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Langzeit-Berichte lesen

Übersicht:

Titel:denn man bleibt nicht ewig Kind
Droge:Opium
Autor:HobbyJunkie
Datum:11.04.2016 05:37
Nützlichkeit:8,63 von 10 möglichen   (30 Stimmen abgegeben)

Bericht::



Substanzen: Opiate

Konsumzeit: über 6 Jahre









Dies wird ein Abschied und den Grund möchte ich mit euch teilen





Vorwort:





In diesem Langzeitbericht möchte ich mit euch mein Leben bzw mein Inneres ICH teilen.

Ich bin seid Jahren im LDT unterwegs und ihr alle habt mich wahnsinnig gut unterhalten, mich gebildet und gerade in den letzten 10 Monaten sind sogar interessante Freundschaften entstanden.

Dieses Forum ist meiner Meinung nach nicht nur ein Bereich der Bildung und lustigen Geschichten, sondern auch ein Bereich wo man ehrlich sein kann, da die restliche Gesellschaft nur verurteilt und sich für dieses "Hobby" oder diese "Lebenseinstellung" nicht interessiert, nicht akzeptiert und uns alle als Untermenschen abstempeln.

Ich Werde diesen Artikel in 2 Teile unterteilen, da es doch sehr lange wird/wurde und ich noch ein paar sachen abwandeln muss, da sie zu detailliert sind.

Ich wünsche euch schon mal viel spaß beim lesen.

Der letzte Teil kommt am Dienstag.





Der Anfang



Alles fing an einem Sommerferien Abend statt.

Ich langweilte mich zuhause als mich ein Freund anrief und mich genötigt hatte mit auf einen Geburtstag zu gehen.

Da ich so oder so keine Lust hatte und ihm nur einen Gefallen tat, ging ich nach 2 Stunden und 6 Bier wider nach Hause. Auf dem Weg wollte ich mir noch was zu rauchen holen und traf mich mit einem zu diesem Zeitpunkt bekannten.(Joe)

Wir drehten uns einen und kamen ins Gespräch, wo es sehr schnell zu dem Thema Codein kam. Ich kannte es vorher nicht, da ich mich nie zuvor intensiv mit so was beschäftigte. (Ich glaub ich war zu dem Zeitpunkt 17)

Er klärte mich etwas über die Thematik auf und recht schnell kamen wir zum dem Thema Valoron. Dies kam mir bekannt vor, da ich es schon öfters bei meinen Großeltern gesehen hab.

Wie es der Zufall so will war ich zuvor mit ihnen im Urlaub in Nordamerik. Ich bin aber 2 Wochen vor ihnen wieder nach Deutschland gekommen, da sie spontan ihren Urlaub verlängerten und ich noch ein paar Verpflichtungen hatte. Lustiger Weise war ich zum Überfluss noch im besitzt der Hausschlüssel und so haben wir kurzerhand eine Expedition gestartet. Als wir angekommen sind, haben wir das Valoron mit einem Griff in den Händen gehalten ( eigentlich hätte sie es doch mit nehmen sollen in Urlaub) Es lief alles perfekt!



Wir gingen wieder zu ihm, lasen uns ein und haben uns den ersten Turn gegönnt.

Es war was ganz neues, aber ihn hatte es mehr gepackt als mich( ich denke es lag am Restalkohol)

Wir schauten bis spät in den Morgen Dokus und unterhielten uns.



Eine Woche verging und wir starteten ein neuen Versuch, doch auch da hatte es ihn mehr geflasht als mich. {es war schön, aber nie so dass ich diese Abhängigkeit und liebe, die in den Foren und Dokus propagiert wird nachempfinden konnte}

Wir haben die 100ml Valoron Flasche behalten und es viel Gott sei dank auch nicht auf.



Ein paar Wochen später das selbe, nur dass es bei mir statt fand.

Wir saßen an meinem Tisch auf der Couch und jeder nahm 100 Tropfen.

Und da wars... Dort ist es passiert... Mir wurde nach 10 Minuten etwas schwindlig, eine Welle des Glückes kam über mich und ich konnte nicht mehr still sitzen. Ich fing an zu reden und fühlte mich wie im Himmel. Wir hatten beide das absolute Verlangen zu rauchen und so entschloss ich mich zu meinem Nachbar zu gehen und zu fragen ob er ein paar Zigaretten hat. Er gab mir gleich eine halbe Schachtel und wir kamen ins Gespräch. Auf einmal finde ich mich auf seiner Couch wieder, ein Eistee vor mir und ein Haufen Gesprächsthemen.

Plötzlich viel mir auf dass es schon eine Stunde her ist als ich ging.

Als ich wieder bei mir war, war mein Bekannter(nenn wir ihn Joe) absolut entspannt auf meiner Couch und fragte mich verdutzt wo ich war. Ihm fiel aber auch nicht auf dass es schon so verdammt lange her ist als ich weg gegangen bin.

Wir rauchten eine nach der anderen und schauten wieder Dokus, unterhielten uns und genossen das Leben.

Joe und ich haben uns von bekannten zu freunden entwickelt und irgendwann zu sehr engen Freunden.

Unsere High-treffen vermehrten sich und wir wollten immer neue Erfahrungen sammeln.



Durch unser beisammen sitzen mit gleichzeitigem Konsum von Opis, haben wir uns sehr offen und emotional unterhalten können.

Ich hatte mich noch nie einem Menschen so geöffnet. Ich empfand ihn schon als Familienmitglied und solch Emotionen hatte ich noch nie einem Freund gegenüber.





House M.D



Nach unserem ersten Jahr, kamen wir durch einen sehr zwielichtigen bekannten von mir, der schon in den 40ern war, zu Vicodin.

Wir haben uns wie die größten gefühlt.

Ich habe dort ein Haufen Geld gelassen aber es hat mich so glücklich gemacht, wenn wir zusammen high auf der Couch sitzen konnten und mal alles rundherum egal wurde.

Nur wir und dieser schöne Moment, denn nur wir könne bestimmen was gerade passiert und nur wir kontrollieren jetzt wie wir uns fühlen wollen.

Wir waren spazieren und haben dabei Vicodin genommen, die Natur genossen und alles in einem neuen Licht gesehen. Ich hab  allmählich die ganze Welt anders gesehen.

Ich wurde  von einem cholerischen, aggressiven, alles kontrollierenden Alphamännchen, zu einem ausgeglichenen, verständnisvollen und nachdenklichen Menschen.

Aber es gab auch negative Sachen wie zB; man konnte mich emotional angreifen und dadurch würde ich zu emotionalen Handlungen hingerissen. Aus der emotionalen Festigkeit, wurde ein Mensch den man verletzen konnte. Hatte mich früher ein Mensch hintergangen, habe ich eine eisenharte Konsequenzen daraus gezogen und habe mir mit aller Gewalt meine “respektive Ehre“ wiedergeholt. Auf einmal war ich bestürzt, stritt mich und es hat mir keine Ruhe mehr gelassen. Ich habe auf einmal angefangen zu vergeben, obwohl ich im Recht bin und habe mich psychisch so destabilisiert, dass es möglich war mich zu manipulieren.

Das alles viel mir erst nach und nach auf und ich konnte erstmal nichts dagegen tun. Aus diesen gründen kam es zu Streitigkeiten, über die ich keine Kontrolle hatte und ich mich immer als Verlierer fühlte obwohl ich doch im Recht war.



Ich habe durch meinen immer Öfteren auftretenden Opiathigh Zustand angefangen, mich in andere Menschen herein zu setzten und habe angefangen Entschuldigungen zu suchen.

Ich wollte verstehen warum sie so handeln wie sie handeln.

Ich hatte auf einmal Intensionen über die ich noch nie nachdachte.

Sachen die unwichtig waren, wurden total interessant.



Ich kann mich noch an einen Tag erinnern, an dem ich samstags Opis genommen hatte und ich auf jeden Fall 3 Tage Pause geplant hab. Montags abends schrieb mich Joe an und schrieb mit mir darüber das er voll Bock auf ein high hat und ob ich was holen könnte. Als ich nach 5 Minuten schreiben Erleichterung merkte und dann sofort zustimmte, wusste ich schon in welche Richtung das ganze verlaufen wird. Aus alle paar Wochen, wurden alle paar Tage und aus 3-4 Tage Pause, wurden 1-2.

Um so öfters ich es nahm, um so besser wird mein Leben.(dies war auf jeden Fall meine subjektive Wahrnehmung)

Joe und ich hatten uns von jetzt auf nachher zerstritten. Durch den Opiat Zustand, war ich immer der Meinung alles auszudiskutieren, doch wie soll man dies, ohne einen Gesprächspartner der sich dafür Zeit nimmt.

Im diesen 5 Monaten, habe ich viel gearbeitet und habe wieder mehr mit meinen ehemaligen Schulfreunden gemacht. Zum ersten Mal Solo in einem Umfeld die nur Alkohol trinken und ab und zu einen Rauchen.

Es war sehr befremdlich am Anfang und ich wusste manchmal nicht wie ich mich verhalten soll. Das Hauptthema Drogen und high konnte ich dort nicht propagieren.



Manchmal habe ich mich von oben betrachtet, wie in folgender Situation:

Ich habe einen Freund getroffen(Jay), der schon eine paar Monte in der Schweiz lebt und wir haben uns total gefreut das wir uns über den Weg gelaufen sind.  Wir bleiben eine Stunde zusammen am Bahnhof und entschlossen uns ein paar Freunde anzurufen um richtig abzufeiern. Wir gingen zu einem Freund (Kev) dort wollten wir auf die anderen warten und den Abend planen.

Ich kalkulierte schon mal die Zeitabstände, wie viel werde ich trinken, wann trinken wir, was trinke ich, in welcher Geschwindigkeit und reicht es noch für 100 Tropfen Valoron.

Die Fragen gingen mir durch den Kopf, denn immerhin hatte ich gestern nichts genommen und heute sollte mein high-Tag sein... Was soll ich machen? Heute noch mal drauf scheißen!? Neeee, sicher nicht. Immerhin bin ich hier mit 5 Typen in ner Wohnung, wir zocken FIFA und die Situation passt doch ganz gut.



Also ab aufs Klo.

Fuck, Kein Glas! Aber wie kommt des, ein Glas mit aufs Klo zu nehmen? Die Tropfen direkt in den Deckel? Ne, dadurch verschwendet man zu viel und so viel passt da nicht rein. Zumal ich was zum nachspülen brauch... Kann ich es auch ohne Wasser zu mir nehmen?... Wirkst naloxon über die Schleimhäute. Oh shit... komm jetzt mal klar junge

Da... Eine Deodose.



Also Deckel ab, mit Seife und sehr warmen Wasser ausgespült, 100.. Ach egal.. 120 Tropfen rein und Wasser aus dem Hahn.



Nach dem ich dann aus dem Klo kam… erstmal eine rauchen.

Als ich nach gefühlten  15 Minuten später auf Kevs Sessel saß und FIFA zockte, des tili am fluten war und ich so richtig gut gespielt hab obwohl ich am Dauerlabern war, musste ich feststellen das schon 3 Stunden vergangen sind.  In mir kam eine Unruhe auf; verdammt in 1 ½ Stunden fangen wir an zu trinken, da komm die Mädels mit Kevs Bruder und die bringen den alk mit. In der ganzen Unruhe musste ich über diesen Lebensstile grübeln.

Was machst du da? Was würde deine Familie denken? Wie dumm ist denn dass alles gerade? Du musst kalkulieren wann du trinkst da du scheiß Schmerzmittel in dich rein frisst und für was? Ein falsches Selbstbewusstsein weil du dir dein anderes zu Nichte gemacht hast durch deinen Konsum und das Gefühl hat dass es nicht mehr zurück geht, bin ich vielleicht einfach nur dumm oder ist man im allgemeinen unzufirden und verschleiert seine Depression.

Die Freunde und Freundinnen kamen und ich habe mich sehr zurück gehalten. Nach 3 Stunden wollten wir alle in einen Club und ich hatte nicht mal einen Schluck getrunken.

Kev kam zu mir und fragte ob alles gut sei. Er meinte auch wenn ich nicht trinken will findet er es gut, aber ich sollte doch mit ihm reden wenn ich Probleme hätte. ich sagte das ich nichts trinke weil ich nichts davon gezahlt hätte und auf das andere bin ich erst garnicht eingegangen . Er nahm eine Flasche Jäger und ging mit mir ins neben Zimmer. Da war die Situation... Trinke ich nicht, wird es komisch und unglaubwürdig. Warum hab ich nicht einfach gesagt ich hab kein Bock.

Kev und ich kennen uns schon von der ersten Klasse und hatten immer eine gute Bindung miteinander. Wir wahren zusammen vor Gericht, verirrt im Wald, Jahre lang zusammen im Fußball und emotional auf der gleichen Ebene.



Also... Was mach ich? Genau, ich trinke!

Innerhalb von 20 Minuten haben wir eine halbe Flasche Jäger geleert, sind rüber ins Wohnzimmer zu den anderen und haben nochmal eine Stunde abgefeiert.

Als wir im Taxi waren, bekam ich den absoluten Euphorie falsch und ein High-Vollsuff der des gleichend sucht.

Ich kann mich noch an die ersten 20 Minuten unseres Clubbesuches erinnern, doch dann setzt es erst wieder ein als ich mit kev bei einem Freund namens Bob aufgewacht bin.

Ich lag in seinem Zimmer mit einer Matratze auf dem Boden und neben mir die beste Freundin seiner Freundin, mein ganzer Körper tat weh und ich konnte kaum gerade aus gucken . Neben mir am Schreibtisch saß Kev, schräg neben im auf der Couch noch 3 weitere Freunde, die sich gerade eigenen Bauten, mit denen wir in den Club sind. Bob und seine Freundin lagen links von mir im Bett und schliefen.

Ich schaute kev an und er lachte, vor ihm eine Flasche Havanna. Ich war verwirrt, verunsichert und noch total voll. Es war 9 Uhr morgens. Kev meinte wir wäre vor 2 Stunden heim gekommen und ich wäre bei Bob im Auto eingeschlafen. Er erzählte mir das wir Bob im Club getroffen hätten, mit seiner Freundin und dem Mädchen was neben mir lag (Sandra)

Bob hatte dort mit jemandem Stress gehabt und es kam zu einer Schlägerei. Ich bin anscheinend dazwischen gegangen und hab der Freundin des Kontrahenten die Bluse komplett weggerissen. (Schade, da hätte ich gerne in Erinnerung behalten) sie hat anscheinend auf Bob eingeschlagen. Darauf hin sind die Türsteher gekommen und haben uns alle auseinander gebracht. Die Türsteher haben Uns alle(plus die Gegenpartei) rausgeschmissen. Dabei habe ich (Laut Aussagen der anderen) den Türsteher von oben bis unten vollgekotzt.

worauf  ich kurzerhand von drei anderen Türstehern zusammen geschlagen wurde (nun wusste ich auch warum mir alles weh Tat)

Wir sind dann mit Bobs Auto an eine Tankstelle und haben uns dort noch mehr zu trinken gekauft. Ich wäre dann mit Bob, seiner Freundin und der Sandra, mit einer Flasche Jäger 20 min verschwunden . Als wir wiederkamen, waren wir alle total komisch, hätten nur scheiße geredet und wollten sofort fahren. Bob ist anscheinend nur Feld und Waldwege Gefahren. Bob ist laut aussagen schnurstracks ins Maisfeld gefahren und wollte so abkürzen. wir sind dann aber stecken geblieben. wir waren zu 7 im Auto und erst nach der Aktion ist man auf die Idee gekommen jemand anderes fahren zu lassen.

Ich bin anscheinend während der Fahrt eingepennt und sie haben mich aus dem Auto getragen.



Nach dem er mit das alles erzählt hat, war ich total verstört. Ken die anderen drei und ich, hatten uns dann mit der Havanna in die Küche gesetzt und tranken noch bis Mittags. Spät in der nacht sind nach Hause gefahren. Als ich absolut ausgenüchtert war und an meinem pc saß, konnte ich das alles überhaupt nicht fassen.

Was ist da passiert? Was haben wir gemacht als wir von der tanke weg waren?

Ich brauchte dann erstmal 2 Wochen um mit der Situation klar zu kommen und habe daraus meine Lehre gezogen. Dies hat meinen Konsumverhalten absolut verändert.



Die Monate vergingen und die Jahre kamen.



Eines Tages schrieb mich Joe in FB an und schickte mir einen Smiley.

Ich hatte durch Zufall, durch einem amerikanischen bekannten der als Paramedic in einer Nato-Kaserne arbeitete, eine alte Packung hydrocodon bekommen. Also dachte ich mir; komm lass Frieden schließen, ich vermisse unsere Gespräche. Also trafen wir uns und man gönnte sich ein wunderbares High.



Wir kamen uns wieder näher und nach einer zeit war unsere Freundschaft besser als vorher.

Ich traf irgend wann meine große liebe und sie zog in mein Elternhaus.

Eine abends schrieb ich mit Joe, es war später Sommer Abend und noch schön warm. Ich sagt ihm dass ich mir morgen mal wieder was gönnen möchte worauf er mit anbot; wir können uns sofort treffen, ich hab Krati, das wirkt wie Tilidin.

Ich hatte schon davon gehört und ich hatte es schon mal vor paar Jahren geraucht, gebracht hatte es aber nichts.

Wir trafen uns also auf einem Spielplatz, er hatte eine Flasche stilles Wasser, einen Löffel und eine große Tüte mit dunklem Pulver darin. Er erklärte mir wie ich es nehmen soll und los ging's.

Erst ein Löffel, dann zwei, drei und beim 5ten sagte er dass es reicht... Also noch einen Löffel hinterher. Nach 20 Minuten kam es über mich... Wooow ja! Ich spüre tatsächlich was.



Dies war  die zeit als der tägliche Genuss begann.



Ich konnte es einrichten das wir in regelmäßigen Abständen Oxy, tilidin und Morphin Bekamen. Buprenophin, hydrocodon, Paladon, trama und codi, hatten wir natürlich auch hin in wieder mal, aber die oberen drei waren fest eingeplant.

Also wurde Karti zum Grundnahrungsmittel und die anderen drei zum Übergang, highlight und (auch wenn es absurd klingt) Toleranz Senkung.



Morgens: aufstehen, Opis nehmen, zähneputzen und los geht's.



Abend: heimkommen, sich's gemütlich machen, Opis nehmen, Chillen, schlafen gehen.









Was soll ich denn machen



Eines nachts, starb der Mann auf dem Fußboden, in meinen Händen der mich groß zog, alles für mich war, alles für mich machte und mein halt war.

Joe war mir eine große Hilfe in dieser Nacht und das werde ich ihm nie vergessen.



Ich versuchte diese Mann zu retten und groß war erstmal die Erleichterung als der Notarzt da war und mir die Verantwortung aus den Händen nahm. Doch kurz darauf folge die leere.

Was soll ich machen? Ich weiß dass er nicht wieder kommt! Es ist vorbei!

Ich lief durch die Straßen, voller Wut, Verzweiflung, Fassungslosigkeit und Angst.

Ich wollte in Tränen ausbrechen doch irgendwas blockte mich! Ich habe mich krampfhaft versucht zu erinnern wann ich das letzte mal weinte... Wann war das?

Mir fiel es nicht ein, zu lange war es her, denn echte Männer weinen nicht. Emotionen machen einen schwach und angreifbar! Das war meine Einstellung bis vor dem erstmaligen Konsum, doch ich musste mich seither nie mit sich einer Situation auseinander setzten.

Ich rief Joe an und erklärte ihm was passierte. Ich hörte das er total high war und sich auch erst kürzlich ein Kopf gegönnt hat. Er war aber auf einmal ganz klar und sage das ich doch froh sein sollte bei ihm gewesen zu sein, schlimmer wäre es doch wenn ich weit weg gewesen wäre und mit dem Gedanken leben muss, vielleicht hättest du ja noch was machen können.

Es gab mir halt, es hat mich wieder etwas runter geholt.

Wir haben aufgelegt, ich wollte einen klaren Kopf fassen. Ich habe eine nach der anderen geraucht! Mein Handy klingelte im Sekundentakt. Meine Mutter versuchte mich zu erreichen, doch ich wusste was sie sagt und ich konnte einfach nicht ran gehen.

Die Emotionen waren so tief und ich konnte sie nicht raus lassen, es ging einfach nicht. Ich fühlte mich wie ein Unmensch. Ich war so tot traurig, so verzweifelt, warum habe ich das weinen verlernt? Ich hatte das Gefühl als ob ich wahnsinnig werde. Ich sitze am Straßen Rand und starte auf ein Haus. Ich wollte mich einfach nur auflösen, einfach weg aus der Situation. Jetzt einfach tot umfallen um das alles gerade nicht verpacken zu müssen. Ich rannte aufs Feld, weiter und weiter. irgend wann blieb ich stehen und fragte mich laut; WAS SOLL ICH MACHEN(wieder und wieder)…






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