft war. der organismus selbst, bildet also die welt nicht ab, wie wir sie als selbstverständlich verstehen, sondern er ist ein abbild der welt. "sozusagen geformt von den uns gegebenen bedingungen und aufgaben". das gehirn kann also kein "spiegel der welt sein", denn dann wäre das gehirn in abwesenheit der umwelt leer. das ist es aber nicht. das gehirn bewahrt dieses bild der umwelt auf - gespeichert in seinen verhaltensmustern/form/usw. - und ein spiegel bewahrt das bild seines gegenstandes, nach verschwinden des gegenstandes nicht auf, das gehirn schon. und genau deshalb wurde im hirn des hahnes das ABBILD eines bodenfeindes gefunden. so und genau dieses abbild der umwelt ist schon im bauplan einer befruchteten eizelle vorhanden der text von mir ist jetzt leider etwas durcheinander aber ich hoffe man kann den grundgedanken verstehen, den ich auch meinem kurs am freitag klarmachen muss - bin mal gespannt, obs bei denen ankommt. | |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 10.01.07 19:21 |
| so der text ist oben nun fertig :D Die Entstehung des Bewusstseins folgte dem Grundprinzip der Evolution, dass jeder Entwicklungsschritt dem biologischen Zweck dient, die Überlebenschancen zu verbessern, und nicht etwa dem Ziel, dem Organismus möglichst objektive Informationen über seine Umwelt zu liefern. (Hoimar von Ditfurth) | |
| Seite (Beiträge 1 bis 15 von 21) | › | » |
Geschrieben: 26.11.06 20:12
, kann ich dir deswegen viel zu erzählen.
