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LdT-Forum » Drogen » Pharmazeutika » Ketamin bei Depression - Psychosegefahr?


Seite 1 (Beiträge 1 bis 7 von 7)

AutorBeitrag
» Thread-Ersteller «
Neuer Träumer

dabei seit 2021

  Geschrieben: 17.09.21 07:17
Hallo Leute,

meine Psychiaterin hat wegen Therapie-resistenter Depression eine Ketamin-Behandlung empfohlen. Ich nehme normalerweise keine halluzinogenen/ dissoziativen Mittel, da in meiner Familie eine Person an Schizophrenie leidet und ich daher eine entsprechende Disposition haben könnte. Meine Psychiaterin tut die Sorge ab mit der Begründung, dass bei der Ketamin-Therapie "nur manchmal" Halluzinationen vorkommen und die Therapie "gut erforscht" ist.

Wisst ihr, wie die genaue Dosis bei Ketamin-Infusionen im Depressions-Bereich ist und wie stark entsprechend die Psychose-Gefahr?

Danke! :)
 
Traumländer



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  Geschrieben: 17.09.21 07:29
Ich glaube nicht das die davon soviel nehmen das du wirklich hallus kriegst. *kurzschau*

Jo google sagt:Bei einer Ketamintherapie bei Depression wird das Medikament in einer sehr geringen Dosis als Infusion über 40 Minuten verabreicht. Dabei entfaltet das Ketamin seine antidepressive Wirkung. Es treten fast nie Nebenwirkungen auf und wenn doch, verschwinden sie sofort nach dem Anhalten der Infusion.

Die werden mit nebenwirkung wohl auch die dissoiativ halluzinogene wirkung meinen. Ich kann mich auch nicht erinnert mal gehört das einer auf dissoziativa hängengeblieben ist. Da kann ich mich aber auch grad irren. Viell. weiss jemand anders da mehr bescheig.

Lg nuss
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Traumländer



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  Geschrieben: 17.09.21 13:50
Warum eig. ausgerechnet als Infusion? In einer Doku wurde eine Patienten schon sehr nah Richtung khole gebracht (sah für mich als etwas wenig erfahrener Gelegenheitskonsument zumindest so aus, kann mich natürlich täuschen).

Es gibt auch ein Nasenspray mit dem Wirkstoff Esketamin,welches mit einem antidepressivum kombiniert wird. Scheinbar gibt es drei verschiedene Dosierungen.

28 mg = 1 Applikator
56 mg = 2 Applikatoren
84 mg = 3 Applikatoren

84mg würde ich schon als ordentlich bezeichnen...

Das Nasenspray heißt "spravato" und ist seit März zugelassen. Die einnahme erfolgt wohl unter Aufsicht und anschließend noch bis zu 2 Stunden in der Praxis bleiben.
Weiß zufällig jemand ob jeder Psychiater das anwenden/ verschreiben kann oder nur bestimmte?

Wird bei der Infusion auch esketamin verwendet oder das racemat?

"Ich bin kein Ausländer, trotzdem war ich nie integriert,
hier, in dieser Ellenbogengesellschaft,
wo man sich nur Sorgen um sich selbst, Drogen und Geld macht."

Pöbel tötet König.
Traumländer



dabei seit 2005
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  Geschrieben: 17.09.21 16:24
Ich hab nochmal für dich geschaut weil mir was eingefallen ist. Und ich hatte den richtigen Riecher. Also in der Ketamintherapie kriegt man wohl meist das racemat. Verantwortlich für die antideppressive Wirkung ist aber nicht das Ketamin selbst. Es ist ein Metabolit. Genauer (2R,6R)-Hydroxynorketamin welches im Körper nach dem konsum von Ketamin entsteht und wohl für die antideppressive Wirkung verantwortlich ist. Anscheinend beruht der antideppressive Effekt auch nicht darauf das die nmda rezeptoren beteiligt sind. Denn das Hydroxynorketamin wirkt scheinbar nicht am nmda rezeptor.


every schrieb:
Warum eig. ausgerechnet als Infusion? In einer Doku wurde eine Patienten schon sehr nah Richtung khole gebracht


ka. kenn die Doku nicht aber ich schätze mal infusion damit das gerade nicht passiert das man ins k-hole fällt. In dem man halt die dosis über einen längeren zeitraum in den körper fliessen lässt soll denk ich mal auch verhindert werden das man zu starke dissoziative nebenwirkungen hat .


every schrieb:
Es gibt auch ein Nasenspray mit dem Wirkstoff Esketamin,welches mit einem antidepressivum kombiniert wird. Scheinbar gibt es drei verschiedene Dosierungen.

28 mg = 1 Applikator
56 mg = 2 Applikatoren
84 mg = 3 Applikatoren

84mg würde ich schon als ordentlich bezeichnen...


mmh kommt ganz drauf an. Sind da insgesammt 84mg drin oder kommt pro schub 84mg raus. Ich denke die Dosis bezieht sich auf das was insgesammt in der flasche ist. Ob das jeder Psychiater verschreiben kann weiss ich nicht. Wäre aber merkwürdig wenn nicht wo es jeder hausarzt früher auf privatrezept rausgeben durfte (auch wenn es kaum einer machte). Ketamin war son komischer sonderfall damals weil es eine PartyDroge war aber nicht im Btmg stand . Wäre sie im Btmg gewesen hätten sanitäter das keinen verunfallten spritzen dürfen.

Ich denke ma da sie mittlerweile wissen welcher stoff antideppressiv wirkt und dieser auch noch keine rauschartigen nebenwirkungen hat wie das Ketamin wird es wohl in ein paar jahren ne neue generation von antideppressiva geben. Ich kann es nur hoffen. Die bisherigen sind allesammt scheiße. Erstmal darf man wochen warten bis man überhaupt einen effekt spürt und dann gibt es noch die ekligsten nebenwirkungen überhaupt wozu sogar eine verschlechterung der Deppression gehören kann.

Wenn diese selbstgerechten Penner nicht so emotional an das thema drogen rangehen würden dann wär schon vor jahren erkannt worden wie Keta bei deppressionen hilft. Ein weiterer Sack voll tausender unnötig verstorbener auf grund der scheiss prohobition. Verfechter dieser gehören in Keller gesperrt und der schlüssel weggeworfen.




lg Nuss






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Traumländer



dabei seit 2013
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  Geschrieben: 17.09.21 21:36
Pro Sprühstoß sind es 28mg, die Anzahl entscheidet dann wohl der behandelnde Arzt. Bei dem Nasenspray gibt es natürlich kein takehome.
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Pöbel tötet König.
» Thread-Ersteller «
Neuer Träumer

dabei seit 2021

  Geschrieben: 17.09.21 22:26
Vielen Dank für die Antworten. Auch wenn es anscheinend nicht so klar ist, wieviel und welches Ketamin da nun drin ist. Hat jemand praktische Erfahrungen mit der Therapie und kann genauer sagen, wie stark der Rausch/ die Dosierung ist? Ohne das genauer zu wissen, traue ich es mich leider nicht.

Warum es dort nur Infusionen gibt, weiß ich leider nicht. Vermutlich ist das Nasenspray noch zu neu; aussuchen kann ich es mir leider nicht.

Viele Grüße
 
Moderatorin



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  Geschrieben: 17.09.21 22:50
Ich denke, dass du, was die Anwendung von Ketamin bei Depressionen angeht, wirst du eventuell in entsprechenden Selbsthilfeforen bessere Chancen haben bzw. aussagekräftigere Antworten bekommen. Wenn jetzt beispielsweise eine Person fast täglich Upper nimmt und dann nach einer Ketaminbehandlung psychotisch wird, lässt sich nicht mehr genau sagen, in wie weit welche Substanz beteiligt war. Ich wage mal zu behaupten, dass der Anteil der Leute, die keinerlei Drogen nehmen, aber eine Ketaminbehandlung hatten, in einem Forum, wo es um Behandlung von Depressionen geht höher ist, als in einem Drogenforum.
Im übrigen sollte eine Ärztin oder ein Arzt bei Bedenken bezüglich der Sicherheit einer Behandlung Ansprechpartner*in sein und nicht das Internet bzw. Erfahrungen von maximal anekdotischer Evidenz. Was du noch machen könntest wäre, entsprechende Studien durchzulesen. Wenn deine Ärztin aber deine indivuelle sowie die Familienanamnese kennt und die Behandlung trotzdem empfielt, tut sie dies aufgrund einer positiven Nutzen-Risiko-Abwägung.
 

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