LdT-Forum
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| » Thread-Ersteller « | Geschrieben: 04.04.11 21:38zuletzt geändert: 06.04.11 11:06 durch ehemaliges Mitglied (insgesamt 2 mal geändert) |
| Hey, also erstmal vorneweg, hier geht es nicht um Drogen bzw. nicht direkt, ich weiß echt nicht wo ich anfangen soll. Erstmal weiß ich, dass einige User meine "Probleme" total runterspielen werden und mich als lachhaft darstellen werden, aber das ist mir egal ich komme grade gar nix gebacken.... Mein Leben ist grade total durch den Wind, ich fühle mich alleingelassen. Zusätzlich dazu möchte ich nicht meine Familie um Hilfe bitten, ich schäme mich einfach zu sehr, ich möchte mein Leben selbstständig wieder auf die Reihe bekommen, bevor ich einen von ihnen überhaupt wieder in die Augen schauen kann. Nun fangen wir mal an: Es fing an als ich mit überdurschnittlich guten Noten auf ein allgemeines Gymnasium kam (hatte damals nur Einser, obwohl teilweise die Probleme schon vorhanden waren, aber der Samen war noch nicht gekeimt). Damals lebte ich mit meinen Eltern zusammen in einer kleinen schönen feinen Wohnung in Hessen im der Wetterau in einer netten Kleinstadt. Als ich dann auf meiner neuen Schule war, ging es die erste Zeit noch ganz gut, meine Noten waren etwas schlechter, aber immer noch ziemlich gut. Allerdings flog ich zu diesem Zeitpunkt zum ersten mal aus dem Unterricht, weil ich angeblich kein Interesse zeigte, dem Unterricht auch zu folgen. Ich sei abwesend und verträumt und mich interessiere der Unterrichtsstoff ja nicht, musste ich mir oft von Lehrern anhöhren. Oft fing ich dann sofort an zu weinen, weil ich mir wirklich sehr Mühe gab, aber ich hatte scheinbar einfach nicht die Kraft dauerhaft geistig anwesend zu sein.An eine psychische Störung bzw. vielleicht "nur" *husthust* Konzentrationsschwächte dachte keiner, jetzt nicht und auch später niemals. Meinen Eltern wurde nichts gesagt, die Noten waren ja noch "Ok" , und zu Hause fanden das auch alle noch in Ordnung. Das war so ungefähr die Zeit, wo ich begann, mich zurückzuziehen und immer mehr abzuschotten, von meinen Mitschülern und immer weniger mit meinen kleinen, aber sehr festen Freundeskreis zu unternehmen. Das war so in der siebten Klasse. Dann wurde alles noch abrupt schlimmer: Als ich in die siebte Klasse kam wurden die Klassen neu gemischt (französisch und latein) und einige neue Leute kamen in meine Klasse und viele Freunde wurden woanders reingesteckt. Das erschwerte die Situation nochmals. Dann kam der HORROR. Meine neuen Mitschueler fingen an sich zusammen zu tun und mich zu mobben. Sie schafften es beinahe den ganzen Jahrgang eine schlechte Meinung von mir einzureden, was echt krass war ich verlor total den halt. Erst fing es nur an mit den Standartsachen, weil ich nicht mit "Trends" mitging, seien es Klamotten, TV Sendungen oder ja ihr wisst schon. Das wurde ihnen scheinbar zu langweilig und dann ging das Niedermachen meines Egos los. Sie redeten mir Sachen ein, stellten mich vor allen Schülern der ganzen Schule wie ein Idiot dar, schikanierten mich bis aufs übelste. Ich versuchte stark zu bleiben, aber schnell fing ich an , an mir zu zweifeln und das was auf mich einprasselte selber auch zu glauben. Ich bekam übelst Minderwertigkeitsgefühle, hielt mich selber für das größte Opfer was es auf dieser Welt gab, fing an egal wo ich war zu denken, dass mich die Menschen anschauten und verachten, ja es war paranoid. Mir fiel es immer schwerer und schwerer dem Unterricht zu folgen es wurde immer schlimmer, ich war krass verträumt, egal mit wem ich redete, irgendwann kam immer: "Ja hörst du mir überhaupt zu?!" . Daran war ich schon gewöhnt und es war mir egal, was sollte ich denn tun... Meine Eltern erkannten, dass irgendwas nicht mit mir stimmte, ich zog mich auch zu Hause oft gerne zurück, flüchtete in OnlineGames und Internetforen (damals kein LdT), baute mir eine Scheinwelt auf in der ich mich scheinbar wohlfühlte, aber abgetrennt von der normalen Gesellschaft. Meine Mum dachte, meine Klasse würde mich mobben und organisierte bei der Schulleitung, dass ich in eine Parallelklasse kam. Sie machte sich echt Sorgen, aber öffnen konnte ich mich meinen Eltern nicht, dazu wurde meine Persönlichkeit durch das Mobbing zu stark dezimiert, ich konnte mit keinem reden, ich war total emotionslos, kalt und "hart" , um Mobbing abprallen zu lassen. Leider brachte das wechseln der Klasse nix, denn die ganze Stufe war am Start und nach ca 1 Woche wars in der neuen Klasse so ziemlich genauso wie in der alten. Meine Freunde konnten mich null verteidigen, denn was sind schon 1-3 Leute gegen einen ganzen Jahrgang? Keine Chance. Meine Noten wurden immer schlechter, denn im Unterricht konnte ich schlecht aufpassen und zu Hause flüchtete ich in andere Welten und vernachlässigte die Schule. Ab der neunten Klasse war es dann "cool" Alkohol zu trinken, was mich auch interessierte, denn alles was nicht "in der normalen Gesellschaft sein" hieß, war für mich ein Anreiz es zu machen. Ich lernte neue Leute kennen, die auch interesse an Wochenendeskapaden hatten, Alk rein scheiße bauen, Klingelstreich , Vandalismusm, doofe Aktionen.... diese Zeit war eine kurze aber schöne Zeit. Ich war nicht "beliebt", aber immerhin halbwegs mobbingfrei. Dann ich glaube ihr wisst, was jetzt kommt :) . Irgendwann wurde sich "nur besaufen" langweilig und meine Saufclique begann ab und an an Wochenenden zu kiffen. Ich hatte natürlich auch riesiges Interesse das mal zu testen und fand es gleich "geil" (ich meine , wer findet kiffen nicht geil in der Anfangszeit xD). Damals dachte ich auch "Das kann ja nicht so schlimm sein, wenn es in Holland doch erlaubt ist oder`?" . Und rums ich rauchte meinen ersten Kopf, bäm es knallte ich war total high mega lachflashs, total weg von Alltagsproblemen. Kater gab es niemals (das fand ich immer total super). Ich fühlte mich total "cool" auch in der Schule und lachte in mir drin alle Nichtkiffer aus, das waren für mich alles doofe Streber (nein so denke ich nicht mehr heute). Ich bekam immer bessere Connections, besseres Weed und konnte sogar wie im Supermarkt nach Sorten kaufen, durch einen Schülerjob+Taschengeld war das finanzieren kein Problem. Gedealt habe ich nie, höchtens mal was für jemanden mitgeholt. Psychisch hat mir das Gras nicht zugesetzt, und gekifft wurde ja eh nur an Wochenenden und Ferien. An andere Drogen dachte ich nicht, wozu auch ich war mit meinem grünen braunen Pflanzenzeug zufrieden :). Auch wenn ich wirklich immernoch hart gemobbt wurde und die Konzentration durchs kiffen nicht grade besser wurde (dafür mein Gewicht, habe ne Überfunktion und durchs kiffen konnte ich zunehmen, was mir auch sehr gelegen kam), schaffte ich die zehnte Klasse. In den darauffolgenden Sommerferien konnte ich nicht kiffen, aufhören war aber kein Problem, mit Gras kam ich super zurecht. Aber der Alkohol wurde dann mein Feind. Denn nun waren auch die "Streber" alt genug um legal zu trinken und so ziemlich jeder begann auf Partys zu gehen und Alkohol zu konsumieren. Ich kam in die Oberstufe und begann Cannabis zu reduzieren und mehr auf Partys zu trinken. Das war aber nicht immer ein Spaß: Oft musste ich mich weinend von meiner Mutter total betrunken abholen lassen, meine Scheinzufriedenheit, die mir der Cannabiskonsum gegeben hat, war weg und betrunken kam alles aus mir raus, Wut, teils Agressivität (damals noch kein Pazifist, dazu später mehr) und depressive Gedanken und totale Minderwertigkeitsgefühle kamen heraus.Einmal war auch auf einer Party total voll lag auf dem Boden und schrie "tötet mich, ich bin Opfer, ich bin es nicht wert zu leben, rammt mir ein Messer in den Bauch" und so kranke Sachen. Wie ihr junge Kampftrinker so kennt, ist derjenige König, der gewisse Mengen Alkohol trinken kann, sonst ist man ne Pussy. Ich stieg darauf ein, denn ich hatte noch einen klitzekleinen Funken Hoffnung doch beliebt bzw. akzeptiert zu werden, indem ich bei dem Trend mitging. Wie das Endete, siehe oben , nicht gut, vorallem wenn noch Gras dazu kam. Ich machte mich also eher noch unbeliebter. Das merkte ich auch und begann, Schule zu schwänzen und eigentlich fast gar nicht mehr hinzugehen, zog mich daheim zurück, spielte WoW, hauptsache irgendwo hab ich ein gewisses Ego, im RL wars leider mikroskopisch klein. Gekifft wurde trotzdem nur an Wochenenden, keine Ahnung warum, aber bei Drogen habe ich eine gewisse Vernunft entwickelt ( was wohl auch daran lag, dass ich gesehen habe, wie sich meine erste Saufclique durchs Dauerkiffer verändert hat, so wollte ich nie werden.). Ich hatte also nen Haufen unentschuldigte Fehltage und nen Haufen Fünfer in der Schule, ich wiederholte die elfte Stufe. Hier lernte ich ein paar neue Leute kennen die ganz in Ordnung waren und einen richtig guten Freund der mir viel bedeutete. Am Anfang hatte ich große Hoffnung, dass ich nun endlich glücklich sein konnte, aber zu früh gefreut, nach 1.5 Monaten wurde ich wieder von so ziemlich jedem gemobbt, meine alte Klasse hat saubere Arbeit geleistet was Rufmord angeht, Lehrer waren machtlos. Am Anfang der zweiten Elf gab ich mir richtig Mühe, aber besser als Durchschnittliche Noten waren einfach nicht drin, der Stoff war schwerer als in der Unterstufe und ich hatte sowieso schon Probleme mich zu konzentrieren, nicht zu träumen, daran zu denken mich wieder in meine Scheinwelten zu begeben. Ich schwänzte weiterhin sehr viel, aber mit biegen und brechen und viel gebettel habe ich das Jahr geschafft. Immerhin ein kleines Erfolgserlebnis naja, worauf meine erste Erfahrung mit richtigen Psychedelika folgte: Pilze!!! Sofort verliebte ich mich in diese Stoffgruppe und wollte so ziemlich jedes mal ausprobieren, das war ungefähr der Zeitpunkt wo ich angefangen habe hier in diesem zauberhaften Forum mitzulesen, angemeldet habe ich mich erst viel später. Ich bemühte mich, neue Quellen für Drogen ranzuschaffen, was mir aber eher schlecht gelang, mehr als selten Pilze war einfach nicht drin. Salvia habe ich ein paar mal geraucht, aber das ist echt eins von den weniger Psychedelika , die mir nicht zusagten. Interessanterweise hatte ich immer trotz meiner total labilen Psyche und meines kaputten Egos immer geile Trips immer nur positiv, noch nicht einmal ansatzweise negativ, nein ich lüge NICHT, ob ihrs glaubt oder nich. Die zwölfte Klasse begann. Das erste Halbjahr führte ich so wie meine zweite Elf, ich schwänzte oft, aber es ging grade noch so, die Noten waren schlecht bis auf Chemie LK das war immer eine eins. Im zweiten Halbjahr wurde ich anfangs dann so übel gemobbt, dass ich es nicht mehr aushielt und ging dann gar nicht mehr hin. Nach 2 Monaten meldete ich mich dann vom Gymnasium ab, ich hielt es nicht mehr aus. Dannach folgte eine echt krasse Zeit von mega dauerkiffen und den ganzen Tag daheim runchillen nix machen total zugedröhnt und immernoch total fertig. Ich fing aber trotzdem an mir was zu suchen, ein CTA sollte ich werden das war cool! Ich beworb mich bei einer Privatschule in Stuttgart zu einer zweijährigen schulischen Ausbildung, dazu zog ich in eine SchülerWG. Hier veränderte sich mein Leben positiv: Zum ersten mal lernte ich Menschen kennen, die absolut tollerant und offen waren und ich fand Menschen, die ich zu lieben begann, fühlte mich zum ersten mal überhaupt geborgen und auch selber geliebt. Die ersten Wochen im WOhnheim und in der neuen Schule waren GEIL. Ich war sooo krass euphorisiert, dass ich es problemlos schaffte, mit dem Dauerkiffen aufzuhöhren. Durch diese Euphorie wurde auch meine Konzentration im Unterricht kurzzeitig wieder besser. Auch hier in Stuttgart lernte ich schnell neue Leute kennen, die Drogen nahmen (hust meine halbe WG hust) und ich probierte hier einige neue Drogen aus: Amphe, Koka, Meth, mephedrone, mehylone, DXM, LSD, 2CB usw. noch paar mehr... mehr als einmal genommen hab ich nur LSD (meine Liebe bis heute), DXM und Amphe (aber bis heute erst ein paar mal). Damit hatte ich aber keine Probleme, im Gegenteil, ich empfand, dass ich Psychedelika wie LSD zu einem besseren Menschen machen. Aber die Idylle hielt nicht lange, denn mit der Zeit zogen sich die Leute immer mehr zurück und man sah sich nurnoch an den Wochenenden und mit meinem besten Freundeskreis hier wurde dann Party gemacht gesoffen und gekifft , ab und an auch LSD bzw. dxm in Partydosis. Auch hier kamen betrunken negative Gefühle hoch und das gefiel meinem Freundeskreis nicht und sie wollten mich ungern dabeihaben wenn ich trank. Meist schaffte ich es doch sie zu überreden dabei zu sein, ich gab mir Mühe mich zu beherschen, das ging auch ganz gut eigentlich. Langsam sah ich ein, dass Alk einfach eine Scheißdroge war und begann immer seltener zu trinken. Gute Entscheidung, aber ganz darauf verzichten will ich auch nicht, low dose kanns immernoch nett sein und mir gehts gut drauf. Naja wie gesagt, die Leute begannen, sich immer mehr zurück zuziehen und auch am Wochenende immer weniger zu machen, wir waren halt echt fertig von der Woche, Labor bzw. Schule. Also begann ich mich ziemlich oft mit DXM zuzudröhnen, so gut wie immer Dosen mit kompletten Realitätsverlust, ich fand das total geil komplett weg zu sein total woanders. Ich nahm DXM, weil meine Chemi Connection auszog und die Schule verlies. Zu der Zeit kam ich echt an keine illegalen Drogen, außer ab und zu Gras vom Mitbewohner (was ich aber dem DXM immer vorzug). In der Schule wurde meine Konzentration wieder so mies, ich konnte kaum 2 Sekunden zuhören ohne total vertäumt abzudriften. Ich begann mir wieder Minderwertigkeit einzureden, weil ja alle anderen so toll waren und begann wieder mir einzureden ich sei es nicht wert zu leben. Das schwänzen ging wieder los es wurde immer mehr BIS HEUTE. Tja und nun heute, kam der Brief, ich flieg von der Schule und aus dem Wohnheim, ich verliere alles was mir grade noch wichtig ist, die Leute, welche ich zu lieben gelernt hatte, meinen Traum ein CTA zu werden, einfach alles. Selten so beschissen gefühlt, ich wünschte mich würde der Blitz treffen und töten (nein ich würde mir niemals selber was antun). Das LSD was ich eigentlich heute nehmen wollte, hab ich verschenkt, das wäre jetzt eh der ego killer schlechthin.......... Ich bin so verzweifelt ............... bitte helft mir was soll ich tun..... euer Pilzi :( Logbucheintrag 6.1.2: An meinem Fenster fliegen Menschen vorbei ... | |
| Kommentar von ehemaliges Mitglied (anonymer Ex-Träumer), Zeit: 06.04.2011 11:06 Titel verkürzt | |
Geschrieben: 04.04.11 23:54 | |
| Zum Glück kannst du einen durchaus gut lesbaren Text verfassen, aber ein paar Absätze hätten das Lesen wesentlich einfacher gemacht ^^ Muss schon sagen bisher hattest es nicht wirklich leicht mit deinen Mitmenschen also zumindest in der Schule :( Dass du Konzentrationsprobleme hast liegt unter anderem mit Sicherheit an zu oftem DXM Konsum, also hab ich zumindest in paar LZ-Tripberichten gelesen dass dies eine normale Nebenwirkung ist bei Dauerkonsum. Das ist schon hart dass die dich von der Schule werfen wenn ichs richtig gelesen hab ist es ja eine Privatschule die du selbst bezahlen musst. Aus welchem Grund kann man da so ohne Vorwarnung von der Schule fliegen, oder haste alle Warnsignale ignoriert? Meinste nicht du kannst das verhindern? Also ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall mal mit der Schulleitung reden vielleicht ist noch was zu machen, weil selbst wenn du schwenzt ich dachte solange die ihr Geld haben is ned so schlimm. So nebenbei empfehlen würde ich nen guten Arzt der mit dir paar Antidepressiva durchprobiert, das könnte dir in Zukunft helfen, aber aktuell kann ich dir nur viel Mut und Glück für die Zukunft wünschen. Wenn ich damals nicht so gewesen wäre wie ich war, wäre ich heute nicht so wie ich bin. | |
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Abwesende Träumerin
dabei seit 2006 2.005 Forenbeiträge 1 Tripberichte 10 Galerie-Bilder | Geschrieben: 05.04.11 09:34 |
| Hey Pilzi, konnte mich beim Lesen (Text ist wunderbar flüssig geschrieben, aber, ja, bitte Absätze reinpacken) echt teilweise hineinversetzen. Diese Verträumtheit, wenn auch nicht so ausgeprägt, kenn ich zu gut. Das mit dem Mobbing ist echt schlimm. Ich glaube, in einem gewissen Maß haben das viele erlebt, ich jedenfalls auch, aber wie deine Mitschüler abgegangen sind ist ja echt furchtbar. Wie kann man nur so gemein sein. Und das in der elften Klasse. Da müsste man eigentlich aus dem Alter raus sein. Aber ok, die negativen Emotionen einer Gruppe auf bestimmte Leute richten, auf sowas steht die Spezies Mensch ja scheinbar. ![]() Ich würde mich an deiner Stelle auch an die Tipps vom Nordwind halten und versuchen, mit der Schulleitung zu reden. Bei mir ist es mit dem Lernen auch so ne Sache, bin wie gesagt auch etwas verträumt, und faul, ich finde es ganz hilfreich (innerlich) ein bisschen auf Streber zu machen (finde das eh im Studium fast so ein Zwang weil so extrem viele Leute so fleißig sind) und desweiteren To Do Lists schreiben und so Stuff. Würde desweiteren auch zum Arzt gehen mal. Alles ansprechen, auch diese Verträumtheit. Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute, dass du in Stuggi bleiben kannst bei deinen Leuten. Halt die Ohren steif. Alles wird gut!! :) Egal was es is, mach was, sonst ziehts einen runter. Du bist so schnell am Arsch, dann ists zu spät dich zu wundern. Ey dann is wies is, heim gehts nur noch durchn Spiegel. Der Endgegner bist du selber man, da hilft kein Gift und keine Engel. (218 Over) | |
| » Thread-Ersteller « | Geschrieben: 05.04.11 14:47 |
| Mit der Schulleitung zu reden bringt nicht viel, war seit 4 Wochen nicht mehr da, krümme mich nurnoch im Bett und heule und warte auf meinen Erlöser.... außerdem ist die komplette Schulleitung bei der FDP und sind der Meinung , dass sämtliche psychischen Probleme nicht existieren und alles nur am mangelnden Willen liegt usw. Zum Arzt geh ich nicht, das schaff ich net alleine, aber ich hab hier keinen der mir beisteht, meine Schule ist zu hardcore, als dass jemand von meinen Mitbewohnern mit helfen könnte ohne evtl abzusacken.... Unsere Schule hat einen Psychologen, der wollte mir einen Termin zum ADHS Test machen, seit Wochen kam nichts, scheinbar hat auch er mich vergessen oder hat wegen seinem schlechten Wahlergebnis (er war Kanidat für die Linke in Göppingen) irgendwie den Faden verloren ka.... selbst wenn ich den ADS Test hätte, müsste ich ihn selber finanzieren , das wären auch nochmals 500 Euro die auf mich zukämen, aber naja dazu müsste ich erstmal nen Termin haben, das kann ich jetzt eh vergessen da ich nicht mehr auf der Schule bin. Ratschläge ala "lass dir dort helfen" oder "red mal mit den" werde ich nicht ausführen, außer ich hätte hier jemanden der mich zwingt.... Eine neue Wohnung zu finden an sich ist kein Problem, doch ich kann auch nicht umziehen, meine Eltern haben keine Zeit mir zu helfen. Am liebsten würde ich eine Therapie machen, aber nicht in einer geschlossenen, aber auf einen Termin kann ich einfach nicht warten, zumal ich noch zu nichts eine Diagnose habe. All das würde sich ewig ziehen und das geht bei mir im Moment alles nicht, so lang halt ich das auf keinen Fall durch bevor ich nicht total zusammenbreche und mich abschotte.......... Geht das eigentlich, dass man arbeitet und nebenbei noch Therapie macht? Das wäre für mich so ziemlich die beste Lösung Was soll ich eurer Meinung tun? lg Logbucheintrag 6.1.2: An meinem Fenster fliegen Menschen vorbei ... | |
Geschrieben: 05.04.11 20:34 | |
| pilzfreak schrieb: Geht das eigentlich, dass man arbeitet und nebenbei noch Therapie macht? Das wäre für mich so ziemlich die beste Lösung Ne ambulante Therapie kannste ohne größere Probleme normalerweise neben nem Job machen. Kannst ja zumindest schon mal bei paar Psychiatern / Neurologen nen Termin ausmachen ... die Wartezeiten sind eh vermutlich recht lang. Haste in der Schule keine Freunde gefunden, die dich bissal unter Druck setzen könnten und dich zur Schulleitung schleifen. Mit dem Hintergrund, dass du eh schon beim Schulpsychologen warst könnt ich mir durchaus vorstellen dass sich noch was machen lässt. Jetzt liegts an dir !!! Wenn ich damals nicht so gewesen wäre wie ich war, wäre ich heute nicht so wie ich bin. | |
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Ex-Träumer
dabei seit 2006 1.193 Forenbeiträge 1 Tripberichte 3 Galerie-Bilder | Geschrieben: 05.04.11 21:20 |
| die wartezeiten bei den ärzten können schonmal ein jahr dauern, wollts nur sagen. hang over baby finally, i killed that church | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2010 422 Forenbeiträge 15 Tripberichte | Geschrieben: 05.04.11 22:01 |
| Ich hab deinen Text komplett gelesen. Du willst krampfhaft anders sein und bist doch wie alle anderen. Dein Traum dies und das zu werden, ich mach nur das was die anderen nicht tun, LSD verändert das Ego, blabla. So findest du dein Glück nicht... Such dir einen Psychologen und pack dein Leben an. | |
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Abwesende Träumerin
dabei seit 2006 2.005 Forenbeiträge 1 Tripberichte 10 Galerie-Bilder | Geschrieben: 06.04.11 00:18 |
| Weiß net, so hab mir das jetzt aber nicht rüber, dass er anders sein will.. oder? Arbeiten und nebenher Therapie, das machen viele Leute. Das Problem ist halt, wie Legalomat schrieb, die Wartezeiten, aber die sind echt nicht immer so krass. Gerade in so einem Ballungsgebiet sollte das, hoffe ich mal, nicht der Fall sein. Aber das ist schon ein Grund, sich schnell um einen Termin zu kümmern. Was ist wenn du deiner Schule eine Bescheinigung von einem Psychologen gibst, dass du Probleme hast und daher die letzten Wochen nicht mehr mitgekommen bist? Das können die doch nicht einfach abtun. Egal was es is, mach was, sonst ziehts einen runter. Du bist so schnell am Arsch, dann ists zu spät dich zu wundern. Ey dann is wies is, heim gehts nur noch durchn Spiegel. Der Endgegner bist du selber man, da hilft kein Gift und keine Engel. (218 Over) | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2007 87 Forenbeiträge | Geschrieben: 06.04.11 02:02 |
| eigentlich würde ich auch einen psychiater empfehlen, aber das willst du ja nicht. naja, wenn du eh ein positives verhältnis zu lsd hast, versuch doch mal eine lsd-selbsttherapie. mir hat das lsd sehr geholfen, mein leben umzukrempeln. ich bin fleißiger, friedlicher, zufriedener, bestimmter und vor allem realitätsnäher geworden. seitdem haben sich meine schulischen leistungen sehr verbessert (zwar noch keine glanzleistungen, aber eine verbesserung ist deutlich zu spüren!). versuch dich während eines trips kritisch mit deinen schwächen auseinanderzusetzen und dir einfach nur KLARZUMACHEN, wo die schwächen liegen. dass du sie anpackst, passiert hinterher wahrscheinlich ganz automatisch, eben weil du sie auf lsd so direkt erkennst und dir einfach klar wird, dass du etwas ändern musst. versuche auch gleichzeitig, deine positiven seiten hervorzuheben und dir selbst zu zeigen, dass du in der lage bist, großartige leistungen zu erzielen und deine schwächen zu überwinden, wenn du nur deinen eigenen willen dazu stärkst! ich wünsche dir viel erfolg aus deinem weg, du kannst das schaffen. du bist stärker als du denkst! | |
Geschrieben: 06.04.11 09:52 | |
| hey pilzfreak, ich glaube einige aus dem forum erkennen sich hier in deiner geschichte wieder, ich selbst auch. Ich hab mich auch ständig überfordert mit meiner situation gefühlt, weil ich mich selbst überfordert habe, nämlich mit Idealvorstellungen, die nicht oder nur äußerst äußerst schwer zu erreichen sind. Deswegen ist es gut realistische Vorstellungen zu haben. Das Wichtigste ist aber, dass du anfängst deine Probleme und dein Leben mit kleinen Schritten zu ändern, und mögen sie noch so klein sein. Du brauchst kleine Ziele, die du erreichst und die dich bestärken. Rede zb. nochmal mit der Schulleitung, bereite dich darauf vor, such im inet nach ähnlichen Fällen. denke einfach in kleinen schritten und überforder dich nicht durch das, was deine Wunschvorstellung ist. Wer sich zwischen den Sternen bewegt, kann nur noch lächeln über die kostbaren Fußböden der Reichen. | |
Geschrieben: 06.04.11 11:29 | |
| Lieber Pilzfreak, vielleicht werden Dir meine Worte nicht gefallen, aber ich denke, wenn Du sie annehmen und darüber nachdenken könntest, dann könnten sie Dir helfen. Es tut mir von Herzen Leid, dass Du Opfer von Intoleranz und Ausgrenzung geworden bist und Dich so verzweifelt und ausgeliefert fühlst. Aber weißt Du, jetzt musst Du aufwachen und aufhören Opfer zu sein und Dich deinem Schicksal zu ergeben. Schlecht behandelt zu werden ist nur die halbe Wahrheit- die andere, sich schlecht behandeln zu lassen. Du möchtest Jemanden, der Dir alles abnimmt und Dich antreibt. Aber Du bist erwachsen und für Dich selbstverantwortlich und solltest anfangen, dieser Verantwortung nachzukommen. Auch, wenn es Dir vielleicht Angst macht, aber es wird Niemand kommen, der Dich schützt vor den Schwierigkeiten des Lebens, dass musst Du schon selbst tun. Sich selbst zu lieben, sich zu gefallen, dass ist der erste Schritt um auch von anderen gemocht zu werden. Verlass Deine Opferrolle, die musst Du nicht länger festhalten. Lass Deine negativen Gefühle los und hol Dir Hilfe dabei, von einem Experten. Was sind das alles für unsinnige Argumente, lange Wartezeiten, Du schaffst es nicht allein zum Arzt zu gehen, die Schulleitung ist in der FDP, Deine Eltern haben keine Zeit Dir beim Umzug zu helfen??? Du willst nicht zum Arzt gehen, wegen langen Wartezeiten? Ein Grund mehr, JETZT sofort einen auzumachen. Darüber hinaus gibt es psychiatrische Krisentelefone, freiwillige Träger wie Diakonie, oder Pro Familia, an die man sich wenden kann, wenn man das Gefühl hat, sein Leben alleine nicht bewältigen zu können. Ausserdem woher willst Du wissen, dass jeder Arzt lange Wartezeiten hat, Du hast es ja nicht mal versucht. Im Internet Nummern besorgen und lostelefonieren. VERSUCH doch wenigstens mit der Schulleitung zu sprechen, anstatt schon vorher aufzugeben!!!! Es geht um Deine Zukunft und Deinen Traumberuf, da bist Du Dir diesen Einsatz jawohl schuldig. Warum braucht man in dem Alter von seinen Eltern Hilfe beim Umzug? Du hast doch Bekannte, die Dir helfen können und sicher keinen riesen Hausstand, sodass Du es zur Not auch alleine packen kannst. Bleibt Dir doch auch nichts anderes übrig, wenn Du tatsächlich raus fliegst. Tu Dir selbst einen Gefallen und schau nicht immer darauf, wie böse die Welt zu Dir ist, sondern wie Du die Welt siehst. Anpacken, aufstehen- dass ist das einzige was hilft. Eine Therapie kannst Du selbstverständlich neben der Arbeit machen. Zu einem Therapeuten geht man ei n bis zweimal wöchentlich, für eine Stunde, etwa. Darüber hinaus könntest Du die Tage auch in einer Tagesklinik verbringen. Das hat allerdings eher eine stabilisierende Komponente, nicht so sehr eine Therapeutische. Du hast einfach einen Strukturierten Tagesablauf und viele Ansprechpartner. Wenn man in einer Krise steckt, ist dies ein guter Ort um Kraft zu sammeln. Auf jeden Fall führt Dein erster Weg zum Hausarzt, in diesen Fällen, damit Du eine Überweisung erhälstst. Diagnosen? Brauchst Du nicht, die stellt der Arzt, nicht der Patient. Es genügt, wenn Du erklärst wie verzweifelt und traurig Du Dich fühlst und dass Du Hilfe benötigst. Ich hoffe Du musst nicht gleich in die Ablehnung gehen, sondern kannst meine Worte ein wenig annehmen, ohne Dich angegriffen zu fühlen. Ich meine es ja nur lieb. Love it- change it- or leave it Verantwortlich ist man nicht nur, für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut. lao-tse Sie ist ein Weib. Weiß der Teufel, was sie tut. Wilhelm Busch | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2007 126 Forenbeiträge | Geschrieben: 06.04.11 15:25 |
| die meisten menschen, die ich kenne und die nie wirklich gelitten haben in ihrem leben, sind ziemlich oberflächlich und langweilig. nimm die energie all deiner schmerzen und nutze sie um genau das zu werden, was du sein willst (anstatt gedanklich immer wieder dieselben schmerzen zu durchleben und dir selber leid zu tun). je tiefer du unten warst, desto höher ist dein flugpotential(trampolineffekt) und das ist kein motivationsgelaber sondern empirische tatsache. dazu musst du aber als erstes wissen, was du sein willst, das ist das wirklich wichtige und das schwierigste. wenn du es sicher weisst, dann mach genau die sachen, die dazu notwendig sind. wenn du dir sicher bist, wird es funktionieren. willst du wirklich ein cta werden und bist dir dessen absolut sicher? wenn ja, dann sollte dich nichts daran hindern diese fdp-idioten davon zu überzeugen, dass du es willst. wenn nicht, dann mach was anderes, aber mach es mit willen(bzw eiern) und nicht auf die "naja,mal schaun,vielleicht bin ich auch zu schlecht dafür"-tour. . | |
Geschrieben: 06.04.11 17:50 | |
| powertrip schrieb: je tiefer du unten warst, desto höher ist dein flugpotential(trampolineffekt) und das ist kein motivationsgelaber sondern empirische tatsache. Viele Stars & Bekannte Menschen die es weit gebracht haben wurden früher gemobbt und waren Außenseiter. Das war Ansporn für Sie. Es ist sogar erwiesen, dass Mobbingopfer im Berufsleben überleben, weil sie den "rauen Ton" gewohnt sind und sich durchsetzen können. Man hört auch immer so Sachen wie "ich hab immer mein Ding durchgezogen und war immer ich selbst." ... dass es beim einen Glaubwürdiger klingt als beim andern sei mal irelevant und dahingestellt. | |
| » Thread-Ersteller « | Geschrieben: 06.04.11 20:20 |
| Also ich hab jetzt mit meinen Eltern telefoniert, die meinen ich soll mich abmelden und nach Hause kommen, dann soll ich hier eine ambulante Therapie machen. Dazu dann einen versicherungsppflichtigen Job annehmen, wegen Krankenkasse und Kindergeld. Das werde ich jetzt auch tun. Dannach weiß ich noch nicht genau, aber vermutlich werde ich mir wieder eine CTA Ausbildung suchen, mal schauen Logbucheintrag 6.1.2: An meinem Fenster fliegen Menschen vorbei ... | |
Geschrieben: 06.04.11 23:32 | |
| Schade. Soviele Mitglieder haben sich die Mühe gemacht, Dir zu antworten und Du bist auf keine einzige Anregung eingegangen. Mich würde mal interessieren, was Du Dir von einer Therapie versprichst? Abnehmen, Dein Leben selbst in die Hand zu nehmen, kann sie Dir nämlich nicht. Dass Du zu Deinen Eltern zurück kannst, ist doch sicherlich ein gutes Gefühl. Dennoch solltest Du nicht aus den Augen verlieren, dass das Langzeitziel nur sein kann, selbstständig und verantwortungsbewusst zu werden Love it- change it- or leave it Verantwortlich ist man nicht nur, für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut. lao-tse Sie ist ein Weib. Weiß der Teufel, was sie tut. Wilhelm Busch | |
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Geschrieben: 04.04.11 21:38