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LdT-Forum » Konsum » Sucht, Abhängigkeit & psychische Probleme » Wie mit dem Tod umgehn?


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AutorBeitrag
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 22.10.07 14:19
Hallio Leute... Also hab ein Problem:

Ein Mädchen - eine Bekannte, ist am FR an einem Schlaganfall gestorben...
Sie wurde operiert, weil sie was vererbtes in der Richtung hatte, die Ärzte kamen aus dem Saal, versicherten, es ginge ihr gut...
30min später kam die neue Nachricht - Sie sei von uns gegangen -

Seit ner Weile war sie vooooll glücklich mit neuem Freund.
Ich kenne ehrlich gesagt nicht einen Menschen, der sie net mochte/eher hasste oder so, vielleicht kennt ihr so Menschen, des sind so Menschen, die sind immer korrekt und ehrlich sodass man im Endeffekt nie was gegen die haben kann...

Sie war vielleicht in ihrem Leben 2 mal betrunken oder so, hat noch nie bisher Drogen jeglicher Art zusich genommen, außer Koffein(also auch kein Nikotin!) und naja, kA ich hatte keinen wirklichen Kontakt zu ihr.
Ich und ein sehr guter Freund von mir (M), wir haben vor erst 3 Wochen wieder über sie geredet, was mit ihr wohl ginge zurzeit(da wir keinen kontakt mehr hatten! ).

Ich weiss echt net, wie ich des anpacken soll, ich kann des nciht glauben, es kommt mir vor wie in einem Traum, kA ob ich vllt noch unreif bin, aber ich hab noch nie einen Verlust erlebt...

Des Krasse daran ist eigentlich, dass ich weniger zu Ihr Kontakt hatte, als ihr Ex-Freund (M.) , es mich aber trotzdem sehr mitnimmt... Eigentlich sollte ich aber (M) trösten, als guter Freund, oder nicht ? Aber wie ?

Ohne Scheiss, es is echt wie ...........................kA... Sie ist weg, für IMMER , verabschiedet haben wir uns alle nicht, am MI is Beerdigung, ich trau mich nicht hinzugehn...

Ich hab Angst, ich könnte zerbrechen... Aber muss ich denn dahin gehn ? Bin ich ein wirklich schlechter Mensch, wenn ich da nicht hingehe ?

Sind Beerdigungen da, um sich von Menschen zu Verabschieden ? Sind sie da, um dem Verstorbenen noch die letzte Feier zu Ehren?

M geht hin und grade in solchen Momenten, würde er mich sehr brauchen denke ich, da er nur seine Freundin und seinen Bro als Ansprechpartner hat neben mir...

Ehrlich gesagt fühle ich mich wie bei einem Mexikanertrip, der schnellsmöglich aufhören soll - optische und akkustische Reize überreizen mich sofort, bin extrem unkonzentriert. M weiss nicht, dass es mir so schlecht geht und erhlich gesagt will ich ihn nicht noch mehr DOWN bringen....

Was soll ich tun ? Kommt man da wieder schnell
drüber hinweg ?
Ich weiss, klingt alles sehr unreif :( Aber ich war NOCH NIE auf einer Beerdigung...Darum fällt mir hier alles auch so schwer..

Aber Ich kann mich nicht ablenken, nicht mit Schule und nicht mit Drogen... aber ich hab ne 41h Woche in der Schule und kann net kurz mal ABSCHALTEN, dazu bin ich zu gut und fleissig....

Man was soll ich machen :( und nochwas: Wenn zB Jemand stirbt, ruft man dann wirklich an, um "Beileid" zu wünschen ? Aber wie solln ich des machen ???


Die Neugier hält mich lebendig
Traumländer



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  Geschrieben: 22.10.07 14:30

Zitat:
Sind Beerdigungen da, um sich von Menschen zu Verabschieden ? Sind sie da, um dem Verstorbenen noch die letzte Feier zu Ehren?



Ja im Prinzip schon.. ne Beerdigung ist das was du draus machst! Vlt. solltest du hingehn um mit ihr abzuschliessen?! Wenn dus nicht packst wird dir sicher keiner einen Vorwurf machen!
Wo alle loben, habt Bedenken.
Wo alle spotten, spottet nicht.
Wo alle geizen, wagt zu schenken,
wo alles dunkel ist , macht Licht!
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 22.10.07 14:45
zuletzt geändert: 22.10.07 14:51 durch strohhut (insgesamt 1 mal geändert)
Hi Big!

Ja tut mir leid fuer dich.

Du solltest zur Beerdigung gehen! Weine ruhig wenn es dir danach ist und verabschiede dich von ihr. Glaub mir, auch wenns dir schwer faellt, du wirst nachher froh sein da gewesen zu sein! Erweise ihr die letzte Ehre...

Und wuensch im ruhig dein Beileid! Mach es einfach. Du kannst ja auch ne Karte mit der Post schicken wenn du dich nicht traust peroenlich anzurufen. Aber wenn es dein Freund ist ruf an. Folge deinem Herzen.

Und die Zeit wird deine Wunden heilen.

Gruß
Andy
 
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 22.10.07 14:52
Jo danke für die ANtworten so schnell.

Ich denke ich werd hingehn, ich muss...!

Aber man ey, des pisst mich alles zu sehr an ey, ohne Scheiss man. Wieso darf so ein scheiss Junk wie "ich-du-er-sie-es-wir-ihr-sie" Leben, aber ein korrekter, sauberer Mensch nciht man...

Ich weiss noch immer net mal, wie ich bei ihrer Freundin anrufen soll/ob ich soll um beileid zu wünschen, oder lieber am MI, damit sie net in ne dumme Lage kommt usw...

Ich hab sonst noch soo viel zutun, Post-Dinge, Schulaufgaben, Drogenkonsum, Telefonate und und und... Bin echt glaub bissl arg überfordert....

komischer einwand - aber Ich bin Türke und bei uns is das normal, wenn Jemand stirbt, dass man bei den Angehörigen anruft undso, zumindest meine Eltern undso... hier doch sicher auch oder ?
Aber wie man ?=


Die Neugier hält mich lebendig
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  Geschrieben: 22.10.07 15:37
Ist mir auch mal passiert vor Jahren mit einem echt wirklich engen Freund. Auf der Beerdigung war ich. Bei den Eltern anrufen sollte man auch. Ich war damals persönlich bei der Mutter, war Zufall dass sie mich über den Tod unterichtet hat. Da ich sowieso dort war, hatte sich das mit dem Anruf dann sowieso erledigt.
 
Abwesende Träumerin



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ICQ
  Geschrieben: 22.10.07 16:20
Herzlichstes Beileid.

so... nein, eigentlich kommt man (also zumindest ich) nicht schnell über Trauerfälle hinweg, erst recht nicht, wenn es vollkommen unerwartet kommt. Es ist ein Verlust den man nicht so einfach wegsteckt. und auch erst nicht ganz realisiert.

und Beileidsbekundungen und auch das Besuchen der Beerdigung sind immer angebracht. so merkst du selbst, und auch die anderen (angehörige, verwandte, bekannte, freunde), dass du /ihr /sie nicht allein bist/seid/sind mit der Trauer.
mit dem Tod geht jeder irgendwie anders um. Der Tod gehört zum Leben. mehr kann man dazu nicht feststellen.

viele Grüße




Ein angenehmes Laster ist einer langweiligen Tugend bei weitem vorzuziehen.

Alles ist gut,
wenn es aus Schokolade ist
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 22.10.07 17:29
zuletzt geändert: 22.10.07 17:31 durch woutaN (insgesamt 1 mal geändert)
auch von mir herzliches beileid!

mir ging es ähnlich habe durch zufall von dem tot eines alten freundes von meinem alten sportverein gehört und obwohl wir jetzt nicht beste freunde waren,hat mich das getroffen wie ein schlag und mir kamen schon die tränen,wenn ich nur an ihn dachte...obwohl ich sonst überhaupt kein mensch bin der schnell weint!es hat mir nur alles so leid getan,da er endlich sein leben in den griff bekommen hatte: n führerschein,auto, arbeit...und dann fährt er eines morgens zur arbeit und...ist weg,zumindest ein stück weiter von uns weg...(ich glaube an ein weiterleben) dann ca. eine woche später träume ich nachts wie ich mit meinem ganzen verein bei irgendjemand zuhause bin und wir grillen...nur einer fehlt:M. ich dreh ich mich um und schau nochmal,warum auch immer in richtung gartentor und wer steht vor mir? M! Er umarmt mich mit einem lächeln und wir heulen vor freude! (vieleicht wollte er sich bendanken,dafür das ich oft an ihn dachte und hoffte das es ihm wo auch immer besser geht oder er wollte sich bei mir persönlich verabschieden,für eine weile,weil ich nicht zu seine beerdingung konnte und mich das sehr mitnahm, das ich ihm nicht "auf wiedersehen!!!" sagen konnte (ich wusste noch nicht das er tot ist als die beerdigung war.) naja danach habe ich schlagartig aufgehört zu trauern,weil ich mich halt verabschieden konnte.was ich sagen will, um aus der trauer rauszukommen muss man "auf wiedersehn" sagen und das ist nunmal am besten auf ner beerdigung,also geh hin! sei ein trost und lass dich trösten,erweise diesem guten menschen seine ehre!


gruß
 
Abwesende Träumerin



dabei seit 2006
274 Forenbeiträge
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  Geschrieben: 22.10.07 21:19
Herzliches Beileid auch von mir.

Solche Geschichten machen mich immer traurig und ich kann auch nur sagen, dass du auf die Beerdigung gehen solltest.
Ich bin einmal nicht hingegangen und hab es mir bis heute nicht verziehen, dass ich nicht dort war und wünschte immer noch, ich wäre damals nicht zu feige gewesen.
Vielleicht kannst du dich mit dem Gedanken trösten, dass sie jetzt alle Antworten auf alle Fragen hat.

traurige Grüße
"Reinstall universe and reboot."
Terry Pratchett
Abwesende Träumerin

dabei seit 2007
33 Forenbeiträge

  Geschrieben: 22.10.07 23:00
Das tut mir total Leid.
Ich kann mir vorstellen was du durchmachst.es ist immer wieder erschreckend zu sehen, wie schnell ein Mensch nicht mehr da ist.Die Leere die jemand hinterlässt ist schwer zu füllen.Aber nimm dir Zeit zum trauern.Versuche zu verarbeiten und vor allem zu begreifen was passiert ist.Verdrängung ist das schlimmste was man in so einem Fall tun kann. Hilft zwar am anfang ganz gut aber man bekommt es zehn mal so schlimm zurück. Deswegen solltest du auch zur Beerdigung gehen.
Da kannst du abschied nehmen, ihr vll sagen was du ihr noch sagen wolltest und du siehst mit eigenen Augen das sie wirklich tot ist.
Außerdem wird es deinem Freund sicherlich sehr helfen wenn du da bist.
Die Familie anrufen würd ich nciht unbedingt ,da du sioe ja nicht so gut kanntest. ich würd ihnen einfach auf der beerdigung mein beileid aussprechen.aber ich denk das ist einfach ne persöhnliche sache.

ich kann die nur alles gute wünschen und nimm dir wirklch zeit.geh vll n paar tage nicht zur schule und lass die drogen erstmal sein.

ich wünsch dir viel kraft

 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 22.10.07 23:56
Hallo BigBerky,

ich kann mir gut vorstellen, dass das für dich nicht nur sehr heftig und traurig ist, sondern auch, dass du dich da völlig ratlos fühlst.

und das ist ja auch kein wunder. denn einerseits ist der tod etwas, das jeder "kennt" (aus 1000 filmen oder erzählungen oder wie auch immer), aber wenn es einen auf einmal persönlich betrifft, man also das erste mal erlebt, dass eine person stirbt, die einem persönlich mehr oder weniger nahestand, dann ist das glaube ich für jeden menschen eine erfahrung, die einen auf ganz außergewöhnliche weise berührt.

denn es ist ja ein thema, wo wir mit unseren menschlichen erklärungsversuchen ganz schnell an unsere grenzen kommen. und uns fragen stellen, wie, was für einen sinn das ereignis machen soll, oder, wie du es beschrieben hast, warum genau DIESE person sterben musste, usw.

ich glaube, die erkenntnis ist auch ganz wichtig: dass wir so was eben einfach nicht begreifen können, und dass wir höchstens darauf vertrauen können, das so etwas auf eine art und weise "sinn" macht, die wir aber als menschen einfach nicht "verstehen".
(im genaueren ist das natürlich jedem selbst überlassen, ob man da in spirituellen und/oder religiösen begriffen denkt, oder in anderen, oder in gar keinen...)

was jetzt deine situation angeht: ich finde es schwierig, dir konkrete ratschläge zu geben, denn eben weil das so ein unbegreifliches thema ist, gibt's da auch keinen einen, richtigen weg oder so.

ich denke, was wichtig ist, dass du einfach versuchst dir selbst und anderen gegenüber ehrlich damit umzugehen. zum beispiel deinem freund zu sagen, wie krass es für dich ist... und ihm eben die möglichkeit zu geben, auch draüber zu reden - wenn er es eben will.

mach dir auch auf keinen fall gedanken oder vorwürfe in die richtung, du würdest damit unreif umgehen oder so. für solche themen ist keiner wirklich "reif"... wie gesagt, so etwas kann sich ja kein mensch wirklich erklären. und so findet eben jeder seinen weg, mit so was umzugehen, da gibts kein richtig oder falsch, und auch kein "unreif".

wie schon gesagt wurde: schnell drüber weg ist man über so was bestimmt nicht. und ich stimme auch zu, dass es nichts bringt, so was verdrängen zu wollen. ein todesfall gehört zu den sachen, wo auch jeder andere mensch verständnis haben muss, wenn das viel bei dir auslöst, und vielleicht auch andere sachen in nächster zeit manchmal nicht so viel "platz" haben oder so.
ich bin der meinung, dass man in situationen wie in deiner jetzt gerade ganz tiefgreifende erfahrungen macht, die einen für immer prägen.

zu dem thema beerdigung noch:
ich glaube auch, das KANN auf jeden fall gut sein. gerade bei uns kommt das glaube ich oft zu kurz, dass man so was als möglichkeit nutzt, wie so ein "ritual", von der person abschied zu nehmen.
aber auch hier gilt: das macht jeder für sich, auf seine weise. fühl dich auf keinen fall zu irgendwas verpflichtet. wenn du z.b. hingehst, alle heulen, und du nicht, dann ist das genau so richtig wie wenn du der einzige bist, der heulen muss... oder wenn du doch lieber für dich alleine sein möchtest... oder wenn du derjenige bist, der nach der beerdigung die kleine schwester der verstorbenen zum lachen bringst... (keine ahnung, ob sie ne schwester hat, aber ich schätze du verstehst was ich meine)

ach ja, und zu der sache mit dem "beileid" noch:
ich denke auch, dass es immer gut ist, anderen menschen, und speziell den angehörigen etwas zu sagen. aber ich bin immer etwas vorsichtig, was so "offizielle formulierungen" angeht. wenn du "herzliches beileid" sagen möchtest, dann tu es. aber ich glaube, es kann mindestens so gut sein, einfach das zu sagen, was man selbst an gefühlen hat, und das so auch auszudrücken... und wenn das dann heisst: "mich macht das völlig fertig, ich hab so was noch nie erlebt", oder "sie war ein toller mensch, sie wird mir fehlen", oder sogar "mir fallen keine worte ein, die ich dazu sagen kann", dann tut das möglicherweise den betroffenen menschen genauso oder mindestens so gut wie "herzliches beileid".

ups, der post ist glaube ich recht lang geworden... aber ich hoffe mal das hilft, hier von ein paar leuten ein bißchen unterstützung zu bekommen.

ich wünsch dir jedenfalls, dass du für dich nen weg findest. und mach dir keine vorwürfe, denn wie gesagt, das ist ein thema mit dem im grunde alle menschen sozusagen überfordert sind.

grüße mal
tobonomy
 

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