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Langzeit-Berichte lesen

Übersicht:

Titel:Am Ufer der Glückseligkeit und zugleich am Abgrund des Lebens
Droge:Benzodiazepine
Autor:Psy Wordex
Datum:28.07.2011 20:56
Nützlichkeit:8,27 von 10 möglichen   (52 Stimmen abgegeben)

Bericht::

Vorwort

So hier ist mein 2ter Langzeit-Bericht von meiner recht kurzen Benzo-Abhängigkeit. Hoffe ich hab ihn gut hingegrkiegt



Einleitung

In diesem Bericht geht es um meinen Konsum von Benzodiazepinen, es liegt zwar ein paar Jahre zurück aber ich hab mich entschieden auch diese Erfahrung niederzuschreiben. Ich kann mich zwar nicht mehr an alles erinnern aber werde mich bemühen das wichtigste und auch ein paar Details hier zusammenzufassen. Dann will ich mal nicht allzulange in der Einleitung rumgammeln sondern gleich mit den LZ beginnen...

Der folgende Bericht fand in einer Zeitspanne von ungefähr 2 bis 3 Monaten statt.



Der Anfang

Zum ersten mal kam ich mit etwa 14 oder 15 mit Benzodiazepinen in Kontakt, auch wenn das hier nicht wirklich ausschlaggebend ist werde ich es mal kurz erwähnen. Damals bot sich durch einen ehemaligen Schulkollegen an, an Somnubene zu kommen, das war ein Benzodiazepin das Rohypnol gleichzusetzen ist, sprich mit einen Milligramm Flunitrazepam als Wirkstoff. Ich kaufte sie ihm für den Preis von zwei Euro ab und dachte mir: Das sind also Benzodiazepine, die am meisten missbrauchten Medikamente.

Eines Freitags schmiss ich mir sie dan ein, und lutschte drauf rum. Durch die blaue Färbung wurde dann meine Zunge und auch teilweise meine Lippen bläulich, so dass manche mir den Konsum ansehen konnten. Anfangs verspürte ich sogut wie keine Wirkung außer das ich ein wenig müde wurde, somit kam ich dann auch auf die bescheurte Idee dazu noch Alkohol zu trinken. Wie der Abend endete kann sich dann ja jeder wohl denken. Das war dann mein erster Absturz der durch eine andere Droge als Alkohol zustande kam. Soweit war ich mit diesen Medikament durch und hatte nicht das Bedürfnis mir es nochmal zu holen.

Dann später als ich noch 15 oder schon 16 war, das weiß ich nicht mehr so genau, ging es bei mir mit Benzodiazepinen weiter. Ich wollte eigentlich nur Gras holen, als mein Dealer grad die knappen 40 Gramm Gras abwog, sagte er ganz beiläufig: "Valium und Roiperl hob i a do!". Da sagte ich natürlich nicht nein ohne zu wissen auf was ich mich da einließ. Ich zahlte einen 20er für 10 Stück Valium und 10 Stück Roiperl, mit denen ich mich dann glücklich nach Hause aufmachte, am selben Abend wollte ich noch auf ein Fest gehen, und da ich dort Alk trinken wollte, ließ ich das mit dem Valium heute bleiben und verschob es auf Morgen.

Am nächsten Tag konsumierte ich dann zum ersten mal Valium, die Wirkung gefiel mir. Sie war sehr simpel und ich war glücklich damit. Ich muss dazu sagen das ich anfangs nie mehr als eine Tablette (10mg) auf einmal nahm. Die Rohypnol nahm ich dann Abends zum einschlafen.

Mit Benzodiazepinen hatte ich meine Droge gefunden, mit Valium tagsüber chillen und Nachts auf Rohypnol einschlafen, was gabs den schöneres?



Wochenendkonsum und Lebenshilfe

Ich konsumierte eigentlich nur am Wochenende, jeden Abend so 20 bis 30mg Diazepam und dazu reichlich Gras geraucht, und Freitags, Samstags und Sonntags je 1mg Flunitrazepam zum einschlafen. So ließ es sich ganz gut Leben. Ich weiß nicht wielange es so dahinging aber es war nicht besonders lange. Ich hatte meine kleine Box mit den Tabletten immer bei mir, eines Tags an der Arbeit war ich ziemlich gestresst grad, einfach so vom gesamten Arbeitsalltag. Da kam mir die Idee ich könnte doch mal während der Arbeit eine Valium nehmen und so den Stress zu bekämpfen und den Tag zu überstehen. Und siehe da, die kleine blaue Tablette bewirkte wunder, ich kam damit auf der Arbeit viel besser klar und die Zeit verging wie im Nu.

Ich war mir schon bewusst das, das zur Abhängigkeit führen konnte und so versuchte ich größtmöglich dem aus den Wegzugehen das ich ohne Valium auf der Arbeit nicht mehr klarkommen würde. Also nahm ich sie immer gegen 16.00, da ich um 17:30 Feierabend hatte waren es nur anderhalb Stunden die ich mir verschönerte. Ich dachte mir wenn ich bloß 90 Minuten von 8 Stunden Arbeitszeit verschönerte dann würde es schon nicht zu einer Abhängigkeit kommen.

Irgendwann dachte ich mir wenn ich 2 Valium am Tag nehme wäre das doch auch nicht so schlimm. Also nahm ich jetzt um 11:00 und um 16:00 je 10mg Diazepam zu mir. So verging dann noch mehr Arbeitszeit wie im Nu, und ich dachte mir das es doch eine Bereicherung für mich ist wenn ich so auf meiner Arbeit, die ich eigentlich verabscheute, besser klar kam. Doch auch diese Dosierung sollte mir irgendwann nicht mehr reichen...

Irgendwann wollte ich dann den Abend zuhause auch noch so gemütlich verbringen wie in der Firma. Also immer gegen Ende meiner Arbeitszeit noch eine Valium geschluckt und die Zugfahrt und noch ein paar Stunden zuhause war ich wieder vollkommen glücklich und zufrieden mit meiner Lage. Somit war ich nun bei 30mg am Tag angekommen, und am Wochenende waren die 2 bis 3 Valium auch nicht mehr genug und ich brauchte dann schon so 60mg am jeden Tag des Wochenendes. Zum Einschlafen blieb ich allerdings bei einer Rohypnol.





Der Alkohol kam hinzu

Mit den oben genannte Konsumverhalten war ich zufrieden, jedoch ging mir eines ab: Mit Kumpels einen trinken. Da ich immer auf Benzodiazepinen war, wollte ich nicht unbedingt Alkohol dazu konsumieren, da ich damit ja nicht gerade die besten Erfahrungen gemachte hatte. Ich hab keine Ahnung mehr wie es dazu kam aber eines Tages dazu, zuerst war es nur ein Bier. Dann merkte ich immer mehr das sich die Wirkung der Benzos intensivierte und das gefiel mir. Ab fort an trank ich immer meine paar Bier zu meine Valium. Doch der Alk-Konsum stieg hier dann auch an. Es war so das ich Freitags begann mit Valium, Alk und Rohypnol, Samstags trank ich dann auch noch meine Bier und dazu natürlich mein Valium. Nur Sonntag war ich eigentlich alkmäßig immer nüchtern.

So nun berichte ich von dem Wochende an dem mir bewusst war das ich aufhören musste. Moment, darüber kann ich ja garnicht richtig berichten.. Warum? Weil ich durch den Mischkonsum von Alk und Benzos einen Filmriss hatte der von Freitag bis Sonntag war. Das einzige an was ich mich erinnern konnte war, wie ich Freitag in die Stadt gefahren bin, und Sonntag um 24:00 in meinen Bett zuhause aufwachte. Der Samstag war komplett aus meinen Gedächtnis verschwunden, und ich konnte mich kein bisschen daran erinnern. Für Sonntag konnte ich mich auch nur grob erinnern das ich eine Freunde besuchte.

Als ich dann Sonntags um Mitternacht in meinen Bett lag, konnte ich nicht schlafen. Darauf beschloss ich eine Rohypnol zu nehmen - half aber rein garnichts. Also nahm noch eine, doch als ich dann nach einer Stunde immer noch nicht pennen konnte, beschloss ich noch eine Dritte zu nehmen. Mit dieser konnte ich dann bis Montag Morgen friedlich schlafen.Fortan gingen die Wochenenden immer so Weiter, bzw. jedes Wochenende bestand aus einen großen Filmriss. Schon ein seltsames Gefühl Montag aufzuwachen und keine Ahnung zu haben was am Wochenende geschehen war.



Entzug

An irgendeinen Sonntag wollte ich meine potenziell neue Freundin besuchen die von meinen Konsum wusste, sie bestand allerdings darauf das ich nichts nehme und nüchtern bin wenn ich zu ihr komme. Sie hätte es doch eh nicht wirklich bemerkt wenn ich mir eine Valium geschmissen hätte, doch ich wollte mir selbst beweisen das ich auch mal einen Tag ohne auskommen konnte. Samstag Abend nahm ich dann mein Rohypnol und dann war Schluss zumindest für diesen einen Sonntag. Ich stand schon frühmorgens auf um rechtzeitig bei ihr zu sein. Das Aufstehen gestaltete sich nicht als Problem auch Entzugserscheinungen hatte ich keine.

Als ich dann gegen 12 bei ihr war ging es mir noch gut. Die Zeit verging wie im Fluge mit ihr, doch so gegen 4 dürfte es gewesen sein da fing es an. Ich zitterte am ganzen Körper, mir war heiß und kalt zugleich. Jeder einzelne Muskel meines Körpers schmerzte, und damit meine ich wirklich einen unausstehlichen Schmerz in absolut jeden Muskel. Zudem begann ich zu schwitzen wie eine Sau. Ich wollte dann nur noch nach Hause und ließ mich von nem Kumpel abholen. Die Schmerzen wurden immer schlimmer und nun kam auch noch ein stechender Kopfschmerz hinzu.

Es war soweit endlich war mein Kumpel da, als er mit den Auto vorfuhr spiegelte ich mich darin und sah mein Gesicht. Es hatte einen emotions- gar leblosen Ausdruck. Ich stieg ein und lag die restliche Autofahrt auf der Rückbank und wartete nur noch darauf das ich mich in mein Bett legen konnte und mir die Valium einabauen so das die Enzugserscheinungen verschwinden würden. Zuhause angekommen wollte ich mir nur noch meine Valium einbauen und schlafen. Das tat ich dann auch doch ich ärgerte mich darüber das ich gerade dieses einemal meine Tabletten nicht bei mir hatte.

Ich hatte nur noch einen begrenzten Vorrat an Benzos und auch mein Dealer hatte dann aufgehört zu dealen. An einen Abend waren dann meine Vorräte aufgebraucht und die Entzugserscheinungen begannen wieder, noch schlimmer als beim letzten mal wider dieser unglaublich Schmerz in jedem Muskel. Ich schwitze auch wieder und ging mich Duschen, das Wasser das auf meiner Haut auftraf schmerzte zusätzlich noch. Als ich mich danach ins Bett legte schwitze noch immer stark. Wenn ich mit Decke da lag war mir zu heiß, wenn ich mich abdeckte war mir nach ein paar Minuten kalt. Genauso war es umgekehrt. Später konnte ich dann irgendwann schlafen, wenn auch sehr unruhig.

Am nächsten Tag ging es mir noch immer schlecht, aber schon besser als am Vortag. Trotzdem beschloss ich von der Arbeit zuhause zubleiben und erzählte meinen Chef ich sei krank.



Ende

Nach ein paar Tagen war ich dann wieder ganz fit und nun ging es ohne Benzos weiter. Obwohl ich liebend gerne wieder welche gehabt hätte, hielt ich es nun ohne aus. Ich werde auch nie wieder Benzos nehmen um durch den Alltag zu kommen, höchstens mal um nen Trip abzubrechen oder ähnliches.





Fazit

Obwohl der Entzug schrecklich war bin ich auf irgendeine Art froh das ich diese Erfahrung gemacht hab. Ich würde sie nicht wiederholen, bin nicht stolz auf sie und will sie keinen empfehlen. Aber ich fand es auf irgendeine Art gut das ich das einmal durchlebte. Aber wie schon gesagt eine Benzo-Abhängigkeit ist nichts schönes, auch wenn die Tabletten einen helfen können durch den Tag zu kommen empfehle ich denn Missbrauch dieser Wirkstoff-Klasse niemanden!






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