LdT-Forum
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 25.11.11 15:42 |
| teonanacatl heißt fleisch der götter? teo heißt in dieser sprache auch gott wie in griechisch??? wie kann das sein? | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2010 102 Forenbeiträge 4 Tripberichte 1 Galerie-Bilder | Geschrieben: 25.11.11 16:22 |
| zufälle können auch in der linguistischen entwicklung auftreten. ;) hier muss überhaupt kein zusammenhang bestehen. | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2009 257 Forenbeiträge 1 Tripberichte | Geschrieben: 26.11.11 02:24 |
| davon abgesehen, glaube ich nicht ohne weiteres, dass "teo" der teil des wortes ist, der "gott" bedeutet. vergleich mal mit quetzalcoATL, das ist auch ein gott. | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2008 632 Forenbeiträge 6 Tripberichte | Geschrieben: 26.11.11 04:07 |
| made my evening :D schau dir mal den film " 23 - die geschichte des hackers karl koch" an... dann wird dir so einiges klar was es mit dem wiedererkennen von symbolen so auf sich hat.... die assoziationstektonik der realitätswahrnehmung kann einem dahingehend öfters mal böse streiche spielen ;) An manchen Tagen regnet es, und an anderen Tagen stört es dich nicht... | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2007 126 Forenbeiträge | Geschrieben: 26.11.11 06:11 |
| also ich find das garnicht so abwegig. "teotl" ist tatsächlich das wort für gott und etymologische übereinstimmungen findet man zwischen so gut wie allen sprachen der alten welt. wäre es nicht denkbar, dass ein so elementares wort wie gott einen extrem alten ursprung hat, der noch vor die besiedlung amerikas zurückgeht? gibts hier sprachwissenschaftler? aber wenn nicht bliebe immer noch das: Synchronizität Synthetic Darkness schrieb: made my evening :D schau dir mal den film " 23 - die geschichte des hackers karl koch" an... dann wird dir so einiges klar was es mit dem wiedererkennen von symbolen so auf sich hat.... schizophrenes erleben ist nicht zwangsweise "falsches" erleben. künstler zb, die versuchen wahrheit abzubilden, greifen oft auf ganz ähnliche gedankenstrukturen zurück. . | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2009 257 Forenbeiträge 1 Tripberichte | Geschrieben: 27.11.11 01:49zuletzt geändert: 27.11.11 02:11 durch mabool (insgesamt 4 mal geändert) |
| kein sprachwissenschaftler, aber dennoch recht versierter amateurlinguist. werd das auch studieren. die sprachen der amerikanischen ureinwohner und die indoeuropäische sprachfamilie (zu der das griechische gehört) sind so weit voneinander entfernt, wie sprachen das nur sein können. und solche zufälle gibt es wirklich zuhauf. ("haben" heißt auf lateinisch "habere" und die beiden wörter sind nachweislich nicht verwandt.) das wort "theos" entstammt einer wurzel, die ursprünglich "göttlich" bedeutet und ist mit den worten "ferien" und "fest" (übers lateinische) verwandt. das ist aber in der europäischen sprachfamilie nicht mal die ursprüngliche wurzel für "gott", sondern eher eine ausnahmeerscheinung, was eine verwandtschaft, die über die sprachfamilie hinausreicht, noch unwahrscheinlicher macht. im allgemeinen hat "so ein wichtiges wort" wie "gott" überhaupt keine herausgehobene stellung. die indoeuropäischen sprachen sind sich mit den wörtern für familienmitglieder (vater/pater mutter/mater schwester/soror bruder/frater) viel einiger, als mit den wörtern für "gott" ("gott", "deus" und "theos" entstammen jeweils verschiedenen wurzeln, auch wenns bei "deus" und "theos" auf den ersten blick nicht so aussieht). jeder nennt seinen gott so, wie er lust hat. nicht zuletzt ist gerade die ÄHNLICHKEIT der beiden wörter ein indiz GEGEN ihre verwandschaft, so kontraintuitiv es klingen mag. die gemeinsame wurzel, so es sie gäbe, müsste mehrere zehntausend jahre in der vergangenheit liegen. bei einer so langen divergenz ist es praktisch garantiert, dass vollkommen unterschiedliche entwicklungen stattfinden. ein beispiel ist zum beispiel die zahl "vier", die heißt auf polnisch "cetiri" und auf griechisch "tessera". die wörter "vier", "tessera" und "cetiri" sind aufs allerengste verwandt und auch erst vor fünftausend jahren divergiert (die gemeinsame wurzel heißt "kwetwor"). und da sollen wörter, die, wie gesagt, vor mehreren zehntausend jahren (also vor der migration erster menschen nach amerika) divergiert sein sollen, immer noch gleich klingen? das ist eine annahme, wie sie naiver kaum sein könnte. überhaupt: so funktioniert das nicht. verwandtschaften zwischen sprachen sind regelmäßig. da ist nicht ein einzelnes wort einfach mal so verwandt, da gibt es regelmäßige, in formeln ausdrückbare, gesetzmäßige korrespondenzen. ein lateinisches f am wortanfang ist im spanischen ein h. ein "gh" im englischen ist im deutschen ein "ch". (knight/knecht, night/nacht, light/licht usw. daran merkt man btw auch, dass vokale bei solchen betrachtungen nicht beachtet werden, weil sie viel zu instabil sind und sich die ganze zeit ändern. rigoros betrachtet, vergleichen wir hier also "ttl" mit "th", wo ist die ähnlichkeit?) gibt es solche regelmäßigkeiten zwischen irgendeiner aztekensprache und dem griechischen? nein. damit ist auch die verwandtschaftsfrage erledigt. wen es wirklich interessiert: www.zompist.com/chance.htm | |
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Geschrieben: 25.11.11 15:42