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Titel:am ende ist kein licht!
Droge:Heroin
Autor:anonym
Datum:15.01.2010 07:57
Nützlichkeit:6,23 von 10 möglichen   (43 Stimmen abgegeben)

Bericht::

hallo leute, erstmal eine kleine einleitung, um euch ein bild von mir machen zu können: ich bin weiblich, 18 jahre alt und wohne zusammen mit meiner mum und meiner jüngeren schwester in einem kleinen städtchen in österreich.



nun gut, der beginn meiner "drogenkarriere" war ganz harmlos, zumindest seh ich das so. mit 15 ab und zu kiffen mit meinen freunden. mit 16 dann die ersten teile und das erste mal pep ziehn, natürlich nur beim fortgehen. wir entdeckten alle unsere begeisterung für techno feste und den dazugehörigen "schnellen" drogen, dabei blieb es dann auch ziemlich lang.



ich war jedoch nie so ein fortgeh-typ, der gerne unter vielen menschen ist. ich bin eher introvertiert, wollte aber auch nicht alleine dastehen, wenn alle neue leute kennenlernten und fortgingen, also zog ich eine weile mit. dann lernte ich meinen damaligen freund kennen. zu der zeit hatte ich die nase schon gründlich voll (im wahrsten sinne des wortes) von dem ganzen nznznz und den schnellen sachen. gemeinsam mit meinem freund kam ich wieder zur ruhe, es blieb drogenmäßig nur noch beim kiffen, ich war ziemlich glücklich so.



es kam wie es kommen musste, die beziehung zerbrach nach einem halben jahr, und ich hatte mit ihm nicht nur meinen freund verloren, sondern gleichzeit auch meinen besten freund und meine größte stütze. ich fühlte mich völlig alleine, und verfiel langsam aber doch wieder in mein altes schema...



ich hatte früher schon ein zwei mal H gezogen, hab mich aber nie mehr damit beschäftigt, weil ich immer im hinterkopf hatte, dass das falsch war und ich mein leben kaputt machen könnte damit - das war jetzt anders.

einiges hatte sich inzwischen verändert, ich war von der schule gegangen, verdiente jetzt mein eigenes geld, und mein freundeskreis hatte sich auch sehr verändert.

es dauerte nicht lange, und ich kam zu meinem ersten schuss, ein freund setzte ihn mir, ich wollte das so. ich redete mir unentwegt ein, bei mir würde es anders laufen, ich werde nicht abhängig etc., doch nun steh ich am ende des ganges!

ich hab in meinem leben wirklich jede droge probiert, die ich in die finger bekommen habe, diesmal ist es nicht gut gegangen.



von alle-zwei-wochen-was-drücken kam ich zu jedem wochenende, jetzt bin ich froh, wenn ich es einen tag ohne H oder substitol aushalte.

seit einem monat bin ich nun in therapie, nicht nur damit ich mit dem drücken aufhöre - ich fühle mich innerlich völlig ausgebrannt und emotionslos. ich habe fast keine sozialen kontakte mehr, sitze nur noch daheim und richte mich selbst zugrunde, und ich muss sagen, sogar das ist mir egal.



ich wollte meine erfahrungen nur niederschreiben, dass sie anderen vielleicht eine abschreckung sind, die finger davon zu lassen.

es war keine gute idee von mir, meine psychischen probleme mit drogen zu betäuben, das schafft nur noch mehr probleme.



ein ehemaliger freund sagte einmal zu mir "du machst doch nur selbstmord auf raten, das ist doch das letzte"

er hat recht, leider!



dagegen