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LdT-Forum » Konsum » Drogen & Konsum » Selbstbewusstseinssteigernde Drogen


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Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 18.10.09 12:50
Mich würde interessieren welche Drogen außer Koka noch einen "selbstbewusstseinssteigernden Effekt" haben. Habe gehört Kanna soll ähnlich wirken, hat schon jemand Erfahrungen damit gemacht?

Gruss
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 18.10.09 14:01
zuletzt geändert: 18.10.09 14:11 durch Deedee (insgesamt 1 mal geändert)
hey, interessantes thema. aber zuallererst würde ich eine begriffsdefinition vorschlagen. mir fällt da grob eine unterscheidung zwischen illusionärer selbsteinschätzung und integration der persönlichkeit ein. also es gibt da reichlich drogen, die einen irgendwie in eine egomanie versetzen. das einfachse mittelchen ist da wohl der alkohol. mich macht er irgendwei immer mutig und selbstbewußt. betrunken kann man in diskussionen auf meinungen verharren, die man eigentlich gar nicht hat, nur so zum spaß. menschen ansprechen ist kein problem. dem folgen dann substanzen wie gbl, kokain, amphetamin, also alles in allem synthetische mittelchen. bei mdma bin ich mir jetzt nicht ganz sicher. mdma lässt mich glauben, das ich und alle anderen menschen unheimlich attraktiv und interessant sind. das hat mich schon oft erstaunt, wie ich da mit vor allem nüchternen personen umgehe, total zielsicher und überzeugt von den eigenen gedanken. aber durchaus realistischer als z.b. so eine alkohol-egomanie.
dann gibt es drogen, die zur eigenen ego-auflösung führen, dazu zählen alle psychedelika und cannabis bei entsprechender disposition.
man wird an die lachhaftigkeit des egos herangeführt, und begreift, das das ego eigentlich nur der kleinste teil unserer persönlichkeit ist. dann beginnt eine schrittweise wieder zusammensetzung woraus man dann gestärkt und mit einem besser integrierten verständnis für die eigentlich psyche zurückkehrt. im optimalfall. menschen, die an ihrem ego hängen reagieren oft mit großer furcht auf diesen egotod. das kann dann auch nach hinten losgehen. prinzipiell brauch man eine gute portion freude am chaos, kontrollsüchtige menschen werden sich damit viel eher schaden als helfen.

das wort selsbtbewußtsein wird oft falsch gebraucht in unserer gesellschaft. denn eigentlich zielt es auf die biologisch-psychologische besonderheit des menschen ab, das er sich seiner selbt bewußt ist. tiere oder kleinkinder vor einem spiegel hingegen wissen nicht so recht, wer sie da nachäfft. deswegen meinst du wahrscheinnlich eher dein ego. also wie gesagt, alkohol, kokain, amphetamin und gbl blasen dich auf wie einen luftballon, psychedelika bringen diesen luftballon zum platzen oder nehmen einen tiefen zug davon, berauschen sich an den kleinlichkeiten für die wir so viel zeit aufbringen (unser profil, unsere gesellschaftliche maske zu erstellen).
es gibt da eine tolle erklärung aus der linguistik. "per sona" bedeutet ursprünglich "das, wodurch der ton geht" - damit waren die masken im allseits beliebten theater gemeint. hier wird ziemlich schnell klar, wie man sowas falsch interpretieren kann, wenn man nämlch annimmt diese masken seien ein wichtiger bestandteil unserer sozial-integrativen kompetenz.
also, wenn du mädels aufreißen oder deine freunde davon überzeugen willst, wie toll du bist, greif zu mittelchen A.
mittelchen B hingegen machen eher langfristig sinn, um sich von diesen falschen vorstellungen zu lösen. ich kann dein problem aber gut verstehen. als ich anfing zu saufen, dachte ich mir immer, ich sollte immer wie besoffen sein, dann kann ich viel besser mit menschen umgehen. ein gutes trinkgelage kann ich gemeinschaft durchaus näher zusammen bringen, aber alles in alem ist das nur eine überbrückung.
von kanna kann ich diesen effekt übrigens nicht bestätigen. kannst es aber mal mit pflanzen auf ephedrin-basis versuchen.

gruß

edit: in der neurologie gibt es da momentan ziemlich interessante diskussionen zu. ein neurologe meint, die zeit in der das ego entstanden ist, lege zwischen den beiden büchern von homer. in der illyas häten die trojanischen krieger keinerlei selbsteinschätzung während hingegen odysseus von seinem ego ziemlich überzeugt ist, dasselbe erörtern auch die frankfurter max horkheimer und theodor adorno in ihrer "dialektit der aufklärung". der gängige standpunkt ist, dass unser ego soetwas wie eine massenpsychose oder hysterie darstellt, die uns im kindesalter beigebracht wird. das ergeben zumindest einige neurologische untersuchungen. die führende kraft ist da wohl wolf singer. und diese einschätzungen decken sich ja mit dem alten wissenfundus der mystiker überall auf der welt, wovon (zen) buddhismus und sufismus sicherlich nur die speersptize darstellen, die maya der hindus wäre ein weiterer bezugspunkt. das ist wie in den büchern von philipp k. dick, wo der protagonist immer auf irgendweine weise merkt, das er nicht das ist, was er zu sein glaubt. die wirklich frage, die eine dialektik der aufklärung beantworten müsste, wäre wieviel "wahrheit" wir verkraften können.
Ein Elefant ist ein Gedicht, geschrieben in Tonnen, statt in Worten
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 18.10.09 14:02
Wir wärs denn mit Alkohol?
Dann könnte man noch Gbl nennen was aber scheinbar bei vielen schnell eine Abhängigkeit hervorruft.
Was denke ich mal bei allen Selbstbewusstseinssteigernden Drogen so der fall sein wird.
 
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Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 18.10.09 14:17
zuletzt geändert: 18.10.09 14:21 durch Lobo (insgesamt 3 mal geändert)
Nun, Deedee, du hast schon Recht, vorallem die Beschreibungen bringen es ziemlich auf den Punkt.

Mir geht es insbesondere um die Integration in die Persönlichkeit, keine illusionäre Einschätzung.

Aber bei Alkohol, nunja, ich würde es mal so sagen (so ist wie Wirkung zumindest bei mir):

Alkohol

Saufen. Bin ich, trotz aller männlicher Gene, kein großer Fan von. Ab und zu ein paar Bier mit den Kumpels ist okay, aber ansonsten halte ich nichts von dieser Droge. Alkohol macht langsam und teilweise eher melancholisch als selbstbewusst. Wenn ich saufe kann ich zwar eher Menschen ansprechen, aber von mir selber halte ich dann auch nicht wirklich viel, und was sinnvolles zu erzählen ist nach 4 Whisky auch nicht mehr so einfach. Alkohol ist ein Downer, für mich sowohl körperlich als auch psychisch.

Speed

Im Bezug auf das Ego hat Speed keinerlei Auswirkungen bei mir. Ich bin wach, ich bin aktiv, ich bin druff, aber es steigert nicht Selbstbewusstsein oder Selbstwert.

Cannabis

Wenn ich stoned bin mach ich mir gar keine Gedanken über Selbstbewusstsein, sondern nur über Eistee und chillen.

XTC hab ich noch nicht ausprobiert, Cola werd ich bald mal antesten, und Kanna... Wie gesagt, bin mal gespannt ob es jemand von euch schonmal ausprobiert hat. Aber leider komme ich mit Alkohol/Speed/Gras nicht weit was das betrifft.
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 18.10.09 14:44
cola? ist ja auch nur koffein, theobromin, oder? kath ist noch interessant, aber nicht unbedingt leicht erhältlich, für alle nicht-gärtner wohl nix.
also ich glaub am meisten hast du davon, wenn du dir einen san pedro ziehst, oder ne ladung pilze züchtest (der ganze aufwand dafür bewirkt schon tiefgreifende veränderungen in der eigenen psyche), dich dann bei einem tollen abend hinsetzt und dir über dein leben gedanken machst. die einsichten, die du hoffentlich daraus ziehen wirst, können für dein leben weitaus fruchtbarer sein als ein "glorreicher" abend.

rein informell: ich habe mich niemals so gestärkt, überzeugt und mächtig gefühlt, wie nach einer langen nacht auf nachtschatten, das hat allerdings eher so einen verführungscharakter. könnt ihr euch an euer "erstes mal" erinnern? danach war ich total euphorisch und zufrieden, von wegen "ich habs geschafft, ich habs gebracht" - so in etwas ist es bei den solanzeen auch. würd ich dir aber nicht unbedingt empfehlen, aufgrund der erheblichen risiken für körper und geist.

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» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 18.10.09 14:50
Ich meine die andere Cola. ;)

Aber das ist auch eine interessante Idee, damit haben wir schon 3 Möglichkeiten.

* Illusionäres Selbstbewusstsein
* Egointegriertes Selbstbewusstsein
* Auseinandersetzung mit sich selbst, reales Selbstbewusstsein
 
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  Geschrieben: 18.10.09 16:20
zuletzt geändert: 18.10.09 16:43 durch Antonio Peri (insgesamt 2 mal geändert)
Cath ist im RC-Bereich ja auch erhältlich. Cathinon und Methyl-Cathinon stehen im BtMG. Ethyl-Cathinon ist (noch) nicht im BtMG enthalten. Ethyl- und auch Methyl-Cathinon kenne ich aus eigener Erfahrung (in sämtlichen Konsumformen) und muß sagen, daß der Ego-Boost damit stärker als bei Speed oder MethAmphetamin ausfällt - allerdings schwächer als bei Kokain.

Die depressiven Phasen nach Abklingen der Wirkung sind allerdings ebenfalls nicht "von schlechten Eltern". Da sollte man schon stark sein oder einen "Seelenstreichler" parat haben um nicht in den Dauerkonsum zu verfallen.

Ebenso hat MDPV einen Selbstbewußtseins steigernden Effekt. Einige verschreibungspflichtige SSRI haben auch einen nicht zu übersehenden Effekt auf das Selbstbewußtsein.

Die sedierende Wirkung von Alkohol/Benzodiazepinen kann man mit den div. Uppern ja auch ausgleichen und dann davon das gesteigerte Selbstbewußtsein nutzen ohne Müde zu werden (auch nach einer ganzen Flasche Whisky nicht...) Empfehlen würde ich die Kombi jedoch auch nicht. Denn dort kommt neben den Depris, die man oft nach Koka, MDPV, Ethcat und Konsorten hat noch dazu, daß es extrem ungesund und belastend für den Körper ist.
Ich blogge zum Thema Drogenpolitik:antonioperi.wordpress.com
Antonio Peri auf Facebook:www.facebook.com/antonio.peri.3956
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Mein Youtube-Kanal: http://www.youtube.com/channel/UC87uh0MjSFR0gEsONgzObRg
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  Geschrieben: 18.10.09 16:26
ich würde niemanden den ich nicht kenne empfehlen "mal" Pilze zu testen, da du 0 einschätzen kannst wie derjenige drauf reagiert.
Ein Pilztripp kann eine sehr mächtige aber unter Umständen auch schwere Erfahrung für Pilzneulinge sein.


INOFFIZIELLER 2012 RAP/OSIRIZ

http://www.youtube.com/watch?v=a_fqrA5P4Fw
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 18.10.09 16:30
zuletzt geändert: 18.10.09 16:32 durch Chill E ConCarne (insgesamt 1 mal geändert)
4-fmp also Flouramphetamin.

Ich finde auf dieser Substanz hat man ein deutlich gesteigertes Selbstbewusstsein. Kokain habe ich noch nie probiert, denke aber das Selbstbewusstsein dazu ist ein anderes.
Man ist zwar genau so von sich überzeugt wie auf Koks, aber das man keinen Drang sich zu beweisen bzw sich aufzuspielen oder so.
Ebensowenig, finde ich, ist man agressiv. Man ist einfach sehr gut drauf, mehr nicht.
Man weiß das man der Größte ist, bleibt aber denoch cool und bescheiden.

Also die symphatischere Version von Koks in Sachen Selbstbewusstsein

Manchmal können wir an einer Situation nichts ändern,
was wir jedoch immer ändern können,
ist unsere Einstellung zu ihr.
Ex-Träumer
  Geschrieben: 19.10.09 12:25
Hey,

kann man vor Referate, Methylone oder Mdma konsumieren, um die panische Angst zu verlieren?


 
Abwesende Träumerin

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ICQ
  Geschrieben: 19.10.09 12:31
ich sage nur MESKALIN. ich hatte es zu hause genommen, und hatte ein herrliches selbstbewusstsein!
...und dann sah ich das HEILIGE!
Ex-Träumer
  Geschrieben: 19.10.09 12:41

veganix schrieb:
Hey,

kann man vor Referate, Methylone oder Mdma konsumieren, um die panische Angst zu verlieren?




Sicher kann man. Aber ob das richtig ist, kann ich dir nicht sagen.
Mich würden Methylone und MDMA auf jeden fall zu sehr verklatschen.... Gut, in niedriger Dosierung ginge es vielleicht, aber machen würd ichs trotzdem nicht.

WENN du was chemisches nehmen musst, damit du nicht total nervös und ängstlich bist würd ich eher zu einem reinen Upper "raten".... Und dann auch schwach dosiert.

Ich könnt mir das mit MD*V oder Ephedrin ganz gut vorstellen... Klarer Kopf, aufgeschlossen, gesteigertes S-Bewusstsein.

Aber besser wärs dennoch, halbwegs nüchtern zu bleiben. Bringt nix, wenn du nicht mehr ängstlich bist aber mega Teller hast, oder dir der Schweiß waagrecht aus der Stirn rausschießt.... oder dein Kiefer spackt herum :D....


 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 19.10.09 12:52
Hi at alll. Möchte jetzt um gotteswillen keine empfehlung aussprechen,doch verschaffte gbl mir nen Megaman feeling! lg
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2008
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  Geschrieben: 19.10.09 13:22
@Deedee:
Die von dir beschriebene Selbstauflösung des EGOs habe ich auch durchgemacht.
Nach einem Jahr gesteigertem Konsum (17-18 Jahre/Abitur) habe ich genau diese Depersonalisierung gespürt
in mir. Wer ist man eigentlich? Ist man eine Reflexion desses was man vorgibt zu sein? Ich wurde mir erstmals über diese
ganze massenmediale Manipulation im Klaren.
Ich habe alle Themen dir mir in den Kopf schossen in meinem Unterbewusstsein zerlegt und eine Baustelle daraus gemacht.
So war ich gezwungen noch einmal darüber nachzudenken.

Dein Ansatz gefällt mir sehr gut, Danke!
Dachte schon das war bei mir eine Art psychische Unverträglichkeit auf Weed.
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 19.10.09 13:59
@Deedee
Ich kann nur unterstreichen, was max9r schreibt. Super Ausführungen und interessante Gedankengänge.

Bei mir wirken sich eigentlich fast alle Drogen, die ich so nehme, positiv aufs Ego aus, je nachdem, wieviel ich mir so gönne:
Alkohol in kleinen Mengen = positiv, in größeren Mengen = unberechenbar bis negativ.

Weed wirkt sich i.d.R. positiv auf mein Selbstbewußtsein aus, ich habe den Eindruck z.T. "über den Dingen" zu stehen, zumal sich i.d.R. auch interessante Gedankengänge und manchmal auch Erkenntnisse einstellen. Allerdings ist es problematisch, wenn man zu breit ist. Daher warte ich i.d.R. 30-45 Minuten, bevor ich bekifft unters Volk gehe.

Kratom hilft mir, bei klaren Kopf, auf andere Personen zuzugehen und mich über Themen zu unterhalten, die für mich ansonsten nicht so interessant sind. Kratom gibt mir i.d.R. auch ein gutes Selbstwertgefühl. Kratomisiert kann ich mich auch gut unter nüchternen Personen bewegen und mich gut einfügen.

Bei LSA hat mir auch die Euphorie ein gesteigertes Selbstwertgefühl gebracht, da ich mehr innerlich über mich selber lachen konnte. Aber LSA ist nicht unbedingt gesellschaftstauglich.

Die meisten dieser Selbstwertbooster sind in meinen Augen allerdings Illusion mit Aussnahme (wie Deedee und andere schon sagten) der Substanzen, die einen in tiefere Gedankengänge hineinführen.

 

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