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Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 22.06.11 10:55
zuletzt geändert: 22.06.11 15:50 durch Sirportalez (insgesamt 1 mal geändert)
Hallo liebe LdT´er
Ich habe mir gedacht,dass wir, die Befürworter der Legalisierung, nicht nur um eben jene lautlos schreien sollten,sondern auch Vorschläge bringen.Dies würde unsere Glaubwürdigkeit stark erhöhen.
Deswegen wäre meine Idee, in diesem Thread ein paar eventuelle "Legalisierungsmöglichkeiten" zu verfassen und zu diskutieren.
Wenn ihr,liebe LdT´ler, ein paar Ideen habt,wäre es nett, diese hier niederzuschreiben.

Meine Idee lautet wie folgt:Man würde allen deutschen Bürgern über 18 eine Karte zukommen lassen.Eine Karte wie eine EC-KArte.Mit dieser könnte man in eigens dafür gebaute Läden gehen und sich pro Woche beispielsweise 10 Gramm holen.Auf der Karte,oder in einem Computerprogramm,werden dann die wöchentlichen Einkäufe registriert.So kann man einerseits nachvollziehen,wieviel man noch rauchen darf,oder halt nicht.Das dafür staatlich angebaute Gras wäre billiger,rein,kontrolliert.Ausserdem müsste dadurch niemand mehr überteuertes,verstrecktes Gras rauchen.

Sooo,das wäre meine Idee dazu.Nun seit ihr an der Reihe.
Viel Spass, euer Patze ;)
Ich bin wie ich bin.Die einen kennen mich, die anderen können mich.
Kommentar von Sirportalez (Traumland-Faktotum), Zeit: 22.06.2011 15:50

Überschrift getrennt, da sie die rechte Spalte verzerrt.
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 22.06.11 11:34
Ich sage dazu nur:

After the war on drugs - blueprint for regulation
Zusammenfassung

Der Bericht ist zwar auf Englisch, jedoch sehr informativ.
"One has not only a legal, but a moral responsibility to obey just laws. Conversely, one has a moral responsibility to disobey unjust laws." - Martin Luther King
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 22.06.11 12:23
hallo zusammen

@ patze: an sich keine schlechte idee so in der art hatte das schonmal jemand vorgeschlagen, nur bei deinem vorschlag geht es ja nur um cannabis
wenn ich an die legalisierung denke dann schwebt mir aber eher vor alle substanzen an erwachsene bürger (geregelt und kontrolliert) abzugeben.

klar kann man cannbais nicht mit kokain oder heroin vergleichen aber jetzt nur von cannabis auszugehen halte ich persönlich etwas fragwürdig

was meint ihr dazu?

wünsche euch noch einen schönen tag :)


Abwesende Träumerin



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  Geschrieben: 22.06.11 12:31
Ich bin eher für eine Entkriminaliesierung aller Drogen.

Eine Datenbase in der mein konsum-Muster gespeichert wird? Nein Danke. Da verzicht ich dann doch lieber auf den Konsum!!!
Ist meiner Meinung nicht vereinbar mit dem Datenschutz.

"Jaaa, Herr/Frau XXX, ihr Lebenslauf und dei Arbeitszeugnisse sehen ja ganz wunderbar aus. Sie haben die nötigen Fähigkeiten und scheinen perfekt in den Job zu passen. Aber was haben wir denn hier..? Regelmäßiger Konsum von Cannabis...? Nee, also da suchen wir dann doch lieber wen anders!"
Ein hoch in den Lüften fliegender Vogel deutet auf spirituelle Bewußtheit oder den Teil im Träumenden, der nach Erkenntnis strebt.
Abwesender Träumer



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MSN
  Geschrieben: 22.06.11 12:34
Halte es auch für fragwürdig, nur Weed zu legalisieren. Ich denke, nach und nach sollten sämtliche Substanzklassen legalisiert werden, vielleicht pro Jahr eine. Gestützt von (echter) Aufklärung und Öffenlichkeitsarbeit. So kann sich der normale Bürger langsam mit der Vorstellung akklimatisieren, das Drogen doch nicht der Untergang des Abendlandes sind.

Datenspeicherung über Konsumgewohnheiten muss jetzt auch nicht unbedinkt sein oder wir sind konsequent und machen das auch für Alk und Nikotin...
"Der letzte Feind, der besiegt werden wird, ist der Tod."
Ex-Träumer

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  Geschrieben: 22.06.11 12:36
@Patze:
Deine Idee entspricht in etwa dem neuen niederländischen Konzept. Es gibt registrierte Konsumenten, die in bestimmten Shops eine bestimmte Tagesmenge holen dürfen. Das ganze soll computerüberwacht sein, damit keine Mehrkäufe über das Tageslimit hinaus entstehen. Ich würde nur nicht pauschall allen Bürgern die Möglichkeit geben, sondern man soll es halt explizit beantragen (evtl. bei einem Arzt). Mit der Beantragung werden nicht alle involviert (die Mehrzahl der Bürger nimmt keine illegalen Drogen). Ausserdem können im Vorfeld Beratungsgespräche in Richtung SaferUse usw. laufen.

@laxor
Hhhmmm, Legalisierung von H, Koks, Meth oder Crack finde ich schwierig. Man müsste für jede Droge fast ein eigenes Modell entwickeln. Ich finde bei Herion z.B. die Projekte mit der kontrollierten Abgabe von DAM an Schwerstabhängige sehr gut und ausbaufähig.
Andererseits: Sollte man den Konsum an ein bestimmtes Antragsverfahren koppeln, könnte man im Rahmen dessen sicherlich auch einiges regeln.

Man könnte verschiedene Drogen nach und nach legalisieren und so Erfahrungen sammeln etc.
Das "Ob" und "Wie" einer Legalisierng hängt mMn. sehr von der Droge selber, deren Gefahren und Auswirkungen usw. ab.


Highere Grüße


WeedLove

"Das haut dem stärksten Rasta das Ganja aus der Pfeife...", 04.02.2011 - weedlove... "..als ich gerade baute, kam der Wind und..."
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 22.06.11 15:20
Ganz ehrlich? Ich bin GEGEN eine Legalisierung. Höchstens Entkriminalisierung..

Stellt euch das nur vor.. Das Weed würde dann soooo teuer sein, weil da dann sicher so viele Steuern drauf wären..

 
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 22.06.11 15:31
ich finde das modell, dass dann nun wohl in den NL eingeführt wird ziemlichen Mist. Jeder kriekt ne Karte, Computersysteme, alles überwachen und das bitte mit möglichst viel bürokratie.

wie wärs wenn wir uns einfach darauf einigen, dass jeder (über 18) ein erwachsener mensch ist, und am besten selbst entscheidet, was er tut und was nicht. Berührt er damit die Freiheit mindestens eines anderen Menschen, gehört er natürlich bestraft aber solange er keinem anderen schadet, kann der aufgeklärte Mensch von mir aus machen, was er will. gerne auch so viele Drogen nehmen, wie er will. von mir aus auch mim auto im kreis fahrn oder n ball übern platz treten... verletzten kann man sich überall, mir ist das aber egal, weil: niemand gezwunden wird es zu tun.
Mein Land seit vieeeelen Jahrn’ - ist Österreich-Ungarn
Ex-Träumer



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  Geschrieben: 22.06.11 16:00

WeedLove schrieb:

Man könnte verschiedene Drogen nach und nach legalisieren und so Erfahrungen sammeln etc.
Das "Ob" und "Wie" einer Legalisierng hängt mMn. sehr von der Droge selber, deren Gefahren und Auswirkungen usw. ab.




Denkst du der gesetzliche Status einer Droge hat einen entscheidenden Einfluss auf die Konsumhäufigkeit?

In der Realität funktioniert das "weniger Konsum durch Verbote" imo nur bei eher unbekannten und damit weniger stark nachgefragten Substanzen, alles andere wie z.B. Heroin, Cannabis, Kokain usw wird doch so oder so angeboten und gekauft, egal wie streng oder leger man mit den Konsumenten (und den Dealern bzw Köchen/Gärtnern) umgeht

Dass viele Drogen schädlich sein können (hängt ja davon ab wie viel und unter welchen Umständen man konsumiert, ne?) steht außer Frage aber ich halts für eine unbewiesene Behauptung dass Verbote einen großen Einfluss auf die Konsumhäufigkeit nehmen und die negativen Effekte (Entgleitung des Marktes in den Untergrund und damit Förderung von kriminellen Organisationen sowie Steuerverluste durch Nicht-Besteuerung und Strafverfolgung der an sich gewaltfreien Delikte sowie eine Über- und zumindest Belastung der Gefängnisse, Gerichte und Strafverfolgungsbehörden UND der Kriminalisierung von "harmlosen" Konsumenten sowie der Unmöglichkeit mit teilweise vielversprechenden Substanzen Forschung in der Medizin zu betreiben) sind imo so schwerwiegend dass es beinah schon zynisch ist sie (die Verbote) aufrecht zu erhalten. Aber das ist halt Politik

Einen Vorschlag wie man den Konsum letztendlich sicherer gestalten könnte hab ich konkret nicht aber es wäre ja schonmal was wenn sich der Staat um die Qualität der Drogen kümmert und einfache Konsumenten nicht mehr kriminalisiert. Außerdem könnte man Systeme einrichten wo automatisch nachgehakt wird wenn der Konsum außer Kontrolle gerät also eine bestimmte Menge überschritten wird. In jedem Fall denke ich ist aufklären und Hilfsangebote geben besser als auszugrenzen und zu stigmatisieren.

@Ully: nee viel teurer als jetzt kann es gar nicht werden da sich nach der Logik des Marktes automatisch neue, illegale Quellen auftun würden wenn die Preise künstlich durch immense Steuer hoch getrieben werden. Und das kann ja auch nicht das Ziel einer Legalisierung sein

Ich glaube eher dass die Preise auf Dauer sinken würden
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 22.06.11 22:59
Mein Legalisierungsvorschlag besteht darin, dass jeder in Kanzleramt und Reichstag Beschäftigte eine psilocybinhaltige Pilzmahlzeit erhält, so dass sich das Problem fehlenden Umdenkens quasi über Nacht von selbst löst. Ich erkläre mich auch gerne bereit, die Charge persönlich abzuladen twisted »Machen Se hiermit ma 'n schmackhaftes Ragout, Cheffe.«

Tschuldigung, späten Clown gefrühstückt wink
--= Last Bepilzter Standing =--

Psychedelika machen sehr schnell unabhängig: Fangen Sie gar nicht erst an!

Egal wie dicht Du bist, Goethe war Dichter.

Warum darf man eigentlich in Suchtkliniken rauchen? 8-|
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 22.06.11 23:15
Tryptomane schrieb:
Mein Legalisierungsvorschlag besteht darin, dass jeder in Kanzleramt und Reichstag Beschäftigte eine psilocybinhaltige Pilzmahlzeit erhält, so dass sich das Problem fehlenden Umdenkens quasi über Nacht von selbst löst. Ich erkläre mich auch gerne bereit, die Charge persönlich abzuladen Bild: https://www.land-der-traeume.de/bilder/symbole/twisted.gif
Tschuldigung, späten Clown gefrühstückt wink


Psychedelika sind aber keine Patentlösung... Ich weigere mich zu glauben, dass die Welt durch LSD im Trinkwasser besser wird. Wenn die regierenden psychotisch reagieren (was man vorher nie voraussahnen kann!) dann wirds erst richtig hässlich.
Ich brauche soviel Zeit und Geld am Tag um mir Drogen kaufen zu gehen, da hab ich Hobbys wie essen und schlafen einfach aufgegeben.

"Was glauben sie was in diesem Land los wäre, wenn mehr Menschen begreifen würden was hier los ist"
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 22.06.11 23:19

Tune schrieb:

Psychedelika sind aber keine Patentlösung... Ich weigere mich zu glauben, dass die Welt durch LSD im Trinkwasser besser wird. Wenn die regierenden psychotisch reagieren (was man vorher nie voraussahnen kann!) dann wirds erst richtig hässlich.



Du kannst mit Halluzinogenen die Matrix sehen. Mit LSD wird selbst Angie normal.
 
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ICQ
  Geschrieben: 23.06.11 00:04
Das Problem was viele mit der Legalisierung sehen, im Bezug auf den Konsum ist folgendes:

Der 0815-Deutsche ist der Meinung, dass Alkohol & Nikotin, da vom Staat toleriert, vollkommen in Ordnung ist und auch keine Nennenswerten Schäden mit sich bringt. Dass Kippen Krebs fördern ist noch nicht erwiesen. Alle trinken Alkohol - es wird schon nicht so schlimm sein.

Aber Gras, LSD & Pilze machen deine Seele kaputt und du glaubst du wirst zu Jesus. Meth, Koks & Heroin sowie Crack machen dich immer nur kaputt usw.

Würde man jetzt alle Drogen freigeben muss dieser 0815-Trottel sich ja selbst informieren und weiterbilden was ok ist und was nicht. Und dann fällt vielen vll. auf, dass Alkohol & Kippen garnichtmal so schlimm sind. Dann fällt auf, dass ein Pilztrip dich weiterbringen kann, dass man nicht automatisch hängen bleibt und das kiffen vielleicht garnichtmal so schlecht ist.

Das wäre natürlich der Idealfall. Aber viele Politiker denken eben, dass durch die Freigabe aller Drogen die Hemmschwelle für alle Drogen automatisch gesenkt wird, da der Staat nicht mehr als "Schutzfunktion" dient.

Ich hoffe es ist verständlich was ich ausdrücken will.
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 24.06.11 01:38
Ja, definitiv werden unter dem Deckmantel der Volksgesundheit Persönlichkeitsrechte beschnitten. Auch Rauchen und Trinken wird mehr und mehr negativ thematisiert und verteufelt, als nächstes nimmt man uns noch den Kaffee und die Kräuter und verschreibt uns stattdessen Psychopillen. Hier liegt etwas im systemischen Sinne falsch, und selbst die, die etwas ändern könnten, sind offenbar in diesen dem System innewohnenden formalen Mechanismen gefangen; Konformitätsdruck mit der »offiziellen Meinung« scheint gar nicht mal das primäre Problem zu sein.

Es muss einfach nur genug neutrale und wertungsfreie Aufklärung geben, unabhängig von den jeweiligen Substanzen und wie sie reguliert sind. Dann ist nämlich das möglich, was uns der Staat zusichert: der freie Wille und die freie Selbstentfaltung. Es kann nicht angehen, dass man 82 Millionen Bürgern grundlegende Rechte abspricht, weil einige einer nicht-fremdschädigenden Tätigkeit bzw. »Nischendisziplin« nachgehen. Anhand der selben Logik könnte man Bergsteigen, Fallschirmspringen und Freitauchen verbieten und nur noch das Strampeln auf dem Heimtrainer wäre legal.

Bezüglich einer konkreten Legalisierung sehe ich wenig Sinn darin, die Verfügbarkeit von Substanzen ohne *sehr* stichhaltige Gründe (z.B. direkte Fremdgefährdung durch Explosionsgefahr/Umweltschädlichkeit) einzuschränken, oder derzeit noch illegalisierte Substanzen in irgendeiner Weise als etwas Separates oder Anderes zu behandeln. Wer eine Substanz zu sich nehmen will, wird das tun, der Rest halt nicht. Verfügbarkeit oder Regulierung haben daran nie etwas ändern können, denn es gibt - oh Schreck - tatsächlich Menschen, die ihr Recht auf Selbstentfaltung u.a. auf diesem Wege konsequent wahrnehmen.

Auch das Konzept »Fremdschädigung unter Substanzeinfluss oder mittels Substanzen« sollte man mal gründlich überdenken. Warum sollte die Droge an Fremdschaden schuld sein, was bringt es, die Droge infolgedessen zu verschreien und drakonisch zu regulieren? Nichts. Gar nichts! Bestrafen sollte man Menschen, nicht ihre Werkzeuge.
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Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 24.06.11 12:35

Tryptomane schrieb:
Ja, definitiv werden unter dem Deckmantel der Volksgesundheit Persönlichkeitsrechte beschnitten. Auch Rauchen und Trinken wird mehr und mehr negativ thematisiert und verteufelt, als nächstes nimmt man uns noch den Kaffee und die Kräuter und verschreibt uns stattdessen Psychopillen. Hier liegt etwas im systemischen Sinne falsch, und selbst die, die etwas ändern könnten, sind offenbar in diesen dem System innewohnenden formalen Mechanismen gefangen; Konformitätsdruck mit der »offiziellen Meinung« scheint gar nicht mal das primäre Problem zu sein.



Die Volksgesundheit klingt wie ein schlechter Scherz, aber die USA haben die Avaaz-Petition damit scharf abgewiesen. Ich kann mir nicht vorstellen, in einem Land wo es bis vor kurzem kaum eine medizinische Grundversorgung gab (gibt?), dass es primär um die Gesundheit geht. Die Bedenken zur Volksgesundheit sind rein wirtschaftlicher Natur. Man könnte auch sagen, die Köpfe der Politik haben Angst davor, dass die fleißigen Ameisen - auch Volk genannt, ihre Arbeitsleistung mindern und es eher mal riskieren auf die Straße zu gehen. Angeführt werden stark steigende Gesundheitskosten bei einer eventuellen Freigabe oder Entkriminalisierung. Nur sieht man Portugal oder auch Finnland im Vergleich dazu, gibt es am Anfang einer solchen Aktes durchaus einen Anstieg erkrankter Menschen und auch Todesfälle (Finnland senkte die Alkoholsteuer um EU-Konform zu werden, darauf hin betranken sich die Finnen mehr als sonst und mussten lernen mit dem plötzlich leichter erreichbaren Alkohol umzugehen), was sich aber erstaunlich schnell wieder reguliert und es z.T. bei manchen Erkrankungen (Burnout,Depression,etc) einen Rückgang gibt. Typische Erkrankungen verursacht durch Drogen sollen sich dagegen in Waage halten - leider hab ich dazu keine Studien gefunden.

Ja wegen dem Kaffeeverbot, das gabs schonmal in Preußen. Grund war auch hier ein rein wirtschaftliches Interesse.

Eine Freigabe sollte wenn, dann nur in Schritten erfolgen. Erst eine generelle Entkriminalisierung und später Substanz für Substanz für den Handel freigeben.
Bei Rauschgiften mit großem Schadpotenzial wie Crack, Alkohol, Methamphetamin, etc., müssten wohl sicherlich strengere Regularien her, wie neue, höhere Steuer und das Angebot für eine regelmäßige sozialpädagogische, psycholigische Begleitung Suchterkrankter die aus dem Steuertopf sämtlicher Drogen bezahlt wird.
Leider sind die erhobenen Steuern auf aktuell legale Drogen, wie Alkohol oder Tabak, nicht wirklich zweckgebunden. Ein Beispiel ist die Schaumweinsteuer , die zur Finanzierung der kaiserlichen Kriegsflotte und dem Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals (heute Nord-Ostsee-Kanal) erhoben und nicht mehr abgeschafft wurde.

Auf jeden Fall brauchen wir in Deutschland und Europa Aufklärung um die etwas über 90-jährige Prohibitionspolitik und dessen markiger Worte (Drogen machen sofort süchtig und gehen mit sozialem Verfall einher. Dealer verkaufen Drogen an Kinder/ Dealer machen unsere Kinder süchtig) aus den Köpfen der Bevölkerung zu bekommen.
Denn solange die breite Masse davon überzeugt ist, das Verbote bei Rauschmitteln nützlich sind, schützt diese Mehrheit damit noch die, die sich daran bereichern und davon Nutzen ziehen! Die Gewalt in Mexico wird auch von unserer Politik toleriert und die Bevölkerung macht das was sie am besten kann - sie schaut weg oder fordert ein noch rigeroseres Vorgehen gegen die Drogenmafia (alle erschiessen!/ Wer Drogen nimmt, gehört erschossen!).
Solange die breite Masse davon überzeugt ist das Verbote was bringen schützt man noch die, die sich bereichern und davon nutzen ziehen.
Nicht die Droge ist das Problem, sondern die Gier nach mehr ...
Auf der Suche nach dem Schönsten im Leben stößt man oft auf den Tod
Wer gegen den Strom schwimmt, lebt auch vom Fluß

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