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LdT-Regional-Forum » Deutschland » Hamburg » Gibt es hier noch andere geistreiche junge Opiatabhängige? (Ich (W,25) suche nach 'Artgenossen' :))


Seite (Beiträge 1 bis 15 von 23) »

AutorBeitrag
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Abwesende Träumerin



dabei seit 2018
4 Forenbeiträge

  Geschrieben: 09.02.20 00:11
biggrin
Hey Leutz,
Ich bin immer wieder überrascht wie viele intelligente Konsumenten/Abhängige hier in diesem Forum unterwegs sind und oft wirklich geistreiche, desöfteren sogar brilliante , aber immer durchdachte Beiträge verfassen. 'Junks' die, so wie ich, eben nicht dem "klassischem Bild eines Drogenabhängigen" entsprechen. Das soll jetzt nicht irgendwie blöde oder verurteilend denjenigen gegenüber, die diesem Bild eher entsprechen klingen, aber ich hoffe ihr wisst, was ich meine. Es gibt ja nun mal ein vom größten Teil der Gesellschaft etabliertem "Bild" eines Drogenabhängigen. Sprich heruntergekommene, kriminelle, intellektuell begrenzte und oft Obdachlose Menschen die so ziemlich alles für den nächsten Schuss tun würden.
Auch wenn es schon in gewisser Hinsicht bestimmte "Kategorien" Drogenabhängiger gibt, und doch schon der ein oder andere die eben beschriebenen Kriterien erfüllen, verurteile oder verachte ich keinen davon. Es kommt äußerst selten vor , dass Abhängige, eben gerade die besonders kaputten , angefangen haben Drogen zu nehmen und abhängig zu werden einfach weils halt Spaß macht. Es steckt immer eine Geschichte hinter einer Sucht, alles hat einen Grund. Kaum jemand tut etwas 'einfach so'. Und diese Geschichten und Schicksale sind oft grausam und furchtbar , ich hab schon Geschichten gehört wo ich wirklich dachte " Da hat man nur zwei Möglichkeiten, entweder man ballert sich weg (Heroin ), oder man ballert sich weg (Knarre in den Mund und abdrücken). Also ich hoffe ihr wisst was ich meine.

Naja jedenfalls, ich sehe hier und auch in anderen Foren, dass es da noch mehr Menschen gibt die etwas mehr wie ich sind. Privat hab ich leider bisher keine solchen getroffen. Bei den Freunden und bekannten die ebenfalls konsumieren steche ich total raus weil sie mir oft nicht folgen können und so ganz andere Denk und Fühlstrukturen haben, und bei meinen Freunden die keinen Kontakt mit Drogen oder abhängigen haben bin ich dann die 'abgefuckte'.
Ich würde sp gerne mal mit jemandem reden oder Zeit verbringen , der so ist wie ich und hier aus Hamburg und Umgebung kommt. Gerne auch welche die ebenfalls substituiert werden.

Also wie gesagt, ich bin eine 25 Jährige blonde Polasubstituierte aus Hamburg, die derzeit ein duales Studium als Kinderkrankenschwester macht und bin auf der Suche nach eben solchen wie beschrieben die auch noch jung sind, so in etwa bis max 32 Jahre. Schreibt mich gerne an wenn ihr euch in der Beschreibung wieder erkennt!

Hoffnungsvolle Grüße: ElinaEphedrina! smile
 
Moderator



dabei seit 2012
4.435 Forenbeiträge
1 Tripberichte
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  Geschrieben: 09.02.20 03:54
Das Forum ist voller solcher Leute, auf die Deine Beschreibung zutrifft. Du scheinst hier also gut aufgehoben zu sein. Am besten kannst Du ja im Chat vorbei schauen, dort kommt man am besten mit anderen LdTlern in Kontakt.
“The United States is also a one-party state but, with typical American extravagance, they have two of them.”

-Julius Nyerere, ehem. President von Tansania
» Thread-Erstellerin «
Abwesende Träumerin



dabei seit 2018
4 Forenbeiträge

  Geschrieben: 13.02.20 20:56
Danke für den Tip, Neopunk.
Hab bereits einige PN's bekommen, aber im Chat schaue ich trotzdem mal vorbei :)
 
Traumland-Faktotum

dabei seit 2006
2.109 Forenbeiträge
3 Tripberichte

  Geschrieben: 13.02.20 21:47
Die Ursache liegt fast immer in der Kindheit Schrägstrich Elternhaus. Aber nun bin ich eh raus, was Opiate Opioide angeht. Ich wünsche dir viel Erfolg beim Vorhaben und das es kein weitersuchen nach Kontakten und sich erlauben, weiter zu konsumieren sein wird. Die Fährte, die man sucht, ebnet den Weg, den man geht. Solange noch Sonne scheint, sieht man auch andere Wege.

Viel Spaß im LdT
 
Abwesende Träumerin



dabei seit 2012
504 Forenbeiträge

  Geschrieben: 08.03.20 21:30
Hi, ich nehme an, du suchst einen Mann nach diesen Kriterien, wovon ich dir allerdings aus bitterer Erfahrung dringend abraten möchte.
Ich weiß ganz genau, was du meinst, mir ging es auch schon immer so (warst du schonmal in einer dieser lächerlichen „Therapien“? Da ist es noch viel schlimmer).
Deswegen weiß ich, die Versuchung ist groß, jemanden zu daten, der wie du drauf ist, aber auch auf angenehme Art anders als die anderen Druffis, intelligenter, charmanter, gewitzter, gebildet, gepflegt usw.
Ich hatte ein paar solcher Typen und ich kann dir sagen, so faszinierend, aufregend, interessant sie am Anfang sind, soviel Ärger wirst du mit ihnen später haben.
Du hast exzellente Chancen, dabei an einen Narzissten oder Soziopathen zu geraten und häufig entpuppen sie sich früher oder später als psychisch labil bis hin zu akuter Suizidalität, mit der sie dich obendrein noch erpressen (nicht mir, aber einer Freundin passiert), krankhaft eifersüchtig (davon hatte ich gleich mehrere), zutiefst unsicher, extrem emotional bedürftig, rachsüchtig, boshaft, sadistisch, evtl. sogar gewalttätig und sie vertragen Zurückweisungen und Trennungen meist nicht besonders gut und werden dich dafür womöglich quälen und stalken.

Der Durchgeknallteste, den ich je hatte, ging eines Tages plötzlich auf mich los, versuchte mich zu erwürgen und stalkte und terrorisierte mich noch anderthalb Jahre lang, sodass ich eine einstweilige Verfügung gegen ihn erwirken musste, die er routiniert missachtete. Nach dieser Episode und nachdem er nachts blutend und völlig betrunken bei meiner Mutter aufgekreuzt war, um ihr die widerwärtigsten Lügen und Verleumdungen über mich zu erzählen, weil ich ihn verlassen hatte, erschlich er sich eines Tages, während ich eine Gruppennachhilfestunde gab und noch verspätete Leute erwartete, bei dieser Gelegenheit Zutritt ins Haus und stand plötzlich im Anzug und mit Rosenstrauß vor mir, um mir einen Heiratsantrag zu machen. Es war surreal. Ich musste mit der Polizei drohen und eine resolute Nachhilfeschülerin (Erwachsene, die zur Abendschule ging) sich einschalten, um ihn wegzujagen. Er fasste buchstäblich JEDE Reaktion von mir (inkl. „Verschwinde und komm mir nie wieder unter die Augen!“) als Einladung zum Weitermachen auf! Übrigens brach er auch mehrmals in den Hausflur ein, um seine wirren, seitenlangen Liebesbriefe in den Briefkasten zu werfen.

Ich kenne einen, der ist seit Jahren unerwidert in mich verliebt und textet mich seit Wochen jetzt mit konfusen, seltsamen Nachrichten zu und ruft zu jeder Tages- und Nachtzeit an (machen die immer sehr gerne). Neulich hat er glaube ich einen Rekord aufgestellt: er hat es fertiggebracht innerhalb von 10 Minuten 44 Mal (!!!) anzurufen.
Übrigens ist er ziemlich intelligent und stammt ursprünglich aus HH, wohin er sogar mal zurückziehen wollte. Er ist zwar wohl etwas zu alt und zu kaputt für dich, aber wenn er nicht gerade am Rad dreht, eigentlich sehr nett. Willste haben?

Ok, Spaß beiseite: ich kenne viele, viele solcher Leute und Geschichten. Ich habe vieles gesehen und ich kann dir mit voller Gewissheit sagen: das ist kein Einzelfall und noch nicht einmal die extremste Geschichte (wobei ich nur einen Bruchteil der Auftritte allein von dem Typen erzählt habe). Ich habe einen riesengroßen, reichen Fundus davon.

Wenn es eine Lehre daraus gibt, die ich dir ehrlich gern ersparen würde, sie auf die harte Tour selbst lernen zu müssen, dann lautet sie: Such dir deinen Partner NICHT, nie nie nie nie niemals nicht beim Substiarzt. Und auch sonst nicht in der Szene. Denn das ist, was du kriegen wirst. Vielleicht nicht ganz so schlimm, vielleicht hast du Glück und triffst auf einen der Anständigen und Vernünftigen (die du daran erkennst, dass sie das restliche Volk dort meiden wie die Pest und sich ein vernünftiges Leben aufbauen). Viel wahrscheinlicher aber kriegst du ein stilles Wasser voller Gift, Hass und Destruktivität am Grund und selbst bei den besten kriegst du deine gehörige Portion Drama ab.

Warum? Ganz einfach: weil genau sowas rauskommt, wenn zwei Junkies (egal wie intelligent und aus wie gutem Hause) zusammen sind. Denn das ist wahrhaftig keine Frage der Intelligenz oder des Bildungsstands, die Intelligenten gehen allenfalls raffinierter und subtiler vor, grundlegend anders läuft es aber nicht.
Weil du dir einen Partner nach dem primären Kriteriun suchst, dass er drauf ist und folglich für deine Abhängigkeit Verständnis zeigt. Also lässt du dir von deinem Verlangen nach Drogen zentrale Lebensentscheidungen diktieren. Mit einer richtigen Beziehung hat das wenig bis gar nichts zu tun.

Wie kann dabei also etwas anderes rauskommen als Chaos?

Wenn zwei Süchtige zusammen sind, verstehen sie sich gut, solange Stoff genug da ist und der Beschaffungsdruck nicht zu hoch ist und die Zeitbomben, die in ihren hübschen Köpfchen ticken, nicht gerade wieder hochgehen.
Denn egal wie intelligent, kultiviert, gebildet, adrett und wohlerzogen wir sind, wir sind alle aus Gründen drauf und wir haben alle so richtig ein Ding am Laufen. Dieser Effekt addiert sich nicht in Junkie-Beziehungen, er multipliziert sich.
Weil auch die „besten“ Familien dysfunktional sein können, weil es auch wenn man mit dem Silberlöffel im Mund geboren wird, keinen Schutz vor Übergriffen, Kälte, Lieblosigkeit, Manipulation und Grausamkeit bietet. Egal wo wir herkommen und wie klug wir sind, wenn wir in so einer Familie aufgewachsen sind - und auf die eine oder andere Weise haben wir alle so einen Hintergrund, wenn wir richtig drauf sind, das macht keiner zum Spaß - dann bringen wir deren destruktiven Habitus und die in uns eingeätzten Reaktionsmuster darauf mit, die Sensibilität für zerstörerisches, egozentrisches Verhalten, bei gleichzeitiger Blindheit und Taubheit in welchem Maße wir es selber üben.

Du kennst sicher den Spruch „Pass auf, was du dir wünschst, es könnte wahr werden!“, oder? Wenn unser Partner unser Spiegelbild sein soll, dann sehen wir unsere Spiegelung auch in ihm. Und was wir sehen, gefällt uns in der Regel (wechselseitig) nicht besonders, wenn der erste Rausch der frischen Verliebtheit verflogen ist, weil wir keine adäquaten Beziehungsmuster gelernt haben. Also sind wir enttäuscht und suchen die Schuld dafür beim jeweils anderen.
Klar, dies passiert bei sehr vielen Normalo-Pärchen auch, die nicht drauf sind, führt auch da zu den heutzutage so häufigen Trennungen und Scheidungen und die verlaufen auch mal bitter. Normalos führen aber nicht diesen ganzen ätzenden, explosiven Ballast mit sich, der unsereins dazu bringt, Linderung in Opiaten zu suchen und sind folglich nicht drauf, mit allen dazugehörigen Problemen. Wir schon. Wir kommen damit nicht so klar, wie andere, unbeschwertere, selbstsichere Menschen das tun.
Das führt zu einem destruktiven, grausamen Spielchen, bei dem es nur Verlierer geben kann und das Junkie-Pärchen gewöhnlich miteinander spielen. Man könnte es „die Abwärtsspirale“ nennen - in vielerlei Hinsicht - und genau da führt der gemeinsame Weg auch meistens hin.
Früher habe ich mich immer über die Anmaßung, Kaltherzigkeit und schiere Willkür von Therapieeinrichtungen empört, die Druffi-Paare absichtlich trennten (räumlich), auseinander brachten und oft nach Kräften die Entstehung neuer solcher Pärchen zu unterbinden suchten. Heute weiß ich, warum das klug ist, auch wenn ich immer noch der Meinung bin, dass die Leute das selbst einsehen müssen und nicht andere in ihr Leben hineinzupfuschen haben, was sowieso nichts bringt und gewöhnlich nur zu trotziger „jetzt erst recht!“ und „wir gegen die“ und „die verstehen uns eh nicht!“-Haltung aufstachelt, anstatt die eigentlichen Probleme zu erkennen.

Ich empfehle dir sehr, such dir einen Mann, der entweder gar nichts nimmt oder allenfalls maßvoll (!) kifft und vielleicht höchstens noch ab und zu mal eine Nase zieht oder mal E‘s nimmt oder besser noch Psychedelika, alles nur ab und zu in vernünftigen Abständen.
Einen Typen, der mit beiden Beinen im Leben steht, unabhängig von dir ist und dir Paroli bieten kann.
Klar sollte er dich nicht verurteilen und als „abgefuckten Junkie“ sehen, aber sein Verständnis sollte nicht so weit gehen, dass er ausufernde Drogenexzesse deinerseits akzeptiert oder gar fördert. Er darf nicht so willensschwach und beeinflussbar sein, sich da selbst von dir reinziehen zu lassen, sonst machst du ihn kaputt.
Am besten sollte er eine ruhige, gefestigte Persönlichkeit sein und fähig, einen guten Einfluss auf dich auszuüben.
Das wird dir guttun und helfen, deine Pläne zu verwirklichen, statt mit irgendeinem Idioten alles liegen zu lassen und wieder voll draufzukommen.
Ich warne dich, genau das wird passieren, wenn du suchst, was du jetzt suchst - und wer suchet, der findet. In die eine oder in die andere Richtung. Weitermachen auf eigene Gefahr!

Ich weiß, ich komme schrecklich belehrend rüber, aber ich will nicht, dass du den Scheiß erleben musst, den ich erlebt und gesehen habe.

Falls du außerdem noch einfach Leute zum Quatschen suchst und ich dich nicht abgeschreckt habe (keine Sorge, ich sage das einmal, entweder du verstehst mich, oder du findest es selber heraus), dann kannst du dich gerne bei mir melden, auch wenn ich nicht in Hamburg wohne.

Lg, Mio



Welche andere Wissenschaft darf sich solche Leichtfertigkeit erlauben? Wenn eine Brücke einstürzt, werden die Verantwortlichen haftbar gemacht. Die Psychiatrie aber durfte ungestraft an einem dogmatisierten Irrtum festhalten, der viele Leben zerstörte.
Traumländer

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ICQ
  Geschrieben: 08.04.20 08:13
Ich würde echt vorsichtig sein mit den Leuten die du hier so triffst, du könntest das hier auch das Land der Traumata nennen.
Habe auch eine Zeit lang Frauen auf der Plattform gedated, war einsam und du findest hier echt einige verdammt kluge Leute. Einige meiner besten Freunde habe ich hier kennengelernt (allerdings hauptsächlich im Chat)
Opis waren jetzt auch nie so das Problem für mich, gut klar ich war nach einer Weißheitszahnop mit 4 Ziehungen ne kurze Zeit Morphiumabhängig aber das geht dann schon solange dein Leben funktioniert.
Ich bin Spezialist für einige IT Systeme und Geldsorgen hatte ich eigentlich nur vor dem Studium.
Richtig explodiert ist das bei mir nachdem sich an meinem Geburtstag meine Ex (die ich auch von hier kannte) mit der ich fast 5 Jahre zusammen war, sich eine Tüte über den Kopf gezogen hat weil ich sie verlassen musste weil sie mir keine Beziehungspause geben wollte um mein Leben auf die Reihe zu bekommen.
Leider hat sich 2 Wochen nach der Trennung auf einer Hackerparty ein Mädchen in mich verknallt.
Bin dann richtig abgekackt auf Morphium, hab das Zeug geballert als gäbe es kein Morgen mehr. Mir war einfach alles egal und ich der Schatten meiner selbst.
Ihr Problem war das Ich ja so viel Geld dafür ausgegeben habe, klar für jemanden der nicht arbeitet sind 1500 Euro jeden Monat viel.
Hab ihr keinen hehl draus gemacht das ich Konsumiere und sogar mal mit ihr MDMA genommen, allerdings nicht wie oft ich und wann irgendwas gekauft hab.
Sie stand so oft heulend an der WC Tür weil ich mir grade einen Schuss gesetzt habe. Du hast sowas von keinen Bock darauf, aber du musst es tun.
Häufig später zur arbeit gekommen weil irgendwas mit der Übergabe nicht funktionierte, wie so ein Köter an der kurzen Hundeleine. Klar hab ich versucht aufzuhören, aber den Körperlichen Entzug bekommt man hin, das Problem ist der ganze Mist über den Gras gewachsen ist und zum Minenfeld wurde.
Nachdem bei mir alles zusammengebrochen war verlor ich meinen Job, meine Freundin von der Hackerparty meinte mit zwei Typen durchzubrennen und ich landete auf der Intensivstation.
Habe seit dem innerhalb eines Monats Pola komplett abdosiert, war in einer Psychosomatischen Akutklinik, habe die Liebe meines Lebens in der Klinik kennengelernt, haben uns ein Traumhaus gekauft, bin seit einem Jahr bis auf super selten kiffen nüchtern, sind zusammengezogen und ich fange in 1-2 Monaten meinen Traumjob im Krankenhaus an.

Was ich damit sagen will ist das sehr viel mehr Menschen hier recht klug sind aber die meisten davon auch wenn du es vorher nicht so siehst einen an der Waffel haben. Würde selbst soweit gehen und zu sagen es ist völlig egal was und wie viel jemand konsumiert solange er sich damit nicht selbst belügt, aber grade Opis haben eine ultrahohe Wahrscheinlichkeit das sich jemand selbst belügt, ich weiß ich habe das getan.
Solltest du mal andere Leute so kennenlernen wollen, der Chat ist eigentlich fast immer besucht. Allerdings sind die Leute dort privat auch nochmal ganz anders.
If we could sniff or swallow something that would, for five or six hours each day, abolish our solitude as individuals...and make life in all its aspects seem not only worth living, but divinely beautiful and significant...earth would become paradise.
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  Geschrieben: 09.04.20 02:46
MrBabbage schrieb:
Was ich damit sagen will ist das sehr viel mehr Menschen hier recht klug sind aber die meisten davon auch wenn du es vorher nicht so siehst einen an der Waffel haben.


Ich denke das fasst das alles gut zusammen. Auch Mio hat mit ihrer Ausführung den Nagel auf den Kopf getroffen denke ich, auch wenn ich noch nie in einer "richtigen" Junkie-Beziehung war: heißt meine Partnerinnen waren nie körperlich abhängig von Opioiden, zumindest nicht zum Zeitpunkt der Beziehung.
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-Julius Nyerere, ehem. President von Tansania
Traumländerin

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  Geschrieben: 11.04.20 12:48
Naja, eins der Probleme ist meines Erachtens, dass man sich als Paar, wenn beide Partner konsumieren schnell gegenseitig zum Konsum anstachelt. Ich habe selbst meinen Partner hier im LDT gefunden und obwohl keiner von uns je ein Problem mit Opiaten oder anderen "harten" Drogen hatte und wir beide immer unser Leben auf die Reihe bekommen haben mit Studium und später vernünftigem Job, merke ich diesen Effekt bei uns. Und das obwohl wir tendenziell so gar eher unterschiedliche Vorlieben haben: Ich kiffe hauptsächlich, er ist eher der Speedfreak und trinkt mittlerweile auch relativ viel Alkohol. Nur wenn wir uns treffen konsumieren wir dann doch meistens und zumindest ich konsumiere dann auch deutlich mehr als wenn ich Zeit allein oder mit anderen Leuten verbringe. Weil irgendwie denke ich mir dann, wenn er schon auf Speed ist und/oder ein Bier nach dem anderen trinkt, dass ganz nüchtern sein auch fad ist und fang dann exzessiv zu kiffen an. Er trinkt dann erst recht noch mehr oder kifft mit und so dosiert man sich Stück für Stück nach oben. Ich sag nicht, dass man so nicht trotzdem eine gute Beziehung führen kann, funktioniert für uns jetzt auch schon ca. 9 Jahre (allerdings haben wir nie zusammen gewohnt und bis auf kurze Zeit haben wir so gar immer in verschiedenen Städten gewohnt), aber man muss glaub ich gut auf sich aufpassen und vor allem noch mehr als sonst als Drogenkonsument in der Lege sein seinen Konsum kritisch zu reflektieren und sich auch in seinem Konsum nicht zu sehr vom Partner/in beeinflussen zu lassen, sonst kann es echt nach hinten los gehen. Ich kann mir vorstellen, dass das alles noch mal deutlich schwieriger wird, wenn man körperlich von ner Substanz abhängig ist, was bei meinem Freund und mir nie der Fall war.
 
Traumländer

dabei seit 2012
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  Geschrieben: 21.04.20 01:52
Fühle mich mit intelligent jetzt nicht direkt angesprochen, aber ich glaube ich gehöre auch zu der Personengruppe, zu der du @ElinaEphedrina dich zuordnen würdest. Hab vor 25 noch mein Abi nachgeholt (sogar in Bayern, darauf war ich schon etwas stolz) und studiere jetzt (28 Jahre alt) etwas Naturwissenschaftliches in Berlin, sogar ganz erfolgreich, laut meiner Noten und Dozenten. Hoffe, dass ich, bevor ich 30 werde, mit meinem Bachelor fertig werde, obwohl das wegen Corona gerade ungewiss ist. Wirklich clean war ich seit Beginn meiner "harten" Drogenkarriere mit Anfang 20 nicht, aber auch bei weitem nicht mehr so abgefuckt. Krieg für meine Verhältnisse mein Leben ganz gut auf die Reihe glaub ich. Am schlimmsten war für mich aber tatsächlich die Zeit, in der ich aufgrund von angeordneten Abstinenznachweisen nur Alkohol konsumieren durfte. Was für eine ekelhafte Droge... Ansonsten halt Kratom, die Medizin meiner Wahl. Bin ganz froh, dass ich nie auf Methadon oder Pola eingestellt worden bin.
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
Albert Einstein

Traumland-Faktotum

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  Geschrieben: 26.04.20 09:24
Perfekt zusammengefasst Miosis.

Klingt zwar hart und verurteilend. So ist es aber. Viele haben eine Art Störung. Drogen nehmend und drogennehmende Partner suchend, um immer den leichtesten Weg zu nehmen, fällt hier doch vielen in die Hände.

Auch bei mir endete es in Betrug, Schulden, Hintergehen, Gewalt, psychisches gegenseitiges Fertigmachen, Heroin, Fentanyl (generelle Drogensteigerung), Arbeitslosigkeit, kriminelle Tätigkeiten usw. und das sind noch die geringen Probleme.

Ist der Ruf einmal ruiniert ... lautstark Terror in der Öffentlichkeit, Szenen nach Freiheitsentzug (in der Partnschaft) auf der Straße, quälen unter Psychedelika, Mordversuche, keine räumliche und emotionale Trennung oder beides trotz Abstand. Wir hatten da gelernt, uns selbst zu schaden. So wie man sich mit dem leichtesten Weg auf Dauer meist schadet. Die emotionalen und psychischen Wunden nagen noch nach Jahren. Auch wenn die Person dann weg, oder gar tot ist, kann sie dich noch im Geiste überall quälen.

Hatte ein normales Leben mit ab und zu Drogen, paar Probleme in der Jugend, die Zukunft war auf einem gutem Weg. Dann kam eine lange Beziehung mit einer LdTlerin (hatte davor mich auch mit einigen getroffen, aber nicht mit der Absicht) und ich ließ mich gehen. War ja auch gleichzeitig eine gute Entschuldigung.

Aber heute ist der Tag an dem wir uns dem wir an unseren Träumen arbeiten. Und wenn ich wieder halbwegs normal mit mir selbst, meinen Gefühlen und auch anderen Menschen umgehen kann, will ich auch ein gediegenes Leben und nicht mehr von Angst zu Befürchtung zu von Wohnung zu im Auto leben müssen.

Eine bessere Datingplatform als die Substi ist das echte Leben mit echten Leuten. Selbst die von außen normal wirkenden Patienten sind immer noch Patienten und nicht ohne Grund da. Was war das für ein Schock von 6 Jahren Substi(-life) und 3 Isolation in eine normale Therapiegruppe zu kommen. Normale Menschen ^^

Auf Dauer suhlt man sich auf Substi sowieso nur im eigenen Mitleid. Dysphorie. Jeder.

So dann alles Gute und melde dich doch mal.

 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 30.04.20 20:55
Als psychisch Kranker würde ich mir sowieso immer zweimal die Frage stellen, ob ich überhaupt dazu in der Lage bin mit einer ähnlichen Person (gerade in Bezug auf Drogenkonsum, Co-Abhängigkeit etc) einen nicht-toxischen Umgang zu führen. Ich werde jetzt 29, hab vor zwei Jahren 6 Monate stationäre Reha gemacht, weil ich einfach durch war. Kann man nicht anders sagen. Zu der Zeit kann ich nicht unbedingt behaupten der beste Kontakt gewesen zu sein, wenn es darum ging nicht noch mehr abzustürzen, weil da hat man sich dann halt zusammengetan und schön zusammen eskaliert, um zu sehen wo die eigenen Grenzen wirklich liegen und wer von beidem am meisten ballern kann. Macht ja auch zusammen mehr Spaß, ne?

Und trotzdem wüsste ich nicht wie unzufrieden ich mit mir und meinem Leben jetz wäre, wäre all das nicht passiert, da ich sonst niemals irgendeine Entgiftung von Innen gesehen hätte, geschweige denn ein halbes Jahr DROGENtherapie mit clean sein und dem ganzen Shit, von dem man immer so gerne behauptet, dass er absolut kein Problem wäre. Zweischneidiges Schwert, vor allem, wenn du nicht stabil bist oder dich bewusst abgrenzen kannst. Auf jeden Fall solltest du nicht davon ausgehen, dass sich dein Gegenüber darüber bewusst ist, warum er jetzt so handelt, egal wie "geistreich" oder nicht. Ich würde mich jetzt auch nicht unbedingt als blöd verkaufen. Ich war nur blöd als ich zu blauäugig auf diese Bewusstseinserweiterung geschaut habe, die ich mir von Acid erhofft und halt auch bekommen habe. Nur nicht so wie ich es erwartet habe. Den Teil mit dem Verarbeiten von dem, was da passiert, hab ich einfach mal ausgelassen und wusste ja, dass man auf Benzos immer irgendwie zur Ruhe finden kann, notfalls halt im Koma. Weil warum auch damit beschäftigen? Lief ja alles Spitze bis zur Spritze.

Der erste Satz meiner Therapeutin war: "Warum versuchen Sie sich eigentlich systematisch umzubringen?". Ne, nicht umbringen. Nur mehr als 100 verschiedene Substanzen mal durch den Körper jagen und gucken, was passiert. Sich mal so richtig hart gehen lassen und dem hardcore Boderliner in mir die Bühne überlassen, nachdem der Narzisst sein Ego nicht mehr aufrecht erhalten konnte.
Ich glaube, die meisten, die derart heftig abstürzen, sind sich zwar im vornherein bewusst darüber, dass sie keine "Gesunde Psyche" haben, was auch immer man darunter verstehen man. Aber sie unterschätzen sowohl die Droge, ihre inneren und dunkelsten Monster, als auch die Kontrolle, die sie vermeintlich über den Konsum haben. Und gerade die Grenze vom Druffi zum Junk mit Vollgas überschreiten. Ich hab Kinder vom Bahnhof Zoo gelesen und dachte mir mit 13, wenn Opis so geil sind, werd ich wenn ich das Zeug nehme defintiv mal ein Junky.
Keine Ahnung, ich hab schon immer im Land der Träume gelebt und mich dahin zurück verzogen, wenn ich die Realität gerade mal wieder nicht sehen wollte und mit Phantasie ersetzt habe. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass es einem großen Teil der LdTler, die ich getroffen habe, genauso geht. Die Flucht vor der Realität führt einen zusammen, was dann passiert? Überraschungspaket.

Jo und heute denken die Meisten ich will sie verarschen, wenn ich einige Episoden meines Lebens selbstironisch in die Runde schmeiße. Wenn du immer die "Abgefuckte" bist, schau mal in den Spiegel ohne Maske und frag dich, was und wen du dort eigentlich wirklich siehst. Authentisch. Vielleicht bist du wirklich abgefuckt und findest es geil, weil es das Einzige ist, worin du in deinem Leben mal wirklich gut bist (wie bei mir). Ich versteh auf jeden Fall nicht, warum man mit 25 die Entscheidung Substitution trifft. Als geistreicher junger Opiatabhängiger weiß man eigentlich, dass es nur Aufschieben und wieder Davonrennen ist. Was heißt weiß, man fühlt es. Egal wie hoch die Dosis ist. Ist jetzt nichts Persönliches, nur meine eigene Meinung und Erfahrung mit damals 26, wenn man entgiftet, auf Therapie geht und sich denkt "Da hat man nur zwei Möglichkeiten, entweder man ballert sich weg (Heroin), oder man hat ja noch die Option sich auf Substi genauso taub zu ballern, wenn man Therapie und Emotionen verkackt." Und wenn dann diese Seifenblase platzt kommt Option 3: "Es ist jetzt mal Zeit Eier zu zeigen und Verantwortung für alles zu übernehmen. Auch für das, wofür ich vielleicht nicht ich ursächlich verantwortlich bin, was ich aber verändern kann, wenn ich anfange beim Anblick meiner eigenen Opferrolle zu kotzen." Zumindest mal gucken wie sich das so anfühlt. Emotion. Nüchtern.

Spoiler.
Beschissen. Aber nur weil die meisten von "uns" nie gelernt haben mit ihren Emotionen umzugehen, sie und sich selbst auszuhalten. Jeder hat seine eigene Schmerzgrenze bis er bereit ist, sich zumindest mal anzuhören, wie man das machen soll. Während man alles verloren hat und in seiner eigenen emotionalen Scheiße fast ersäuft. Aber einmal kann man es ja noch mal versuchen. Oder überhaupt das erste Mal richtig.

Spoiler2.
Ich brauch immer noch externes Dopamin um zu funktionieren und bin auf Opiaten, weil die Reizüberflutung mich sonst zerstört, arbeitsunfähig und leb in meinem Aschenbecher, polytox, aber nicht mehr Borderline. Vom Kiffen bekomm ich meistens Panikattacken und Psychedelika werd ich so schnell nicht mehr anfassen können. Aber ist okay. Ich kann und will fühlen, ich bin exzessiv und exzentrisch. Aber reflektiert, antiimpulsiv und authentisch. Und wenn die Dosis Opiate zu hoch war und ich emotional taub bin, finde ich das ernsthaft scheiße. Nodden ist eh nicht mehr drin, Zombie sein fuckt mich ab, weil ich mich, mein Leben wirklich wahrnehmen und fühlen will. Denn zu viele Opiate geben mir kein Turn ohne Pumpe, kein Gefühl von Liebe mehr, stumpfen nur ab und zerstören mir meine echten Emotionen, auf die ich ernsthaft Bock habe, auch wenn der Preis dafür hoch war. Ich würde ihn immer wieder zahlen. Denn

Spoiler3.
Das Leben belohnt die Mutigen. Und man wird am Ende überrascht sein über was. Beziehung mit LdTlern kann unfassbar toxisch sein und hat erschreckend viele von uns erst so richtig hart versohlt. Wärs nicht so gewesen, hätte sich auch irgendwo im Club so jemand dazu gefunden. Im Gegensatz zu einigen mir sehr wichtigen LdTlern, die für mich gar nicht mehr LdTler, sondern richtige, reale Freunde sind, hätte der wohl aber wieder nicht die Eier gehabt mir zu sagen, wie scheisse und toxisch ich bin. Und dann hätte sich auch nie etwas geändert, denn wie gesagt - Die meisten erkennen nicht einmal wie giftig sie sind. Und andere haben es nur noch nie wirklich von jemandem, der sie wirklich schätzt, gesagt bekommen - Um etwas zum Guten zu verändern.


Und der, für den ich diesen Text hier eigentlich schreibe, wird sich spätestens jetzt angesprochen fühlen. Danke für den wahren Blick auf die Substi mit Pola noch mal. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du da genauso raus kommst, wenn sogar ich den Zenit irgendwie überlebt habe und sagen kann, ich bin glücklicher als ich es jemals zuvor war. Scheiss mal auf Clonaz. Auf dem Zeug hätt ich sowas nie gesagt, nur sowas: Ääöööh ZzzzZZzzzzzZz. Lass' mal richtig im Blackout Monate meines kostbaren Lebens verpenn'.
Mal konkret: Wer ist wirklich pervers auf dem Planet?
Und zu vertieft in radikale Politik und Gebet
Die Welt steht in Flammen und keiner kümmert sich darum
Doch sag einmal das Wort „Fotze“ und alle drehen sich um
Traumländer



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  Geschrieben: 07.05.20 17:17
zuletzt geändert: 07.05.20 17:54 durch Murmeltiersalbe (insgesamt 4 mal geändert)
Auch ich musste bei Miosis' Post zu allererst schlucken, zumal ich mich in "zutiefst unsicher, extrem emotional bedürftig" gleich wiederfand bzw. angesprochen fühlte in Bezug auf meine Vergangenheit. In der Regel ist das ja das genaue Gegenteil von dem, was viele Frauen sich wünschen (jemand, der weiß, was er will, nicht zu mütterlichen Projektionen neigt, wie der Volksmund sagt "mit beiden Beinen im Leben steht" etc.). Doch das ist, wie von @stillermitleser beschrieben, einfach die nackte Wahrheit. Gerade wer Opiate oder Opioide konsumiert, dessen zwischenmenschliche Emotionen und Reaktionen sind völlig aus dem Gleichgewicht geraten (oder man hat dadurch versucht, krankhafte Beziehungsmuster und -erwartungen zu anderen Menschen zu ersetzen - doch mit Beziehung hat das überhaupt nichts zu tun). Entwicklungspsychologisch bestand dann wohl ohnehin eine Affinität zu solchen Substanzen. Das gilt jedoch nicht nur für stalkende, völlig durchdrehende und testosteronüberladene Männer, sondern auch für die Konsumentin selbst, die zwar in diesem Fall nicht untervögelt ist, sich aber möglicherweise von Beziehung zu Beziehung stürzt auf der Suche nach einem Zustand, den sie auf diesem Wege unmöglich erreichen kann. Mit überschwänglichen, von Tag zu Tag unterschiedlichen Impulsen können viele Männer nicht umgehen, genau wie viele Frauen nicht mit dem Typus umgehen können, den @Miosis beschrieben hat. Man konsumiert dann eben zu zweit Opiate oder Opioide und ist immer noch gemeinsam allein. Es hilft also nicht weiter, ein krankhaftes Verhalten auf ein Geschlecht zu begrenzen und sich damit auf der "guten Seite" zu wähnen.

Jedenfalls würde ich auch - gerade im Falle von Opiaten und Opioiden - dringend davon abraten, sich "seinesgleichen" in irgendeiner "Szene" zu suchen. Ich kann durch mangelnde Beziehungsfähigkeit nicht aus eigener Erfahrung sprechen, doch ist es nicht so, dass man die Partnerwahl dem Konsum unterordnet, sobald dieser Faktor ein Kriterium wird? Es gilt doch vielmehr, die körpereigene Produktion von Endorphinen wieder anzukurbeln. Gibt es nicht noch weitere Faktoren, an denen man entscheidet, ob man einen Menschen toll oder scheiße findet? Einfach mal in der Seele herumgraben, was man sich außer dem gemeinsamen Konsum von einer Beziehung erhofft hat, weswegen man sich vielleicht auch einfach nur mal verknallt hat.

InfraRed schrieb:
Beschissen. Aber nur weil die meisten von "uns" nie gelernt haben mit ihren Emotionen umzugehen, sie und sich selbst auszuhalten.

Auch das trifft es sehr gut bzw. liegt hierbei m.E. der Knackpunkt. Womöglich liegt bei vielen psychisch kranken Konsumenten von psychoaktiven Substanzen eine hochgradige Bindungsstörung vor, die man mit dem Konsum zu kompensieren versucht.

Von mir persönlich muss ich allerdings sagen, dass ich auch schon nicht beziehungsfähig war, bevor ich andere psychoaktive Substanzen außer Alkohol und Cannabis kennenlernte. Inzwischen sind meine Bindungswünsche und auch meine Libido dermaßen im Eimer, dass ich seit einigen Jahren und auch in absehbarer Zukunft nicht mehr Gefahr laufen werde, irgendwelche schnell verflossenen, die mich nach wenigen Wochen "abgeschossen" haben, mitten in der Nacht besoffen anzurufen.

Da dürfte nur eine - wirksame! - Therapie helfen. Damit meine ich nicht Psychiatrie, sondern eine Beziehung zu einem Psychotherapeuten auf Augenhöhe. Das funktioniert in den seltensten Fällen im Schnelldurchlauf-Kassenverfahren von unerfahrenen Therapeuten oder unpassenden Verfahren. Es gilt, hier einen Therapeuten oder eine Therapeutin zu finden, der / die diese Grauzone abdeckt, was wiederum der Suche nach der Nadel im Heuhaufen gleicht...
I'm sure of my mental health
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Abwesende Träumerin

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MSN
  Geschrieben: 12.05.20 23:32
Hallo Elina,
ich weiss nicht ob ich für Dich in Frage komme, aber ich bin eine Frau in den 50ern mit Opiatabhängingkeit, seit 4 Jahren.

Von dem Zeugs kommt man wirklich sehr schlecht weg.

Habe aber noch nie andre Drogen probiert.

Viele Grüsse Sonja
 
Traumländer



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  Geschrieben: 13.05.20 03:54
Miosis schrieb:
Der Durchgeknallteste, den ich je hatte, ging eines Tages plötzlich auf mich los, versuchte mich zu erwürgen und stalkte und terrorisierte mich noch anderthalb Jahre lang, sodass ich eine einstweilige Verfügung gegen ihn erwirken musste, die er routiniert missachtete. Nach dieser Episode und nachdem er nachts blutend und völlig betrunken bei meiner Mutter aufgekreuzt war, um ihr die widerwärtigsten Lügen und Verleumdungen über mich zu erzählen, weil ich ihn verlassen hatte, erschlich er sich eines Tages, während ich eine Gruppennachhilfestunde gab und noch verspätete Leute erwartete, bei dieser Gelegenheit Zutritt ins Haus und stand plötzlich im Anzug und mit Rosenstrauß vor mir, um mir einen Heiratsantrag zu machen. Es war surreal. Ich musste mit der Polizei drohen und eine resolute Nachhilfeschülerin (Erwachsene, die zur Abendschule ging) sich einschalten, um ihn wegzujagen. Er fasste buchstäblich JEDE Reaktion von mir (inkl. „Verschwinde und komm mir nie wieder unter die Augen!“) als Einladung zum Weitermachen auf! Übrigens brach er auch mehrmals in den Hausflur ein, um seine wirren, seitenlangen Liebesbriefe in den Briefkasten zu werfen.
Bei solchen Leuten hilft auch keine Polizei. Da hilft nur, mit etwas stumpfem solange zentral in die Fresse schlagen, bis sie nicht mehr aufstehen (können).
Alles, was dem Zeitgeist der 1940er widerspricht, ist Disney-Propaganda queer-stalinistisch-zionistischer Feminazikomitees zum Genozid arisch-männlicher Leistungsträgerschaft durch Chemtrailverschwulung + Islamisierung.
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 14.05.20 06:54
zuletzt geändert: 14.05.20 07:44 durch InfraRed (insgesamt 4 mal geändert)
Murmeltiersalbe schrieb:
Da dürfte nur eine - wirksame! - Therapie helfen. Damit meine ich nicht Psychiatrie, sondern eine Beziehung zu einem Psychotherapeuten auf Augenhöhe. Das funktioniert in den seltensten Fällen im Schnelldurchlauf-Kassenverfahren von unerfahrenen Therapeuten oder unpassenden Verfahren. Es gilt, hier einen Therapeuten oder eine Therapeutin zu finden, der / die diese Grauzone abdeckt, was wiederum der Suche nach der Nadel im Heuhaufen gleicht...

Ich mag an dieser Stelle tatsächlich Mut machen und natürlich ist es ein Glücksspiel, wie immer bei Therapeuten, doch 6 Monate Suchtrehabilitaton (Dh ein halbes Jahr stationär Tiefenpsychologisch Therapie) können unfassbar viel verändern. Psychiatrie hat mir versucht nur noch mehr krankhaftes Verhalten einzureden (und nicht einsichtig sein, war bewusst Therapieschädigend), aber mit meine Suchtberaterin hatte ich zum ersten Mal jemand, der mich auf Augenhöhe behandelt hat. Und ich durfte das Glück haben auch auf Reha an eine sehr fähige Therapeutin geraten zu sein.
Man verzweifelt anfangs allein an der Suche und bekommt das Gefühl, es sind nur Idioten am Werk, aber irgendwann hat man vielleicht Glück, solange man dran bleibt. Und leider haben viele die Erwartung, dass der Therapeut Mit dem Finger schnippt und das wars. Dabei kann er nur die richtigen Fragen stellen, denn die Antworten, wissen nur wir allein.

Und ja, laut Chefärztin haben bestimmt 70 - 90 % aller Süchtigen, ein tief sitzendes Trauma aus der Kindheit, Borderline und/oder ADHS und Drogen ist für viele der einzige Weg irgendwie mit den Folgen umzugehen.
Ich weiß nicht, ob ich es jetzt bin, aber ich fühle mich nicht mehr Bindungsunfähig wie zuvor. Im Gegenteil. Meine Therapeutin meinte, dass gerade Opiatabgängige nur durch eines "geheilt" werden können. Und das ist Liebe. Das Gefühl für das geliebt zu werden, was man ist, ohne dafür etwas leisten zu müssen, es sich zu verdienen, sondern bedingungslos mit all seinen Fehlern. Um das annehmen zu können, muss man jedoch investieren. Denn um ehrlich zu sein: ein Opiatrausch und Liebe haben sehr viel gemeinsam. Wenn mir eine Sache aus der Reha aber immer noch im Ohr klingt, dann ua die Aussage, dass ein Süchtiger niemals mit einem anderen Menschen Beziehung führen kann, weil er schon längst eine Beziehung führt - mit der Droge. Und die gewinnt fast immer, wenn es hart auf hart kommt.

Zitronenfalltür schrieb:
Bei solchen Leuten hilft auch keine Polizei. Da hilft nur, mit etwas stumpfem solange zentral in die Fresse schlagen, bis sie nicht mehr aufstehen (können).

Stimme dir generell zu, gerede nachdem mich selbst schon mal jemand zu meiner schlimmsten Zeit manipulieren und dann sexuell übergriffig werden wollte und danach meinte mich stalken zu müssen (ich frage mich, ob Miosis und ich mglw denselben Menschen diesbezüglich begegnet sind), man darf aber nicht vergessen, dass sehr viele Persönlichkeitsgestörte Menschen sich nicht darüber bewusst sind, dass sie überhaupt krank sind, und es seltenst einsehen wollen. Keine Rechtfertigung, keine Ausrede, schon gar nicht in extremen Fällen, wo man nicht mehr machen kann als sich selbst zu schützen.

Aber wirklich mal auf eine freundschaftliche Art gesagt zu bekommen, die mir auch das Gefühl gegeben hat, dass ich nicht nur fertig gemacht werde, sondern der Person wirklich etwas an mir liegt und sie mir deswegen eiskalt die Realität vors Gesicht geknallt hat - Das hat alles verändert. Es braucht immer wen, der einem überhaupt bewusst macht, dass man toxisch handelt, aber meistens erfährt man Sogut wie nur hässliches Feedback, was die Abwehr nur noch steigert.

Wer sich dann bewusst dazu entscheidet, anderen Menschen dennoch weiterhin weh zu tun, obwohl er weiß, dass er Therapie braucht, Um nicht weiter zu verletzen, fällt mMn unter schlechter, wenn nicht sogar bösartiger Mensch.



Mal konkret: Wer ist wirklich pervers auf dem Planet?
Und zu vertieft in radikale Politik und Gebet
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