LdT-Forum

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Moderatorin



dabei seit 2010
57 Forenbeiträge
1 Tripberichte

  Geschrieben: 16.07.11 22:39
Hey Leute (:

also vorerst möchte ich sagen, dass ich eigentlich eine der personen bin die der meinung is, einmal trip drin, da muss man jetzt halt durch. schließlich kann man auch aus unangenehmeren trips seine lehren ziehen und erlangt auch teilweise da erst wieder den nötigen respekt den viele vor acid verloren haben wieder. da ich aber bald auf die ozora gehe und einfach im hinterkopf ein VIEL besseres gefühl habe wenn ich weis "ok falls es jetzt ganz krass wird hab ich was da" und ein so großes festival definitiv nochmal unkalkulierbarer ist hätte ich trotzdem gerne was dabei um eben im fall der fälle abbrechen zu können. ich glaub zwar iwie dass ein tripabbruch vll sogar mehr schädigen kann als dass es hilft da das ausklinken wieder langsam in die realität die "landung auf der erde" sanfter macht aber iwie gibt mir das immer ein gutes gefühl wenn ich weis "falls... kann ich abbrechen". und da wollt ich eben mal fragen wer da erfahrung hat.

bitte wirklich nur medis oder tips die mir weiterhelfen ;)
[Nuelon] 22:43: NEHMT BESSER KEINE DROGEN!
Traumländer



dabei seit 2007
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2 Langzeit-TB

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  Geschrieben: 17.07.11 11:32
In dem Buch "Drogennotfälle" von Michael Soyka steht dazu:

"Reichen beruhigende Umgebung und Gespräche ("talk down") nicht aus, können vorübergehend Benzodiazepine, z.B. Lorazepam (Tavor) eingesetzt werden. Neuroleptika sind dagegen im Regelfall nicht indiziert. Sie wirken nur selten und können häufiger Dysphorie und Angst sogar verstärken."

Grüße

Abwesender Träumer

dabei seit 2007
87 Forenbeiträge

  Geschrieben: 17.07.11 13:25
also das würd ich nicht so unterstreichen. wenn benzos, dann eher diazepam, alprazolam, oder alternativ zopiclon. eher was, dass dich mehr oder weniger ausknockt. lorazepam kann zwar helfen, ist aber imo relativ subtil, und wenns wirklich krass zugeht kannst du damit nicht viel ausrichten. neuroleptika sind da eigentlich sicherer. die wirken schließlich genau dem acid entgegen. ich hab auf trip immer sicherheitshalber lorazepam, zopiclon und risperidon dabei. habe zwar selbst noch nie abgebrochen, und bin auch eher ein mensch der es dann durchsteht, aber ich bin öfter mit 2-3 leuten zusammen auf reisen, und seit meine freundin mal auf einem ziemlich heftigen horrortrip hing und das lorazepam ihr überhaupt nichts gebracht hat und sie erst durch olanzapin wieder zurückgeholt werden konnte, hab ich immer sicherheitshalber 3 alternativen dabei.
wenn echt keins der medikamente hilft muss mans halt durchstehen, aber erstens ist das relativ unwahrscheinlich und zweitens reicht meistens eh schon die gewissheit, im zweifel die kontrolle zu haben. "trip, ich hab respekt vor dir, doch hab du auch respekt vor mir!"

edit: chlorpromazin war das erste neuroleptikum, mittlerweile gibts ja atypische neuroleptika (quetiapin, olanzapin, risperidon, etc.), die sind da sinnvoller :)
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 17.07.11 14:46
zuletzt geändert: 17.07.11 16:05 durch (insgesamt 1 mal geändert)
Das mit Abstand effektivste Mittel zum Beenden eines Horrortrips ist Heroin.
Das ist die volle Wahrheit, auch wenn Sie noch so schockierend klingen mag ^^
Auf einem noch so grausigen Horrortip mit 10facher psychedelischer Überdosis und wahnhaften Zombies, die dir an die Gurgel wollen, hast du mit mit H immer ein doppeltes Ass im Ärmel.
Aber wie stark du dein Ass im Ärmel gerne hättest, musst du natürlich selber entscheiden.
Nach Heroin kommen noch alle möglichen Opiode oder Opiate in Betracht. Benzos sind nur als sehr moderate Horrortripabbrecher geeignet, auf die du dich aber im Fall der Fälle sicherlich nicht zu 100 Prozent verlassen kannst, aber es ist durchaus möglich, dass auch Sie deinen Zwecken gerecht werden und den Horror ausreichend stark lindern.
Aber ich denke, dass wenn du wirklich auf nem Horrortrip sein solltest zumindestens irgendwas parat haben solltest, was du nasal konsumieren kannst, um dem Spuck sofort ein Ende zu setzen und nicht erst eine halbe Stunde oder so warten zu müssen.
Wenn du also zum Beispiel zu Benzos greifen willst, dann mach sie zu Pulver, damit du sie auch ziehen kannst. Und stell davor sicher, dass das Pulver auch einigermaßen gut zu ziehen ist.
Und sowas natürlich nur beim absoluten GAU anwenden, wenn du merkst, dass der Trip in eine Richtung lenkt, der deine Psyche zerstören wird oder Ähnliches.
Erstmal natürlich versuchen durch Settingswechsel etc. klarzukommen!


 
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 23.07.11 02:31
Ich wollte einen Bad Trip mit Tillidin abbrechen. Leider hatte ich nur eine 200 mg Tablette. Ich hatte eher den Eindruck, dass der Trip sich verstärt.
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2010
135 Forenbeiträge

  Geschrieben: 23.07.11 17:59
zuletzt geändert: 23.07.11 18:25 durch Friedenspfeife (insgesamt 1 mal geändert)
Hat jemand Erfahrungen mit atypischen Neuroleptika wie z.B. Quetiapin zum Tripabbruch?

Die Passage aus "Drogenunfälle" die Crystalix zitiert hat widerspricht ja ziemlich direkt dem was Fabion geschrieben hat.

Quetiapin müsste einen ja normalerweise ein wenig beruhigen und recht bald schlafen lassen, zumindest wenn die Wirkung auf LSD nicht komplett anders ist.

EDIT:
hab auf erowid zwei Erfahrungsberichte gefunden die genauso unterschiedlich sind:
 http:// www.erowid.org/experiences/exp.php?ID=58833
 http:// www.erowid.org/experiences/exp.php?ID=65108
Es ist gelogen, dass Videogames Kids beeinflussen, hätte PacMan das getan, würden wir heute durch dunkle Räume irren, Pillen fressen und elektronische Musik hören.
Abwesende Träumerin



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7 Tripberichte

  Geschrieben: 22.05.16 01:57
Ich hab ja oft gelesen dass (frischer) Zitronensaft mit Zucker Wunder wirken soll wenn man merkt dass man schlecht draufkommt oder schon ist. Kann da jemand aus erster Hand berichten?
Take risks. If you win, you will be happy. If you lose, you will be wise.
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 22.05.16 02:30
Habe ich schon auf nen sehr starken Acid Trip versucht. Bringt nix höchstens Placebo
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2013
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  Geschrieben: 22.05.16 10:17
Zucker führt zu nem Dopaminausstoß im Hirn, was etwas helfen kann im Falle eines bad trips wieder auf eine angenehmere Spur zu kommen (da man ja schließlich jedes Gefühl sehr verstärkt wahrnimmt, bringen eben schon solche kleinen Alltagsdrogen etwas). Vitamic C aus dem Zitronensaft ist allgemein nicht schlecht, häufig hat man nen Nährstoffmangel beim lange trippen und dieser enorm saure Geschmack ist ein starkes und lustiges körperliches Erlebnis, das sicher von unangenehmen Gedanken ablenkt.

Insofern ist da schon mehr als Placebo, aber überschätzen sollte man diese Methode natürlich nicht. Und ja allgemein ist es natürlich immer beruhigender irgendwas zu tun als gar nichts zu tun, daher spielt Placebo da sicher auch ne Rolle.
„Ich bin nicht glücklich weils vorbei ist, es ist vorbei weil ich jetzt glücklich bin“
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"Mit Ehrlichkeit kommt man nicht weit, doch ohne Ehrlichkeit kommt man nicht nah"
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Abwesende Träumerin



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430 Forenbeiträge
7 Tripberichte

  Geschrieben: 22.05.16 11:18
Super, danke für die hilfreiche Antwort, Incredere!
Dann hab ich ja einen Punkt mehr auf meiner Liste von Dingen die beim Trippen nicht fehlen dürfen :)

Hatte mich lange damit auseinandergesetzt ob ich an irgendein passendes Benzo rankomme für den Notfall. Oft war aber die Rede davon, dass es im Zweifel sogar noch gefährlicher ist, den Trip abzubrechen weil die Psyche nicht richtig landen kann nach dem Horror.
Daher vertrau ich meinem Nervenkostüm einfach mal und sorge für ein paar interessante Ablenkungen in Form von zB eben dem Zitronen-Zucker-Zeugs oder ner exotischen Frucht, Mandalas etc. Ich glaub damit fahr ich am besten ins Traumland ;)
Take risks. If you win, you will be happy. If you lose, you will be wise.
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 22.05.16 11:28
@ Fabion

Benzos brauchen einen Weile, bis sie ihren Dienst versehen können. Wenn du dann noch eine Zyprexa nachlegst und sich dann erst eine Wirkung einstellt, kannst du daraus nicht automatisch schließen, dass Olanzapin besser dafür einsetzbar ist als Lorazepam.

Ich wäre mit manchen Antipsychotika ohnehin vorsichtig, da sich u.U. manche unangenehmen Erlebnisse des Trips noch verstärken könnten.

Eine spezifisch antipsychotische Wirkung (z.B. Dämpfung wahnhafter/paranoider Gedankenmuster) ist bei einmaliger Einnahme eines Antipsychotikums ohnehin kaum zu erwarten. Es ist bekannt, dass auch modernere Antipsychotika mehrere Tage bis Wochen mit regelmäßiger Einnahme brauchen, bis sie in diesem Bereich wirksam werden. Viel mehr wirken sie anfangs nur unspezifisch mehr oder weniger stark dämpfend.

Lorazepam wirkt vor allem anxiolytisch, weniger sedierend bzw. relaxierend, ist aber das Mittel der Wahl bei Panikattacken. Zusätzlich könnten jedoch stärkere Sedierung und Relaxierung helfen, den Trip abzuschwächen. Ich würde, wie du ja auch schreibst, Diazepam (am besten in Tropfenform) nehmen. Ist aber keine Empfehlung!

Zusätzlich ein guter, erfahrener Tripsitter, der selbst nicht panisch wird, und eine ruhige, angenehme Umgebung, dann müsste der Horror rasch wieder vorbei sein.

LG Dono

Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie.
F. Nietzsche
Abwesender Träumer

dabei seit 2016
34 Forenbeiträge
1 Tripberichte

  Geschrieben: 22.05.16 13:02
Abilify wirkt auch wahre Wunder als Notseil und killt dir den Trip innerhalb von ein paar Minuten komplett.
 
Moderator

dabei seit 2009
1.498 Forenbeiträge

  Geschrieben: 22.05.16 13:53
zuletzt geändert: 22.05.16 16:08 durch Hauselv (insgesamt 2 mal geändert)
Zitat:
Hatte mich lange damit auseinandergesetzt ob ich an irgendein passendes Benzo rankomme für den Notfall. Oft war aber die Rede davon, dass es im Zweifel sogar noch gefährlicher ist, den Trip abzubrechen weil die Psyche nicht richtig landen kann nach dem Horror.


Wer so davon geredet hat, hatte vermutlich noch keinen echten *Horror Trip*, sondern höhstes einen *etwas wilden*. Sowas regt mich echt tierisch auf.

Wer einem bewusst zum Durchstehen eines völlig entartenden, ausuferten Horrortrip rät, hat scheinbar noch nicht die möglichen Folgen erlebt/mitbekommen. Meiner Meinung nach ist das höchst abstruser Unsinn. Es gibt Situationen die man nur sehr schwer ohne mentalen oder körperlichen Schaden oder Ähnlichen überstehen kann, da sind Benzos Gold wert. Vermutlich mehr. Solche Ereignisse sind eher selten, aber sie passieren..

Es muss einen ja auch nicht selber betreffen, sondern es kann ja auch um andere gehen. Was macht man wenn eine Person nicht mehr ansprechbar ist, eine extrem psychotische Seite Zeigt und anfängt die Wohnung zu zerlegen, Leute zu attackieren oder versucht aus dem Fenster (17 Stock) zu springen? Oder anfängt rumzuzündeln, am besten vorher auf dem Klo eingeschlossen? Soll man denen einfach sagen: Yo chill mal, du trippst nur?! Komm mal runter? Trink ein bisschen Zitronensaft?

Solche Personen sind nicht berechenbar und wenn man nicht vorbereitet ist, ist die einzige vernünftige Option die Sanis zu rufen. Alternative: Benzos ins Getränk mixen, fesseln, warten und überwachen. Wenns nicht besser wird, Sanis rufen.

Es ist auch nicht so, das Benzos den Trip *sofort* abbrechen. Sie schwächen ihn meistens nur ab, so das man ihn wieder genießen kann. In meiner Gruppen benutzen wir beim Trippen fast alle Benzos (wenn man etwas schräng draufkommt, oder der Bodyload etwas nervt) und es gab nie Probleme. Über zu Schwache oder besonders Flache Trips können wir uns auch nicht beschweren. Man muss ja nicht gleich 2mg Lorazepam nehmen, 0,5 reichen am Anfang vll auch

Manche von uns benutzen auch von vorherein eine kleine Low Dosis Benzos um sich besser fallen zu lassen. Das ist das Resultat eines Misslungenen Trips (ein echter Horror Trip, schlimmer als im Bilderbuch) bei den wir leider keine Benzos zu Verfügung hatten. Seidem gibt es bei einigen von uns Probleme sich fallen zu lassen/ bzw die Kontrolle abzugeben. Mit Benzos klappt aber alles wunderbar!

Unsere Regel Nr1: Niemals ohne Benzos trippen...
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2014
16 Forenbeiträge

  Geschrieben: 22.05.16 15:35
wie sieht es mit "Delorazepam" aus ? is das ein geeignetes benzo zum abbrechen??
 
Moderator

dabei seit 2009
1.498 Forenbeiträge

  Geschrieben: 22.05.16 15:56
Fast jedes Benzo ist an sich geeignet.

Am besten sind aber die, die schnell wirken und vor allem gegen Angst wirken. Oft wird dadurch der Trip nur netter und verschwindet nicht komplett. Manchmal kann aber auch etwas Muskelentspannendes auch ganz nett sein... Z. B. gegen Kieferfaxen, die schnell auch mal Kopfschmerzen verursachen können.

Meine Fav sind Etizolam (schnell, allrounder, kann auch müde machen), Clonazepam und Meclonazepam (eher Smooth.. etwa zum runterkommen oder gut zum pre*stacken*) und für längere Geschichten Diazepam oder Diclazepam.

Sonst sind Alprazolam, Lorazepam usw auch nett. Weniger geeignet bzw nur für den absoluten Notfall finde ich die Holzhammer Benzos wie Flunis, Midazolam etc. Die würde ich nur nehmen, wenn es wirklich schlimm ist und ich mich in den Schlaf ausknocken möchte.

Beachtet das manche Benzos ne ewig lange Hwz (und nervige Metabolite) haben und man dann an den nächsten Tage noch Effekte hat (auch wenn man die vll nicht selber wahrnimmt). Das gilt besonders wenn man Autofahren muss oder die Gefahr besteht ein paar Tage später auf irgendwas getestet zu werden.
 

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