your psychedelic community
   Werbung
kratom.eu







Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Wenn der Schmerz verschwindet.
Drogen:Tramadol
Autor:luzid
Datum:26.09.2012 22:58
Set:Nach einem Arztbesuch unter Schmerzen, mit höchsten Erwartungen
Setting:Mein Zimmer
Nützlichkeit:7,95 von 10 möglichen   (19 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Es fing damit an, dass ich durch ein bisschen Glück und Verständnis Tramadol verschrieben bekam.

Ich fragte schlichtweg danach, ob es möglich sei, sagte es wurde mir durch einen Freund empfohlen.
Die Frage nach Schwerzmittelabhänhigkeit verneinte ich Wahrheitsgemäß.

Direkt vom Arzt zu einer Appo. Die erste versagte, insofern dass sie nur die Tabletten hatte, verhalf mir aber zu Tropfen, da sie sagte es gäbe beides, wobei die Tropfen warsch. zuviel für mich sind.

Freundlicherweise suchte sie mir die nächste Appo raus und somit konnte ich dort direkt, auf die Frage in welcher Form, mit Tropfen antworten.

Schon vor dem Termin klärte ich durch ein langes Gespräch, dass ich warsch. aufgrund meines fortgeschrittenen Cannabiskonsums keine Wirkung von Ibu und sonstigen zu erwarten hätte.

Er sagte, er habe nichts dagegen, jedoch sollte ich vor dem Eingriff das Kiffen lassen, weil sonst eventuell keine Schmerzstillende Wirkung entstehen könnte.

Einige können sich nun sicherlich vorstellen, wie sehnsüchtig ich das Trama erwartete, zumal ich einen Trip bei einem Freund zu Hause, wo sich nach allen Regeln der Kunst, betäubt wurde, nüchtern erleben durfte, sowie eine Fahrt nach Holland ... mehr muss ich Wohl zu meiner Geduld nicht mehr sagen.

Obwohl ich Trama nur aus Berichten kannte, hatte schon einige Tage vorher nichts anderes mehr im Sinn.

Trama Trama - Montag Montag, so ca spielte es sich ab.

Ich freute mich unglaublich darauf, Erfahrungen hatte ich einige Zeit vorher im Krankenhaus mit 7,5 mg Dipidolor iV gemacht, was ich im späteren Verlauf immer mal wieder als Vergleich nutzen möchte.

In der ersten Appo gingen viele Schubladen umsonst auf und wieder zu, sodass ich genervt zur anderen fuhr, als ich es in den Händen hielt, überkam mich ein Glücksgefühl, ich hatte wirklich sehr hohe Erwartungen, gerade weil ich wirklich Schmerzen hatte.

Die Frau, welche wirklich freundlich war, empfähl mir so schnell wie möglich mit der Einnahme zu beginnen, damit ich sowenig wie möglich leiden musste.

Selbstverständlich, vielen Dank.

Schon im Auto zerpflückte ich hektisch die Verpackung, laß mich in die Dosierung ein ...

Kopf in den Nacken und erstmal was rein - unverknüftig - mir bewusst - zu meiner Verteidigung, das war 4 min vor meiner Haustür.

Zuhaus angekommen ging es direkt ins Bett, Löffel zur Hand und zählen - laut Packungsbeilage 20 Tropfen - was hier wohl einer Menge von 50 mg entspricht.

Den Geschmack fand ich eigendlich angenehm, wohl wissend was bitter bedeutet - ich habe mich quasi sofort in das kleine Fläschchen verliebt und schloss erwartungsvoll die Augen.

Zu erwartungsvoll wie sich herraustellen sollte, es geschah lange nichts.

Nochmal 20 Tropfen - wieder nichts weltbewegendes - und vorallem der Schmerz war noch da.

Auf der Packung stand man sollte 30 min bis 60 min nochmal " nachlegen ".

Also nochmal ein bisschen auf die Zunge getropft, was alles irgendwie nur Schlimmer machte, da viel in offene Wunde gekommen sein muss, was sehr brannte.

Aus Vorfreude wurde bittere Enttäuschung. Genervt bereitete ich mir nach ewigem Warten noch einen Löffel zu - dann noch einen.
In der Summe sind wir nun bei 200mg + einige Male ungezähltes Tropfen auf die Zunge ... also schätzungsweise 250 mg oder etwas mehr.

Ich wurde immer schläfriger, weil ich endlich mal zur Ruhe kam, lag flach im Bett, auch aufgrund des Termins früh aufstehen musste.
Es war nun ca 11 Uhr morgens, die Einnahme begann um ca 9. 35 Uhr.

Ich döste so vor mich hin. Fühlte mich zufrieden und ruhig. In jedem Moment vorher konzentrierte ich mich auf den Schmerz, fühlte immer ob er noch da war.

Aber es war nichts zu spüren.

Mir wurde Euphorie versprochen ! hörte ich eine innere Stimme sagen

- Sofort bemerkte ich dass ich mich in einer Art Wachtraum befinden müsste -

Erst einige Augenblicke später realisierte ich, dass der Schmerz wirklich komplett verschwunden war.
Herrlich. Das war also ein erster Erfolg. Erfreut über diesen Zustand muss ich dann doch grinsen.

Es sind jedoch schon mehr als 2 Stunden vergangen und ich habe wesentlich höher Dosiert als ich eigentlich wollte
- sparsam sein - länger rumtramdolen - so war mein Ziel.

Nun war aber erstmal alles Wölkchen, indem Sinne, dass es tat was es sollte, meinen Schmerz irgendwohin tragen.

Und, ja es wurde warm. Doch kein Vergleich zu dem Dipidolor - welches, um ehrlich zu sein, wirklich fantastisch war, wobei ich im Krankenhaus mit ganz anderen Dingen zu kämpfen hatte.

Also musste da doch noch was gehen ... als ich wieder den bitteren Geschmack an der Zunge spürte, war es, als würde dieser direkt wirken - die Wärme breitete sich nun mehr und mehr aus.

Aber es ist unmöglich, dass es just in time reinhaut, manche kennen das vll vom MDMA dippen,
der Geschmack allein sorgt für Schübe - so war es hier auch.

Ich drehte mich also nochmal um, den bitteren Schmerzlöser noch im Mund. Nun kam eine andere Komponente hinzu.

Bei geschlossenen Augen wurde es bunt - bis ich in eine kleine Traumsequenz viel und dann wieder in ein buntes inneres Auge blickte.

Im Gegensatz zu anderen Berichten wurde ich also garnicht euphorisch oder aktiv, nein meine Dosis umschlung mich und ließ mich eine Weile träumen, ein angenehmes Level würde ich sagen.

Der letzte bittere Schluck blieb aber im Hinterkopf und ich wusste das dieser auch ankommen wird.

So lag ich nun da und wollte es wissen, stellte im Kopf immer wieder den Vergleich zum Dipi an und muss sagen - ich näherte mich.
Von dem Moment an, wo ich wirklich etwas spürte, so 2h - 2,5h nach Einnahme wurde es nun also konstant mehr.

Es ging also immer weiter abwärts - was aber wundervoll und gewünscht war, da ich wiegesagt hohe Erwartungen hatte und nach einer stressigen Klausurenphase mal wieder irgendwo anders sein wollte.

Das Abwärts ist also nicht negativ zu sehen, jedoch wurde es stetig intensiver, nicht nur das sedierende, nein ich merkte auch die Seratoninkomponente deutlich.

Augen auf - die Welt schwimmt, wie als wäre mein Bett ein Schiffchen was mich irgendwohin treiben lässt, die Farbflecken mit geschlossenen Augen breiteten sich nun auch auf Objekte aus, ließen sich durch öffnen und schließen der Augen weiter, enger oder durch Konzentration auch irgendwie anders verändern.

Hätte ich keine Pheny & Shroom Erfahrung hätte ich mir Sorgen gemacht, aber so dachte ich mir ... naja Chillen und Farben, beschwer dich mal nicht.

Doch wesentlich interessanter waren die kleinen Wachträume , ich bin mir nicht sicher, ob es das ist, was allgemein unter nodden verstanden wird, aber mein rumgedöse war wirklich angenehm. Könnt ich n ganzen Tag machen.

Doch ich bilde mir ein das die Seratonin Komponente noch mehr verursachte als bloße Farben und ein bisschen Morphen, sie gab mir Konzentration, um die Träume, wenn sie auch kurz waren, gut und gestochen scharf zu sehen und vor allem mich, zumindest Momente danach, an sie zu erinnern.
Leider wurde durch den Überschuss auch irgendwann ein Unruhezustand ausgelöst, ich richtete mich auf und stand in meinem Zimmer - - ging sogar kurz durch Haus - Auf der Terrasse waren alle Kissen auf einem Stuhl gestapelt, für einen kleinen Moment sah ich einen Mann dort sitzen, dieses herumlaufen war anstrengend,sinnlos wie ich fand, also legte ich mich wieder ins Bett.

Zur Unruhe kam in diesem Moment auch leichte Übelkeit - das letzte Nachlegen war eindeutig zuviel, ich spürte es, wie quasi zuviel des Guten wiedereinmal übers Ziel hinaus, nicht angenehmer wird - wäre ich nicht soweit gegangen wäre ich aber unzufrieden gewesen und hätte es irgendwann später mal drauf ankommen lassen.

Ich saß mich an den PC, zum nodden war ich irgendwie zu aufgekrazt. Musik war fantastisch aber trotz wirklich viel Musikauswahl fand ich den passenden Track nicht, alles war irgendwie nicht gut genug. Doch irgendwas musste laufen, ich brauchte Ablenkung, ansonsten würde mein Seratonin Überdruck mich hibbelig und mein Befinden zu Unwohlsein verändern.

Es ist ca 16 Uhr

Ich klickte mich bis zu einer Folge "2 and a half men" - die beste Idee des Tages, auch wenn danach viele Wachträume durch Szenen aus dieser Serie gekennzeichnet waren, und die Frage, was ich sonst wohl so gesehen hätte, unbeantwortet bleiben musste.

Es ist ca 21 Uhr

Nachdem ich einige Folgen verschlungen hatte, legte ich mich ins Bett und konnte wieder etwas rumnodden, bis ich wie ein Stein einschlief.


Das folgende stammt aus einer Handy Notiz :
Sehr wache, intensive, lange und vor allem mehrere Traumphasen.
Aggresivität nur in der letzten, aber nur nach außen um Umstände zu klären.
Relativ normale Träume, die rückwirkend jedoch Besonderheiten hatten, welche hätten auffallen können - falscher, neuer Wohnort eines Freundes / Architektur eines Hauses sehr seltsam.
Weiterhin war ich meist mit einem oder 2 Menschen allein, niemand sonst war anwesend, keine Fremden, zum. nicht in den Ersten, erinnerbaren Phasen, also in der vorletzten und letzten.


Ich wachte sehr gut ausgeschlafen auf und schrieb sofort alles nieder, um wieder einzuschlafen und wieder etwas zu träumen.
Die Wirkung war definitiv noch vorhanden, legte sich am Vormittag jedoch langsam, bzw um 13 Uhr legte ich wie unten beschrieben nach.

Tramadol ist für mich in diesem Moment genau das richtige gewesen, es befreite mich von Schmerzen und ließ mich in meinem Bett rumschwirren und mal alles andere vergessen bzw. woanders hinschieben.

Eventuell habe ich etwas zu hoch dosiert, was sich aber nur in verschobener Optik und Farbflecken äußerte, die Übelkeit war wirklich nicht schlimm. Für medizinische Zwecke wesentlich zu hoch, um das nur nochmal anzumerken.

Die Euphorie und vor allem die innere Wärme ( hätte mehr sein können ) fehlten irgendwie, das Dipi hier als Vergleich zu nehmen ist vll nicht die beste Wahl, es sind aber Ähnlichkeiten erkennbar - wobei hier die Wärme wirklich unglaublich ist, was aber auch am iv Flash liegen könnte ... laut Wiki ist der Morphin Satz von Dipi bei 0,5 ; der von Trama bei 0,1 pro mg, bitte korrigieren wenn ich falsch liege.

In einem weiteren " Experiment ", am nächsten Tag in der Uni tat ich mir 40 Tropfen, also 100mg in einen Becher und schlüfte diesen zur Vorlesung, fast kein Effekt spürbar. Es war nicht viel lustiger, jedoch waren die Schmerzen weg, verlangen nachzulegen war keines Vorhanden.

Das letzte mal war gestern, 60 Tropfen, also 150 mg ( falls ich mich nicht verrechnet habe ^^ ) - direkt nach der Einnahme fing ich an mich mit Ether zu beschäftigen, der Ether Trip war der intensivste und beste bisher, jedoch hatte ich das Gefühl, dass ich quasi unendlich viel konsumieren kann - als dann endlich das er sehnte geschah, was ich leider wirklich nicht beschreiben kann, fühltes es sich an als würde die Zeit stehen bleiben. Unendliches Glück durchfuhr mich. Also ob es nun am Ether oder am Trama lag, das war bei weitem das allerbeste was ich jemals im Bereich sedieren erlebt habe ( sure it was Ether ).

Ich schaffte es irgendwie aufs Sofa um dort nach 20 Minuten wieder eine Bewegung zu tun, die mich schlagartig wach werden ließ, danach konnte ich wunderbar schlafen.

Heute morgen fühlte ich mich noch leicht trippig, jedoch angenehm, nichts negatives zu notieren gewesen.

Danke fürs Lesen - wenn Interesse am Ether Trip besteht, verfasse ich den gerne nochmal allein.

MfG,

Luzid








Impressum   Kontakt   Nutzungsbedingungen