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LdT-Forum » Drogen » Sonstige biogene Drogen » Zucker als Droge


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AutorBeitrag
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 12.09.12 00:07
Vor ner Woche war das große Thema im Spiegel der Zucker, der wohl von einigen eigentlich seriösen Wissenschaftlern als Droge bezeichnet wurde... Was haltet ihr davon, was ist eure Definition einer Droge? Also ich persönlich finde ja, das Zucker lebenswichtig ist und deshalb keine Droge sein kann, aber berichtigt mich, wenn ich falsch liege...
 
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 12.09.12 02:31
Davon hab ich auch schon gehört.
Aber definiert man eine Droge nicht damit, dass eine Substanz den Gefühlszustand verändert?
Dies tut Zucker nicht (Falls ich falsch liege, korrigiert mich :-) )
Anders gesehen ist es doch auch bewiesen, dass wenn eine Person mit hohem Zuckerkonsum die Zuckerzufuhr einstellt, diese genannte Person auch Entzugssymptome zeigt (Gereiztheit, schlechte Laune und Stimmungsschwankungen).

Evtl. gibt es hier im Forum ja jemanden, der Ahnung von der Materie hat.
 
Abwesender Träumer



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ICQ
  Geschrieben: 12.09.12 02:49
Von Zucker ist man naturgegeben abhängig,man braucht es zum überleben.
Man kann jedoch so gut wie von allem süchtig werden,auch von Zucker,also sich viel mehr Zucker zuführen als man benötigt.
Wenn man adipöse Menschen fragt gibt es bestimmt einige unter ihnen für die Essen von Süßem wie eine Sucht ist.

Ich würde also sagen,dass Zucker keine Droge ist aber zu einer gemacht werden kann,einer mit ziemlich begrenzten Effekten.
Außerdem wird bei Speisen die uns wirklich gut schmecken auch Dopamin ausgeschüttet,also das was auch viele Upper machen,nur natürlich in viel gerringerem Maß.
Wir sind hier um durch Erfahrungen uns selbst und diese Welt kennen zu lernen.

Die Menschheit hat sich ihre Hölle selbst erschaffen.
Ex-Träumer
  Geschrieben: 12.09.12 11:12
Dem Zucker wird ja meines wissens auch eine (schwach) aufputschende Wirkung nachgesagt, also könnte man Zucker als Upper bezeichnen. Den vermutlich schwächsten Upper unter den Drogen. Und wie mein Vorposter sagte, können auch Entzugserscheinungen auftreten.

Beispiel: Kinder und Süßigkeiten.
 
Traumland-Faktotum



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  Geschrieben: 12.09.12 11:31
Das kommt einfach nur auf die jeweilige Definition des Begriffs "Droge" an. Wenn die genannten Wissenschaftler dort Zucker als Droge bezeichnen, dann werden sie doch sicher auch eine Begründung angegeben haben bzw. den Begriff
in einer entsprechenden Publikation oder Arbeit entsprechend definiert haben.

Das ist also keine Sache des persönlichen Empfindens (lebenswichtig --> also keine Droge) sondern einfach nur eine Sache der Definition.
alles ne Sache der Wahrnehmung
Traumländer

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  Geschrieben: 12.09.12 11:57
Die WHO definiert eine Droge als eine Substanz, die einen lebenden Organismus verändert und kein Lebensmittel ist. Insofern wäre Zucker keine Droge. Aber ist natürlich immer eine Frage der jeweiligen Definition.
"Reality is only a Rorschach ink-blot, you know." - Alan Watts
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 12.09.12 12:14
Wenn ich mich richtig erinnere, waren die Gründe, warum sie zucker als Droge bezeichneten, die hier (vielleicht vergess ich ´n paar Sachen):
1. Wie hier schon genannt, die upperähnliche Wirkung sowie die dopaminausschüttende (weiß gar nicht mehr ob das wirklich in dem Artikel stand ô.o)
2. Für mich am schlagkräftigsten, überzeugt bin ich trotzdem nicht: Der Drang nachzulegen. Zucker einnehmen -> Hoher Blutzuckerspiegel -> Insulinproduktion -> sehr niedriger Blutzuckerspiegel -> Signal vom Gehirn, sich Zucker zu geben.
3. dagegen Gesundheitsschädigende Wirkung. Bei Zucker in hohen Dosen natürlich vorhanden, find ich aber ziemlich dämlich, irgendwas deswegen Droge zu nennen. Nicht alles, was die Gesundheit schädigt, ist eine Droge und nicht jede Droge schädigt die Gesundheit...


Und wie gesagt, mein ganzes Wissen strammt aus dem Artikel der jetzt nicht mehr aktuellen Ausgabe des Spiegels wink
 
Traumländer

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  Geschrieben: 12.09.12 13:01
Zucker ist für mich so ein Zwischending. Für 99% der Leute würde ich sagen, dass es keine Droge ist, man braucht es ja schließlich zum leben und nur weil man dann gerne viel davon isst, ist es doch keine Droge.
Sonst wäre ja jede psychoaktive Substanz (da kann man theoretisch alles mit rein nehmen) in gewisser Weise eine Droge. So nach dem Motto: Aha du isst jeden Frühstück eine Breze! Junkie!
In Ausnahmesituationen könnte man Zucker als Droge bezeichnen, wenn sie dazu missbraucht wird, eigentlich finde ich es aber Schwachsinn, mit der Begründung könnte man alles eine Droge nennen.
Absolut alles hat eine Wirkung: Normales Essen (egal was) macht wenn es schmeckt glücklich, es stärkt,...

--> Zucker ist für mich eigentlich keine Droge
Das Gegenteil von Drogenabhängigkeit ist nicht Drogenabstinenz, sondern Drogenautonomie.
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 12.09.12 13:23
"Zucker braucht man zum überleben" ist wieder so eine Aussage die prinzipiel nicht falsch ist, aber doch viel zu vereinfacht. Zucker ist in diesem Zusammenhang ein Mono oder Disaccharid und ja, auf die könntest du bei deiner Ernährung verzichten, wenn du länger kettige Kohlenhydrate sowie Stärke zu dir nimmst was sowieso viel gesünder ist. Andererseits spielt reine Glucose (sprich das was u.a. als Zucker bezeichnet wird) im Zellstoffwechsel eine wichtige Rolle, sprich es ist tatsächlich essentiel, allerdings nciht als Nahrungsmittel!

Ich empfehle jeden den Artikel zu lesen bevor man sich hier über eine Überschrift ausläßt. Ich habe so das gefühl, dass diese Diskussion in eine Richtung läuft, sodass es am Ende wieder heißt: Die Medien haben keine Ahnung von Drogen, was das genau ist, stellen sie falsch dar und können dieses Wort sowieso nciht richtig benutzen (sowie in diesem Fall?).
 
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 12.09.12 13:59
Meine Oma war Zuckerabhängig. Sie hat früher literweise Zuckerwasser oder Cola pro Tag getrunken, 4 Stück Zucker in den Kaffee gegeben und Kuchen gegessen ohne Ende. Dann ist sie irgendwann an Diabetes erkrankt und auch daran gestorben.
 
Traumland-Faktotum



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  Geschrieben: 12.09.12 15:27
SerotoninSyndrom schrieb:
"Zucker braucht man zum überleben" ist wieder so eine Aussage die prinzipiel nicht falsch ist, aber doch viel zu vereinfacht. Zucker ist in diesem Zusammenhang ein Mono oder Disaccharid und ja, auf die könntest du bei deiner Ernährung verzichten, wenn du länger kettige Kohlenhydrate sowie Stärke zu dir nimmst was sowieso viel gesünder ist. Andererseits spielt reine Glucose (sprich das was u.a. als Zucker bezeichnet wird) im Zellstoffwechsel eine wichtige Rolle, sprich es ist tatsächlich essentiel, allerdings nciht als Nahrungsmittel!


Das ist ein interessanter Punkt @SerotoninSyndrom - natürlich kann man bei ausgewogener Ernährung (die hier ja die meisten haben - gerade Kohlenhydrate sind in unserer Ernährung ohnehin überrepräsentiert, auf direkte Zufuhr von Zucker verzichten.

Allerdings ist das natürlich ähnlich wie beim der körpereigenen "Herstellung" von Serotonin, welches ja aus L-Tryptophan (in Bananen und Schokolade ist da ein hoher Gehalt) zu 5-HTP umgewandelt wird, woraus dann letztlich Serotonin entsteht. Verkürzt man diesen Weg durch die kurzfristige Aufnahme von 5-HTP werden die Serotonin Spreicher bekanntlich schneller aufgefüllt als nur durch Essen von Bananen. Einen direkten psychoaktiven Effekt hat auch die Einnahme von 5-HTP nicht - weshalb ja hier auch die Grenze: Nahrungsergänzungsmittel oder Medikament umstritten ist.

Es kann Situationen geben, wo Zucker klar zum schnell und effektiv wirkenden Medikament wird (da er eben zur Erhöhung des Blutzuckerspiegels nicht erst aus Kohlenhydraten gewonnen werden muß, sondern sehr schnell ins Blut geht). Ich selbst habe das bei meiner ersten Blutplasma-Spende eindruckvoll erleben können. Gegen Ende der Spende (so nach knapp 600ml Plasma die schon weg warern - und ich hatte wohl nicht ausreichend zuvor gegessen), wurde mir schwarz vor Augen und mir wurde schlecht, sofort kamen zwei Schwestern, lagerten meine Beine hoch und holten mir ganz schnell (wer hätte das gedacht - eine Pepsi ((noch zuckriger als Coke)) und nach ein paar Minuten ging es mir auch schon wieder gut.

Oder auch bei Diabetikern, wo ebenfalls die Gabe von z.B. Traubenzucker ein Notfallmedikament ist. Da ist dieser Einsatz ja am bekanntesten.

Bei gefährlich niedrigem Blutzuckerspiegel wirkt (flüssige) Glukose also wahre Wunder.

Trotzdem ist das mit dem Zucker als Droge - so eine Sache. Aber eben wieder (und wie immer bei dem Thema) hauptsächlich eine Definitionssache. Im ICD-10 gibt es jedenfalls keine Zuckerabhängigkeit. Und da ist der Katalog bei allen Substanzen immer mit dem Terminus "Psychische und Verhaltensänderungen" überschrieben.

Alerdings ist die Verhaltensänderung da eben immer schon sich das mißbräuchlich oder andauernd (da gibts ja dann immer die .1 schädlicher Gebrauch .2 Abhängikeit etc.)

Und das bei Zucker schädlicher Gebrauch (massenhaft) in dieser Gesellschaft vorliegt kann keiner leugnen. Nur in "unserem" Sinne "High" wird man davon ja nicht wirklich. Aber das würde ich ja selbst dem Tabak (wo die Diskussion viel leichter ist) absprechen.
Ich blogge zum Thema Drogenpolitik:antonioperi.wordpress.com
Antonio Peri auf Facebook:www.facebook.com/antonio.peri.3956
Antonio Peri auf Twitter:twitter.com/PeriAntonio
Mein Youtube-Kanal: http://www.youtube.com/channel/UC87uh0MjSFR0gEsONgzObRg
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 12.09.12 16:13
Zucker ist definitiv eine Droge, auch wenn dessen Konsum zu keinem starken Rausch führt, er hat einige Auswirkungen auf den Körper, er gibt dir Energie, zwar nur für kurze Zeit, aber dafür ordentlich. Wenn einem vom Kiffen schlecht wird, bzw. schwarz vor Augen, man einen Bad Trip, z.B. von Pilzen hat, hilft es immer, viele süße Sachen/Getränke zu konsumieren. Auch steigert Zucker die Gedächtnisleistung.
Und ich bin zur Zeit wieder süchtig nach Zucker. Ich esse mehrmals am Tag Süße Sachen und trinke dazu auch noch Limonade, Eistee,...
Ich habe mal auf Zucker verzichtet, nur noch Wasser, keine Süßen Sachen mehr. Wenn man die Sucht überwunden hat, wird man merken, dass es einen besser geht, auch wenn es mir jetzt nicht schlecht geht.

Wer will dass die Welt so bleibt wie sie ist, der will nicht dass sie bleibt!
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 12.09.12 16:36
Zitat:
Allerdings ist das natürlich ähnlich wie beim der körpereigenen "Herstellung" von Serotonin, welches ja aus L-Tryptophan (in Bananen und Schokolade ist da ein hoher Gehalt) zu 5-HTP umgewandelt wird, woraus dann letztlich Serotonin entsteht. Verkürzt man diesen Weg durch die kurzfristige Aufnahme von 5-HTP werden die Serotonin Spreicher bekanntlich schneller aufgefüllt als nur durch Essen von Bananen. Einen direkten psychoaktiven Effekt hat auch die Einnahme von 5-HTP nicht - weshalb ja hier auch die Grenze: Nahrungsergänzungsmittel oder Medikament umstritten ist.

Ebenfalls ein sehr guter Einwand, wobei ich sagen muss, dass ich 5HTP eher als Nahrungsergänzungsmittel sehe, da viel davon bereits davor zu Serotonin decarboxyliert wird und gar nicht mehr ins Hirn gelangt. Setzt man dazu Hemmstoffe ein, die das verhindern, hätte es durchaus was von einem Medikament;

Dazu fällt mir auch was interessantes ein, was ich mal gelesen habe. Und zwar geht es um die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn und welche Rolle Zucker dabei spielt. Demnach (Literaturhinweis reich ich nach) konkurieren Aminosäuren im Blut um ein Transportprotein, welches sie über die Bluthirnschranke bringt. Bei hohem Blutzucker steigt entsprechend das Insulin, und sorgt vereinfacht gesagt für ein " Einlagerungssignal". Dabei werden auch Aminosäuren aus dem Blut entfernt, nur Tryptophan ist davon nicht betroffen--> Weniger Konkurenz am Transporter --> mehr Trypophan im Gehirn --> Serotoninproduktion wird begünstigt, was sich wiederum auf die Gemütslage auswirkt.

Wie gesagt, das stand in einem Buch, was bei uns daheim iwo liegt, ich schau mal ob ich es finde.

Edit:
Vello439 schrieb:
Ey Leute, sorry aber Zucker als Rauschmittel *lach* ?!
Ich glaube nicht das du verstanden hast um was es hier grad geht....

 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 12.09.12 17:59
Zitat:
Edit:
Vello439 schrieb:
Ey Leute, sorry aber Zucker als Rauschmittel *lach* ?!
Ich glaube nicht das du verstanden hast um was es hier grad geht....

hattest recht, hab nochmal nachgeguckt und meinen alten Beitrag gelöscht:
Zucker beeinflusst den Körper in der gleichen Weise wie eine Mahlzeit, nur beschleunigt er die körperlichen Reaktionen auf die zugeführte Energie kurzzeitig da er schneller aufgenommen wird.
Wenn man Zucker als Droge ansieht müsste man alle Kohlenhydrate als Droge ansehen.
Der Körper reagiert auf Nahrung mit Dopamin, weil Nahrung eben gut für den Körper ist (bei manchen Leuten vllt nicht aber evolutionär schon).
Insofern kann nach Zucker eine Abhängigkeit entstehen, die jedoch der allgemeinen Abhängikeit nach Nahrung (Fresssucht) entspricht, egal ob man es in Nahrung oder im Getränk zu sich nimmt.
 
Abwesender Träumer

dabei seit 2012
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  Geschrieben: 12.09.12 19:29
hab noch einen interessanten beitrag zur zuckersucht gefunden
http://www.youtube.com/watch?v=M79YQLlpKmc
 

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