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» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer
dabei seit 2013 14 Forenbeiträge
| Geschrieben: 15.07.13 15:10 |
Hi liebe community,
ich bin nächste Woche eingeladen an einem assesment center teilzunehmen.
Ich bin seid etwa einem Monat wegen einer Sozialphobie/Panikstoerung bei einer Verhaltenstherapeutin in Behandlung.
Da der Tag in dem Unternehmen mit den vielen Tests warscheinlich sehr anstrengend für mich und meine kleinen Problemchen sein wird, habe ich mir überlegt eine der folgenden Wirkstoffe morgens vorher zu konsumieren:
a. 5mg ritalin
b. <1g kratom brve (uebelkeit-.-)
c. 0.5mg Lorazepam
d. cannabis oral ?!
die dosierungen sind gezielt sehr niedrig gewaehlt, da ich auch sehr placeboanfaellig bin.
Und es macht mich sehr viel "normaler" wenn ich weiss da "unterstützt" mich etwas.
Was wuerdet ihr mir empfehlen? In den Tests steht auch eine Gruppendiskussion an.
lg |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2007 905 Forenbeiträge
| Geschrieben: 15.07.13 15:42 |
Ich würde zu lora tendieren, wobei rita auch seine Vorzüge hätte. Als ich vor einiger zeit ein Vorstellungsgespräch hatte habe ich mir mit 50mg Trama geholfen, trama pusht mich sehr und die Aufregung war wie weggeblasen. Ich habe mich während des Gesprächs über mich selber gewundert wie locker und frei ich doch gesprochen habe. Es war aber auch sehr locker, ich wurde nicht mit diesen abfuckenden fragen bombardiert, sie wollten mich nur kennen lernen.
Von cannabis, besonders oral, würde ich dir abraten. Das kann schnell nach hinten losgehen.
Ein kleiner tipp, ich sage immer das ich etwas aufgeregt bin, weil mir das Gespräch wichtig ist, ich denke das kommt gut an und sie können sehen das du objektiv damit umgehen kannst.
Hab grad noch gesehen, so ein gruppenVG ist nochmal bisschen anders, da würde ich das lora morgens nehmen und direkt davor ne nase rita ziehen. xD
Um welche Branche handelt es sich wenn man fragen darf?
Viel Erfolg! Der Inhalt dieses Beitrags ist frei erfunden.Die Handlungen und alle handelnden Personen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit mit lebenden und/oder realen Personen sind reiner Zufall. |
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Moderator
dabei seit 2012 2.873 Forenbeiträge
| Geschrieben: 15.07.13 15:48 |
Meiner persönlichen Meinung nach solltest du da eher nüchtern hingehen, aber musst du ja für dich selbst wissen; zumindest hast du nachvollziehbare Gründe.
Von Cannabis würde ich ganz abraten, da Cannabis (zumindest mich) eher unsicherer und paranoider macht, egal in welcher Dosierung oder Applikation.
Ritalin wäre mein Favorit, da hast du dann allerdings das Problem das Stimulantien panisch-manische Symptome (wie deine Panikstörung zB) verstärken können. Wenn du oft auch in der Öffentlichkeit gut mit Ritalin konntest spricht da nichts dagegen, aber du solltest es definitiv vorher ausprobiert haben. Konzentrationssteigerung, Fokussierung und leichte Stimulation sind zumindest ein guter Ansatz, denke ich.
Lorazepam wäre in Hinblick auf deine Ängste wohl das sicherste, aber ich könnte mir nicht vorstellen auf Benzos zu einem Vorstellungsgespräch zu gehen das mir wichtig ist. Ich bin durch Benzos fast immer stark enthemmt, überleg oft nicht bevor ich rede (oft sehr peinlich) oder benehme mich einfach total daneben. Wäre also ein No-Go für mich, aber ich reagiere auch extrem stark und teils paradox auf Benzodiazepine.
Kratom: Nunja, ich hab zwar selbst auch schon häufiger das leicht pushende von Kratom auskosten können wenn ich mit Restrausch im Labor stand, aber ich weiß nicht...mich so das erste mal bei meiner (hoffentlich) zukünftigen Firma vorstellen, keine Ahnung ob ich das könnte. Ich bin dann eher in mich gekehrt, was bei einem Vorstellungsgespräch mit Sicherheit nicht von Vorteil wäre.
Würde allerdings den Vorteil bieten das du eher ruhig und bestimmt rüberkommst, je nach Personalchef kann das richtige Verhalten beim Gespräch wichtiger sein als der Inhalt.
Ich tendiere letzten Endes also zu Lorazepam oder Ritalin, eher zu letzterem.
Letztendlich kann ich dir nur sagen was ich selbst wählen würde, und das wäre nüchtern zu sein. Das ist jetzt kein wirklicher Vergleich weils ungeplant und eigentlich auch ungewollt war, aber ich saß schon recht bekifft in einem Bewerbungsgespräch, und das war echt unangenehm. Ich hab den Job zwar gleich am nächsten Tag bekommen, aber ich selbst bin mir richtig dämlich vorgekommen beim Gespräch. Hat mir wirklich stark verunsichert. Half the fun is learning! |
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Mitglied verstorben
dabei seit 2004 2.296 Forenbeiträge 7 Tripberichte 1 Galerie-Bilder
| Geschrieben: 15.07.13 15:49 |
ich hoffe, du bist sehr erfahren mit den fraglichen substanzen - sonst kann ein derartiger versuch, sich einen pharmakologischen vorteil zu sichern schnell nach hinten losgehen. du kennst doch z.b. das vorstellungsgespräch bei trainspotting? die sache ist nur, der typ wollte gar nicht genommen werden... Ein Lied über St. Albert (Neudichtung von "Miss American Pie" von Don McLean): http://www.land-der-traeume.de/forum.php?t=33163
Wissenschaftlicher Artikel: Methoxetamin als Antidepressivum: http://www.land-der-traeume.de/forum.php?t=32810 |
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» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer
dabei seit 2013 14 Forenbeiträge
| Geschrieben: 15.07.13 16:35 |
Also ich habe Erfahrung mit allen genannten Stoffen bis auf dem Benzo - das hat mir mein psychiater als notfallmedikament mitgegeben. Ergänzend ist noch zu sagen, dass ich gerade dabei bin zwecks Stimmungsstabilisation Citalopram 20 einzuschleichen ( morgens 1/2).
Cannabis macht mich auch periodisch paranoid aber im Moment entspannt es mich sehr und es ist das am meisten genutzte.(tgl. etwa 5 bongs)
Stimulanzien oder Opioide nutze ich nur sehr selten, besonders Kratom hat mir nachhaltig geholfen mich sozial-kompetenter zu machen.
Ich bin am überlegen doch nuechtern zu gehen und einen Abend vorher 1mg lorazepam für einen guten schlaf zu nehmen, und damit cannabis wegzulassen und dann evtl morgens 5mg mph, was meiner Meinung nach sehr wenig ist.
Über die Stelle in Trainspotting habe ich auchschon nachgedacht und geschmunzelt, aber ich bin absoluter fan von lowdosages.
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 15.07.13 16:43 |
Nüchtern, keine Frage ! |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2007 855 Forenbeiträge 1 Galerie-Bilder
| Geschrieben: 15.07.13 21:56 |
Kann man schwer beantworten, das ist völlig individuell, du hast mit den Sachen ja bereits Erfahrung und kannst es daher selber besser beantworten als jeder andere hier. Wenn du die Loras noch nie genommen hast, dann birgt es natürlich ein gewisses Risiko, du weißt nicht wie 0,5mg auf dich wirken. Wenn du meinst dass zb. mph das richtige dafür ist, dann nimm mph. Und wenn du sowieso sehr placebo-anfällig bist, dann nimm den Stoff deiner Wahl halt so lowdose wie möglich.
Wie gesagt, da gibt es keine "Substanz X ist dafür genau das richtige" - Antwort.
Es gibt nur einige Sachen die dafür unter Umständen geeignet sind, welche das für DICH ist mußt du selber beurteilen. Erst wenn wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit alles zu tun... |
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Abwesende Träumerin
dabei seit 2012 505 Forenbeiträge
| Geschrieben: 16.07.13 01:46 |
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ungelesene Bettlektüre schrieb:
ich hoffe, du bist sehr erfahren mit den fraglichen substanzen - sonst kann ein derartiger versuch, sich einen pharmakologischen vorteil zu sichern schnell nach hinten losgehen. du kennst doch z.b. das vorstellungsgespräch bei trainspotting? die sache ist nur, der typ wollte gar nicht genommen werden...
Genau daran musste ich bei diesem Titel auch als Erstes denken! 
Gut, ich verurteile das nicht, ich hasse solche Situationen mit Machtgefälle, in denen ich zudem noch beurteilt werde, das ist sehr schwierig für mich und ich bin da auch total schüchtern bzw. hab das Gefühl, mich gerade zum Volldeppen zu machen und nur dummes Zeug zu reden, daher kann ich den TE mit seinem Wunsch nach einem "kleinen Helfer" sehr gut verstehen.
Falls Erfahrungen mit der Substanz vorliegen - wobei ich doch eher bezweifle, dass 0,5mg Lorazepam allzu schlimm nach hinten losgehen könnten - würde ich, auch aus eigener Erfahrung (jetzt nicht speziell mit Vorstellungsgesprächen, aber bei dem letzten, das ich hatte, wäre es definitiv hilfreich gewesen!!!) zum Lorazepam raten. Es ist überaus unauffällig, macht nicht müde wie viele andere Benzos, man ist klar im Kopf und diese Dosis enthemmt einen nicht zu sehr - kurz, falls sie schon wirkt, ist es genau das Richtige aus meiner Sicht. Das bewirkt, dass man nur eben gerade richtig ruhig und entspannt genug für die Situation wird und das durchsteht.
Pharmer, die Dosis macht ja bekanntlich das Gift - und die Wirkung. Du hast vermutlich nicht so gering dosiert gehabt, wo du irgendeinen Müll drauflos geredet hast, kann das sein?
Ich finde, bei einer Sozialphobie bzw. Angststörung ist das schon soweit gerechtfertigt, da es ja keine alltägliche und für einen Betroffenen keineswegs leichte Situation ist. Obwohl diese Diagnose derzeit in Mode gekommen zu sein scheint und allzu leicht gestellt wird, sollte man sich in solchen wichtigen, besonderen Dingen im Zweifelsfall doch lieber absichern, wenn man schon weiß, dass einem die Situation zu schaffen machen wird. Natürlich ist es auch Kopfsache, wie du, lieber Fabian, selbst auch angedeutet hast, die Angst selbst ebenfalls.
Doch mit oder ohne Sozialphobie, es ist immer leichter zu sagen: "geh nüchtern hin!", als ein Vorstellungsgespräch, wenn man vor solchen Situationen Angst hat (und ich denke nicht, dass ich eine Sozialphobie habe, aber die habe ich auch!) ohne Pharma-Krücke zu meistern. Daher verständlich. Wenn du den Job (hoffentlich) kriegst, ist es ja eine einmalige Sache. Selbst falls nicht, immer noch eine Seltene.
Da drücke ich dir übrigens ganz fest die Daumen!!!
Denk auch daran, das allerschlimmste, was dir da passieren kann, ist, dass du den Job nicht bekommst! Schlimmer kann es nicht kommen - was nicht anders ist, als deine jetzige Situation, denn jetzt hast du den Job ja auch noch nicht - und das ist noch lange kein Weltuntergang. Es gibt außerdem noch andere Jobs. Klar solltest du dich mehr darauf einstellen, dass du ihn kriegst, denn Selbstsicherheit hilft da enorm (ja, ich weiß, leichter gesagt, als getan mit deinen Problemen, aber das Schöne ist, die darf auch gespielt sein, Hauptsache überzeugend gespielt!). Doch du solltest auch im Kopf behalten, dass dir keine Katastrophe passiert, selbst im worst case Szenario, falls du es nicht schaffst. Mir hat dieser Gedanke schon einige Male geholfen, ruhiger zu bleiben. 
Vom Kiffen würde ich wie meine Vorschreiber strikt abraten, da schließe ich mich Pharmer und Buba an, das wäre höchstwahrscheinlich gar keine gute Idee. Unvorstellbar im Bewerbungsgespräch, aus den von Pharmer bereits genannten Gründen kann man nur sagen: unbedingt lassen!
Wie ich sehe, hat Buba schon geschrieben, was ich am ehesten "empfehlen" würde, Lorazepam+Ritalin.
Der andere Tipp, offen mit der Aufregung umzugehen und das zu sagen, den finde ich auch super! Das habe ich in einer mündlichen Prüfung auch mal so gemacht und es hat gleich die Situation etwas aufgelockert. Außerdem lässt es einen ganz menschlich, sympathisch, andererseits jedoch auch souverän wirken - genau richtig.
Lese gerade, dass du noch keine Erfahrungen mit Lorazepam hast. Dann teste doch die entsprechende Dosis vorher einfach mal, genug Zeit ist ja noch, am besten vielleicht direkt in Kombination mit Mph.
Dann greife dir einen Freund und probe das VG. Erstens hilft es dir, dich im echten Gespräch etwas sicherer zu fühlen (abgesehen von und zusätzlich zu der pharmazeutischen Unterstützung), weil du es schon "geübt" hast und zweitens bekommst du ein Feedback, wie du einerseits in der Bewerbungssituation und andererseits speziell unter den bewussten Substanzen auftrittst und nach außen wirkst. Das sollte natürlich eine Person sein, die es dir auch ganz ehrlich sagen wird und konstruktive Kritik anbringen kann, ohne dich weiter zu verunsichern. Sowie logischerweise jemand, der schonmal selbst in einem VG war. Idealerweise auch so einem GruppenVG, dir also erzählen und weitere Ratschläge geben kann. So erfährst du im Voraus, was auf dich zukommt und woran du noch feilen solltest. Selbstverständlich kann man diese Übung auch etliche Male wiederholen, bis du dich sicher genug fühlst, vielleicht sogar sicher genug, um ohne irgendwelche Substanzen hinzugehen! Dies wäre mMn das beste Vorgehen!
Denn auf eine Situation vorbereitet sein, wissen, was auf einen zukommt und dass man das geübt hat; dass man Schwierigkeiten, die man dabei hatte, frühzeitig erkannt, daran gearbeitet und sie durch die Übung überwunden hat - das kann Wunder wirken!!! Meiner Erfahrung nach hilft proben mehr als jeder Tranquilizer, das ist mit das beste Beruhigungsmittel! Welches du im Zweifelsfall immer noch nehmen kannst. Mir hat das Proben stets unheimlich geholfen - und wie gesagt, auch wenn ich nicht glaube, dass ich an einer Sozialphobie leide, vor Prüfungs-/Bewerbungs-/u.ä. Situationen, allgemein Situationen mit Machtgefälle oder Abhängigkeit, wo man zudem auch noch bewertet wird, werde ich überaus nervös und fürchte mich vermutlich nicht weniger davor, als du. Also versuch es doch einfach mal, Fabian.
Außerdem teste, wie die nun schon zweifach "empfohlene" Kombi bzw. das Lorazepam auf dich wirkt, sofern du das nehmen willst. Falls du dich nach den Übungen trotzdem noch nicht sicher genug fühlst, hast du diese Option immer noch (ist es nicht beruhigend zu wissen, dass man verschiedene Handlungsmöglichkeiten hat, etwas gegen sein Problem tun kann?); dann kennst du zumindest die Wirkung und lässt dich nicht mitten in einem VG auf Experimente mit Substanzen ein, die du nicht kennst, von Kombinationen noch ganz zu schweigen.
Davon wäre nämlich in der Tat unbedingt abzuraten! Wer die kleinen Helfer nutzen möchte, der sollte dies nur tun, wenn er weiß, was er da tut. Das ist das Wichtigste dabei.
"Empfohlen" schreibe ich deshalb in Anführungsstrichen, weil derartige Empfehlungen stets nur beschränkt gelten können. Eine Beschränkung ist, dass Substanzen im Allgemeinen die Eigenschaft haben, auf jeden Menschen anders zu wirken und da individuell mitunter sogar recht große Unterschiede auftreten. Den einen beruhigen Benzos und helfen eine nervenaufreibende Situation zu meistern, wie sie es sollen, einen Pharmer dagegen lassen sie z.B. sich öfters blamieren durch blödes Gerede oder unpassendes Benehmen. Daher der Rat, vorher unbedingt die Wirkung zu testen. Bei Kombis gilt das selbstverständlich erst recht.
Die andere Einschränkung ist die Verantwortung, falls etwas schiefgeht, die man mit so einem Rat natürlich ungern übernehmen möchte. Dir ist hoffentlich klar, dass wir alle hier nur versuchen, die Substanz, die mit am wenigsten Risiko in sich birgt, dass es nach hinten losgeht, für dich auszumachen, dass es letztendlich aber immer nur deine Entscheidung ist und nur du wirklich einschätzen kannst, wieweit du das brauchst, was du dir zumuten kannst (an Stress, wie an Mitteln dagegen) und wie du, gerade auch aus deinen bisherigen Erfahrungen mit Drogen, die Folgen für dich abschätzt usw. Alle, die sich hier äußern, haben dabei vermutlich ebenfalls, wie auch ich gerade, im Hinterkopf, dass wir dir ungern etwas Falsches raten würden, was dann zu einem negativen Ausgang des Gesprächs führen könnte und dir die Chance auf den Job vermasselt.
Keiner kann hier deswegen für dich entscheiden und keiner von uns kann dir daher die Verantwortung für deine Entscheidung und die möglichen Konsequenzen, die sich daraus ergeben, abnehmen. Der größte Einflussfaktor für den Verlauf eines VG ist immer noch der Faktor Mensch, also du selbst, nicht irgendwelche Substanzen. Persönlich tendiere ich daher am meisten dazu, dir das sichere, nebenwirkungsfreie und erfahrungsgemäß wirksame Proben zuoberst zu raten, sowie allgemein das Üben für soziale Situationen.
Allgemeine Tipps: Ich selbst war früher sehr und bin heute noch manchmal ziemlich schüchtern (woran ich noch weiterhin arbeite, aber es hat sich bereits extrem gebessert!); mir hat es, ganz allgemein, sehr geholfen, z.B. vor dem Spiegel das Reden zu üben, meine Mimik und Gestik dabei zu beobachten (so weiß man, wie man von der Seite aussieht und hat immer seltener das irrationale Gefühl, sich etwa in einer völlig normalen Gesprächssituation gerade voll zum Affen zu machen), ggf. zu ändern, wenn es mir nicht gefiel und durch die vielen Selbstgespräche meine Art zu sprechen in ihren mannigfaltigen Aspekten auf eine mir gefälligere Weise anzupassen und meinen Vorstellungen anzunähern. Hilfreich war auch, sich von souverän und selbstsicher wirkenden Leuten das ein oder andere abzuschauen, was mir an ihnen gefallen hat und ins eigene Verhalten einzubauen. Beobachte solche Menschen, schaue, wie sie sich in Situationen verhalten, wo du ins Schwimmen gerätst und übe ihre Verhaltensweisen bzw. Teile davon. Schauspielunterricht ist auch super!
Gesangsunterricht hat mir geholfen, ein besseres Gefühl für meine Stimme zu bekommen und diese besser zu steuern. Besonders gut ist dafür auch, Kindern vorzulesen und Geschichten und Märchen zu erzählen und dabei die ganze Stimme ungehemmt einzusetzen. Zu quietschen und quäken, mit hohem Mädchenstimmchen zu zwitschern, mit der Hexe zu krächzen, als Bösewicht wie ein Irrer zu lachen oder mit tiefer, teuflischer Stimme mit seinen wahnsinnigen Welteroberungsplänen zu prahlen, wie der Zwerg zu kichern, Tiergeräusche zu machen usw. Kinder lieben das! Die werden dich deswegen bestimmt nicht komisch angucken, sondern dich vergöttern, weil du so toll, mit Inbrunst, Begeisterung und Betonung erzählst und vorliest und sie so schön amüsierst - vor den Kleinen ist es ja nicht peinlich, also wenn du selber keine hast, schnapp dir das Kind von Freunden und versuch's, die werden es dir vermutlich auch danken - und nachdem du das einige Male gemacht hast, verlieren banale soziale Situationen erheblich an Hemmnis-erzeugendem Einfluss, glaub mir! Einer der besten Tipps, die ich je bekommen habe!
Probiere das einfach mal aus, anfangs wirst du dir bei so einigem davon sicher blöd vorkommen, das hat eine Sozialphobie so an sich (davon ab würden viele Menschen, auch ohne sie, sich nicht unbedingt auf Anhieb trauen, alles davon gleich zu machen, z.B. das mit dem Stimme verstellen), aber mit der Zeit fühlst du dich freier und ungehemmter. Klasse sind auch Übungen zum Abbau von unnötiger Scham, die ich noch irgendwo hatte und dir, wenn du möchtest, gerne mal raussuche.
Schrecklich peinlich zu Beginn, so richtig fies, wie es nur sein kann, aber der Mensch gewöhnt sich an (fast) alles! Getestet - wirksam! Prima Sache, hat mir ebenfalls super geholfen! Kannst dir echt nicht vorstellen, wie verstockt und gehemmt ich früher war. Ich war durch jahrelange, fortgesetzte, heftige Quälereien so niedergedrückt und eingeschüchtert worden, dass ich mich nicht einmal mehr traute, laut zu sprechen und alle 3,4 mal nachfragen mussten, was ich soeben gesagt hatte. Heutzutage kann ich immer noch nicht aufhören, mich ein bisschen zu wundern, wenn mir wieder mal jemand sagt, wie stark, souverän, ruhig, selbstsicher, sympathisch usw. ich doch wirke. Immer noch nicht durchweg bei allen Leuten, aber sehr viel mehr als anders, was in der Tat beweist, dass diese ganzen Tricks und Kniffe funktionieren.
Wenn es einem deutlich an Selbstsicherheit mangelt, so liegt das i.d.R. entweder an Erziehungsfehlern oder an Mobbing (bei mir war es beides, wie gesagt), dann ist es aber reine Übungssache, sich das (wieder) anzueignen!
Lg, alles Gute und viel Erfolg!
Mio Welche andere Wissenschaft darf sich solche Leichtfertigkeit erlauben? Wenn eine Brücke einstürzt, werden die Verantwortlichen haftbar gemacht. Die Psychiatrie aber durfte ungestraft an einem dogmatisierten Irrtum festhalten, der viele Leben zerstörte. |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2009 972 Forenbeiträge 2 Tripberichte
| Geschrieben: 16.07.13 01:55 |
Ich stimme mal fürs Kratom ab.
Also ich würde mir zuvor 5-10 Gramm Kratom und 1, 2 Bierchen gönnen :D Und dann noch einige Kaugummis, damit man hoffentlich nichts vom Bier oder gar vom Kratom riecht xDDD
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Abwesende Träumerin
dabei seit 2012 505 Forenbeiträge
| Geschrieben: 16.07.13 02:18 |
Naja, Kratom riecht ja bloß so ein bisschen nach Kräutertee; falls die überhaupt wissen, was das ist (unwahrscheinlich, nichtmal z.B. meine Substiärztin wusste das), wäre das jetzt nicht soo dramatisch. Aber Bier... Kommt man doch wie'n notorischer Alki rüber und es ist ein relativ hartnäckiger Geruch, der bei vielen durch die Kohlensäure auch immer wieder gern aufsteigt (also ich hab ja offenbar einen besonders empfindlichen Geruchssinn, ich rieche das meistens sehr stark, wenn jemand in meiner Nähe Bier getrunken hat - und genau das kann man halt nie wissen, ob man nicht auf so eine Nase wie mich trifft) kurzum: nicht gut! Würde ich lieber lassen!
Lg, Mio Welche andere Wissenschaft darf sich solche Leichtfertigkeit erlauben? Wenn eine Brücke einstürzt, werden die Verantwortlichen haftbar gemacht. Die Psychiatrie aber durfte ungestraft an einem dogmatisierten Irrtum festhalten, der viele Leben zerstörte. |
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Moderator
dabei seit 2012 2.873 Forenbeiträge
| Geschrieben: 16.07.13 18:19 |
Deine Romane immer Mio^^ Aber dem kann man eigentlich nichtmehr viel hinzufügen; niemand kann dir diese Entscheidung abnehmen.
Türlich ists simpel zu sagen "geh nüchtern hin! wird schon passen" wenn man selbst nicht unter einer Sozialphobie leidet, aber dennoch finde ich ists eine nennenswerte Alternative. Personalchefs sind schließlich auch keine Monster, und haben bei Bewerbungen schon viele nervöse Reaktionen erlebt. Ein Hinweis auf die eigene Nervosität ist da eigentlich kaum nötig, wirkt aber höflicher und vor allem kontrollierter.
Ich an deiner Stelle, wenn ich schon zu einer Substanz greifen würde, würde die wählen mit der ich am meisten Erfahrung habe/mich am sichersten fühle. Im Endeffekt gehts ja nicht darum besser rüberzukommen, sondern nur die eigenen Ängste zu unterdrücken. Wenn ich so darüber nachdenke, erscheint mir Kratom eigentlich garnicht so abwegig wie ich anfangs dachte.
Btw, @Mio: Nein, tatsächlich reagier ich auch so auf Benzos wenn ich niedrig bzw normal dosiere. Die ganz großen "Totalschäden" sind jeweils auf 2mg Lorazepam und 1mg Alprazolam passiert - was imo durchaus normale Dosen sind. Ich bin anscheinend einer der Ausnahmepatienten, die auf Benzodiazepine ungewöhnlich, d.h. mit Enthemmung und teils sogar Aggressionen reagieren. Half the fun is learning! |
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» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer
dabei seit 2013 14 Forenbeiträge
| Geschrieben: 17.07.13 13:23 |
Oh man,
alsoo hab gestern gegen ca 8 Uhr 1mg tavor getestet und zum schlafen gegen 12 Uhr noch einen Pfeifenkopf geraucht.
Heute morgen um 6 Uhr guck ich auf mein Handy und FUCK was seh ich "3 Wecker sind nach 10 Minuten verstummt".
Ich haette 200 km Wegstrecke zurücklegen müssen und sollte um halb 8 da sein, ausserdem haette ich noch duschen muessen etc.
Also habe ich der netten Personalabteilungs-Sachbearbeiterin eine kleine Mail geschrieben, dass ich aus privaten Gründen leider nicht kommen kann.
Daraufhin hat die nette Frau mich gleich für 2014 wieder eingeladen.
Trotzdem war meine Laune heute morgen erstmal im Keller, aber ich bin selbst Schuld.
Hab am Abend vorher auch noch bestimmt 4 Seiten vollgeschrieben unter anderem eine mindmap zu der Firma sowie Antworten auf beliebte Fragen (Stärken/Schwächen).
Die Vorbereitung gab mir regelrechte Euphorie und Lust in das Gespräch zu gehen.
Umso ernüchternder meine Reaktion heute morgen -.- .
Jetzt sieht es so aus, dass ich ein Jahrespraktikum im Krankenhaus machen will um meinen NC (2,0) zu pushen und daraufhin ein Pharmaziestudium zu beginnen.
Das nächste Vorstellungsgespräch, Krankenhaus Praktikum (bezahlt) hab ich am 22. aber zum Glück um 15:15 Uhr ;)
p.s. ich bin ein Penner |
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Moderator
dabei seit 2012 2.873 Forenbeiträge
| Geschrieben: 17.07.13 15:35 |
Sorry bro, aber beim lesen grad hab ich mich echt weggeworfen vor lachen 
Naja was solls, ist halt dumm gelaufen und das nächste mal bist du schlauer. Siehs positiv: Wenn du die Wecker verpennt hast hat das Lorazepam wohl noch gut gewirkt, und wenn du in diesem Zustand zum Bewerbungsgespräch gegangen wärst - das hätte gut in die Hose gehen können.
Haks als Lehre fürs Leben ab, und ärger dich nicht weiter drüber! Hast ja immerhin gleich einen neuen Termin bekommen.
Noch so als kleiner Tipp: Bei solchen Dingen wie dem Absagen eines Bewerbungsgespräches sollte man sich immer persönlich melden, sprich per Telefon. Kommt einfach höflicher rüber ;)
Bei dem Pharmaziestudium wünsch ich dir viel Glück - ist auch mein Ziel.
Half the fun is learning! |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2008 1.954 Forenbeiträge
| Geschrieben: 17.07.13 15:59 |
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Anonymus schrieb:
Ich stimme mal fürs Kratom ab.
Also ich würde mir zuvor 5-10 Gramm Kratom und 1, 2 Bierchen gönnen :D Und dann noch einige Kaugummis, damit man hoffentlich nichts vom Bier oder gar vom Kratom riecht xDDD
Anstatt alkohol wäre GHB ne option, das kann man aber nicht langzeit nehmen gegen stress oer so, aber für eine bestimmte Situation fände ich es echt gut.
Vor allem ist man nach 2-3h wieder rauschfrei, also da würde sich sehr punktuell einsetzen lassen. |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2012 244 Forenbeiträge
| Geschrieben: 17.07.13 16:39 |
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f1a2b3i4a5n6 schrieb:
Oh man,
alsoo hab gestern gegen ca 8 Uhr 1mg tavor getestet und zum schlafen gegen 12 Uhr noch einen Pfeifenkopf geraucht.
Heute morgen um 6 Uhr guck ich auf mein Handy und FUCK was seh ich "3 Wecker sind nach 10 Minuten verstummt".
Ich haette 200 km Wegstrecke zurücklegen müssen und sollte um halb 8 da sein, ausserdem haette ich noch duschen muessen etc.
Also habe ich der netten Personalabteilungs-Sachbearbeiterin eine kleine Mail geschrieben, dass ich aus privaten Gründen leider nicht kommen kann.
Daraufhin hat die nette Frau mich gleich für 2014 wieder eingeladen.
Trotzdem war meine Laune heute morgen erstmal im Keller, aber ich bin selbst Schuld.
Hab am Abend vorher auch noch bestimmt 4 Seiten vollgeschrieben unter anderem eine mindmap zu der Firma sowie Antworten auf beliebte Fragen (Stärken/Schwächen).
Die Vorbereitung gab mir regelrechte Euphorie und Lust in das Gespräch zu gehen.
Umso ernüchternder meine Reaktion heute morgen -.- .
Jetzt sieht es so aus, dass ich ein Jahrespraktikum im Krankenhaus machen will um meinen NC (2,0) zu pushen und daraufhin ein Pharmaziestudium zu beginnen.
Das nächste Vorstellungsgespräch, Krankenhaus Praktikum (bezahlt) hab ich am 22. aber zum Glück um 15:15 Uhr ;)
p.s. ich bin ein Penner
Ist mir auch passiert bzw so was in die Richtung, jedoch nicht mehr seit zwei Jahren nach dem ich mir so eine App geholt hab welche durch kingelt.
Kann ich dir nur empfehlen. what da f*cks with ya guys, HAVEN'T YOU HEARD BIG THINGS COME IN SMALL PACKAGES?! |
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