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LdT-Forum » Drogen » Sonstige biogene Drogen » Mohnkapseltee (So mache ich meinen Tee)


Seite (Beiträge 1 bis 15 von 30) »

AutorBeitrag
Ex-Träumer
  Geschrieben: 27.09.13 09:59
zuletzt geändert: 07.10.13 10:53 durch ehemaliges Mitglied (insgesamt 2 mal geändert)
Mohnkapseltee
Angesichts dessen, daß immer wieder Fragen zum Thema auftauchen, werde ich versuchen, die wesentlichen Punkte hier kurz und möglichst prägnant zusammenzufassen.

Anbau: Das Kraut wächst zwischen Polen und Ostasien (Amerika), also fast überall. Und wenn's um "guten" Mohn geht, handelt es sich um Varietäten des Papaver Somniferum (vulgo Schlafmohn).
Es ist kein Problem, gute Samen zu bekommen, obwohl ich immer wieder auf die neuen Sorten wie MorphEx (der Name ist Programm, so gut wie kein Morphium enthalten) hinweisen muß. Es ist wahrlich frustrierend, sich einen Tee zu kochen und man trinkt das nicht wirklich gut schmeckende Gesöff ohne etwas davon zu spüren.
Also Anbau funktioniert. Eher trockenes, lockeres Erdreich ist gefragt. Man mischt die Samen vor dem Aussähen mit Sand oder besser mit Grieß (Weizengrieß, Maisgrieß). Das hat den Zweck, daß die Samen nicht zu eng aneinander zu liegen kommen. Ich hatte einmal viel zu eng ausgestreut, die Folge war, daß die Pflanzen einander behinderten und die Ausbeute zu gut der Hälfte aus Kümmerlingen bestand. Letztere kann man durchaus verwenden, aber es ist halt weniger Material, wenn eine Kapsel nur 1 cm satt 5 cm groß ist.

Ernte: Der Entezeitpunkt ist variabel, man sollte den Kapseln aber Gelegenheit geben, zu wachsen. Man merkt schnell, wenn sie nicht mehr wachsen. Jedenfalls sollte man ernten, bevor die Pflanzen beginnen, zu vertrocknen. Grün also. Wenn man die Kapseln abschneidet, sieht man, daß aus der Schnittfläche (an der verbliebenen Pflanze) Milchsaft austritt. Darum sollte man am Folgetag nochmals die Runde machen und etwa 1-2 cm des Stängels mit dem Tropfen darauf abschneiden. Feinstes Rohopium ... Bis zu sieben Male habe ich diesen Vorgang wiederholt und so nur aus den Stängelabschnitten alleine etliches geerntet. Tee gemacht nur aus solchen Stängelstückchen ist für mich immer ein Hihglight nach der Ernte.

Material: Die Kapseln kann man frisch geerntet verwenden oder sie aber trocknen und später verwenden.
Tee aus frischen Kapseln ist milchig und schmeckt ganz anders als solcher aus getrockneten Kapseln.
Ich entferne die Samen aus trockenen Kapseln immer - schließlich ist jedes Samenkorn potentiell eine Pflanze im kommenden Jahr.
Die Stängel und sogar die Knoten unter der Kapsel werden (zu) oft stiefmütterlich behandelt. Wenn ein Stängel im Laufe des Wachstums geknickt wurde, sammelt sich um die innere "Wunde" der Saft (Milch) und wird zu feinstem Rohopium. Wer schon einmal Stängel aufgeschnitten hat, kennt das. Die Knoten unter den Kapseln sind ebenso feinstes Rohmaterial, man sollte sie auch nicht verschmähen. Ich nehme eine Kombizange und zerquetsche die Knoten bevor ich sie in der Kaffeemühle (siehe unten) bearbeite. Diese Knubbel verhängen sich nämlich gerne an den Messern der Kaffeereibe und werden so nicht gerieben.

Teezubereitung: Dazu benötigt man das Pflanzenmaterial, etwas Zitronen- oder Ascorbinsäure (Vitamin C), einen Topf (ein Dampfkochtopf ist auch gut), ein Sieb und ein sauberes Stück Tuch zum Absieben.
Die Kapseln zuerst zu zerbrechen und dann in einer elektrischen Kaffeemühle (Mixer tut's auch) zu reiben, das muß nicht sein, lohnt sich aber.
Das Pulver kommt mit der Säure ins Wasser und das Ganze auf den Herd. Ich koche das dann etwa 1/2 Stunde lang, bevor ich durch Sieb und Tuch darin absiebe. Übrigens - ich KOCHE ...
Mehrmals habe ich schon gehört und gelesen, daß man das Ganze nicht über etwa 80°C erhitzen soll, weil sonst das Morphin abbaut. Das ist eine Mär ! Es wird etwas verändert durch die Hitze, das stimmt schon, aber das hat keinerlei Effekt auf die Potenz, das Morphin leidet nicht darunter !
Opium wird gekocht, wenn man M oder H produziert, sogar in Afghanistan werden Kapseln ausGEKOCHT, nachdem mehrmals geritzt und das Rohopium abgekratzt wurde. Die Kabay-Methode zur direkten Herstellung von Morphin aus Mohnstroh beginnt auch mit dem KOCHEN des Mohnstrohs ...
Nach dem Abseihen kommt das Pflanzenmaterial nochmals in den Topf, Wasser dazu und das Ganze wird nochmals 1/2 Stunde gekocht und danach abgeseiht. Das Ergebnis ist deutlich schwächer als das erste, trotzdem lohnt es sich, zweimal auszukochen !

Lagerung: Den Tee kann man gleichsam unbegrenzt aufbewahren. Am besten man gibt ihn noch einigermaßen heiß in ein Glas oder eine Falsche, verschließt diese gut und lagert das Ganze dann. Auch kann man den Tee reduzieren(siehe nächster Punkt) bis nur mehr das feste Opium übrig bleibt. Das hält ewig und einen Tag, verliert nichts an Potenz.
In Mazedonien vergräbt man das Opium und läßt es bis zu 20 Jahre ruhen. Leute, das ist ein Zeug, Mann oh Mann, das ist wirklich vom Feinsten ! Es sieht kristallin aus, man hat einen beinharten, glitzernden Brocken vor sich, der's wirklich in sich hat !

Mögliche weitere Verarbeitung: Man kann den Tee reduzieren, also einkochen. Zuerst ganz normal am Herd, wenn das Ganze dickflüssig wird, lohnt es sich, den Topf in ein wasserbad zu stellen um weitere Flüssigkeit verdampfen zu lassen. Man spart sich so, ständig am Herd stehen zu müssen um aufzupassen, daß die Herrlichkeit nicht verkohlt. Das (feste) Ergebnis ist Rohopium minderer Qualität (weil viel Pflanzenschwebstoffe enthalten sind). Das zäh-klebrige Ergebnis kann man auf Backpapier gut weiter trocknen lassen. Backpapier deshalb, weil das Opium nicht daran haftet.
Man kann es reinigen, so daß man im Endeffekt Rohopium feinster, sauberer Qualität (Morphingehalt entsprechend der Potenz des Ausgangsmaterials) hat. Wirklich nötig ist das nicht, es sei denn, man will es rauchen oder iv konsumieren (vor iv Konsum würde ich aber in mehreren Schritten sehr gut reinigen - besser ist, man läßt die Finger davon, es ist nicht ungefährlich).

Bedenke: Was heraus kommt, ist Rohopium. Und mit dem Stoff ist nicht zu spaßen. Spielzeug ist es keines, man sollte besonders dann vorsichtig sein, wenn man Opiate gar nicht kennt. Viele haben sich schon verschätzt, weil sie meinten, was bei uns wächst, muß niedrigpotent sein. Das ist ein gewaltiger Irrtum, der schon Leben gekostet hat. Durchschnittliches europäisches Opium ist in der Regel ALLEMAL ebenso gut wie das aus Afghanistan, Indien oder noch weiter östlich.

So, jetzt hoffe ich, nicht allzuviel vergessen zu haben. Wenn ja, bitte entsprechend nachfragen und ich werde das Ganze ergänzen.

Ergänzung 1: Alternative zum Tee - warum habe ich früher nicht daran gedacht ? Vermutlich, weil ich zuletzt immer Tee trank. Heute war ich zu faul, mir welchen zu brauen, da bin ich auf eine alte naheliegende Variante zurückgekommen: einfach die gemahlenen Kapseln so zu nehmen. Also einen Löffel des Pulvers einfach mit etwas Wasser 'runterspülen. Viele, besonders Langzeitkonsumenten, wählen diese Methode in der einen oder anderen Variante. Manche rühren's in Joghurd oder ins Müsli.
Das ist natürlich die sparsamste aller Varianten, man bekommt alles in den Körper. Schmeckt nicht wirklich gut, aber man gewöhnt sich sehr schnell d'ran, beim zweiten Löffel heute war's schon nicht mehr so schlimm ;-)

Ergänzung 2: Weil der Thread so gut angenommen wird, gibt's noch etwas (Praxis)Geschichte des Mohns im Abendland aus eigener Recherche:
Daß er seit Jahrtausenden angebaut wird, ist ja bekannt. Es gab in D einmal ein Projekt, da hat man zwei Familien in einen Pfahldorf-Nachbau geschickt, um das Leben dort nachzuvollziehen. Dazu mußte man Mohn anbauen, denn das war in der Zeit vor einigen tausend Jahren üblich. Weil es sich um ein wissenschaftliches Experiment handelte, wurde den Herrschaften eine Sondergenehmigung erteilt, sie hatten ein richtig schönes Feld dort stehen. Komme mir keiner mit der Meldung, daß die (unsere Vorfahren) bloß die Samen zum Kochen verwendet haben ...
Seither hat der Mohn unsere Vorfahren immer begleitet, es gab verschiedene Zubereitungen wie Theriak oder Laudanum. Interessanterweise war die Schmerzbehandlung mittels Opium in unseren Breiten trotz Verfügbarkeit eher selten.
In der Volksmedizin allerdings findet Opium bis in unsere Tage Verwendung. ZB als Schlaftee. Als ich einmal vor vielen Jahren auf einem Markt war, um mir Kapseln zu kaufen (ja das war so, auf jedem Bauernmarkt gab es eine Menge bester Mohnkapseln), stand dort eine alte Frau (so ein richtiges Mutterl, uralt, zerfurcht, gebückter Gang) und bestellte eine Anzahl Kapseln. Dann sagte sie: Schneiden Sie mir bitte die Stängel ab, ich koche mir aus den Kapseln einen Schlaftee.
Auch gegen Durchfall und gegen Husten *) wurde Tee verwendet.
Interessant ist die Anwendung als sogenannten Mohnzuzel (ein Schnuller aus Stoff, der in Mohntee getaucht wurde) für Kleinkinder. Die Eltern waren ja beschäftigt, hatten auf dem Feld zu tun. Da stören schreiende Kinder. Also gab man ihnen den Monzuzel um sie ruhig zu stellen.
Nur durch einen Fluß getrennt, gab es in einem anderen Gebiet eine andere Variante, den Schnapszuzel (also wieder ein Schnuller, der aber in Schnaps oder Wein getaucht wurde. Der augenblickliche Effekt war der selbe, allerdings kann man im Weinanbaugebiet beobachten, daß es viele sogenannte Dorfttrottel (das sind geistig zurückgebliebene Menschen) gibt. So gut wie alle, nach denen ich fragte, bekamen in ihrer Kindheit den Schnapszuzel ...
Auf der anderen Seite, nur ein paar Autominuten entfernt, gibt es kaum solche bedauernswerte Figuren. Dort war der Mohnzuzel angesagt.
Für mich ein deutlicher Hinweis darauf, daß Alkohol schädlicher ist als Opium. Ich war einige Zeit in der Gegend unterwegs, habe viel herumgefragt, es war eigentlich ein kleines Feldforschungsprojekt mit dem eben genannten Ergebnis.
Ein Bauer, der eine große Scheune voller Mohnkapseln hatte - paradiesisch, der Anblick :-) - sagte mir, daß er nur die Kronen der Kapseln zum teekochen verwendet. Längere Zeit habe ich gerätselt, warum. Er konnte es mir nicht erklären, das sei überliefert, in der Gegend (in Mitteleuropa wohlgemerkt) hat man immer Tee getrunken. Erst später habe ich erfahren, daß in den Häutchen, die die Kapseln innen teilen, Blausäure enthalten ist ... Mittlerweile weiß ich aber, daß die Menge nicht gefährlich ist. Aber wenn man die Ernte von einigen Hektar in der Scheune hat, kann man leicht verschwenderisch umgehen mit dem Zeug.

*) In der selben Gegend gab es zwei Schwestern, beide über 80 Jahre alt. Sie hatten einen kleinen Bauernhof mit Ziegen. Für diese setzten sie jedes Jahr ein kleines Feld Hanf an, um ihnen im Winter, wenn Ziegen verkühlt sind, davon als Medizin zu geben. Dann fand jemand zufällig das Feld, hat es von innen heraus abgeerntet - das Zeug war saugut - und ist natürlich prompt erwischt worden. Klar, bei ihm lagen viele Kilos herum. Ich kann mich noch gut erinnern, was für ein Aufruhr !
Die Frauen sagten, daß der Hanf für die Ziegen schon "immer" angebaut wurde, daß sie sich nichts dabei gedacht hatten sondern nur das umgesetzt haben, was sie von ihren Eltern und Großeltern übernommen haben.
 
Traumländer



dabei seit 2012
999 Forenbeiträge

  Geschrieben: 27.09.13 10:15
Road! Super gemacht! Danke für die Mühe! Solche Sammel- und Übersichtsthreads sind immer super!

lg, Zaubi
Immer wieder gleiche Fragen
Wie zwei Züge in frontaler Kollision
Komm' nicht weiter, nur Blockaden
Im Stau steh'n ist die normale Position
Hab' Geduld, ich seh' den Wert
Sisyphus, ich seh' den Berg
Navigiere durch das Negative.
Abwesender Träumer

dabei seit 2012
313 Forenbeiträge

  Geschrieben: 28.09.13 12:05
Eine kurze Frage meinerseits noch. Wieviel Wasser auf wieviel Material ist denn angebracht? Oder ist das mehr oder weniger egal?
Der Mensch möchte vor den Folgen seiner Laster bewahrt werden, aber nicht vor den Lastern selbst.

R. W. Emerson

Ex-Träumer
  Geschrieben: 30.09.13 08:42
Danke Zaubi :-)

Proc schrieb:
Eine kurze Frage meinerseits noch. Wieviel Wasser auf wieviel Material ist denn angebracht? Oder ist das mehr oder weniger egal?


Es ist mehr oder minder egal. Ich nehme immer in etwa 3:1 Wasser:Material.
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2013
391 Forenbeiträge

  Geschrieben: 30.09.13 10:18
Hallo, erstmal Danke für deinen schönen ausführlichen Bericht! :)

Hab ich das richtig verstanden das dieser spezielle gezüchtete opiumfreie Mohn, nach aussaat also neu angepflanzt Opium bildet? Oder muss mann darauf achten diese Sorten nicht zur aussaat zu nutzen?

lg
Wenn ich so werden soll wie Ihr, wer wird dann so wie ich?
Abwesender Träumer

dabei seit 2012
313 Forenbeiträge

  Geschrieben: 30.09.13 11:46
Habe gestern ähnlich der Einleitung oben einen Tee gekocht. Erst mal finde ich den Geschmack eigentlich echt okay, ich hatte viel Zitrone dran und somit war es in Ordnung. Zweitens war die Wirkung zwar schön, aber ich muss wohl einfach mal mit dem verdammten Kratom aufhören damit ich nicht so ne riesige Toleranz habe und es in vollen Zügen genießen kann.
Der Mensch möchte vor den Folgen seiner Laster bewahrt werden, aber nicht vor den Lastern selbst.

R. W. Emerson

Ex-Träumer
  Geschrieben: 30.09.13 12:11
BaldurDash schrieb:
Hab ich das richtig verstanden das dieser spezielle gezüchtete opiumfreie Mohn, nach aussaat also neu angepflanzt Opium bildet? Oder muss mann darauf achten diese Sorten nicht zur aussaat zu nutzen?


Daß der alkaloidfreie Mohn wieder potenter wird, nachdem man mehrmals selbst gezohenes Saatgut verwendet, ist abhängig von der Art der Züchtung. Bei den neueren Sorten kann man da noch gar nichts sagen, die gibt es erst seit einigen Jahren. Ich habe schon selbst gezüchtetes Saatgut, das ich im kommenden Jahr versuchsweise wieder verwenden werde. Bisher ist die Wirkung der Kapseln nach wie vor gleich null.
Es gibt aber zumindest eine Sorte, die ist absolut resistent gegen diesen Umweg zur wiedererstarkten Pflanze. Das ist der Waldviertler Graumohn aus Niederösterreich. Etliche Bauern verwenden dort seit -zig Jahren eigenes Saatgut und das Zeug ist nach wie vor wertlos (für meinereinen zumindest ;-) ).
Ich würde also nur sicheres Saatgut verwenden, wenn ich nicht nur die schönen Blüten betrachten will und die zweifelsfrei auch schönen Kapseln nicht in einer Vase vor sich hingammeln sollen.
 
Ex-Träumer



dabei seit 2012
3.761 Forenbeiträge
2 Tripberichte

  Geschrieben: 30.09.13 14:35


Hey Road,

fetten Respeckt für diesen ausführlichen und genauen Bericht! Sowas liest man einfach gerne, auch wenn man sich wahrscheinlich selber nie so einen Tee kochen wird mangels Interesse. Aber beim durchlesen hat sich mir keine Frage mehr gestellt, es wurde alles im Laufe der Zeit behandelt und ich glaube mich ausgekannt zu haben.

Naja, wollte ich mal gesagt haben, so ein guter Beitrag gehört ja honoriert!

Dann noch viel Spaß an alle beim Mohnkapseltee genießen und happy nodding!

trinity
Behandle einen Stein wie eine Pflanze, eine Pflanze wie ein Tier und ein Tier wie einen Menschen!
Indianische Weisheit
Ex-Träumer
  Geschrieben: 06.10.13 15:30
trinity, danke für die Blumen :-) Ich hab' mir aber auch eines der leichtesten Themen ausgesucht ;-)

Übrigens habe ich oben folgende Ergänzung eingefügt:
Ergänzung: Alternative zum Tee - warum habe ich früher nicht daran gedacht ? Vermutlich, weil ich zuletzt immer Tee trank. Heute war ich zu faul, mir welchen zu brauen, da bin ich auf eine alte naheliegende Variante zurückgekommen: einfach die gemahlenen Kapseln so zu nehmen. Also einen Löffel des Pulvers einfach mit etwas Wasser 'runterspülen. Viele, besonders Langzeitkonsumenten, wählen diese Methode in der einen oder anderen Variante. Manche rühren's zB in Joghurd oder ins Müsli.
Das ist natürlich die sparsamste aller Varianten, man bekommt alles in den Körper. Schmeckt nicht wirklich gut, aber man gewöhnt sich sehr schnell d'ran, beim zweiten Löffel heute war's schon nicht mehr so schlimm ;-)

 
Abwesender Träumer

dabei seit 2012
313 Forenbeiträge

  Geschrieben: 06.10.13 17:36
Ich habe beim letzten Tee statt eines zweiten Auszugs auch einfach das Pflanzenmaterial in ein Joghurt getan und zusammen mit den dem Tee verköstigt. Die Wirkung war sehr angenehm.
Ich kann mir auch vorstellen, dass hier die Methode mit der ich Kratom konsumiere gut funktionieren könnte, also mit dem Pürierstab in eine Bananenmilch unterrühren.

Der Mensch möchte vor den Folgen seiner Laster bewahrt werden, aber nicht vor den Lastern selbst.

R. W. Emerson

Abwesender Träumer



dabei seit 2012
205 Forenbeiträge

  Geschrieben: 06.10.13 19:36
zuletzt geändert: 06.10.13 22:01 durch xxMDMAxx (insgesamt 3 mal geändert)
Sehr interessanter Thread, danke dafür !

Wie sieht es denn mit der Dosierung aus ? Bzw wenn ich so einen Tee habe, wie lange sollte man mit dem Nachlegen warten ?

Edit: Wenn ich Mohn anbauen wollen würde, könnte man dann Waldviertler Graumohn (AT-BIO-301) verwenden ? Hab mal ein bisschen gegoogelt aber nichts darüber gefunden ob dieser Mohn einer dieser "behandelten" ist.

Edit2: Hab jetzt was gefunden und zitiere es hier mal
Zitat:
Also am besten wäre es mit einer +/- 0,1 g präzise Waage.
Man kann davon ausgehen, daß im Mitteleuropa angebaute Mohnkapseln etwa 0,5%
Morphin enthalten, also etwa 5 mg pro Gramm trockener Droge.
Ich wurde allerdings sicherheitshalber zuerst mit 1% (10 mg/g) rechnen,
und somit für eine Portion Sud nicht mehr als 3 Gramm der Droge nehmen.
Das entspräche dann etwa 15 bis max. 30 mg Morphin.

Hält sich so ein Tee auch längere Zeit im Kühlschrank ? Weil dann würde ich alles Material auf einmal verarbeiten und hätte immer den gleichen Wirkstoffgehalt im Tee, damit könnte ich mich dann sicherer auf das gewünschte Level hochdosieren

 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 07.10.13 09:16
xxMDMAxx schrieb:
Wie sieht es denn mit der Dosierung aus ? Bzw wenn ich so einen Tee habe, wie lange sollte man mit dem Nachlegen warten ?

Edit: Wenn ich Mohn anbauen wollen würde, könnte man dann Waldviertler Graumohn (AT-BIO-301) verwenden ? Hab mal ein bisschen gegoogelt aber nichts darüber gefunden ob dieser Mohn einer dieser "behandelten" ist.

Edit2: Hab jetzt was gefunden und zitiere es hier mal
Zitat:
Also am besten wäre es mit einer +/- 0,1 g präzise Waage.
Man kann davon ausgehen, daß im Mitteleuropa angebaute Mohnkapseln etwa 0,5%
Morphin enthalten, also etwa 5 mg pro Gramm trockener Droge.
Ich wurde allerdings sicherheitshalber zuerst mit 1% (10 mg/g) rechnen,
und somit für eine Portion Sud nicht mehr als 3 Gramm der Droge nehmen.
Das entspräche dann etwa 15 bis max. 30 mg Morphin.

Hält sich so ein Tee auch längere Zeit im Kühlschrank ? Weil dann würde ich alles Material auf einmal verarbeiten und hätte immer den gleichen Wirkstoffgehalt im Tee, damit könnte ich mich dann sicherer auf das gewünschte Level hochdosieren


Also die Dosierung ist natürlich so eine Sache. Da kann und will ich keine Tipps dazu geben, außer dem, ÄUSSERST VORSICHTIG vorzugehen, besonders dann, wenn man das Zeug nicht in- und auswendig kennt, aber selbst dann ist Vorsicht angebracht. Opium ist eine tolle Sache, aber es hat auch das Potential zu töten. Viele Bekannte und ein paar wirklich gute Freunde sind auf dem Opiatschiff über den Jordan gefahren. Auch ich selbst war schon mehrmals eingeschifft, bin aber noch rechtzeitig von Bord gegangen, darum diese eindringliche Warnung.
Auch das Nachlegen ist so eine Sache. Ich würde als "Anfänger" (NICHT falsch, also abwertend verstehen bitte) so vorgehen, daß ich eine geringe Menge nehme und warte, bis die Wirkung deutlich spürbar ist (etwa 1 Stunde). Erst dann kann man entscheiden, ob man etwas nachlegt.

Den WALDVIERTLER GRAUMOHN kann man für "unsere Zwecke" VERGESSEN ! Er ist praktisch alkaloidfrei ! Siehe zB hier: http://www.google.at/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=11&sqi=2&ved=0CGEQFjAK&url=http%3A%2F%2Fwww.lebensministerium.at%2Fdms%2Flmat%2Flebensmittel%2Ftrad-lebensmittel%2Fspezialkulturen%2Fwaldviertl_graumohn%2FWaldviertler-Graumohn-gU-d%2FWaldviertler%2520Graumohn%2520gU%2520d.pdf&ei=Vl1SUvO4LMmDtAbH1oGQCg&usg=AFQjCNHO-nAJqb4-XpeTluuB1qE8NI7eKQ&bvm=bv.53537100,d.Yms&cad=rja

Tee hält sich ewig im Kühlschrank. Am besten noch einigermaßen heiß in ein Glas oder in eine Flasche füllen, diese sofort verschließen und dann lagern.
Wenn Du mehr hast, kannst Du den Tee auch eindampfen bis nur noch festes Rohopium bleibt. Das hält sich Jahrzehnte !
Eindampfen am Besten so: Kochen, kochen, kochen bis die Angelegenheit etwas dickflüssig wird. Dann im Wasserbad weiter eindampfen bis eine einigermaßen feste, klebrige Masse übrig ist. Diese kann man auf Backpapier hervorragend weiter trocknen. Backpapier deshalb, weil das Opium nicht daran kleben bleibt.
Das Ergebnis ist Opium von B-Qualität (im Vergleich zu durch ritzen der Kapseln gewonnenem Opium), weil es viele pflanzliche Schwebstoffe enthält. Reinigen wäre recht einfach möglich, aber meines Erachtens nicht nötig, die Schwebstoffe stören ja nicht.

 
Mitglied verstorben



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  Geschrieben: 07.10.13 09:38
Der Tee....


Hat mich damals drauf gebracht, hab das Zeug fast zwei Jahre lang gesoffen. Hat mich im Monat um die 70€ gekostet, da gab's ein paar Aldi Tüten voll mit zerhäckselten Kapseln für.
Die billigste Sucht die ich je hatte ... zumindest so lange die Kapseln gingen.

Hab das immer so gemacht: einen großen Einkochtopf genommen (20l oder so), da kam dann rein:

Ein fünf Liter Eimer voll mit klein gemachten Kapseln und dazu um die 6 Liter Wasser plus Asco und/oder Essigessenz ( zur Not auch Zitronen Eistee).
Dann hab ich den Kochtopf auf 100 Grad geschalten und auf 120 Minuten eingestellt. Bin oft hin um um zu rühren, Temperatur wieder runter stell ( hab es ja keine vollen zwei Stunden kochen lassen, immer nur ein paar Minuten) damit es noch weiterziehen kann. Nach eineinhalb Stunden hab ich dann immer ausgemacht und das ganze noch etwas stehen lassen zum abkühlen.
Ich hab dann einen fünf Liter Eimer genommen und eine Stofftasche darüber gestülpt ( passt 1A) und dann einfach reinkippen, die Tasche fängt die Kapseln auf, die Tasche kannst du nochmal ordentlich auspressen wenn sie voll mit Kapseln ist. Ich hab ja immer 6 Liter zum kochen genommen, raus kamen meist 4.5 Liter - verdampft ja auch was.

Die Kapseln habe ich dann noch einmal ausgekocht, der Sud da ist dann halt nicht tiefschwarz sondern bräunlich.

Krass ist auch wie unterschiedlich es bei jedem wirkt: ein Kollege hatte von 200ml fast eine OD, die anderen konnten mehr trinken.

Fand's krass das der Tee zwei Tage lang wirkt und dann hast du Toleranz, habs nur noch genommen um nicht affig zu werden... Asozial echt, meine Kollegen hatten immer 200ml Becher zum trinken und der gute Unk eine aufgeschnittene 1.5l Flasche... Und dann dieser Geschmack.
Der Entzug war auch einer der schlimmsten Opioid Entzüge...


Lohnt sich der Anbau von Mohn denn überhaupt?
"Huge heroin fan. Don't use it, just like being around it." -Roger

Mitglied im "Freunde der rektalen Applikation harter Drogen e.V."
(alexanfer, KingMaggi, unknown name, zatarra)

https://m.soundcloud.com/falscherhase/falscher-hase-lebenslaenglich
Ex-Träumer
  Geschrieben: 07.10.13 10:39
unknown name schrieb:
Der Tee....
Lohnt sich der Anbau von Mohn denn überhaupt?


Ja, ja, der Tee ... ;-) Da kennt sich einer aus, das sieht man. Die Sache mit dem Kübel und dem Sack ist genial !

Übrigens lohnt sich der Anbau von Mohn sehr wohl. Es gibt so viele Brachen, wo die wunderschönen Blüten ganz besonders schön zur Geltung kommen. Und dann erst die Kapseln, ein herrlicher Anblick.

Und weil der Thread so gut angenommen wird, gibt's noch etwas (Praxis)Geschichte des Mohns im Abendland:
Daß er seit Jahrtausenden angebaut wird, ist ja bekannt. Es gab in D einmal ein Projekt, da hat man zwei Familien in einen Pfahldorf-Nachbau geschickt, um das Leben dort nachzuvollziehen. Dazu mußte man Mohn anbauen, denn das war in der Zeit vor einigen tausend Jahren üblich. Weil es sich um ein wissenschaftliches Experiment handelte, wurde den Herrschaften eine Sondergenehmigung erteilt, sie hatten ein richtig schönes Feld dort stehen. Komme mir keiner mit der Meldung, daß die (unsere Vorfahren) bloß die Samen zum Kochen verwendet haben ...
Seither hat der Mohn unsere Vorfahren immer begleitet, es gab verschiedene Zubereitungen wie Theriak oder Laudanum. Interessanterweise war die Schmerzbehandlung mittels Opium in unseren Breiten trotz Verfügbarkeit eher selten.
In der Volksmedizin allerdings findet Opium bis in unsere Tage Verwendung. ZB als Schlaftee. Als ich einmal vor vielen Jahren auf einem Markt war, um mir Kapseln zu kaufen (ja das war so, auf jedem Bauernmarkt gab es eine Menge bester Mohnkapseln), stand dort eine alte Frau (so ein richtiges Mutterl, uralt, zerfurcht, gebückter Gang) und bestellte eine Anzahl Kapseln. Dann sagte sie: Schneiden Sie mir bitte die Stängel ab, ich koche mir aus den Kapseln einen Schlaftee.
Auch gegen Durchfall und gegen Husten *) wurde Tee verwendet.
Interessant ist die Anwendung als sogenannten Mohnzuzel (ein Schnuller aus Stoff, der in Mohntee getaucht wurde) für Kleinkinder. Die Eltern waren ja beschäftigt, hatten auf dem Feld zu tun. Da stören schreiende Kinder. Also gab man ihnen den Monzuzel um sie ruhig zu stellen.
Nur durch einen Fluß getrennt, gab es in einem anderen Gebiet eine andere Variante, den Schnapszuzel (also wieder ein Schnuller, der aber in Schnaps oder Wein getaucht wurde. Der augenblickliche Effekt war der selbe, allerdings kann man im Weinanbaugebiet beobachten, daß es viele sogenannte Dorfttrottel (das sind geistig zurückgebliebene Menschen) gibt. So gut wie alle, nach denen ich fragte, bekamen in ihrer Kindheit den Schnapszuzel ...
Auf der anderen Seite, nur ein paar Autominuten entfernt, gibt es kaum solche bedauernswerte Figuren. Dort war der Mohnzuzel angesagt.
Für mich ein deutlicher Hinweis darauf, daß Alkohol schädlicher ist als Opium. Ich war einige Zeit in der Gegend unterwegs, habe viel herumgefragt, es war eigentlich ein kleines Feldforschungsprojekt mit dem eben genannten Ergebnis.
Ein Bauer, der eine große Scheune voller Mohnkapseln hatte - paradiesisch, der Anblick :-) - sagte mir, daß er nur die Kronen der Kapseln zum teekochen verwendet. Längere Zeit habe ich gerätselt, warum. Er konnte es mir nicht erklären, das sei überliefert, in der Gegend (in Mitteleuropa wohlgemerkt) hat man immer Tee getrunken. Erst später habe ich erfahren, daß in den Häutchen, die die Kapseln innen teilen, Blausäure enthalten ist ... Mittlerweile weiß ich aber, daß die Menge nicht gefährlich ist. Aber wenn man die Ernte von einigen Hektar in der Scheune hat, kann man leicht verschwenderisch umgehen mit dem Zeug.

*) In der selben Gegend gab es zwei Schwestern, beide über 80 Jahre alt. Sie hatten einen kleinen Bauernhof mit Ziegen. Für diese setzten sie jedes Jahr ein kleines Feld Hanf an, um ihnen im Winter, wenn eine Ziege verkühlt ist, davon als Medizin zu geben. Dann fand jemand zufällig das Feld, hat es von innen heraus abgeerntet - das Zeug war saugut - und ist natürlich prompt erwischt worden. Klar, bei ihm lagen viele Kilos herum. Ich kann mich noch gut erinnern, was für ein Aufruhr !
Die Frauen sagten, daß der Hanf für die Ziegen schon "immer" angebaut wurde, daß sie sich nichts dabei gedacht hatten sondern nur das umgesetzt haben, was sie von ihren Eltern und Großeltern übernommen haben.

 
Abwesender Träumer



dabei seit 2012
205 Forenbeiträge

  Geschrieben: 07.10.13 15:25
Danke für die schnelle Antwort =)
 

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