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Umfrage: Ist eigenverantwortlicher Drogenkonsum in einer Gesellschaft ohne Regeln möglich?
   (Gestartet: 26.01.2010 11:40 - zeitlich unbegrenzt)

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ICQ
  Geschrieben: 26.01.10 11:40
zuletzt geändert: 27.01.10 02:04 durch (insgesamt 16 mal geändert)
In dem GBL Hausdurchsungs - Thread sind wir auf dieses Thema gekommen dass ich nun hier in einem eigenen Thread fortführen möchte. Uns stellte sich die Frage ob es funktionieren könnte wenn Drogen gesetzlich nicht verboten wären und jeder konsumieren könnte wie er es für richtig hält. Wäre es besser oder wäre es schlechter? Haben die Verbote einen Sinn? Ist es sogar gut dass Drogendelikte geahndet werden? Möchtet ihr überhaupt in einer Gesellschaft leben in der es keine Regeln bezüglich Konsum geht? Wo fängt Eigenverantwortung an und wo hört sie auf? Ich freu mich auf eure Beiträge.

Also ich lebe in Bayern, habe lange Zeit GBL konsumiert und hatte auch eine Hausdurchsuchung deswegen. Damals war ich auch stinksauer auf die bösen bösen Polizisten und den Staat und überhaupt alle die da so einen Aufstand machen wegen dem bisschen GBL. Schließlich ist es ja auch ein geiles Zeug gewesen, die Sucht und alle damit verbundenen Risiken habe ich für den Rausch gerne in kauf genommen. Ich habe echt eineinhalb Jahre ein sehr benebeltes Leben geführt in dem die Bösen immer die waren die mir das GBL madig machen wollten und die Guten die die es herangeschafft haben.

Heute denke ich ein bisschen anders darüber. Ich hätte mir viele Geldstrafen, Anzeigen und Ruin sparen können wenn ich mal früher über den Tellerrand geschaut hätte. Es ist immer einfach auf den Staat zu schimpfen, wie hart er vorgeht und wie unfair das alles ist. Aber nur wer einen langen Leidensweg mit GBL oder generell mit Drogen hinter sich hat und geistig ein bisschen gereift ist wird das alles gar nicht mehr so gemein finden was der Staat da macht. Klar schimpft ihr heute drüber und lästert und keiner findet das besonders toll, aber bei den Leuten die es eines Tages weg von den Drogen schaffen wird ein Umdenken passieren. Die sehen das dann aus einer ganz anderen Perspektive. Wenn ihr mal Kinder habt zum Beispiel. Wer möchte schon das sein Kind GBL konsumiert?

Ich bin nicht spießig und es soll echt nicht überheblich klingen, ich kann eure Wut auf den Staat verstehen, dennoch ist es juristisch korrekt was da passiert und weniger eine geplante Gemeinheit gegenüber Konsumenten.

Lg Shy

fernab schrieb:
@shyflauschm
Wenn mein Kind über GBL bescheid weiß und einen bewussten Umgang damit hinbekommt, hätte ich kein Problem damit, wenn es konsumiert. Seit ich GBL kenne, nehme ich das vielleicht jedes halbe Jahr mal- sprich man kanns voll kontrollieren. Dieser totale Bruch der Privatspähre bei einer Hausdurchsuchung und überhaupt das nehmen der Freiheit ob man Drogen nehmen will oder nicht (drogenkonsum is imho übrigens ziemlich menschlich und überhaupt nicht verwerflich) gleicht überhaupt nicht aus, dass es deiner Meinung nach gerechtfertigt ist zu versuchen Leute vom Konsum abzuhalten (was ja auch nichtmal funktioniert, wer süchtig ist macht trotzdem weiter)



Ich bezweifle stark dass es dir egal wäre ob dein Kind GBL nimmt oder nicht. Ansichten ändern sich ziemlich plötzlich wenn man dann tatsächlich ein Kind hat^^ Deshalb nehme ich deine Aussage nicht für bare Münze.

Du denkst ich halte Drogen nehmen für verwerflich, aber das tue ich sicherlich nicht. Du kannst dir von mir aus die Kante geben womit du willst. Darum geht es hier letztendlich auch gar nicht. Ich bin bestimmt nicht hier um irgendwem auf die Finger zu hauen, aber ich darf hier auch meine Meinung sagen.
Wieso müssen denn Leute die keine Drogen nehmen eigentlich immer die Bösen sein und Leute die konsumieren automatisch die Guten?Ist das nicht ein bisschen engstirnig und vielleicht auch zu einfach?
Ich finde es falsch wenn GBL weiter legal bleibt und dann Hausdurchsuchungen durchgeführt werden, da geb ich dir recht. Lieber sollte es vom Markt und dann wäre die Sache erledigt oder legalisiert und dafür nicht mehr geahndet. Das ist tatsächlich das Problem denke ich.
Aber die Menschheit ist zu dumm und zu gierig als dass man zulassen könnte dass jeder Drogen nimmt wie er meint ohne Strafverfolgung.

ohrwiesel schrieb:

Zitat:
Sympathisches Weltbild hast du da! Die Menschheit ist eben nicht dumm und gierig! Das kann man doch in keinster Weise pauschalisieren! Und was heißt hier eigentlich Strafverfolgung? Ich denke, dass niemand effektiv dadurch geschützt werden kann, wenn man jemand anderem sein Recht auf "Konsum" aberkennt. Der menschliche Geist und der eigene Körper sind frei und obliegen nicht der Unterdrückungsmacht des Staatsapperates (so sollte es zumindest sein!!!).

Der einzige Grund, aus welchem der Staat dazu getrieben wird, das Konsumverhalten seiner Bürger zu regulieren und zu zensieren, liegt daran, dass der abgestumpfte und dumme Geist leicht zu manipulieren ist. Bürger, die sich leicht manipulieren lassen, sind im Sinne des Staates, die besten Bürger: Erschaffen wir uns Konsumenten.

Ich denke die wenigsten, die solche Positionen innehalten, sind daran interessiert selbst denkende und intelligente und aufgeklärte Menschen zu erschaffen.




Ich zweifle nicht daran dass es Ausnahmen gibt. Die gibt es immer und überall. Aber wie willst du das realistisch umsetzen dass Leute die verantwortungsvoll konsumieren es auch dürfen und die anderen nicht? Und dann stellt sich ja die Frage wo für jeden einzelnen verantwortungsvoll anfängt und aufhört. Was schlägst du vor? Es also allen einfach erlauben und sehen was passiert? Du pauschalisierst es ja eher wenn du meinst dass Leute die jetzt halt keine Drogen nehmen wollen manipulierte Menschen sind. Ich möchte nochmal darauf hinweisen dass ich kein Feind von Drogen und Konsumenten bin. Nur ich muss es nicht mehr haben

ohrwiesel schrieb:
Zitat:
Genau darum gehts doch!
Es ist wirklich schön für dich, dass du Drogenkonsum nicht mehr haben brauchst. Ich nehme mir hierbei kein Recht dein Verhalten in irgendeiner Weise zu werten.
Das ist es, was ich meine. Woher nehmen sich einige das Recht über das Verhalten anderer zu urteilen?? Solange das Verhalten eines Menschen keinen anderen schadet, sollte er nicht dafür bestraft werden.

... und ich lass mir nicht erzählen, dass mein Geist und mein Körper und auch mein ganzes Leben jemand anderem gehören als mir selbst. Siehst du das etwa anders?



günter schrieb:
Zitat:
Dir ist schon klar, dass du eine eigenverantwortung hast.
In diesem forum gibt es viele leute mit suchtproblemen, die dann auf das gbl schimpfen nur ist ihnen nicht klar das einzig und alleine sie selbst schuld dran sind.

Andere leute schaffen es das zeug im vernünftigen rahmen zu konsumieren, genauso wie es die mehrheit der leute mit alkohol auch schafft.

Ich bin einfach gegen die repression vom staat als mittel drogenkonsum zu unterbinden.
GBL ist ein problem das der staat geschaffen hat indem er GHB verboten hat.


Durch diese rumpfuscherei vom staat suchen konsumenten sich ausweichdrogen, diesen unfug könnte man auch einfach beenden.

gunrunner schrieb:
Zitat:
Und wenn GHB nicht verboten worden wäre, wären die leute eben nach GHB süchtig. mMn zeigt der unverantwortliche Konsum von alkohol und Zigaretten, vorallem von minderjährigen, das man unsere Gesellschaft nicht freu auf Drogen loslassen kann.
Eines der besten Beispiele dafür ist auch dieses Forum, klar viele schaffen es ihren Konsum zu regeln, aber stellt euch die Situation mal vor wenn jeder Neuling hier freien zugriff auf die Substanzen hätte.



Danke Gunrunner, so sehe ich es auch. Im Endeffekt geht es doch gar nicht darum inwiefern mein Leidensweg meine Haltung gegenüber Gbl bestimmt hat. Es geht doch vielmehr darum ob alle Konsumenten tatsächlich eigenverantwortlich handeln würden wenn es denn nicht geahndet werden würde. Soll das dann die Lösung sein dass alles erlaubt ist und jeder nehmen und machen kann was er will? Klar kann es nicht gutgehen wenn man alles verbietet, genausowenig wie es das Problem löst wenn man alle Drogen legalisiert. Also meiner persönlichen Meinung nach schon gar nicht GBL, weil ich es beruhend auf meiner Erfahrung, für eine gefährliche Droge halte deren Potential unterschätzt wird. Kann ja sein dass der eine ab und zu drauf abzappelt - aber viele vegetieren nun mal auch im Koma jahrelang vor sich hin.

ohrwiesel schrieb:
Zitat:
Naja, ich mein, Fakt bleibt schlussendlich: Wenn jemand Substanz XY haben möchte, dann bleibt die Beschaffung kein Ding der Unmöglichkeit. Selbst wenn Substanz XY verboten ist und sein Besitz vielleicht sogar strafrechtlich verfolgt wird; der durch das Verbot geschaffene Schwarzmarkt ist doch da! Nun wird dieser Schwarzmarkt natürlich nicht vom Verbot aufrechterhalten, sondern von den Menschen.

Rausch ist ein Grundbedürfnis des Menschen und die Menschen haben ein Recht auf Rausch. Was bedeutet denn Drogenmißbrauch? Das Wort beschreibt den verantwortungslosen und unaufgeklärten Umgang mit solchen mächtigen Substanzen. Niemand der nicht bereit dafür ist - versteht mich also nicht falsch - sollte soetwas ausprobieren. Nicht jeder möchte solche Erfahrungen machen, doch denjenigen, die solche Erfahrung machen möchten, wird das Leben unnötig erschwert, da allgemeine Aufklärung bzgl. spiritueller-/geistiger-/mentaler-Prozesse (man nenne es wie man will) in unserem Bildungssystem vollständig fehlt. Das kann doch nicht richtig sein!

Die Behauptung, das Groß des Volkes wäre zu dämlich um selbst Verantwortung zu übernehmen, finde ich eine Unverschämtheit! Ich mein: Wir sprechen hier von mündigen Bürgern! (d.h. eine gewisse Reife sollte vorhanden sein!) Jeder Mensch hat definitiv ein Recht auf Konsequenzen!
Wenn ich ins Wasser springe werde ich nass. Vor dieser Erfahrung kann mich niemand beschützen, selbst wenn irgend so ein Typ auf die Idee kommt das Wasser zu verbieten.



Naja, die Gesellschaft funktioniert nun mal aufgrund von Werten und Normen. Das ist einfach so... Nur so funktioniert ein Zusammenleben. Ich bin noch nicht besonders überzeugt von dem Gedanken dass alles besser wäre wenn jeder machen könnte was er will. Ein Verbot wird das Problem nicht lösen, aber es vergrößert bei Manchen die Hemmschwelle sich illegal etwas zu besorgen. Ausserdem würde ein Verbot Klarheit schaffen wo im Moment nur eine Grauzone ist. Gbl zum Reinigen ja zum Konsum nein. Das ist eher das Problem. Wer kauft denn heutzutage bitte noch GBL zum reinigen????????

Sorry, aber ich bin immer noch der Meinung dass man der Menschheit eigenverantwortlich nix in die Hand geben sollte - so ganz ohne Regeln. Deine Wunschvorstellung von einer Welt in der alles von alleine funktioniert und jeder eigenverantwortlich handelt wäre schön, aber ist unrealistisch. Würdest du jedem Menschen auf der Welt etwa eine Waffe in die Hand geben und zu ihm sagen "mach was draus, du hast ein Recht darauf"???

Recht auf Rausch wäre ja ok wenn die Leute immer nur sich selber schaden würden, aber leider ist das nicht so.

ohrwiesel schrieb:


Zitat:
Nur weil DU es dir nicht vorstellen kannst bleibt es noch lange keine Utopie! Wenn du der Meinung bist nicht eigenverantwortlich handeln zu können, dann findet sich sicher jemand, der dich beherrschen und unterdrücken möchte.
Jeder einzelne Mensch trägt zu jeder Zeit die volle Verantwortung vor sich selbst und seinem Gewissen. Wenn das die Menschen endlich alle begriffen haben, dann wird "Staatskontrolle" zu jener Illusion, die es stets war.

Zum Thema Waffen: Wofür wurden Waffen erschaffen? Richtig, Menschen töten! Wollen wir das? Nein! Also: mieser Vergleich!



günter schrieb:



Zitat:
ShyFlauschmaus schrieb:
Würdest du jedem Menschen auf der Welt etwa eine Waffe in die Hand geben und zu ihm sagen "mach was draus, du hast ein Recht darauf"???




Selbst das funktioniert in den USA ohne dass bürgerkriegsähnliche zustände herrschen.
Die hohe kriminalität schiebe ich mal auf die sozialen missstände.


Ohrwiesel schrieb:


Zitat:
Jeder einzelne Mensch trägt zu jeder Zeit die volle Verantwortung vor sich selbst und seinem Gewissen. Wenn das die Menschen endlich alle begriffen haben, dann wird "Staatskontrolle" zu jener Illusion, die es stets war.





Das sollte der oberste grundsatz sein, ich jedenfalls habe keine rechtlichen konsequenzen im hinterkopf wenn ich überlege ob ich eine illegale droge nehmen soll.
Eher was stellt es mit körper und geist an? was sind langzeitfolgen, abhängigkeitspotenzial?
Was bringt es mir?

Wenn man sich sowas überlegt wird man wissen ob man es tun will oder nicht.

Deswegen wäre es zumindest angebracht meiner meinung nach wenn der besitz von geringen mengen entkriminalisiert wird (dh die garantie es gibt kein verfahren, nicht so wie jetzt).

Minderjährigen, unter 18 oder 21 whatever könnte man dazu zwingen 1-2 jahre ein screening zu machen sollten sie erwischt werden.

Das meine ich jetzt mal grundsätzlich, klar gibt es verschieden gefährliche substanzen wo man anders drangehen kann, zB heroin oder es sollte auch nicht zur normalität werden dass leute bei ihrer arbeit gedopt rumlaufen müssen um mithalten zu können usw.
Es gibt definitiv auch probleme wenn quasi alles legal wäre.

Dieter schrieb:


Zitat:
Sorry, aber da muss ich ShyFlauschmaus beipflichten: Ganz ohne Regeln geht es nicht!
Wären alle Menschen intelligent genug, um mit absoluter Freiheit umgehen zu können - warum nicht?
Aber es heißt ja nicht umsonst "Maß halten!" (Sagte mal Nietzsche oder Kant, weiß es nicht genau). Natürlich ist Bevormundung Scheiße. Aber dann möchte ich mal denjenigen sehen, der sich als erstes aufmacht, das zu ändern.
Schon mal "Mensch-ärgere-dich-nicht" ohne Regeln gespielt? Geht nicht. Jeder würde um jeden Preis seinen Vorteil auf Kosten der anderen durchsetzen ohne Sanktionen befürchten zu müssen. Es sei denn du spielst mit dem Dalai Lama oder Mutter Theresa.


 
Kommentar von (), Zeit: 27.01.2010 02:04

Sag mal, geht's noch? Ich habe soeben deine 14 Beiträge editiert, das hat echt mal Zeit gekostet. Könntest du uns bitte noch etwas mehr völlig unnötige Arbeit machen? Wäre wirklich nett von dir, ich bedanke mich im Vorraus! Nein, jetzt mal im Ernst: Du bist schon lange genug hier um zu wissen, wie man postet. So etwas wie das hier möchte ich nie wieder serviert bekommen - Verwarnung!
 
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 26.01.10 12:42
Ihr tut ja so, als würde eine legalisierung aller drogen so viel ändern... Wenn sich andere Gesetze nicht ändern, ist es auch bei freier Verfügbarkeit nicht möglich, unter einfluss irgendwelcher Substanzen auf die Arbeit zu gehn, da würde jeder Chef die Kündigung schoma ausdrucken.
Genauso andere Dinge, bei denen man andere Menschen durch seinen Konsum gefährdet, also z.B. Teilnahme am Straßenverkehr, sollten, genauso wie jetzt, eine Drogenfreie Zone sein. Gut, ein paar schwarze Schafe gibt es immer, aber auch momentan fahren genug Leute druff durch die Gegend.

Eine Legalisierung würde also erstmal bewirken, dass man Angstfrei seine Freiheit genießen kann.

Aber natürlich gibt es da noch immer die Menschen, die ihren Konsum nicht geregelt bekommen. Aber auch die darf ich doch nicht bevormunden und ihnen ihr, z.B. GBL wegnehmen... Wer damit nicht klar kommt, ist selber Schuld. Die Konsequenzen werden schlimm genug sein (Arbeitsplatzverlust, Dauerhigh welches den Alltag relativ kompliziert gestaltet, Verlust von Freunden oder was einem sonst noch so einfällt), sodass man ihn nicht auch noch innen Knast stecken oder eine fette Geldbuße aufbrummen muss.

Außerdem spart man Geld, immerhin müssen die Polizisten nicht mehr kleine Kiffer jagen. Durch diese Ersparnis könnte man in der Aufklärung einiges Nachholen. Nichtmehr H als die ultimative Selbstzerstörung darstellen, sondern, soweit möglich, objektiv über Wirkung, Sucht und sonstiges aufklären - so könnte jeder frei entscheiden, was er sich zumuten will.

Summa Summarum: Ich wäre dafür, da in meinem Weltbild niemand einem anderen vorzuschreiben hat, was er mit sich anstellen darf und was nicht. Natürlich muss man durch weitere Gesetze (keine Drogen im Straßenverkehr z.B.) dafür sorgen, dass das ganze wirklich nur höchstens einem selbst schadet.

lg Schmand
 
Abwesende Träumerin



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  Geschrieben: 26.01.10 12:43
zuletzt geändert: 26.01.10 12:47 durch Nina91 (insgesamt 1 mal geändert)
Die Gesetze mögen ihre halbwegs sinnvolle Begründung haben, in der Praxis aber bringen sie nur Nachteile mit sich weil trotzdem im gleichem Maße konsumiert wird, unabhängig davon ob die Droge nun legal ist oder nicht. Daher ist eine vollständige Legalisierung angebracht.
 
» Thread-Erstellerin «
Abwesende Träumerin



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ICQ
  Geschrieben: 26.01.10 13:18
Aber wie wäre es wenn alles vollständig legal wäre? Hätten wir dann nicht wesentlich grössere Missstände? Was ist denn mit den Leuten die mit drogen nix am Hut haben wollen? Die sind ja dann so gesehen gezwungen Tür an Tür mit Konsumenten zu leben. Wer schützt die Kinder?
 
Abwesende Träumerin



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  Geschrieben: 26.01.10 13:24
Die Konsumenten wohnen auch so Tür an Tür mit den Nichtkonsumenten, vielleicht mit dem Unterschied das der Konsument sich gegenwärtig aus Angst vor Kriminalisierung nicht dazu bekennt. Ich verstehe dein Argument also nicht.

Wer schützt die Kinder... meine Schwester hat mit 12 angefangen zu Kiffen also solange die Drogen illegal sind sind die Kinder auch nicht geschützt, Maßnahmen kann man erst ergreifen wenn die Drogen auch legal sind, wie soll man sonst auch nur ansatzweise darauf Einfluss nehmen wie alt die Käufer sind?
 
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 26.01.10 13:27
zuletzt geändert: 26.01.10 13:29 durch Schmand (insgesamt 2 mal geändert)

ShyFlauschmaus schrieb:
Aber wie wäre es wenn alles vollständig legal wäre? Hätten wir dann nicht wesentlich grössere Missstände? Was ist denn mit den Leuten die mit drogen nix am Hut haben wollen? Die sind ja dann so gesehen gezwungen Tür an Tür mit Konsumenten zu leben. Wer schützt die Kinder?



und warum werden die Kinder beeinträchtigt? Also nich neben jedem Haus in dem iwelche Kiffer wohnen liegen die Spritzen auf der Straße oO

Und Leute die damit nicht zu tun haben sollen, müssen dies doch auch nicht?! Vorallem würde die Meinung zu Drogen nach wenigen Generationen durch die Bank verändert werden, wodurch viele Leute sich gar nicht mehr distanzieren wollen, auch wenn sie selbst komplett abstinent sind
 
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  Geschrieben: 26.01.10 15:29

ShyFlauschmaus schrieb:
Aber die Menschheit ist zu dumm und zu gierig als dass man zulassen könnte dass jeder Drogen nimmt wie er meint ohne Strafverfolgung.



Das ist doch nicht dein Ernst, oder?

Klar, wenn man die aktuelle Lage als gegeben nimmt, scheint die Prohibition das Mittel der Wahl zu sein. Aber du vergisst eins: wir leben in einer Prohibition und es gibt trotzdem Sucht, Drogentote, Drogenkriminalität, gesundheitliche und finanzielle Schäden. Du bist eins von vielen Beispielen die zeigen, dass die Prohibition versagt hat! Wer sich nämlich nur hinstellt und sagt: du darfst nicht!, der ändert die Menschen nicht.
Eines ist so sicher wie das Amen in der Kirche: ein reflektierter und informierter Umgang mit Drogen ist weitaus besser als ein stupides Reinfahren jeglicher Scheiße die einem in die Finger fällt. Und die Realität zeigt mehr als deutlich, dass die Prohibition letzteres NICHT verhindert. Ergo: muss man aufklären und legalisieren.
 
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  Geschrieben: 26.01.10 16:23
zuletzt geändert: 26.01.10 16:27 durch stillermitleser (insgesamt 1 mal geändert)

Clovenhoof schrieb:

ShyFlauschmaus schrieb:
Aber die Menschheit ist zu dumm und zu gierig als dass man zulassen könnte dass jeder Drogen nimmt wie er meint ohne Strafverfolgung.



Das ist doch nicht dein Ernst, oder?

Klar, wenn man die aktuelle Lage als gegeben nimmt, scheint die Prohibition das Mittel der Wahl zu sein. Aber du vergisst eins: wir leben in einer Prohibition und es gibt trotzdem Sucht, Drogentote, Drogenkriminalität, gesundheitliche und finanzielle Schäden. Du bist eins von vielen Beispielen die zeigen, dass die Prohibition versagt hat! Wer sich nämlich nur hinstellt und sagt: du darfst nicht!, der ändert die Menschen nicht.
Eines ist so sicher wie das Amen in der Kirche: ein reflektierter und informierter Umgang mit Drogen ist weitaus besser als ein stupides Reinfahren jeglicher Scheiße die einem in die Finger fällt. Und die Realität zeigt mehr als deutlich, dass die Prohibition letzteres NICHT verhindert. Ergo: muss man aufklären und legalisieren.



Das sehe ich auch so, korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber in Portugal war es, wenn ichs recht in Erinnerung habe, wo genau ein solches System eingeführt wurde und beachtliche Fortschritte erwies. Fleischmaus, ich kann dich durchaus verstehen, du wurdest von einer äußeren Macht zur Besinnung gerufen und hast so mit deine Meinung im Laufe der Zeit gebildet. Ein Paradebeispiel für deine Aussage, dass Eigenverantwortung bei einigen nicht möglich ist und der Staat auch erzieherische Funktionen hat.

Ich selbst hab auch schon einige Male Gbl entzogen und bin seit 3 Jahren im Spiel und habe auch einige schlimme Sachen seitens des Staates erlebt. Ich bin jetzt selbst zu ... ja wie soll ich es nennen ... vollkommenen Erkenntnis (für mich) gekommen, dass ein Umdenken von nöten ist und das war nicht der Verdienst einer Prohibition oder der Freunde und Helfer. Ist es nicht so, dass die eigenen Erkenntnisse, die sind, die für einen am prägensten sind? Das soll nicht heißen, dass jeder diese machen muss, denn ich bin wahrlich nicht der Vernünftigste, aber eigenes Denken und Handeln ist für mich wichtiger, als mich in die Schablone zu zwängen. Natürlich muss man sich an gewisse Regeln halten und ich will jetzt nicht weit politisch ausschweifen, sondern lediglich bei dem Thema bleiben, mit dem wir beide Erfahrungen haben, aber verschiedene Schlüsse darausgezogen haben.

Glaub mir, ich bin auf keinen Fall ein Gbl Befürworter und sowas wie "aber verdammt war das Zeug geil" konnte ich vor ein paar Jahren sagen. Dennoch machte ich immer weiter. Das wahre Problem sind oft nicht die Drogen, sondern eine tiefersitzende Ursache. In dem anderen Thread hatten wir das Beispielt Ghb - Gbl (was man mit Bdo und auf andere Substanzen übertragen und fortführen kann). Es zeigt wunderbar, dass der Staat zwar eingreifen kann, aber erreicht oft keine Verbesserung. Was nützt denn auch die Bekämpfung des Problems, wenn die Ursache nicht von alleine geheilt wird. Ich weiß noch, wie man Ghb verboten hat und dann viele umstiegen und auf einmal die Zeitungsartikel wie Schimmelpilze aus einem feuchten Mauerwerk schossen. Es gab auf einmal Tote durch Gbl, der halbe Südens Deutschland war "Gbl verpestet" und Kilinken waren überhäuft mit Gbl-Abhängigen regelrecht überfüllt.

Zum Thema Kinder schützen. Man kann sein Kind nun mal nicht immer beschützen, aber diese Aufgabe an unsere Regierung abzugeben, scheint mir nicht sinnvoll. Natürlich muss es Gesetze zur Regelung geben, aber man brauch ja nur auf die Straße zu gehen, oder ich nehm mal das Beispiel meines Nachbars. Der hat ein Kind, das ist vielleicht 11-12 Jahre und in der Woche um die Mittagszeit trinkt er trotzdem Bier. Aufklärung und ein intaktes Familienleben scheint mir da sinnvoller. Kinder testen schon sehr früh ihre Grenzen aus und wenn dies mit Drogen passiert, dann sollte es wenigstens aufgeklärt sein, denn wenn die Verbote so fruchten würden, wie das wohl einige meinen, dann gäbe es nicht so viele Abhängige. Denn obwohl vieles illegal ist, finden die Menschen immer und immer wieder Wege daranzukommen. Man verbietet ja auch nicht wesentlich gefährliche Dinge, die ganze Menschenhorden gefährden könnten, weil einige verblendete *** nicht damit umgehen können - siehe Rüstungskampf.

Gab es überhaupt früher, als Amerika und Trittbrettfahrer noch keine Prohibition durchsetzten, dieses Problem? Überhaupt ist es eigentlich ein Witz, wie uns Menschen, bei denen auf den Toiletten eine Menge Kokainspuren gefunden wurden, anderen sagen wollen, dieser Konsum sei schlecht und gerade sie müssen ihn verbieten. Das ist wie, dass die Länder mit der größten Verschmutzung und Umweltgefährdung zum Umweltschutz aufrufen, irgendwie paradox oder. Aber das führt jetzt zu weit.

Jetzt bin ich doch ein wenig abgekommen. Naja ich freu mich auf andere Meinungen und Antworten. Bis später
 
Traumland-Faktotum



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  Geschrieben: 26.01.10 17:25
sdh schrieb:
(...) Fleischmaus, (...)


sorry für seltenen ot von mir, aber ich musste grad so lachen :D lol2

gruß


p.s.
legalize it, aufklär it!
N2O can do.

"[11gen] 01:13: herrjeh is das hier löresvergleich in beammeup erfahrungen ?"

"[raphti] 16:59: ich muss sagen seit ich bupre und morphin konsumiere hab ich keine depressionen mehr"
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 26.01.10 18:02

ShyFlauschmaus schrieb:
Aber wie wäre es wenn alles vollständig legal wäre?



Es gäbe keine verschnittene Scheiße, Dosierungen wären überschaubar, die ganzen freiwilligen RC-Versuchskaninchen könnten ihre Experimente tatsächlich unter wissenschaftlichen Bedingungen durchführen, ein Haufen Warlords und Mafiosi hätte eine Einnahmequelle weniger, Konsumenten wäre nicht gezwungen, ein Netzwerk von anderen Abhängigen zu pflegen (was ihre Entzugsprognose verbessern würde, das soziale Umfeld spielt da nun mal eine entscheidende Rolle) usw. usf.


Zitat:
Hätten wir dann nicht wesentlich grössere Missstände?



Hatten wir die vor der Prohibition?
Dieses fehlgeschlagene Experiment gab es vor dem 20. Jahrhundert nicht.
Gras ist erst populär geworden, nachdem man massiv dagegen vorgegangen ist.
Haben Junkies im Diamorphin-Programm nicht ne höhere Lebenserwartung?
Woher kommt es denn, dass die verelendet auf der Straße leben und denen die Armbeugen wegfaulen?
Das, wie ein Großteil der Überdosen, sind direkte Prohibitionsfolgen.
Was würden die tausende von Leuten zu dem Thema sagen, die jedes Jahr in Ciudad de Juarez abgeknallt werden, weil sich die Kartelle einen Krieg um Schmuggelrouten liefern?
Oder die deutschen Soldaten in Afghanistan, deren Gegner dann plötzlich ihrer finanziellen Grundlage beraubt wären?
Wären die Kiddies, die heute verbrixtes Gras rauchen, gesundheitlich schlechter dran?
Hätten die Druffies kein besseres Leben, wenn sie pharmazeutisch reines D-Amphetamin bekommen würden, oder Teile in denen keine dubiosen Streckmittel mit teilweise katastrophalen Wechselwirkungen drin sind?

Drogenkonsum gibt es so oder so.
Im internationalen und nationalen Vergleich wird schnell klar, dass eine liberalere Gesetzgebung nicht mit höherem Konsum korreliert.
Sie dir nur mal an, wo Amerika mit seiner repressiven Politik steht.
Doppelt so viele Kiffer wie in Holland oder Deutschland, 20% haben nach eigenen Angaben schon mal gekokst, 10% schon mal Acid genommen, Riesenmarkt für Crystal, PCP und was weiß ich noch Alles.
Dass da fast jeder Arbeitgeber auf Drogen testet, dass die Bullen hart durchgreifen, dass ein gigantischer Apparat am Laufen gehalten wird, um die Grenzen dichtzumachen, Labore hochzunehmen, in Südamerika Cocafelder zu vernichten etc. pp., das bringt Alles gar nichts.

Drogenkonsum ist so oder so ein Massenphänomen.
Durch die Prohibition geben wir Kontrolle darüber ab, statt sie zu gewinnen.
Dieses Experiment ist ein einziger Fehlschlag.
Hast du jemals gehört, dass jemand meinte "ich würd ja Heroin nehmen, aber es ist doch illegal"?
Nein, man kann den Leuten durchaus zutrauen, Risiken selbst abzuwägen.
Eine offensichtlich nicht evidenzbasierte Drogenpolitik unterminiert das von Anfang an, sie erweckt alle Arten von Trugschlüssen.
Ob das dann "ist legal, muss harmlos sein" ist oder "is doch eh Alles gelogen", das hängt dann vom Einzelfall ab.
Zu einem verantwortungsbewussten und selbstbestimmten Umgang mit Drogen findet man in diesem System aber in jedem Fall nur über Umwege.


Zitat:
Was ist denn mit den Leuten die mit drogen nix am Hut haben wollen? Die sind ja dann so gesehen gezwungen Tür an Tür mit Konsumenten zu leben.



Ja, am besten siedelt man die ganzen Junks und Tweaker und Kiffer und Heads alle in Ghettos um, oder was?


Zitat:
Wer schützt die Kinder?



Derzeit : niemand.
Ich konnte in meiner Schulzeit leichter an Drogen kommen als heute.
Nicht, dass es jetzt wirklich schwer wäre, aber damals gab es so viele Mitschüler, die vertickt haben.
Für amerikanische Schüler ist es leichter, Gras (oder in manchen Gegenden Koks oder H) klarzumachen als Alkohol.
Die USA nehmen ihr Jugendschutzgesetz ernst, da gibts keinen Fusel ohne Ausweiß.
Dealer fragen aber nie nach deinem Perso.
Man könnte den Zugang von Kindern und Jugendlichen zu Drogen besser regulieren, wenn sie legal wären.
Man müsste das nur richtig umsetzen.
Niemand sagt, dass man Heroin am Kaugummiautomaten ziehen können sollte.
Legal heißt nicht unreguliert.
Verkauf derzeit illegaler Drogen muss doch nicht so ablaufen wie Bierkauf am Kiosk.
Ich hätte kein Problem damit, mein LSD in der Apotheke zu beziehen und vorher meinen Lichtbildausweiß vorzulegen.
Das würde ich sogar sehr gerne in Kauf nehmen, wenn ich dafür eine aufs Mikrogramm abgewogene Dosis erhalte.
Da würde ich auch für einen Trip nen dicken Batzen an Acidsteuer abdrücken, die dann in Präventionsmaßnahmen fließen kann.
Das ist ja noch so ne Sache : wir geben Milliarden dafür aus, Drogen zu bekämpfen, mit denen wir stattdessen Milliarden einnehmen könnten (okay, Psychedelika sind da ein schlechtes Beispiel, aber Gras zB!).
You know what a miracle is. Another world's intrusion into this one.
Where revolutions break out spontaneously and leaderless, and the soul's talent for consensus allows the masses to work together without effort, automatic as the body itself.
Ex-Träumer



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  Geschrieben: 26.01.10 18:02
zuletzt geändert: 26.01.10 18:06 durch Clovenhoof (insgesamt 1 mal geändert)
Achso, was ich oben vergas zu erwähnen.

Natürlich wird die Legalisierung erstmal wenig bringen. Nur weil etwas legal ist, werden die Leute schließlich nicht besonnener. Aber die Legalisierung bietet erstens Spielraum für Aufklärung und zweitens bringt sie deutlich weniger Nachteile mit sich als die Prohibition und ist damit fernab jeder ideologisch-ethischen Begründung schon Sieger im Vergleich.

Ah, Weltraumechse war schneller. Sehr schön gesagt!
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 27.01.10 00:53

ShyFlauschmaus schrieb:
Aber wie wäre es wenn alles vollständig legal wäre? Hätten wir dann nicht wesentlich grössere Missstände? Was ist denn mit den Leuten die mit drogen nix am Hut haben wollen? Die sind ja dann so gesehen gezwungen Tür an Tür mit Konsumenten zu leben. Wer schützt die Kinder?



Wer tut das heute? Meinst du, konsumierende Nachbarn sind weniger gefährlich, wenn ihre Drogen illegal sind bzw bleiben? Mir scheint, du hast da einen leichten Denkfehler, überleg dir deinen Standpunkt doch nochmal ganz gründlich;)

lg, Muetzi
 
Abwesende Träumerin



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ICQ
  Geschrieben: 27.01.10 13:14
zuletzt geändert: 27.01.10 13:20 durch Mia Melody (insgesamt 1 mal geändert)
Ich finde es ist unheimlich schwierig dieses Thema zu diskutieren weil es schwer darauf ankommt aus welcher Perspektive man es betrachtet. Die Konsumenten wollen freilich dass alles legalisiert weil es natürlich für sie enorme Vorteile bringt. Die Substanz ist reiner, die Preise fairer, keiner muss mehr Angst vor Strafverfolgung haben.

Aber auf der anderen Seite stehen die Drogengegner - Leute die nicht konsumieren. Sie haben Angst dass es die Drogen im Supermarkt auf Kinderaugenhöhe gibt, dass es einen Drogenboom gibt weil die Hemmschwelle zu konsumieren sicherlich sinken würde. Nichtkonsumenten können sich schwer vorstellen dass gerade durch die Legalisierung auch Leid verhindert wird.

Im Endeffekt kann keiner von beiden Parteien eine Aussage darüber treffen wie es ausgehen könnte, denn manchmal kommt es anders als man denkt. Der Staat betrachtet Drogenkonsum bzw Abhängigkeit als Krankheit und nach dieser Sichtweise handelt er auch um diesen sogenannten "Missstand" zu vermeiden. Denn Menschen die krank sind können nicht arbeiten und eigenverantwortlich handeln. Ich denke das ist das Problem. Und wenn wir ehrlich sind dann müssen wir zugeben dass es nicht viele Menschen gibt die Drogen nehmen und ein geregeltes Leben führen. Ausnahmen gibt es.

Das Problem ist auch dass der Staat keine Klarheit gibt. Konsum ist nicht strafbar, Besitz ist es aber schon. Dann gibt es Einrichtungen wo Süchtige kontrolliert konsumieren dürfen und Spritzenautomaten, aber eigentlich darf man ja nix besitzen... GBL darf als Reiniger frei verkauft werden, trinken darf man es aber nicht... Solange diese Unklarheiten im Raum stehen wird sich wohl kaum etwas ändern.

Ich persönlich bin jedoch dafür dass es nicht legalisiert wird weil aus meiner Sicht die Nachteile klar überwiegen. Ich gehe da von mir aus und spreche selbstverständlich nicht für andere. Wenn es legal wäre würde ich mehr und öfter konsumieren. Ich hätte keine Hemmschwelle mehr auch harte Drogen zu konsumieren, denn was frei verkäuflich ist ist in meinen Augen auch nicht so gefährlich. Ich hätte kein Problem damit jeden Tag rumzudruffen und mich abzuschiessen. Für mich ist es gut dass es geahndet wird, weil ich schon eine fette Bewährungsstrafe habe und mich hüten werde einen Verstoß zu begehen weil ich nicht ins Gefängnis will. So gesehen wirkt die Maßnahme bei mir.



Wach auf, wach auf sei bereit was zu sehen, mach dich locker um mit mir auf die Reise zu gehen. Lass dich treiben und komm vergiss den Alltag in dir, nimm den Zug zu den Sternen und sei glücklich mit mir!
Ex-Träumer



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  Geschrieben: 27.01.10 13:40
Ja Mia, bei dir wirkt es. Aber erst nachdem deine Existenz bedroht wurde, oder? Momentan muss man erstmal so tief in die Scheiße rutschen, dass kaum noch was geht bevor schließlich ein Umdenken bei den Konsumenten eintritt. Und das geht auch anders.

Streichhölzer liegen fast in jedem Haushalt, aber deswegen fackelt noch längst nicht jeder sein Haus ab. Schwimmbäder bergen die Gefahr des Ertrinkens und doch sind sie beliebte Ziele. Autos haben zweifelsohne viele gefährliche Eigenschaften und trotzdem nutzen wir sie. An Herdplatten kann man sich verbrennen, an Steckdosen grillen. Auf Treppen hinfallen, an Essen ersticken.

Alle Gegenstände haben ein Potenzial - in negativer wie in positiver Hinsicht. Es liegt allein an uns, welche Seiten wir hervorkitzeln. Ob die Dinge schaden oder nützen. Und hier wird die Bigotterie der Politik so deutlich wie nirgendwo sonst. Der Konsum bzw. Umgang entscheidet über Gefahren und Vorteile. Und der Konsum ist - aus Gründen der Selbstbestimmung - NICHT verboten, obwohl doch er die Wurzel des Übels darstellt. Wenn man nichts besitzt und nichts erwirbt steht es jedem Bürger frei Drogen zu konsumieren. Das WIE ist entscheidend und da lässt man den lieben Gott ein guten Mann sein. Nein, wenn du mich fragst gibt es gar keine Alternative zur Legalisierung. Der freie Umgang mit den Gütern der Welt ist die natürliche Vorgabe. Die Erfahrung lehrt den richtigen Umgang. Und Erfahrung kann weitergegeben werden. Warum zögern wir noch?
 
Traumland-Faktotum



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  Geschrieben: 27.01.10 13:49
Ich bin dagegen. Zu viele Menschen die verantwortungslos handeln , zu neugierig sind. Legalisierung würde für viele den Untergang bedeuten !
~Das gefährlichste aller Rauschgifte ist der Erfolg. ~

William Franklin

Mens agitat molem !

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