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LdT-Forum » Drogen » Ecstasy & Upper auf Amphetaminbasis » "Ich kann kaum noch sprechen" - Ein Leben


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Traumland-Faktotum



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  Geschrieben: 29.10.04 00:17
hab grad auf de.soc.drogen etwas Interessantes gelesen und wollte euch das nicht vorenthalten ...

Den gesamten Thread gibt es auch ausserhalb der Newsgroups-Mails hier


Zitat:

Hallo liebe Leser,

ich möchte in diesem Beitrag mal ein wenig darüber schreiben, wie
meine Partyzeit angefangen hat und wie mein Leben nach dieser Zeit
aussieht (mit einem sehr bitteren Nachgeschmack). Vielleicht dient es
dem ein oder anderen als Anregung einen anderen Weg einzuschlagen oder
eventuell finde ich auf diese Weise jemanden, dem ähnliches
widerfahren ist und der mir einen Ratschlag geben kann, denn so kann
es für mich nicht lange weitergehen.

Vorweg, inzwischen ist es so, daß ich kaum noch sprechen kann und
nicht mehr in der Lage bin meine Muskeln so zu steuern, wie ich es
möchte!

Der Untergang meiner selbst fing Mitte der 90er an, ich bekam Kontakt
zu neuen "Freunden", die sehr experimentierfreudig im Umgang mit
chemischen Drogen waren.

Durch die Neugier, was denn so schönes mit einem paßiert, wenn man
sich so ein winziges Ding names "E" reinwirft, war mein Interesse
sofort geweckt. So kam es schnell dazu, daß ich es ausprobierte - das
darauffolgende unbeschreibliche Gefühl veränderte mein ganzes Leben.
Schnell wurde die Drogen mit der Musik, nämlich House & Techno und den
dazugehörigen Partys assoziiert. Zuerst war die Droge, dann kam die
Musik! Aber wie man es dreht oder wendet, es kommt immer wieder das
gleiche dabei heraus, wenn man die Drogen nicht wegläßt.

Die darauffolgenden 4-5 Jahre gehörten ganz und gar dem exzeßiven
Abfeiern unter Drogeneinfluß. Anfangs meinte ich mir einzreden, daß es
lediglich experimentell ist; allerdings wurde das Drogen-essen schnell
zur Gewohnheit; es beschränkte sich auf´s Wochenende, aber das hatte
es in sich. Es kam im ersten Jahr oft vor, daß ich das ganze
Wochenende durchmachte, supportet von LSD, Speed und natürlich "E".
Die Beschränkung nur auf "E" war also nicht mehr gegeben,
Chemie-Cocktails waren angesagt. Nebenher war auch noch der Alkohol
Pflichtprogramm am Wochenende. Während der Woche wurde dann mit Weed
Low-Down abgehangen und auf Ruhigen gemacht.

Nicht, daß ich nebenher meinen Pflichten nicht nachgekommen bin, habe
Abitur gemacht etc., habe also weiterhin ein "gesellschaftliches"
Leben geführt, aber eigentlich mehr für´s Wochenende gelebt.

Ich schätze, daß es so oder ähnlich bei immer mehr Jugendlichen
aussieht, aber nun gut, daß hier ist mir passiert.

Es wurde mit der Zeit immer ruhiger im Bezug auf die Feierei, mir
wurde nach so langer Zeit endlich klar, daß man das nicht auf Dauer
machen kann und für mich ein anderer Lebensweg bestimmt ist. Also
suchte ich mir den Weg zurück in ein "vollkommen" normales Leben und
hörte 1999 nach einer letztmaligen "Dosis" auf und begann mich auf
meinen beruflichen Werdegang zu konzentrieren.

Wohlbemerkt, ich habe nicht jedes Wochenende durchgefeiert, es gab
auch immer wieder lange Phasen von bis zu zwei Monaten, in denen ich
pausierte.

Aber insgesamt würde ich sagen, daß ich, um es mal statistisch
auszudrücken

- ca. 250 Pillen
- ca. 80 Gramm Speed
- ca. 60 LSD-Trips

und große Mengen an Alkohol und Gras in dieser Zeit zu mir genommen
habe.

Wenn ich den Vergleich ziehe, ist aus mir ein vollkommen anderer
Mensch durch diese 5 Jahre geworden. Vorher, also vor 1994 war ich
eher durchschnittlich und nicht so auf der Höhe, doch während und nach
dieser Zeit wurde aus mir ein redegewandter intelligenter junger Mann,
der durch seine Rethorik und sein versiertes Verhalten immer das
bekam, was er haben wollte. Ein Höhenflug auf den vertikaler Absturz
folgte.

Sei es die Freisetzung von viel Dopamin oder anderen Botenstoffen
während und nach dieser Partyzeit oder andere Einflüsse, die zu dieser
Veränderung geführt haben, so schön es auch war, jetzt ist es
endgültig vorbei und ich stehe vor den Scherben meines zerbrochenen
Ich´s.

Ende 2001 bemerkte ich nämlich, daß irgendwas nicht in Ordnung war,
ich hatte Probleme Sätze klar auszusprechen. Es fing ganz klein an,
mit einem Wort, daß ich nicht 100% ausprechen oder einen Satz den ich
nicht vollenden konnte, weil meine Zunge nicht mehr so mitmachte, wie
ich das wollte. Ich bemerkte es eigentlich kaum, weil es in 99% des
Geredeten eigentlich ganz normal war. Ich ließ es "laufen", ging am
Wochenende noch weg, trank Alkohol und lebte weiterhin ein ganz gutes
Leben. Doch das "Problem" wurde schnell größer, aber ich ließ es
weiter laufen mit der Hoffnung, daß es sich irgendwann von selbst
erledigt; ich wollte es nicht wahrhaben.

Mitte 2002 war es dann so schlimm geworden, daß ich professionelle
Hilfe in Anspruch nahm und für 2 Wochen in´s Krankenhaus kam. Die
Untersuchungen ergaben nicht viel, keine Krankheiten, keinen Tumor
oder ähnliches. Mir wurde zu einer Botox-Injektion in den Zungenmuskel
geraten, welche ich durchführen ließ - es ergab sich daraus keine oder
kaum Besserung. Das "Problem" ist, daß sich ein Teil der
Zungenmuskulatur verselbständigt, der Muskel hat also ständig eine
Eigenaktivität, das Gehirn ist nicht mehr in der Lage die
Muskelbewegungen der Zunge auszuführen, die beim sprechen notwendig
sind.

Nach zwischenzeitlich etlichen Therapieversuchen mit L-Dopa, Parkopan,
Tiaprid etc. die keine Besserung an dieser Symptomatik hervorgerufen
haben, fängt die Überaktivität nun auch in anderen Muskelbereichen an,
wie zB. derzeit im linken Arm, an.

Neben diesen Problemen hat sich mein kompletter Charakter wieder total
verändert. Da man Weiterentwicklung auf Grundlage von Sprache
definieren kann, ist eine Entwicklung bei mir fast nicht mehr
vorhanden. Es kam irgendwann zum Stillstand und jetzt ist sowas wie
eine charakterliche Rückentwicklung im Gange, welche ich zu bekämpfen
versuche. Es ist leider sehr sehr schwer damit umzugehen, da ich der
heutigen Schnelllebigkeit Schnelligkeit eben auch in der Sprache
vorausgesetzt wird, um etwas zu erreichen.

Leider sind auch mit der Zeit die Beziehungen zu anderen Menschen
zerbrochen, so daß ich jetzt so gut wie alleine da stehe und sehr
gespannt bin, ob ich aus diesem Loch nochmal raus komme.

Ich gehe immerhin noch weiter meinem beruflichen Vorhaben nach, doch
das wird auch immer schwieriger, der Alltag raubt mir manchmal den
letzten Nerv, ich fühle mich sehr ausgebrannt.

Eine Grundlage für einen neuen Anfang wäre auf irgendeine Art und
Weise wieder meine Fähigkeit normal zu sprechen herzustellen, ich
werde weiter nach Wegen suchen dies zu ermöglichen.

Falls jemand ähnliche Probleme hat oder jemanden kennt, dem ähnliches
widerfahren ist, so möge er sich doch bitte melden. Auch für
hilfreiche Tipps im alltäglichen Umgang mit dieser Problematik wäre
ich dankbar.

Allen die das lesen und sich selbst in einer ähnlichen Situation
befinden, vielleicht schonmal ein "E" probiert haben und mehr wollen
kann ich nur raten: Es ist Eure Gesundheit, diese ist einmalig,
zerstoert sie nicht. Ich persönlich dachte früher, dass mir sowas
nicht passiert, ihr habt gelesen, was ich davon habe...

Macht´s gut und passt auf Euch auf.



"Wetter kann man wegdruffen"

(sagte einst ein guter Freund auf einem Mainfloor irgendwo auf diesem Planeten beim Schlammtanzen)
Abwesender Träumer



dabei seit 2004
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  Geschrieben: 29.10.04 01:24
hab diesen kleinen bericht mit interesse verfolgt. bin jetzt seit einigen wochen damit beschäftigt, mich und vor allem meinen konsum in den griff zu bekommen. gerade in der ausklangsphase des rausches bin ich hochmotiviert mein drogenproblem in angriff zu nehmen. gut, ich bin ebenso nur wochenendkonsument, doch es scheint mir so als würde ich das zum anlass nehmen um mich, salopp gesagt, am wochenende nach strich und faden zuzupflastern. ich habe das gefühl irgendwas zu verpassen. ich glaube dieses gefühl existiert in mir seit ich "blut geleckt habe". über lang oder kurz zeichnen sich, mehr oder weniger latent, schon die ersten folgen meines "kranken" konsummusters ab. angefangen bei leichten sprachstörungen, bis zu stärkeren muskelzuckungen, deren ich ausserstande bin zu kontrollieren (s. bericht). des weiteren plagen mich die ganze woche (nach dem konsum) starke depressionen, welche sich allerdings bis spätestens freitag wieder legen. erst letztes wochenende bin ich zu dem schluss gekommen aufhören zu müssen. jetzt, sofort ... sonst rafft mich die droge irgendwann dahin. nur folgendes problem: wenn ich aufhören möchte, dann entgültig. nur wie anstellen? wenn ich jetzt aufhöre und mir einrede die droge nicht zu brauchen, geht es doch mit meinem eigentlichen geisteszustand nicht konform. retrospektiv gesehen war meine letzte drugbreak (knapp 3 jahre) eine extreme qäulerei. man macht nichts richtiges mehr, geht evtl. nicht mehr fort, um sich mit der situation nicht mehr zu konfrontieren. das mädchen, welches mich in dieser zeit begleitete, half mir zwar, konnte mich aber von meinem abnormen gedankengang nicht befreien. um auf den punkt zu kommen: ich frage mich ständig, wie es sich auf mein leben ausgewirkt hätte, wenn das erste mal konsum nicht so attraktiv gewesen wär. sicher, man kann aus einer droge etwas über sich selbst erfahren, aber auch nur dann wenn man danach die finger davon lässt. normalerweise isses net mein ding irgendwelchen leuten irgendwelchen mist aus meinem verkorksten leben zu offenbaren, aber wenn man gerad den "jungen" leuten die konsequenzen der meisten drogen begreifbar macht, vielleicht kann man sie davor bewahren die gleichen fehler zu machen. ioh will aufhören und kann nicht, obwohl ich weiß das es mich zerstört(wie absurd etwas derartiges zu machen).

"nun steh ich da, ich armer tor, und bin so klug als wie zuvor"
Führe mich nicht in Versuchung. Da finde ich schon selbst hin.
Abwesender Träumer



dabei seit 2003
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  Geschrieben: 29.10.04 11:35
Wenn ich das so lese erkenn ich daran einiges wieder. Vor allem die Sprachprobleme. Manchmal hab ich das auch daß meine Zunge nich so ganz mitmacht. Ich denk dann daß das klar verständlich war, aber beim anderen is davon nur ein gemurmel angekommen. Mir wird von manchen Leuten oft gesagt ich soll ma deutlicher sprechen. Und IMMER wenn mir jemand was erzählt und ich "ja" in dem Sinne "hab verstanden" sage, versteht der andere nur "was?" und erzählt mir das nochmal und ich hör´s mir nochmal an, weil es mir zu blöd is zusagen daß ich es verstanden hab. Das is lästig.
Es is jetzt aber auch nicht so krass daß ich ne Therapie machen müßte oder mir Botox spritzen lassen müßte. Ich kann auch ganz normal reden, kein Problem. Ich denk bei Ihm müssen die Probleme aber woanders herkommen, weil soviel ist das ja auch nich was der genommen hat. Vllt kommts auch durch die 60 Trips, da kann ich nich mithalten. Pep und Teile hatte ich mindestens das Doppelte....
Vllt liegts daran daß man durchs Aufhören wieder introvertierter wird, die Gedanken nich mehr so rauslässt, ständig an alles mögliche denkt und das Sprechen dabei vernachlässigt... ich weiß ned...

@JayJayBad

Daß deine Gedanken zwiegespalten sind ist normal. Ich kenn das nur zu gut. Da mußt du durch. Es ist ja schon gut daß du aufhören willst, und der Gedanke wird sich immer weiter fortpflanzen. Mom. bist du aber noch zu konditioniert darauf. Das wird sich ändern.
Ich kann da nur von mir reden, aber daß man nicht mehr weggeht is schon richtig so. Dieses WE wär ich nach einem 1 3/4 Jahr ma wieder bereit auf ne Goa zu gehen, aber mom. gibt es halt andere Umstände durch die es wiederum besser wäre nicht dahin zu gehen. Allein die Musik auf ner Party ruft soviele Erinnerungen an die Drogen zurück daß man emotional hin und her geschleudert wird. Da wird im Hirn einiges freigesetzt, daß man nahezu traurig wird und sich an die "alte" Zeit zurückerinnert.
Da kann man imho nur auf andere Partys gehen als die wo man früher war. Andere Musik hören als wie zur Drogenzeit, einen anderen Freundeskreis. Es ist zwar irgendwo blöd anderer zu warnen, aber das was man durchmacht wenn man aufhören will, wenn man alles aufgibt, das möchte man keinem anderen zumuten. Es ist ne heftig deprimierende Erfahrung, und zu sehen wie andere grade dabei sind sich Ihre Zukunft zu zerstören, da kann man nich anders.
Aber lass dich dadurch nicht entmutigen, und die Endlosschleife starten. Es ist auch schön wenn man wider klar wird, und merkt daß man auch ohne kann. Wenn man die ganzen Deprifilme am näxten Tag nicht hat, am WE pennt und wieder zum normalen Leben zurückkehrt. Nach ner Zeit ist man echt glücklich darüber und hat regelrecht Angst davor wieder in die alten Gewohnheiten zurückzukehren.Nur die "Drogenerinnerungen" bleiben, und man kann nachher drüber lachen was man sich alles so angetan hat.
Und das ohne daß man den Drang hat wieder was zu konsumieren.
man braucht viel Kraft, und auch ne Frau an seiner Seite die einen unterstützt (optional ;)), und die wünsch ich dir!!!!
Life´s a mountain, not a beach
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 29.10.04 12:22
danke, das baut mich auf (und mit sicherheit auch alle anderen leser, die vorhaben aufzuhören). finds gut das sich mache druffis (zähl dich jetzt frech mal mit dazu :wink: ) noch gedanken machen und die kritikfähigkeit noch nicht verloren gegangen ist. trifft auf so manch anderen mit sicherheit net zu.
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Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 29.10.04 12:58
Ich denk doch daß jeder weiß daß es nicht gut sein kann sich jeden Tag oder jedes WE zuzuklatschen. Aber die meisten verdrängen das halt oder wollen es nicht wahr haben. Andere denken sich, es ist ja nicht soo schlimm, macht ja nicht körperlich abhängig, wiederum andere sind der Meinung sie könnten jederzeit aufhören, oder sagen von anderen daß die doch viiiiel schlimmer sind als man selber. Ich wiederum hatte mich schon damit abgefunden daß ich irgendwann an den Folgen oder am Konsum selber verrecken werde, und das war auch noch OK für mich :!: :!:
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Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 29.10.04 14:06
"rootz" schrieb:
Ich wiederum hatte mich schon damit abgefunden daß ich irgendwann an den Folgen oder am Konsum selber verrecken werde, und das war auch noch OK für mich



nicht dass ich anders denken würd, aber wir menschen sind schon komische tiere. was zwingt uns nur so destruktiv zu sein? was muss an diesem gefühl so geil sein, das wir sogar riskieren dafür zu sterben ... das einzige für was ich mich noch so "bedingungslos" opfern würde wäre mein herz. drogen kann man anscheinend nicht kontrollieren. brutal.gif
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Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 29.10.04 14:26
"JayJayBad" schrieb:


doch, kann man. aber sie sind wie ein wildes tier daß man einsperrt ;) zwischendurch sind sie ruhiger, aber dann kämpfen sie wieder darum ausgesperrt zu werden, vor allem wenn man gerade aufhört also es eingesperrt hat. Irgendwann gewöhnt sich das Tier an seinen eingesperrten Zustand und macht zwischendurch nur noch auf sich aufmerksam. Man muß es ignorieren, sich ablenken und aufpassen daß einem kein anderes wildes Tier begegnet.

wow, was für eine Parabel :)
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Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 29.10.04 15:22
genau das ist der punkt. hättest du dir das "tier" nie gekauft. hättest es nie gestreichelt, dann hätte es dir nie in die hand beissen können so dass du es nun einsperren müsstest. wieso kann man das "tier" (noch immer analog für: droge) nicht einfach vergessen und es ist ewig weg. klassische kausalitätskette: du bezahlst für die fehler deiner jugend ein leben lang. um noch weiter zu gehen: hätte ich bestimmte sachen nie kennen gelernt, wär ich bestimmte wege nie so gegangen. mir sind sicherlich schöne dinge gezeigt worden, schöne dinge die ich vielleicht nie (sowas sag ich selten, da ich weiß wie unbeständig erinnerungen doch im grunde sind) vergessen werde, um die es mir vielleicht leid tut, und doch haben sie mein leben so einschneidend negativ verändert, dass ich nun sogar in kauf nehme dass sie mich umbringen. (verzeih die verschachtelten sätze) lange rede kurzer sinn: ich hab grad im moment das arge bedürfnis mir was einbauen zu müssen und das obwohl ich (relativ) viel über mich und die drogen zu wissen glaube. ich meine das alles im endeffekt immer auf das eine hinausläuft.
Führe mich nicht in Versuchung. Da finde ich schon selbst hin.
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 29.10.04 15:27

rootz schrieb:
Ich wiederum hatte mich schon damit abgefunden daß ich irgendwann an den Folgen oder am Konsum selber verrecken werde, und das war auch noch OK für mich :!: :!:



mir ist noch folgendes eingefallen: hast du dich mit der og aussage nicht schon vollends der droge hingegeben und zeigst damit dass sie eben nicht kontrollierbar ist? (korrigier mich wenn ich da was falsch aufgefasst hab!)
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Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 29.10.04 15:27
Wow!

Ihr glaubt garnicht, wie sehr ich mich in den Typen wiedererkenne! Bei mir isses nur ähnlich wie bei rootz, teile, pepp und crystal, naja reden wir nicht drüber. pappen hatte ich leider noch nicht (sind bei uns irgendwie ausgestorben).

oh ja sprachstörungen hatte ich auch mal ne zeit lang richtig heftig. hat jetzt aber nachgelassen, vieleicht auch weil ich so gut wie garkeine drogen mehr nehme und viel sport treibe. dachte damals aber das liegt an den genen, weil mein vater stottert. bei mir isses so, wenn ich mir vor augen führe wie schädlich das ganze zeugs eigentlich ist, dann hab ich schon von alleine keinen bock mehr darauf. mein problem ist nur, dass ich ab und an immernoch unter haluzinationen leide. es ist schon besser geworden aber so manche sachen gegehen einfach nicht mehr weg.

nach einer von vielen verpillten veranstalltungen schaute ich früh in den himmel und sah so wie kleine tranzparent-bunte würmer oder wirbel. Tja das ist seit dem nicht wirklich weggegangen und ich frag mich ob es das überhaupt noch irgendwann tut. Ich hate auch schon die ein oder andere paranoide psychose ("jeder neue freund ist ein undercoverbulle" oder "meine freunde haben eine verschwörung gegen mich ausgeheckt") das kann aber auch am übermäßigen kiff liegen, keine ahnung, jedenfalls isses jetzt auch weg

kann man eigentlich gar keinem erzählen :wink:
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2003
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  Geschrieben: 29.10.04 17:04
Die erinnerung bleiben wohl, leider. gute erlebnisse vergisst man weniger schnell, als schlechte. eigetnlich ein schutz des hirns nich verrückt zu werden. Aber wenn man aufhören will muß man sein hirn überlisten und es andersrum machen. Immer wieder kommen die schönen Erinerungen hoch, und schon will man sich wieder was einbauen um den Zustand zurückzuholen. Dann sollte man sich aber auch schnell an die schlechten Sachen erinnern (nich schlafen können, depris, zu verpeilt sein usw.). Das bringt einen wieder auf den Teppich, hilft auf jeden Fall sehr.

Nee, das hast du falsch verstanden, ich war mal soweit mich den Drogen hinzugeben. Hab ja alles in der Vergangenheit geschrieben. Ich konsumier schon seit knapp 2 jahren keine härteren Sachen wie Pep etc. E schon seit fast 4 Jahren nicht mehr. Mtlw. verblassen die schönen erinerrungen und die schlechten überwiegen. Was noch geblieben ist, ist die erinnerung an das Gefühl was verbotenes zu tun, man fühlt sich so außergewöhnlich. weißt was ich meine? Verwegen und so. Und die Erinnerung daß früher alles irgendwie besser war.
Aber vor allem erinner ich mich daran daß ich übelst verpeilt war, mir kaum irgendwas merken konnte, tonnenweise gekifft hab in dem glauben runterzukommen. Überhaupt, daß man kifft um runterzukommen, warum is man dann überhaupt drauf wenn man es gar nich will. Dann dieses psychotische gelaber, wenn das Dopamin feuer so richtig los geht. Und daß andere einen gar nicht wirklich interessieren und man nur seinen eigenen Ego Film fährt. usw usw usw.
Dazu fällt mir noch ein: das Tier=der Teufel (biblisch ;)) die analogie mit dem tier is einfach wunderbar. Jedes WE klopft der Teufel an. Laß ihn nich rein, und rauch dir ne Bong ;) Ich denk das sollte man am Anfang schon machen. Kiffen is irgendwo immer noch besser als Chemie....
Life´s a mountain, not a beach
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dabei seit 2004
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  Geschrieben: 29.10.04 17:23
ja. natürliche sachen sind irgentwie auch besser...... ich war sogar nach meinem engelstrompeten absturz nicht so fertig wie nach der 3 tage pep session......
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2004
209 Forenbeiträge
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  Geschrieben: 30.10.04 09:30
bin grad heim ... kann kaum noch sprechen :shock: :cry:
Führe mich nicht in Versuchung. Da finde ich schon selbst hin.
Abwesender Träumer

dabei seit 2004
57 Forenbeiträge

  Geschrieben: 30.10.04 12:44
du musst jetz vorallen aufpassen, dass du nicht krampfhaft nach irgendwelchen Körperlichen oder Geistlichen Auswirkungen an dir suchst!
ich hab gemerkt, je mehr ich über mögliche Psychosen oder derart wusste, densto eher hab ich mich scheisse gefühlt...
am anfang hab ich garnich gewusst, das man depri werden kann - hatte keine depris
man sollte sich wirklich nicht verrückt machen
ich hab seit meinem übelsten nicht mehr klarkommen nun seit ca 5-6 wochen nix mehr genommen
ich fühl mich prächtig!
trotzdem hab ich nicht vor aufzuhören
ich werde es aber auf 3 -4 mal im Jahr beschränken, da ich jetz weiss, wie ichs NICHT machen darf- nämlich wochenlang das ganze wochenede ohne schlaf drauf sein....
achja, PEP ist viiiel beschissener und schlechter und alles als E´s...
ganz ehrlich
so reudig wie man sich davon fühlen kann, wenn man runter kommnt... omg
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2004
900 Forenbeiträge

  Geschrieben: 30.10.04 14:26

JayJayBad schrieb:
bin grad heim ... kann kaum noch sprechen :shock: :cry:


hast du das eben erst gemerkt? denn sowas schleicht sich doch eher an als dass man es *batz* sofort merkt.. oda irr ich mich?
btw: wenn ich das problem hätt (was ich eigentlich minimal au vom kiffen hab) dann würd ich mich einer proffessionellen hilfe hingeben.. ich denk ma nich dass es da keinen weg gäbe die gabe des sprechens wieder zu erlernen
"Der Mensch wird als Unikat geboren, doch die meisten sterben als Kopie!"

"Es gibt kein richtig, es gibt kein falsch! Es gibt nur die öffentliche Meinung"

Seite (Beiträge 1 bis 15 von 41) »

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