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Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 04.08.09 16:19
zuletzt geändert: 04.08.09 17:28 durch Clovenhoof (insgesamt 1 mal geändert)
Meine Freundin die mittlerweile neun Monate anfangs auf 2mg/Tag nasal und ca. seit einem guten Monat auf 3mg/nasal war und ich, mittlerweile ein halbes Jahr anfangs auf ca. 3mg/nasal und seit einem guten Monat auf 7,5mg-10mg sublingual war, haben Montag (03.08.08 gegen 03:00Uhr) mit dem Entzug angefangen. D.h. ohne runterdosieren.
Als Hilfsmittel habe ich mir "MCP-Tropfen", "Novalgin" und diverse Benzos besorgt (ich weiß, Benzos=Suchtverlagerung). Nehmen sie aber lediglich bis der körperliche Entzug vorbei ist. Meine Freundin hat da ein Auge drauf ;-) also, keine Angst)
Was würdet ihr uns empfehlen um den Entzug so gut wie möglich zu überstehen? Irgendwelche guten Tipps vielleicht?
Was denkt ihr wie lange sich der Entzug hinstreckt, bis wir wieder auf dem Damm sind? Körperlicher Entzug in Tage (ca.)? Psychischer Entzug in Tagen (ca.)?

Schreibt doch bitte mal, was ihr für Erfahrungen gesammelt habt. Bitte aber nur falls ihr keinen Beikonsum hattet! Gemeint sind z.B. andere Opis.
Denke, der Entzug ist mit Opi-Beikonsum doch noch um einiges anders.
Wollten halt mal wissen, was da so auf uns zukommen wird. Viele Leute schreiben ja, dass der Subutex-Entzug im Gegensatz zu anderen Opis wie Metha/Pola "ein Witz" sein soll.
Könnte ich mir auch ganz gut vorstellen, dass von Subutex-Solo viel einfacher entzogen werden kann.

Freuen uns auf eure Antworten! (und drückt uns die Daumen) ;-)
 
Kommentar von Clovenhoof (Ex-Träumer), Zeit: 04.08.2009 17:28

Hab den Thread mal ins passende Subforum versetzt.
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 04.08.09 18:39
Also ich kann zwar keine persönliche Erfahrung mit dir teilen, aber ich denke dass ein körperlicher Entzug zwar angenehmer als bei anderen Opis ist, dafür aber auch länger, da Bupre eine wahnsinnig hohe HWZ hat und sich nur ziemlich langsam von den Rezeptoren löst. Und wegen dieser langen HWZ bitte unbedingt mit Benzo´s aufpassen!

Benzo´s und Opis hauen einen um bei falscher Dosierung!

Sonst würde ich dir noch raten natürlich kein Buprenorphin zuhause zu haben wenn du den Entzug machst! Viel Ablenkung wird beim psychischen Entzug hilfreich sein, mach z.B. irwas sportliches, muss auch nix anstrengendes sein. Etwas wandern vielleicht? oder Radfahren? schwimmen?

Metamizolnatrium(Novalgin) würd ich dir abraten, davon hast du keinerlei Sedierung und/oder Euphorie, denke kaum dass dir das was hilft und noch dazu ist das nicht grade toll für die Leber in höheren Dosen.

Wenn der Wille stark genug ist, schaffst du das!


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Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 04.08.09 18:43

Trivian schrieb:


Metamizolnatrium(Novalgin) würd ich dir abraten, davon hast du keinerlei Sedierung und/oder Euphorie, denke kaum dass dir das was hilft und noch dazu ist das nicht grade toll für die Leber in höheren Dosen.



Das Novalgin nutze ich nur um die Schmerzen z.B. in den Beinen zu bekämpfen. Eine Sedierung oder Euphorie, erwarte ich von Novalgin nicht ;-)
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 05.08.09 01:33
Keine persönliche Erfahrung, ohne Wissen um die Dosis, ein Kollege war nach nem halben Jahr Dauer-Use für 5 Tage etwas müde. Mehr nicht, wollte ich auch eigentlich nicht glauben.
Hoffe, dass es dir und deiner Freundin nicht allzu schlecht gehen wird, viel Kraft und Durchhaltevermögen!
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Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 05.08.09 03:43
zuletzt geändert: 05.08.09 03:51 durch Cortex (insgesamt 1 mal geändert)
Ich bekomme buprenorphin pflaster seit langem wegen chronischen schmerzen (also aus wirklich gerechtfertigten medizinischen gründen) verschrieben. Ich hoffe daher das ich niemals in die situation komme einen entzug davon machen zu müssen. Aber ich weiß aus erfahrung das die "entzugssymptome" - wenn ich mal vergessen hatte die pflaster rechtzeitig zu wechseln - im vergleich mit anderen opioiden, die ich früher bekam (u.a. oxycodon), tatsächlich vergleichsweise mild sind.

Ich denke du hast dich bereits ganz gut darauf vorbereitet:

- MCP hilft zuverlässig gegen übelkeit.
- Metamizol ist ebenfalls eine gute wahl um schmerzen entgegenzuwirken.
- Benzodiazepine sind meinermeinung nach ebenfalls sehr empfehlenswert! Nenneswerte wechselwirkungen mit opioiden konnte ich bei mir noch nie feststellen. Und selbst wenn welche auftreten sollten so sind diese jedenfalls nicht kritisch.

An sonsten kann ich dir noch Doxylamin empfehlen da es ebenfalls erstaunlich stark sedierend wirkt für ein freiverkäufliches schlafmittel.

Ich denke mit diesen mitteln bewaffnet solltest du den entzug relativ einfach überstehen können.

Viel glück!


PS:

Ganz allgemein sollte man Opioide ebenso wie andere physisch abhängig machende mittel am besten gar nicht apprubt absetzen sondern eben langsam ausschleichen.

Schmerztherapeuten sind im allgemeinen auch genau dazu da und bereit opiat bzw. opioid-abhängige zu substituieren und einen entzug durch langsame aber kontinuierliche dosis-reduktion überflüssig zu machen. ;-)
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- William S. Burroughs

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Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 05.08.09 11:00

Cortex schrieb:
Ganz allgemein sollte man Opioide ebenso wie andere physisch abhängig machende mittel am besten gar nicht apprubt absetzen sondern eben langsam ausschleichen.



Wir wollen das Zeug so schnell wie möglich aus uns raus haben und freuen uns riesig auf den Tag, an dem wir uns wieder gut fühlen.
Bei den von uns konsumierten Dosen, war es imo nicht verpflichtend erstmal runter zu dosieren.
Ich meine, dass die Runterdosiererei in diesem Falle, das ganze nur noch unnötig verlängert hätte.
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 05.08.09 11:54
Nein, nicht wirklich. Klar hättet ihr dann nicht schon jetzt mit dem Entzug beginnen können, aber er wäre weniger intensiv und auch kürzer ausgefallen. Zu den Dosen: Da macht es auf jeden Fall Sinn, herunterzudosieren. Gerade bei dir mit bis zu 10mg am Tag - selbst viele substituierte Heroinabhängige nehmen deutlich weniger. Man beachte auch, dass Buprenorphin als Schmerzmittel in Dosen von 0,2-0,4mg (Temgesic/Temgesic forte) pro Einnahme verordnet wird - und auch da besteht schon das Risiko einer Abhängigkeit.
Subutex gibt es nicht umsonst auch in der Stärke 0,4mg, diese Stärke ist zum abdosieren gegen Ende der Substibehandlung gedacht.
Klar, ihr könnt natürlich auch so entziehen - sterben werdet ihr deshalb nicht, aber es glbt einen viel schonenderen Weg. Wie auch immer, wünsche euch auf jeden Fall viel Kraft;-)

lg, Muetzi
 
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 15.08.09 00:52
Bei mir war nach ca. sehr miesen 5 Tagen/Nächten alles wieder ok war auch auf 8 zum Schluss. Hilfe war nur alk und grass dafür gings dann relativ schnell.
Und ihr meint das bei Subu der Entzug milder ist als auf zb. Oxy rolleyes, glaub ich nicht, bei mir war es die Hölle nach nur 2-3 Monaten draufness.
 
User gesperrt

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  Geschrieben: 15.08.09 07:46
subutex ist im allgemeinen leichter zu entziehen als andere opiate im dauerkonsum.
durch seine spezifische rezeptordynamik und den k rezeptor antagonist können sich die k rezeptoren schon erholen.
was den entzug schon deutlich abschwächt.
was gegen entzug sehr gut hilft ist:
1.doxepin
2.pregabalin (lyrica)
3.gabapentin (neurotin)
4.L-Tryptophan
5.Opipramol
6.DXM
7.Benzos ( aber nur um die ersten 7 tage zu überstehen)
8.Z-benzos (Zolpidem Zopiclon)
9.Clonidin
10.Ketamin ( Low dose nicht zum trippen)
11.Loperamid (gegen den durchfall)
12 MCP
13.Ritalin (therapeutischen dosen)
14. Novalgin (aber nur falls die anderen mittel nicht helfen) bei einem entzug ist die gefahr eines schokes höher da der körper schon sehr geschwächt ist.
15. Viel sex wenn möglich oder wixen regt die körpereigene endorphin produktion an.
16. Viel trinken und mineralstoffe zu sich nehmen.

so das erstma alles was mir einfällt.
mfg
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 15.08.09 08:11
Bei meinem bisher ersten und einzigen Subutex-Entzug habe ich mir beim Arzt nach 5 schlaflosen Nächten Planum (ein Benzo) verschreiben lassen.

In der 6. Nacht konnte ich mit Hilfe von 2 Kapseln wunderbar schlafen, in den nachfolgenden 2 Nächten reichte jeweils eine.

Danach waren die körperlichen "Beschwerden" erledigt. Ich persönlich empfand die ganze Geschichte im Nachhinein als relativ leichten Entzug und anscheinend ist er wirklich nicht mit dem Entzug anderer Opis zu vergleichen. Ob die Entzüge von mal zu mal schwieriger werden wie z.B. bei GBL vermag ich nicht zu sagen, da ich seitdem Subutex nur noch ganz selten und auch immer nur tageweise genommen hatte.

Viel Glück!
 
Mitglied verstorben



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  Geschrieben: 15.08.09 10:48
Hi Leute,
ja der Entzug wird von mal zu mal schwieriger, meine ersten H Affen fand ich eher lustig. Das gibt sich aber ganz schön schnell.
Ich habe vor kurzem einen Subu und Benzo Affen hinter mir, weil s Mischkonsum war, kann ich den Subutex Affen nicht genau definieren, mir kam er aber schon sehr lang vor, ich habe mich 2 Wochen wie ausgekotzt gefühlt, obwohl ich mich vorher von 8 mg auf 0,8 mg runter dosiert hatte (Diazepam hatte ich zuvor von 50 mg auf 20 mg reduziert ), und hatte starke Schlafprobleme.
Ich würde euch schon raten erst was runter zu dosieren, ansonsten ist hier eigenlich schon alles gesagt worden.
Wichtig bei einem Entzug ist natürlich essen und trinken, auch wenn man nicht mag.

Grüsse vom Joker
60 % Der Jugendlichen schauen optimistisch in die Zukunft,
40 % haben einfach nicht das Geld für Drogen.
Revolvermann
Ex-Träumer



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  Geschrieben: 15.08.09 12:47
Hi. Ich habe bei meinem ersten Subutex-Entzug mit 6mg bei ca. 3 Monaten-Konsum insgesamt 3 Wochen einen relativ milden Entzug. Die ersten paar Tage waren schon schwierig, aber dann kam es nur noch schubweise mit Zeitabständen, leichte Schübe hatte ich allerdings auch nach 4-5 Wochen noch. Also, Ketamin würde ich Dir auf Entzug absolut nicht empfehlen, Bewegung, so gut es mit den Schmerzen geht, natürlich genügend Essen und Trinken und, was bei mir immer sehr gut hilft, sind verschiedenste Atem- und Meditationsübungen, die beruhigen und entspannen richtig gut. Wenn man seinem Körper wesentlich mehr Sauerastoff zuführt als er braucht, reinigt das die Gefäße und entspannt sehr angenehm. Hier ist der Vorteil, dass diese Übungen nicht-wie Sport- mit Schmerzen verbunden sind und also auch im Entzug leicht ausgeführt werden können. Einfache Beschäftigung ist auch wichtig, einfach um die Aufmerksamkeit vom Entzug abzulenken.

Ciao
 
User gesperrt

dabei seit 2007
231 Forenbeiträge

  Geschrieben: 15.08.09 15:40
und welche begründung haste dafür das du kein ketamin nehmen würdest?
ketamin ist ein starker nmda antagonist und diese helfen immer bei einem opiat entzug!
das einzig ärgerliche an keta ist die kurze wirkzeit .
wie ich sagte man muss sich nicht ins k-hole schiessen obwohl das auch recht angehnehm ist weil man auf entzug ma abschalten kann.
mfg
 
Mitglied verstorben



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575 Forenbeiträge

  Geschrieben: 16.08.09 14:52
Hi Leute
@ Psilotripping : Bist Du von 6 mg gleich auf 0 gegangen oder hast Du abdosiert ? Wenn ja würde mich das Wie interessieren

@ asdasd : Spürt man in der Zeit wo man auf Keta ist denn keinen Entzug ? Ich stell mir so n härteren Trip mit den körperlichen und psychischen Aspekten eines Entzugs nicht sehr angenehm vor.
Aber einige User benutzen ja auch Speed oder ähnliche Substanzen um vom Affen nicht so viel zu merken, ich habe das mal probiert als ich von 2 ml Methadon auf 0 gegangen bin, hat bei mir nicht so den gewünschten Effekt gebracht.

Grüsse vom Joker
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Revolvermann
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 16.08.09 23:00
Wenn man seine Keta-Dosen kennt kann man damit so gut wie alles abfedern und abfangen. Man darf eben nur soviel nehmen, dass die Extremitäten leicht einschlafen und man insgesamt sehr ruhig wird, aber trotzdem noch einen klaren Kopf behält. Wenn man schon mit Angst an die Sache herangeht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass man in einem ewig lange anfühlenden psychedelischen Rausch verbleibt, umso höher.
asdasd hat ja völlig richtig geschrieben "low dose, nicht zum trippen". Soll heißen je nach Toleranz und Konsumform im Bereich 20-50mg, je nach Empfindlichkeit auch nur 10mg oder auch mal 70mg, muss eben jeder selbst wissen.
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