LdT-Forum
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| Autor | Beitrag |
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internes System
| Geschrieben: 09.09.16 14:49 |
| Dies ist eine automatisch erstellte Diskussion über den Tripbericht Sex und Benzos - Kapitel II und III, welcher von PhilMontana geschrieben wurde. Der Bericht ist vom 09.09.2016. Diese Diskussion wurde am 09.09.2016 von wonderland1337 gestartet. | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2014 307 Forenbeiträge 6 Tripberichte 1 Langzeit-TB | Geschrieben: 09.09.16 14:55 |
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PhilMontana schrieb:
[...]Im Gegenteil, erst dadurch, dass Benzos einem diesen ständigen Mantel der Unterdrückung durch den Alltag von den Schultern heben, erkennt man, wie scheinheilig und heuchlerisch das Ganze doch in Wirklichkeit ist. Unsere Gesellschaft funktioniert nur, in dem jeder den Schein wahrt. Und durch den Einfluss von Benzos kann man diesem System vorrübergehend entfliehen, und FREI sein.
(Ich erwarte nicht, dass Jedermann diese Gedanken nachvollziehen, verstehen oder teilen kann. Es ist generell sehr schwierig zu beschreiben, was ich mit diesem gesamten Absatz ausdrücken will)[...] Ich verstehe genau, was du damit ausdrücken willst! Deine Beschreibung von sozialen Ängsten trifft einfach in so vielerlei Hinsicht auf mich zu, und auch die Wirkung der Benzos (bei mir ist es das "originale" Alprazolam aka. Xanax) kann man imho nicht besser beschreiben! Gibt von mir für beide TBs klare 10/10 Punkten. Zwar habe ich keine Erfahrung mit Prostituierten, stehe dem aber auch nicht abwertend entgegen. Die grandiose anxyiolytische, "frei" machende Wirkung der Benzos kenne ich aber nur allzu gut. Auch stimme ich dir zu, was deine Definition von Sucht und Abhängigkeit betrifft, und auch ich konnte die Erfahrung machen, das Situationen, die man unter Benzodiazepineinfluss angstfrei erlebt hat im nüchternen Zustande ebenfalls deutlich entspannter ausfallen, da man einfach weiß, das alles halb so wild ist. Auch ich zähle mich zu den Leuten, die übermäßig stark darüber nachdenken, wie sie selbst gerade auf andere wirken und dadurch eher introvertierter wirken und schüchtern sind. Mit Benzos rückt sich das Ganze bei mir wieder in das von dir Beschriebene 50/50 Gleichgewicht, wenn nicht eher noch in Richtung extrovertiertheit, und die Bestätigung, die ich dann in solchen Situationen von anderen Personen bekomme, stärken das Selbstbewusstsein ungemein. Aber wenn man eben nur drüber nachdenkt, was andere gerade über einen denken, dann sagt man oft einfach gar nichts, was natürlich zu keiner Bestätigung führt und das Selbstbewusstsein eher senkt, was zu noch mehr nachdenken führt. Ein Teufelskreis! Trotz all der Schönen Seiten für die ich Benzos so schätze, passe ich aber höllisch auf, sie nicht zu oft zu gebrauchen, denn eine Benzoabhängigkeit ist in der Tat das Ende. Liebe Grüße :) | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2013 72 Forenbeiträge 1 Tripberichte | Geschrieben: 09.09.16 15:53 |
| 10/10. Das war der interessanteste Bericht den ich bis heute beim ldt gelesen habe, vor Allem mit Teil 2 kann ich mich zu 100% identifizieren. Auch ich sehe mich eher als den introvertierten Denker, habe das auch ungefähr letztes Jahr realisiert, also mit 21. Krass, das alles hätte auch von mir kommen können. Habe bis jetzt nur Erfahrungen mit Valium gemacht, also eher kein angstlösendes Medikament, deshalb wäre ein anxiolytisches Benzo sehr sehr interessant und nein ich unterschätze keinesfalls das Abhängigkeitspotenzial von Benzos. Auch Teil 1 und 3 war sehr amüsant zu lesen. Aber Teil 2....krass. Danke dafür. | |
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Moderator
dabei seit 2009 1.498 Forenbeiträge | Geschrieben: 09.09.16 16:52zuletzt geändert: 09.09.16 17:09 durch Hauselv (insgesamt 1 mal geändert) |
| Fand den Bericht auch sehr nett und super geschrieben. Aber... ein kleiner Punkt. Zitat:
Dies führt dann wie erwähnt in vielen Fällen zu Schüchternheit und Introvertiertheit. Und nun wage ich aber auch zu sagen: Es führt gleichzeitig auch zu einer deutlich gesteigerten Intelligenz. Jemand der ständig im Mittelpunkt steht und keine Schüchternheit kennt, schöpft aus seiner Umwelt, lebt aktiv im hier und jetzt und muss somit weniger Zeit mit denken verbringen.
Im Gegensatz dazu, wer eher alleine ist, schöpft aus sich selbst, und den eigenen Gedanken, und ist somit - davon bin ich überzeugt - mit einer drastisch erhöhten Vielfalt an Ideen, komplexeren Gedankengängen, und generell höherem Intellekt gesegnet. Ein Mensch der aus sich selbst schöpfen kann kennt keine Langeweile, logisch - wenn die eigene Gedankenwelt interessanter ist als die Umwelt. Zitat:
Die Hampelmänner die im Rampenlicht stehen sind also niemals die wahren Genies - diese Ehre gebührt den stillen Grüblern im Hintergrund. Daher also meine Auffassung, dass ruhige, schüchterne Menschen zum einen interessanter, und zum anderen eben auch intelligenter und vielfältiger sind.
Ich bin nicht unbedingt schüchtern, teilweise sehr extrovertiert und gewiss nicht still. Im Mittelpunkt zu stehen (wie bei Präsentationen, Feuershows etc) finde ich super und ich komme mit sehr vielen Leuten gut aus, solange ich es will (besonders auch mit stillen *Nerds*, ich übernehme den aktiven Teil.) Dabei bin ich aber kein Hampelmann, der sich (nur) darüber definiert; sondern meine Persönlichkeit schöpft sich aus meiner selbst. Auf die Sachen, die ich präsentiere bin ich natürlich stolz, weil sie eben nicht jeder kann. Wenn ich nen fetten Auftritt mache, das Seminar rocke oder in einem größeren Personen Kreis mit meinen Stories gut ankomme ist das eine Kunst, eine Art-Performance. Und das ist ein Teil meiner Persönlichkeit. Das klappt deswegen auch so gut, weil ich recht *vielfältig* bin. Dadurch das es mir leicht fällt mit Leuten klar zu kommen und zu kommunizieren werden natürlich auch recht Ideen und Meinungen ausgetauscht. Von Unsinnig bis hin Genial. Ich bekomme also eine unfassbar große Menge neuen Input und bin nicht nur auf mein eigene Erfahrung oder Wissen beschränkt sondern habe die Expertise vieler. Ich kann viel ausgetüfteltere Ideen erdenken, wenn ich das mit anderen Leuten zusammen mache... Trotz Rampenlicht grübel ich auch, hatte erst spät mein erstes mal, habe komplexe Ideen und ungefähr 10mal mehr Hobbys als viele Kollegen. In die Mensa gehe ich nicht, weil ich so viele Menschen auf einem Fleck nicht mag (egal wo) und ich bin definitiv auch ein Einzelgänger. So etwas wie Singstar oder auf etwas vorzuspielen bei Activity finde ich ätzend und weigere mich. Wenn ich auf was keine Lust hab (z. B. Fußball schauen und Bier trinken) wo jeder andere hingeht; ich nicht. Scheiß auf Fußball. Komische Uni Party? No Way. Halte ich mich raus. Alleine sein finde ich super! Mein Kollege meinte schon: Immer gegen den Strom! (Das stimmt natürlich nicht, nur wenn der Strom mir gerade nicht passt. Wenn es ne coole Party ist, komme ich auch ;)) Ne Zeit lang hatte ich durch Versagensängste,zuviel Kiffen, wenig Erfolgen und leichter Benzo-sucht dann auch Panikattacken und heftige Nervosität; die Seite kenne ich also auch. Wenn einem der Schweiß ausbricht und durch´s Gesicht läuft... Was ich damit sagen will, ich glaube du schätzt die andere Seite teilweise etwas falsch ein und tust Leuten unrecht (und ein wenig Neid kommt durch)..... Nur weil jemand ne Frontsau ist, muss er klein Blender sein ;) Nur weil jemand Eigenbrötler ist, muss er nicht schlau sein. Mit Anfang 20 ist man auch noch nicht mal ansatz Weise seine Identität gefunden und meistens wird sie sich noch massiv ändern. Wenn nicht, dann ist irgendwas im Leben bedeutend schief gelaufen... Die Entwicklung die ich so mitbekommen habe zwischen 20 und 25+ ist gravierender als zwischen 14-20. | |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 10.09.16 10:11 |
| Hey, Ich finde deinen TB super. Der TB hat mich durchgehend gut unterhalten und stellenweise herrlich amüsiert. Was deine Ansicht gegenüber extrovertierten Leuten angeht, würde ich mich allerdings Hauselv anschließen und möchte selbst noch etwas hinzufügen. PhilMontana schrieb:
Ihr bekommt die Freiheit zurück, euch so zu verhalten, als würde euch niemand dabei zuschauen. Und auch wenn ich mich zum zehnten Mal wiederhole - das ist die gigantischste, göttlichste Wirkung die eine Droge auf einen Menschen ausüben kann.
Wie du sagtest, diese Wirkung ist unglaublich mächtig, allerdings konnte ich ähnliche Effekte durch Psychedelikakonsum erreichen.Nicht während der Wirkung selbst, sondern dadurch, dass ich mich durch Trips sehr gut selbst kennengelernt habe und Extremsituationen durchleben musste, die ich so nie durchlebt hätte, habe ich eine Freiheit gewonnen, von der ich nicht ahnte, dass sie sich mir offenbahren würde. Erst einige Zeit nach meiner intensiven Trip-Zeit und Integration des Erlebten merke ich, wie sich mein Wohlbefinden extrem gesteigert hat, wie ich ungezwungener mit Menschen interagieren kann und ich mich generell freier, aber auch mehr wie "ich selbst" fühle. Was ich damit sagen will: Man kann sich auch mit oder ohne Drogen so weiterentwickeln, dass man nüchtern ungezwungener, einfach sein kann. Das ist mit enormem Aufwand verbunden, das Umfeld muss stimmen und am besten hat man eine oder mehrere Personen, die einen auf diesem Weg begleiten. PhilMontana schrieb:
Vertraut niemals einem Mann, der keine Schwestern hat. Denn ein Mann, der zusammen mit Schwestern aufwächst, wird dadurch ein besserer und akzeptablerer Mann, denn er lernt gewisse Grund-Umgangsformen, wie man mit dem überlegenen weiblichen Geschlecht umzugehen hat. Ich sehe es selbst in meinem Freundeskreis. All die, die keine Schwestern haben, sind oftmals auch die, die ständig irgendwelche blöden Macho-Sprüche reißen, oder sich oftmals absolut taktlos gegenüber Frauen verhalten.
Diese Aussage finde ich irgendwie schwachsinnig. Das kommt zwar von einem Mann, der ohne Schwestern aufgewachsen ist, aber ich denke, ich weiß durchaus, wie ich mich zu benehmen habe. Sowohl gegenüber Frauen als auch Männern. Sooo schwer ist "sich benehmen" nicht.PhilMontana schrieb:
Ich frage mich, ob das bei allen Ängsten so einfach geht. Einfach beim nächsten Zahnartztbesuch oder Referat die sagen wir dreifache Benzodosis zu sich nehmen, dann im angstgelösten Rausch realisieren, dass alles halb so wild und absolut schaffbar ist - und dann ist diese spezifische Angst in Rauch aufgelöst? Würde mich wirklich interessieren, ob diese Theorie zutrifft. Denn das wäre ja die Lösung aller Probleme was soziale Ängste beträfe.
Fände ich jetzt auch interessant. Ich nehme mal an, dass du diese These noch nicht bestätigen oder widerlegen konntest. An sich habe ich recht ähnliche Erfahrungen gemacht. Dadurch, dass man Situationen durchlebt und feststellt, dass sie gar nicht so schlimm sind, verringert sich die Angst die ich vor gewissen Situationen o.ä. habe. Das funktioniert allerdings bei mir auch ohne Benzos. Mit Benzos sehe ich eine gewisse Gefahr, dass man sich einbildet, man bräuchte diese, wenn man wieder Ängste zum Vorschein kommen. Wäre natürlich egal, wenn man sich einmalig ne große Menge Benzos einbauen kann und dann ist alles geritzt. Problem dabei wäre wohl auch, dass ich nicht so viele Menschen kenne, die auf astronomischen Mengen Benzos noch klar kommen und sich nicht wie irgendwelche Idioten oder was weiß ich was aufführen. Also selbst wenn das bei dir funktioniert, würde ich jedem anderen abraten, dir gleich zu tun, einfach weil die Auswirkungen nicht vorhersehbar sind. Das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden und die Konsequenzen tragen.Meine These, warum du keine Ängste mehr vor dem Bordell hast: Beim ersten Mal haben sich deine Gedanken um die negativen Aspekte gedreht, in denen du dich verfangen hast, was zu Panik geführt hat. Während der nächsten Zugfahrt ohne Benzos konntest du auf ein Repartoire von positiven Erinnerungen zurückgreifen, an denen du dich festhalten konntest, wodurch du nicht so ins Negative abgedriftet ist. Auch das müsste theoretisch ohne Benzos herbeiführbar sein. Unterm Strich ist es wohl wichtig, welche Denkprozesse, mit oder ohne Benzos, ablaufen. Gibt wohl auch Leute, die sich noch größere Mengen von Benzos reinknallen, aber keine dauerhaften positiven Effekte davon haben werden, einfach weil gewisse Erkenntnisse, die du evtl. aufgrund deines Intellekts machen konntest, einfach nicht gemacht werden. Gemein ist allerdings, dass Nervosität und Angst das Denken behindern und machmal Benzos erst diese Denkprozesse möglich machen, da das Gehirn "unbeeinflusster" als es durch die Angst beeinflusst wäre, arbeiten kann. Hier wieder ein Punkt den ich kritisieren würde PhilMontana schrieb:
Genauso wie der Umgang mit Frauen im allgemeinen es halt ist - eben weil sie höhere Wesen sind.
Weder Frauen noch Männer sind höhere Wesen aufgrund ihres Geschlechts, sondern aufgrund ihres Bewusstseins und das ist, wie ich finde (Achtung: Bewertung meinerseits) bei vielen Menschen sehr stark eingeschränkt. Bewusstsein kann sich in so viele Bereiche erstrecken und so vielfältig sein.Insgesamt hat mich dein TB unglaublich gut unterhalten, hat bei mir auch einige Denkprozesse in Gang gesetzt und dein Schreibstil gefällt mir auch super gut. Von mir gab es 2*10/10 Punkten, auch wenn ich mit ein paar Annahmen deinerseits nicht einverstanden bin. Das gehört wohl dazu. Danke und alles Gute! Eine Frage, die sich mir gerade, nach dem Verfassen des Beitrags auftat: Hattest du immer mit Kondom Sex? Wie ist das mit Oralsex? Könnten da nicht auch Krankheiten übertragen werden? Das wäre wohl die größte Sorge die ich bezüglich Prostituierten hätte. Noch ein Gedanke zum Schluss: Deine Ansichten finde ich, wie du selbst schon angemerkt hast, zum Teil sehr radikal und etwas sexistisch (Frauen sind die überlegene Rasse, Arroganz aus Intelligenz sei etwas gutes). Ich habe selbst, in anderen Bereichen, sehr radikale Denkinhalte, an denen ich arbeiten möchte, aber ich wollte das einfach mal anmerken. | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2008 505 Forenbeiträge | Geschrieben: 10.09.16 22:01 |
| Gut zu lesen.!10 von 10!!! Mein Zimmer, meine Zelle. Mein Gehirn, mein Kloster. Mein Denken, meine Folter. Mein Fühlen, mein Strick. | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2013 322 Forenbeiträge | Geschrieben: 11.09.16 22:11zuletzt geändert: 11.09.16 22:37 durch PhilMontana (insgesamt 1 mal geändert) |
| Merci für euer Feedback. @Hauselv Durch deine recht eindrucksvolle Selbstbeschreibung hast du natürlich bewiesen, dass man nicht ALLE Menschen über einen Kamm scheren kann; und dass es auch Menschen gibt die zwischen den beiden von mir gebildeten Gruppen pendeln ist mir natürlich auch klar - allerdings ist eine bestimmte Art der Verallgemeinerung aber auch notwendig, sonst hätte man ja niemals eine Diskussionsgrundlage. Zudem meine ich bei dir zwischen den Zeilen herauslesen zu können (kann mich da aber auch irren), dass du - so wie der gesunde Menschenverstand es im Prinzip auch vorschreibt - ein ausgewogenes 50/50 Verhältnis zwischen into- und extrovertiertheit als perfekt betrachtest. Ich selbst war auch lange dieser Meinung - inzwischen aber habe ich dazu eine neue Erkenntnis: Wenn man schon immer in diesem ausgewogenen 50/50 Verhältnis lebt, wäre dies ja das Optimum - und ein Optimum zwingt einen niemals dazu, ins Extrem gehen zu müssen. Erst wenn ein Notstand eintritt, also der plötzliche Ausbruch von sozialen Ängsten oder Schüchternheit, oder irgendetwas anderes was einen ins Abseits drängt und zum Eingelgänger macht - erst dann wird man mit voller Wucht gezwungen, aus sich selbst zu schöpfen, also sowohl alle Probleme als auch alle Antworten in sich selbst zu suchen. Und sobald das passiert wird das ganze Leben kopflastiger, und somit erreicht man fast schon zwangsweise eine höhere, vielfältigere und weiterentwickelte Form von Geisteskraft. Und wenn man dann aus diesem verschobenen 80/20 Stadium es irgendwie wieder hinbekommt, zurück ins 50/50 Stadium sich hochzuarbeiten - dann ist man glaube ich nahe an dem, was man als perfekten Menschen bezeichnen kann. So zumindest meine Theorie dazu. Extremfälle haben nunmal auch extreme Resultate zur Folge. @abnormal Was du schreibst ist ebenfalls recht schlau und hat mich an verschiedenen Punkten zum Nachdenken gebracht. Dass radikale Meinungen IMMER irgendwo an irgendjemandem anecken ist ja logisch, das ist nunmal die Natur von Radikalität. (ich vermute auch, dass eben deshalb die sog. political correctness "erfunden" wurde, um unerwünschte radikale Meinungen nach und nach auszumerzen um somit eine gleichgeschaltete, leicht beeinflussbare und leicht doktrinierbare breite Masse zu schaffen) Dass Frauen die höheren Wesen sind steht weiterhin für mich fest, dieser Zug ist abgefahren ;) Bin wie gesagt Zeit meines Lebens von einer Übermacht an Frauen umzingelt gewesen, und als gutaussehende Frau gehst du einfach als privilegierteres Wesen durchs Leben und bekommst alles was du willst wenn du dich nur halbwegs schlau genug anstellst, davon bin ich zu 100% überzeugt. "Die Frau kontrolliert ihren Sex, weil sie durch Sex all das bekommt, was ihr noch wichtiger ist als Sex." Das ist ein Zitat das ich mal irgendwo gelesen habe (weiß leider nicht mehr wo) aber es stimmt vollkommen. Zitat:
Unterm Strich ist es wohl wichtig, welche Denkprozesse, mit oder ohne Benzos, ablaufen. Gibt wohl auch Leute, die sich noch größere Mengen von Benzos reinknallen, aber keine dauerhaften positiven Effekte davon haben werden, einfach weil gewisse Erkenntnisse, die du evtl. aufgrund deines Intellekts machen konntest, einfach nicht gemacht werden. Gemein ist allerdings, dass Nervosität und Angst das Denken behindern und machmal Benzos erst diese Denkprozesse möglich machen, da das Gehirn "unbeeinflusster" als es durch die Angst beeinflusst wäre, arbeiten kann.
Sehr gut formuliert, dem stimme ich definitiv zu. Die These dass dreifache Benzo-Dosen spezifische Ängste dauerhaft auslöschen habe ich noch nicht überpüfen können, da ich im Moment nicht gerade erpicht darauf bin, in naher Zukunft schon wieder so heftige Benzo-Dosen einzufahren. (vor allem da ich beim letzten Mal in Folge dessen 800 €uro verschossen habe) Die Antwort auf diese Frage muss wohl oder übel vertagt werden. Dann noch zu deinen Fragen zu Prostitution: Also Sex hatte ich immer mit Kondom, die Blowjobs auch (wobei sie es dir manchmal auch - gegen Aufpreis - ohne Kondom anbieten. Ist reine Glückssache) Wenn du hingegen Oralverkehr bei einer Prostituierten machst, geschieht das komplett ohne Schutz. (Daher mache ich das auch nicht; ich habe mich zwar oberflächlich darüber informiert, und scheinbar scheint es überraschenderweise tatsächlich relativ unbedenklich zu sein was das Übertragen von Krankheiten angeht - eben weil es in Deutschland auch in diesem Gewerbe extrem hohe Vorschriften und Regeln gibt, die Prostituierte einhalten müssen) Ein Tag als Löwe ist besser als ein Leben als Schaf | |
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Abwesende Träumerin
dabei seit 2015 1.195 Forenbeiträge | Geschrieben: 12.09.16 19:33 |
| Und wenn sie nicht gestorben sind... Sorry, PhilMontana, aber ich nehm' Dir die Story nicht ganz ab. Ist gut geschrieben, keine Frage. Und du hast ziemlich viele Männer dazu gebracht, Dich zu beineiden. Dass Du aber, der Du unter einer Angststörung leidest, nach dem Genuss einer irrsinnigen Dosis Benzos ein Stehvermögen an den Tag legst, das Rocco Siffredi vor Neid erblassen lassen würde, kann ich mir kaum vorstellen. Ich glaub Dir schon, dass Du ne Menge Spaß im Bordell hattest. Aber ein bisschen dick aufgetragen kommt mir die Geschichte schon vor. Ich kenn mich allerdings mit Puffs nicht so aus. Es ist toll für Dich, dass es Dir Beim Bordellbesuch so sehr gelingt, Dein Ego zu polieren. Das meine ich absolut ehrlich. Mit manchen Aussagen hab ich aber Probleme PhilMontana schrieb:
als gutaussehende Frau gehst du einfach als privilegierteres Wesen durchs Leben und bekommst alles was du willst wenn du dich nur halbwegs schlau genug anstellst
.Okay, das ist jetzt nicht aus dem TB, aber: Denkst Du wirklich, Deine rumänischen Göttinnen können sich nichts Besseres vorstellen, als in einem Bordell im Industriegebiet darauf zu warten, Typen wie Dir einen blasen zu dürfen? Ich gehe mal davon aus, dass dem nicht so ist. Und ich denke auch nicht, dass diese Mädels alle superdämlich sind. Aber wahrscheinlich sind sie eher extrovertiert. Liegt's daran? Weshalb introvertierte Menschen intelligenter sein sollen als extrovertierte ist mir schleierhaft. Stille Wasser sind oftmals tief, keine Frage. Aber manchmal sind sie auch flache Pfützen. Arnold Schwarzenegger hat im Übrigen angeblich einen IQ von 135. PhilMontana schrieb:
dass diese Arroganz aus übersteigerter Intelligenz entspringt. Dann ist es eine gute Kombination. Solche Leute sind die wahren und vollkommensten Menschen
Also für mich sind die nicht vollkommen, sondern ziemlich unsympathisch PhilMontana schrieb:
Dann kann man nämlich auch als Einzelgänger aufrecht stehend und zufrieden durchs Leben schreiten, wenn man weiß, dass man in Wahrheit überlegen als Gott über allen anderen steht
Puuh, sag mal bist Du als Baby in ein Fass Koks gefallen? Sorry, aber bei Aussagen wie diesen schüttelt es mich. Viele Menschen werten Arroganz übrigens als Zeichen von Unsicherheit uns mangelndem Selbstwertgefühl. Mit dem Leben ist es wie mit einem Theaterstück; es kommt nicht darauf an, wie lange es ist, sondern wie bunt. Lucius Annaeus Seneca | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2009 66 Forenbeiträge | Geschrieben: 13.09.16 02:52 |
| Ich schreibe jetzt mal hier in Bericht II&III meinen Kommentar zum gesamten Bericht. Der erste Teil hat mir größtenteils gut gefallen was den Unterhaltungsfaktor betrifft. PhilMontana, Dein Schreibstil ist für mich angenehm zu lesen, allerdings hatte ich das Gefühl, dass Du, beginnend gegen Ende des ersten Berichts, in eine Art Roman-Stil hinübergleitest der in Bericht III auf mich wie ein klassisches Erotik-Roman-Heftchen vom Kiosk wirkt, was an sich ja nichts Negatives ist. Mir gefällt nur dieser Wechsel nicht so gut, aber vermutlich nehme ich das im Moment nur krasser wahr als es tatsächlich ist. Alles in allem ist es durchaus ein gelungener Bericht, leider gibts es da aber doch noch ein ABER: PhilMontana schrieb:
(...) wer eher alleine ist, schöpft aus sich selbst, und den eigenen Gedanken, und ist somit - davon bin ich überzeugt - mit (...) generell höherem Intellekt gesegnet.
Ein Mensch der aus sich selbst schöpfen kann kennt keine Langeweile (... ) Die Hampelmänner die im Rampenlicht stehen sind also niemals die wahren Genies - diese Ehre gebührt den stillen Grüblern im Hintergrund. ...und so weiter und so weiter. In dem gesamten Text sind so viele Dinge die mir Sorgen bereiten im Hinblick auf den "persönlichen Blick auf die Welt" des Autors, dass ich kaum zu Ende lesen konnte. Bitte versteht mich nicht falsch, vor allem Du nicht PhilMontana, aber diese ganzen auf mich von etwas komisch über grotesk bis faschistoid wirkenden Äußerungen von denen mir teilweise tatsächlich schlecht wurde deuten entweder darauf hin, dass der Bericht unter (starkem) Drogeneinfluß verfasst wurde oder, dass der Autor ein stark verzerrtes Weltbild hat. Meiner Meinung nach schreibt ein Mensch mit stark ausgeprägter Sozialphobie (oder wie auch immer die medizinisch korrekte Bezeichnung ist) keinen solchen Text, das passt für mich in keinster Weise zusammen, gerade im Hinblick auf das gesellschaftlich verpöhnte Schlafen mit Prostituierten, die prahlerische Beschreibung des eigenen Körpers, ... , daher meine Vermutung, dass der Text durch Substanzeinfluss so werden konnte wie er jetzt ist. Das verzerrte Weltbild, induziert durch die social anxiety, deutest Du, Phil, ja selbst auch schon an. Auch sagst Du, dass dein Benzokonsum bspw. bei Auftritten vor Menschen so nicht ewig weiter gehen kann. Vertrau mir bitte wenn ich sage: man kann an diesen Problemen arbeiten und mit der richtigen Herangehensweise hat man gute Karten sie auch zu bewältigen. Ich will dir in wirklich freundlicher Absicht hiermit raten über eine psychologische Behandlung nach zu denken. Sicherlich stimmst Du mir zu, dass das Leben bedeutend einfacher ist ohne die Belastung einer solchen psychischen Problematik und je früher Du anfängst mit den richtigen Techniken daran zu arbeiten desto schneller hast du erste Erfolge und desto leichter fällt es auch. Weiterhin ist mir aufgefallen, dass Du häuflg Deine eigene, persönliche Meinung als Fakt darstellst. Ein Beispiel: PhilMontana schrieb:
Benzos befreien euch von sämtlichen Zwängen des Alltags, und führen euch zu eurem eigenen Ursprung zurück. Ihr bekommt die Freiheit zurück, euch so zu verhalten, als würde euch niemand dabei zuschauen. Und auch wenn ich mich zum zehnten Mal wiederhole - das ist die gigantischste, göttlichste Wirkung die eine Droge auf einen Menschen ausüben kann.
(es sind noch einige weitere, wohl auch besser passende, im Bericht zu finden, das dargestellte Frauenbild, die Art und Weise wie Obdachlose beschrieben werden, ...) Vielleicht ist es meine übervorsichtige Art oder sonstwas. Ich sehe in einigen Aussagen dieser Art aber eine gewisse Gefahr für Leser des Forums, vor allem für jene die nicht alles hinterfragen sondern Informationen über Dinge von denen sie nicht viel wissen einfach als richtig annehmen und verinnerlichen, was definitiv im schlimmsten Fall wirklich gefährlich werden kann, eben gerade wenn es um Drogen geht. Bitte versuche doch in Zukunft Aussagen, die deine subjektive Meinung bzw. Sichtweise darstellen, klarer als solche zu kennzeichnen. Mein Kommentar klingt jetzt wohl etwas arg negativ oder gar böse, so ist es aber nicht gemeint. Ich meine den Ansatz hinter einigen Ausführungen von Dir verstehen zu können und auch wie Du dann zu dem gekommen bist was letztendlich im Bericht steht. Nichtsdestotrotz war es für mich wichtig darauf hin zu weisen, dass es so wie es nun da steht vielleicht doch etwas problematisch sein könnte. Vieles ist nunmal sehr spitz oder gar anmaßend oder abwertend formuliert. Deshalb nehme ich mir auch das Recht raus abschließend noch selbst eine spitze Bemerkung los zu werden (soll nur ein Scherz sein(!), nehmts mir nicht krum ;) : Phil du sagst ja , jetzt mal ganz plump runtergebrochen, dass extrovertierte Menschen dumm sind, schließlich verbringen sie ihre Zeit ja nicht mit denken sondern mit quatschen, prahlen, mit ihrer Umwelt interagieren und solchem Firlefanz. Da Du nach eigenen Angaben ja leider an social anxiety leidest und dementsprechend im Alltag sehr still und in Dich gekehrt durchs Leben gehst hast du viel Zeit zum denken, bist daher sehr geübt darin und gehörst somit zu den "wahren Genies". Ein Dasein, das ein extrovertierter Hampelmann, wie Du das nennst, niemals erreichen kann. Wenn das so ist erklär mir doch bitte wie Menschen, die zum Hampelmannverein gehören, es schaffen einen in Umfang und Niveau mit Deinem Text Vergleichbaren zu verfassen und das ohne etliche Rechtschreib-, Tipp-, Grammatik- und Zeichensetzungsfehler? :P Liebe Grüße ferPekt Meine Botschaft an alle Menschen: Seid lieb! :) | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2015 88 Forenbeiträge | Geschrieben: 13.09.16 04:21 |
| Du hast ein Talent zu schreiben und dein Bericht ist interessant zu lesen. Allerdings wirkst du auf mich teilweise fast schon manisch. Gut gemeinter Rat: komm mal ein bisschen runter, geh einen Schritt zurück. Du hast erkannt wie gefährlich Benzos sein können, aber hast du auch verstanden wie gefährlich sie für dich sind? Sei dir sicher, man steckt immer mindestens 2 Schritte tiefer in einer sucht als man selbet glaubt. Wenn du meinst dass du am Rande der Abhängigkeit balancierst hast du schon verloren. Ich hab das selbst erlebt (wenn auch nicht mit Benzos, dass ist glücklicherweise recht am Anfang heftig schief gegangen) und oft genug gesehen. Ich | |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 20.06.23 15:43 |
| das sind Erfahrungsberichte einiger User. Benzos gibt es viele und sie wirken nicht bei jedem gleich. außerdem haben sie ein hohes Abhängigkeitspotential. informiere dich, lese Packungsbeilagen und taste dich langsam an neue Substanzen. ich konnte auf den tb nicht zugreifen,warum? der tb scheint gelöscht worden zu sein. schade. | |
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Abwesende Träumerin
dabei seit 2023 17 Forenbeiträge | Geschrieben: 22.06.23 19:29 |
| Ooh wiebedauerlich, dass der Bericht verschwunden ist! Der Titel hat mich wirklich interessiert. Benzos lassen mich zwar entspannter werden, aber nicht völlig hemmungslos. Ich behalte trotzdem im Kopf, was ich nicht tun möchte, und kann dementsprechend ausweichen. Bisher war ich auch sehr vorsichtig damit... Ich kenne einige Mädels, die viele ihrer Handlungen stark bereuen, aber dennoch weiterhin so viele Benzos konsumieren. Deshalb bin ich lieber so vorsichtig ... | |
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Traumländer
dabei seit 2013 217 Forenbeiträge | Geschrieben: 29.06.23 16:28 |
| Eine Substanzgruppe mit beruhigenden, muskelentspannenden und angstlösenden Eigenschaften. Gibt da viele Substanzen und Medikamente, die sich alle in der Stärke der einzelnen Eigenschaften und in ihrer Wirkdauer unterscheiden. Greetz metl. | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2022 73 Forenbeiträge | Geschrieben: 30.06.23 00:02 |
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RohanKoch schrieb:
Was ist Benzos überhaupt, sorry für die dumme Frage!
Das ist die Abkürzung für Benzodiazepine. Das sind Beruhigungsmittel so wie tavor diazepam oder xanax oder diese pillen die man vor Operationen kriegt im Krankenhaus hab vergessen wie die heissen. Ulai | |
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Traumländer
dabei seit 2012 2.604 Forenbeiträge 5 Tripberichte 1 Galerie-Bilder | Geschrieben: 29.07.25 00:04 |
| Ich sage 100 Internetpunkte auf KI. "Immer wieder, wenn ich aus dem Leib aufwache in mich selbst, lasse ich das andere hinter mir und trete ein in mein Selbst; ich sehe eine wunderbar gewaltige Schönheit und [...] bin in eins mit dem Göttlichen" (Plot. IV.8.6) | |
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Geschrieben: 09.09.16 14:49