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Abwesender Träumer

dabei seit 2020
3 Forenbeiträge

  Geschrieben: 10.06.20 11:44
Hallo!

Ich habe bereits den LSD Dosierungs-Thread gelesen und dieser hat mich stark verunsichert, da da von Mikrodosen abgeraten wird.
Ich bin komplett neu auf dem Gebiet, ich habe schonmal Pilze und Trüffel genommen, wenn da aber z.b. 5G die niedrige Dosierung waren, nahm ich maximal immer 3-4. Das hatte mich auch gereicht und war stark genug. Vielleicht konnte ich mich auch nicht fallen lassen wer weiß. Generell muss man sagen, dass ich sensibel auf jede Art von Drogen reagieren. Ein Freund hat nun mir eine 105 µg Pappe angeboten - durch einige Mikrodosierungsbeiträge auf Google hatte ich mich dann eigentlich für 1/4 der Pappe entschieden, also ca. 25 um mich erstmal vorsichtig dran ran zu tasten, da ich jetzt schon sehr viel Respekt vor LSD habe.

Was meint ihr?
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 10.06.20 13:57
Servus Drop,
Willkommen im ldt erstmal. ldt_rulez

Soweit ich weiß bedeutet Microdosing, eine so niedrige Dosierung zu wählen, dass man aktiv nichts von der Wirkung bemerkt (ca.10µg). Du scheinst es mir aber auf einen echten Trip anzulegen, weshalb ich persönlich von derart niedrigen Mengen abraten möchte. Zwischen den Welten festzuhängen kann für die meisten Leute doch recht unangenehm sein. Dieses Phänomen verschwindet dann ab etwa 100µg. Diese Dosis stellt auch die mindestens nötige Menge dar, wenn du wirklich das Potenzial der Substanz erfahren möchtest, allerdings noch immer in milder Form.
Für mich sind 100µg absolutes Minimum. Du könntest die Pappe zb diagonal halbieren und die beiden Hälften 30min Zeitversetzt einnehmen, was das Anfluten sanfter werden lässt.

Was genau hat dich denn an denn am anderen Thread so stark verunsichert?
Bei 100µg kann, wenn auf die wichtigsten Faktoren geachtet wird, nicht viel mehr passieren als auf niedrigeren Dosierungen, solange man sich nicht in irgendetwas hineinsteigert.

Peace
 
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer

dabei seit 2020
3 Forenbeiträge

  Geschrieben: 10.06.20 14:07
Hallo,

danke für deine Meinung.
Ich bin verunsichert, da in jedem anderen Beitrag den ich recherchiert habe ganz Neutral über niedrige Dosierungen im Bereich von 25-50 berichtet wird.
Hier wird es sehr dramatisch dargestellt " Zwischen den Welten festzuhängen kann für die meisten Leute doch recht unangenehm sein".
Nirgendsanders kann ich negativ über derartige kleine Dosen lesen. Ich hatte bereits wo anders gefragt, da wurden mir auch 50 erstmal als Start angeraten. Das verunsichert mich halt leider.
Ich würde einfach nicht gerne gefangen sein und erstmal ein kleines Bisschen erleben. Auch wenn das kein Vergleich ist, bei Cannabis kann ich am Joint auch 1-2 ziehen um zu erahnen können, wie der stärkere Trip später ist. Genau das möchte ich.
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 10.06.20 14:47
Über 25-50µg habe ich bisher nur als Schwellendosis gelesen. Das ist der Bereich, im dem die Substanz überhaupt beginnt wahrnehmbare Wirkungen zu entfalten. Wenn DU dich bei der Vorstellung an höhere Dosierungen nicht wohlfühlst, hast du ja die Möglichkeit, dich dazu zu entscheiden, dich gaaaanz langsam heranzutasten. Das ist im Endeffekt wohl auch sinnvoller als einen Kopfsprung in's Acidversum zu machen. Du könntest dir zb ein paar mehr Pappen holen und mit einem Viertel beginnen, 2 Wochen warten, mit einer Hälfte fortfahren etc.. saferuse

Das Ding bei Psychedelika sind halt die von Psyche zu Psyche sehr individuellen Wirkungsspektren. Lerne dich selbst unter Einfluss der Substanz kennen, dann wird es dir auch bald leichter fallen, dich fallenzulassen. Je höher die Dosis, umso fähiger sollte man meiner Einschätzung nach sein, die Kontrolle einfach abzugeben. Bei Dosen unter 100µg wirst du aber erstmal nur einen kleinen Einblick bekommen, der dich eventuell stark an deine Pilzerfahrung erinnern wird.
Kein Trip gleicht dem anderen, Set und Setting haben sehr viel Einfluss auf die Trips. Deshalb sind gute Vorbereitung und eine angenehme Ausgangslage sehr empfehlenswert.


Mit meiner Bezeichnung "zwischen den Welten festzuhängen" war Dramaturgie nicht beabsichtigt. Das soll lediglich meine Empfindung dieses für mich recht unangenehmen Zustandes beschreiben, was ab etwa 100µg weicht.


 
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer

dabei seit 2020
3 Forenbeiträge

  Geschrieben: 10.06.20 15:16
Danke schön, dass nimmt mir nun auch deutlich mehr die Angst. Ich denke auch, dass ich erstmal die eine Pappe 4teln werde und erstmal ein 4tel nehme (25).
Je nach Wirkung werde ich dann auf 2x 25 hoch gehen. Und dann halt muss etwas neues her, sollte mir das alles zusprechen. Ich danke dir ! :-)

Auch wenn ich das natürlich überall nachlesen kann, wie lange ist denn deiner Meinung nach, die Wirkungsdauer. Meinst du, es wäre okay Abends um 18 Uhr es einzunehmen und dann morgens um 9 wieder relativ nüchtern auf der Matte zu stehen? :-)
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 10.06.20 15:58
Gerne doch, dafür ist das Forum da. headbanging

Ich denke, dein Vorhaben sollte gelingen, falls du das Bedürfnis nach Schlaf empfinden solltest. ^^ Wenn du die Dosis dann irgendwann erhöhst, ist es auch ratsam, mindestens einen weiteren Tag danach keine Pflichten wie Arbet oder Familientreffen zu erwarten, damit du etwas Zeit für dich hast, um die neuen Eindrücke zu sortieren.

Eine gute Reise wünsche ich
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2020
17 Forenbeiträge
2 Tripberichte

  Geschrieben: 10.06.20 18:05
Hallo dr00p :D
Mir ging es vergangenen Sommer ähnlich wie dir bzgl. der richtigen Dosierung. Ich startete also mit ~75µg und habe den ganzen Tag auf einem Festival in der Hängematte gelegen. Die Zeit verging zwar gefühlt recht schnell und irgendwann abends als es schon dunkel war hatte ich kurz ein "drauf-Gefühl" aber abgesehen davon habe ich nichts gemerkt. Allerdings habe ich ständig angestrengt z.B. die Bäume fokussiert und mich gefragt, ob da jetzt ganz leichtes Schwingen ist oder nicht und wenn ja, ob das dem Wind geschuldet ist oder doch die Wirkung. Das kann mitunter nervig sein.
1 Monat danach hab ich dann etwa 110µg genommen und das habe ich als sehr angenehme Dosis in Erinnerung. Den TB dazu habe ich hier sogar hochgeladen Reisebericht^2.
Um dir deine "Angst" etwas zu nehmen: Ich empfand LSD als kontrollierbarer als Pilze. Es ist linearer und nicht so wellenartig. Ich würde dem Dosis-Vorschlag von axbycz von 100µg zustimmen. Aufgrund deiner bisherigen Erfahrung mit Psilocybin kommst du damit sicher gut zurecht.
 
Abwesender Träumer



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142 Forenbeiträge

  Geschrieben: 10.06.20 21:57
n Abend in die Runde Leutz.

Kann mich meinen Vorpostern nur anschließen, wenn du unter 100 μg dosierst, wirst du nicht viel merken. Ich hatte auch mal einen Versuch mit ner halben 125er Pappe. Es ist nicht sonderlich viel passiert, außer dass ich mich etwas komisch gefühlt habe, hab aber auch Mischkonsum mit Gras und Alkohol betrieben.

Aber bei so mächtigen Substanzen wie LSD kann man eigentlich nicht vorsichtig genug sein, also ist ein langsames Herantasten an die Wirkung nie ein Fehler :)


TE schrieb:
Meinst du, es wäre okay Abends um 18 Uhr es einzunehmen und dann morgens um 9 wieder relativ nüchtern auf der Matte zu stehen? :-)


Bei geringen Dosierungen, also 25-50 ja.

ab 100 wirst du nicht einfach so pennen können und daher auch nicht fit sein.
Wie axbycz schon gesagt hat, ist es grundsätzlich ratsam, den nächsten Tag freizuhalten um auszuschlafen und zu entspannen, vor allem bei höheren Dosierungen.

Grüße
Herb



 
Traumländer



dabei seit 2011
1.416 Forenbeiträge

  Geschrieben: 10.06.20 23:28
Ich persönlich kann nicht nachvollziehen, warum von geringen Dosierungen abgeraten wird. Ich halte es eigentlich für ganz vernünftig, erstmal eine Microdose von 10 µg auszuprobieren bevor man sich einen richtigen Trip schmeißt, damit man schonmal gucken kann ob das einem zusagt. Ich persönlich merke von 10 µg schon eine ganze Menge. Es sind zwar noch keine optischen Halluzinationen oder psychedelische Gedanken vorhanden (vielleicht sich leicht bewegende Teppich- und Tapetenmuster), aber es kann schon sehr stimulierend und teilweise euphorisierend sein. Wenn man das schon unangenehm findet, kann das zumindest schonmal ein Zeichen sein, dass die volle Dosis auch nichts für einen ist. Eine Microdose kann man am besten zu sich nehmen, wenn man die Pappe in einem definierten Volumen Vodka (z.B. 10 ml) löst und davon dann 1 ml trinkt. Bei einer 105 µg-Pappe sind das 10,5 µg.
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2020
17 Forenbeiträge
2 Tripberichte

  Geschrieben: 11.06.20 12:01
Double schrieb:
Ich persönlich kann nicht nachvollziehen, warum von geringen Dosierungen abgeraten wird.

Ich kann diesbezüglich nur für mich antworten. Ich rate davon ab, da ich mich bei ~75 µg ständig gefragt habe "Ist das jetzt die Wirkung oder ist das Placebo?". Das empfand ich als etwas nervig und war anschließend leicht enttäuscht.
Der Punkt "zwischen den Welten hängen" hat ebenfalls seine Berechtigung, wenn man einen richtigen Trip anstrebt. Für jemanden der erstmal ausprobieren möchte ist das dagegen evtl. gar nicht so schlecht, da man so einen gewissen Realitätsbezug behält, was etwas Sicherheit geben kann.
Das wichtigste bzgl. der Dosierung hast du gerade jedoch beigetragen: Du merkst von sehr geringen Dosen scheinbar schon etwas. Herb und ich dagegen nicht. Es ist halt von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Da Dr00p sagte, ihm reiche oft auch schon eine verhältnismäßig geringere Dosierung, würden bei ihm evtl. 80 µg die Wirkung bringen, die im Normalfall bei 100 µg zu erwarten ist.
 
Traumländer



dabei seit 2016
855 Forenbeiträge

  Geschrieben: 11.06.20 12:15
Double schrieb:
Ich persönlich kann nicht nachvollziehen, warum von geringen Dosierungen abgeraten wird.


Sehe ich genauso.

Auf der anderen Seite hat der TE ja bereits Erfahrungen mit Psilocybin, welche ich als
für die Psyche deutlich herausfordernder erlebt habe.

@dr00p
Ich selbst habe das beschriebene „zwischen den Welten Hängen”, also die „unvollständige”
psychedelische Reise nie als unangenehm erlebt.
Viel mehr habe ich in der Vergangenheit immer erst einmal ein Viertel der Pappe getestet,
um zu schauen, was passiert, wie hoch die dosiert waren.
So ein Trip ist ja kein Programmkino, auf den die Filme geträufelt sind.
Ich sehe LSD als Türöffner für in mir selbst Vorhandenes.
Eine Hilfe, Unbewusstes ans Tageslicht zu befördern und betrachten zu können.
Ich stelle mir meinen Geist vor, wie eine riesige Kommode…
Schubladen, in die ich täglich schaue sind ganz oben. Kleinere, verstaubte sind in Bodennähe
und klemmen, weil ich kaum je reinschaue.
Manche, in denen Traumatisierendes versteckt ist, oder einfach unangenehme Themen liegen,
sind sogar mit einem Schlüssel gesichert, den zu finden gutes psychotherapeutisches
Personal mithelfen kann.
Die helfen einem dann auch bei der Konfrontation mit solchem Zeugs und bei der
Verarbeitung und helfen, wieder ein wenig „Ordnung” in die Bude zu bringen.

Ein intensiver Trip mit hoher Dosis kann sämtliche Schubladen rausreißen und schmeißt sie
einem vor die Füße. Da sind halt auch hässliche Sachen drin.
Je nachdem, wie viel Unbewältigtes ein Mensch vor sich selbst verborgen hat,
kann das herausfordernd sein. Für den einen ist es so überwältigend, dass er/sie damit nicht
zurecht kommt. Diese Menschen werden in der Retrospektive eher von einem bad-trip sprechen.

Deshalb würde ich nie jemandem zu einer hohen Initialdosis raten,
dessen Bewusstseinsstruktur mir nicht bekannt ist.
Um ein Gefühl für LSD und dessen Derivate zu bekommen, finde ich 25-50µg sogar ideal.
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 11.06.20 12:50
Double schrieb:
Ich persönlich kann nicht nachvollziehen, warum von geringen Dosierungen abgeraten wird.


Bei mir war es schon des öfteren so, dass ich mich auf Trips zwischen 100-300µg einstellte, quasi bereit war, abzulegen und den Hafen zu verlassen, aber nur wenig geschah.
Ich beschreibe es mal folgendermaßen:

Der Wind trieb uns zur offenen See hinaus.
Dabei fiel uns auf, wir hingen noch am Steg mit dem Tau.
Dort stagnierten wir in der Brandung, kamen nicht vor oder zurück.
Erst als der Wind sich legte, sind wir gen Festland gerückt.


Wie Vandal schon sagt, kam die Enttäuschung wahrscheinlich daher, dass der angestrebte Trip nicht ausgelöst wurde und ich mich ständig fragte: "Ist das jetzt schon alles? Was passiert hier?"
Microdosing Erfahrung habe ich allerdings auch, aber auch hier hat mich die subtile Wirkung eher verwirrt und nicht wirklich auf das hingewiesen, was eine volle Dosis offenbart.
Gut möglich, dass es einfach an meinem Typ Mensch und meiner Erfahrung liegt. Deshalb habe ich schon eingeräumt, dass es für den Einen oder Anderen womöglich ganz anders aussieht.
Deshalb: lieber etwas zu wenig als etwas zu viel

Ich hoffe, das stiftet nicht noch mehr Verwirrung. idee
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2014
489 Forenbeiträge

  Geschrieben: 11.06.20 12:56
tolles posting, bollo...habs mir gleich abgespeichert...den vergleich mit den laden find ich sehr treffend...

hat mich auch an freud erinnert... ;)
kopf aus, herz auf...
Traumländer



dabei seit 2020
533 Forenbeiträge

  Geschrieben: 11.06.20 13:18
Bin auch der Meinung, dass der Trip erstens bei jedem etwas anders ist und zweitens kommt es auch drauf an was man möchte.

An der TE: Es ist gut, dass du dir Meinungen von erfahrenen Usern einholst, aber im Endeffekt kann ich dir nur raten, nach DEINEM ganz eigenen Gefühl zu gehen. Lies dir das durch, gestalte dir deine eigene Meinung und wenn du erstmal reinschnuppern magst, dann mach das auch so. Man kann später auch noch mehr erleben, wenn man möchte ....

Andere machen es eben anders .... Wenn man ganz jungfräulicher und voller Freude und Zwanglosigkeit in den ersten Trip geht, dann können auch 300 mikrogramm sehr spitze sein. Es kommt eben auf den Typ Mensch drauf an. Und niemand kennt dich selbst besser als du. Also vertrau auch nur deinem eigenen Gefühl ....


Ich persönlich kenne z.B. das mit den "Schubladen" nicht so wie von Bollo beschrieben. Aber das ist wohl auch Typsache und hängt wohl auch damit zsamm, wieviel man noch so zu verarbeiten hat und vor allem wie man damit umgeht. Hab es immer so erlebt, dass mir etwas klarer und bewusster geworden ist in meinem bisherigen Leben und Weltbild und dementsprechend war es auch meine Aufgabe, es nach dem Trip auch gut einzuordnen.

Man erlebt vielerlei Zeugs auf LSD und anderen Psychedelika und erst die Erfahrung damit (und mit sich und dem Leben) zeigt auf, was für einen selbst wichtig ist und was nicht so. Für mich war immer das Wichtigste, dass ich jeden Trip, egal ob high- oder lowdose, so gut wie möglich genieße. Das was sich einem zeigen möchte, kommt eh von ganz alleine. Dabei aber eine gute und positive Grundstimmung zu erzeugen, liegt bei einem selbst ....


Alles Gute wünsch ich dir bei deinem ersten LSD-Trip, dr00p! Hab Spaß an der ganzen Geschichte und schau einfach zu - voller Neugier und Freude - was so daher kommen und sich dir zeigen mag .... ;)
Space is only noise if you can see, my friend!
Ex-Träumer
  Geschrieben: 21.10.20 17:11
Allgemein kann man schon sagen, dass 100 mikrogramm lsd eine normale also mittlere dosis sind. WEr hingegen angst hat bzw respekt, der steigt eben mit 50 ein. Aber mit 10? Da merkt man ja quasi so gut wie gar nichts. Viel wichtiger ist doch das set und setting, vor allem die innere geisteshaltung und reife und erfahrung. Das erste mal psychdelika dosier tman natürlich anders als die erste neue psychedialka aber mit schon reichlich erfahrung im gepäck!
 

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