Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:verschlafen auf dxm und cannabis
Drogen:Mischkonsum von DXM und Cannabis (Reihenfolge vom Autor festgelegt)
Autor:excarion universummm
Datum:27.06.2012 14:31
Set:ruhig, entspannt , leicht gebeutelt durch kopfschmerzen
Setting:zunächst bei einem guten freund , später dann bei mir
Nützlichkeit:7,43 von 10 möglichen   (7 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Es war ein sonniger Dienstag Abend gegen etwa 19:30 . Ich befand mich zu dieser Zeit in einer Art Aufbruchsstimmung , und war in freudiger Erwartung auf einen gemütlichen Abend mit guten Freunden . rnZuvor hatte ich in einer unfernen Apotheke eine Packung mit Hustenstillern von Rathiopharm , 20 Stück an der Zahl , erworben . Es war wieder soweit , nach nun mehr einer knapp halbjährlichen Abstinenz der Substanz DXM , sollte es nun wieder Geschehen . Ich hatte noch gute Erinnerunge an vorangegangene Trips und hoffte auf ähnliche Erlebnisse , die ich mit zunächst 2 , später nur einem Freund genießen wollte . Ergo war auch meine Toleranz verschwunden . rnDer Plan sah weiterhin vor , mich bei einem guten Freund einzunisten und dort gemütlich ein paar Köpfe zu rauchen . Bevor ich mich auf den Weg machte schluckte ich die ersten 4 Hustenstiller um die Wirkung leicht anfluten zu lassen .rnUm euch einige Hintergrundinformationen zu liefern , will ich euch erklären , dass diese Abende für mich immer einen sehr großen Stellenwert haben . Desweiteren war dieser Abend ein besonderer , und zwar aus dem Grund , dass ich im Kunstunterricht eine Tonpfeiffe angefertigt hab , die nun bereit zur Einweihung war . rnZunächst stimmten wir uns mit ein paar sanften Klängen und Videos auf den bevorstehenden Abend ein .


Man muss dazu sagen , dass diese Abende immer Rituale aufweisen . Was ich damit meine ist , dass jeder kleine Kiffergruppe ihre bevorzugten Handlungen hat . Bei uns war es beispielsweise üblich , dass man nach den ersten paar Köpfen Musik laufen lässt , vorwiegend Dubstep . rnIn diesem Stadium überkommt es mich immer und lass meine Gefühle und Gedanken in die Musik fließen . Nach einer guten Stunden beinahe purer Entspannung und gelegentlichen Lachorgien , stellte ich fest , dass ich gewissermaßen nach Hause musste um , ein Geschäft zu verrichten .rnrnGegen 23:30 war dann auch der Rest der mir vorgenommenen Menge von 11 Kapseln erreicht . Mein Freund nahm 9 für den Anfang . Jetzt hieß es warten . Zunächst empfand ich die Beeinträchtigung meines Gleichgewichts bzw stottern und lallen . Trotz dieses Phänomens war meine Sprache ausgereift und ich fand für jede Situation die passenden Worte . nach weiteren 20 Minuten waren dann auch die altbekannten Blitze da , die durchs Bild huschten um gleich darauf wieder zu verschwinden und ihre Farbe zu ändern . Ich war weder wach noch müde und mir war weder warm noch kalt . Kurz gesagt alle äußeren Reitze , die einen Trip normalerweise verfälschten fanden keinen Anteil . Genau wie die Übelkeit , die bei mir vollkommen Ausblieb . Als das zweite Plateau dann erreicht war , rauchten wir (2) uns den nächsten , und entschieden uns für einen Film . Nach einer knapp 20 minütigen Diskusion , darüber was wir gucken sollten und dabei immer wieder in völlig andere Themen abglitten , fiel die Wahl einstimmig auf inception . Ich muss allerdings zugeben , dass ich es nicht geschafft habe den Film zu schauen , sondern nur zu hören , weil mittlerweile alles verschwommen war und ich nur mit Anstrengung die doppelt erscheinenden Bilder zu trennen vermochte .


Nun brach ich meine Notreserve von weiteren 5 Hustenstillern an , die ich eigenltich nicht vorhatte zu nehmen . Um es nochmal deutlich zu machen , ich verlass mich fast ausschließlich auf meine Notizen während des Tripps . Desweitern sah ich bei geschlossen Augen , vor mir ablaufende Geschichten , die vollkommen irreal waren und in keinsterweise auf mein Unterbewusstsein interagieren . Dann um etwa 1 Uhr verspürte ich ein Gefühl , welches sich mit der Zeit intensivierte . Das altbekannte Gefühl zu fliegen und sich kreisen lassen war eingetreten . Nun fiel mir eine neue Eigenschaft auf , die mich so überwältigte , dass ich mich permanent im Wechsel hinfallen ließ und im Gegenzug wieder aufstand . Bei diesem Vorgang , besonders mit geschlossenen Augen , war es mir nicht mehr möglich die Himmelsrichtung bzw. Oben von Unten zu unterscheiden , welches etwa mit einem Fallschirmsprung zu vergleichen war . war wohl auch der Grund dafür , dass ich am nächsten Morgen überall blaue Flecken hatte . Irgendwann fand ich keinen gefallen mehr daran , sodass ich mich völlig den wunderbaren Halluzinationen hingab , die vor meinem inneren Auge schwebten , bis der Film vorbei war .


Dann bekam ich Hunger . Unaufschiebbaren , quälenden und lähmenden Hunger ! Ich wohne auf dem Dachboden meiner Eltern , also könnt ihr euch denken , was das für ein Balanceakt darstellte eine gefühlt 100 Kilometerlange Treppe herunter zu steigen , was im Endeffekt darin endete , dass ich mit meinem Freund , der mittlerweile ein Schatten seiner selbst war und nichts mehr auf die Kette bekam auf einer Parkbank landeten und uns über Politik und Korruption unterhielten . Mittlerweile war es etwa vier Uhr und wir planten den weiteren Verlauf und ob wir am morgigen Tag die Schule besuchen sollten . Bis zu dem Moment als ich den Schlüssel ins Schloss steckte hab ich leider keine Erinnerung mehr . Doch als wir gerade wider eine angenehm liegende Haltung bei offenem Fenster einnahmen , weil die Hitze unerträglich war , fing mein Herz an zu pochen und die Atmung flachte ab, so beschloss ich mich hinzulegen und schlafen zu gehen . Es war wunderbar . Träume , die mittlerweile real und wirklich schienen , beeinflusst durch längst abgestellte Musik , die ich immer noch klar und deutlich hören könnte . In mir wurde Glückseeligkeit gepaart mit Freude bzw innerer Ruhe fusioniert . Dieses Erlebnis ist einzigartig und mit weing zu vergleichen wie ich finde . Deswegen finde ich die Hassparolen einiger anderer Nutzer ungerechtfertigt . Klar kann es passieren , dass man abgleitet , aber um einfach mal genüsslich einen guten Abend zu verbringen scheint es mir eine gute Alternative für einige andere sedierende bzw bedeubende Substanzen zu sein .

Mich hat DXM , eventuell durch die Graskomponeten in eine Art Halbschlaf , bzw Tagtraum versetzt , der narkotische Züge aufwies . Für den Anfang ist diese Dröhnung völlig ausreichend . Mir sind wiedereinmal , wie sonst auch , fast nur die positiven Seiten ins Auge gestochen ! Weder Übelkeit noch Angstzustände etc , die viele davon abhalten DxM zu konsumieren , hab ich feststellen können .

Klar kann ich mir vorstellen , dass einige bei starke Überdosierung schlechte Erfahrungen machen , doch kann man auch einige schöne Momente mit DXM verbringen und eine Menge Spaß mit Verspulten Gedankengängen und Lachern haben . Alles in allem will ich euch 3 Dinge ans Herz legen , die mir persönlich wichtig waren .
1 . schluckt das Zeug niemals alleine , sondern am besten zu zweit oder zu dritt , da die Athmosphäre hierdurch vertrauter wird und man sich viel intensiver auf die anderen Trippkameraden einlassen kann .
2. habt immer genug kühles Nass , vorzugsweise Wasser ohne Kohlensäure dabei .
3. Konsumiert immer innerhalb euch bekannter 4 Wände , so vermeidet ihr Unbehagen . Perfekt wäre ein weitläufiges Zimmer mit gedimmtem Licht , weil ihr sicherlich sehr empfindlich darauf reagieren werdert . Draußen im Dunkeln ist Paranoia ein große Feind . Vermeidet dies wenn möglich .
Das waren bei mir die ausschlaggebenden Faktoren für den guten Verlauf des Trips .

PS :

Über den Abend verteilt hatte ich nun also etwa 15 Kapseln intus , und rn am nächsten morgen war mein Zimmer eine reine Müllahale . Überall lagen leere Flaschen , Jogurt war auf dem Teppich verteilt und als ich mich genauer umsah stellte ich fest , dass wir wohl versucht haben Enten zu füttern , denn überall lag zerissenes Brot und ein paar Gummienten aus dem Bad .
Das ausklingen am nächsten Morgen ist auch eine von mir als schön erlebte Sache . Es war lauwarm und man fühlte sich abgekämpft aber auf angenehme Weise . Ich empfand trotz leichten Kopfschmerzen ein befreites und solidarisches Gefühl und dachte niemand könnte mir diese Laune vermiesen . Die Krönung war dann noch ein lauer Sommerregen der mich den Gang rüber zur Schule begleitete . Da ich aber nur eine knappe Stunde geschlafen hatte und totmüde war trat ich den direkten Rückweg nach Hause an , zumal uns unsere Mathelehrerin mitteilte , sie würde keinen Unterricht aufgrund eines Raummangels durchführen können.
So ging ich gestärkt von der guten Nahrung von MC Donalds nach Hause und schreibe nun hier meine Erfahrungen auf .
Zu den Nachwirkungen kann ich sagen , sie sind bei mir zwar gegeben , beziehen Sicht aber lediglich auf die Einschränkung der Sicht und nicht etwa auf Gleichgewichtsstörungen etc .

Alles in allem war der Abend mal wieder sehr erfolgreich ! Der Trip war sehr glatt angenehm und vor Allem entspannt . Ich tat das was mir grade in den Sinn kam und lernte alles auf tausend verschiedene Arten durchzuspielen und war teilweise sehr erstaunt wo ich landete . Man ist zeitweise sehr redseelig , doch im weiteren verlauf bekommt man den Mund meist nicht mehr auf , sodass man wohl oder übel darauf verzichten muss sich mitzuteilen , auch wenn dies durchaus schwer fällt . Ich persönlich fange dann immer an alles meinem geistigen ich zu erzählen . Jedoch halte ich diese von mir beschriebenen reibungslosen Verläufe als nicht selbstverständlich und warne nochmal ausdrücklich vor eventuellen Nebenwirkungen .