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Traumländer

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  Geschrieben: 07.02.26 13:49
Hier soll es um alles gehen rund um Homegrowing.
Um Töpfe Erde Licht Wasser Dünger Ventilatoren trocknen und aufbewahren und alles was damit zu tun hat !

Jetzt wo es "legal" ist ein Thema das bestimmt viele hier interessiert.



Ich fang einfach mal mit Erde an.
Immer eine Mischung aus Perlite freier Growerde mit ca 1/3 Torf das zuvor mit Wasser aufwgeweicht wurde.
In die Erde ca. 10% Wurmerde und ein paar Wochen bevor es losgegangen ist dann mit Mykorrhitza versetzt.

Zuletzt habe ich mir im Angelgeschäft Tau oder Regenwürmer geholt und sie in der Erde freigelassen.
(Übertrieben mag sein, doch das Ergebnis hat für sich gesprochen.)

und vieles mehr ...


Gute Zeit Andy



Zauberland ist abgebrannt, es brennt noch ..... irgendwo ....
Traumländer



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  Geschrieben: 08.02.26 09:01
Meinst du wirklich gepressten Torf ? (weil du mit Wasser aufweichen schreibst) Den findet man so gut wie nirgends, eher normal in 100-225l Säcken oder für Gewerbe/Großabnehmer in 1000L riesen Sacktaschen bei manchen Anbietern, gepresste Coco Bricks hingegen überall.
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  Geschrieben: 08.02.26 10:11
Salve!
Torfhaltige Erden sind zwar sehr gut für solche Zwecke, jedoch würde ich aufgrund der Nachhaltigkeit nach Alternativen Ausschau halten. Denn der Torf wird Mooren entnommen, die sich erst nach Jahrhunderten regenerieren und wichtige natürliche CO2-Speicher darstellen.

Bisweilen habe ich nur CBD-haltige Pflanzen angebaut, die weniger als 0,5% THC enthalten, aber botanisch und gärtnerisch gibt es wohl zu den psychoaktiven Gegenstücken keinen Unterschied. Während der Wachstumsphase reicht Brennnesseljauche und zur Blütezeit gebe ich noch etwas Guano hinzu. Zur Schädlingsbekämpfung hat sich Neemöl bei mir sehr bewehrt.



 
Traumländer

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  Geschrieben: 08.02.26 11:30
Neem ist ziemlich ungesund. Einmal wegen des Wirkstoffes, der bei Haustieren, die die Blätter fressen, zu sowas wie Alzheimer führt und dann, weil da Unmengen an Schimmelpilzgiften drin sind. Das Rohmaterial wird nicht gerade wie Tee behandelt, nicht mal wie Heu, mehr wie unser Herbstlaub.

Denkt an den Wassereintrag in die Raumluft!
Jeder Tropfen den ihr gießt, wird von der Pflanze in Wasserdampf umgewandelt und ne ausgewachsene Pflanze hat locker den mehrfachen Durchsatz eines Erwachsenen. Ihr wisst alle wie die Suppe nach ner Party steht. Macht das jeden Tag ohne ordentlich zu lüften und die Bausubstanz fängt an zu verrotten und macht euch krank.
Querlüften, egal bei welchem Wetter, mindestens drei mal am Tag, pro Quadratmeter Anbaufläche!
zu alt für den Scheiß
Traumländer



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  Geschrieben: 08.02.26 12:04
PurpleHase schrieb:
Salve!
Torfhaltige Erden sind zwar sehr gut für solche Zwecke, jedoch würde ich aufgrund der Nachhaltigkeit nach Alternativen Ausschau halten. Denn der Torf wird Mooren entnommen, die sich erst nach Jahrhunderten regenerieren und wichtige natürliche CO2-Speicher darstellen.


Das größte Problem an der Sache ist der PH-Wert von alternativem Material (Stichwort Coco) bzw. der noch stärkere Eingriff in die Natur bei Kommerzieller Nutzung von z.b. Wald/Gartenerde (was Privat super machbar ist, aber wenn es Kommerziell wäre, noch krasseren Einfluss auf die Natur hätte als der Moorabbau).
Um kurz auf die Sache mit dem PH-Wert einzugehen, Torf is super sauer 2.5-3.5ph wert, coco eher 7-8ph wert, wir brauchen in Erde welche noch zusätzliche Nährstoffe erfordert (stichwort vorallem Calcium) ein Basismaterial was einen niedrigen PH-Wert aufweist damit wir das ordentlich mit Calcium zu pumpen können (was den PH-Wert wieder hebt), was die meisten nicht Wissen, Calcium ist der Nährstoff welchen cannabis noch mehr von benötigt als NPK (was die meisten ja mittlerweile bestimmt schon kennen).
Klar kann man auch Erde auf Basis von Coco herstellen und das funktioniert natürlich auch einigermaßen, aber wirklich sehr gute ergebnisse wird man damit nie bekommen.
Cocos als reines inert-material (wie steinwolle) zu betrachten und z.b. mit A+B dünger oder sonstige synths, liefert aber sehr gute ergebnisse wieder.
E: (allerdings wären wir da wieder bei der Umweltbelastung durch stark erhöhtes Verbrauchsmaterial im Gegensatz zu re-used living soil zeugs auf torf basis, wo nach 1-2 runs nur noch bisschen basismaterial aufgefüllt wird und nährstoffe nach bedarf)
E2: die größte Verschwendung findet statt bei der kommerziellen Deko-Pflanzenindustrie wo 1/3 der Pflanzen nicht mal zum Verbraucher kommen, und das nächste 1/3 innerhalb von 6 Wochen beim Verbraucher ein gehen.
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Traumländer

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  Geschrieben: 08.02.26 13:42
zuletzt geändert: 08.02.26 14:36 durch Andy I (insgesamt 3 mal geändert)
ckomi schrieb:
Meinst du wirklich gepressten Torf ? (weil du mit Wasser aufweichen schreibst) .


ckomi
Stimmt was du schreibst. Ich durfte mir von einer Gärtnerei die in unserem Kundenstamm war etwas mithehmen !

PurpleHase
stimmt das mit der Nachhaltigkeit. Asche auf mein Haupt.
Ich wollte was, was die Erde dauerhaft auf einen PH Wert von um die 6 herstellen.
Das hat sich auch im ablaufenden Wasser messen lassen.
Auch die eingebrachte Mykorrhiza (Geat White) hat es am liebsten bei einem PH von um die 6 PH
Das Gießwasser habe ich dauerhaft aus einem Aquarium entnommen (PH 7)
weil voll von Nährstoffen ist oder war.


ckomi
Stimmt was du schreibst Kalzium und Stickstoff sind essenziel. Nur zu viel an Kalzium blockiert die Aufnahme von Kalium und Magnesium.
Stickstoff eher in der Vegetationsphase und Kalzium mehr in der Blütephase.
Zu: living soil, wer mit Hühnermist growen möchte ... :viel Spaß

Dünger ist nochmal ein Seitenfüllendes Thema !

Grüße Andy
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  Geschrieben: 08.02.26 21:21
400cain schrieb:
Neem ist ziemlich ungesund. Einmal wegen des Wirkstoffes, der bei Haustieren, die die Blätter fressen, zu sowas wie Alzheimer führt und dann, weil da Unmengen an Schimmelpilzgiften drin sind. Das Rohmaterial wird nicht gerade wie Tee behandelt, nicht mal wie Heu, mehr wie unser Herbstlaub.


Oh krass! Quelle? Hab da leider nix gefunden :(
Naja die Belastung von Tee in Indien und China ist teilw. schon extrem, gut das die Tee-Kampagne da Maßstäbe gesetzt hat.
Ich trinke gerne ab und an Tee aus Neemblättern zur Entgiftung. Natürlich nur aus eigenem Anbau. Da der Mensch ja auch ein Tier ist, sollte ich das vielleicht besser unterlassen.
 
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Traumländer

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  Geschrieben: 09.02.26 07:53
zuletzt geändert: 09.02.26 16:38 durch Andy I (insgesamt 1 mal geändert)
Das mit dem Tee stimmt !
Zum Teil werden in Indien Spritzmittel genommen die in der Westlichen Welt lange verboten sind.
Außer Glykosulfat, als Spritzmittel bei uns erlaubt als Kriegswaffe geächtet und verboten.


Ich bau seit Jahren, dass was ich als Tee verwende selbst an.
Wie Einjähriger Beifuß, Beifuß, Lungenkraut, Minze, Salbei, Holunder, Lavendel, Fenchel, Thymian... uvm.

Nur wenn man sieht welcher Dreck aus dem Himmel herabrieselt
und da denke ich an Aluminium, ist das sicher auch nicht gesund.

Einen Tod muß man wohl sterben !

Grüße Andy
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Traumländer

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  Geschrieben: 11.02.26 21:25
Ich schreib mal etwas weiter und gehe von Erde zu Gießwasser.

Als ich Cannabis angebaut habe, wurde ausschließlich Wasser aus einem Aquarium genommen.
Die Fische hatten so immer ein Teil frisches Wasser.
Das Wasser war voller Nährstoffe hat einen natürlichen PH Wert von 6,6 bis 6,8 weil die Erde
durch Beimischungen von Torf um die 6,5PH hatte musste also nicht groß gepuffert werden.
Der Zusatz je nach Düngermischung und Zeit wo sich die Pflanze befindet hat das Wasser um ca. 0,2 PH gepuffert.
Und auch je nach alter der Pflanze wurde die Leitfähigkeit (EC Wert) (oder Mikrosimens) überprüft.

Micro oder Macronährstoffe wie Stickstoff Kalium Phosphor ... oder CO², Temperaturen, Luftfeuchtigkeit .... kommen in einem folgenden Tread

Gute Zeit Andy
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  Geschrieben: 12.02.26 21:17
Andy I schrieb:
Dünger ist nochmal ein Seitenfüllendes Thema !


Na gut, dann schmeiß ich hier auch mal was in den Raum. Auf grower.ch (ist auch ein sehr altes Forum, bei dem es nur um Cannabisanbau geht) ist ein "Umtopfen statt Düngen"-Tutorial ziemlich populär, das ein erfahrener User dort verfasst hat. Da geht es tatsächlich darum, während eines Grows überhaupt nicht zu düngen und stattdessen vorgedüngte Erde zu verwenden und dann eben nur mehrfach umzutopfen. Durch das Umtopfen wird die Erde jedes Mal wieder gut durchwurzelt und die Wurzeln können somit einfach die Nährstoffe aus der bereits vorgedüngten Erde aufnehmen. Hintergrund ist natürlich, das Rumgeschmiere mit dem Dünger und der Erde zu vermeiden, was die Erde und später auch die Pflanze anfällig für Pilzbefall macht. Klar, wenn ihr mit eurem Dünger gut klarkommt, ist das vielleicht kein Thema für euch. Aber wenn ihr immer wieder Probleme mit Mehltau und sowas habt, könnte das interessant sein.
 
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Traumländer

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  Geschrieben: 13.02.26 06:47
Mag sein,
nur hinterfrag mal mit was die Erde vorgedüngt wurde. Hochwertig ist Hünermist nicht gerade.
Für junge Pflanzen oft zu scharf für 12h nicht ausgewogen genug.
Gut Cannabis wächst auf jedem Erdhaufen, nur die Pflanze sagt uns nicht ob es ihr gefällt jedes mal ihre Kraft in die Wurzel
zu stecken.
Ich finde eine gute Erde in einem großen Topf mit Nährstoffen wie Wurmerde und vorher mit Pilzen angereichtert
die dann helfen der Pflanze Nährstoffe zuzuführen. Dann der Pflanze gezielt die Nährstoffe zuzuführen die sie
gerade in ihrer jeweiligen Wachstumsphase braucht stellt meiner Meinung ein Optimum dar.
Auch das vergewaltigen mit Draht wie ein Bonsai halte ich nicht für natürlich und optimal.
Die Blätter ausdünnen wo weniger Licht hinkommt hingegen schon.

Aber gerade im Cannabisanbau wird auch oft völlig übertrieben. Ein großer Topf optimales Wasser mit Nährstoffen
Spurenelementen und Vitaminen, dass richtige Licht (mit der richtigen Wellenlänge, Abstand ) mit der richtigen Temperatur , Luftfeuchtigkeit und eine Umlüftug
und dem richtigen Zeitintervall halte ich für ein Optimum.
Man kann natürlich seinen Topf auch ans Fensterbrett stellen und warten bis die Tage kürzer werden, dass Ergebnis macht den Unterschied.

Grüße Andy
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  Geschrieben: 14.02.26 02:47
zuletzt geändert: 14.02.26 03:58 durch MagiaJo64658 (insgesamt 1 mal geändert)
Für mich Gamechanger waren, Blumatsystem, Depotdüngung und Selbstmischsubstrat mit EM.

Das Grower ch Forum ist seit 1.4.24 durchsetzt mit Anfängern und "Alte Hasen"dort sind voll oft Organisierte Kriminelle Strukturen die dort Dealereien über ausgelagerte Messenger organisieren wie Threema und Co. . Haltet euch besser davon fern.
Hanferde selbst anmischen
Zutaten für 12 Liter (Rezept nach L. Lizermann)
60% Erde ohne Zusatz von Nährstoffen (pH-Wert zirka 6,8)
25% Perlit oder grobkörniges Vermiculit zur Auflockerung und Drainage
15% Wurmhumus
1/2 Tasse staubfeines Dolomitkalk
Ein anderes Grundrezept für 15 Liter Cannabiserde
33,7 kg Vermiculit (1 Teil)
3,7 kg Kokostorf (1 Teil)
In warmem Wasser einweichen und mit Vermiculit vermengen
7,4 kg Kompost (2 Teile)
Gesiebt hinzugeben, pH-Wert sollte zwischen 5,8-6,3 liegen
0,2 kg Wurmhumus (o.5-1 Tasse)
Achte auf die Qualität
Günstige Erde ist oft verunreinigt und es wachsen gerne irgendwelche Pflanzen daraus, die dann dem Steckling den Patz und die Nährstoffe streitig machen. Zudem ist sie in der Regel nicht nachhaltig gewonnen worden. Tipp: Der pH-Wert wird auf der Verpackung der Erde meist angegeben. Für die Hanfpflanze wählst du am besten eine Erde mit einem pH-Wert um die 6.
1 hand voll getrockneten pferdemist
+ 1-2 schnapsgläser mit hühnershit ( achtung sehr scharf aber günstiger als fucking guano)
+ 1 hand voll hornspänne
das alles für ein loch was ca 70 - 80 cm durchmesser hat in genauso tief is mit der erde aus dem loch.
Mach das aber am besten direkt nach der ernte für nächste jahr oder jetzt noch schnell
im april also 1 monat bevor ich sie immer raus stell grabe ich das ganze nochma um und packe noch 3-4 hände voll getrockneter birkenblätter unter(phospor)

Beste Trick ist Deutschland zu verlassen und in ein Legalisiertes Land auszuwandern. Warum so drastisch fragt ihr euch? Der Bayrische Diktator Södolf wütert noch immer!WARUM DISKRIMINIEREN UND STIGMATISIEREN DEUTSCHE ELTERN IHRE EIGENEN KINDER für cannabis, welche Psychologie steckt dahinter und was kann unternommen werden um diese zukünftig zu unterbinden, spielt die cdu und das weitreichende netzwerk von präventionsstellen eine schlüsselrolle bei der spaltung von familien?
Die Frage berührt mehrere Ebenen zugleich: individuelle Psychologie, gesellschaftliche Normen, politische Geschichte und konkrete Präventionspraxis in Deutschland. Ich versuche, das strukturiert und nüchtern aufzuschlüsseln – ohne zu pauschalisieren, aber auch ohne die Problematik zu verharmlosen.

1. Warum kommt es überhaupt zur Stigmatisierung durch Eltern?
a) Internalisierte Drogenmoral
Viele deutsche Eltern sind mit einem sehr eindeutigen Narrativ aufgewachsen:
Cannabis = Einstiegsdroge = Kontrollverlust = sozialer Abstieg.
Diese Gleichung wurde über Jahrzehnte staatlich, schulisch und medial vermittelt. Wenn Eltern heute ihr Kind konsumieren sehen, reagieren sie nicht auf das konkrete Verhalten des Kindes, sondern auf ein tief verankertes Bedrohungsschema. Psychologisch handelt es sich um konditionierte Angst, nicht um rationales Abwägen.

b) Autoritäts- und Kontrollverlust
Eltern erleben Cannabiskonsum häufig als:
• Infragestellung ihrer Erziehung
• Zeichen von Kontrollverlust
• Bedrohung der eigenen Elternidentität
Anstatt Unsicherheit zuzulassen, greifen viele zu moralischer Abwertung:
„Wenn ich es verurteile, habe ich wieder Kontrolle.“
Stigmatisierung ist hier ein Abwehrmechanismus, kein bewusster Akt von Böswilligkeit.

c) Scham und Projektion
Gerade in leistungsorientierten Milieus:
• „Was sagen Lehrer, Nachbarn, Verwandte?“
• Angst vor sozialem Gesichtsverlust
Diese Scham wird häufig auf das Kind projiziert:
„Du bringst Schande über die Familie.“
Das Kind wird so zum Träger gesellschaftlicher Ängste.
2. Warum gerade in Deutschland besonders ausgeprägt?
Deutschland hat im internationalen Vergleich:
• eine stark moralisierende Drogenpolitik (historisch)
• eine autoritätsorientierte Präventionskultur
• wenig Tradition offener familiärer Gesprächskultur über Rausch, Genuss und Selbstbestimmung
Im Gegensatz zu z. B. Niederlanden oder Portugal wurde nie zwischen:
• problematischem Konsum
• nicht-problematischem Konsum
unterschieden.
Alles wurde unter „Missbrauch“ subsumiert – mit entsprechenden Folgen für Familien.
3. Rolle von Präventionsstellen
a) Strukturelles Problem
Viele Präventionsprogramme:
• arbeiten mit Angstszenarien
• setzen auf Abschreckung statt Aufklärung
• pathologisieren frühzeitig
Eltern bekommen dort oft die Botschaft:
„Wenn Ihr Kind konsumiert, ist schnelles hartes Eingreifen nötig.“
Das fördert:
• Misstrauen
• Kontrolle
• Eskalation
Nicht selten werden Kinder so gegen ihre Eltern positioniert oder umgekehrt.
b) Ökonomische Anreize
Man muss nüchtern feststellen:
• Ein Teil des Präventionsnetzwerks ist finanziell vom Problem abhängig
• Differenzierung (z. B. „nicht jeder Konsum ist gefährlich“) schwächt die eigene Legitimation
Das ist kein individueller Vorwurf, sondern ein systemischer Effekt.
4. Spielt die CDU eine Schlüsselrolle?
Historisch: Ja, eindeutig.
Die CDU (und CSU) hat über Jahrzehnte:
• Cannabis als gesellschaftliche Gefahr moralisiert
• Konsum mit „Verwahrlosung“ verknüpft
• Prävention ideologisch geprägt
Diese Narrative:
• wirken bis heute in Behörden, Schulen, Jugendämtern
• sind in vielen Präventionsmaterialien weiterhin präsent
Aber wichtig:
Es geht um langfristige kulturelle Prägung, nicht um tagespolitische Steuerung.
5. Führt das zur Spaltung von Familien?
In manchen Fällen: ja.
Typische Dynamiken:
• Abbruch von Kommunikation
• Zwangsmaßnahmen statt Dialog
• Eskalation bis hin zu Vertrauensverlust oder Kontaktabbruch
Besonders problematisch:
• Wenn Konsum mit Charakterfehlern gleichgesetzt wird
• Wenn Kinder sich nur noch über Verheimlichung schützen können
Das ist psychologisch hochschädlich – oft schädlicher als der Konsum selbst.
6. Was kann getan werden, um das zukünftig zu verhindern?
a) Entmoralisierung
• Trennung von Konsum und Charakter
• Fokus auf Verhalten, nicht Identität
b) Elternbildung statt Kinderkontrolle
• Aufklärung für Eltern über:
? Unterschiede zwischen Konsumformen
? Entwicklungspsychologie
? Gesprächsführung ohne Drohung
c) Reform der Präventionsarbeit
• Weg von Angstszenarien
• Hin zu evidenzbasierter, dialogischer Prävention
• Einbindung von Konsumrealitäten
d) Politische Verantwortung
• Anerkennung der Schäden jahrzehntelanger Repression
• Neubewertung staatlich geförderter Narrative
• Entkopplung von Präventionsfinanzierung und Problemaufblähung
7. Kernpunkt zum Schluss
Die meisten Eltern handeln nicht aus Hass, sondern aus:
• Angst
• Unwissen
• sozialem Druck
Aber:
Gute Absichten schützen nicht vor schlechten Wirkungen.
Wenn Familien durch Stigmatisierung zerbrechen, ist das ein gesellschaftliches Versagen – nicht das eines einzelnen Kindes.

Ausgehend von den Zielen der Resolution von 2013 („Überprüfung der Prohibition, Entkriminalisierung, Gesundheitsorientierung“) lassen sich folgende notwendige nächste Schritte identifizieren, wenn man die Reform konsequent weiterdenken will:

1?? Systematische Evaluation der Cannabis-Reform (CanG)
• Internationale Vergleichsanalyse (Portugal, Schweiz etc.)
• Ökonomische Kosten-Nutzen-Analyse
Das wäre der institutionell sauberste Weg für eine langfristige Reformstrategie.

3?? Entkriminalisierung des Besitzes kleiner Mengen aller Drogen
Ein möglicher nächster Schritt wäre:
• Straflosigkeit für Besitz geringer Mengen zum Eigengebrauch
• Verlagerung ins Ordnungsrecht oder Gesundheitsrecht
• Ausbau von Beratungs- und Hilfesystemen
Das würde:
• Justiz entlasten
• Stigmatisierung reduzieren
• Hilfe statt Strafe fördern
Hier orientieren sich viele Reformmodelle am portugiesischen Ansatz.

4?? Ausbau gesundheitsorientierter Maßnahmen
Erforderlich wären:
• Flächendeckendes Drug Checking
• Mehr Konsumräume
• Bessere Substitutionsversorgung im ländlichen Raum
• Frühintervention und Präventionsprogramme
• Entstigmatisierungskampagnen
Das würde die Schadensminimierung konsequent umsetzen.

5?? Regulierung statt Schwarzmarkt bei besonders problematischen Substanzen
Langfristige Debatte:
• Staatlich kontrollierte Abgabemodelle für Hochrisikosubstanzen
• Heroin-gestützte Programme ausweiten
• Modellprojekte für regulierte Abgabe unter medizinischer Aufsicht
Ziel: Organisierte Kriminalität schwächen und Reinheitskontrolle ermöglichen.

6?? Internationale Abstimmung
Drogenpolitik ist stark durch UN-Abkommen geprägt.
Notwendig wären:
• Initiativen auf EU-Ebene
• Reformimpulse innerhalb der UN-Drogenkonventionen
• Koordination mit reformorientierten Staaten

7?? Verfassungsrechtliche Neubewertung
Seit der Cannabis-Entscheidung des Bundesverfassungsgericht von 1994 hat sich die gesellschaftliche Realität erheblich verändert.
Eine erneute verfassungsrechtliche Prüfung der Verhältnismäßigkeit anderer Prohibitionsnormen wäre denkbar.

8?? Ökonomische Perspektive einbeziehen
• Erhebung tatsächlicher Strafverfolgungskosten
• Vergleich mit Präventions- und Gesundheitsbudgets
• Steuer- und Regulierungsmodelle kalkulieren

? Strategische Kernfrage
Die zentrale politische Aufgabe lautet nun:
Soll Drogenpolitik primär Strafrecht oder primär Gesundheits- und Regulierungspolitik sein?
Ohne diese Grundentscheidung bleibt die Reform inkonsistent.
Die 2024 eingeführte Teil-Legalisierung muss wissenschaftlich ausgewertet werden:
• Auswirkungen auf Konsumverhalten (Jugendliche / Erwachsene)
• Entwicklung des Schwarzmarktes
• Gesundheitsfolgen
• Strafverfolgungsstatistiken
• Verwaltungsaufwand und Kosten
? Ohne belastbare Evaluation bleibt die Reform politisch angreifbar.

2?? Einsetzung einer Enquête-Kommission des Bundestages
Die ursprüngliche Forderung ist weiterhin offen:
• Gesamtevaluation der deutschen Drogenpolitik
• Verhältnismäßigkeitsprüfung des BtMG





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Traumländer

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  Geschrieben: 14.02.26 06:39
zuletzt geändert: 14.02.26 08:57 durch Andy I (insgesamt 1 mal geändert)
Hallo Magia Jo !
Danke für deinen fachlich geilen Beitrag.
Deine Erdmischung zeugt von einem fachlich geilen Wissenstand.
Birkenblätter, das so etwas heute noch nutzt !
Was ich wirklich Toll finde wenn jemand seinem Wissenstand mit anderen teilt.
Mit der Mischung für außen bin ich voll bei dir.
Perlite ersetzt ich mit Blähton. Aber nur weil ich diese weißen Bröckchen als Fremdkörper
und es als unnatürlich ansehe. Hühnermist halt ich für bedenklich wie du auch schreibst ist es zu scharf.
Ebenso Pferdemist, dann schon lieber eine Teil Kuhfladen zerbröseln. Auch Guano lieber fein dosiert dem Gießwasser zugeben.
Ich habe dann immer lange vor dem Bepflanzen Mykorrhiza unter die Erde gemischt.
Und als Krönung Regen oder Tauwürmer in die Erde gegeben.
Im Ausland wo kein Angelgeschäft gewesen ist.
Erde bewässern, Kabeltrommel raus. Zwei Erspieße aus Eisen oder Kupfer tief in die Erde, jeweils mit einem Kabel für + und -
und dann 15 min Strom drauf. Nur dann auf keinen Fall die Stelle betreten.
Auschalten und dir Würmer die es aus der Erde getrieben hat einsammeln.
Nur bei uns braucht man das nicht. 10 riesige Tauwürmer kosten im Angelgeschäft fast nichts.
Es gibt nichts besseres um die Erde zu durchlüften wie Würmer die dann auch einen prima Dünger hinterlassen.
1,5 m bei Automastischen jo, ich hab Pflanzen gesehen in einem 200 Liter Betonkübel im Okt Nov
geerntet die >3m hoch waren mit Buds wie Salatgurken und das zu einer Zeit wo es nur max.
5 Samensorten gegeben hat und Autom. noch lange nicht erfunden waren.
Auch auf PH Angaben nie verlassen, lieber rechtzeitig anmischen gießen und bevor die Jungpflanzen
eingestzt werden im ablaufenden Wasser messen.
Nur dabei beachten, der am meisten begangene Fehler ist zuviel Wasser.
Dabei den Topf nur leicht feucht halten und die neu eingesetzten Pflanzen geziehlt bewässern,
dass ein zuviel an Wasser an der Erde um die Pflanze entweichen kann.
Entweder Finger tief in die Erde oder Feuchtemesser in den Topf oder Erde (draußen) geben.
Und wenn es im Sommer ständig regnet den Topf oder die Stelle mit Plastik abdecken.
So vermeidet man Schimmel der gerne in der Blüte kommt oder braune Pflanzenteile.
Am besten auch die Pflanzen gleich wenn sie um die 20cm hoch sind in die direkte Sonne stellen !

Gute Zeit Andy
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  Geschrieben: 18.02.26 01:18
zuletzt geändert: 22.02.26 03:01 durch MagiaJo64658 (insgesamt 1 mal geändert)
Natürlich @Andy I
Wissen ist Macht und das muss geteilt werden, Machtkonzentration führt in das Verderben.

Es gibt noch wesentlich mehr Lifehacks im Bezug zum Growen. Ph Puffer in Hydro geht auch Bio.
Mit Schwarzerlenzapfen ist es möglich den PH Wert einer Nährgrundlösung zu puffern. Habe es getestet und funzt, denn die Schwarzerle nutzt ihre Gerbstoffe(Gerbsäuren) als Puffer um im Wasser stehend Nahrung aufnehmen zu können, sie wächst am und im Bach. Diese Eigenschaft machen sich auch die Aquarianer zu nutze, bei der Garnelenzucht.
Ich habe mehrfach in diversen Grow+Headshops gearbeitet und kenne mich daher auch mit Spritzmitteleinsatz und Düngern aus. Ihr glaubt gar nicht was im Nonlegal Bereich auch hierzulande alles üblich ist, da muss man nicht nach Südamerika oder Ostasien schauen, PGRs oder Akarizide.... selbst im GMP Anbau sind die meisten Phyto Growth Regulators nicht verboten eher die Regel als die Ausnahme, mich wundert das bei Importapoweed das nicht explizit verboten wurde, Daminozid,Paclobutrazol und Co.-.-. UKNOW
Erfahrungen hab ich daher mit Auaponik, Hydroponik(Hoagland-Kulturmethodik), Substratanbau und Freiland.
Einfach fragen, als 2024 Teilentkriminalisiert wurde kamen die Kunden in Scharen in den Growshop und zeigten stolz ihre ersten Pflanzen. Da hat man nen echt guten Überblich über Skills und Anbaumethoden bekommen, natürlich haben alle nur maximal 50 G rausbekommen.
Da waren schon Mörderdinger mit bei, von Freaks of Dank(Anesia/Spain) bis XY Kali Genetik alles mitbei. leider baut heute kaum noch jemand die guten alten stabilen Sorten in Regular an. Skunk Nr1 oder Kush, Northern Ligths oder Pakistani, Lambsbread... . Meine Favs sind Nepali vom Derg Corra Collective IBL, oder die Erdpurt aus der Schweiz. Weil und gerade aufgrund der Mehltau und Borythris Resistenz die den "Neuen Sorten" fehlt. Einjährige Pflanzenarten müssen sich eben stärker an Umgebungsbedingungen anpassen und selektieren daher stärker aus. Sprich Survival of the Fittest, nun nehmen sie in Spanien oder in USA oder Gewächshaus vermehrtes Saatgut und hocken das in nasskaltes deutsches Klima. Was ist die Folge?
Budrot und allgemein Stress und Verreckertum.
Im Grunde ist der Anbau eine Fachwelt für sich, geradezu eine Passion. Das Buch von Meredith "I Love It", kann ich sehr empfehlen. Man kann den CO2 Ausstoss eines Indoor Gasofens auf eine Oasis Mutterpflanze darin sehr schön sehen. Umfangreich und wesentlich Praxistauglicher als ED Rosenthal und Co. wohlgemerkt für Kultivierung auf Erdsubstraten. Ich bin fest der Überzeugung Outdoorweed ist Hydroweed überlegen, sowohl in Geschmack als auch Quantität und Qualität, der Terpengehalt ist höher und umfangreicher, es erfordert aber deutlich mehr Wissen um nicht zu failen. Es gibt viel mehr Anfängerfehler als im Hydro/Coco Anbau unter Kunstlicht und mit Growschema und zahlreichen Messinstrumenten. Die Sonnenlichtleistung toppt aber bisher keine der Lampen, einzig ne 1000w Dimlux Pro mit Ligthrailsystem kommt annähernd ran sofern ma mehrere in Reihen versetzt fahren ließe. wie im Medizinanbau üblich wäre. Dann kann aber kaum daran gearbeitet werden ohne blindgestrahlt zu werden, gut im Ergebnis aber das aufwendig und kostet auch gut Geld. Die Sonne bringt halt etliche Benefits mit, Sonnenlicht wandert im Tagesverlauf und ändert Spektrum, die Mondbeleuchtung spielt auch eine Rolle ...
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Traumländer

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  Geschrieben: 18.02.26 07:33
@Magia Jo
danke das du dein Wissen mit uns hier teilst.
Sehr wertvoll deine Beiträge, man merkt, dass du in dem Thema gearbeitet hast.

Nicht falsch verstehen, ein Gasofen ist die falsche Wahl. Der Grund dafür ist, dass die Abgase oder Rauchgase
absolut toxisch sind.
Es ist brutal gefährlich die Abgase seines Gaseinzelofens in ein Growzelt zu leiten.
Es entsteht bei jeder Verbrennung Kohlenmonoxid das schwerer ist als Luft.
Erst stirbt der Hund oder die Katze und dann der Mensch weil CO nicht riecht und man es
nicht merkt bis es vorbei ist.
MagiaJo meint sicherlich ein Camping Gaskartusche die man einfach abbrennen läßt ?

Viel einfacher läßt sich CO mit Natron und Essig herstellen oder durch Beutel die man anschneidet
und die dann ausströmendes CO² entwickeln. Selbst ein zuviel aus einer CO² Flasche
kann gesundheitschädlich sein.
Wer es gar nicht machen möchte, einfach gut Lüften unsere Umgebungsluft besteht aus 78% Stickstoff !

Grüße Andy
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