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LdT-Forum » Konsum » Sucht, Abhängigkeit & psychische Probleme » Freundin leidet unter Panikattacken


Seite 1 (Beiträge 1 bis 6 von 6)

AutorBeitrag
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Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 20.01.16 01:03
zuletzt geändert: 20.01.16 01:35 durch sayyesdog (insgesamt 1 mal geändert)
Hallo mein liebes LdT!
Nach einer Phase in der ich nicht viel Zeit mit dem LdT verbracht habe, da ich anderes zu tun hatte, melde ich mich nun wieder zurück. Es ist echt schön, dass man bei Phasen in denen es nicht so gut läuft immer auf unser Forum hier zurückgreifen kann. Läufts dann wieder besser sinkt die Forenaktivität (zumindest bei mir)..

Nun zu der Situation:
Ich führe eine Fernbeziehung mit einem 24 jährigen Mädchen aus Mexiko und in den letzten Tagen ging es ihr richtig schlecht auf Grund von Panikattacken. Ihren Drogenkonsum würde ich als unproblematisch einschätzen. Ich weiß nicht ob ihr uns bei unserer Situation helfen könnt, da der Fall schon ziemlich speziell ist. In einem anderen Thread wird über Skills bei Panikattacken gesprochen und ich würde hier gerne über Skills sprechen die der Partner einer Person anwenden kann, damit es dem anderen besser geht.

Da meine Freundin nicht versichert ist und ich auch kein Geld habe, kann sie es sich nicht leisten zu einem Doktor zu gehen. Deshalb schauen wir, wie wir die Sache irgendwie selbst geregelt bekommen könnten :/

Meine Freundin hatte keine leichte Kindheit, da sie von ihrer Mutter geschlagen und eingesperrt wurde und nie wirklich Geld im Haus war. Als sie 12 wurde ist die Mutter in die USA abgehauen. Seitdem haben sie sich nichtmehr gesehen, allerdings sind sie immernoch in Kontakt und die Mutter unterstützt die Familie mit etwas Geld. Meine Freundin meint dass sie schon immer einen unsicheren Charakter hatte und auch schon ihr Leben lang unter Angstattacken litt. Dazu kommt dass sie quasi die Mutter der Familie war/ist, da sie die einzige mit einem Job war. Nachdem sie eine Zeit lang einen Psychologen besucht hat, ging es ihr dann auch besser. Jetzt fängt es aber wieder an richtig schlimm zu werden. Das liegt auch daran, dass sie gerade in einer stressigen Zeit ist und keinen Job mehr hat, da sie ihren Job kündigen musste um Freizeit für einen Deutschlandbesuch zu bekommen.

Dazu kommt dass sie Asthma hat und ihre Nase auf Grund einer Krankheit die ganze Zeit blockiert ist. Für eine Operation müsste auch viel Geld gespart werden.
Nun ist es so, dass dadurch ein gewisser Teufelskreis entsteht in den sie sich nachts hineinsteigert. Wenn sie nachts wegen was auch immer weint (das kommt öfter vor), dann bekommt sie schlecht Luft. Das verursacht dann Panik, da sie Angst hat zu ersticken. Dadurch bekommt sie dann noch schlechter Luft usw... :( Eine Freundin von ihr ist mit 19 Jahren wegen der selben Sache erstickt, was natürlich nochmehr Angst bei ihr entwickelt.

Letztes Jahr war sie von Oktober bis Dezember für 3 Monate bei mir in Deutschland und da hatte sie nur einmal eine solche Attacke die wohl von zu viel Cannabis ausgelöst wurde. In der Situation war ich auch schon ziemlich überfordert..

Jetzt in den letzten Tagen hat sie allerdings garnicht schlafen können und sie ist richtig am Ende. Heute war sie bei einem Arzt und der meinte halt, dass sie Panikattacken und eine Angststörung hat (ach ne). Was er auch sagte ist, dass ihre Krankheit die sie mit der Atmung nicht wie zuvor angenommen "Sinusitis" ist, sondern "irgendetwas schlimmeres". Für die Sachen mit der Atmung hat er ihr dann zwei Medikamente verschrieben die wirklich sau teuer waren. Gegen die Angststörung soll sie Baldrian Tee trinken -.-

Jetzt frage ich euch.. Wie würdet ihr die Sache angehen wenn eine Therapie bei einem Psychologen keine Option ist? An den Ursachen der Angst sind wir am arbeiten und sie sagt ich habe einen positiven Einfluss auf sie, da ich so ruhig bin und alles etwas gelassener sehe und ihr auch durch unsere Liebe ein neues Selbstbewusstsein gebe. Wir reden jeden Tag miteinander und dadurch dass mein Schlafrythmus sowieso im Arsch ist, skypen wir wenn sie nachts im Bett liegt. Allerdings hilft das Reden immer nur akut etwas. Danach fängts dann wieder mit der Angst an.
(EDIT:
Was ich bis jetzt glaube herausgefunden zu haben ist, dass sie unter Verlustangst leidet. Oft weint sie weil sie Angst hat mich zu verlieren und sie kann auch ziemlich eifersüchtig werden. Da ich meiner Liebe für sie recht stark Ausdruck verleihen kann beruhigt sie sich dann auch ziemlich schnell, allerdings wäre es halt angenehmer für sie wenn solche Ängste garnicht erst enstehen würden. Aber wir wissen nicht wie :(
In einem Monat bin ich wieder in Mexiko und ich habe vor mehrere Jahre dort zu bleiben. Unser Plan ist es ein gemeinsames Leben aufzubauen bei dem wir uns beide besser fühlen als vorher. Teil davon ist dann natürlich auch die Angst meiner Freundin zu überwinden. )

Wie nimmt man eine solche Sache selbst in die Hand? :(
Wenn wir heiraten würden wäre sie im Normalfall über mich versichert und dann könnte man in Deutschland wenigstens ihre Nase operieren. Allerdings bin ich über meine Eltern versichert und habe noch nie irgendwelche Beiträge bezahlt, deshalb glaube ich dass sie in unserem Falle trotz Hochzeit keine Versicherung hier hätte.. Wisst ihr vielleicht dazu etwas?

Vielleicht fällt euch ja etwas zu dem Thema ein. Ich bin für jeden Beitrag dankbar, auch wenn ihr auf Sachen eingeht nach denen ich nicht gefragt habe.

Meine "Ich brauch keine Karriere und auch nicht viel Geld"-Einstellung kommt durch die ganze Story auch etwas ins holpern... Mit Geld wäre meiner Freundin ja schon geholfen :(

Ich hoffe jetzt mal auf ein paar Antworten. Ich weiß auf euch ist immer Verlass :)

Schonmal vielen Dank ihr lieben Träumer!!

PS: Ich bin fest davon überzeugt dass die Atemerkrankung mit der schlechten Luft in Mexico City zu tun hat. Kein Wunder, dass die ganze Welt krank ist wenn fast die ganze Bevölkerung in dreckigen Städten unterkommt!! :(



 
Traumländer



dabei seit 2013
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  Geschrieben: 20.01.16 01:48
Hi
Das was du da beschreibst klingt viel mehr nach einem asthma anfall ! (ein asthma anfall löst auch oft angst aus, die angst zu ersticken).
Ich habe auch asthma und hatte auch schon öfter einen anfall nach dem kiffen.
Deine Freundin sollte UNBEDINGT die asthma medizin nehmen !
Ich habe einmal eines das ich jeden tag nehme (cortison) welches mich vor anfällen schützt und eines dass einen anfall stopt (salbutamol).
Damit habe ich mein asthma vollkommen im griff.
Aufjedenfall hat das asthma erst mal obere priorität (die angststörung kann man auch anschließend behandeln).
Damit ist nicht zu spaßen, ein unbehandelter asthma anfall kann tödlich enden !
Viel glück und kraft euch beiden weiterhin, ich hoffe ihr findet einen weg wie ihr euch die medikamente in ausreichender menge leisten könnt (das ist wirklich seeeeehr wichtig)
mfg Psykick
 
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer

dabei seit 2013
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  Geschrieben: 20.01.16 02:07
Danke für die Antwort!

Ich versuche mal herauszufinden welche Medikamente sie bekommt. Sie nimmt halt einfach das was man ihr gibt und kennt die Namen der Wirkstoffe nicht :/

Allerdings sagt meine Freundin auch, dass immer zuerst die Angst oder Traurigkeit ausbricht und die Atemnot erst danach eintritt. Also dass die Angstgedanken quasi der Auslöser für die Atemnot sind...
 
Traumländer



dabei seit 2013
61 Forenbeiträge
2 Tripberichte

  Geschrieben: 20.01.16 02:26
ja das kenne ich auch dass angst die atemnot triggert allerdings ist es in solchen fällen umso wichtiger dass das asthma ordentlich behandelt wird. (In den meisten fällen wird die atemnot durch ein anschwellen der atemwege ausgelöst also ist es quasi eine vorrübergehende entzündung)
Dies kann man auch vorbeugend behandeln um eine anschwellung zu verhindern.
Im falle einer akuten schwellung gibt es auch medikamente z.b salbutamol um die schwellung zu lindern.
Allerdings ist es bei starken anfällen oft so dass man das mittel nicht tief genug inhalieren kann, in solch einem fall kann man bestimmte atemübungen anwenden um etwas besserung zu erlangen und die medizin richtig aufzunehmen (macht euch am besten mal etwas schlau darüber schaden tut es auf keinem fall).
Ich schätze mal dass die angst erst mal etwas erträglicher ist wenn man dabei luft bekommt (jemand ohne asthma glaubt oft garnicht wie unangenehm das ganze ist, es beeinträchtigt die lebensqualität massiv).
Was ihr gegen die angst und panik auf dauer tun könnt kann euch aus der ferne wohl keiner so genau sagen ansonsten ist ruhiges und zuversichtliches zureden nie falsch, dass hilft oft ungemein.
Konzentriert euch am besten erst mal auf die kombination asthma und panik, da sich beides hochschaukeln kann (habt ihr ja bereits erkannt). Und mit todesangst und zusätzlicher starken atemnot kann man schnell mal anfangen zu hyperventilieren was alles andere als wünschenswert ist !

mfg Psykick
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2013
391 Forenbeiträge

  Geschrieben: 20.01.16 08:03
Hi,

pass auf; Angst und Panikatacken kann man lernen(unbewusst) stichwort Neuro-Linguistisches-Programmieren kurz NLP(einfach mal googlen :). Sie kann sich mit hilfe eines angstlösenden Medikamentes(einnahme 1-2 Jahre nach bedarf länger) quasi unprogrammieren und Ihre Angst vor der Angst verschwindet wieder. Das ist gängige Praxis bei Angstbehandlungen. Natürlich sollte das medikament auf KEINEN fall abhängig machen, wie z.B. Benzodiazepine, diese Medikamente sind nur für eine sehr kurze Zeit im äußersten Notfall zu gebrauchen, da sie einen sogenannten Rebound erzeugen(einfach gesagt wirken Top, ist die wirkung futsch fickts dich mehr als vorher^^) und zusätzlich noch eine Toleranz bzw körperlicje Abhämgikkeit entsteht. Abgstlösende Medikamente wie Antidepressiva(als Flakschiff sind da Venaflaxin und Citalopram zu nennen) hingegen erzeugen keine Sucht, und lassen sich über längere Zeit einnehmen. Auch hier unbedingt mal googlen stichwort Einschleichen/Ausschleichen/Erstverschlimmerung/Nebenwirkung etc.

Grundsätzlich lässt sich so eine Angststörung sehr sehr gut behandeln, da man wie gesagt die Angst während der einnahme des Medikamentes wieder verlernt. Andere psychische störungen die evtl auslöser der Angst sind, sind da wesentlich hartnäckiger und gehören in die Hände eines Fachmannes.

Es gibt genug info's im Web zum Thema Panikatacken etc. du solltest/kannst dich ausgibig einlesen.

Wünsche euch alles Gute.

Ps bin ehemaliger Angstpatient bzw hatte ne Sozialphobie erfolgreich in eigenregie behandelt^^ heute medikamenten frei^^

andere Psychische störungen sind weit komplexer und gehören unbedingt in die hände eines fachmannes! Immer so viele infos wie möglich aus so vielen verschiedenen quellen wie möglich sammeln um sich ein objektives Bild machen zu können.

Ps2 sry für die kack grammatik sitz mitn handy auf der Arbeit :D

Edit. Mit NLP meinte ich klassische Konditionierung und nicht die esoterikscheiße die manche Leute darunter anbieten^^ :)
Wenn ich so werden soll wie Ihr, wer wird dann so wie ich?
Traumländer



dabei seit 2013
2.227 Forenbeiträge
2 Tripberichte

  Geschrieben: 20.01.16 08:53
sayyesdog schrieb:
ich würde hier gerne über Skills sprechen die der Partner einer Person anwenden kann, damit es dem anderen besser geht.


So scheiße es klingt, du kannst da wenig machen. Sie kann sich höchsten selbst helfen. Hier im LdT haben wir einen genialen Skills-Thread, aber ich weiß nicht wie gut ihr Deutsch ist, also kannst du da vielleicht docht helfen.

Das ist halt "ihr" Problem und nicht das ihrer Außenstehenden. Es gibt zwar Medikamente, es gibt auch Therapien, aber ob die auch ihr helfen kann man von außen und speziell vorher nicht wissen. Irgendwo muss man da seinen eigenen Weg finden, das klappt aber nicht in 2 Tagen.
He complained: "Tony left me with a pile of Hendrix LPs and some dope."

Touching from a Distance

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