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AutorBeitrag
Abwesender Träumer



dabei seit 2007
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  Geschrieben: 20.07.08 23:41
Dies ist eine automatisch erstellte Diskussion über den Tripbericht Die Ewigkeit: Der Weg durch die Hölle in das Paradies [5-6g Cub.], welcher von Tune geschrieben wurde. Der Bericht ist vom 19.07.2008.

Diese Diskussion wurde am 20.07.2008 von Murmeltier gestartet.


 
Abwesender Träumer

dabei seit 2008
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1 Langzeit-TB

  Geschrieben: 21.07.08 22:49
zuletzt geändert: 21.07.08 22:53 durch phenetylamin (insgesamt 2 mal geändert)
Einer meiner Favoriten hier. Selten konnte man eine derart präzise Darstellung eines Drogenrausches lesen, die sowohl in ihrer Perspektive ehrlich bleibt, als auch instruktive Schlußfolgerungen zieht.

Höhepunkt des Textes bildet die Szene, in der der Protagonist sich vor der Entscheidung sieht, den Trip medikamentös abzubrechen. Der Grund warum er sich dagegen entscheidet, obwohl es doch offensichtlich zu viel war, erscheint dem Nüchternen vollkommen unverständlich. Nur wer selbst über eine grenzensprengende Halluzinogenerfahrung verfügt, wird überhaupt nachvollziehen können, wieso ein Mensch sich einer solch unangenehmen Situation eben nicht entzieht, obgleich er die Möglichkeit dazu hat. Und der Text bemüht sich da auch gar nicht erst um eine Erklärung, sondern beschränkt sich allein darauf, den Grund nur anzudeuten, damit sich wenigstens diejenigen seiner vergewissern, die das aufgrund eigener Erfahrung können:

dass ich es erleben MUSS ansonsten könne ich nie wieder in Frieden Leben geschweige denn Trippen.

Wie bei jeder Lebenskrise, bei jeder Katastrophensituation, die man heil überstanden hat, ist die Schlußfolgerung hinterher natürlich: Noch einmal will man das auf keinen Fall, aber missen möchte man die Erfahrung auch nicht. Denn man ist an ihr gewachsen, und fühlt sich nun bedeutend stärker. Weil kaum ein Mensch solche Erfahrungen sucht, sind die Menschen so, wie sie sind.

Dieses Essay musste geschrieben, und es sollte oft gelesen werden. Es bietet zum einen - auch und gerade in seiner direkten, orthografisch nachlässigen Sprache - einen authentischen Beleg dafür, was Halluzinogene nützen können. Zum anderen versäumt es nicht, deutlich aufzuzeigen, warum sie Menschen weiterzubringen vermögen, was zugleich der Grund dafür ist, dass phasenweise unangenehm und durchaus auch auf eine gewisse Art gefährlich sind: Sie konfrontieren mit psychischen Belastungsgrenzen. Wer das mit der richtigen Einstellung wagt und auch tatsächlich aushält, der wird unendlich und unvergleichlich gewinnen. Nichts stiftet so sehr Orientierung und Identität wie ein Grenzerlebnis,zumal wirklich existenzielle Erfahrungen in einer technischen Zivilisation ohnehin selten sind. Wer dagegen an der Droge scheitert, der hat sich unter Umständen ein Trauma aufgeladen, unter dem er noch länger leiden wird.

Chancen und Risiken derart konzentriert und bildhaft in einem langen Spannungsbogen an das Leitmotiv "existenzielle Erfahrung" zu knüpfen, ohne es auch nur einmal direkt beim Namen zu nennen, ist meisterhaft. (Vielleicht hat der Autor das auch alles gar nicht so gesehen oder gewollt? Dann aber ist diese Rezension ein persönliches Kompliment.)

10 Punkte.


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Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 23.07.08 18:03
Moinsen,

danke schonmal für die vielen Bewertungen ich bitte aber trotzdem mal darum, dass die die den Bericht bewerten, ihre Kritik auch hier niederschreiben.


phenetylamin schrieb:
Chancen und Risiken derart konzentriert und bildhaft in einem langen Spannungsbogen an das Leitmotiv "existenzielle Erfahrung" zu knüpfen, ohne es auch nur einmal direkt beim Namen zu nennen, ist meisterhaft. (Vielleicht hat der Autor das auch alles gar nicht so gesehen oder gewollt? Dann aber ist diese Rezension ein persönliches Kompliment.)



Erstmal danke für deine Kritik. Ich freue mich darüber, dass dir der Bericht gefallen hat.

Nun ich hatte beim schreiben des Berichtes eigentlich keinen Plan entwickelt, ich wollte es nur genauso auf Papier bringen wie ich es erlebt und empfunden habe. Und da es während des Trips auch für mich einen Spannungsbogen gab, der in einer existenziellen Erfahrung endete, musste es natürlich auch so geschrieben werden. Dazu kommt, dass ich den Bericht ziemlich bald nach dem Trip schon verfasst habe. Meinen Holzrosentrip könnte ich nichtmehr so darstellen.

Ich freue mich schon auf weitere positive wie auch negative Kritik.


Ich brauche soviel Zeit und Geld am Tag um mir Drogen kaufen zu gehen, da hab ich Hobbys wie essen und schlafen einfach aufgegeben.

"Was glauben sie was in diesem Land los wäre, wenn mehr Menschen begreifen würden was hier los ist"
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 02.09.08 23:29
zuletzt geändert: 02.09.08 23:30 durch kabelsalat (insgesamt 1 mal geändert)
hey tune,

ich finde deinen bericht Top. Dinge zu beschreiben für die es
in unserer kultur kaum Worte gibt, wird immer eine große Kunst bleiben,
vor allem wenn Erfahrungen mit Intensiven Gefühlen und noch nie dagewesenden Erlebnissen gemacht werden.

Ich weiß genau wie es sich anfühlt wenn diese Wellen (Pilzwellen nennst du sie)
den körper durchströmen, und im kopf anfluten und es bleibt kaum zeit -schon kommt die nächste und nächste Welle..... irgendwann erreicht man ein platau,
es wird ruhiger und dann sieht man die welt - mit anderen augen,
mit dem dritten sieht man mehr.-grins-

auch bewundernswert das du es alleine so gut hinbekommen hast, ich bin
am liebsten mit den besten freunden unterwegs, es ist lustig und gibt
einem mehr kraft wenn man dieselben dinge sieht und es kommt nicht
so schnell Panik auf.

Mit dem "kotzen" kann ich nachvollziehen,ich glaube dein körper hat gesagt
-erstmal genug-.

10 P.

 

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