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Traumland-Faktotum



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  Geschrieben: 28.10.09 21:59
Hallo. Ich habe eine spezielle Frage zum Konsum von Amphetaminen bzw. Speed.
Ich nehme seit einigen Monat ein Antidepressivum (Citalopram). Da ich momentan für die nächsten 10 Tage wegen einem Arbeitsprojekt ziemlich im Stress sein werde und gezwungen bin, auch Nachts zu arbeiten, wollte ich fragen, ob Speed-Konsum in diesem Fall stark bedenklich ist, oder über diesen stark begrenzten Zeitraum durchführbar ist.
Es wäre nett, wenn ihr mir eure Erfahrungen bzgl. Wirkungen/Nebenwirkungen/Gegenwirkungen zum Runterkommen und auch gern andere Tips für andere Mittel geben könnt.
Für den Fall, dass die Speed-Variante unbedenklich ist: Wie sieht es mit der Konzentrationsfähigkeit aus? Gibt es Empfehlungen hinsichtlich Konsumform und Menge, die einerseits Wachheit und gedankliche Effizienz, als auch möglichst wenig Nebenwirkungen wie Hibbelei oder weiß der Teufel was es geben mag, bietet?
Kaffee ist für mich, genausowenig wie Tee oder andere Mittelchen aus der Drogerie keine Option. Es sei denn, in letzterer gibts irgendwo den ultimativen Geheimtip.
Danke schonmal!

"Das Dasein ist ein Seiendes, das nicht nur unter anderem Seienden vorkommt. Es ist vielmehr dadurch ontisch ausgezeichnet, daß es diesem Seienden in seinem Sein um
dieses Sein selbst geht."

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Ex-Träumerin



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ICQ Skype
  Geschrieben: 14.12.09 17:25
zuletzt geändert: 14.12.09 17:25 durch danke nein (insgesamt 1 mal geändert)
ich weiss nur, dass methylphenidat + citalopram recht unbedenklich zu sein scheint - bekomm's seit etwas über ner woche und hatte noch keine probleme damit. bei adhs'lern ist es durchaus üblich (v.a. im erwachsenenalter), dass ssri zusammen mit mph verschrieben werden.

citalopram soll ja DAS ad sein, was am selektivsten wirkt. soweit mir bewusst ist, besteht auch beim amphe-konsum keine (berechtigt mich bitte wenn ich falsch liege!) ausschüttung / wiederaufnahmehemmung vom serotonin - die gefahr eines serotoninsyndroms wäre also genauso gering wie bei citalopram solo.

was aber in straßenamphe alles so drin is, weiss man ja nie. bei pharmazeutisch reinen substanzen sollte das kein problem sein.

edit: hab jetzt grad erst gemerkt, dass deine stressige zeit wohl schon um ist. vielleicht konnte ich ja trotzdem für die zukunft helfen.
 
Abwesender Träumer



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ICQ MSN
  Geschrieben: 14.12.09 17:35
Amphetamin wirkt sehr wohl als Serotoninreleaser. Und zwar im Verhältnis 5:1 NE:S (also 5 mal so viel Noradrenalin wird ausgeschüttet wie Serotonin bei gleicher Dosis ausgeschüttet wird. Quelle: Wikipedia.

Ist also nicht unbedenklich, aber Ich denke mit rantasten (lass vorher einen Bekannten mal die Qualität des Speed im Selbsttest ermitteln, damit du dich nicht trotz einer kleinen, vorsichtigen Nase durch überraschend starkes Speed überdosierst) auch nicht Kreuzgefährlich.

Methamphetamin wäre wohl besser geeignet, da dies wirklich fast gar kein Serotonin ausschüttet. Aber Empfehlen kann Ich beides nicht dazu.



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HIV, kommt das von H i.v. ?
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 14.12.09 18:26
Ich habe die Kombination gut vertragen. Ganz ohne Auffälligkeiten (kein Konzentrationsmangel, keine Verwirrtheit ect.). Aber das heißt nicht, dass bei dir auch keine Probleme gibt. Ich habe vorsichtshalber morgens (vor Speedkonsum) und am nächsten Tag nach Konsum, das Citalopram weggelassen. Aber bei der HWZ von ca. 36 Stunden, dürfte das kaum eine Rolle spielen. Ich habe nie täglich kleine Mengen Speed konsumiert, sondern einmal die Woche exxessiv.

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Traumland-Faktotum



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  Geschrieben: 14.12.09 18:36
zuletzt geändert: 14.12.09 19:35 durch Relaxed (insgesamt 2 mal geändert)
die wiki aussage ist meiner ansicht nach so zu interpretieren das sich das verhältnis noradrenalin:dopamin:serotonin auf 3:5:1 beläuft. das deckt sich auch mit dem, was ich noch aus lehrbüchern in erinnerung habe und dass amphetamin vorrangig aufs dopaminerge system wirkt.

ich habe letztens erst ein paar broschüren von nem pharmakongress zum thema adhs medikation durchgeschaut und dort wurde auch erwähnt dass adhs-patienten mit sekundärer depression durchaus mit stimulanzien (inkl. amphetamin) und SSRI, SNRI behandelt werden können. von daher gibt es zumindest von fachmedizinischer seite bezüglich dieser kombination keine bedenken, wenn beide medikamente für eine behandlung angezeigt sind.
physiologisch werden sich die beiden mittel nicht in die quere kommen (vorausgesetzt man hat keine vorbelastungen was blutdruck, herz oder was weiss ich betrifft)
wie sich jedoch amphekonsum psychisch bei einer bestehenden depression auswirkt, ist natürlich nicht abzusehen. da es sehr viel dopamin freisetzt kann es bei manchen personen sicherlich die "konstanz" der wirkung des ADs negativ meine persönliche erfahrung war ironischerweise das gegenteil und obwohl ich es so erlebt habe würde ich es nicht mehr so machen, weil ich auch viele leute kennengelernt hab die sich durch die kombo AD+amph noch mehr in ihrer depression versumpft sind sobald sie vom amphe runterkamen.
ich wurde vor ein paar jahren mal mit fluoxetin behandelt und hatte während dieser zeit auch hin und wieder amphe konsumiert. bei mir war es so dass das SSRI die amphewirkung "stabilisiert" hat. ich hatte bzgl. amphe immer wieder phasen eines niedrig dosierten alltagkonsums, d.h. mehrere tage hintereinander täglich 1-2 kleine dosierungen amphe tagsüber. das ging normalerweise einige tage lang gut, jedoch spätestens nach einer woche wurden die stimmungsschwankungen so beschissen dass mich das zeug dermassen aufgeregt hat dass ich es ein paar wochen nicht mehr angerührt hab ... und dann gings wieder für ein paar tage los :D
während der fluoxetin medikation kam dieser zeitpunkt wo mir die stimmungsschwankungen zu viel wurden gar nicht. vielleicht wäre er irgendwann gekommen, aber ich hab während der fluoxetin behandlungsperiode nur 2x so ein amphealltagskonsum aufgebaut und jeweils nach ca. 2 wochen wieder damit aufgehört, von daher sind 2 erfahrungen diesbezüglich auch nicht sehr repräsentativ.
auch das runterkommen nach dem feiern, wo dann auch höhere dosen im spiel waren war deutlich weniger anstrengend (war jedoch auch nur 2 oder 3mal dass ich das gemacht habe).
mir wurde klar dass das AD in meinem fall den amphekonsum wohl deutlich verträglicher und unkomplizierter macht und das war mir etwas ungeheuer :D jedoch war der konsum trotzdem während dieser zeit geringer, da es mir während dieser depressiven epoche nicht sonderlich attraktiv erschien mich zuzudröhnen und einfach meine ruhe und eine gewisse stabilität haben wollte.

wenn wirklich meinst dass du für deine projektarbeit mit speed zwingend nachhelfen muss dann würde ich folgende safer-use regeln beachten:
- dosierung: nur so viel wie nötig ist dass du wach und konzentriert bist. wenn die stimmungsaufhellende wirkung zu stark ist, ist man dazu geneigt unanständig zu werden und mehr zu nehmen (ich sprech da aus leidvoller erfahrung:D). die dosis nicht oder wenn dann nur geringfügig steigern.
- orale einnahme. die orale einnahme eignet sich viel besser für produktives arbeiten als nasale applikation, da die wirkung konstanter und länger ist und weniger flasht. zudem besteht beim ziehen ein höheres risiko, mehr zu erwischen als eigentlich nötig und durch das schnelle anfluten der wirkung ist in deinem fall auch eher kontraproduktiv
- achte auf eine bewusste und ausgewogene Ernährung, auch wenn man schnell dazu neigt das zu vergessen.

wie stellst du dir das denn im detail vor? du willst doch nicht mehrere tage und nächte am stück deine projektarbeit durchziehen?
"Wetter kann man wegdruffen"

(sagte einst ein guter Freund auf einem Mainfloor irgendwo auf diesem Planeten beim Schlammtanzen)
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  Geschrieben: 03.08.10 00:46
Citalopram vertrage ich sehr gut in Kombo mit Amphetamin, GBL, und Methylphenidat. An MDMA, oder Kokain habe ich mich nicht getraut wegen der Gefahr ein Serotonin-Syndrom zu bekommen wegen der hohen 5-HT Hemmung.
First step to touch the sky is to get high!
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 19.06.14 00:55
hat jemand erfahrung mit der einnahme von trimipramin _nach_ der einnahme von speed? wie lange sollte man da warten?

ich habe beobachtet, dass bei der einnahme von trimipramin (trizyklisches antidepressivum) und der konsum von speed in der nacht danach (also ca 24h später) eine erhebliche wirkungsteigerung des speeds verursacht.
ich konnte beobachten, dass nicht kleine lines gezogen wurden, sondern sowas wie homöopathische dosen und diese bereits starke wirkungen entfalteten.

aufgrund dieser beobachtungen habe ich erst recherchiert und die gefährlichkeit dieser kombination nachlesen können. daher würde ich gerne wissen, wie es sich mit der umgekehrten richtung verhält: also erst speed und dann tri. AD
 

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