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LdT-Forum » Drogen » Chemische Halluzinogene » LSD und Depressionen


Seite 1 (Beiträge 1 bis 8 von 8)

AutorBeitrag
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer

dabei seit 2007
87 Forenbeiträge

  Geschrieben: 06.03.12 09:35
Hallo liebe LdT-Gemeinde,

ich habe die letzten zwei Jahre des öfteren die Erfahrung gemacht, dass LSD bei mir sehr stark antidepressiv wirkt. Allerdings bisher nur vorbeugend, bzw. auf die allgemeine Situation bezogen, also nicht direkt im akuten depressiven Schub. Momentan sitze ich hier allerdings zwischen Selbstmordgedanken, Versagensängsten und geistigen sowie körperlichen Schmerzen. In meinem Kühlschrank liegen 5 Trips, insgesamt ca. 800-1000 μg. Ich neige gerade sehr dazu, mich daran zu vergehen, und mir die ganze Verarbeitung mehr oder weniger einfach aufzuzwingen. Kleine Randbemerkung: Ich nehme keine Antidepressiva, und auch zeitweilige Einstellung auf Tilidin werde ich wohl wieder beenden. Ich hab meine Gründe dafür, also bitte keine Diskussion darüber, ob ich nicht doch lieber was anderes versuchen sollte.
Mir ist momentan alles egal, allerdings weiß ich trotzdem, dass ich mir nicht zwangsweise die letzte Sicherung durchknallen muss, nur um hinterher festzustellen, dass es nichts gebracht hat.

Kurz und bündig: Falls ich mir das LSD einwerfe und mich in die Aufarbeitung stürze, egal wie schmerzhaft es sein mag, wie stehen dann meine Chancen, dass ich etwas Positives daraus ziehen kann? Oder laufe ich nur Gefahr, hinterher als geistiger Krüppel zurückzukommen?

Bitte stempelt mich nicht als Idioten ab, der sich einfach alles einschmeißt, um glücklich zu sein. Ich will nur momentan einfach irgendetwas, dass mir wirklich hilft, weil ich es sonst einfach nicht mehr aushalte.

Vielen Dank.
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2009
358 Forenbeiträge
1 Galerie-Bilder

  Geschrieben: 06.03.12 09:52
Das könnte ziemlich nach hinten los gehen befürchte ich , ich weiß ja nicht wie heftig deine probleme sind aber wenn du nicht mal nüchtern gute laune hast würd ich es lassen .
Habe mir am wochenende auf einer Goa party auf super Set und Setting einen mdma + lsd trip gegeben und das war schon teilweise anstrengend weil LSD ja schon recht fordert , doch ich konnte auch über meine Probleme nachdenken und sogar eine geistige wand durchbrechen und endlich anfangen zu Tanzen :D


empfehlen würde ich es dir nicht doch lsd kann schon die augen öffnen auf gute und schlechte art ;)
"Es gibt keine Grenzen. Weder für Gedanken, noch für Gefühle. Es ist die Angst, die immer Grenzen setzt."
Traumland-Faktotum



dabei seit 2007
563 Forenbeiträge
1 Tripberichte

  Geschrieben: 06.03.12 10:43
Ich halte das auch für bedenklich, wenn es dir schon so nicht gut geht. LSD ist, bzw. besser gesagt, war ein Therapeutisches Mittel in der Psychotherapie demzufolge kann es helfen bzw. wird auch sehr gut helfen. ABER diese Therapien fanden im Rahmen mit erfahrenen Menschen statt. in deinem Zustand das alleine durch zu erleben würde fast nen Himmelfahrtskommando gleich kommen.

Sofern du dir das nicht verkneifen kannst besorg dir einen Tripsitter und achte extrem auf Set und Setting.
Es sollte auch ein vertrauter Sitter sein wo du dich, wenn du es für nötig hälst, auch anlehnen kannst bzw körperl. Nähe suchen kannst.


LSD ist nicht einfach reinwerfen 2-3 "Horrortrips " zu erleben und dann geläutert wieder in diese Realität zu kommen. LSD wird dich mit deiner eigenen Psyche bombadieren dass du auf dem Boden liegst und heulst.
Wie würde es euch gefallen durch den Fleischwolf gedreht und in den eigenen Arsch gesteckt zu werden?

ॐॐॐOm mani padme humॐॐॐ
ॐTeyata om bekanze Bekanzemaha bekanze Radza samudgate sohaॐ
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer

dabei seit 2007
87 Forenbeiträge

  Geschrieben: 06.03.12 11:06

Child of the night schrieb:
LSD ist nicht einfach reinwerfen 2-3 "Horrortrips " zu erleben und dann geläutert wieder in diese Realität zu kommen.
LSD wird dich mit deiner eigenen Psyche bombadieren dass du auf dem Boden liegst und heulst.



Ich weiß. Aber genau das ist es ja ehrlich gesagt, was ich will. Ich will diesen Schritt so radikal gehen. Ob das ganze schmerzhaft und unangenehm wird ist mir absolut egal. Ich weiß, wie sich so ein Bad Trip anfühlen kann. Es geht mir nur darum, wie die Chancen stehen, gerade wenn es um eine eh schon vorhandene Psychose geht, mich zum völlständig lebensunfähigen Pflegefall zu machen, im Vergleich zur Chance, dass es mir vielleicht insgesamt ganz gut tut, mich mal geistig verprügeln zu lassen.
 
Abwesende Träumerin

dabei seit 2010
78 Forenbeiträge

  Geschrieben: 06.03.12 12:02
Ich hab auch mal versucht einen therapeutischen Trip zu machen. Kannst dir ja auch mal meinen TB dazu durchlesen. Jedenfalls kann ich nach längerer Zeit jetzt sagen, das so ein Trip unter negativen Umständen defintiv hilfreich sein kann um die wichtigen (also stark verschlossene und verdrängte) Zugänge zu öffnen. Dauerhaft etwas zu verändern geschieht aber über längere Zeit. Und dafür würde ich dir eine Therapie empfehlen. Du hast ja selbst schon festgestellt das die positive Nachwirkung schnell wieder verfliegt. Wenn du aber eine Therapie machst, kannst du den Trip nutzen um die Themen sofort zu integri3eren und dann besteht auch die große Chance das sich dauerhaft etwas an deinen Gefühlen ändert.
Wenn du es auf jeden Fall durchziehen möchtest, dann besorg dir einen erfahrenen Tripsitter und wenn möglich Benzos. Den Trip würd ich auf keinen Fall alleine machen, denn das kann grade bei suizidalen Gedanken übel enden.



"Wozu ist das?"
"Das ist blaues Licht."
"Und was macht es?"
"Es leuchtet blau."
Abwesender Träumer



dabei seit 2010
1.491 Forenbeiträge
1 Tripberichte

ICQ
  Geschrieben: 06.03.12 17:31
Ich kann nur sagen: Tu es , ABER bloß zu Hause und jemand in Reichweite... LSD hat mir schon in X Situationen geholfen, es ist wie ein Heilkur für die Psyche (von antidepressiv will ich hier nicht sprechen, das geht weit darüber hinaus).

Nach hinten losgehen, was einige schreiben glaube ich nicht bei guter Vorbereitung (set/tripsitter) auch nicht mit Depression. LSD ist einfach sehr geradlinig und fließend, meist passiert nichts einfach "plötzlich" so, dass man nicht handeln kann.

Ich selber habe meinem Psychologen LSD als therapeutisches MIttel gegen alle möglichen psych. Krankheiten schon nahegelegt, das Gesetz hindert uns nurnoch daran :)

LG
Logbucheintrag 6.1.2: An meinem Fenster fliegen Menschen vorbei ...
Abwesender Träumer

dabei seit 2007
528 Forenbeiträge

ICQ
  Geschrieben: 07.03.12 01:25
ich sag mal soviel, eines der wichtigsten dinge ist, dass du dich deinen problemen auf dem trip stellst und nicht "davonrennst".

das kann schon was bringen.
trotzdem rate ich dir nicht "offiziell" dazu, so etwas zu tun.
man sollte auf jeden fall wissen, was man tut und professioneller beistand von einem fachpersonal, den du leider wohl kaum finden wirst, wäre bei der ganzen sache sehr von vorteil.
 
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer

dabei seit 2007
87 Forenbeiträge

  Geschrieben: 08.03.12 21:28
Hallo zusammen!

Erstmal vielen Dank für eure Ratschläge und Entschuldigung für die verspätete Antwort! Ich habe mich letztendlich gegen das LSD entschieden, da ich mir auch während dem depressiven Schub darüber im Klaren war, dass ich meine Psyche in dieser Situation nicht unbedingt mit schwerem Geschütz attackieren sollte. Ich habe mich wieder etwas gefangen und bin momentan in einer relativ stabilen Stimmung.

Ich habe mich meiner Freundin und meiner Familie zuliebe jetzt doch dazu bereit erklärt, vorerst Antidepressiva zu nehmen und eventuell eine Therapie zu beginnen (wobei ich auch in meiner Mutter eine sehr gute Ansprechpartnerin habe, da sie selbst unter Depressionen leidet und Ärztin istt.
Allerdings will ich mich, sofern das möglich ist, nicht gänzlich vom LSD und anderen Psychedelika verabschieden. Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn mir durch die Medikamente der Konsum von verschiedenen Uppern, Downern, RCs oder allerlei anderer Substanzen verwehrt bleibt, aber gerade Psychedelika sind mir vor allem als entscheidende Einflüsse in meine charakterliche und geistige Entwicklung einfach zu schade, um sie für immer, Bzw. für so lange Zeit hinter mir zu lassen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die häufig auftretende Nebenwirkung der Sexuellen Dysfunktion. Ich bin für diese Nebenwirkung wirklich sehr anfällig. Ich habe bisher außer Cannabis, MDMA (Komischerweise! Allerdings nur in nicht allzu hoher Dosierung) und LSD Bzw. Psylocybin noch nie eine psychotrope Substanz zu mir genommen, die meine Fähigkeit "aufzustehen" Bzw. "Milch zu geben" nicht beeinträchtigt hat.

Deshalb jetzt meine Frage: Gibt es Antidepressiva, die mich auch trotz Konsum von Psychedelika nicht in größere Gefahr (z.B. Serotonin-Syndrom) bringen und gleichzeitig meinen besten Freund funktionsfähig lassen? Ich als Laie würde mal annehmen, dass gerade Neuroleptika und andere serotonerge Medikamente eher ungeeignet wären. Am ehesten würde mich Bupropion ansprechen, da dieses ja meines Wissens in erster Linie noradrenerg und etwas schwächer dopaminerg wirkt, während das Serotonin fast gänzlich unberührt bleibt, und gleichzeitig das Risiko für eine sexuelle Dysfunktion äußerst gering ist. Aber naja, wie gesagt, ich bin Laie und will mir nichts ohne vorherige Information einwerfen.

Von daher vielen Dank im Voraus, und entschuldigt bitte meine ursprüngliche Frage in diesem Thread, ich hab mir das gerade durchgelesen und konnte nur den Kopf schütteln.
Besonders im Bezug auf depressive Schübe frage ich mich im Nachhinein sehr oft, wieso ich eigentlich manchmal so einen Mist von mir gegeben habe.
 

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