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Traumländer



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  Geschrieben: 19.03.21 12:02
zuletzt geändert: 19.03.21 15:28 durch Pharmer (insgesamt 2 mal geändert)
Hier kann über die Beiträge in "Wissenschaftliche Link-Sammlung und Publikationen" geredet werden, damit der Thread weiterhin übersichtlich bleibt.
Die Moderation darf den Thread gerne ändern/löschen, wenn es anders gehandhabt werden soll.


gugu schrieb:
Vielen Dank InfraRed für diese sehr interessanten und aufschlussreichen Texte von Wolf-Detlef Rost!
Wow, das hat mich berührt, angesprochen und beschäftigt mich nachhaltig.
Und ich denke diese Texte enthalten genug Input und Denkanstöße für einen eigenen Diskussions Thread.

Spoiler:
Der erste Link der Vortrag zu "Sucht und Bindung", dem kann ich vollkommen zustimmen und dies entspricht auch meiner Erfahrung in aTherapie und meinen Gedanken zu Therapie.
Ich wünschte mir jede Therapeutin und jeder Therapeut würden sich diese Empfehlungen einverleiben und beherzigen.


Da hier nicht der Platz für Diskussionen ist, aber ich dennoch das Bedürfnis habe mich einerseits zu bedanken und dieses Zitat hervorzuheben, spoiler ich dies.
Folgendes beschäftigt mich, in meiner Anfangszeit mit Heroin besonders, jedoch noch anders als heute. Aber auch heute, wo eine Todessehnsucht nicht vordergründig ist und auch das Ausmaß der Selbstzerstörung nicht gegeben ist, so ist doch der Wunsch präsent die Droge zu beherrschen.
Kapituliert habe ich nicht, vielleicht noch nicht. ;)

Zitat aus "Psychoanalyse des Rausches":
"Oder wie Böllinger über die Todessehnsucht des Schriftstellers E. A. Poe schreibt,
„in diesen Fällen ist der Rausch ein Versuch, nicht nur Todesangst und Tod, sondern, scheinbar paradox, auch Lebensangst und Leben zu überwinden…“ (2002, 94).
Der Rausch ist immer eine Art von „Russischem Roulette“, die andauernde Ambivalenz, den Tod zu suchen und zugleich zu fürchten.
Der Süchtige ist in einer permanenten Ambivalenz zwischen „guter“ und „böser Brust“, guten und schlechten inneren Objekten gefangen, wie ich dies wiederholt zu beschreiben versucht habe (Rost 1987, 2003, 2008).
Die Droge ist ein überdeterminiertes, ambivalent besetztes Leibesobjekt, wird phantasiert als gutes, wärmendes und tröstendes Liebesobjekt, das jedoch oral-aggressiv, voller Wut und Haß verschlungen werden muß, so dass sie sich im Körperinnern mit den malignen Introjekten vermischt, ihre zerstörerischen Potenzen entfaltet und Körper und Seele schleichend vergiftet. Der Süchtige kämpft ständig darum, die Droge zu beherrschen, zu kontrollieren, und er wird diesen Kampf immer wieder verlieren; wie den Tod kann er auch die Droge nicht beherrschen. Er kann nur „kapitulieren“, seinen „Kontrollverlust“ eingestehen, um sich zu retten."


K I schrieb:
Keksi schrieb:
Microdosing wirkt nicht (über den Placebo Effekt hinaus)


Danke für die Links Keksi.
Zwar ist Microdosing nicht so weit verbreitet wie Homöopathie, aber es gibt eine Menge Leute, die meinen, sie seien gut damit unterwegs. Das könnte einen weiteren Glaubenskrieg auslösen.
Irgendwie erscheint es mir auch gar nicht möglich, das, was sich über Microdosing tun könnte (positive Effekte), in irgendeiner Form zu standardisieren und dann aus den Daten Rückschlüsse zu ziehen.
Bei all den Dingen, die mit der Psyche zu tun haben (verstärkt bei Psychedelika), spielen Faktoren eine Rolle, die nicht erfasst werden können. Es ist nun mal nicht möglich, einen bestimmten Zeitpunkt zu wiederholen. Geht nicht !
Viele Ereignisse im Leben (Psyche) sind nicht wiederholbar, da spielen ganz, ganz viele Faktoren eine Rolle, die man gar nicht alle erkennen/auflisten kann.
Da aber jeder Moment einzigartig ist und die Aktivitäten der Hirnchemie ebenso, ist es mM nach noch dazu im Zusammenhang mit einer psychedelischen Droge, unmöglich, gültige Rückschlüsse zu ziehen.
Darum wäre ich sehr, sehr vorsichtig mit Aussagen wie: Microdosing wirkt nicht.
Unmittelbare Erfahrungen habe ich keine, ich mags gern kräftig Bild: https://www.land-der-traeume.de/bilder/symbole/lol.gif Von einem Fall kann ich berichten, wo jemand sich wirklich auch von aussen erkennbar verändert hat - in eine eindeutig positive Richtung. Aus einer zur Depression neigenden, grundsätzlich negativ eingestellten Person voller Ängste wurde eine positiv denkende optimistische Person. Sie nahm zuerst Medikamente, hat alles abgesetzt und dann mit Acid-Microdosing unter Anleitung ihres Mannes weitergemacht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es ist nachhaltig, sie nimmt schon länger nichts mehr. Sie nahm/nimmt übrigens sonst überhaupt keine Drogen.
Da kann man natürlich sagen, die Entwicklung hätte es auch ohne Microdosing gegeben. Vielleicht wars nur Selbstüberlistung, wer weiss ? Was zählt ist, dass es der Frau wesentlich besser geht als zuvor.
Grüsse



Mal konkret: Wer ist wirklich pervers auf dem Planet?
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Die Welt steht in Flammen und keiner kümmert sich darum
Doch sag einmal das Wort „Fotze“ und alle drehen sich um
Kommentar von Pharmer (Moderator), Zeit: 19.03.2021 15:28

Gute Idee mit dem Thread, danke dir :)
Hab mal den Einleitungsthread drüben um den Hinweis auf diesen Thread und eine entsprechende Verlinkung ergänzt.
 
Endlos-Träumerin



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  Geschrieben: 20.03.21 11:13
Ich persönlich würde das etwas anders interpretieren.
Nur weil der Placebo Effekt sehr stark sein kann, heißt es ja noch lange nicht das Microdosing keine Wirkung hat.
Ich habe zwar nicht den ganzen Artikel gelesen, und weiß nicht, ob die teilnehmenden Probanden schon Erfahrung mit Psychedelika hatten, aber ich habe neulich einen Bericht über eine self-blinded Studie gelesen. Dort ging es um Microdosing mit Pilzen, wo echte Pillen mit Placebos vermischt wurden.
Anfangs gab es kaum Unterschiede, aber mit der Zeit waren die Teilnehmer in der Lage, gewisse Wirkungen herauszufiltern und schließlich haben sie genau gemerkt, wann sie die echte Pille und wann sie das Placebo genommen hatten.

Also zumindest bei Pilzen scheint Mircodosing definitiv zu wirken...
"Oh how I wish to dream again..."
- Nightwish
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  Geschrieben: 20.03.21 11:44
zuletzt geändert: 20.03.21 19:07 durch Pharmer (insgesamt 1 mal geändert)
Die Frage lautet ja nicht, ob winzige Psychedelikadosen überhaupt eine Wirkung haben. Natürlich haben sie die; wenn die Substanz Wirkung in höheren Dosen zeigt dann tut sie das auch in niedrigeren, nur halt weniger intensiv und evtl. so unterschwellig dass es nicht wirklich feststellbar ist. Und logisch, wenn man sich darauf eingestellt hat, dann sind auch sehr unterschwellige Wirkungen fühlbar.

Die Frage hier lautet, ob Microdosing die positiven Effekte auf Dinge wie Konzentration, Wachheit, Wohlbefinden etc. hat, die davon behauptet werden. Ich war davon noch nie sonderlich überzeugt; also grundsätzlich nicht von substance-enhancing allgemein. Hab das Microdosing auch nie selbst ausprobiert, denn ich bin überzeugt davon dass unser Gehirn ganz ohne jeden externen Substanzeinfluss am besten funktioniert - ganz einfach deshalb, weil das die logischste Variante ist. Unser Körper hat wahrscheinlich Gründe dafür, die Homöostase an genau dem Punkt an dem sie ist halten zu wollen, und der naheliegendste Grund dafür ist dass es evolutionär betrachtet so am besten funktioniert hat. Sonst hätten wir uns ja auch nicht so entwickelt, wie wir heute sind.
Half the fun is learning!
Endlos-Träumer



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  Geschrieben: 20.03.21 12:55
Pharmer schrieb:
Sonst hätten wir uns ja auch nicht so entwickelt, wie wir heute sind.


Unsere "Entwicklung" wird ja eh von Aliens gesteuert, die ihre Experimente mit uns Menschen machen, die ihre Genetik in unsere einbringen !
Nein, das ist nicht mein Ernst, ich habe nur vor ein paar Tagen im TV was gesehen, wo man darüber sprach. "Ancient Aliens" oder so. Unglaublich, was manche Menschen sich zusammendichten ...
Sorry for offtopic
Grüsse
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Oh Lord, please, don't let me be misunderstood
- Eric Burdon & Animals (Burdon wurde gerade 80; Glückwunsch !)

Bom Shankar, Bom Shiva, Bembele Bom Bom
» Thread-Ersteller «
Traumländer



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  Geschrieben: 20.03.21 13:06
Sorry for Spam, aber @K I

Spoiler:
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  Geschrieben: 07.04.21 21:24
zuletzt geändert: 10.04.21 03:42 durch kittster (insgesamt 1 mal geändert)
Punkt an dem sie ist halten zu wollen, und der naheliegendste Grund dafür ist dass es evolutionär betrachtet so am besten funktioniert hat. Sonst hätten wir uns ja auch nicht so entwickelt, wie wir heute sind.
 
Kommentar von kittster (Moderatorin), Zeit: 10.04.2021 03:42

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