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Titel:5 Wochen voll am Chillen auf Heroin
Droge:Heroin
Autor:ehemaliges Mitglied
Datum:29.08.2011 06:49
Nützlichkeit:9,34 von 10 möglichen   (212 Stimmen abgegeben)

Bericht::

5 Wochen voll am Chillen auf Heroin



Dies hier ist kein Langzeitbericht im klassischen Sinne, da sich der „Langzeitbericht“ gerade einmal auf einen Zeitraum von gut 2 Monaten bezieht, von denen ich auch nur 5 Wochen lang Heroin jeden Tag konsumiert habe. Nichtsdestotrotz habe ich diesen Bericht als Langzeitbericht verfasst, da ich auch meine ganze Einstellung und Meinung zu der Substanz miteinfließen lassen wollte und nicht nur einen einzelnen Trip beschreiben wollte.

Die besagten 5 Wochen beziehen auf den Zeitraum vom Sommer 2009 direkt nach meinem Abitur. Ich habe bereits damals einen Bericht verfasst, habe ihn aber noch leicht umgeändert und kann jetzt aus etwas mehr Distanz heraus noch ein paar mehr Vergleiche anführen und die Situation vielleicht auch ein bisschen besser bewerten.

Kurz zu mir: Es war 2009 und ich hatte gerade das Abitur gemacht. Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon relativ viel Drogenerfahrung, war aber noch nicht in Kontakt getreten mit C, Research Chemicals oder irgendwelchen Benzos und anderen Opioiden.

Ich hatte ein gutes Abi gemacht, war gut drauf und es stand bereits fest, dass ich in ca. 2 Monaten abreisen würde, um ein FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) in Japan zu absolvieren.

Und ich war einfach total auf dem Mode, dass ich es vor meiner Abreise nochmal so richtig übertreiben wollte. Mein ursprünglicher Masterplan ist gewesen total ans Limit zu gehen und danach für immer ein Schlussstrich unter das Kapitel „Drogen“ zu setzen...

Jetzt zwei jahre später weiß ich, dass das mit dem ganz kompletten Schlussstrich unter alle Drogen zwar nicht so perfekt geklappt hat, wie ich es mir ausgemalt hatte, aber immerhin bin ich längst nicht mehr so krank drauf wie damals direkt nach meinem Abi XD

Ich wusste, dass jetzt die Zeit gekommen war und ich es mir jetzt wirklich leisten konnte!

Die Jahre zuvor hatte ich immer in großen Abständen und nur an Wochenenden Drogensessions geschoben und irgendwie hatte ich nie das Gefühl, dass mir meine Sessions je geschadet hätten - im Gegenteil!

Und als ich nicht mehr für die Schule lernen musste, weil das Abi hinter mir lag und ich einfach nur noch chillen konnte, wollte ich es so richtig wissen! Vielleicht mag es etwas krank klingen, aber ich entschloss mich bewusst dazu, ab sofort einfach nur noch abzujunken! Da ich wusste, dass ich bei meinem FSJ in Japan so gut wie unmöglich an Drogen rankommen könnte und es auch gar nicht wollte, fand ich es für mich persönlich völlig legitim, mich von da an einfach nur noch durchgängig zuzuballern.

Ich wusste, dass ich durch ein Jahr im Ausland in einer völlig neuen Umgebung meine Gewohnheiten sehr schnell wieder verändern könnte und deshalb war ich sogar der Meinung, dass ich bis zu meiner Abreise so viele Drogen wie nur möglich nehmen müsste und ich genoß das Gefühl keine Grenzen mehr zu haben. Ich rauchte auch extra viele Kippen, auch wenn ich gar kein bock hatte zu rauchen und alles. Das war eben der Style, auf dem ich damals war…

Nur damit ihr mal einen kleinen Einblick in mein damaliges Mindset erhaltet ^^

Und so war ich die letzten Monate vor meiner Ausreise oft auf Speed unterwegs, seltener auf Pillen, hab gern mal was gekifft, ab und zu Koks gezogen und natürlich genehmigte ich mir auch oft exquisite Drinks mit einem Schuss GBL...

Richtig feiern und sich einfach nur die Nächte um die Ohren quatschen war so ziemlich mein Ding. Nette Erfahrungen mit diversen Psychedelika, in Home oder Natursessions hatte ich auch gemacht, aber jetzt wo ich mir vorgenommen hatte so richtig abzujunken, wollte ich unbedingt auch mal H ausprobieren!

Ich hatte keinerlei Connects, um an H zu kommen und so war es der natürliche Lauf der Dinge, dass ich mich zum Berliner Junkie-Viertel „Kottbusser Tor“ aufmachte. Am Kotti fragte ich ein paar Junkies, wo ich was bekommen könnte und hatte schon nach 5 Minuten mein erstes Kügelchen H für 10 Euro klargemacht. Es war kein Dealer, sondern ein Junkie, der mir das Kügelchen verkaufte, aber nur nachdem ich ihm versicherte, dass ich es wirklich nur einmal zum Probieren nehmen würde ^^

Der Junkie wirkte auf jeden Fall sehr nett und ich hatte ein gutes Gefühl, dass ich auch tatsächlich an H gekommen war.

Aber das Kügelchen war einfach nur so lächerlich klein! Ich dachte mir, dass da ja kaum was drin sein konnte, so klein wie das aussah. Und genau das wird sich wohl jeder denken, der zum ersten Mal eine Kügelchen H in der Hand hält. Aber letztendlich war ich doch sehr positiv überrascht wieviel Gechilltheit in so einem kleinen Kügelchen drin steckte.

Im Kügelchen befanden sich so ungefähr 0.25 Gramm braunes Pulver. Ich teilte es mit einem guten Freund und wir schoben unsere erste H Session vormittags bei mir zuhause.

Ich zog ungefähr 1/4 vom dem braunen Pulver aus dem Kügelchen. Es roch und fühlte sich so an als wie wenn man ne Line aus dem Aschenbecher ziehen würde. Es verstopfte auch direkt nach dem Ziehen meine Nase, wobei diese später beim Wirkungseintritt ganz plötzlich total frei wurde.

Natürlich ist eine Line nicht im geringsten vergleichbar mit einem Schuß, da dort der Hauptfokus nicht auf der Wirkung an sich, sondern auf den Rush konzentriert ist. Aber ich weiß noch ganz genau wie ich mir nach so ungefähr 5 Minuten dachte: Man, das Zeug, das knallt ja wirklich üüübel!!!! Zunächst einmal fühlte ich mich total benommen, stark angedämmert und extreeeem gechillt. Ich zog ein Vergleich zum Weed, wobei das H natürlich um Welten gechillter ist. Obwohl ich im normalen Leben keine wirklichen Sorgen hatte, fühlte ich mich auf einmal komplett sorgenlos und eine himmlische Heiterkeit erfüllte mich. Gleichzeitig wurde ich auch körperlich ziemlich angedownt und ich bemerkte im weiteren Verlauf des Trips, dass ich ziemlich unkommunikativ war, einfach nur im Sofa lag und den Moment nur noch total genoß!

Mein Freund hatte deutlich mehr als ich gezogen, war nur noch am Kotzen und es ging ihm relativ dreckig. Dies lag jedoch an der viel zu hohen Dosierung seinerseits.

Ich war jedenfalls erfüllt von einem leichten Schwindelgefühl und es fiel mir auch sehr schwer etwas zu essen. Auch ich hab mich später übergeben müssen, aber es war nur einmal und ganz kurz. Ich fühlte mich dabei trotzdem einfach nur perfekt und es war ziemlich angenehm einfach mal kurz zu kotzen. Wir schlenderten später seelenruhig durch die Straßen bzw. ich war seelenruhig, denn mein Freund musste ca. alle 5 Minuten kotzen und war richtig abgeturnt. Aber er wusste selbst, dass er viel zu viel gezogen hatte. Noch 6 bis 7 Stunden später fühlte ich mich noch total gechillt und die Musik auf dem IPod hatte eine tiefere Bedeutungsebene, obwohl die restliche Wirkung schon abgeklungen war.

Und dass H nach dem ersten Mal süchtig macht, in dem Sinne, dass man zitternd um die nächste Dosis bettelt, ist natürlich ein lächerlicher Mythos, der nicht im geringsten stimmt. Trifft sicherlich auch nicht auf intravenösen Konsum zu.

Obwohl ich nie geballert habe, glaube ich diese Aussage berechtigt so treffen zu können.

Im Gegensatz zu meinem Freund fand ich mein erstes Mal H sehr sehr angenehm, aber irgendwie war ich enttäuscht in dem Sinne, dass mir die böseste und krasseste aller Drogen einfach ziemlich unspektakulär vorkam. Da fand ich ein paar Psychedelika oder C beim ersten Mal deutlich beeindruckender. Aber genau hier, liegt dann wohl auch die Gefahr...

Tatsächlich machte die erste Line aber Bock auf mehr, vor allem weil ich mir dachte, dass ich mal so richtig auf H sein wollte ohne dieses schwammige Kotzgefühl, weshalb ich erstmal den Umgang mit H ein bisschen trainieren musste ^^

Da ich schon den Entschluss gefasst hatte, dass ich diesen einen Monat vor meiner Ausreise komplett nutzen will, um das Leben eines Junkies zu leben, konnte ich ohne schlechtes Gewissen jetzt erst so richtig losgehen!

Ich zog jeden Tag H und für mich waren es einfach nur Serenity-Lines. So nannte ich meine Lines tagsüber nämlich immer. Das beschreibt das Gefühl einfach am Besten. Damit meine ich kleinere Lines, die einen heiter und glückselig werden lassen, aber einen nicht völlig runterdownen und wegbomben. Ich zog tagsüber immer nur so viel, dass bei mir im Hinterkopf eine leichte, schöne Heiterkeit herrschte und ich immer noch in der Lage war Gespräche zu führen und auch alles andere zu erledigen. Eine Serenity-Line ist für mich eine Line, auf der man alles wie sonst auch packen kann, aber mit einer angenehmen Selbstsicherheit und dem hintergründigen Gefühl von Vollkommenheit. Wenn man genau auf die Wirkung achtet, merkt man doch tatsächlich, dass man völlig selbstbewusst ist. Nicht so offensiv selbstbewusst wie auf Koks, wo man den erbärmlichen Drang hat, sein Selbstbewusstsein nach außen zu tragen und zu präsentieren. Man weiß einfach, dass man der Beste ist und sowieso alles nach Plan läuft! Man weiß, dass man besser ist als der Rest, aber man hat es gar nicht erst nötig dies den anderen Leuten klarzumachen, weil man einfach völlig drüber steht über solchem kindischen Gehabe. Das fühlte sich so richtig souverän an!

Ab und zu zog ich auch etwas mehr, dann wurde ich ziemlich gechillt, guckte mir den Himmel an und fand einfach nur alles wunder-wunderschön. Dadurch, dass die Pupillen sehr klein werden und nur sehr wenig Licht reinlassen, veränderte sich bei mir auch immer die Optik und alles wirkte immer so angenehm weich gezeichnet. Gleichzeitig fühlte ich mich auch immer so wie in Watte gepackt. Auch die Akkustik veränderte sich insofern, dass alles viel gedämpfter wirkte. Eigentlich assozierte ich das immer mit dem Gefühl, als hätte jemand eine große Glocke der Glücksseligkeit über mich gestült. So fühlt sich H für mich an. Und egal wie viel Stress und Trubel um mich herum war, mit H chillte ich auf alles und zwar wirklich auf alles.

Ob Speed, Pillen, Koks, Weed oder was auch immer, die Wirkung hängt immer mehr oder weniger stark vom Setting ab. Ich habe wunderschöne Erfahrungen gemacht auf Pillen, Speed und mittlerweile auch auf C. Doch insgesamt waren bei schlechterem Setting auch ein paar schlechtere Erfahrungen dabei. Das heißt zum Beispiel, wenn es einem total dreckig geht, steigert man sich durch ne Line Speed noch mehr in seine Probleme herein und die Wirkung ist nicht mehr wirklich positiv. Und das ist natürlich der große Unterschied zu H.

H ist meiner Meinung nach so krass, weil H zu fast 100 Prozent auf das Setting scheißt, umso mehr Sorgen man hat und umso schlechter es einem geht, desto schöner und befreiender die H Wirkung. Man kann im Dreck liegen und erbärmlich aussehen, doch wenn man auf H ist, ist alles perfekt. Und hier rede ich natürlich nicht mehr von den kleinen Serenity Lines, sondern wenn man sich mal so richtig weg knallt mit ner größeren Dosis.

Und die Modes, die ich schob wurden immer besser! Meine erste Line H war geil, aber so richtig kennenlernen tat ich das H erst im Verlauf der nächsten Wochen. Kotzen musste ich immer seltener und eigentlich nur dann, wenn ich versuchte auf H etwas zu essen oder auf H zu viele Kippen rauchte. Darüber sollte man sich aber keine Sorgen machen. Kotzen gehört zum H einfach dazu und wie erwartet kotzte ich mit meiner vielen Übung später so gut wie nie....

Ich erinnere mich an viele wunderschöne Szenen, wie ich durch die Straßen spazierte, mir die Sonne anguckte und alles einfach nur perfekt war. Ich spürte in solchen Momenten wie überragend herrlich das Leben doch ist und ich kam mir vor, wie ein nobler Dichter, der durch legendäre Szenarien umherstreift, mit dem wesentlichen Blick für die Schönheit des Lebens. Alle paar Stunden zog ich meine nächste Line, ich kam öfters gut angedröhnt aus irgendwelchen Bahnhofstoiletten heraus, setzte mich hin, schlummerte leicht in meinen Träumen und ging dann immer den Sachen nach, die ich noch zu tun hatte. Während ich also tagsüber meistens relativ piano auf Serenity-Lines unterwegs war, knallte ich mich abends vor dem Schlafen gehen immer so richtig schön weg. In meinem Bett fühlte ich mich wie im Paradies, wie im Himmel, einfach nur wie auf Wolke 7! Ich hörte sehr oft Musik dabei und sie klang einfach nur total seelig anrührend. Auch hatte das H in höherer Dosierung bei geschlossenen Augen eine Art leicht triphafte Komponente. Es waren meistens Bilder, die ich sehr schnell wieder vergaß und in denen ich keine tiefere Bedeutung erkennen konnte, aber es waren einfach nur Augenblicke der Vollkommenheit! Auf H einzuschlafen hat wirklich klasse!

Mir fiel bei den High-Doses auf, dass ich dabei immer vermehrt Wasser trinken musste und wenn ich mich mal aufraffte, um kurz mal auf Klo zu gehen, dann war ich meistens schon richtig drauf. Körperlich völlig gedownt, mit einem seligen Lächeln auf den Lippen und die Pupillen waren einfach nur so klein wie Stecknadeln! Wenn man so richtig zugedröhnt ist auf H, sehen die Pupillen wirklich spektakulär klein aus! Im wahrsten Sinne so wie Stecknadeln! Ich fand es eigentlich immer ganz amüsant mir meine winzigen Stecknadelpupillen anzugucken, obwohl sie nicht die gleiche Faszination auf mich ausübten, wie wenn man riesige Teller hat und beim Blick im Spiegel das Gefühl hat tief in seine Seele gucken zu können.

Außerdem hat man wenn man drauf ist, auch oft das Gefühl, dass es einen am Kopf oder an einer anderen Stelle jucken würde und man muss sich vermehrt kratzen. Aber das ist überhaupt nicht störend wie bei DXM oder so. Es ist dann viel eher angenehm, dass man sich dann selber anfässt an den juckenden Stellen.

Und egal wie hart ich mich vor dem Schlafengehen wegdröhnte, am nächsten morgen, war mein Mund vielleicht etwas trocken, aber ansonsten hinterließ das H nie einen Kater oder unangenehme Nebenwirkungen. Lediglich am immer noch minimal gechillten Körpergefühl beim Aufstehen merkte ich, dass ich den Abend zuvor H konsumiert hat.

H ist also für Dauerkonsum "sehr gut geeignet"....

Erst während meinen eigenen Erfahrungen mit H ist mir aufgefallen, dass ziemlich viele Motz-Verkäufer in der Berliner U-Bahn auch mit Stecknadelpupillen rumlaufen. Als ich einmal auch voll auf H in der U-Bahn saß und ein Motzverkäufer mit Stecknadelpupillen rumlief, empfand ich auf einmal voll die Sympathie für ihn und ich wusste, dass er das H nötig hatte. Also fragte ich ihn, ob er statt Geld vielleicht auch ein Kügelchen annehmen würde und da er dies natürlich bejahte schenkte ich ihm ein Kügelchen. Dabei hatte ich das Gefühl für einen Seelenverwandten etwas Gutes getan zu haben ^^

Ich hatte auch ab und zu Sex auf H mit meiner Freundin, wobei Sex eine Sache ist, die ich auf H nicht wirklich nötig hatte. Auf H reichte ich mir selbst sozusagen völlig aus und Sex war bestimmt nicht die Sache, auf die ich in diesem Zustand total scharf gewesen wäre. Natürlich war es trotzdem ganz nett, aber ich konnte auf H eigentlich nie kommen, was den ganzen Spaß natürlich schon irgendwo verdarb.

Und so vergingen eben die Tage mit dem guten H, ich zog nicht direkt nach dem Aufstehen, aber meistens spätestens ab 12.00 mittags meine erste Line und ich muss echt sagen: das hatte alles enormen Style! Ich will hier nichts verherrlichen, aber es war einfach unglaublich geil!

Ich merkte auch, wie ich immer unzuverlässiger wurde, aber darauf scheißte ich, da ich mich ja bewusst auf den Junkie-Monat eingelassen habe. Ab und zu rauchte ich auch mal auf Folie, wobei ich die richtige Rauchtechnik im Netz herausgefunden habe. Beim Rauchen kommt der Effekt viel schneller und intensiver, aber da ich nicht überall mal kurzerhand eine Folie zum Rauchen auspacken konnte, zog ich meistens nur Lines.

IV Konsum habe ich nie betrieben, weil ich einfach nicht dazugekommen bin. Ich hatte keine Hemmung davor, aber ich wusste nicht so Recht, wie ich es machen sollte und außerdem gab es für mich innerhalb dieser Zeit noch keinen Grund auf eine härtere Konsumform umzusteigen. Ich blieb also größtenteils bei Lines und kam mit der Zeit auch an immer besseren Stoff ran, weil ich mich natürlich auch oft mit Junkies unterhielt und Tips bekam, an welchen Bahnhöfen man den besten Stoff bekommt. Ich kaufte immer auf U-Bahnhöfen der U8 ein und das Lustige war, dass alle Dealer die Kügelchen im Mund lagerten und sie ausspuckten, sobald man sie auf H ansprach. Das scheint bei H wohl der allgemeine Tick-style zu sein und das macht auch Sinn. Denn falls Zivilpolizisten mal versuchen sollten zuzugreifen, kann der Ticker die Kügelchen immer noch schnell runterschlucken.

Auch fand ich H preislich total im Rahmen. Als Neueinsteiger kriegt man schon für ca. 2 Euro eine richtig gute Dröhnung, die mindestens für ca. 6 Stunden hält. Und auch ich habe später trotz meiner gestiegenen Toleranz und dem Dauerkonsum nie ein ganzes Kügelchen an einem Tag geschafft. Meistens reichte es für mindestens 2 Tage. Der Standardpreis für die Kügelchen war dabei immer ein 10er.

In den letzten Wochen vor meiner Abreise fing ich auch noch an, mir ultrageile Cocktails zusammen mit Koks zu machen und ich muss wahrhaftig sagen, dass das ja echt die goldene Doppel-Combo im Reich der Drogen ist! Vielleicht kommt H zusammen mit C noch geiler, das weiß ich nicht, da ich diese Combo leider nicht probieren konnte, aber ich weiß auf jeden Fall, dass ein Speedball sehr überzeugend ist ^^

Was ich besonders geil fand, war die Farbe wenn man das braune H Pulver mit dem weißen Koks vermischt und das zu einer Line zusammen baut und zieht. Diese Mischung sieht irgendwie so edel aus. So cremefarben schön und elegant. Ich kam mir so vor als würde ich das Pulver der High Society ziehen…

Und der Effekt ist unglaublich! Im Hintergrund ist der H Effekt vorhanden, aber im Vordergrund hat man die Koks Aktivität und das Koks Selbstbewusstsein. Durch den gleichzeitigen Kontrast zum gechillten H wirkt das Koks auch viel intensiver als beim Monokonsum! Und sobald die Kokswirkung verpufft, landet man noch völlig gechillt auf dem H Turn, weil H ja viel länger wirkt. Göttlich! Dieses Runterkommen vom Koks und dann einfach nur voll auf Wolke 7 zu landen: Das macht für mich die volle Schönheit eines Speedballs aus!

Wenn ich auf H war und ne ordentliche Line Speed dazu zog, kam ich auch immer auf sehr gute Modes. Ich konnte auf einmal wieder richtig aktiv lostexten und gleichzeitig das H Feeling genießen. Bloß verpuffte der aktivierende Effekt des Speeds irgendwie immer relativ schnell bei mir...

Was mich leicht überraschte war, dass man es mir körperlich nach einem Monat relativ intensiven H Konsums überhaupt nicht ansah. Meine Eltern und Freunde checkten es nicht im geringsten. Auf Serenity-Lines fühlte ich mich immer gechillt, konnte aber nach außen immer den Eindruck vermitteln, dass ich nüchtern wäre. Normale Leute assozieren vielleicht riesige Pupillen mit Drogen, aber sie scheinen nicht zu wissen, dass man auch winzige Pupillen vom H haben kann. Ein klarer Vorteil für Junkies XD

Und manchen Freunden sagte ich, dass ich jeden Tag kiffen würde, um es plausibel zu machen, warum ich immer so gechillt drauf bin. Auch dies wurde ohne Zweifel geglaubt. Und tatsächlich konnte ich manchen Leuten, ein H Turn als gechillten Kiff Turn verkaufen, auch wenn ich mal gut zugedröhnt war. Einer glaubte sogar, als ich mir grad ne gute Ladung gezogen hab, Hardcore gechillt war und mit einem seeligen Lächeln dasaß, dass ich einen gechillten Sixer getrunken hätte! Das amüsierte mich und in meinem Umfeld wäre wirklich keiner auf die Idee gekommen, dass ich irgendetwas mit H am Hut haben könnte.

Woran man es aber immer erkennen sollte ist Folgendes: Die antikommunikative Komponente und die Gechilltheit können natürlich von anderen Drogen kommen. Der Juckreiz und die kleinen Pupillen aber nicht. H Konsumenten sind immer gechillt, haben winzige Pupillen und kratzen sich fast beiläufig oft am Arm, am Hinterkopf oder sonstwo.

Die Dosiserhöhung wunderte mich allerdings schon. Mir war klar, dass ich mehr brauche würde nach ner Zeit, aber ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell gehen würde. Ich brauchte gegen Ende hin schon viel mehr von dem Zeug. Lines die mich am Anfang richtig zugedröhnt hätten, waren nur noch unterschwellig spürbar.

Und eigentlich war ich nach ein paar Wochen nur noch auf H unterwegs. Obwohl ich auch viel GBL am Start hatte und das GBL bei mir immer einschlug wie eine Euphoriegranate, ließ ich es nur noch links liegen. Dabei hatte ich es doch zuvor so sehr geliebt! Das GBL machte mich immer richtig fröhlich, euphorisch und kommunikativ und ich konnte dabei immer so emotional werden.

Dahingegen wirkte das H so unspektakulär und unscheinbar. Man sitzt nur da und träumt in sich rein. Aber zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon längst begriffen, dass keine Euphoriewelle dieser Welt dasselbe Maß an Vollkommenheit erreichen kann wie Heroin.

Mittlerweile weiß ich, dass im Himmel nicht auf GBl, Pillen oder C gefeiert wird, sondern alle einfach nur am Chillen sind und in den kuschlig weichen Wolken voll auf H rumliegen! Denn auf fröhlich machenden, stimulierenden Substanzen will man Kontakt zu Menschen knüpfen oder man will einfach nur abfeiern, oder man will ficken oder man will voller Tatendrang Irgendetwas erledigen, was auch immer es ist, man hat immer irgendwas nötig….

Und H steht darüber! Auf H hat man gar nichts mehr nötig! Alles ist perfekt!

Man hat es auch nicht nötig wie auf Gras über irgendetwas zu philosophieren, H ist für mich der Innbegriff von einem Zustand der Vollkommenheit, indem man so zufrieden ist, dass es nichts mehr gibt, dass man sich wünschen könnte.

Genau darin liegt meiner Meinung nach, die extreme Unabhängigkeit vom Setting begründet! Und dies macht letztendlich das Suchtpotenzial von H aus. Wenn man richtig zugedröhnt ist, ist es wirklich egal, ob man in einer dreckigen Gosse liegt oder an einem wunderschönen Traumstrand! Man liegt einfach nur mit geschlossenen Augen rum und wird sich in beiden Situationen gleichgut in sich selber hineinträumen.

Ich habe damals 5 Wochen lang täglich H konsumiert. Bis auf einen Tag, wo mir mal der Stoff ausgegangen ist. Das war ca. 1 Woche vor meinem Abflug und dies resultierte darin, dass ich überhaupt nicht einschlafen konnte und die ganze Nacht über Filme guckte, um 8 Uhr morgens Speed zog und mich sofort aufmachte um mir H zu holen.

Ich hatte es natürlich auch forciert und wusste, dass ich relativ süchtig werden würde, aber dass ich ohne H nachts überhaupt nicht mehr schlafen konnte, überraschte mich dann schon als ich zum ersten Mal kein H am Start hatte.

Auch zog ich am Ende wirklich alle 2 bis 3 Stunden Lines und merkte, dass ich es im Gegensatz zum Anfang langsam richtig nötig hatte die Lines zu ziehen. Ich zog manchmal auch auf Parkbänken oder von einem Block Papier hinten im Bus und dergleichen. Auch wenn ich immer mehr ziehen musste, ich führte ein Leben unter der Glocke der Glücksseligkeit...

Auf Toiletten war das H sowieso mein ständiger Begleiter und es war mir schon ein bisschen mulmig zumute demnächst gar kein H mehr am Start zu haben.

Mein letzter Tag in Deutschland war dann auch die Hölle, da ich irgendwo im Zimmer ein Kügelchen verloren hatte und mich mit ein paar kläglichen Resten begnügen musste.

Das H wirkte nur noch total im Hintergrund und es machte mich einfach total fertig, dass ich jetzt gar kein H mehr am Start hatte.

Ich hatte es mir so idylisch vorgestellt, dass ich meine ganzen Schmerzen über den Abschied von meinen Eltern und meiner Freundin einfach durch genügend H betäube und mir dann im Flugzeug auf der Toilette die letzte Briese gebe, einfach nur über den Wolken auf Wolke 7 einschlafe und dann in Japan aufwache und mich voller Motivation dem Projekt „Keine Drogen“ widme.

Aber so brach ich schon am Flughafen in Tränen aus und ich fand es richtig schlimm in diesem entscheidenden Moment kein H parat zu haben.

Alles war schlimm und wirkte so belastend. Solche Gefühle kannte ich schon seit Langem nicht mehr. Es war mir total klar gewesen, dass es durch mein Dauerkonsum genau so und gar nicht anders kommen konnte und ich jetzt eine wirklich harte Zeit haben würde, aber als es dann soweit war, war ich wirklich am Boden.

Die erste Woche in Japan schwitzte ich viel und schlief sehr unruhig, wenn überhaupt.

Ich konnte so gut wie überhaupt nicht schlafen, ich fand ab 6 Uhr morgens vielleicht für 3 Stunden Schlaf und ich war einfach nur total gefickt. Ich hatte keinerlei Zittersymptome oder dergleichen, aber ich war öfters etwas unruhig und fing manchmal an schneller zu atmen.

In meinem Zimmer brach ich auch manchmal einfach so in Tränen aus.

Mir ging es aber nicht nur wegen dem H saudreckig, sondern ich fühlte mich auch einfach nur allein und meine Freundin war so weit weg. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich mir auf jeden Fall eine Priese H über alles gewünscht! Ansonsten drehten sich halt viele depressive Gedanken in meinem Kopf.

Natürlich ist das auch kein Wunder gewesen, damit habe ich auch gerechnet, da ich es mir angewöhnt habe, immer wie auf Wolke 7 auf dem Zeug einzuschlafen. Und ich fühlte mich einfach nur beschissen, ich hörte nebenbei auch mit Zigaretten auf, was meinen Entzug natürlich verschärfte. Ich wusste aber eine Sache: Dass es mir langfristig besser gehen würde und ich sogar wieder richtig glücklich und sogar noch viel glücklicher als zuvor werden würde, wenn der Entzug vorbei war. Ich sagte mir: Du musst in deine glückliche Zukunft investieren: eine Scheiß Zeit jetzt und eine goldenen Zukunft demnächst.

Und ich joggte auch jeden Tag sehr viel, obwohl ich auch gar keinen Bock hatte, aber ich wusste, dass es die Neurochemie auch positiv beeinflusst und so ging ich die ersten Wochen irre abgeturnt durch mein Leben, aber im Hinterkopf wusste ich, dass ich auf dem richtigen Weg war. Teilweise merkte ich in Gesprächen mit Leuten Drogengedanken aufkommen, so in der Art: "Oh man, wenn du nur wüsstest, was ich alles im letzten Monat mitgemacht habe" Nach einem Monat ging es mir aber schon viel besser in dem Sinne, dass ich nicht mehr dauerdepressiv war und wieder anfing manchmal Spaß zu haben im Leben. Ich sehnte mich natürlich immer noch nach H und hätte ich es da gehabt, hätte ich zugegriffen und so was von gezogen, darauf kann Verlass sein!!!

Als ich während meines ersten Monats in Tokyo an einer Kleiderboutique namens H-Store vorbeiging, überkam mich auf einmal ein richtig starkes Verlangen nach H, ich merkte auch wie mein Puls auf einmal hochschnellte, meine Atmung schneller wurde und mein Körper mir signalisierte, dass er doch äußerst gerne etwas H haben würde. Natürlich war es nicht mein Körper, sondern lediglich meine Psyche, aber die beschäftigte sich eben sehr viel mit H. In solchen Momenten wusste ich, dass Japan meine Rettung ist und ich akzeptierte widerwillig, dass ich hier einfach kein H auftreiben konnte.

Bei allen Texten, die ich las, stach der Buchstabe "H" immer besonders stark hervor und ich wurde praktisch die ganze Zeit daran erinnert.

Und dass ich das letzte Kügelchen verloren hatte, machte mich sogar noch Wochen später fertig. Hunderte Male durchsuchte ich mein Portemonnaie und mein Gepäck, in der Hoffnung das Kügelchen aus Versehen irgendwo eingepackt zu haben. Zum Glück war dies nicht der Fall.

Und genau aufgrund solcher Sachen habe ich mein "H-Experiment" direkt vor meinem FSJ im Ausland durchgeführt. Im Nachhinein muss ich sagen, dass wenn man schon solch eine kranke Aktion startet, ein längerer Wechsel des Umfelds sehr empfehlenswert ist.

Im Endeffekt, hatte ich aber einen sehr positiven Tagesablauf, in dem ich viel mit anderen Leuten zusammenkam und die Arbeit im Altenheim mit älteren Leuten machte mir viel Spaß.

Zudem hätte ich wirklich nicht gewusst wo man dort H herbekommen könnte, ein Faktor, der den Ausstieg natürlich auch enorm erleichterte. Deswegen kann ich auch nur das bestätigen, was schon viele in ihren Berichten meinten: Wenn man wirklich aussteigen will, muss man sein Umfeld komplett wechseln, am besten ausziehen. Und obwohl ich kein Drogenumfeld gehabt habe und mir das gute H einfach auf eigene Faust besorgt habe und paar soziale Ticker zu mir auch Sprüche sagten wie: „Du siehst doch gesund aus, wieso willst du denn H?“ hätte ich es unwahrscheinlich viel schwerer gehabt aufzuhören, wenn ich in Berlin geblieben wäre. Wenn ich an manche Augenblicke in Japan zurückdenke, weiß ich, dass ich nicht drauf hätte verzichten können, wenn ich es hätte besorgen können.

Und dann nach anderhalb Monaten kamen viele motivierende Faktoren hinzu. Ich las Bücher über erfolgreiches Denken, bekam den Bescheid, dass ich an der Uni angenommen wurde und ich hatte einfach mal eine absolute Zukunftsperspektive! Anfangs fiel es mir sehr schwer mich damit abzufinden, dass ich von jetzt an kein H mehr ziehen würde und zwar wirklich nie mehr!!! Und tatsächlich hatte ich auch diesen typischen Druffi Gedanken: „Nur noch einmal, ein allerletztes Mal, dann mach ich es nie wieder“. Ich hab mir überlegt mir ne ordentliche Line in einem Brief von meinem Freund schicken zu lassen, nur noch um ein allerletztes Mal dieses wunderschönste aller Gefühle zu verspüren. Aber ich wusste aus genügend Erfahrungsberichten, dass das nicht funktioniert und man sofort wieder enormsten Hunger hat auf mehr und dass da nichts ist mit einem allerletzten Mal. Und dann kam der Punkt, nach 2 Monaten, wo ich es für mich wirklich akzeptierte, dieses wunderbare Gefühl nie wieder zu erleben. Klar es ist besser als alles, was man im Real Life erleben kann, aber wenn man eine Stunde joggen ist, kommt man auch auf schöne von körpereigenen Drogen geboostete Styles. Außerdem merkte ich ja selber wie stark die Wirkung mit der Zeit nachgelassen hatte.

Die ersten 3-4 Monate suchte ich immer unterbewusst im Klo nach möglichen Ablagen und stellte mir vor, wie wunderschön es doch wäre, wenn ich jetzt auf Klo ein bisschen H ziehen könnte.

Aber irgendwann nach so ca. 6 Monaten schien das H wirklich weit von mir entfernt zu sein und ich dachte nur noch sehr selten dran.

Ich hatte mir dort praktisch ein 2. Leben aufgebaut und verbrachte in Japan noch ein wunderbares und auch sehr cleanes Jahr. Nun gut, ich trank an den meisten Wochenenden schon noch Alkohol, aber das auch ziemlich gemäßigt. Ich checkte alle relevanten Techno Clubs in Tokyo ab und hatte freizeitlich und auch beruflich rundum Spaß.



Dies alles ereignete sich im Sommer 2009 und seitdem her habe ich nie wieder H konsumiert. Andere Drogen habe ich nach meiner Rückkehr nach Deutschland durchaus konsumiert, aber nie mehr das gute alte H, wie ich es mittlerweile immer nenne ^^

Ich habe dafür ein paar mal Tramadol und Tilidin probiert, die irgendwo als Opioide auch ganz nett sind, aber natürlich bleibt H für mich das einzig Wahre.

Dafür erinnerten mich Tramadol und Tilidin wieder daran wie H eigentlich gewesen ist. In meinem subjektiven Empfinden würde ich sagen, dass Tramadol fast genauso wie H ist, bloß ungefähr 5 mal schwächer. Jedoch kommt bei sehr hohen Dosierungen (ab 400mg und mehr) durch die serotonerge Wirkungsweise eine Art schon fast MDMA ähnliche Liebeskomponente ins Spiel, welche ich von H nicht kannte. Tramadol und Tilidin find ich komischerweise durch eine Art Upper-Komponente zum Einschlafen jedoch ziemlich ungeeignet, was mich irgendwo auch etwas abgeturnt hat. Dass man von Tilidin körperlich nicht so gedownt wird, kann man aber sicherlich auch als Vorteil auslegen, wenn man noch etwas aktiver sein will.

Paar Benzos wie Lorazepam oder Diazepam habe ich auch probiert, aber die machen mich eigentlich nur müde und haben keinen nennenswerten Wohlfühl-Effekt auf mich.

Ich hatte jedenfalls nie Freunde, die richtig H konsumieren und ich denke auch, dass dies mir vieles erleichtert hat nach meiner Rückkehr nach Deutschland.

Ich hätte schon noch Bock auf H, wenn ich manchmal darüber nachdenke, aber ich weiß ganz genau, dass das mein Ende wäre, weil ich sehr schnell wieder in mein altes Konsummuster zurückfallen würde und das war unter allen Aspekten einfach nur Junkie-like.

Wenn ich irgendwann mal Selbstmord begehen würde, dann unbedingt und auf jeden Fall mit H, aber ansonsten weiß ich ganz genau, dass H nichts mehr in meinem Leben verloren hat.

Jedenfalls habe ich im Grunde genommen eine gute Meinung vom H. Für mich bleibt es das gute alte H. Einfach nur das Beste vom Besten!

Ich hätte richtig Angst, wenn ich wieder drauf wäre, aber es ist mittlerweile genügend Distanz da um einfach nur mit positiven Erinnerungen auf ein sehr schöne und abgefuckte Lebensphase zugleich zurückblicken zu können.

Jedenfalls bin ich mittlerweile voll runter vom Downer-Trip und wenn ich noch irgendetwas nehme, dann sind es eigentlich nur gelegentlich irgendwelche Amphetamine zum Feiern.

Ich habe auf jeden Fall riesigsten Respekt vor Leuten, die jahrelang H ballern und es schaffen, davon loszukommen. Ich selbst war nur so lächerlich kurz dabei, ich habe noch nicht mal intravenös konsumiert, ich hatte ein Jahr Pause im Ausland und trotzdem fiel es mir ziemlich schwer.

Ich persönlich schätze, dass man mit H Dauerkonsum max 4 Monate richtig Spaß haben kann, in dem Sinne, dass die Wirkung angenehm ist und es noch richtig knallt. Dannach wird es wohl eher nur noch in die Richtung Unterdrückung von Entzugssymptomen gehen. Wenn man von anfang an nur gelegentlich konsumiert, sieht die Sache aber natürlich ganz anders aus, denn ich sprech hier nur von Dauerkonsum.

Ich glaube, dass ich es in Berlin nicht geschafft hätte mit dem Aufhören. Vielleicht wäre ich dann aber auch nicht auf die Idee gekommen es so extrem zu übertreiben ^^

Meine Erfahrungen mit H will ich auf keinen Fall vermissen und ich erinnere mich manchmal voll Wehmut an die Zeiten zurück, wo ich mich auf meinen abgefuckten Lifestyle gefeiert hab und die traumhaft braunen Lines mein ständiger Begleiter gewesen sind.

Dies ist in keinster Art und Weise verherrlichend gemeint, sondern es ist einfach die Art und Weise, wie ich als ehemaliger Konsument über H denke.

Für mich ist es auch keine Teufelsdroge und kein Dreckszeug, es wird in meinen Erinnerungen für immer das gute alte H bleiben...

Dass man H aber eigentlich nicht anrühren sollte, versteht sich von selbst! Ich rate stark vom H ab und würde eher auf harmlosere, legale Opioide verweisen, wenn man schon unbedingt eine Idee davon haben will, wie sich H ungefähr anfühlt. Wobei aber alle Opiode auch nur mit Vorsicht zu genießen sind. Opioide machen leider ziemlich süchtig. Und süchtiger als Heroin macht sowieso nichts!



Also keep it real!




















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