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LdT-Forum » Konsum » Drogen & Konsum » Kann man mit heroin wirklich aufhören?


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AutorBeitrag
» Thread-Erstellerin «
Abwesende Träumerin

dabei seit 2007
93 Forenbeiträge

  Geschrieben: 14.01.10 23:46
hi an alle!

kann man jemals von einer heroinsucht '"geheilt" werden?

oder bleiben die gedanken noch immer,selbst nach jahrelanger absintenzphase?

kann man nach dem ersten mal probieren abhängig werden?

ist es wirklich so wie es in filmen ua trainspotting beschrieben wird?

fragen über fragen,die ich mir schon lange zeit stelle(va weil ein guter freund von mir davon leider nicht wegkommt:-()!!

 
Abwesender Träumer



dabei seit 2009
143 Forenbeiträge

  Geschrieben: 15.01.10 00:10
zuletzt geändert: 15.01.10 00:12 durch DerblondeGaucho (insgesamt 1 mal geändert)
hallo, ich würde sagen man kann, davon wegkommen. Es kommt aber sicher auf die Person darauf an, ein Konsument, der nicht davon weg kommt wird denke ich mit hoher Wahrscheinlichkeit immer wieder rückfällig werden. Das ist nur das was ich so aus persönlicher Erfahrung sagen kann. Zu nächst muss auch der unbedingte Wille da sein, und zwar auch vor sich selbst, und anhaltend. Vor kurzem laß ich, dass mit Ibogain eine Heilung von vielen Abhängigen möglich war.

Filme wie Trainspotting liefern nicht unbedingt so ein reales Bild, jedenfalls nicht eines das bei allen Konsumenten so zutreffen muss. Man kann es nicht verallgemeinern, es gibt solche und solche Heroinsüchtige, es kommt immer auf die persönlichen Umstände an. Jedoch wirkt es sich meiner Erfahrung oft negativ aus, auf das Verhalten, und sicher auch die Gesundheit, v.a. dieser gestreckte Straßendreck.

Ich glaube persönlich nicht daran, dass man nach dem ersten mal probieren Abhängig werden kann. Entweder einem gefällt irgendwas, und man will es wieder tun, und wird dann nach einer gewissen Zeit abhängig, oder es gefällt einem eben nicht. Und das ist zu mindestens bei Heroin auch so, auf jeden Fall wird nicht jeder nur weil er es ein mal nimmt zwangsweise ein Abhängiger.

Das denke ich mir dazu, da ich auch ein paar Heroinsüchtige und Angehörige von ihnen kenne.

Übrigens sollte man aufpassen das man sich nicht in eine Co-Abhängigkeit begibt.
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 15.01.10 00:14
zuletzt geändert: 15.01.10 00:19 durch (insgesamt 4 mal geändert)
Blablabla, du kennst das doch selber mittlerweile ganz gut, oder? Es geht doch gar nicht mehr nur um deinen Freund, sondern auch um dich. Zumindest liest sich das so. Nicht so schlau, auf naiv machen und überall im Netz denselben Nick benutzen. Sry, harte Worte. Aber andere kommen auch mit ihren Probs klar, ohne so ein Tohuwabohu überall zu verbreiten...
 
Traumland-Faktotum



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Homepage
  Geschrieben: 15.01.10 03:15
Das Opiate körperlich sowie psychisch eine sehr starke Abhängigkeit verursachen ist allgemein bekannt.
Wie dein Bekannter damit umgehen kann wird dir hier niemand beantworten können.
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 15.01.10 03:42
zuletzt geändert: 15.01.10 03:42 durch (insgesamt 1 mal geändert)
Es heißt Opiatabhängigkeit. Das ist nicht wie Alk wo man nur Alk mag.
Jeder Heroinsüchtige wird früher oder später mit anderen Opiaten konfrontiert.
 
Abwesende Träumerin



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  Geschrieben: 15.01.10 11:55
Ja man bzw. Frau kann. Ich kenne da nämlich nur zwei Personen, das bin ich und meine Freundin, bei mir sind das mittlerweile 20 Jahre her. Frage beantwortet? Juht.
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 15.01.10 14:37
@hasale und alle anderen, die sich die Frage stellen.
Ich selber habe (ausser Kratom und früher mal was Codein) keine Opi - Erfahrung, also auch keine wirkliche Ahnung.

Aber um sich die Fragen zu beantworten, reicht es eigentlich, den Heroin - Sammelthread zu lesen.

Man kann wohl von loskommen, aber die Rückfallquote ist unverhältnismäßig hoch usw.
Hinzu kommt, dass viele, die sich trotz aller Warnungen etc. an H heranwagen mMn. schon eine heftige Disposition haben, in so eine Sucht reinzulatschen. Anders herum gesagt: Ich glaube, wer recht stabil und gefestigt ist und Drogen noch nicht zu sehr zum Lebensmittelpunkt erklärt hat, wird sehrwahrscheinlich eher selten auf die Idee kommen, mal H zu probieren, eben, weil man sich über die Folgen informiert hat, oder?
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 15.01.10 14:52
zuletzt geändert: 15.01.10 16:18 durch ehemaliges Mitglied (insgesamt 1 mal geändert)
hi! sicher kann man das.. aber es können nur sehr wenige. ich glaube dazu braucht es einen echt starken willen aufzuhören und den dringenden wunsch etwas zu ändern. ich kenne eine person die vor über 10 jahren aufgehört hat. sie war davor 7 jahre nonstop iv drauf. also: man kann es schon irgendwie schaffen! und die substitutionsmedikamente werden ja auch immer besser, falls man nicht kalt entziehen will oder kann. wie groß die psychische sucht sein kann weiß ich zum glück nicht, aber mit einer langzeittherapie oder drastischen maßnahmen wie totale veränderung im ganzen leben (wo anders hinziehen, (neuen) partner finden, sportsüchtig werden, etc) sollte es wenn man wirklich will doch irgendwie gehen. die oben erwähnte person ist auch extra in ein anderes land gezogen um aufzuhören und hat dort ein völlig neues leben begonnen.
lg tg

ps: da fällt mir gerade ein, dass ich noch zwei personen kennen die damit aufgehört haben. deren sucht dürfte aber noch nicht so krass gewesen sein. sie haben beide nach einem jahr aufgehört. einfach so, ohne substi oder therapie oder so. sie hatten aber zum schluss ihrer h-phase hin auch schon gedrückt (weiß aber nicht ob die das dann immer gemacht haben oder nur manchmal).
naja, ich kenne somit 3 leute die jemals h genommen haben und alle drei haben aufgehört.
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 15.01.10 15:14
zuletzt geändert: 15.01.10 15:33 durch Clovenhoof (insgesamt 1 mal geändert)

Muetzi schrieb:
Blablabla, du kennst das doch selber mittlerweile ganz gut, oder? Es geht doch gar nicht mehr nur um deinen Freund, sondern auch um dich. Zumindest liest sich das so. Nicht so schlau, auf naiv machen und überall im Netz denselben Nick benutzen. Sry, harte Worte. Aber andere kommen auch mit ihren Probs klar, ohne so ein Tohuwabohu überall zu verbreiten...



Ein derartiger Kommentar ist seitens einer leitenden Person (Moderator) des LdT äußerst unangebracht !
Und da hilft auch kein "Sry, harte Worte."...


 
Kommentar von Clovenhoof (Ex-Träumer), Zeit: 15.01.2010 15:33

Wenn du dich über einen Mod (oder Co oder Admin) beschweren willst, tu das bitte unter Ausschluss der Öffentlichkeit per Mail an LdT.
 
Abwesende Träumerin



dabei seit 2007
4.352 Forenbeiträge
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  Geschrieben: 15.01.10 15:31
zuletzt geändert: 15.01.10 15:33 durch Penthesilea (insgesamt 1 mal geändert)
@chOka: och, für Mützi ist das noch relativ harmlos. ^^
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 15.01.10 15:35
zuletzt geändert: 15.01.10 15:39 durch Clovenhoof (insgesamt 1 mal geändert)

arc0r schrieb:
Es heißt Opiatabhängigkeit. Das ist nicht wie Alk wo man nur Alk mag.
Jeder Heroinsüchtige wird früher oder später mit anderen Opiaten konfrontiert.



Eine Alkoholsucht zu behandeln ist nicht weniger aufwändig wie der Entzug von Heroin.

Welche anderen Opi's sind denn schlimmer als die dreckige Strassenshore, die es hier für gewöhnlich zu kaufen gibt?
 
Kommentar von Clovenhoof (Ex-Träumer), Zeit: 15.01.2010 15:39

*editiert*

Unterstellungen mit beleidigendem Charakter werden nicht geduldet, klar?
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2008
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1 Tripberichte

  Geschrieben: 15.01.10 16:05
Also, vorneweg: Es ist machbar.

Der entscheidende Faktor ist aber nicht die Substanz, sondern sind vielmehr die Lebensumstände, in denen sich die betroffene Person befindet. "Heroin", d.h. meist Diacetylmorphin steht rein substanzmäßig ungefähr auf derselben Stufe mit Oxycodon und Hydromorphon, was das Potential, die Euphorie und die allgemeine Wirkungsintensität angeht.

Die körperliche Abhängigkeit von einer Substanz ist zu heilen, gerade bei Opiaten/Opioiden ist das anhand mittlerweile sehr guter Substitutionsstoffe eine fast schon zur Routine gewordenen Behandlung, Buprenorphin als Subutex bzw. Suboxone steht hier ganz klar heraus. Die starke Abhängigkeit mit dem Konsum für Ungewöhnte mehrfach tödlicher Dosen lässt sich vergleichweise einfach auf einen anderen Stoff mit weniger starkem Entzugsprofil umstellen und dann von dort aus herunterdosieren und letztlich absetzen.

Die psychische Abhängigkeit und hier besonders das Suchtgedächtnis ist ein anderes Kapitel. Der Vergleich der Wirkung mit der oftmals schlechten Lebenswirklichkeit während des Konsums ist das, was zu dem starken Eindruck führt. Perspektivlosigkeit, fehlende Bezugspersonen und Überdrüssigkeit nicht selten auch des Lebens allgemein auf der einen Seite und die ultimative Erfahrung der Geborgenheit, wie sie nur in weiter Entfernung etwa im Mutterleib im dunklen Teil der Erinnerungen zurückliegt, auf der anderen.
Hieraus erfolgt dann der einfache aber effektive Rat, sich überhaupt niemals den potenten Opiaten und Opioiden in ausreichend hoher Dosierung bei vorteilhafter Konsumform hinzugeben, da diese Welt selbst gegenüber einer maximal befriedigten Karriere/Familiensituation noch eine starke Anziehungskraft ausstrahlt.
Das Suchtgedächtnis an und für sich ist nicht effektiv bekämpfbar, passiv behandelt verschwinden etwaige spezifische Erinnerungen einfach im Nebel der Jahre. Somit bleibt nurnoch die Möglichkeit, das Gefälle zwischen Lebenswirklichkeit und Konsumtraumwelt möglichst zu verringern: Einerseits durch die Substitution mit Buprenorphin oder Methadon, deren Rezeptorverhalten respektive Wirkdauer den Heroinrausch abschwächen, andererseits natürlich durch positive Veränderung der Lebensumstände. Dies ist auch ohne den omnipräsenten Vergleich mit der Opiumhöhle ausreichend schwer, bleibt aber letzlich der einzige Ausweg.
Die Damen vom Denkmalschutz streuen auf alles Kalksandstein
Erhaltet die Gebäude
Ich trink so gerne Branntwein
Ex-Träumer
  Geschrieben: 15.01.10 16:58
zuletzt geändert: 15.01.10 19:22 durch Clovenhoof (insgesamt 1 mal geändert)
"Wenn du dich über einen Mod (oder Co oder Admin) beschweren willst, tu das bitte unter Ausschluss der Öffentlichkeit per Mail an LdT."

Keine Beschwerde...
Dazu habe ich als normaler User gar kein Recht, beziehungsweise wäre dies in meinen eigenen Augen eine Unverschämtheit.
Da ich jedoch selbst Moderations-Teamleiter einer sehr großen Community bin, und hier zudem derart brisante Themen besprochen werden die oftmals harte pers. Schicksale betreffen, erschien mir diese Äusserung fehl am Platz.

lg ch0ka
 
Kommentar von Clovenhoof (Ex-Träumer), Zeit: 15.01.2010 19:22

Ich sehe eigentlich keinen Grund hier Mützis Fähigkeiten als Mod anzuzweifeln. Aber wenn du das anders sieht darfst du dich natürlich beschweren, wieso auch nicht? Allerdings - ich wiederhole mich - per Mail und nicht öffentlich.
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2008
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  Geschrieben: 15.01.10 17:21
zuletzt geändert: 15.01.10 17:21 durch caso (insgesamt 1 mal geändert)
Absolut. Ich glaub, es spielt auch einfach der Ruf der Droge eine Rolle. Ist sicherlich ein Unterschied, ob mal sich sagt "Ich hab Heroin genommen, ich bin verloren" oder "Ich nehm Heroin, das ist halt auch nur ein Opioid", mal überspitzt Formuliert. Klar sind Opis nicht ungefährlich, will ich nicht behaupten, aber es kommt halt auch drauf an wie man rangeht.

Viele User haben warscheinlich auch nicht das ganze pharmazeutische und chemische Wissen das in Foren wie diesen oft vorhanden ist, sondern eher die "Weisheit der Straße". Viele sind mit der Internetgeschichte auch gar nicht so vertraut oder informieren sich nicht so sehr wie man das hier oft kennt. Da kommen die Infos dann eher aus dem Freundeskreis aus dritter Hand, warscheinlich behauptet auch oft jeder was anderes. Da kanns sicherlich vorkommen, dass man einige Fakten nicht weiß oder eben nur in verdrehter Form.

Da Heroin landläufig auch als die schlimmste aller Drogen gilt und die Meinung vorherrscht, dass man, nimmt man es auch nur einmal, dem "Drogentod" geweiht ist könnte sich sicher auch der ein oder andere denken "okay, ich hab mein Leben versaut, jetzt isses auch egal".

Dann gibts natürlich noch die Sache mit dem einmal ausprobieren. Wenn man uninformiert ist, weiß man unter Umständen gar nicht bzw erst zu spät, wie sich die Problematik der Opiabhängigkeit überhaupt entwickelt bzw subtil anschleicht. Wie soll man dem dann entgegen wirken? Ich kenn durchaus Leute, die es schaffen, Opis durchaus nur hin und wieder zu nehmen und nicht abhängig zu werden. Die sind auch meistens gut informiert (woran ich auch nicht ganz unbeteiligt bin, da ich derlei Wissen förmlich in mich aufsauge und an interessierte natürlich auch weitergebe). Gute Drogenaufklärung ist schließlich nicht einfach "Nimm nie Heroin, sonst bist du sowieso verloren, von vorneherein", was an unseren Schulen aber, soweit ich das mitbekomme, heute noch betrieben wird und wie es bei mir in der Schule auch immer betrieben wurde. (Zitat von ner ehemaligen Lehrerin früher im Ehtikunterricht: "Ihr könnt ja durchaus einiges ausprobieren, aber wenn ihr beim Heroin ankommt habt ihr euer Leben verspielt". Die schwarz-weiß Tabuisierung führt, denke ich, auch dazu, dass Leute, die es konsumieren und nie was anderes gehört haben ähnlich schwarz-weiß denken. Aufklärung ist wichtig, vor den Gefahren zu warnen auch. Die Aufklärung besteht momentan aber meistens aus völlig unsachlichen, subjektiven Aussagen, über die eigentliche Wirkungsweise, medizinische Ursachen der Abhängigkeit, Streckstoffproblematik, die Problematik der Konsummethoden (unsaubere Injektionen usw.) wird meistens nicht ein Wort verloren. Ich mein, man kann ja auch wissenschaftliche Erklärungen bringen, die zwar objektiv und eben wissenschaftlich, allerdings immernoch für einen Laien verständlich sind, auch für einen, der sich vielleicht nicht so intensiv damit beschäftigt oder wie ich durch Neugier die ganze Zeit irgendwelche wissenschatlichen Artikel auf Wikipedia liest (btw, diese ganzen Querverweise machen aus nem kurzen nachgucken ja gern mal zwei Stunden in denen man vom Hundertsten ins Tausendste kommt und völlig vergisst, was man eigentlich machen wollte. Wikipedia bzw Wissen macht schon irgendwie süchtig^^.). Ich erwarte ja nicht, dass bei der Drogenaufklärung inner Schule jeder danach als Experte in die Pause geht und über sämtliches Fachwissen verfügt. Ich finde nur, dass oft viel zu emotional und subjektiv an die Sache rangegangen wird. (Ein weiteres Zitat einer ehemaligen Lehrerin: "Ich kenn ein Mädchen, das hat einmal die auf ner Party die falsche Pille genommen, und ist bis heute nicht mehr dazu in der Lage sich zu konzentrieren oder klare Gedanken zu fassen". Wie sowas (Wohl ne Psychose?) Überhaupt zu stande kommen kann usw wurde nicht einmal behandelt.)
Anders gesagt: Man hört die ganze Zeit, DASS Drogen im Allgemeinen und Heroin im speziellen gefährlich sind, aber nicht, warum das so ist. Dabei kann man Leute sicherlich auch über die Hintergründe aufklären und trotzdem über Hintergründe informieren ohne dabei Angst zu haben, sie zum Konsum anzusziften. Vor allem: Mal angenommen einer konsumiert dann trotzdem - dann hat ihm die gesamte Aufklärung nichts gebracht, alles was sie gelernt haben ist ja, von Heroin tunlichst die Finger zu lassen.
Dass Heroin Diacethylmorphin und mit vielen gebräuchlichen Schmerzmitteln verwandt ist wissen auch nur die gebildeteren der den Durchschnittsbürger. Dabei könnte man dadurch sogar Abschrecken. "Hm Tramadol ist ja irgendwo mit Heroin verwandt, ich überleg mir besser sehr gut ob und in welchem Umfang ich damit rumspielen sollte". Manche kriegen Low-Opis sicher auch einfach verschrieben und nehmen sie ganz arglos, dosieren irgendwann höher und kriegen so Probleme.

Ich persönlich konsumiere ja auch von Zeit zu Zeit verschieden(st)e Opioide, und das inzwischen seit Jahren. Ich bin noch nicht körperlich abhängig, und habe auch nicht vor es zu werden. Ich hab da für mich diverse Grundsätze entwickelt, z.B. nie ein Opi mehrere Tage am Stück nehmen. (Mag sein, dass das sogar noch geht ohne körperlich abhängig zu werden, manche konsumieren ja Wochen ohne nach dieser Phase entzügig zu werden, das ist eher eine Vorsichtsmaßnahme, so wird der Konsum nicht zur Gewohnheit. Hat man die Regel "Immer nur ne Woche am Stück konsumieren liegts ja auch nahe, mal noch nen Tag dranzuhängen.) Ich hab auch schon einige persönliche Krisen durchgemacht seit meiner Opioidentjungferung. In der Depression hab ich dennoch nie hemmungslos zu den Opis gegriffen. Erfordert eine gewisse Disziplin, ist aber machbar. Wobei ich am Tag nach dem Konsum ja meistens gar keine Lust mehr auf Opis habe und mir denke, dass jetzt auch ganz schön ist, nach dem Rausch wieder Opifrei zu fahren. Es ist halt immer ein Genuss, und ich finde es auch immer schade, wenn die Wirkung dem Abklingen entgegen geht, aber das heißt ja nicht, dass ich maßlos weiterdruffen muss.
Am Tag nach dem Opikonsum (bzw dem Drogenkonsum allgemein) hab ich meistens auch einfach ne gesteigerte Lebensfreude und bin fröhlich bzw einfach gut gelaunt. (Trama ist ne Ausnahme, das verursacht bei mir gern mal ne Feierdepression bzw nen ausgelaugten "Tag danach")
Craving? Manchmal durchaus vorhanden wenn ich recht lange nichts in die Finger bekomme, allerdings nicht in einem wirklich schlimmen Ausmaß. Nicht so sehr, dass ich die Wände hochgehen würde.

Achja, zum "einmal probieren und dann nie wieder": Das ist imo ein schwachsinniges Vorhaben. Einaml konsumieren und dann nie wieder würde ich eigentlich nur Drogen die mir nicht gefallen. Drogen die mir gefallen, würde ich sicher immer wieder konsumieren. Allerdings eben nicht die ganze Zeit, Tage, Wochen und Monatelang am Stück. Mit der steigenden Toleranz ist soweit ich weiß ja auch die Wirkung nicht mehr so schön, und mit der Zeit ists warscheinlich nurnoch ne Routine, damit man überhaupt noch normal wird. Aber gut, damit hab ich keine Erfahrung.
Außerdem finde ich, dass man sich mit dem "einmal, dann aber nie wieder" selbst unnötig unter Druck setzt. "Ich werds hin und wieder nehmen, allerdings in Maßen" ist in meinen Augen ein viel besserer Vorsatz.

Es gibt aber natürlich auch Leute, bei denen hilft kein guter Vorsatz, sie brauchen die Opioide entweder einfach auf Grund ihrer Psyche (bzw die Opis helfen gegen ihre Probleme einfach temporär so gut, dass sie nicht auf eine dauerhaft subtil im Hintergrund wirkende Wirkung verzichten wollen) oder sie verfallen der Droge einfach aus anderen Gründen in einem Maß, in dem jegliche Vernunft ausgeschaltet ist. Wird man nicht verhindern könne, egal ob die Substanzen nun verboten, erlaubt oder rezeptpflichtig sind. Letztendlich ist die Prohibition da aber imo recht kontraproduktiv, da die Schwarzmarktpreise teils wirklich extrem hoch sind. Außerdem ist das Zeug ja auch meistens endlos verstreckt. Die Behauptung, dass die ganze Gesellschaft abhängig werden würde (bzw extrem viele Leute) wenn es legal wäre ist imo auch nicht ganz richtig. Mit einer Legalisierung sollte aber natürlich eine gute Aufklärung einher gehen - Nicht einfach ne Flasche Heroin (wie man sie von alten Fotos kennt) hinstellen und den Leuten viel Spaß damit wünschen.
 
Abwesender Träumer

dabei seit 2007
108 Forenbeiträge

  Geschrieben: 15.01.10 17:56
trotzdem ist ein kommilitone letzte Woche an einer Überdosis gestorben..
.. der angeblich clean war.
rip

 

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